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Nr. 553.

Dienstag, 26. November 1912.

Mvsbaderrer TagblatL.

ASend-AuSgabe, 1. Blatt.

Seite 8.

Zeile nur in ihre Kriegsgesänge zu übernehmen brau­chen. Der Türke ist tatsächlich aus Stumpfheit nrw Gleichgültigkeit erwacht, seitdem er seine Hauptstadt,

Las Kleinod des Islam, vor der Eroberung durch christ­liche Feinde schützen soll. ...

Alle vom Schlachtfeld nach Konstantmopel zuruck- kehrenden Zeugen sind in ihren Urteilen darüber einig, Latz die osmanische Ostarmee die Tschataldschastellung mit Geschick und Tapferkeit verteidigt und Latz es ihr bisher gelungen ist, die Gegner in vieltägigem Kampfe vollständig abzuschlagen. Nach dem heißen Gefecht am 17. ds. wiederholten die durch Mer serbische Divisionen unterstützten Bulgaren Men schweren Angriff am 18. mit gleichem Mißerfolge. L-m Türken, die noch bei Kirk-Kilise und Lüle-Burgas schlechte Mannszucht bewiesen hatten, hielten ausge­zeichnet stand. Ein neuer, besserer Geist herrscht unter ihren Truppen, seitdem diese sich auf die kurzen, rück­wärtigen Verbindungen von Hademköj, Derkos uno Bujuk Tschekmedsche nach Konstantinopel verlassen können. Die Mannschaften essen sich satt, schlafen ge­nug und leiden nicht mehr an Munitionsmangel. Da­her fechten sie. Tie Zahl der aus dem Feuerbereiche des Gegners fliehenden Feiglinge ist so gering gewor- dn, daß sie kaum erwähnt werden darf.

Die Türken stehen im Rufe, vorzügliche Improvisa­toren zu sein, und mit Recht. Es ist ihnen sogar gelun­gen, die gefürchtete Ausbreitung der Cholera, der Blattern und des Hungertyphus-, die ihre Reihen in ent­setzlicher Weise lichteten, zu verhindern, indem sie sämt­liche ansteckender Seuchen verdächtigen Kranken vom Heere absonderten. Gegenwärtig sind etwa 14000 solcher Leute in San Stefano und 8000 in Aiwalrt untergebracht. Ausreichende Ernährung und das in­zwischen eingetretene gute Wetter haben ihr Übrigem getan, um die fechtende Armee der vollen G e s u n d- h e i t zuzuführen.

Tie Kämpfe am 19. und 20. November wurden vom ermatteten Angreifer mit verminderter Wucht geführt. In dem Artillerieduell dieser Tage zeigten sich die türkischen Batterien ihren Gegnern so gewachsen, daß hoffentlich das törichte Geschwätz von der Überlegenheit der französischen Kanonen über die Kruppschen aufhören wird. Die B ul g a r e n zogen sich am 21. November bei Bujuk Tschekmedsche und im Norden um viele Kilometer zurück und netzen in ihren Schützengräben und Geschützdeckungen v t e I e Lausende von Toten, wie Nafim-Pascha vor­gestern der Hohen Pforte meldete. Am gleichen Tage begannen WaffenstillstanLsverhandlungen mit. geringer Aussicht auf Erfolg. Die militärisch günstige Lage verbot den Türken, die schweren Bedingungen der Gegner anzunehmen. Adrianopel und Skutari, die sich noch länge halten können und mit Heldenmut ver­teidigt werden, sollten übergeben, die osmanischen Kriegsschiffe aus dem Schwarzen Meer zurückgerufen -und keine Verstärkungen zur Tschataldschastellung be­fördert werden. ^ , .

So scheiterten die kurzen Besprechungen zwi­schen den von den einander gegenüberliegenden Heeren ubaeschickten Vermittlern am 22. Noveinber mittags. Ter kaum unterbrochene Kampf wurde nachmittags gegen 3 ithr wieder aufgenommen und endete mit dem Ruck- zuge der Serben und Bulgaren. Am gestrigen Tage und am heutigen Morgen wurden nur wenige «chusie gewechselt. Der Angreifer, der - durch die türkische Artillerie entsetzliche Verluste erlitt, hat sich vor Tschataldscha verblutet. Er muß sich erholen, viel leicht sogar auf frische Ersatztruppen warten, während der Verteidiger durch den Sieg der letzten Woche er­mutigt, den künftigen Kämpfen mit Vertrauen entgegensieht. In Olukischla, am Nordfuße des Taurus- gebirges, wo gegenwärtig die im Bau befindliche Bagdadbcchn endet, sind 7 0000 Mann aus den syrischenStädten zu Fuß angelangt und warten auf ihre Abbeförderung zum Schlachtfeld mit Ungeduld.

