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1899
Mittwoch, den 15 Uovember.
Fernsprecher No. 52.
K-. 536
Fernsprecher No. 52.
Abend Ausgabe
Mßirauen zu begegnen.
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Deutscher Reichstag
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dcurschen Negierung in der schwebenden südafrikanischen Frage zu Gunsten Englands erblickt werden und eine solche Politik, die mit den Traditionen der deutschen Politik brechen würde, fände auch im deutschen Volk wenig Verständnis;. Das aber scheint uns aus der Reise des Kaisers nach England unzweideutig hervorzugchen, daß eine Intervention in dem schwebenden Kriege auf die Unterstützung Deutschlands schwerlich zu rechnen hat.
Im Uebrigen sind die Gerüchte über eine geplante Intervention zur Zeit überhaupt in den Hintergrund getreten, während neuerdings desto mehr von Operationen di- Rede ist, welche Rußland angeblich planen soll um den Engländern Hindernisse in den Weg zu legen und das eigene Konto durch einen politischen Fischzug zu bereichern. So hieß es zuerst, daß Rußland beabsichtige, von Spanien den Hasen von Ceuta zu erwerben, der gegenüber Gibraltar an der afrikanischen Küste liegt und bei geeigneter Befestigung eine starke Militärmacht wohl in den Stand setzen könnte, den Engländern die ihnen durch die Festung von Gibraltar Gctvähr leistende Herrschaft über das Miticlmecr streitig zu machen. Diese Meldung halte jedoch wenig Wahrscheinlichkeit für sich, denn cs liegt auf der Hand, daß Rußland, wenn es wirklich den Engländern unbequem werden will, dies lieber auf dem Laitdivege als auf dem Seewege versuchen wird. Aus diesem Grunde verdient immerhin mehr Beachtung das andere Gerücht, welches den Russen die Absicht zuschreibt, auf dem Wege über Afghanistan einen Vorstoß zn machen. Wir messen der Nachricht, daß Rußland eine Garnison nach Herat legen wolle, fürs Erste keinen Glauben bei, aber diese Meldung zeigt doch, in welcher Richtung eine russische Operation einsetzen würde, wenn Rußland sich im Verlauf des südafrikanischen Krieges überhaupt zu einer solchen entschließen würbe, was. abzuwarten bleibt. Eine Festsetzung Rußlands in Afghanistan würde eine schwere Bedrohung der englischen Herrschaft in Indien bedeuten und dieselbe könnte England geneigt machen, den Krieg in Südaftika, was ihm unschwer gelingen würde, durch einen Vergleich zu beenden, nm sich mit allen Kräften des russischen Vorstoßes zu erwehren. Da mau aber auch in Rußland hierüber nicht im Unklaren ist und vielleicht doch Bedenken trägt, eine solche Auseinandersetzung herbeizuführen, wird man gut thun, allen diesen und ähnlichen Gerüchten, die vielfach nur ans die charaklerisirte politische Nervosität zurückzuführe» sind, mit dem größten
47. Jahrgang.
Erscheint in zwei Ausgaben. — Bezugs-PreiS; durch den Verlag 50 Psg. monatlich, durch die Post 1 Mk. OO Psg. vierteljährlich für beide Ausgaben zusammen.
