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Donnerstag, 27. 3unr 1912.
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Nr. 294. * 60. Jahrgang.
Detrachtungen zur Duellfrage.
fl, I« Anknüpfung an die Debatten im Reichstag veröffentlicht der Bonner Theologe seil in der „Chrrst- flchen Freiheit" des Lic. Pfarrers Traub eure lesenswerte Studie, die einige bisher weniger beachtete Gewirken zu der ernsten Frage beiträgt. Wir möchten dre Schlußfolgerungen, die Seil gerade aus, dem Gedanken ^es Fahneneides heraus gegen das Duell geltend macht, hier wiedergeben.
militärischen Fahneneid stellt der Soldat, wie Sest hervorhebt, für die gesamte Zeit, solange er dient, sein Leben rückhaltlos dem Vaterland und der Kom- wandogewalt zur Verfügung. Er begibt sich seiner int strengsten Sinn. Er ist fortan nicht wehr „fein eigen". Sell 'nennt dieses Verhältnis „die herrliche .Bieihe des>Solöatenstcmdes, das Befreiende in diesem Stand", und' er setzt hinzu: „Darum aber muß der
Soldat auch sein Leben erhalten, er muß sich gesund *>nü rüstig halten, um jeden Augenblick zun, Dienst bereit zu sein. Das „Feld der Ehre" ist diese Bereitschaft. Was aber geschieht im Duell? Ein Leben, das «ar nicht mehr ihm'gehört, ein Leben, das erhalten ward llur um des Ganzen, des Vaterlandes willen, verschenkt der Duellant eigenmächtig in einem Ehrenhandel, sind, seltsam genug, dieselbe Macht, die ihn vorher m Lottes Name,, in Pflicht genommen, die ihn eidlich gefunden hat, allein für das Vaterland da zu lein, zeigt *hm nun plötzlich, nur für sich selber da zu sein, uur orr sich selber und an seine Ehre zu denken, die recht gut auch andere Leute wiederherstcllen konnten, wenn sie nur wollten. Sie zwingt ihn, seinem Eid in gewissen, Sinne untreu zu werden."
Hier ist mit überzeugenden. Worten, und zwar gr- Gde aus der denkbar höchsten Würdigung dos Mckitär- berufes heraus die Unlogik des TuellzwangeS für den Dffizierstand hervorgehoben. Und mit Recht mhrt Sell wrt, der Offizier werfe den Ehrendienst des Vaterlandes weg, unfeinem von ihm versönlich angeeigneten Standesvorurteil zu genügen. Der Verfasser loill niemand aus diesem Vorurteil einen Vorwurf machen, °enn gegen Standesvorurteile ist eben der einzelne ohnmächtig, und sie können nur überwunden werden Ms dem Wege der richtigen Urteilsbildung und des nichtigeren Denkens. Sehr mit Recht fährt Sell fährt:
„Tiefes richtigere Denken über die persönliche Ehrenfrage hält i.a sofort an beim großen Heer im Krieg. Ta sind die Duelle verboten. Warum? . Weil Krieg jedermann vor den Feind gehört, insbe- wndere weil das Leben der Offiziere für emen besseren Kampf da ist als für den Zweikampf unter Hanreraden." , Sell nimmt den Fall an, der „doch wohl auch ror- EMmt". daß ein Offizier ein innerlich überzeugter Christ ist. Er wird unverschuldet zu einem Duell ge-
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Er kennt das ihn, durch seinen Erd aegebeae göttliche Gebot, sein.Leben zu lassen für die Ehre des Vaterlandes, und er empfindet es, daß er mit der For-
NaLdruck verbore».
Ein „Fest der Natur Ermenonville.
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der I I. Rouffeau-Aei-r. — Die Herren von Erme- »stndills: Marquis de Girardin und Prinz Radzrwlll. --- Ein sscan-Denkmal. — „Ne Devin du village' rat Natur
theater. — Die Grabesinscl und Chaalts.
Paris, 24. Juni.
