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Dienstag, 2. Januar 1912.

Die wahlbervegung.

1 Nach dem ueuen Jahre setzt die Wahlbcwcgung nach er Festpause aufs allerkrästigste wieder ein und wird sehr chrrell den Höhepunkt erklimmen. Allgemein herrscht ja as -Gefühl, das; eine solche Durcharbeitung der Wähler «ange nicht erfolgt ist wie diesmal. Zwar die Wahlbeteili- aung wird kaum wieder so hoch werden wie 1907. Da- «nals hatte sie urit reichlich 87 Prozent den Gipfel erreicht. Kinr nationale Wahlparole ist ja in Deutschland immer ein besonders kräftiges Zugmittel. Aber die Agitation ist jetzt ueir stärker als vor 5 Jahren. Denn danials mutzte in- olge der Auflösung des Reichstags in 6 Wochen das Volk I ; irr die Wahlen vorbereitet werden. Diesmal ist eigentlich

! ch«r seit anderthalb Jahren, seit dem -Schluß der

Äeichssnwnzreform mit Hinsicht auf die Neuwahlen agitiert worden.

' _ Man hat auch eine besondere irreguläre Truppe, den ' !) a ns a b u n d, ins Leben gerufen, der neben den Par- t k« en her die Wähler in Bewegung -gesetzt und zugleich

, versucht hat, zwischen !dcn verschiedenen liberalen Parteien

! ein -einigendes Band zu schlingen. Er hat geglaubt, mit

j ferner Gründung ein übriges zur Niederwerfung des

- schwarz-blauen Blocks tun zu nrüsscu. Eine seiner wichtig- st«« Ausgaben ist zugleich die, eine Geldsammelstelle der

| Liberalen zu -sein. Das ist ja eine Spezialirät der deutschen Politik, daß man lieber auf Umwegen als direkt für eine politische Partei beisteuert. Einer politischen Partei -ge-

- hören, mit Ausnahme der Arbeiterschaft, verhältnismäßig Srffoch recht wenige Wähler an. Statt datz es jeder Wähler Mür seine Pflicht hielte, sich politisch zu organisieren, um chß'ff -das öffentliche Loben Einslutz zu gewinnen, organisiert e v, -a« sich lieber wirtschaftlich links im Hansabund, rechts

Bund der Landwirte. Das gilt für unverfänglicher. Zrschr Zeichen, wie sehr heute dem Volk der Denker und Dich- wft-r die Politik zur Wirtschaftspolitik geworden ist. S« 1967 hatte Fürst -Bülow in einent berühmt gewvrde- zwftn Silvesterbrief die Wahlen entscheidend zu beeinflussen Mb tzrsuchi. Die Konservativen hätten diesmal -gar zu gern seistieder einen solchen Kanzlerbrief gesehen.' Aber er meü ausgeblieben. Eigentlich war er auch gar nicht nötig. Büste Regierung hat klar genug ihre Stellung gekennzeichnet. W«r: v Bethmann-Hollweg hat vor Monaten im Reichstag jeihr deutlich -erklärt, datz er für die wichtigste Aufgabe die Durchhaltung der bisherigen Wirtschaftspolitik, das heißt also die Hochschutzzollpolitik, mit niehr oder weni­ger deutlicher Grenzsperre gegen ausländisches Vieh, halte, r ha dann durch den R-eichsschatzsekretär dastlegcn lassen, di Finanzreform sich in ihrem Ergebnis und in ihren solgei keineswegs als ein Unglück, sondern als ein höchst ü Maier-Segen erwiesen hätte. Diese Darlegungen könn­en zwar nur sehr harmlose Gemüter beeinflussen. Immer- st de Regierung hat sich- wenigstens gerührt und von rem Standpunkt aus geleistet, was sie konnte.

Al.-r die Konservativen hätten natürlich gern noch lehrgewünscht. Sie möchten die Regierung -am liebsten g N-iberdiensten verwenden. Das aber kann Herr , BeMvann, der immer nach außen hin den Nimbus um ch vebreitet hat, daß er über den Vartcien stünde, nicht j w-n z> offen tun. Er hat die preußischen Landräte an- ' weffserlassen, daß sie wenigstens dem gröbsten Unfug zur Äc^instssung der Wähler steuern sollen. Aber .n der Be- ff el^U'.- heißt es leider: Der Kanzler denkt und der Land-

