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Viksbil-enn wagblatt

Verlag: Lauggasie 27.

16,500 Absmreuteu

Po. 506

Samstag, den 28. Oktober.

1899

Fernsprecher N». 52.

Fernsprecher No. 52.

Abendausgabe

gefährlichste.

Dr. C.dt.

Siege verhelfen werden, darüber kann erst die Zukunft ent­scheiden. Vorerst haben wir die Beruhigung, daß die von Dr. Korn beigebrachten Trostgründe nicht eitel zu sein scheinen: 1. Die Pestgefahr ist groß nur dort, wo sie aus der Verelendigung einer ganzen Bevölkerung stets neue Nahrung erhält. Wo die Eingeborenen, wie in Ostindien, massenhaft weggerafft werden, bleiben die höher kultivirteu und unter guten Gesundheitsbedingungen lebenden Europäer fast immer von der Pest verschont. 2. Die Pest überträgt sich nur direkt von dem Menschen zum Menschen, nicht etwa durch die Luft; strenge Absperrungsmaßregeln bieten also einen ziemlich wahrscheinlichen Schutz. 3. Uebertreibnng 'der Absperrungsmaßregeln ist nicht auzuraihen, sie kann die Gefahr nur erhöhen, da solche Maßregeln eine aus- gestoßene verelendete Menschenmenge an den Quarantäne- Grenzen anhäufen und dadurch ueue Pestherde schaffen kann. 4. Der Pestbacillus hält sich, wenn er auSgetrockuet ist, nur wenige Tage lebenskräftig und, ansteckungsfähig, sodaß die Einschleppung durch Kleider, Lumpen und der­gleichen aus fernen überseeischen Ländern ziemlich aus­geschlossen ist. Nur lebende Personen, ivelche der Pcst- ansteckung verdächtig sind, müssen abgesperrt werden.

Der internationalen Sauitätskonfereuz des Jahres 1897 verdankt man eine tüchtige Klärung der Seuchensrage und eine von Sorglosigkeit und belästigender Pedanterie gleich entfernte Haltung der europäischen Behörden. Vor Allem die gegenseitige Verpflichtung, das Erscheinen einer Seuche oder Seuchengefahr rechtzeitig kundzugeben. Sorgfältige Neberwachung des Personen-, Schiffs- und Waarcnverkehrs. Strenge Ausschaltung verdächtiger Schisse, Personen, Maaren aus dem Verkehr so lange, bis gründliche Desinfektion vor­genommen ist. Aerztliche Kontrolle der Maaren vor Abgang aus verdächtigen Häfen, nöthigenfalls Verbote, wie z. B. Deutschland neuerdings eines gegen die Einfuhr von Wäsche, Lumpen und dergleichen aus Portugal erlassen hat. Was aber über diese vereinbarleu Sichernngsmaßregel hiuaus- ginge, wäre nur vom Ucbel, denn eine weitergehende Unter­bindung des Verkehrs würde uns statt der Pest die Hungers- noth bringen, und die Pest ist zwar vielleicht die gräß­lichste der Seuchen, keineswegs aber die ansteckendste und

Hlovember unö Dezember?

auf das

Wiesbadener Tagblatt" zu abonniren, findet sich Gelegenheit im Verlag Langgaffe 27, bei den Ausgabestellen, den Zweig-Expeditione» in Len Nachbar­orten und sämmtlichen deutschen Reichspostanstalten.

(Nachdruck verboten.)

Die Pest ewig?

Vor Zeiten haben wir die asiatische Beulenpest als eine Elendsseuche dargestellt und namentlich hervorgehoben, welch hohes Verdienst der vor 7 Jahren zu Wiesbaden verstorbene Arzt Dr. August Theodor Stamm sich dadurch erworben hat, daß er 1. als Mann der That den Kampf gegen die Pest in Egypten ausgenommen und siegreich durchgeführt hat, denn er hat damals in der That die Pest in Kairo ausgerottet; daß er 2. als Mann der Wissenschaft jenen Verelendigungs- charakter der Pest und anderer Seuchen theoretisch nachwies. Er that dies u. A. in feinem WerkeNosophlhorie oder Krankheitsvernichlungslehre".