Dir zweihundertjährige Geburtstagsfeier Rousseau»,^ oic ^ durch alle denkwürdigen Orte sichren soll, wo er gelebt,
aUirbt und. gelitten, begann am gestrigen Sonntag an der Stätte — seines Todes. Das Ende für den Anfang erwachen «cn - .... — c .. v
cv,"'- kein verkehrter Gedanke. Unter den Eichen, finden und Hannen von Ermenonville erfüllte sich der Traum seiner "säume: hier kannte Jean-Jacques in den letzten wahrhast össtcklichen Wochen seiner Erdenwallfahrt den ungetrübten Mieden der Natur. Mit einem „Fest der Natur" in dem chr- Park, der im Geiste Rvusseaus angelegt worden und pietätvoll forterhaltcn wird, gedachten die Verehrer .^Philosophen am sinnigsten sein Andenken zu feiern. Und .?..?er alte Haß gegen den Zerstörer so vieler politischen, re.i- , °stn und gesellschaftlichen Privilegien von den „Trad't'.o- E°nsten", die wie Maurice Barrtzs dem Bekenner das Pantheon nicht gönnen, in diesen Tagen neugeschürt, sa die Gesittete" Schuljugend gegen den „Anarchisten" mobilisiert bnT? ■ «Etaltete sich .das „Fest der Natur" zu einer cindrucks- A'n Kundgebung insbesondere der universitären und I,te- ^'sichen Fortschrittler. Ermenonville liegt nur etwa hO Lüftetet von der Hauptstadt entfernt und ist doch nicht zu erreichen; van der nächsten Bahnstation ist es noch üim « ne Stunde staubigen, schattenlosen Wegs. Die Breaks sjjf° Kutschen aus der Umgebung genügten nicht, um dre n ße der Professoren und Doktoren nebst. Gattinnen und
derung, die er ergehen lassen nrußte, für gar nichts anderes eintritt als für seine Standesehre, daß er, die Sache beim Lichte besehen, aus dem Duell hervorgeht entweder als Totschläger oder niedersinkt als Selbstmörder. Wird er da mit einer reinen seele vor den ewigen Richter treten? Muß er nicht erwarten, daß der ihn fragt: Soldat, warum hast du deinen Posten verlassen? Deine Seele hast du nicht verpfändet mit deinem Fahneneid. Du bist fahnenflüchtig geworden vor mir! Tu sollst leben, solange ich es tvrll, in ehrlichem Dienst. Denkt der Offizier so, so denkt er christlich. Trat er's vor dem Duell und handelt danach, was wird ihm? Er verliert seine „Ehre" in den Angen seines Standes. Und vielleicht steckt in einem solchen Offizier ein größerer Heldenmut und eine größere Verläßlichkeit als in Tausenden seiner Kameraden."
Sell hält die Zeit für gekommen, wo es gilt, einen falsch geleiteten standesmäßigen Ehrbegrrif auf das rechte Ziel eines wahren, allen Dienern des Vaterlandes'gleichmäßig geltenden Ehrbegriffs zn leiten. Tie Berufspflicht müsse unbedingt höher stehen als jede persönliche Standespflicht, insbesondere begebe sich der, der in den Ehrenstand der Waffe tritt, aller der persönlichen Rechte, die mit der Berufspslicht unvereinbar sind.
ZU den künftigen LanöLags- Wahlen.
Tie „Kreüzzeitung" ist sehr stolz auf einen Fund, den sie in der sozialdemokratischen „Chemncher Volksstimme" gemacht hat. In diese,,'. Blatt äußerte sich kürzlich der frühere „Vorwärts"^Redakteur. Eis.nyr über tue bet den bevorstehenden preußischen Wahlen einzuschlagende, Taktik, und er gab zu verstehen, daß die Genossen gut daran täten, sich vor einer^ unnützen Zersplitterung der Kräfte zu bewahren. Sie mögen deshalb außer in Len Wahlkreisen, in denen sie aus eigenen Mitteln Mandate erringen könnten, überall schon bei den Urwahlen nur solche Wahlmanner wählen, die weder der konservativen noch der Zentrumspariei stugehörm. Mit anderen Worten: Eisner empfiehlt etwas durchaus Vernünftiges, er betrachtet unsere innerpolitischen Verhältnisse verständigerweise von einem anderen Standpunkte als dem des Fraktions- partikularismus, und er begegnet sich in den letzten Zielen mit den Liberalen aller Schattierungen, indem auch wir ohne Rücksicht _ auf die besondere Parteizugehörigkeit allerdings gleichfalls der Meinung sind, daß alles aufgeboten werden muß, um selbst unter dem elendesten aller Wahlsysteme den Gegnern vom schwarz- blauen Block soviel Abbruch zu tun, wie nur irgend möglich ist. Freilich kann niemand' wissen, ob her Eisnersche Vorschlag bei den radikalen Sozialdemokraten soviel Anklang finden, wird, wie er verdient, und wir möchten zunächst sehr bezweifeln, ob das geschehen
Töchtern über die teils noch vorsintflutig gepflasterte Chaussee zu bolpern; pev pedes in Lackstiefeletten und engsten Nöckchen machten sich die eleganten Pariserinnen auf dcn^ Marsch durch die Korn- und Weizenfelder, so unpraktisch gekleidet, wie es schon ihre Ururgroßmütter waren, die Jean-Jacques so sehr geliebt. . . . Freilich in Hellen Farben und mit Feldblumen auf den breiten, flachen Krcmpenhüten, wie es sich für ein Rousseausches Natursest ziemte. . . .
