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«• Jahrgang.
Verlag: Langgaffe 27.
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und Odeurs. Nur zwei Veränderungen glaubt unser Uankee konstatirt zu haben — ganz ftdicr ist er freilich auch in Bezug auf diese nicht: die Droschkenkutscher, meint er, seien gegen einander höflicher geworden, gebrauchten nicht mehr so viel Schimpfworte — und das Publikum habe im Gedränge rechts zu gehen gelernt.
Diese beiden Wahrnehmungen scheinen nicht unbegründet zu fein. Vielleicht verzichten die Kutscher und Marktweiber heute auf die Anwendung homerischer Heldenausdrücke, weil ein Thcil der Presse darin so Erkleckliches leistet; daß ihnen, um mit Don Carlos zu reden, „zu thun fast nichts mehr übrig bleibt". Und was daS Rechtsgehen betrifft, so wird dieser Kulturfortschritt dem Pariser offenbar durch die riesige Entwicklung des hauptstädtischen Verkehrs aufgezwungen, infolge deren er täglich und stündlich, „eingekeilt in fürchterliche Enge", nur durch Anpassung an das Gesetz der modernen Bewegung von der Stelle kommen kann. Er gehorcht damit einfach dem Trieb der Selbsterhaltung. Dieser mächtige Instinkt beherrscht sogar die dem Arm der Gerechtigkeit entfliehenden Verbrecher. Wie ein Kriminalbeamter dem „Figaro" mittheilt, weiß die kluge Polizei das längst und hält sich daher bei der Verfolgung des entrinnenden Mifse- thäters ohne Weiteres rechts, sicher, daß der Flüchtling nach dieser Seite einbiegen wird. Daran erkennt der Schutzmann das schlechte Gewissen! Besonderes Kennzeichen: läuft nach rechts! Sollte dieser Instinkt nicht einfach darauf zurückzuführen sein, daß die Wagen rechts fahren und daß, wer in der gleichen Richtung läuft, weniger riskirt, überfahren zu werden, als wenn er in entgegengesetzter rennt? Ueber- lassen wir deut Publikum die Lösung dieses Räthsels.
Unter den baulichen Veränderungen, denen trotz Alledem von Zeit zu Zeit das alte Paris unterliegt, verdient die beschlossene Verlegung der Nationaldruckerei er
Erschcint in zwei Ausgaben. — Bezugs-Preis, durch den Verlag SO Pfg. monatlich, durch die Post 1 Mk. «O Pfg. vierteljährlich für beide Ausgaben znsauimen.
Samoa.
Mit den Verhandlungen über die Samoafrage verhält eS sich so, wie an dieser Stelle gegenüber den Angaben einer Berliner Korrespondenz bereits ausgeführt worden ist. Die Auseinandersetzungen zwischen Berlin und London haben keineswegs schon einen Abschluß erbracht, und es wäre deshalb voreilig, als den sicheren Ausgang der Verhandlungen den Rückzug Deutschlands von der Samoagrnppe und die Ueberlassung der Gilbert- und Salomonsinseln von England an Deutschland zu bezeichnen. Die Möglichkeit bleibt offen, daß Deutschland die Samoagruppe erhält und dafür seinerseits England entschädigt. Aber man muß doch sagen, daß dies mehr eine theoretische als eine praktisch wahrscheinliche Möglichkeit darstcllt. Graf v. Bülow wird im Reichstag jedenfalls alsbald Rede und Antwort über die Samoafrage zu stehen haben. Es ist anzunehmen, daß es dem Auswärtigen Amt erwünscht wäre, die Sache schon bis zum Zusammentritt des Reichstags geordnet zu haben, aber cs ist nicht wahrscheinlich, daß die Verhandlungen bis dahin beendigt sein werden.
Vom Reichstag.
Während der Reichstag in der Regel bei seinem Zusammentritt den Etat bereits vorfindet, ist es diesmal frag-
Deuisches Deich.
L. Kerliu, 3. November.
(Nachdruck verboten.)
Pariser Brief.
(Von unserem Pariser Korrespondenten.)