Wenn mir lesen, was jetzt ein anderer namhafter Arzt, Dr. Korn in München, über die Pest schreibt, so springt uns zunächst diese Uebereiustimmuug mit Stamm in die Augen, beim Korn sagt wörtlich:In der Hauptsache ist die Pest in Indien und China eine Krankheit des Schmutzes und des Elends, die in den Massenqnartieren der Eingeborenen haust, während die Europäer (dort) tu ihren luftigen, Hellen, geräumigen Wohnungen fast ganz verschont bleiben".

Während aber Stamm diese» Gedanken zum Mittelpunkt seiner Lehre nahm und ihn so konsequent verfolgte, daß aus dem Arzte ein Socialreformer wurde, bleibt Dr. Korn nüch­terner Fachmann; und während Stamm mit einer leiden­schaftlichen Verwünschung des Pasteur-Kochschen Jmpf- glaubens aus dem Leben schied, bekennt sich Korn als An­hänger dieser Lehre. Wenn auch mit Vorsicht und Vor­behalt, hofft er auf die Möglichkeit, die Pestseuche nach Kochscher ober Pastemscher Methode bekämpfen zu können.

Dr. Korns sehr lesenswerther Aufsatz, welchen wir im Hannoverschen Tageblatt" vom 18. September fanden, ent­hält für pestgeängstigte Gemüther außer der Jmpfhoffuung noch manche tröstende Belehrung. Er klärt uns auf über das Wesen der Beulenpest, über die Art ihrer Verbreitung, über ihre Gefahr, über ihren Verlauf, über die sehr geringen, aber, nach Korn, doch möglichen Chancen ihrer Heilung. Wer in dem letzteren Punkte, gleich uns, noch ungläubiger Ketzer oder Laie ist, kann aus dem Uebrigen doch Belehrung und Trost schöpfen.

Den Krankheitserreger, sagt Korn, hat mau gefunden: es ist ein Kurzstäbchen.mit abgerundeten Ecken, ohne Eigen­bewegung. Es findet sich massenhaft in den Beulen, d. i. den angeschwollenen Lymphdrüsen, von welchen die Krankheit Beulenpest" heißt. Die Lymphdrüsenpest ist die häufigste, aber nicht die einzige Form der Krankheit. Die Lymphdrüsen des Halses, der Achselhöhle, der Schenkelbeuge oder anderer Körpertheile schwellen unter großen Schmerzen und starkem Fieber, unter großem Schwächegefühl, oft auch unter Er­scheinungen des Deliriums an, aber die Anschwellung dauert nur kurze Zeit, sie erweicht sich und gehl in Eiterung über, denn die Krankheit hat einen auffallend raschen Verlauf, erreicht meist schon nach wenigen Stunden ihren Höhepunkt und endet gewöhnlich mit schnellem Tode. Heilung ist selten, . am seltensten wohl bei der Pest-Lungenentzündung. Aerztliche f Hülse hat man in alten Zeiten stets für wirkungslos gehalten, | erst in neuester Zeit fangt man an, Hoffnung auf sie zu : setzen, nämlich auf die Impfung. Seitdem man (durch t Nersin und den Japaner Kitafalo, Robert Kochs Schüler) j den pesterregenden Bacillus kennt, glaubt man ihn auch ] Mit Erfolg bekämpfen zu können. Iersin impft Pferden nach und nach ein immer stärkeres Quantum lebender oder abgestorbener Pestknlturen ein, sodaß die Pferde all- ; mählich giftfest werden. Aus ihrem Blute wird in den Pasteurschen Instituten das Heilserum gewonnen. Aber die Wirkung einer frühzeitigen Schutzimpfung soll oft ausbleiben, keinen absoluten Schutz gegen Ansteckung gewähren, und eine nach erfolgter Ansteckung vorgenommene Impfung dürfte meistens zu spät kommen. Außer Aersin wenden auch Andere ähnliche Präparate aus Pestkulturen an, gleichfalls mit zweifelhaftem Erfolg, lieber« Haupt scheint die alte Streitfrage der medizinischen Welt noch unentschieden zu fein, ob der Bacillus, dieser ober ein anberer, bet Erzeuger der Krankheit sei ober ein Produkt derselben. Stamm trat mit starker, leidenschaftlicher Energie für die letztere Ansicht ein, und das Letzte, bas er schrieb, ®ar ein massives Pamphlet gegen die Verkündiger des gegen­teiligenAberglaubens".

