Einzelbild herunterladen
 

(S)

-tr

3 «*

s

? c 9o-

tirs

" o

§f

Z S

g* j**

p

<3 3-

B to

!>

II

!«&

»

t. B :c ö> 4,3. 3

r Z-

r ä

C3

»

o

Ctf*

<zf

7>

*»

£ g So

;;i

C7f' T I-: ^

IsS

*S B

-zi

s 5. g"

so 2

CA-*

3 r5

So S ..

Pp+' izf

g

sgT

|| g &3 W

M- Ö ö - i rr p> ^ -^.

^ ^ ^ "' CO o O tfo

"/ o

oi Ej

§ « §

£. o

nf « LS

«?-& 2 . § Bw Sr

ö:

"*' §

so 2

Witsbckemr TsaM

BW äÄ ,Ji wöchentlich W ^ 12 Ausgaben.

eq-N»-L°ll- g°Sffn°'t «°» 8 Uh5m°°g.»s bi, » Uh- .»«»». ^ ^ ^ E Bon 8 Uhr m.rg-»s bis 8 Uhr -b-ndS. -utz-k Sonnt«

Bezngs-Prkis für Leide Ausgaben: 70 Psg, wonailich, » *- «>»t-l,Lhrl,ch durch d-n Ber -g ßanagafie 21, olzn- Dringerlodn. M.8. vi-rteli-tzrttch durch alle deulschen Poft-nstalt-u. ausichliculi» Bestellgeld. - Bezugs-Bestell»»«-« nehmen außerdem entgegen:,» WieSoaden die Zweigstelle B>r- marckring 2S, sowie die AuSaab-stellen in allen Teilen der Stadt. ,» Biebrich: die dortigen Aus- Ladestellen und in den benachbarten Landorten und im Rhemgau die betreffenden Tagblatt -Träger.

Rnzeige».«»nahme: Für die Abend-Auggabe bis 12 Uhr mittags: für die Morgen-Ausgabe bis 3 Uhr nachmittags.

Tagglatt-Haus" Nr. 6650-53.

Bon 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abend;, außer Sonntags.

Slnzciecn-Breis kür die Zeile: Dsg. für lokale Anzeigen imArbeitsmarkt" undKleiner Anzeiger" infoHiiA.* hi davon abweichender Satzauskübrung, sowie sür alle übrigen lokalen

ineiiainrn. Wanze, naive, oriiie, uao wu«l w*«», «uu^iuuiutv, u..u; .. ..

Bei wiederholter Aufnahme unveränderter Anzeigen in kurzen Zwischenräumen cntiprechender Rabatt,

Für die Ausnahme von Anzeigen an vorgeschrieben-» Tagen und Plätzen wird keine Gewähr übernommen.

Montag, 12. Kugust 1912.

erbend -Ausgabe.

Br. 373. 60. Jahrgang.

Prinz Heinrich.

Zu seinem 50. Geburtstag.

In wenigen Tagen (am 14. August). begeht die kaiserliche Familie einen sestlichen Tag: Prinz. Heinrich, der Bruder des Kaisers, vollendet am 11- August sein 50. Lebensjahr. Das deutsche Volk wird an, dieser Feier gern Anteil nehmen: denn Prinz Heinrich hat diese 50 Jahre nicht gelebt, als Fürst, nicht im Glanze seiner hohen Stellung, sondern im Dienste strenger Pflichterfüllung, im Dienste der Nation. Auch sein 50. Geburtstag ist zugleich ein Jubiläum ^er Arbeit: am 14. August fährt sich zum 35. Male der Tag, an dem Prinz Heinrich in die Marine eintrat.