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cntschlägt und es über sich gewinnt, sich mit unermüdetem Interesse in den Anblick des Sternbilds des Löwen zu versenken, von dem bekanntlich der Sternschnuppenschauer der Leoniden ausgeht, nicht nur die Schönheit des HimmelLschauspicls genießen, das sich ihm hoffentlich zeigen wird, sondern auch ein Wenig von der Arbeit übernehmen, die dieses himmlische Feuerwerk dem menschlichen Geist zu lösen anfgiebt. Wenn die Witterung eine Beobachtung irgend gestaltet, so sollten die verschiedenen Eigenarten dcS Schauspiels möglichst genau ausgezeichnet werden. Wer sich in dem Genuß nicht viel stören lassen will, der kann sich schon dadurch nützlich machen, daß er einfach die Sternschnuppen zählt, von Zeit zu Zeit einen Blick auf felue Uhr werfend, damit er angeben kann, wieviel Meteore in einem bestimmten Zeitraum gefallen sind. Er wird sich ein weiteres Verdienst erwerben, wenn er von besonders glänzenden Meteoren die Zeit nach Minute und Sekunde aufzeichnet und ihre Bah» wenigstens einigermaßen genau angeben kann. Man kann dieses Ziel am vollkommensten erreichen, wenn man neben sich einen Tisch mit einer Lampe stellt und einen Himmelsglobus bezw. eine oder mehrere Sternkarten in Bereitschaft hat, welch letztere nur die großen Sterne int Bilde des Löwen und dessen Umgebung in der richtigen Gruppirung zn enthalten brauchen. Der Beobachter muß dann genau zusehen, an welcher Stelle des Himmels ein helles Meteor aufleuchtet und an welchem Sterne eS vorübergeht und dann diese Bahn auf der Sternkarte mit einer Linie cinzeichuen, neben die er am besten gleich die Zeit niederschreibt, in der daS Meteor niedergefallen ist. Nach gewöhnlichen Verhältnissen sollte man meinen, daß das Zählen von Meteoren eine ziemlich langweilige Beschäftigung fein müßte, wenn aber die Erscheinung der Leoniden auch nur annähernd in- ähnlicher Pracht clntxitt wie im Jahre 1866 in Europa, oder gar im
Gerüchte.
Im Verlaufe jedes Krieges pflegt mit tödtlicher Sicherheit eine Anzahl mehr ober minder bestimmter Gerüchte aufzutauchen, welche weitere, mit dem Krieg oft nur in I losem Zusammenhang stehende Komplikalioncn der Weltlage | ankündigen und die zum Theil aus der Nervosität der be- theiligten Nationen zn erklären sind, zum Theil aber auch auf greifbaren Thalsachen zu beruhen pflegen. Auch seit dem Ausbruch des südafrikanischen Krieges hat diese Gerüchtfabrikation ihre Waare mit fieberhaftem Eifer auf den Weltmarkt geworfen, sei eS, daß die Jnterventions- srage als Objekt hierfür gewählt wurde, sei es, daß dem Zweibund die Absicht zugeschrieben wurde, die prekäre Lage Englands zn benutzen, um selbst im Trüben zu fischen.
Die fruchtbare Phantasie, besonders der französischen Presse, ist bestrebt gewesen, die Jnterventionsfrage in den mannigfaltigsten Gestalten auftreten zu lassen. Bald war es ein Areopag sämmtlicher Mächte, welcher die Grundsätze der anscheinend nur für die Theorie und nicht für die Praxis bestimmten Friedens-Konferenz auf den Krieg zwischen den Buren und England anwenden wollte, bald mar es der Zweibnnd auf cigctte Faust, bald ein Dreibund, bestehend aus Rußland, Frankreich ttttb Spanien, und bald der angebliche Dreibund der Zukunft: Dcutschland- Rußland-Frankreich. Fast alle diese Juterveutionspläne, die zumeist der hohen diplomatischen Schule der Pariser Presse entstammten, zeichneten sich durch die Eigcnthümlichkcit an§, daß die Pariser Zeitungsrebaktionen einen gewisse» Anspruch darauf erhoben, die Politik des deutschen Reiches zu leiten, . während doch hierbei die Gültigkeit des „made in Germany' füglich nicht bestritten werden kann. Wir haben niemals an die ideale Begeisterung Frankreichs ttttb Rußlands für die um ihre nationale Existenz kämpfenden Buren geglaubt, vielmehr wiederholt darauf hingewiesen, daß der Zweibnnd ein starkes Interesse daran hat, einen Konflikt zwischen Deutschland und England zu begünstigen, um so die eigene Machtstellung zu stärken und ausschlaggebend zu machen.
