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Nr. 353.
Montag, 28. Dezember 1936.
84. Jahrgang.
worden. Er nahm am 8. November mit dem Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst Freiherrn von Fritsch, die Vereidigung der Rekruten des Infanterie- Regiments 67 in Spandau entgegen, zu dem auch die Traditionstruppe des Erenadier-Alexander-Regiments gehört, aus dem Seeckt hervorging. Als Schöpfer der Reichswehr und als Bewahrer deutschen Wehrgeistes und deutscher Wehrkraft wird Seeckts Namen und Seeckts Wirken unvergessen bleiben.
Beileidstelegramm des Führers.
Berchtesgaden, 27. Dez. Der Führer und Reichs- kanzler hat an die Gattin des verstorbenen Generalobersten von Seeckt folgendes Telegramm gerichtet: „Ew. Exzellenz bitte ich anläßlich des schweren Verlustes, der Sie und das ganze deutsche Volk betroffen hat, meine aufrichtigste Teilnahme entgegennehmen zu wollen. Der Generaloberst von Seeckt wird in unserer Geschichte als großer Soldat weiterleben.“
(Wagenborg-Archiv.)
seinen 70. Geburtstag feierte, vom Reichskriegsminister Eeneralfeldmarschall o. Blomberg,' anerkannt worden mit den Worten: „Wir Soldaten wissen um Ihre Ver-' dienste. Die Geschichte hat sie ausgezeichnet. Was wir heute bauen, ruht auf den Säulen, die Sie als Chef der Heeresleitung errichteten." Der Führer aber ernannte damals General v. Seeckt in Würdigung seiner geschichtlichen Verdienste um den Aufbau des Reichsheeres, „mit der die Grundlage zum heutigen Volksheer geschaffen wurde", zum Chef des Infanterie-Regiments 67. Als Seeckt etwas später das Regiment dem Oberbefehlshaber des Heeres vorführte, konnte er darauf verweisen, daß sich in den 50 Jahren seines Soldatendaseins viel geändert habe, daß eines aber geblieben sei: der deutsche
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Der Schöpfer der Reichswehr, der Grundlage des heutigen Volksheeres.
Am Sonntagnachmittag verstarb nach kurzer Krankheit ganz unerwartet Generaloberst Hans v. S e e ck t.
Generaloberst v. Seeckt wird in der Geschichte als der Schöpfer der Reichswehr fortleben. Seine Verdienste um den Aufbau des durch das Versailler Diktat Deutschland aufgezwungenen 100 000-Mann- Heeres sind noch unlängst, als er am 22. April 1936
sprechungen ab. Man wußte von London und Paris den überraschten Berliner Korrespondenten sogar noch mehr zu melden: daß nämlich Ministerpräsident Göring, Reichsaußenminister v. Neurath, der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst v. Fritsch, Generaladmiral R a e d e r und Reichsbankpräsident Dr. Schacht an diesen Besprechungen teilnehmen. Die Wichtigkeit der Beratungen ginge daraus eindeutig hervor.
Bevor wir auf diese Tatarenmeldung eingehen, sei uns eine Feststellung erlaubt. In Deutschland herrscht augenblicklich völlige politische Ruhe. Die
Kurzsichtige Lügen-Manöver.
Ein böswilliger Versuch, Unruhe und Unsicherheit in das politische Leben Europas zu tragen.
„Besprechungen" in Berchtesgaden.
