triefen in die mittäglichen Gränzdepartemcuts schickte, heißen Btdocq junior und Labriör-Ouetier. Ihre Strenge z. B. gegen das Haupt der spanischen Pattwten, Er- minister Escosura, ging so weit, daß ihre Gensd'armen sogar die Suppe auf bem Tische Escosura's mit der Säbelspitze umrührten, um sich zu überzeugen, ob auch dort keine Korrespondenzen verborgen?! (N. R. 30
Paris , 1. Dez. Die Friedensunterhandlungen zwischen Dänemark und dem deutschen Bundesstaat werden in den ersten 14 Tagen dieses Monats zu London eröffnet werden. General Orholz und Hr. Bres. Horn, die Bevollmächtigten des Königs von Dänemark /sind so eben auf ihrer Reise nach England hier angekommen. — Man will wissen, daß Herr v. Cor- ceNes in seinen Instructionen den Auftrag erhalten hat, dem Pabste das Anerbieten zu machen, für immer in Frankreich zu residiren und dort den Sitz seiner geistlichen Macht aufzuschlagen. Er soll ihm alle Mittel anbieten dürfen, um die Realisirung dieser Idee zu bewirken. — Es geht das Gerücht, daß die englische Regierung ein Geschwader abschicken will, welches vor Cwita-Vecchia kreuzen soll. — Wie man hört, werden in Folge einer Untersuchung 200 zur Deportation bestimmte Insurgenten begnadigt werden. — Jm Kriegs- mim'sterinm lief bereits aus Marseille die Nachricht vom Aufbruch der Molliere'schen Brigade von 4 Fregatten nach Civita-Vecchia ein. — Lamartine schreibt heute an alle Journale einen Brief, worin er sie benachrichtigt, daß er keineswegs auf seine Prasident- schaftscandidatur verzichte.
Nachschrift.
' Lemberg, 22. November. Das Gerücht, daS G a. lizien in einen rutbenischen (Lemberg mit zwölf Kreisen) und in einen massewischen (Krakau mit acht Kreisen» Regierungsbezirk getheilt; ferner, daß Erzherzog Albrecht, ältester Sohn des verstorbenen Erzherzogs Karl, alâ Vizekönig Galliziens mit der Residenz in Lemberg darüber gesetzt werden soll, findet immer größeren Anhang. (Oestr. Lloyd.)
Paris, 2. Dez. Der päpstliche Nuntius hat heute früh Paris zerlassen und sich nach Marseille begeben. Aach der Erzbischof von Paris wird sich, wie man hört, in Begleitung mehrerer Prälaten aus der Nationalversammlung, heute dorthin verfügen, um den Kirchenfürsten zu empfangen. Die Cardinäle Bo ald in Lyon, Dupont in Burges und Girard in Cambrai sind durch den Telegraphen ebenfalls von der Flucht des Papstes in Kenntniß gesetzt worden. Auch sie werden wahr
scheinlich unverweilt nach Marseille ausbrechen. PiuS XL wird, wie verlautet, acht Tage in genannter Stadt verweilen und kann mit großem Ehrengeleite direkt hierher geführt werden. In den Tuilerien, woselbst er wohnen wird, arbeitet man bereits emsig daran, die für thn bestimmten Gemächer herzurichten. Pius XL betritt übrigens nicht zum erstenmale die französische Erde. In den letzten Jahren des Kaiserreichs diente er als Soldat in der damals von Napoleon errichteten talienischen Legion, eine A-t kaiserlicherlicher Leibgarde. Vom Gardeofsizier brachte er es bis zum Papst. —
Proudhon und Pyat haben sich gestern früh wirklich geschossen. Nachdem die erste Kugel gefehlt, sagte Proudhon kalt: Da Sie zu Marrast gesagt, daß ich die Arbeiter zur Intervention selbst angerufen habe, so werden Sie noch 2 Kugeln schießen; aber auch diese fehlten, obgleich sie nur 25 Schritte standen.