Als der Besuch des Czaren in Potsdam stattfand, glaubten Viele den Zeitpunkt gekommen, wo Deutschland mit Rußland und Frankreich zusammengehen und in gewissen Fragen eine feindselige Haltung gegen England einuehmen würde. In der That schien die nnfreundliche Haltung, welche England uns gegenüber in der Samoa-Frage eingenommen hatte, eine solche Politik zu begünstigen. Aber gleichzeitig mit dem Czarenbesuch erfolgte die Einigung in der Samoa-Frage, die in einem für uns günstigen Sinne gelöst wurde, ttttb ber Reise des Czaren nach Deutschland folgt die Reise des Kaisers nach England. Wenn aber osficiös erklärt wird, daß diese Reise =- der politischen Bedeutung entbehre, so wird das doch kaum wörtlich genommen werden können, denn mindestens ist diese Reise der Ausdruck sehr guter diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und England. Sicherlich darf in dieser Reise des Kaisers nicht etwa eine Parteinahme der
Verlag: Langgasse 27.
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Absicht haben, so möchte Ihnen einige Belehrnug willkommen sein, die Sie bisher in den Artikeln über Weltuntergang und Sternschnuppenfälle wahrscheinlich noch nicht gefunden haben.
So ganz einig sind sich die Gelehrten allerdings nicht darüber, warnt die höchste Entwickelung dcS diesjährigen McteorschauerS zn erwarten ist, jedoch sind verschiedene Astroitomen, jeder für sich durch selbständige Rechnungen und Itoerlegiutgen, zu dem Schlüsse gelangt, daß das Maximum dcS Sternschnuppeit-Rcgens in den Morgeitstuitben des' 16. November vor Sonnenaufgang stattfiuden wird. Sie werden sich darüber gewundert haben, verehrter Leser, baß die große Wissenschaft, die sonst so viele astronomische Ereignisse, jede Sonnenfinsterniß und jede Moudfinsterniß fast bis auf die Sekunde voraussagt, nicht dieselbe Sicherheit der Prophezeiung gegenüber einem Himmelsereigniß besitzt, das sich nun schon seit 100 Jahren unter der Beobachtung astronomisch geschulter nnd bedeutender Männer befindet. Diese Unsicherheit aber trägt gerade dazu bei, die diesmalige Wiederkehr der Leoniden zu einer Bedeutung zu erheben, die sie garnicht haben würde, wenn die Wissenschaft schon so genau Bescheid damit wüßte, daß sie ihren Eintritt auf die Stunde genau voraus hätte bestimmen können. Es giebt für die Astronomen viel zu thun in diesen Tagen, und es läßt sich nicht absehcn, welche Ueberraschungen sich aus den Arbeiten ergeben werden, die sich auf die heute ttttb morgen gemachten Beobachtungen grünben müssen. Zu diesen Beobachtungen kann nun ein Jeder, der gewissenhaft zu sehen und das Gesehene ge- wissenhast zu notiren versteht, einen Beitrag liefern, der ihm selbst vielleicht unwesentlich erscheinen mag, der aber unter Umständen in Zusammenhang mit anderen Beobachtungen eine nicht unerhebliche Bedeutung gewinnen kann. Daher sollte Derjenige, der sich in diesen Nächten des Schlafes
Ehren des 100. Sitzungstags der Session prangen auf dem Präsidialsitz drei Blumensträuße. Das Haus ist ziemlich gut besetzt. Präsident Graf Ballestrem eröffnet die Sitzung und begrüßt die Anwesenden herzlich unter Hinweis auf jenen Blumenstrauß und dessen Veranlassung. Ans der Tagesordnung stehen Petitionen. Alsdann folgt eine geschäftliche Mitthetlung. DaS Andenken der verstorbenen Mitglieder Spieß und Gander wirb in der üblichen Weise durch Erheben von den Sitzen geehrt. Eine Reihe von Petitionen, betreffend Abänderung der Gewerbeordnung, werden ter Regierung als Material überwiesen; dergleichen die Petition, betreffend Abänderung des Kranken- Bcrsichcrnngsgeietzes. Eine Petition aus München, betreffend Reform des Jrrenwesens und EutmündignngS - Verfahrens, wird durch Ilebergang zur Tagesordnung erledigt. Eine Petition zum Erlaß eines Neichs-Wohnungsgesetzcs soll nach dem Anträge der Kommission durch Uebergang zur Tage«, ordnnng erledigt werden. Hierüber entspinnt sich eine längere Debatte, an der sich die Abgeordneten Stockmann als Referent, Hasse (nat.