Prinz Heinrich war damals gerade 15 Jahre alt, als er imRang" eines Kadetten der kaiserlichen Marine das SchulschiffNiobe" bezog. Schon ein Jahr später trat er eine Reise um die Welt an, die ihn zwei Jahre von der Heimat fern hielt. Zurückgekehrt, erklomm er in ehrlicher Arbeit die Stufenleiter der Marinekarriere. Er hat alle Arten des Marinedienstes kennen gelernt. Er führte eine Torpedobootsdivision, avancierte zum Kapitänleutnant, 1895 zum Konter­admiral und wurde 1897 Chef der 2. Division des in Ostasien stationierten Krenzergeschwaders, das im An­schluß an die Besetzung des Kiautschougebietes nach dem Osten gesandt wurde. Tann hat der Prinz die Position des Chefs der Marinestation der Ostsee aus­gefüllt, 1906 wurde er Chef der aktiven Schlachtslotte und seit 1609 ist er Generalinspekteur der deutschen Marine.

Neben dieser seiner dienstlichen Tätigkeit hat er von jeher noch Zeit gefunden für andere Arbeiten im Dienste der Nation. Er erkannte rechtzeitig den Wert des Sportes und verstand es, jederzeit sportliche Be­wegungen großzügig in Nationalwerte umzusetzen. Rechtzeitig ahnte er die große Bedeutung des Auto­mobilwesens, dem er in der Armee zur Geltung verhalf, und er war einer der ersten, die mit dem Grafen Zeppelin über den Bodensee fuhren. Ganz hervor­ragend sind seine Verdienste um die Aviatik. Schon im Alter von 47 Jahren stehend, erwarb er selbst noch

es gab damals kaum drei Dutzend Flieger in Deutsch­land das Pilotenzeuanrs. Durch die Gründung der wissenschaftlichen Gesellschaft sür FInatechnik ist er be­müht gewesen der Aviatik unter Heranziehung der Wissenschaft weitere Möglichkeiten zu erschließen. Das sind Taten, die man in Deutschland wohl zu würdigen weiß Prinz Heinrich hätte seine hohe Stellung und seinen Einfluß als Bruder des Kaisers auch zu einem beguemen Dasein verwenden können aber er hat darauf verzichtet, er hat erstrebt, die Positionen, zu denen ihn seine Geburt berechtigte, auch durch seine Leistungen zu verdienen. Daß ihm das gelungen ist

das dürfte ihm die Anteilnahme beweisen, die die Nation seinem 50. Geburtstag schenken wird.

Das Armeekorps btt Rohle.

Cs ist nicht das erstemal, daß Kkiser Wilhelm ein Wort geprägt hat. das schnell die Runde machte und noch heute zitiert wird: die Worte von dergepanzutcn

Faust", dergelben Gefahr" u. a. sind noch heute in Geltung und ebenso wird die Bezeichnungdas Armee­korps der Kohle", die vom Kaiser dieser Tage in einer rührenden Gedenkrede auf die verunglückten Bergleute ausgesprochen wurde, noch lange nachhallen. Aus der ganzen Rede des Kaisers spricht eine hohe Anerkennung des Bergarbeiterstandes, er nennt sie eine tapfere Schar, die im Kampfe mit der Erde steht, von Gefahren und Wettern umgeben. Von den Verunglückten sagt der Monarch, daß sie auf demFelde der Ehre" gefallen seien. In der Tat verdient der Bergarbeiterstand solch ehrende Worte, denn kein Berus ist mit solchen Gefahren umgeben, wie der seinige. Es entspricht da­her auch der Gerechtigkeit, wenn für diese Erwerbs­gruppe auf sozialem und wirtschaftlichem Gebiete etwas mehr gesorgt wird, als es bei anderen Arbeiterkate- gorien der Fall ist, und bis zu einem gewissen Grade ist dies durch die Gesetzgebung gesichert. Andererseits aber finden sich hier doch manche Zustände, die sehr reformbedürftig sind und in den beteiligten Kreisen herrscht seit Jahren Klage darüber, daß man den Wünschen sich nicht entgegenkommend genug zeigt. Vielleicht darf man jetzt wieder neue Hoffnungen schöpfen, nachdem ein Zufall jetzt den Kaiser an einen Ort geführt, wo er sich persönlich von den Gefahren des Bergmannsberufes besonders eingehend infor­mieren konnte. Es ist doch etwas anderes, durch eigene Inaugenscheinnahme sich zu überzeugen, als sich auf Grund von Vorträgen zu entscheiden, die ihm durch die leitenden Persönlichkeiten gehalten werden. Man ent­sinnt sich, daß der Kaiser bei der schweren Katastrophe auf der ZecheRadbod" als Zeichen seiner persönlichen Anteilnahme den Prinzen Eitel Friedrich an die Un- glücksstätte entsandte, und man geht wohl auch nicht fehl, daß die preußische Berggesetznovelle vom 28. Juli 1909 sich als eine Folge jenes Unglücks hinstellt, nach­dem der Kaiser zweifellos etwas Dampf hat aufmachen lassen. Diese Novelle ist aber doch mehr oder minder nur ein Flickwerk, das keineswegs volle Arbeit macht. Seit Jahren, ja Jahrzehnten wird der Erlaß eines Reichsberggesetzes gefordert, das sür ganz Deutschland einheitliche Bestimmungen aufstellt. Trotz allem Drängen hat sich die Reichsregierung hierzu noch nicht entschließen können, obwohl ein Grund gar nicht ein­zusehen ist. Wie es heißt, kommt der Widerstand von Preußen selbst, weil man wohl das Bergrecht als ein Reservat der Einzelstaaten beibehalten will. Vielleicht wird jetzt dieser Widerstand aufhören, und so wäre es dann möglich, daß die Katastrophe der ZecheLoth­ringen". die allerdings allem Anscheine nach auf den Leichtsinn eines Steigers zurückzuführen ist- segens­reiche Folgen nach sich zieht