Berlin, 28. Dez. (Funkmeldung.) Unter der Überschrift „Besprechung" in Berchtesgaden, „Eine Tatarenmeldung und ihre Hintergründe" schreibt das „12-Uhr- Blatt" am Montag u. a.:
Die Korrespondenten zahlreicher französischer und englischer Blätter erhielten von ihren Schriftleitungen Telegramme, in denen sie aufgefordert wurden, unverzüglich nach Berchtesgaden zu reisen. Der Führer halte dort, so versicherte man, wichtige Be-
Soldat. „Auf drei Säulen ruht die deutsche Wehrmacht: auf der Pflicht, der Ehre und der Kameradschaft." Diese Worte kennzeichnen Seeckt, der hinzufügte: „Mit diesen dreien bin ich alt geworden." Seeckt, von dem Ludendorff in seinen Kriegserinnerungen sagt, daß er „durch seine Geistesschärfe und klare Eemesienheit eine der am stärksten hervortretenden Erscheinungen des Krieges" war, wurde während des Weltkrieges als hervorragender Generalstäbler immer dorthin gestellt, wo die Not am größten war. Kein Kriegsschauplatz, auf dem er nicht entscheidend geführt hätte. Die Kämpfe bei Soisson zu Beginn des Jahres 1915, die Feldzüge in Galizien und Rußland als Stabschef der Armee Mackensen, die Durchbruchsschlacht bei Gorlice, der Vormarsch nach Serbien sah ihn bei deutschen Formationen. Dann ging er zu den Österreichern als Chef des Stabes der Heeresgruppe des Erzherzogs Thronfolger, des nachmaligen Kaisers Karl, und zum Schluß des Krieges war er Generalstabsches der türkischen Armee.
Nach dem Kriege war Seeckt vor die Riesenaufgabe gestellt, aus dem Chaos des aufgelösten Kriegsheeres eine neue Wehrmacht zu schaffen. Wenn Deutschlands einstige Gegner gehofft hatten, durch die Bestimmungen des Versailler Diktats die deutsche Reichswehr zu einem für die Landesverteidigung unbrauchbaren Instrument gemacht zu haben^so war es Seeckts Perdienst, daß diese Rechnung nicht aufging. Er suchte durch die Güte der Leistung des einzelnen Mannes das wettzumachen, was dem Heer zahlenmäßig gebrach. Er gab dem Heer einen eigenen Ehrbegriff, der dem des Weimarer Staates durchaus fremd war. So schuf er die E r u n d - läge, auf der später das nationalsozialistische Deutschland weiterbauen konnte, als der Führer dem Reich die W e h r h o h e i: wiedergab. Aus dieser Erkenntnis heraus sind General v. Seeckt nicht nur zu seinem 70. Geburtstag, wie schon gesagt, Ehrungen zuteil ge-
Würdigung in der Pariser Presse.
Paris, 28. Dez. (Funkmeldung). Die Pariser Presse ergänzt die Nachricht vom Ableben Seeckts durch ausführliche Lebensbeschreibung. Das „Journal" erklärt, General von Seeckt's Aufgabe sei dadurch erleichtert worden, daß sich die Verfasser der Friedensverträae nichts besseres ausgedacht hätten, als Deutschland die Militärdienstpslicht zu verbieten, und ihm die Bildung eines Berufsheeres aufzuzwingen. Die Organisierung der Reichswehr sei das Meisterwerk Seeckts gewesen. Er sei der große Künstler der militärischen Wiederherstellung Deutschlands.
Das Echo in England.
London, 28. Dez. (Funkmeldung.) Alle Blätter bringen zum Ableben des Generals von Seeckt ausführliche Berichte und geben Lebensbeschreibungen des verdienten deutschen Offiziers. Allgemein werden Seeckts Verdienst um den Aufbau der Reichswehr und seine militärischen Fähigkeiten hervorgehoben.
Des Führers Weihnachtsfest.
U Die Mittagsstunden des 24. Dezember verlebte der Führer wieder inmitten seiner - titen Münchener Garde. — Unser Bild zeigt Adolf Hitler bei der Ankunft im
K Löwenbräukeller.. * (Heinrich Hoffmann, K.)
Hermann Göring beschenkte 500 Kinder.
Wie in den Vorjahren, so beschenkte auch diesmal wieder Hermann Göring 500 Kindern von Erwerbslosen, von bedürftigen Eltern und aus kinderreichen Familien der Reichshauptstadt. — Hermann Göring und der Weihnachtsmann inmitten der strahlenden Kinderschar. (Scherls Bilderdienst, K.)
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