Paris, 2. Dezbr. In der heutigen Sitzung der Nationalversammlung zeigte der Vorsitzende L. v. Mal- leville an, daß der Präsident Marrast vom päpstlichen Nuntius ein Danksagungsschreiben erhalten habe.
Wiesbaden, 4. December.
Die bereits vor mehreren Tagen in der „Freien Zeitung abgedruckte Zuschrift von Wahlmännern des Sten Wahlbezirks ist mir heule durch den Herrn Abgeordneten Hehn er zugestellt worden.
Der Wahlbezirk enthält 226 Wahlmänner. Die Adresse ist von 48 unterschrieben.
Ich habe mich bei meinen Abstimmungen immer an das Recht gehalten, ohne Rücksicht, ob ich dadurch nach irgend einer Seite mißfällig werden könnte.
In der Adresse ist namentlich meine Abstimmung wegen der Leibrenten und Pensionen getadelt. Ich muss annehmen, daß die Unterzeichner mein Separat-Votum nicht gelesen haben. Ich habe eine Untersuchung der Rechtmäßigkeit jedes einzelnen Anspruchs beantragt, bin aber überstimmt worden. Der AuSgang der vielen bereits entstandenen Prozesse wird den Streit entscheiden.
Dr. Leisler sen.
In No. 227 der „Freien Zeitung" werde ich in einem Artikel von dem Westerwalde der Unterhandlung bezüglich der Lchrerstelle zu Fussingen Amts Hadamar beschuldigt. Leider! kam mir erst später jenes schülerhafte Machwerk, in dem der Skribler sich auf den hohen Gaul schwingt, um die Geistlichkeit und wich zu. sammen zu reiten, zu Gesicht, und ich kann erst jetzt mich dahin eiklären, daß der mich betreffende Passus in jener Annonce eine boshafte Erfindung sei.
Ich sehe mich daher genöthigt, den unreifen Fabri kanten vor dem Publikum als Lügner zu prostituiren und meine volle Verachtung über ihn auszusprechen.
Pfaffenwiesbach, 25. Nov. 1848.
Lehrgehülfe Noll.
Diese Erklärung wurde uns mit einem Briefe des Herrn Noll übersandt, der also beginnt:
„Ich weiß zwar, daß eS Ihre Sitte ist, nur einer Partei, der Partei der Kläger, das Ohr zu leihen, und dem Angeklagten in Ihrem Blatte kein Raum zur Vertheidigung gegönnt wird." Herr Noll schließt hierauf mit der Drohung, er „wolle unser Rechtsgefübl vor der Welt notifiziren", falls die obige Erklärung keine Auf. nähme fände. Wir suchen in der That vergeblich nach Ausdrücken, ein solches Auftreten gehörig zu bezeichnen. Einmal war nämlich Herr Noll in dem betreffenden Artikel in Nro. 227 nicht namentlich genannt, — eS war nur von einem Lehrer in Pf. die Rede — und es gibt mehrere Orte in Nassau, welche mit Pf. beginnen; und dann hatten wir es dem Herrn Noll noch gar nicht abgeschlagen, obige Erklärung aufzunehmen, da er uns um die Ausnahme noch gar nicht ersucht hatte.
Eine Rechtfertigung gegen diese maüloftn Angriffe des Herrn Noll halten wir für überflüssig, und wollen nur mit der Versicherung schließen, daß Hr. Noll wahrlich nicht nöthig gehabt hätte, auf diese Weise unS zu mahnen, unsere einfache Schuldigkeit zu thun.
Die Redaktion.
Für die Hinterbliebenen Robert Blums sind bei der Redaktion der Freien Zeitung weiter eingegangen: fL kr.
40) Ergebniß einer Sammlung veranstaltet durch den Volksverein zu Weilburg und eiugesandt durch Dr. Gerau ........83 — (6 fL trug zu dieser Summe die Gemeinde Schupbach bei.)