WaS sich in Paris ändert und was bleibt. — Der Zug Z" Di« Verlegung der Natioualdruckerei. — Die Affair« Le Bargy. — Ein Spaziergang durch di« Ausstellungsbauten.
Paris, 30. Oktober.
Ein mir befreundeter Amerikaner, der früher oft hier verweilte, ist nach siebenjähriger Abwesenheit wieder in dieser „Herberge der Welt" abgcstiegen und macht interessante Beobachtungen über Das, was er inzwischen verändert findet und was nicht. In diesen sieben Jahren ist die Sintfluth des Panamakrachs über Frankreich hereingebrochen; dann hatten wir die Eroberung Madagaskars, die anarchistischen Attentate, die Ermordung eines Präsidenten, die Abdankung eines anderen, ein Dutzend Ministerkrisen, zweimal Kammer- wahlen und — last not least — die Aufregungen der Dreyfus-Affaire. Daß nach solchen Erschütterungen über- Haupt noch ein Stein auf dem andern steht, ist eigentlich schon wunderbar. Noch erstaunlicher aber ist, wie wenig unser Freund Paris verändert findet. Dieselben Menschen an denselben Plätzen, mit denselben Rufen, denselben - Redensarten, demselben Lächeln, derselben liebenswürdigen - Beschränktheit, derselben Virtuosität der Selbsttäuschung. * Einige sind älter geworden, andere — jünger, indem sie nämlich durch jugendlichere Gestalten ersetzt worden sind, die ■ aufs Haar ihren Vorgängern ähneln. Die Beamten sind r noch immer so formalistisch, die Friseure bieten noch immer die theuersten Essenzen an, die Kellner bekunden noch die- ; selbe Empfänglichkeit für Trinkgeld, in den Cercles wird noch immer der noble Fremdling ausgeplündert, und ces ' .Wtites dames sind noch ebenso verschwenderisch mit Schminke
wähnt zu werden. Dieses weltberühmte Institut befindet sich seit seiner Begründung in einer der engsten und schmutzigsten Gassen des Archiv- und Hotel de Ville-Viertels, der Rue Vieille du Temple, in dem berühmten Palast des durch den Halsbandprozeß der unglücklichen Königin Marie Antoinette in die Weltgeschichte gelaugten einfältigen Kardinals Rohan. Der einstige Palast besteht aber nur noch in einem Wirrwarr baufälligen Gemäuers, das durch fortwährende Pfeilerbauten vor dem Einsturz bewahrt werden muß und in dessen finsteren Kammern, Höfen und Winkeln die 1300 geschickten Arbeiter der Nationaldruckerei nur mühsam und mit Gefahr ihres Lebens jene kostbare» Werke in allen Sprachen der Welt herstellen, die der Kenner in den Sammlungen bewundert. Die Anstalt soll nach der Vorstadt Grcnelle in ein eigens für diese» Zweck zu errichtendes Gebäude verlegt werden. Dort ist der Grund und Boden noch billig, im industricreichcn Quartiers des Archives dagegen kostbar; der Direktor der Nationaldruckerei, Herr Christian, rechnet daher ans, daß die Kosten de§ Neubaus und der Verlegung durch den Verkauf des freiwerdenden Geländes reichlich gedeckt werden. Meines Erachtens sind die Lungen von hunderttausend Parisern noch kostbarer als einige Baustellen; man sollte den Platz nicht wieder bebauen, sondern mit Anlagen bepflanzen, an welchen es jene« Fabrikviertel völlig fehlt. Dann käme auch daS ehern« Gutenberg-Denkmal von David d'Angers, das im Vorhof des Palais Rohan steht, besser als jetzt zur Geltung.