Wir haben schon vorgestern ein Kavallerie­regiment aus Damaskus in Konstantinopel ein -zielen sehen, prächtige Gestalten, die den Eindruck in türkisch Felduniformen gekleideter deuffcher Reiter hervorriefen. Die anatolische Bahn ist wiederum für einige Zeit von der Regierung in Beschlag gelegt wor­den. (Die hiesige Kriegszensur sucht aus.strategischen Gründen alle Berichte nach Europa über Truppennach- schübe zu verheimlichen.)

Wenn die Staatsmänner des Balkanbundes nicht eiligst Frieden schließen, so ergreift die türkische Ost- armee in etwa zwei Wochen die Offensive. Der hiesige Generalstab, der endlich eingesehen hat, daß Truppen ohne Lebensmittel und Munition nicht fechten können, bearbeitet bereits die Einrichtungen von E t ap p e n li n i e n bei erfolgreichem Vorgehen in Thrazien aus. Die Türken wolle,: Adrianopel ent­setzen und das verlorene Gebiet zurückerobern.

Es heißt, daß morgen noch ein letzter Versuch vom Angreifer gemackst werden wird, die Tschataldschastellung zu durchbrechen, aber der Türke wird nicht schlechter fechten als in Len letzten Tagen. Er hat die Panik von Kirk-Kilise, die ihn in unglaublichen Wirrwarr hinein- ' warf, endlich überwunden. ^Ter Türk' ist aufgewacht."

Bo» den Kriegsschauplätzen

Md' ine Nachrichten heute so dürftig, wie noch an keinem Tage zuvor.

Ein neuer türkischer Ausfall. Sofia, 25. November. -Die Besatzung Advianopeils -unternahm gestern einen neuer­lichen Ausfall gegen -den südlichen Teil der bulgarischen Be- lagerungSarmee, wunde aber mit sehr bedeutenden Verlusten znrückgeschlagen.

Bulgarische Truppennachschübe. Sofia, 25. November. Die jüngst einlbevu-fenen Rekruten des Jahrgangs 1913 werden nach genügender Vorbereitung zum Kriegsschauplatz abaehen.

Die tapferen Verteidiger Skutaris. W i c n, 26. Nov.

Ca tt aro wirb ' gemeldet: Der Kommandant von

Skutari, Risa-Bei, erklärte, Latz von einer Mergabe der Stadt keine Rebe sei. Rlsa-Bei verfüge über 26 000 Mann seldgeübter Truppen. Die Stadt habe genügend Vorräte für drei Monate und die Werke des Taväbosch befänden sich in gutem Zustande. Die Montenegriner haben die Be­schießung der Stadt und des Tarabosch wieder ausgenommen.

Die griechischen Jnselbesetzungen. London, 25. Rov. Das Reutersche Bureau meldet aus Smyrna, CH-ros soll durch die Griechen besetzt sein.

Aus der Türkei.

Die Verfolgung der Jungtürken. Konstantinopel. 25. Nov. Das Kriegsgericht veröffentlicht ein Communique über die Ursachen der Verhaftung chemalliger jungtürkischer Minister und anderer Mitglieder des Komitees. Es heißt darin, die Voruntersuchung habe ergeben, daß das Komitee versucht halbe, vor und während des Krieges die Moral der Armee zu stächen. Das Komitee habe auch ein Komplott zur Ausführung von Bombenattentaten gegen den Sultan, den Kriegsminister mid andere Würdenträger angezettelt.

*

Das Friedensmanifest des internationalen Sozialisten- kongrefses. Basel, 25. November. Der internationale sozialistische Kongreß nahm einstimmig die von dem inter­nationalen Bureau empfohlene Resolution an, die ein längeres Manifest darstellt und unter anderem erklärt, daß alles auf- zubieten sei, um den Ausbruch eines Kriegs zu ver­hindern. Mit Bezug auf den Balkankrieg fordert das Manifest die sozialistischen Parteien Österreichs auf, ihre Agitation gegen einen Angriff Österreichs auf Serbien mit aller Kraft fortzusetzen. Die Aufgabe der Sozialisten Eng­lands, Frankreichs und Deutschlands sei es, sich energisch der Eroberungspolitik in V o r d e r a s i e n im Falle des gänzlichen militärischen Zusammenbruchs der Türkei zu widersetzen. Das beste Friedensmittel sieht das Manifest in einem Übereinkom­men zwischen Deutschland und England über die Einstellung der Flottenrüstungen und in der Beschränkung des Seebeute- rechts. Zum Schluß fordert es zu Massenkundgebungen für den Frieden auf.