Uebertrag 369 12*4
Summa ~452 12%
vKsMWwwwwaiK ■riyvi^.ir-nMWwsagBtM——r< m-> »« ■■ ■ ——<w—.. — .«..m» —n — Fruchtpreise.
Diez, 1. Dec. Ir Preiß. 2r Preiß. Rother Waizen.....13 fl. 47 fr. 14 fl. 15 kr. Weißer Walzen , . . . . 12 fl. 37 fr. 13 fl. — fr. Korn........8 fl. 38 kr. 9 fl. 57 fr. Gerste . *......6 fl. 28 fr. 7 fl. — fr.
Hafer.........4 fl. 30 fr. 4 fl. 30 fr.
Verantwortlicher Redakteur: I. Oppermann.
Bekanntmach «ngen.
Verein ;ur Wahrung der Vokksrechte.
(1548) Die Mitglieder werden dringend eingeladen sich in großer Anzahl nächsten Mittwoch den 6. Dezember, Abends 8 Uhr in den Vier Jahreszeiten zu versammeln.
Auf der Tagesordnung steht:
1) Anschluß an den Märzverein;
2) Abänderung eines Paragraphen der Statuten, zu dessen Abänderung nach den letzter« die Anwesenheit mindestens der Hälfte aller Mitglieder erforderlich ist. Der Borstand.
£1549) Die Unterzeichneten erwiedern dem Wilhelm Wagner auf seine Aufforderung in den Inseraten der Nummer 246 der Freien Zeitung nicht der Person, sondern der Sache wegen, folgendes : Mag es immerhin seyn, daß bei der, am 15. v. MtS. dahier stattgehabten Wahl eines Abgeordneten zur Specialsynode, Einige, wozu auch W. Wagner gehört, vor und in der Kirche, so Hintenherum, unter sich von Deutschkatholischwerden, als einer Ausflucht gesprochen haben, so ist eS doch zur Ehre der Wahrheit Ein- für Allemal nicht wahr, daß bei der Verhandlung selbst, öffentlich von Deutichkatholnchwerden die Rede gewesen ist. Bei der zweiten Wahl, am Sonntag darauf, wurde auch dem inzwischen erschienenen Artikel in Nro. 216 der Freien Zeitung widersprochen, in
Folge dessen der Artikel in Nro. 225 der Freien Zeitung als eine Verwahrung dagegen erschien. Da hierauf W. Wagner in Nro. 238 der Freien Zeitung dieser Verwahrung widersprach — wozu kein Grund vorhanden war — so entstand bei der Gemeinde der Glaube, daß er der Einsender jenes Artikels in Nro. 216 der Freien Zeitung sei, wodurch fich dann bei der Gemeindeversammlung ein stürmischer Vorfall ereignete, den wir vor der Hand, aus Schonung der Person, nicht weiter erörtern wollen.
Wenn W. Wagner nun auch der Verfasser des ersten Artikels in Nro. 216 der Freien Zeitung, der den ganzen Konflikt hervorgerufen hat, nicht ist — was wir gerne zugeben — so ist er doch Mitursache daran, und hat sich deßhalb die Unannehmlichkeiten, die ihm dadurch zugestoßen find, selbst zuzuschreiben.
Zu widerrufen finden wir in dieser Sache Nichts, bis W. Wagner vorerst seine, bei der Gemeindeversammlung allen Anstand und alle Sittlichkeit verletzende Aeußerung öffentlich widerrufen hat, da die ganze Gemeinde unsere gethane Aeußerung mit uns theilt.
Nachträglich fordern wir die verehrte Redaction auf, den Einsender des Artikels in Nro, 216 der Freien Zeitung (K Aus dem Decanat Kirberg) zu nennen. *)
§; Möhn lr I Feldgerichtsschöffen.
*) Diese Nennung des Namens eines Korrespondenten ist mit den Pflichten eines Redacteurs durchaus unverträglich; und dieselbe wird von unS weder im Privatleben noch vor den Staatsbehörden für zulässig erachtet. Die Redaction.
Frankfurt.