-lib.) und Schrader (freif. Ver.) beteiligten. Letzterer führte aus, hier handle eS sich nicht nur um eine Frage deS Wohnungswesens, der Wobnungsnoth, sondern nm eine Frage der Roth überhaupt. Sehr Vieles könnten auf diesem Gebiete die Arbeitgeber thun. Er empfehle, durch Resolution den Reichskanzler um Einsetzung einer Kommission behufs Anstellung von Erhebungen zu ersuchen. - Abg. Hitze (Gentr.) schließt sich dem Kommissionsbeschluß an. Von Reichswegen könnten Gelder für WohuungS- zwecke nicht flüssig gemacht werden daS sei Landessache, und er hoffe, daß der Finanzminister dafür zu haben sein werde. — Abg. S ch midt (Soc.) befürwortet ein Reichs-WohnnngS- gesetz. Einzelne Städte nnd Kommunen seien zur Lösung dieser Frage gar nicht genügend befähigt. Er erklärt schließlich ferne Zustimmung zn dem Antrag Schrader. — Abg. ~ * (nat.-lib.) empfiehlt den Antrag Hitze, die Sache für
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Franken (nat.-lib.) empfiehlt den Antrag Hitze, die Sache sur heute abzusetzen. — Abg. Stöcker (wild) spricht sich gleichfalls für Uebergang zur Tagesordnung aus. Es müsse irgend etwa» geschehen, und zwar nicht mir in großen Städten, sondern auch in der Provinz. Die Zustände seien gleich schlimm und gestatteten nicht, die Sache auf Sie lange Bank zu schieben. Er stimme sowohl für den Antrag Hasse wie für den Antrag Schrader. — Abg. W u r m (Soc.) ist für ein Reichsaefetz. Er unterstützt den Antrag Schrader, die Sache einer Kommifsion zu überweisen. — Geheimer Ober-Regierungsrath Gruner fagt, eS sei sehr schwer, bit Wohnungsfrage von Reichswegen zn lösen. Es sei nicht möglich, polizeiliche Vorschriften über diese Frage zn erlassen, ohne gleichzeitig die erforderlichen Mittel znr Befchaffuitg von Wohnungen bereit zu stellen. — Abg. Fischbeck (freif. VoUsp.) stimmt der Einsetzung einer gemischten Kommission zur Vornahme von Ermittelungen behufs spateren Erlasses eines RelchSgesetzes zu. Damit schließt die Diskussion. Der Antrag Schrader wird gegen die Stimmen der Konservativen angenommen. Die Petition wird darauf dem Reichskanzler überwiesen, welcher eine Kommission berufen wird, an der sich Mitglieder des Reichstags zu beteiligen haben, um Erhebungen über die Wohnungsfrage vorzunchmen. Hierauf folgt eine Petition des Vereins gegen den Mißbrauch geistiger Getränke um Erlaß eines Trunksucht-Gesetzes. Die Kommission beantragt Ueberweismig, thells als Material, theilS zur Berücksichtigung. — Abg. Beckn (frei). Vereinigung) befürwortet, daß ein Trnnksiicht-Gesetz doch nur ein Klassengesetz gegen die unteren Stände fein würde. Er empfehle Uebergang zur Tagesordnung. — Abg. Wurm (Soc.) erwartet von einem solchen Gesetz mehr Nachtheile als Nutzen. Man solle doch mehr aus Ab- hülse der socialen Noth hinwirken durch Schutz gegen die Ausbeutung der Arbeiter, dann werde die Trunksucht von selbst ab- nehmen. Mit Polizeigesetzen sei da nichts zu erreichen. Der Kommissionsautrag wird nun angenommen. Es wird daun noch eine Petition ans Einführung eines Zolles auf gärtnerische Produkte erledigt. Eine Petition über Abänderung des Vertrages betreffs Aufführung eines Militärkasinos in Straßburg wird an die Budget- kommffsion' verwiesen. Es folgen Wahlprüfungen. Die Wahl de» Abg. v. Kardorff wird beanstandet, diejenige des Abg. V. SmalakliS wird für gültig erklärt. Morgen 1 Uhr: Berathnng der Postgeseh- novelle. Schluß 6 Uhr.