Deutsches Reich.

* Hof- und Personal - Nachrichten. Anläßlich der Ver­mählung der Prinzessin Lotti zu Fürstend erg imt vr. Hugo Vincenz Fürsten Windisch- Grad in Donau- eschingen sind etwa 100 Gäste eingetroffen. Dre Feier wurde gestern eingeleitet durch eine Huldigung des Schtvarzwalo- Gau-Schützenverbandes und einem Festakt der Stad-tgemernde in der städtischen Festhall-e. Heute abend wird dre Stad- und der Schloßpark glänzend illuminiert. (Vergl, Letzte Drahtber.)

Die Präkonisrerung des .Erzbischofs Dr. v. Ha r t mann Wird in Rom voraussichtlich am 2. Dezember stattfmdrn. _

Das Staatsministerium in De i mold macot bekannt: Am 1. Januar n. I. tritt Se. Exzellenz Freiherr v. G evhrot. rN

< , o.. r m iSwnPMlt?

Ausland.

Sranftrcid).

Aüwehrmatzregeln gegen die Cholera. P a r r §, 25. Rov. In der Kammer erklärte der Minister des Innern in Beant­wortung einer Anfrage betreffs Verhinderung der Swsbrer- türm der im Orient herrschenden Cholera, daß alle Maßregeln getroffen seien, um alle nach Frankreich mrt oer Eisenbahn oder auf dem Seewege kommenden Reisenden zu überwachen.

England.

Eine Interpellation über Österreichs Dreadnoughtsbav. London, 25. November. Der Konservative 'Ierburgh fragte den Marineminister Churchill, ob er Mitteilungen empfangen habe, daß Österreich-Ungarn 1913 drei weitere Dreadnought-- auf Kiel legt, die 1915 fertiggestellt seien. Churchill er­widerte, er besitze darüber keine offiziellen Mitteilungen.

Italien.

Die Abreise Bollatis. Rom, 25. November. Wie die Tribuna" meldet, reiste der Botschafter Bollati heute abend nach Berlin ab.

Die Kammer. Rom, 26. November. Die italienischc Kammer wird nunmehr ihre Beratungen wieder aufnehmen. Die erste Sitzung wird den Anlaß zu einer großen Ova­tion für das Kabinett geben, da in dieser der Friedensver- trag zwischen Italien und der Türkei vorgelegt werden wird,

Rußland.

Die Vollstreckung der Todesurteile gegen die Matrosen. Sebastopol, 26. November. Nach derVoss. Zeitung" wurde das Todesurteil gegen elf von den sechzehn ver­urteilten Matrosen der Schwarzenmeerflotte bestätigt. Nach demLokal-Anzeiger" ist das Urteil an den elf Verurteilten bereits in der vergangenen Nacht vollzogen worden. _ Fünf Matrosen, welche wegen Anstiftung zu einer Meuterei in der Flotte zum Tode verurteilt worden waren, wurden zu lebens­länglicher Zwangsarbeit begnadigt.

Zum Ritualmordprozeß Juschtschinskh. Kiew, 26. Nov. Das Kriminalgericht sprach den früheren Chef der Geheim­polizei Mischtschuk und drei Geheimpolizisten, gegen dre wegen Fälschungen im Ritualmordprozeß Juschtschinskh ein Verfahren eingeleitet war, frei.

Afrika.

Die Kämpfe gegen den marokkanischen Thronprätenden­ten. Paris, 25. November. DieAgence Havas" meldet aus Mazagan, die von Eingeborenen stammenden Nachrichten, T a r u d a n t sei eingenommen worden, bestätigen sich nicht. Nach amtlichen Meldungen dauert der Kampf vor den Mauern der Stadt, in der der Prätendent EI Hiba belagert wird, weiter an.

den Ruhestand. Zu seinem Nachfolger wurde der Geherm- Oberftnanzrat Biedenweg (Berlin) ernannt.