: Ob die modernen Vertreter der Jmpftheorie, die Pasteur, Koch, Aersin, Hoffkine rc., ihrer Theorie und Praxis zum

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Druisches Deich.

Die Flottenfrage.

Da der Reichstag nicht beisammen ist, da die Partei­führer nur zum geringeren Theil in Berlin anwesend sind und in Anbetracht der Umstände gebotene Zurückhaltung üben, so ist man bei dem plötzlichen Wiederanftanchcn der Flottenfrage mehr als sonst daranf angewiesen, sich zur Veurtheilnng der Stimmungen in den verschiedenen Parteien an die Presse zu halten. Der Ueberblick über die hier zum Ausdruck kommenden Ansichten ist schnell gewonnen. Wenn man aus der Haltung der Parteiblälter auf die in den Parteien und Fraktionen selbst vorherrschenden Ansichten und Absichten schließen .darf (und man bars es), so läßt sich ohne. Drnm und Dran in aller Kürze sagen: Die frei­sinnige Bolkspartei ist gegen jede Verstärkung der Flotte, die freisinnige Vereinigung ist dafür, ebenso die national- liberale Fraktion. Von der Soeialdemokratie braucht man in diesem Zusammenhang selbstverständlich über­haupt nicht zu sprechen. Die Konservativen zeigen keinerlei Begeisterung für die Abkürzung des Septennats, und soweit das rücksichtslose Agrarierthum zum Worte kommt, wird so­gar ziemlich bestimmt Front gemacht gegen eine weitere be­deutende Vermehrung der Schlachtflotte, indem die Schwierig­keiten unterstrichen werden, die der Reichskanzler und der Marinechef zu bestehen haben würden, da sie sich im Jahre 1897 an bas jetzige Flottengesetz ausdrücklich gebunden haben. Die Entscheidung wird indessen immer beim Centrum stehen. Die Centruinspresse nun macht es im Wesentlichen wie die konservative auch. Sie hebt hervor, daß das Septenuat nur im Vertrauen darauf bewilligt worden ist, daß vor dem Ablauf des Jahres 1903 keine Neuforderungen kommen werden. Sie wendet sich noch etwas schärfer, als es die Konservativen thun, gegen die neuen Pläne, die ja noch Keiner kennt, und die gerade in ihrer Unbestimmtheit Besorgniffe erwecken müssen. Aber auch hier ist es der Ton, der die Mnsik macht, und man kann nicht sagen, daß das Centrum eine Teubige Kampfesstimmnng erkennen läßt. Schon aus taktischen Klugheitsrücksichten werden sich die Führer hüten, ihr letztes Wort vor dem Tage der wirklichen Entscheidung zu sprechen, und da diese Entscheidung in der bevorstehenden Session nicht kommen kann, weil keine Mehrfordernngen gestellt werden sollen, so wird dieausschlaggebende" Partei die Dinge eben Hinhalten, wie e§ ihr gefüllt. Schließlich mag sich die Frage dahin zuspitzeu, welche Gegenleistung die Regierung zu machen gewillt ist, um sich des Centrums für hre Flottenpläne zu versichern. Was nun diese Pläne selbst anlangt, so steht man, wie gesagt, einstweilen vor dem völlig Ingewissen. Von nichts weniger wird gesprochen als von einer Verdoppelung der jetzt im Bau begriffenen Schlacht- flotte, was im Großen und Ganzen also bedeuten würde,

Ausland.