poiit RaLhoMentag.

(Sonderbericht unseres 8ck.-Korrest>ondenten)

Aachen, 11. August.

Das alte Bild. In den prächtig geschmücktem Straßen schon in den Morgenstunden unaufhaltsames Fluten der aus fern und nah eiintreff,enden Menschenmassen. Reichlich viel Trommel- und Hornmusik ist zur Stelle, um die festorden- geschmückten Arbeiter, Handwerker, Gesellen, Lehrlinge in Reih' und Glied zu bringen.

Während dieser Wallfahrt zur Kaiserstadt tagt bereits di« erste geschlossene Versammlung.

Es werden heute allein die Formalitäten erledigt: Prä­sidentenwahl, Huldigungstelegramme usw. Zum Präsidenten wird Justizvat Schmitt, der bekannte hessische Zentrums- fühver in Mainz, gewählt.^ Zn Vizepräsidenten werden Land- tagsabaeordneter Graf Henckel zu Donners-marck und ein führendes Mitglied der katholischen Kaufmännischen Vereine, Herr Jakob Weber aus Kray, ernannt. Auf den Ehrenpräsidentenfttz werden der ZentvuniSsührer des Reichs­tags, Landgerichtspräsident Spahn, Fabrikant Brandt (M.-Gladbach) und «in Neffe Windchorsts, der Schriftführer des Reichstags Engelen, erhoben. An den Kaiser wird ein Huldigungstelegramm abgoschickt, das durch seine Länge und seinen überaus herzlichen Tan auffällt. In Liebe und Bel­ehrung bringt die Genevalversammlnng dem Kaiser die Hul­digung und dankt ihm sür sein Bekenntnis zum Kreuze Christi. Zum Schluß wird dem Kaiser eine lange gesegnete Negierung zum Wohle des geliebten Vaterlandes gewünscht. Schon um Mittag hat die Versammlung ihr Ende erreicht, und man kann sich zum