* Einberufung des BundesratsauSschusies für auswär tige Angelegenheiten. Der Bundesratsausschuß für auswär tige Angelegenheiten wird am Donnestag, den 28. November, zu einer Sitzung zusammentreten, um wie in früheren Jahren Mitteilungen über die Fragen der auswärtigen Poli tik entgegenzunehmen. Der Zusammentritt des Bundesrats ausschusses für die auswärtigen Angelegenheiten ist also eine regelmäßige Erscheinung zum Beginn der parlamentarischen Winterkampagne und hat somit nichts von besonders aktueller oder etwa beunruhigender Bedeutung an sich.

* Eine Reichstagsersabwahl. Bei der gestrigen Reichs­tagsersatzwahl (Greifenberg in Pommern) für den ver. storbenen Abgeordneten o. Normann (kons.) wurden für Rittergutsbesitzer v. Flemming-Basenthin (kons.) 9699, Hauvt- mann a. D. v. Putkamer (natl.) 3066 und für Lagerverwalter Meyer (Soz.) 762 Stimmen abgegeben. Es steht noch ein Bezirk aus. Die Wahl Flemmings ist gesichert. (Bei der letzten Wahl im Januar d. I. wurde v. Normann mit 8740 Stimmen von 13140 im ganzen abgegebenen gewählt. Aus einen nationalliberalen Kandidaten fielen in dieser Wahl 2943, auf einen sozialdemokratischen 1410 und einen anti­semitischen 30 Stimmen.)

* Die Augsburger Landtagsersatzwahl. Bei der gestrigen Landtagsersatzwähl im Wahlkreis Augsburg 2 für den ver­storbenen sozialdemokratischen Abgeordneten Roll­wagen wurden abgegeben für den reichspartrilichen Kandi- daten Tafel 2822 Stimmen (in der Hauptwahl für den Zen- trumskandidaten 3301), für den sozialdemokratischen Kandi­daten Renner 4311 Stimmen (Hauptwahl 6451). Mithin ist Renner gewählt. Wie ein Vergleich mit den Ziffern der Hauptwahl lehrt, ist weniger die Reichspartei als vielmehr das bayerische Zentrum der eigentlich Besiegte, der mit der Aufstellung eines reichsparteilichen Kandidaten dE ledig­lich nur seine eigenen Geschäfte besorgen wollte. Wie sich jetzt zeigt, vergeblich!

* Deutscher Wahlcrfolg in der Ostmark. Bei den Stadt­verordnetenwahlen in Wirsitz und in Schubin haben in allen drei Abteilungen die Deutschen gesiegte

* Die Folgen des Wugenmangels. Wegen der Kohlennot legte das Stahlwerk Eicken und Ko. in Hagen mit 1400 Ar Leitern den Betrieb gänzlich still.

* (ijjjt. spiouageverbächtiger Franzose verhaftet. In Beuthen wurde unter dem Verdacht der Spionage ein Frau zose verhaftet, der von einem Sergeanten ein Gewehrschloß verlangt und dafür 2000 Franken geboten hatte

Heer und Flotte.

Die Beförderung des Kronprinzen. Die Beförderung des Kronprinzen zum Oberstleutnant oder da die Prinzen des königlichen Hauses -diesen Drenstgvad zu überspringen pflegen direkt zum Oberst steht jetzt unmittelbar bevor. Spätestens wivd sie zum Geburtstag des Kaisers erfolgen. In der neuen DienstaltersWe der Generale und Stabsoffi-ziere nach dem Stande vom 6. Oktober dieses Jahres steht der Kronprinz nunmehr an zwölfter Stelle unter den rangältesten Majoren der Kavallerie. Die elf Vordermänner haben sämtlich als Majore ein Patent vom 13. September 1906; der Kronprinz ein solches als Major vom 26. Januar 1907. Sein Patent

Maior wurde damals um einen Tag vor dem G-eburts- tag deZ Kaisers vondatiert

Fünftägige ubungsreise der gesamten Hochseeflotte.

Zu einer fünftägigen Übungsreise ist gestern morgen, wie aus Wilhelmshaven berichtet wird, die gesamte Hochsee- sloite in See gegangen. Am Freitag trennen sich bei Skagen das erste Geschwader und die großen Kreuzer vom Verbände ab und dampfen nach Wichelmshaven, während das zweite - Geschwader und die kleinen Kreuzer nach Kiel zurückkehren.