1 Uhr.
Den 4. December 1848.
pEl.
Papier
Geld }
Den 4. December 1848.
pCt.
Papier
Geld
Oesterreich
Metalligues Obligationen . .
5
69%
Darmstadt
Obligationen........
4
84%
83%
4
57%
55%
Lottcrie-Anlehen von 50 fl. . . .
59%
59%
3 2'4
41%
40%:
ff
25 fl. Loose........
21’4
20%
7/ „ .
36%
36%
Kurhessen
Fricdrich-Wil Helms-Nord bahn . .
4
40%
40%
Wiener Bank-Aclien . . .
509 fl. Loose ......
1 175
120
1108 :
119%'
Nassau
10 Dhaler Loose bei Rothschild . . Obligationen bei Rothschild . . .
3%
24% 79%
2.1% 78%
2->O fl. Lovie von 1839 . . Bethmännische Obligationen .
5o Thaler Präuüen-Scheine .
80
79%
dilto 25 fl. Loose . .
20%
200 g
Preußen
4
4%
67
58
66
37 91%
Frankfurt
Obligationen........
bitte von 1839 ....
ditto von 1846 ....
3 3% 3%
76 90% 87%
90
86%
Bayern
^laaro-Lchnw-Tcheuie ä 105
3%
79
78
Dtunus-Eisenbahn-Acticn a 250 fl. .
268
265
Obligationen.....
3%
75%
75%
„ „ „ per ultimo
—
_
Würlcmb.
Ludwig-Kanal-Acüen ind. d. Bexbacher Eisenbahn-Acnen Lbligakioiien......
v. C.
3%
63% 76
63%
75%
Holland
Spanien
Jntegr.-Obligatiouen.....
Syndikats.........
Innere Schuld neue Obligationen .
2% 3% 3
47%
18%
46% 72% 18%
Baden
Darmstadt
4'/r'
93%
93
Ardoins incl. 14 Coup. ....
—
Obligationen ...... Lottcrie-Anlehen st 50 fl. von 35 fl. Loose vom Jahr 1845
1 Obligationen ......
1840
3%
1 31 A
72% 45% -5% 74%
72
44%
25%
1 74’,;
Polen
Sardinien
Lotterie-Loose 300 ......
bitte 500 ......
36 Frs. Loose bei Gebr. Bethmann
69%
96
69
24
Cours der Wechsel. Den 4. December.
Kurze Sicht
Zwei Monat
Gold- uiid Silber-Sorten.
fl.
kr.
Briefe
Geld
Briefe
Geld
Amsterdam, um fl. Crl. . . .
100%
7 — :v
—
100%
Neue Louisd'or............
11
5
Augsburg, 100 fl. Crt. . . .
.--
119“% 165%
—
Friedrichsd'or.............
9
56
Berlin, 60 Tblr. . . ' . .
;—■
—.
—
Ducaten...............
5
36
Bremen, 50 Rkhtr. in Louisd'or.
99%
—
—
—-
20 Frank-Stücke ...........
9
38
Hamburg, 100 Mrk. Bco. . . .
88’4
87%
-
Holländische 10 fl. Stücke........
10
5
Leipzig, 60 Dhir......
—
105%
—-
Englische Souverains..........
12
2
„ in der Messe ....
—
—
—
—
1 Laubthaler .............
2
43%
London, 10 Livr. St.....
121%
121
—
120%
1 Preußische Thaler...........
Hochhaltiges Silber..........
1
45
Lyon, 200 Fr.......
94%
.—
—
24
24
Paris, 200 Fr.......
—
94%
—
Gercng-nüttechaliiges Silber........
24
18
Mailand, 250 Sir. Austr. . . . Wien, in 20r 100 fl. C.-M. . . Dis conto .........
107%
1%
(Frkf. 3.)
Verlag von H. Fischer und C. Ritter. - Druck der C. Nitter'schcn Buchdruckerei.
Frische Lebkuchen
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Eck der Goldgaye.