W Rechtsparteien haben unter sich alles getan, sich gegen-'itig zu unterstützen. Das Zentrum hat bekannt- ich ha zahlreichen Wahlkreisen auf eigene Kandidaturen .verzichtet und fithrt seine Stimme schon im ersten Gang d-o Konservativen zu. In einigen Wahlkreisen tün die ,Konservativen dasselbe. Man kann vom -liberalen ! riStaüdpunkt aus diese enge Verbindung der Rechtsparteien 'nur begrüßen, selbst wenn diese dadurch einige Sitze gewinnen sollten. Wenn sich rechts eine g r o ß e e i n h e i t- liche Front bildet, so ist -der Linken dadurch ein Arl­esporn gegeben, das gleiche zu tun, und die Bildung zweier großer Parteigruppen nach englischem Muster ist ini Wer- ; std-n begriffen, wenn es sich auf der linken Seite auch nur *> u m oejcheidene Ansätze handelt, vf zwischen den liberalen Parteien ist einZusam- _ !l{ -v«hen vbenfglls in der üjberwisgertden Mehr- yit'fy* der Wahlkreise erzielt worden. Fortschrittler und RationaMbevale haben sich fast überall geeinigt, kandidie­ren nicht gegeneinander. Nur wir hier in Nassau sowie - die Hessen und einige Wahlkreise in Oldenburg und Hanno- ' ver machen da eine unrühmliche Ausnahnre. In Süddeutsch- land reicht der Block der Linken- zum Teil sogar von Bebel bis Baffernm-nn. Wenigstens ist dort für die Stichwahlen ein solches Abkommen im Werden, wie das bereits bei den Landtagswahlm in Baden, Elsaß uNd Württemberg ge­schehen ist. In Bayern ist das Abkommen sogar fiir die .hauptwahleu zum Landtag für den 5. Februar getroffen worden. In Norddentschland dagegen ist die Kluft zwi- scheu Liberalen, namentlich NationalliberNlen und Sozial­demokraten, viel schrosser. Die Soz'gwcmokraten werden

12 Ausgaben.

Bon

Fernfprecher-Rufr

Tngblatt-Haus" Nr.««S0-53.

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Kbend-Kusgabe.

Nr. 1. * 60. Jahrgang.

hier zwar die Nationalliber-alen bei den Stichwahlen un­terstützen. Aber ida-s Umgekehrte wird wahrscheinlich nur in Wenig Fällen geschehen. Im Rheinland und West­falen ist der Gegensatz zwischen denk nationalen Unterneh­mertum und der sozialdemokratischen Arbeiterschaft so stark, daß die- Nationaillibcraken sicher in vielen Fällen ihre Stim­men dem Zentrum zuführcn werden, das sonst von ihnen sehr scharf bekämpft wird.

Ein wichtiger Punkt ist: was werden die Rechts­parteien tun, wenn sie bei den Stichwahlen zwischen Liberalen und Sozialdemokraten sich entscheiden nrüssen? Herr v. Hehdebrand hat den Liberalen für den Fall kon­servativer Stichwahlhilfe bekanntlich Bedingungen gestellt, die völlig unannehmbar sind. Man bat diesen Geßlerhut auch nur ausgerichtet, »nt, wenn die Liberalen ihre Reve­renz nicht machen, seine Hilfe leichten Herzens versagen zu können. Die Konservativen werden 'bcrtat eben sich in den in Rede stehenden Fällen der Stimme enthalten und insgeheim nickt selten zur äußersten Linken abschwcnkcn. Denn ihnen ist es sehr recht, wenn diesmal die Liberalen zerrieben werden und an ihrer Stelle der Reichstag mög­lichst viel R ot aufweist. Denn so sagen sie sich mit einem stark geröteten Reichstag kann die Regierung nicht arbeiten. Ein solches Haus verfällt >bald der Auf- lösvng. Die Spekulation dieserStützen von Thron und Altar", die -absichtlich die Sozialdemokratie verstärken, ist nur zu durchsichtig, als daß sie viel Aussicht auf Erfolg hätte. Das wird man ja bald sehen. Rur noch zehn Tage trennen ja von dem Tag des Wiedersehens bei Philipp!.

Oie Neujahrsfeier in der

NeichshsuptftadL.

Berlin, 1. Januar.