Kur St adt un d Land.

Wiesbadener Nachrichten.

Die Wahl des Erste« Bürgermeisters findet nächsten Freitag, den 29. November, nachmittags 4 Uhr, statt. Es find dazu Äe Stadtverordneten und die unbesovdeten Mitglieder des Magistrats in den Bürgersaal des Rathauses zur gemein ­samen Sitzung eingeladen.

Die nächste Sitzung der Stadtverordneten findet am Freitag, den 29. November l. I., nachmittags 4y Zl Uhr, im Bürgersaal des Rathauses mit folgender Tagesordnung statt:

1. Antrag auf Bewilligung von 5000 M. zur Beschaffung eines Lastwagens für die städtischen Straßenbahnlinien. Brr. Fin.-A. 2. Desgleichen von 6300 M. für Herrichtung zweier Spielplätze in der Nähe des Hauptbahnhofs. Ber. Fin.-A. 3. Desgleichen von 2500 M. für Herrichtung eines Spielplatzes im DistriktKleinfeldchen". Ber. Fin.-A. 4. Desgleichen von 1075 M. für Herrichtung eines Spielplatzes auf dem Hohen­loheplatz. Ber. Fin.-A. 5. Magistratsvorlage über ander­weitige Festsetzung der Ab o nn e m en t s p r e: s e zum Besuch des Kurhauses. Ber. Fin.-A. 6. Ver­kauf und Rückübertragung von Gelände an der Meyestbeer- straße. Ber. Fin.-A. 7. Ankauf von Grundflächen an der ver­längerten Parkstraße und am Prome-nadenweg nach Sonnen­berg. Ber. Fin.-A. 8. Desgleichen eines Grundstücks rm DistriktAukamm". Ber. Fin.-A. 9. Ankauf und Austausch von Gelände. Ber. Firi.-A. 10. Bewilligung von 91 700 M. für die Ausführung von Not standsarbeiten im Winter 1912/13. Ber. Bau-A. 11 . Desgleichen von 750 M. für Aus­führung von Neparaturarbeiten im Restaurationsgebäude auf dem W a r t t u r m. Ber. Bau-A. 12. Fluchtlinienplan über die Evbreiterung der Bierstadter Straße von der Bodenstedt- stratze bis zur Gemarkungsgrenze. Der. Bau-A. 13. Gesuch eines pensionierten städtischen Beamten um anderweitige Fest­setzung seines Ruhegehalts. Ber. Org.-A. 14. Neuwahl eines Schiedsmann-Siellvertreters. für den 4. Bezirk. Ber. Wahl-A. 15. Neuwahl eines Armenpflegers für das 7. Quartier im 2L-Armenbezirk. 16. Antrag des Stadtverordneten Hart­mann wegen Einftihrung von F r ei f ah r ka r t en für die Dkitgliedcr der Stadtverordneten-Versammlung auf den hiesi­gen Straßenbahnlinien. 17. Magistratsvorlage, betr. die Um­legung der noch unbebauten Grundstücke an der Werderstraße auf Grund der Lex AdickeS. 18. Bewilligung von 1200 M. für die Einrichtung eines provisorischen Kulisien-Magazins in der ehemaligen Reitbahn des König!. Schlosses. 19. Ankauf von Grundstücken. 20. Vorlage über eventuelle Ergänzung der Geschäftsordnung her Stadtverordneten-Versammlung.

_ Todesfall. %aä3 schwerem Leiden verstarb gestern

abend der Lehrer an der Knaben-Bolksschule am Blücherplatz Herr Ludwig Ehrhardt im Alter von 61 Jahren. Der Dahingeschiedene stand lange Zeit hindurch im städtischen Schuldienst und galt als gewissenhafter, tüchtiger Pädagoge. In Jmkerkreisen schätzte man ihn als unterrichteten saq- mann; demBienenzüchterverein für Wiesbaden uird Um­gebung" gehörte er als Vorstandsmitglied an In derLo - Sterbeversicherungskasse" fungierte Herr Ehrhardt seit Zähren

als erstw Voffrtz^^^^ ^ Nachtruhe dem Rhein^ Be­de- vom 20 . -bis 22 . im Sitzmrgssaal ^s^rprch ^

K o b l c n z gepflogenen Verhandlung und

nung der Sonntags- und Nacytruhe u rcteCTt ^ gWein- - Güterschiffsbetrieb waren neben den Vertretern oer mymn