Nach der eintönigen, fruchtbaren Hochebene führt die Straße plötzlich in scharfer Kurve bergab durchs Dorf Ermenonville. Da stehen noch wie vor 200 und 300 Jahren Meiereien mit moosbewachsenen. Schieferdächern, die von ebenso alten Kastanienbäumen beschattet werden und manche reichgcworöene Bauerngeneration schwinden sahen. Ein prachtvolles, langgestrecktes Tal mit Wiesen, Seen und Parkanlagen eröffnet sich unterhalb hcs Dorfes, umsäumt, soweit das Äuge reicht, von bewaldeten Hügeln in dichtem Wellengang. „Schon lang zog mich mein Herz hierher, und nunmehr, da ich sehe, möchte ich immer hier bleiben!" rief Rousseau, als ihn sein letzter Beschützer willkommen hieß. Marquis Rens de Girardin, der Schloßbesitzer von Ermenon- ville, war ein Original gewesen — eines jener Originale, deren sich die Nachwelt viele wünschen dürste. Begeistert von den ,,fl.sv«ris8 d un proineneur .solitaire" hatte der frühere Hauptmann der Leibgarde des lothringischen,Königs Stanislaus Abhandlungen über „Landschafts-Komposition" und „Mittel zur Naturverschönerung" geschrieben, in denen die frisierte Gartenkunst Le Nötres ein „Naturmord" genannt wurde. 1766 siedelte sich Girardin im Tal von Ermenonville an und machte sich daran, eine „Rousseausche Landschaft" in allen Teilen künstlich zu erzeugen. Nach den Zeichnungen des Marquis wurden die Seen nebst Wasserstürzen in unterirdische Tiefen, Grotten, Brücken und Abgründe geschaffen, Felsen hcrbeigeholt und mit Moos versehen, damit sie alt aus- sahen, auch zerbrochene Grabsäulen über imaginäre Gräber ins Gebüsch gestellt, kurz ein Eden für romantische Dichter
wird. Die Leute im äußersten linken Winkes des verknöcherten Parteidogmatismus, die um Stadthagen und die Freunde der sonderbaren Rosa Luxemburgs werden von solchen klugen, .nüchternen, sachlichen Erwägungen nichts wissen wollen, wie denn jede revisio'.ti- stische Besonnenheit unverzüglich durch die kleinen Rovespieres dieser Sorte um ihre Wirkung gebracht zu werden pflegt. Man hat gerade genug Erfahrungen in dieser Hinsicht gemacht, um auch jetzt annehmen zu dürfen, daß es gegebenenfalls abermals so gehen wird^ Tie Einsicht, daß unter allen Umständen ein freisinniges oder ein nationalliberales Landtagsmitglied mehr eine Schwächung der Konservativen bedeuten mutz (denn auf den Kampf gegen das Ostelbiertunl komrnt es vor allem an), ist bei den Revisionisten wohl vorhanden, bei dem radikalen Flügel aber nicht; zum mm- desten fehlt es einstweilen noch an dem Mure, solche Einsicht, falls sie doch durchgedrungen ist, öffentlich zu bekennen und zu betätigen. Insofern also braucht die „Kreuzzeitung" soviel Befürchtungen, wie sie zu hegen sich anstellt, in Wirklichkeit wohl nicht zu äußern. Was aber tut das konservative Blatt? Es benutzt seine Lesesrucht dazu, um ein neues, noch ».msassenderes „Geheimbündnis" zwischen Fortschrittlern und Sozialdemokraten an die Wand zu malen. Es wird so dargestellt, als lverde die Fortschrittspartei den Sozral- dentokraten für ihre Hilfeleistung entsprechende^ Gegenleistungen machen, und die „Kreuzzeitung" will aus einzelnen Wahlkreisen bereits wissen, daß die Genossen von der bürgerlichen Linken als Preis ihrer Unterstützung die Überlassung von Mandaten für das Abgeordnetenhaus fordern. Selbstverständlich ist das eine glatte Erfindung. Tie „Kreuzzeitung" kann swches gar nicht wissen, denn es ist bisher noch nirgends mit den Vorbereitungen für die Landtagswahlen in der Weise und in der bestimmten Richtung begonnen worden, daß sich heute schon etwas über irgendwelche Wahlvorbereitungen zwischen einzelnen Parteien aus- sagen ließe. Aber je kecker die Behauptungen dev. „Kreuzzeitung" sind, desto mehr Eindruck mag das Blatt von ihnen erwarten. Die Hauptsache jedoch ist« daß das kanserva.tive Blatt den Charakter der Eisner- schen Vorschläge anscheinend bewutztermaßen, bestenfalls mit unentschuldbarer Flüchtigkeit durchaus fälscht.. In der „Chemnitzer Volksstimme ist nämlich gar nicht die Rede von einer bestimmten liberale« Partei, sondern die Meinung ist, daß die Kon.seroative» und das Zentrum niedergerunaen ioerden sollen, und dem Verfasser kommt es nicht so sehr darauf an, welche liberale Richtung an die sreizu- machende Stelle rücken soll, als vielmehr darauf, daß alles, was schwarzblau ist. nackt Möglichkeit verdrängt werden soll. Gerade in der ünbefangenheit, mit der Eisngr die Verhältnisse hüben und drüber betrachtet, ohne sich durch Unterschiede zwischen den liberalen Parteien beirren zu lassen, muß man die symptomatische Bedeutung .seines Vorschlages .erkennen, der so-
und Denker gezaubert, wo sich ein Rousseau in holdem Wahn ergehen konnte. Die Hauptsache war, daß Girardin die alten Bäume, die heute noch älter geworden sind, nur verpflanzte. Das Moos seiner Felsen und Steinbänke braucht jetzt nicht mehr künstlich aufgetragen zu werden; die „prame arcädienne", das „bocage", die „grotte verte" und der „Spielplatz der Dörfler" haben die Patina der Zeit erhalten und muten beinahe an — höchstes Lob für den Erfinder — als habe die Natur sie selbst und ohne menschliches Zutun erstehen lassen. Mag der Marquis auch während der Revolution Enttäuschungen erlebt haben, als ihm die Jakobiner zu-^ gleich mit der Asche seines Propheten, die sie in ihren RuhmeStempel trugen, den Glauben an die „weltliche Bibel", dem „Ooirtrat social", entrissen —• die mehrfachen Studien, die in diesen Tagen über sein Leben erschienen sind, enthalten den Dankestribut, den der aristokratische Schwärmer, verdiente,
Jetzt weht über den Zinnen des Ermenonville-SchlosseZ die gelbe und blaue Standarte des Prinzen von Radzitvill, der auch demokratisch Bürgermeister seines Dorfes ist und gestern die Vertreter der Regierung und Universität am Fuße des neuen Rousseau-Denkmals auf der „grand’place" empfing. Das mit Flaggen und Tannengrün ländlich geschmückte Monument ist besser gemeint wie ausgeführt; der! Bildhauer (?) meißelte einen traumverloren in die Ferne blickenden Rousseau, unter den Houdon nicht seinen Namens- zug setzen würde, und dazu eine „Wahrheit", die auch nichts Falsches an sich hat. ... Es wurden Reden gehalten und dann im Schloß offiziell gefrühstückt. Inzwischen füllte s,ch der Park mit den Tausenden, die den Philosophen nicht in Stein, sondern im Geiste sehen wollten.
Ein Naturtheater, schöner nicht zu denken, war mit dem Ausblick auf einen See in einer sanft abfallenden Walddichtung aufgeschlagen worden. Die Bauern waren auch da, mit Kind und Kegel. „Drängt Euch nicht vor", meinte ein Gendarm mit martialischem Schnauzbart, „verstehen werdet ■ Jhr's doch nicht." Leider drängten sich einige Mütter, ditz