Festzug

rüsten. Nach einem glänzendes Organisationstalent ver-, ratenden Plane nehmen die Vereine in den verschiedenen Straßen Ausstellung. Schon soll der Abmarsch beginnen, da öffnet der Himmel seine Schleusen. Gewitter und wolkenbru chartiger Regjen drohen den Festzug unmöglich zu machen. Doch der Himmel hat ein Einsehen. Zeitweilig dringt die Sonne durch den Wolkenflor. Mutig und mit zäher Ausdauer geht der Zug, 1s,tz Stunden lang, durch die Straßen der Stadt. Es mögen 28 0Ö0 Zugteilnehmer gewesen sein, mit mnigen hundert Fahnen und gegen achtzig Kapellen. Natürlich stellte West- und Süddeutschland das Hauptkontingent, aber auch Norddcutschland und der Osten waren vertreten. Belgien entsandte 28 Vereine. Vor der Elifenquelle ist das ZeA für die Ehrengäste aufgebaut. ^ Man sieht dort den Weihbischof von Cöln, Dr- Müller, Geistliche aller Grade und viele Zentrumsabgeordnete. Neben dem württembergischen Rauschebart Gröber seinen Landsmann, den kleinen, recht korpulent werdenden Erzberger. Oberst­leutnant a. D. Hasse hält eine kurze Ansprache und dann geht es weiter an den dichten Menschenmauern vorüber. Ge­schickt werden die Züge so aufgelöst, daß die Men sch en mengen sich in vier Versammlungslokale örgießen müssen.

Die bedeutendste Versammlung findet in der Festhalle unter Leitung des Graffn v. Droste statt. Er be­grüßt die Arbeiterversammlung mit der Mahnung, im Kampfe um den Glauben nicht stille zu stehen. Als er ausruft:Wir wollen die Jesuiten wicderhaben!" ertönt lauter Beifall. Leb­haft begrüßt nimmt Weihbischof Müller das Wort, um seinen treuen Arbsiterfveunden ans Herz zu legen, in der Arbeit nicht eine verfluchte Notwendigkeit zu sehen, ein Joch, das man abschütteln müsse. Wahrheit, Liebe und Ewigkeit schafften Befriedigung bei der Arbeit. Schließlich segnet er die Versammlung. Sehr spät erst kommt man zum Haupt- thema, zur

Gedächtnisrede auf den Kardinal Dr. Fischer. Unverblümt preist Diözefanpräses Müller (Cöln) den ver­storbenen Kardinal als den Schirmherrn der christlichen Ge- iverkschaftsbewegung. Zu Beginn seiner erzbischöflichen Tätigkeit waren die Kämpfe zwischen Cöln und Berlin entbrannt. Während seiner ganzen Amtstätigkeit haben sie nicht geruht. Ihr hoffentlich letztes Auflodern fiel in seine letzten Lebe-nstage. Keinen Augenblick zögerte er, sich schützend vor die Angegriffenen zu stellen, die unter seinen Augen und mit seiner Billigung tätig waren. 1908 und 1910 war cs dieser hochherzige Beweggrund, der ihn nach Rom führte, um mit dem rückhaltslosen Einsetzen seiner ganzen

Paul Wallot st.

Mit Paul Wallot, der am 10. August in Langcn-Schwal- rach, wo er zur Kur weilte, verschied, ist ein Architekt ge­storben, der seinen Namen mit einer der größten baukünst­lerischen Aufgaben, mit dem deutschen Reichstagspalast, ver­knüpft hat, und dem so >das seltene Glück siuteU geworden ist, der Kunstgeschichte für immer angugehüren. Die srendige Aufmerksamkeit der Nation und das ermunternde Interesse auch des Auslandes lenkten sich auf den im Grotzherzogtum Hessen, in Oppenheim am Rhein 1841 geborenen Architekten, der in Frankfurt bis dabin nur an Privatbauten tätig gewesen war, als er aus dem großen Wettbewerb von 1882 um das Neichstaasqebände als Sieger hervorging. Sein Entwurf fand sofort den einmütigen Beifall seiner »-achgenossen, dre Beivunderung aller Freunde einer großzügigen Monumental­kunit und die instinktive Bestätigung durch die Empfindungen der breiten Masse. Der Reichstagspalast, der die Formen­sprache der Renaissance mit wuchtrgen Akzenten eines gotisch empfundenen Hauptgedankens verbindet, atmet stolze Würde und bietet sich als ein Werk von stärkster SelbständiAcit dar; e: ist auch vo>m Gesichtspunkt der Befriedigung praktischer Be­dürfnisse musterhaft, wie es denn z. B. Wallot fertig gebracht hat. beinahe durchweg ohne das Hilfsmittel i>e§ Oberlichts zu arbeiten eine Leistung, die in der Fachwelt naturgemäß mehr gewürdigt wstd als im Publikum. Aber so neu der Reichstagspalast noch ist (erst vor zwanzig Jahren wurde er dollendetp so mutz man sagen, daß doch bereits ein deutlicher

Widerspruch zwischeri seinem Stil un>d dem architektonischen Grundgefühl der Gegenwart w>ahrzunlehmen ist.