Den Beginn der Neujahrsseier am kai-s-erlichen H of bildrste auch in diefenk Jahre das große Wecken. Während auf dem Kön-igl. Schloß die drei Standarten ge hißt wurden traten die Spieffeute der 2. Garde-Infanterie- brigade und die Hoboisten des 1. Gardere-giments zu Fuß auf dem -inneren SchkoHyof -gegen 8 Uhr an und- setzten nach dem Anschlägen der Tambours -mit dem Niederländischen Dankgebet ein, dessen Kverten Vers die Ddannschaften fan­gen. Der Kaiser und die Kais-erin hatten um 8 Uhr 80 Min. das Neue Palais im Automobil verlassen und irasen um 9% Uhr in Berlin ein, vom Publikum mit Hurrarufen begrüßt. Auch eine Wbordüung- der Halloren in ihrer historischer Tracht fand sich im Schloß'ein. Der Kaiser empfing um 9% Uhr den kommandierenden General des 18. Armeekorps -General der Infanterie von E i ch h orn und den Generalkapitäu der Haustruppen General der Kavallerie v. Scholl im Sternsaal. Beiden verlieh der Kaiser den Sch wa r z e n Adl e r o rd e n. In der Schwatzen Adlerkammer nahmen die Majestäten die Glückwünsche L-es Wniglichen Hauses entgeigen. Im Kapitel­saal diejenigen der Hofstaaten. Um 16 Uhr degann in der Schloßkapelle der se-ierliche Gottesdienst. Der Dom­chor unter Leitung Professor Rudels stimntie beim Eintritt des Hofs den Ps-al-m 98Singet dem Herrn ein neues Lied" an. Unter Vorantritt der Pagen und der Herren des Gro­ßen Vortritts nahte der Kaiser in Gencrals-uniform mit dem Band des -Schwarzen Adlcrotdens >md der Kette des Hausordens von Hohenzollern. Er führte die Kaiserin, welche eine violette Robe und einen Hut mit gleichfarbigen Federn trug. Nach Gemeindegesang und Liturgie prcdiatc Oberhosprsdiger !). Dryaüder über den Tert Buch Jo,fua"s. V. 10:Ihr sollt merken, daß ein lebendiger Gott unter euch -ist". Den Spruch hatte der Kaiser selbst auSgewähtt. Die Feier wurde mit dom Niederländischen Dankqebet be­schlossen. das Domchor und Gemeiüde unter Begleitu-ng des Bläserchors sangen. Nach dem Gottesdienst begaben sich die Majestäten in feierlichem Zuge unter den Klängen des Wilhelm von Nassaucn" nach dem Weißen Saal zur Gratulations - Defilier - Cour. Der Kaiser reichte hierbei dem Reichskanzler und dem anwesenden Präsidenten, bezw. Vizeprästdenten des Herrenhauses und des Abgeordnetenhauses die Hand. Der Kaiser nahm nach der Cour im Marinesaal die Glückwünsche der Botschafter entgegen, die in ihren PrMikwagen zum Schloß gefahren waren, darauf diejenigen des Staats Ministeriums in der rot-en Samtkammer und empfing im Rittersaal die kom­mandierenden Geirerale und Admirale, mit denen sich die GenerMeldmarschälle und Generalinspektoren, der Kriegs- Minister der Ehef des Generalstabs, -der Staatssekretär des Reichsmarineamts und ider Chef b-eS Admiralstabs ver­einigt hatten. Der Kaiser empfing ferner den von Tri­polis Mrückgekehrieu Major Wilckens und nahm die Meldung des amerikanischen Marineattachss Ri-Älas ent­gegen. Um 12% Uhr begab sich der Kaiser, begleitet von den Priitz-en Eitel Friedrich, August Wilhelm, Oskar und Joachim und den Herren des Hauptguartier-s zu Fuß noch dem Zeughaus. Irr der Ruhmeshalle des Zei ghauses wurde die Nagelung der Fahne des 2. Westpri ußischcn Fußartillerie-Regiments Nr. 17 (Danzig und Pillau) vor-

' genommen. Der Kaiser nahm im Zeughaus noch die Ätapporte der Leiibrogimenter entgegen sowie mMtärische Meldungen. Der Kaiser verlieh dem Generalleutnant Frei­herrn v. Gebsattel den Kronenordm 1. Klasse. Gegen 2 Uhr nahm der Kaiser vor dem Zeughaus den Vorbei­marsch der Ehrenkompagnie, bei welcher die neugeweihte Fahne eingestellt war, und der -Salutsbatterie entgegen. An der Frühstückstasel bei Ihren Majestäten im Königl. Schloß nahmen auch Prinz Rupprecht von Bayern und Herzog Albrecht von Württemberg! teil.

*

wl. Rom, 1. Januar. Anläßlich des Jahreswechsels tauschten Reichskanzler v. Bethuiaun-Hollweg, der Minister des Äußern Gras v. Aehrenthal und San Giuliano herz­liche Glückwunschtelegranrme aus, in denen v. Bethmann- Hollweg und Gras v. Aehrenthal die wärmsten Wünsche für den König von Italien und San Ginliano ebensolche für Kaiser Wilhelm und den Kaiser. Franz Joseph aus- Lrückten.

Oer preußische Etat.

I.

