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Wöchentlich
& Schellenberg ßche HofbllchSrnckerct, „Tagblatt-Hau;'.
Werktäglich nachmittag,, Samstags vor» u. nachmittags
Unterhaltungsbeilage.
mit einer täglichen
Drahtansthttst: lagdlatt Wiesbaden.
Montag, 30. November 1936.
84. Jahrgang.
Der Bauer im Kampf um die deutsche Freiheit
Die Schluhkundgebung des Reichsbauerntages in Goslar.^
(Hermann Göring.)
Darre: Die erfolgreiche Bauernpolitik des deutschen Volkes
Der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudels
Der Ausbau der
bedrohe.
denn es ist ja auch n sich aus bolsche-
Will man den Weg, so fuhr Rudolf Heß fort, nach ge-
t schloffener und gemeinsamer Abwehr „intolerant" nennen !. T Mit der gleichen Berechtigung könnte man das Zusammen-
Fernfprecher^ammel-Nr. 69631. Berliner Büro: Berlin» Wilmersdorf.
Lord Kitchener sprach wenige Jahre vor dem Welt- i kriege zu einem deutschen Offizier das Wort, daß er die U kommende Katastrophe des Weltkrieges herannahen sehe, ;■ aber sie für unabwendbar halte, weil auf allen Seiten die
Abrechnung mit der böswilligen Kritik.
In seiner Rede beschäftigte sich der Reichsbauernführer R. Walter Darrs zunächst mit den Kritikern an der nationalsozialistischen Agrarpolitik. Es gibt heute noch unter unserem Volke Menschen, so führte er aus, welche einen Gefallen darin finden, zwischen dem Nationalsozialismus auf der einen Seite und dem Preußentum auf der anderen Seite einen E ege n s atz zu konstruieren. Die Erfolge der nationalsozialistischen Ernährungspolitik sind die durchaus folgerichtige Übertragung der Erund-
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Rudolf Hetz schloß seine Rede: Wir danken vor allem dem Führer (erneute stürmische Veifallskundgebnngens, daß er uns das Gefühl der Geborgenheit gegeben hat in unserem Lande. In dieser Geborgenheit wird derdeutscheVauerauchimnächstenJahredem Volk das tägliche Brot schaffen und so fernen Beitrag leisten für das Leben unseres Boltes.
Das friedliche Schaffen des deutschen Bauern, ja das friedliche Schaffen des ganzen Volkes ist der Inhalt nationalsozialistischen Willens und Trachtens. Und der Allmächtige wird unsere Arbeit segnen, wie er sichtbar gesegnet hat das ehrliche Streben des deutschen Volkes und seines Führers!"
Kr. 328.
Moskauer Drohung gegen die baltischen Staaten.
Diese kleinen Länder sollen sich in acht nehmen--
Moskau, 30. Nov. (Funkmeldung.) Der Leiter der Kommunistischen Partei des Leningrader Gebiets, einer der Stellvertreter Stalins im Sekretariat der Eesamt- partei, Schdanow, richtete am Sonntag in einer längeren Rede auf dem Rätekongreh, der, wie üblich, weniger den Fragen der „Verfassung", sondern B e - schimp jungen des „Faschismus" gewidmet war, auffallend scharfe Drohungen gegen die Nachbarländer des Leningrader Gebiets, Lettland, Estland und Finnland. — In diesen kleinen Ländern, sagte Schdanow, es geoe „große Abenteurer", die ihr Land „faschistischen Großmächten als Operationsbasis gegen die Sowjetunion zur Verfügung stellen möchten." Diese kleinen Länder sollen sich in acht nehmen, daß die Sowjetunion nicht ihr ihnen zugekehrtes Fenster weit aufmache und „mit Hilfe der roten Armee nachsehe, roa? drüben los sei!!"
Große Beachtung in London.
London, 30. Nov. (Funkmeldung.) Sämtliche Londoner Morgenblätter bringen sehr ausführlich die Reden, die auf dem Sowjetkongreß in Moskau gehalten worden sind. „Daily Telegraph" überschreibt seinen Bericht: „Rätekongreß droht mit Annektion der baltischen Staaten." Allgemein wird die angrisfslustige Tendenz der Roten hervorgehoben.
„Die deutschen Bauernscheuern müssen die Panzer schränke für das
t stehen der Bürger eines Staates gegen Menschen in ihren L eigenen Reihen, die sich organisiert haben, um an ihren Mlt- : bürgern Eingriffe zu verüben, Brandstiftungen vorMnehmen, Raubmorde zu begehen, Frauen zu schänden, Kinder zu E martern — mit der gleichen Berechtigung könnte man die | Abwehr hiergegen, die Gesetze zum Schutze der Gesellschaft, k könnte man die Maßnahmen mit „Intoleranz" bezeichnen.
roten Flotte.
gebaut habe, ohne die Zahl der neuen Schisse, die streng geheim gehalten wird, zu nennen.