Auch am „Hause MoliöreS" wird gerüttelt, aber nicht auf das Gebäude der „Comedie Fran^aise“ selbst ist es abgesehen, sondern nur auf den Posten ihres Direktors. Während Carvalho, Gaillard, Rill und andere Leiter offizielle» Bühnen zeitlebens mit unentwirrbaren Finanzschwierigkeiten zu kämpfen hatte» und ihnen fast alle schließlich erlagen,
Die England-Reise.
denn also, wie eS nicht anders kommen konnte: Der Kaiser geht nach England. Da cs ja immerhin möglich, wenn auch höchst unwahrscheinlich war, daß diese Reise unterblieb, so durfte oder vielmehr mußte in der letzten Zeit auch von den mancherlei Gerüchten Notiz genommen werden, die cs so darstcllten, als sei die Sache noch völlig in der Schwebe. Thatsächlich war sie cs nicht, und der Besuch wird stattfinden. Diejenigen, die daran Anstoß nehmen, mögen sich vergegenwärtigen, welchen Eindruck es hätte machen müssen, wenn auf den Rciseplan ver- Mtet worden wäre. Ohne daß uns auch nur der geringste Nutzen daraus erwachsen könnte, wäre die öffentliche Meinung in England aufs Tiefste gegen Deutschland verstimmt worden, Mtd unsere Neider und Feinde in der ganzen Welt hätten es sich nicht nehmen lassen, Oel ins Feuer zu gießen. Indem die Reise unternommen wird, geschieht nichts, was uns politisch verpflichtete. Darüber kann garnicht gestritten werden, daß es besser gewesen wäre, wenn die Nothwendig- kit, sich über die Reise nach England zu entscheiden, überhaupt nicht an den Kaiser herangetreten sein würde. Aber als die Einladung der Königin Viktoria hier eintraf, war von der Zuspitzung des Transvaal-Konflikts keine Rede, und die Verhältnisse haben es erst hinterher so gefügt, daß eine ursprünglich nur private Angelegenheit einen leidigen politischen Charakter erhalten konnte. Um auch jetzt den rein privaten Charakter der Reise zu betonen, ist bestimmt worden, daß der Kaiser ohne die Begleitung eines Ministers nach England geht.
* fiof- und Personal Nachrichten. Wie aus Schlesien [cmelbet wird, ist das Befinden des Prinzen Friedrich >on Sachsen so zufriedenstellend, daß von denAerztcn
lich, ob die Einbringung des Etatsgesetzes schon am 14. November oder unmittelbar darauf wird erfolgen können. Das Bedürfniß, über die Flottenfrage und — zum Theil im Zusammenhang damit — über die auswärtige Lage namentlich in Rücksicht auf die deutsch-englischen Beziehungen unverzüglich Auskunft vom Reichskanzler und den Staatssekretären zu erhalten, wird sich also vielleicht in anderer als der bequemen Form der Etatsdebatte Geltung verschaffen müssen. Möglichenfalls werden bald nach deut Sessious- beginn mehrere betreffende Interpellationen cingebracht werden. Eine der ersten Vorlagen, die der Reichstag zu erwarten hat, wird die Unfallversicherungs-Novelle sein.
von Kayser.
Wie wir hören, hat der im Harmlosen-Prozcß frcigc prochene RegieriingSrcfereiidar v. Kayser unmittelbar nach der IrtheilS- fällimg seine Entlassung aus dem Vorbereitungsdienst nachgesucht und erhalten. Er ist damit allen Weiterungen entgangen, die ihm unbehaglich genug hätten werden können, obwohl das Disziplinargesetz auf Referendare nicht anwendbar ist.' Herr v. Kayser will zunächst eine größere Reise antrcten, die ihn wahrscheinlich nach Afrika führen wird.
* .. *
* Krrlin, 4. November. Der Kaiser geht am20.Novcmber nach England, vermnthlich auf 14 Tage. Di- Einlabttng der Königin batirt, wie die „National-Zeitnng" hört, aus dem Frühjahr. Sie hatte den Oktober für die Anwesenheit des Kaisers gewünscht. Auf seine Entschuldigung, daß er um diese Zeit nicht kommen könne, hat die Königin den November vorgcschlagen. Ein Minister wird den Kaiser nicht begleiten.
Gestern Mittag wurde im Grünewald in gewohnter Weise die Hubertusjagd abgehalten. Der Kaiser war wegen einer Unpäßlichkeit der Kaiserin nicht erschienen. Wie der „Lokal-Anzeiger" berichtet, ist die Kaiserin seit etwa sechs Tagen unerheblich und vorübergehend leidend.