* Gesterreich-Ilngarn. Aus Budapest, 27. Oktober, meldet die »Franks. Zeitung": Bei den Militär-Kontrollversamin- lunaen wurden in der letzten Zeit mehrfach Reservisten bestraft, weil sie anstatt mit dem vorschriftsmäßigen »Hier" stch ungarisch mitjelen gemeldet haben. Auch bei der gestrigen Budapester Kontrollversammlung meldeten sich Viele ungarisch, sie wurden aber nicht bestraft, well, wie das Regierungs-Organ .Budapest!

«. Jahrgang.

Erscheint in zwei Ausgaben. Bezugs-Preis: durch den Verlag 50 Pfg. monatlich, durch die Post 1 Mk. 60 Pfg. vierteljährlich für beide Ausgaben zusammen.

daß siebzehn neue Linienschiffe nebst dem dazu gehörigen Apparat von Kreuzern mit einem Kostenbeträge von rund 500 Millionen Mark gebaut werden mußten. Nun wird man sich im Reichstag sofort nach seinem Wiederzusammen­tritt in Anknüpfung an die Etatsvorleguug ausgiebig über die Flottenfrage unterhalten, und man wird alsdann von der Negierung genauer erfahren, welche Ansprüche sie erhebt. Ob diese Forderungen in einer Denkschrift formulirt werden, oder ob, wie jetzt verlautet, die Vorlegung einer Denkschrift unterbleiben und die Auskunft vom Bundesrathstisch münd­lich gegeben werden soll, ttjut zur Sache wenig, jedenfalls wird der Kampf heiß sein.

* * *

* Sof- und Personal - Nachrichten. Das russische K a i s e r p a a r wird Ende der nächsten Woche Darmstadt verlassen und nach Rußland zurückkehren. Die Rückfahrt wird über Potsdam erfolgen, wo bekanntlich das Czarenpaar unserem Kaiserpaar einen ans mehrere Stunden berechneten Besuch abzustatten gedenkt. Wenn von mehreren Blättern der 4. November als Tag dieses Besuchs angegeben wird, so ist zu bemerken, daß bei den Reisen des Czaren gewöhnlich noch in letzter Stunde Abänderungen einzutrcten pflegen. Vor seiner Abreise »ach Blankenburg am Harz hat der Kaiser den türkischen Botschafter Tewfik Pascha empfangen, der ein Ge­schenk des Sultans überreichen sollte. Freitag Abend um 11 Uhr hat der Kaiser die Rückreise nach dem Neuen Palais angetreten. Heute Nachmittag wird sich der Kaiser mit dem Botschafter Grafen Eulenburg »ach Liebenberg in der Mark zur Jagd begeben. Der Sohn des Fiuanzministers, Assessor Dr. v. Miquel, hat das Examen als Lcgatlonssekretär bestanden und ist der Pariser Bot­schaft zugctheilt worden.

* ßrrllit, 28. Oktober. Die zweite Konferenz im Ncichsp o stanct ist gestern Vormittag unter dem Vorsitz des Staatssekretärs v. Podbielski eröffnet worden. Erschienen waren mehrere Direktoren des Reichspostamtes, Korporationen von 24 Handelskammern, die Aeltesten der Kaufmannschaft von Berlin, die Vorstände des deutschen Handelsstandes und des Vereins Berliner Kaufleute und Industriellen. Den Hauptgegenstand der Vcrathung wird die Einführung des Postchcckverkchrs bilden.

Dem Bundesrath ist die Vorlage betreffs Einführung des Postcheck-Verkehrs zugegangen.