Der Entwurf des preußischen Staatshaushaltsetais für 1912 schließt in Einnahme und Ausgabe mit 4 301242 250 M. ab. Von den Ausgaben entfallen 5,3 Pro­zent auf das Extraordinarium gegen 5,2 Prozent im Etat fiir 1911. Zur Herstellung des Gleichgewichts sind 19 Millionen als außerordenttiche Einnahme einge­stellt, die im Wege einer Anleihe zu beschaffen sind, gegen 29960 000 M: im Jahre 1911. Zur vorübergehenden Verstärkung der Betriebsmittel der Generalstaatskafle sind wie on Vorjahre Schatzauwei,'unge» bis zu IM Millionen vorgesehen. Alls dkn Neinüb.chschüssen der Eisenbahn- Verwaltung sind 57 425 669 M. zur Verstärkung deS Aus gleichsonds etaÄstcrt, etwa 25 MMonc» mehr als nn vorigen Etat. An P'cnsionen siir Zivilbeamte sind über 11 Millionen mehr vorgesehen als inr Borjahrr, an den gesetzlichen Witwen- und Waisengeldern 1 2710M Mark mehr und an Pensionen und Hinierblicben-enbezüge-n für Volksschullehrer und -Lehrerinnen 1 Ml 500 M. mehr.

Der Unterstü Hu ng s sonds fiir die Beamten itt insgesamt um 3 Millionen erhöht. Der Unterskützungssonds für »>e Arbeiter ist angemessen erhöht. Es besteht die Absicht, zur Beftiedigung der -dringendsten Bedürfnisse schon fiir das lausende Etaissahr bei dem Urtterstützungsfonds im Wege der Etatsüberschrcitung Mittel flüssig zu machen. Allerdings kann -die Auszahllmg der Mehrbeträge erst er­folgen, nachdem sich die Staatsregierung der Zustimmung des Landtages vergewissert hat; es darf aber !damit ge­rechnet werden, daß schon von der zweiten Hälfte des Januar a>b Unterjstützmtgs-m-ehr-beträge voll über 1 Million zur Auszahlung zur Versügüug stehen.

Zu Unterstützungen für Beamte, die zu oder vor dem 1. April 1607 in den Nirhestand versetzt worden sind und für die Witwen u»d Warfest dieser und der vorher ver­storbenen Beamten sind 50» 000 M. mehr, zu Unterstützungcn für ausg-eschiedene Vc-lksschullebrer' und -Lehrerinnen und Witwen u-Nd Waisen von Volksschullehrern sind 2M 0M M. mebr als im - Vorjahre ang-es-etzt. Zu Unterstützungen der Wttwen und Waisen der vor dem 1. Avril 1907 verstorbenen oder vellsionierten BNks-sckullehrer 50 6M M. mehr.

Bei der Eisenbahnverwaltung sollen ne3h* den im Extraordmarium -ausgebrgchten Mitteln etwa 190 Millionen für die bestehenden Bahnen durch eine Anleihe bcreitgestellt werden.

Die Staatsschuld beläuft sich auf 9 428 874 044 M gegen 1911 weniger 102803182 m. Die Vorminde- t u n A ist durch den Rükaus von Schu-ldverschreibungen und die Einlösung i.'nv-rzinLlichcr Schatza-llweisungen heibeiqe- suhrt worden. Bo» der Gesamtschuld -entfallen aus die Ei-senbahnverwaltlmg 7 223 670 060 M. und ans die Dera- verwaltung 67 4M 741 M.

Tie ordentlichen Einnabmcn aus den Domänen be­tragen 29 413 300 M.. -das siE78?500 M. weniger als im Vorjahren aus dm Forstest 138 295 000 (weniger 432000 M ) «US direkten Steuern 423 0-38 600 M. (mehr 18603 3M M.).' äus Zöllen ustd indirekten Steuern 125 939 000 M. (mehr 6 869 009 M.). aus' der Berg-, Hütten- und Saffnenver- wa-ltung 260073 320 M. (mehr 5 183 930 M.i und ans der Ersenbahnverwa-ltung 20 331 058 0M M. (mehr 140 230 mg Mark). Die B e t r i e b s - usw. Kosten der Eisenbahnver- waltung betragen 1926 961391 M. (mehr 111 716 683 M.). __._ (Fortsetzung folgt.)

Marokko.

Autz der franchsischcn Scnatökommission.

vb. Paris, 30. Dezember. Bei Beginn der Sitzung der SenatskomulissiM zur Prüfung des deutsch-französischen Abkommens verlas der Ministerpräsidcitt den aitgekäiidiaten Brief Cruppis. Die Verlosung rief lebhafte Protest­ruft hervor. Der Ministerpräsident bsgab sich, ohne dar­aus zu antworten, in die Kammer.

Der Brief Cruppis an Caillaux und Monis lautet:In meinen mit unserem Botschafter in Berlin im