Der KronprinzvonSchweden wird am nächsten Mittwoch hier cintreffen, um auf Einladung des Kaisers an den Hofjagden im Letzlinger Forst theilzunehmen, welche am 10. und 11. d. M. stattflnden. Der Kronprinz wird sich gleich nach seiner Ankunft nach dem Neuen Palais begeben, um das Kaiserpaar zu besuchen und dort Wohnung zu nehmen.
Eine öffentliche Versammlung der Tischlermeister Berlins und Umgegend, die am Donnerstag Abend tagte und von über 900 Tischlermeistern, sowie von den Vorständen der Tischler-Innungen zii Rixdorf, Steglitz Charlottenburg, Potsdam, der Berliner freien Vereinigung der Tischlermeister und den Tischlermcistcr-Fach- vereinignngen „Nordost", „Siidost" und „Norden" besucht war, beschloß einstimmig, in eine Preiserhöhung für sämmtliche Tischlerarbeiten um 10 bis 15 pCt. einzutreten.
* Zur Flottenfrage. In einem Artikel zur Flottenfrage schreibt die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" ». Ä.: Die Besitzergreifung von Kiaiitschou und der spanisch-amerikanische Krieg
Au aust von Sachsen so zufriedenstellend, datz von dcn Aerzt... die Uebersicdelnng von Kalkreuth nach Dresden in den nächsten Tagen in Aussicht genommen ist. — Der deutsche Militär-Attache bei der Botschaft in Rom, Oberst v. Jacoby, ist unter Enthebung von diesem Posten in das Verbältuiß eines dienstthuenden Flügel- Adjutanten des Kaisers zurückgetreten. An seine Stelle ist der Hauptmann im Generalstab derGarde-Kavallerie-Diviston, v. ChelinS, unterBeförderungzum Major und Ernennung desFlügel-Adjutauten des Kaisers als Militär-Attache zur Botschaft in Rom kommandirt worden. — Ein Unfall ist dem PrinzenPhilippvonHattan und seiner Gemahlin auf ihrem Gute Oberurff bei Zimmerodc zugestoßen. Als sie sich auf einer Spazierfahrt befanden, wurden die Pferde scheu und die Wageninfaffen wurden aus der Equipage hcrans- geschlendert. Sie wurden dabei an Kopf und Händen verletzt zwar anscheinend nicht schwer, aber doch so, daß ärztliche Hülfe nothwendig war.
Anzeigen-Prelsi
Die einspaltige Petitzeile für locale Anzeige» 15 Pfg., für auswärtige Aiizeige» 25 Pfg. — Neclomen die Petitzeile für Wiesbaden 50 Pfg., für Auswärts 75 Pfg.
waren die Losung in nationalen Kreisen, eine lebhafte Agitation z» Gnnstcn einer weiteren Verstärkung der Marine zu entfesseln. Wir glauben zu wissen, daß nach Genehmigung des FloltengesetzeS an maßgebender Stelle eine Entscheidung dahin getroffen wurde, daß man sich zwar mit dem Gedanken einer weiteren Verstärkung der Marine vertraut machen müsse, daß aber vor Allem das Sextenat inne zu halten fei. Wir glauben ferner, daß diese Entfcheidnng die Unterlage für die erwähnte Erklärung des Staatssekretärs des Reichs- marinc-AmtS im Anfang dieses Jahres in der Büdgetkommission abgab. Inzwischen rollten die politischen Ereigiiisse iveitcr, ja,nmn kann sagen, überstürzten sich förmlich. Jnnncr zwingender drängte sich die Nothwendigkeit auf, einer erheblichen Verstärkung der deutschen Flotte baldmöglichst näher zu treten. ES stellte 'sich heraus — und der dem Reichstag demnächst zngchende Etat für 1900 wird darüber ausreichenden Ausschluß geben —, daß das für die nächste Hälfte des FloltengesetzeS noch ausstehende Limit für Schiffsbauten durch eine Reihe anderer Ausgaben derart in Anspruch genommen wird, daß man in den letzten drei Jahren statt wie in den ersten Jahren 9 große Schiffe nur 2 große Schiffe auf Stapel legen könne. Diese beiden Umstände: Einerseits das sich unabweisbar anf- drängcnde Bedürfniß nach einer starken Vermehrung der deutschen Flotte und andererseits die Limit-Fessel, infolge deren wir mit unseren Schiffsbauten gegen den Abschnitt der ersten drei Jahre erheblich zurückgehen muffen, zwang die Regierung zu der ernsten Erwägung, !ob es nicht nothwendig werden mürbe" im Jahr 1901 mit neuen Forderungen au den Reichstag heranzutretcn.