Er drückte den Zuwachs der Sowjetslotte im Vergleich zum Jahre 1933 in Verhältniszahlen aus. Danach wurde die Unterseebootswaffe um 715 v. H., die Marine- fliegerei um 510 o. H., die Schlachtschiffe um 300 v. H., die Marinelustabwehr-Artillerie um 100 v. H. und die Küstenartillerie um 75 ». H. im Verhältnis zum Stand des Jahres 1933 verstärkt.
tägliche Brot des deutschen Volkes sein.“
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Staatsmänner fehlten, die weitblickend und tatkräftig genug eien, sie abzuwenden.
In der heutigen Welt gibt es, so stellte Rudolf Hetz unter lang anhaltendem und stürmischem Beifall fest, einige Staatsmänner, die weitblickend und tatkräftig genug sind, alles zu tun, nm für ihre Völker die sichtbar heraufsteigende neue Gefahr zu banne«, die Gefahr im Chaos eines Weltbolschewismus zu versinken. Sie lasten ihre Völker nicht in eine Katastrophe stolpern, wie die Staatsmänner von 1914. Mag die Welt heute noch jene Staatsmänner verdächtigen — wir sind der Überzeugung, datz die Zeit kommt, da sie ihnen Dank wisten wird.
Wir Deutsche danken ihnen schon heute.
Dm Sonntagvormittag fand der Reichsbauerntag mit einer Kundgebung in der Goslarer Stadthalle fietnen Abschluß. Die Reden des Reichsministers Rudolf Hetz, des Reichsbauernführers W. Darre und des Ministerpräsidenten Hermann Göring unterstrichen die Bedeutung der Goslarer Beratungen, die auch in der Anwesenheit vieler führender Männer aus Bewegung und Staat ihren Ausdruck fand. Man sah u. a. die Reichsleiter Buch, Grimm, Rosenberg, Hier! und Bormann, die Reichsstatthalter Kaufmann und S a n ck e l, den Chef des Wehrmachtamtes im Reichskriegsministerium Generalleutnant Keitel, den Kommandeur der 31. Division, Generalleutnant Fischer, und zahlreiche weitere Vertreter der Generalität, die Beauftragten des Vierjahresplanes, Gauleiter Wagner, Präsident S i) r u p, Keppler und Ministerialdirektor Reu - m a nn, den Adjutanten des Führers Wiedemann, die Gauleiter Wagner (München), Meier. Simon und den stellvertretenden Gauleiter Schmalz und den Stellvertreter des Reichsjugend- führers Lauterbacher. Es war ein großer Tag nicht nur für den Reichsnährstand, der mit der Anerkennung seiner in der Vergangenheit geleisteten Arbeit zugleich die Einordnung in die größeren Aufgaben des Vierjahresplanes gefunden hat. Es war ein großer Tag für das deutsche Volk überhaupt mit der erneuten Bekundung eines durch nichts zu zerstörenden Einheitswillens und mit der feierlichen Verkündung der steten Opfer- bereitschaft jeden Standes für die Nation und für die Erfüllung der großen Aufgaben, die uns allen der Führer gestellt hat.
Rudolf Heh: Die Abwendung der roten Weltgefahr.
gebauten Friedrichs des Großen auf das Gebiet der Ernährungswirtschaft. Von einem Gegensatz zwischen Preußentum und Nationalsozialismus kann hier keine Rede sein.
Friedrich der Große sagt in den „Instruktionen" für seine Generals vom Jahre 1747 folgendes:
„Gedenkt, datz die Grundlage der Armee der Magen i st. Man muß für die Ernährung der Soldaten sorgen, am Versammlungsort und am Ziele. Das ist die erste Pflicht eines Generals". In dieser Instruktion heißt es weiter: „Das erste Augenmerk, das man auf die Vorrats-
Demonstrative Mitteilungen auf dem Rätekongreß.
Es ist schwer verständlich, datz es noch immer Staatsmänner und Politiker gibt, die die Gefahr, die von Moskau her der ganzen Welt droht, verkennen. Die nachstehenden Meldungen geben ein Bild von dem militärischen Machtapparat, der dem Kommunismus zur Verfügung steht, wenn die Moskauer Gewalthaber den Zeitpunkt zu einem entscheidenden Angriff auf den Bestand der Nationen und der Kultur Europas für gekommen erachten. Deutschland hat den Weg zur Abwehr gewiesen. Deutschland hat seine Berufung, ein Warner Europas zu sein, erfüllt.
Moskaü, 29. Nov. Das unerhörte Ausmaß der sowjet- russischen Aufrüstungen _ kam auch am Sonntag auf dem Rätekongreß in sensationeller Weise zum Ausdruck. Diesmal wurde die gewaltige Entwicklung der roten Luftwaffe beleuchtet.