Das Großhcrzcgtum Hessen ist merkwürdigerweise b>aS Geburtsland von drei der- bedeutendsten Architekten unserer Tage, neben Wallot hat das kleine Land Messel und Ludwig tzossmann, den nicht genug zu rühmenden Stadtbaurat von Berlin, hervovgebracht. Messel und Hofsmann nun würden, wenn sie eine Aufgabe wie den Reichstagspalast zu lösen ge­habt hätten, -ben_ Empfindungen unserer Zeit wohl mchr ent- gegengekommen sein. Aber das verringert nicht die Beidei.'tung Wallots, es rückt sie nur in bestimmte Grenzen. Für Wallot war es der grösste Schmerz seines Lebens, daß der mächtigste Mann im Reiche, der Kaiser, seinen Reichstagsbau ablehnie. Man erinnert sich, daß der Monarch bei seinem ersten Besuch in Rom den Reichstag als Gipfel der Geschmacklosigkeit be- zeichnetc, er.-. Wort, das naturgemäß eine starke Resonanz fand, nichts freilich bei den deutschen Architekten. Wallot konnte dies böse Urteil nie verwinden, er ging gern von Ber­lin fort, wo man ihn nicht halten wollte. Als Professor an der Akademie der Künste und an der Technischen Hochschule in Dresden entfaltete er in Sachsen eine reiche Tätigkeit: viele Schüler hat er herangebildet, aber wahrhaft große Auf­gaben konnte ihm der neue Wirkungskreis nicht stellen. Sein sächsisches Ständehaus an der Brühlschen Terrasse be­hauptet sich immerhin würdig neben den benachbarten Mo- nurnentalbauten. Der Ruf nach Dresden trug ihm den Profcssorcniitel -rin, wie er denn überhaupt reich an Gren und Titeln war. Bei der Grundsteinlegung des Reichstags ^ gebäudes (1883) wurde er zum Baurat ernannt, 1885 zum

Mitglied der Akademie der Künste und 1894 bei Einweihung des Gebäudes zun: Geheimen Baurat. Ferner war er noch Ehrenmitglied der Akademien von Petersburg' und Rom, Ehrenbürger von San -Francisco und Oppenheim, sowie ko.rre- spondierendes Mitglied derLoviste ckss Artistes Francais" in Paris. L.

Pariser Theaterbrief.

Paris, 8. August)

Die Theaterrubrik der Boulevard-Zeitungen ist jetzt an- gefüllt mit verlockenden Neuigkeiten über die kommende Saison. Im Juli und Augustarbeiten" nur wenige Bühnen, voran aber mit zunehmendem Fleiß die Große Oper, die nicht genug GounodSFaust" geben kann und sich dafür mit stets besseren Wagner-Abenden entschuldigt, dann die Comödie Frangaise, die ihr klassisches Repertoirs hauptsächlich den fremden Sommergästen vorsetzt. Geöffnet blieb auch das Ghmnase, in dem Bernsteins ,,1'As8aut" (Der Ansturm") dieselbe Zugkraft bewies, wie im Palais-Royal dank viel pariserischem EspritDas kleine Cafo" von Tristan Dernard, das nach der ersten Million Einnahmen noch lange weitergespielt werden dürfte. Sonst bewiesen nur zähe Lang­lebigkeit dieLustige Witwe", die im Apollo zum 700. Mal gLgeben wurde, undPirs-au-klanc;", ein derber Militär- fchtvank, der es in fast ununterbrochener Reihenfolge auf schon 2 0 0 0 Aufführungen brachte! Die Ferien sollen in einigen Theatern zu Umbauten und zur Reinigung benutzt worden sein so in den FolicS-Dramatiaues und Bonffes-