* Rundschau im Reich«. Die Beisetzung des Bischofs von Mainz findet Dienstag, den 7.November, Morgens9'/» Uhr, statt. Die Trauerrede wird Bischof v. Keppler zu Rotenburg halten. Die Leiche bleibt bis zur Beerdigung im bischöflichen Palais aufgebahrt.
Der Krieg in Südafrika.
hd. Kerlin, 3. November. Nach Meldungen der „Berliner Neuesten Nachrichten" aus London wird dort die Gesammtzahl der zur Anwerbung ehemaliger preußischer Unteroffiziere nach den deutschen Nordsecbäfen angegangenen Werber auf 160 angegeben. — Die „Deutsche Warte" meldet aus Durban: General White machte am 1. November einen Ausfall und erlitt eine vernichtende Niederlage. Die meisten höheren Offizier« sind tobt ober verwundet, lieber 1000 Mann sind gefallen oder gefangen genommen. Das Bombardement dauert feit drei Tagen ununterbrochen fort. Joubert forderte den General White, der angeblich schwer verwundet ist, auf, zu kapituliren, was dieser ablehnte. Der Buren-Vormarsch dauert süd- und südostwärts fort. Golenfo, das 20 Kilometer südwärts an der Bahnlinie nach Pietermaritzburg zu belegen ist, ist von Freistaat-Buren bnuerno besetzt und in eine förmliche Festung umgewandelt.
hd. London, 3. November. Nach einer Meldung aus Kapstadt erwartet man, daß General Buller das KncgSrecht für die Kap-Kolonie verkünden wird. Ans Ladysmith verlautet, daß ein neuer Angriff der Buren zu erwarten ist, die ihre ge- sammten Kräfte dort konzentriren. — Oberst Schiel und die anderen Gefangenen beS deutschen Corps werden heute in Kapstadt erwartet. — Im Kriegsamt find keine offiziellen Meldniigen vom Kriegsschauplatz eingetroffen. Eine große Menschenmenge erwartet vor dem Kriegsamt das Eintreffen der Verlustliste. Von Liverpool sind heute vier Dampfer mit Munition und Waffen, sowie Offizieren und Truppen nach Südafrika abgegangen. Unter den Truppen befand sich auch eine Batterie Gebirgs-Artillerie und zwei Regimenter Königliche Schützen. — Nach Meldungen aus Ladysmith vom Dienstag Abend haben die Buren durch die englische Artillerie sehr schwere Verluste erlitten. General Joubert vrotestirtc gegen die Anwendung des Sprengstoffes Lymdit als inhuman. — Eine weitere Nblheilung in Stärke von 349 Mann geht morgen von Portsmouth nach dem Kap ab. Die Abtheilung umfaßt etwa 100 Artilleristen. Eine große Anzahl 12-psündiger Schnellfeuer-Marinegeschütze wird gleichzeitig expedirt. — Lord Balfour ist in Balmoral eingetroffen und wird bei der Königin als dienstthnender Minister verbleiben. — Aus De Aar wird gcineldet, daß am hiesigen Platz wahrscheinlich das Hauptquartier des Generals Buller während der Einnahme des Oranje-Freistaats aufgeschlagen werden wirb. —
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für bic Abend-Ausgabe bis 11 Uhr Vormittags, für bie Morgen-Ausgab« bis 3 Uhr Nachmittags, nachsterfcheinenben Ausgabe wird kein« Gewähr übernommen, jedoch nach Möglichkeit Sorge getragen.
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