Wie der Fliegergeneral K ripin mitteilte, habe die sowjetrussische Luftwaffe in den ersten 10 Monaten des Jahres 1936 im Verhältnis zu derselben Zeit des Vorjahres einen Zuwachs um 90 v. H. zu verzeichnen, während die Erzeugung von Flugzeugmotoren um 146 v. H. gestiegen sei. Einzelne Flugzeugfabriken hätten, allein in diesem Zeitraum, ihre Produktton um das Dreifache gesteigert.
Im ganzen betrage die Vermehrung der Bestände der Sowjetluftwaffe seit den letzten vier Jahren 335 v. H. (!). Zn dieser Mitteilung des sowjetrnsfischen Generals ist zu bemerken, datz die sowjetische MUitärfliegerei bereits im Jahre 1932 mehrere tausend kampffähige Flugzeuge zu verzeichnen hatte.
Die Geschwindigkeit der roten Kampfflugzeug betrage heute bereits 4 5 0 Stundenkilometer und werde in kurzer Zeit auf 600 Stundenkilometer gesteigert werden. Die Zahl der aktiven Piloten würde, wie Kripin weiter erklärte, in allernächster Zeit auf 100 0 00 gebracht werden Eine einzige Fliegerschule z. B., in der nur Jungkommunisten ausgebildet wurden, habe bereits allein in diesem Jahre 8000 Piloten gestellt.
Der Oberkommandierende der sowjetrujji scheu Seestreitkräfte, „Flottenflaggmann ersten Ranges, Orlow, machte bemerkenswerte Ausführungen über die gewaltigen Auj- rüstungsmaßnahmen Moskaus auf dem Gebiet der Seestreit- fräfte.
Orlow führte aus, datz die Sowjetunion im Laufe der letzten Jahre eine große und starke Flotte
Die spanischen Ereignisse haben der Welt ge- ■ zeigt, welche Gefahren das Wirken der Komintern nicht nur I für den zunächst betroffenen Staat, sondern für die Ruhe und ; damit für den Frieden zwischen den Nationen überhaupt im , Gefolge hat. Deshalb ist der Abschluß eines Vertrages zu "gemeinsamer und wirkungsvoller Abwehr der lätrofeit der i Komintern ein bedeutungsvoller Beitrag für die Sicherung ’ des Friedens.
Wir wollen einen Zusammenschluß der ' Volker gegen Verbrecher, die bewußt Gift in die i Völker tragen. Ich sage: Verbrecher, denn es ist ja auch v in Sowjet ruß land nicht das Volk, das von sich aus bolßhe- ; wistifch ist, sondern eine jüdische Clique hat dem Volk ^terroristisch die Zwangsjacke des Bolschewismus aufgedrängt. Und deswegen bedauern wir es am Umeisten, datz sich unsere Abwehr zugleich gegen ein Volk | richten mutz, das die Verbrecher ihren dunklen Zielen so ganz ‘ dienstbar gemacht haben.
-Heß, dankte in einer Ansprache allen denjenigen, die im ' Kampfe um die Ernährung des deutschen Volkes auch im vergangenen Jahre ihren Mann gestanden haben. Hieraus ! gedachte er auch besonders des Einsatzes der deut- jschen Arbeiterschaft. Sodann behandelte et die deut- ' scheu Maßnahmen zur Sicherung des Friedens vor der Be- tdrohnng durch die Komintern.
fc „Wir können dem Führer, so fuhr Rudolf Heß unter dem stürmischen Beifall der Versammlung fort, „nicht dankbar ge- = trug sein, datz er die schwere dauernde bolschewistische -Bedrohung unserer Nation durch einen Akt von i hochpolitischer Bedeutung verhindert hat durch das Antikominternbündnis, das er vor wenigen Tagen mit der großen Macht im Osten, Japan, geschlossen hat. Auch Japan Ijat das völkerzersetzende Wirken der Komintern in seiner ganzen Bedeutung erkannt. Zwei Stationen hoben sich damit zusammengefunden im gemein- iamen Inte resse: In der Abwehr der Gefahr, welche beide
Wie Orlow weiter betonte, plant die Sowjetregierung in der nächsten Zeit ein weiteres gewaltiges Flottenbauprogramm zu verwirklichen, das Schiffe aller Klaffen und von höchster technischer Konstruktion umfasse.
WO» AW dkl Smlel-MMW.
Vermehrung der Bestände der Luftwaffe in den letzten zehn Monaten um 90 Prozent.
Anzeigknpreile: Ein Millimeter Höhe der 22 Millimeter breiten Spalte tm Anzeigenteil Grund, preis 7 Rpf., der 85 Millimeter breiten Spalte im Tertteil 60 Rpf., ionjt laut Preisliste Nr. 5, Nachlatzstaffel B. — Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen lind Plätzen wird leine Gewähr übernommen. — Schluß der Anzeigen-Annahme 9’A Uhr vormittags. Größere Anzeigen müßen lpäteftens einen Tag vor dem Erfcheinungstage ausgegeben werden.
P»ftsche<8»itto: Frankfurt a. M. Nr. 7405.