G Kerl In, 14. November.
Der Senioren - Konvent des Reichstags trat heute Mittag, 1 Uhr, unter dem Vorsitz des Präsidenten Grasen Bal le st rem zusammen. Er beschloß, zunächst die beiden Postgesetze in zweiter Lesung zu erledige». Alsdann sollen folgen die zweite Berathnng des Gesetzeutwnris, betreffend die Schuldverschreibungen, nnd des Gesetzentwurfs zum Schutze des gewerblichen Arbeitsverhältnisscs und zuletzt die Novelle zur Gewerbe-Ordnung. Der Etat soll, sobald er eütgegangen ist, zur Berathnng gestellt werden. — Die konservative Fraktion des Reichstags hat sich bezüglich der Post- gesetze im Allgemeinen auf den Standpunkt der Kommission gestellt, aber dem Anirag auf Entschädigung ber Privatposten zugestimnit.
(Nachdruck verboten.)
ZNM Stern sch »uppenfaU am 16. Usvembcr.
Vor fast 1000 Jahren — es war genau am 12. Oktober des Jahres 902 — lag ein Arabischer König Namens Jbrahim-ben-Ahmed ans dem Sterbelager, ein Fürst, der toll gelebt Halle und in Narrheit starb, nnd von dem die Nachwelt wenig erfahren hat. Der Himmel aber hielt die Todesstunde dieses Königs nach den arabischen Erzählungen für eine geeignete Gelegenheit, den Erdbewohnern ein glänzendes Schauspiel wunderbarer, aber die abergläubischen Gemüther zugleich erschreckender Art darzubicten. In jener Nacht fielen unzählige Sterne vom Himmel, sich drängend wie Tausende von leuchtenden Regentropfen. Diese Erzählung arabischer Legenden ist die erste Erwähnung des Vorganges, dem alle Astronomen am heutigen nnd morgigen Tage entgcgensehcn, dessen Haupttheil für die Morgenstunden des 16. November erwartet wird. Haben Sie keine Angst, verehrter Leser! — Wir kennen die Mahnung des lateinischen Sprichwortes: „Ne quid nimis_!“ Wir wissen, wie viel Sie in den letzten Tagen von der Fabel des Weltunterganges zu leiden gehabt haben und wieviel darüber geschrieben ist, um diese Fabel und ihre Entstehung zu begründen und ihre etwaige Wirkung auf abergläubische und ängstliche Gemüther zu zerstören. Sie können davon überzeugt sein, daß Sie morgen Früh ebenso behaglich und erquickt von ihrem Schlaf erwachen werden, wie es hoffentlich meistens der Fall ist. Daher wollen wir von dem Welt- antergang lieber garnicht mehr sprechen. Vielleicht ziehen Sie <8 aber vor, einmal dem Gotte Morpheus das gewöhnliche Opfer vorzuenthalten und den Versuch zu machen, ob fk dem Schauspiel, das uns zwar nicht den Weltuntergang, unter Umständen aber ein unvergeßliches Erlebniß bringen wird, mit eigenen Augen beizuwohnen, und falls Sie diese
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