DieNational-Zeitung" glaubt, daß die Absicht besteht, dem Reichstag eine Denkschrift über die nach der Meinung der Marine- Verwaltüug erforderliche Erweiterung des Flöt tenplanes von 1898 vorzulegen. Allem Anscheine nach werde die öffentliche Erörterung der Angelegenheit bis zum Beginn der Reichstags- Verhandlungen bereits einen derartigen Umfang angenommen haben, daß sie den Anlaß zu einer Marincdebatte bei der ersten Lesung des Etats geben dürfte.

Ueber die demnächst zu machende Kana!-Vo rlage fand, wie ein Berichterstatter wissen will, beim Minister v. Thielen vorgestern Abend eine längere Besprechung statt, an welcher auch die Minister v. Miquel, v. Hammerstein und Brefeld Theil nahmen. Derselbe Berichterstatter meldet, der Chef des Civilkabiuetts, v. LiicanuS, habe gestern längere Besuche bei den Ministern Brefeld und Frei- Herrn v. Rheinbaben gemacht.

Wie demBerl. Tagebl." aus Washington telcgraphirt wird, heißt es daselbst, ein befriedigender Plan zur Lösung der Samoa-Frage sei nicht gesunden worden. Die Schwierigkeit liege darin, eine Verständigung zwischen England und Deutschland zu erzielen. Nach den vorliegenden Anzeichen ist eine solche nicht zu erreichen. Deshalb müssen sich die drei Negierungen damit be­gnügen, gemäß dem Berliner Vertrag, der nach den Vorschlägen der Kommission etwas abzuändern wäre, Samoa zn verwalten. Ferner verlautet, es sei jetzt eutschiedcu, d' der Obcrrichter Chambers nicht nach Apia zurückkehrt, sondern einen anderen Posten erhält, ivomit bekundet wäre, daß Mac Kinley mit dem Verhalten Chambers zufrieden sei.

* Negier,ms und Ztndtverwnltnng in Krrlm. Bei der Vorstellung des Berliner Magistratskollegiums versicherte der neue Oberpräsident der Provinz Braudenluirg, v. Vethmnnn- fsollweg, die städtische Verwaltung seines Wunsches, mit ihr in reundlichcm Einvernehmen zum Wohl der Stadt und znm Wohl des Landes, dessen Hauptstadt Berlin sei, zusanmienzuarbeiten. Ihm liege daher an der Herstellung persönlicher Beziehungen, die das wechselseitige Verständniß wesentlich erleichtere. Bevor sich der Obcrpräsident in die Magistratssitzung begab, unterhielt er sich eine halbe Stunde lang vertraulich mit dem Bürgermeister Kirschner.

* Kchculmngen In Preuße». Nach deinCentralblatt für die gesamnite Unterrichtsverwallunq in Preußen" sind im Jahr­zehnt 1889 98 in Preußen 3787 Schenkungen und Vermächtnisse, im Einzelbetraae von über 3000 Mk. (kleinere bedürfen in Preußen keiner Genehmigung Seitens des Königs) bestätigt worden. Es erhielten: 1. Katholische Anstalten, Kirchen, Bisihümer rc. aus 1910 Stiftungen 36,627,334 Mk.; 2. Evangelische Anstalten, Stiftungen ec., einschließlich der evangelischen Gemeinden außerhalb der Landeskirchen, aus 1174 Stiftungen 27,790,906 Mk.; 3. Kranken-, Taubstummen-, Blinden-. Waisen-, Wohlthätigkeitsanstallen aus 825 Stiftungen 9,675,568 Mk.; 4. Universitäten und höhere Lehr- anstalten aus 204 Stiftungen 4,624,206 Mk.; 5. Kunst undWissen- schaft ans 101 Stiftungen 2,696,928 Mk.; 6. Volks-, Elementar- nnd ihnen gleichgestellte Schulen aus 43 Stiftungen 383,849 Mk.; jm Ganzen 3787 Stiftungen 81,798,881 Mk.

* NnndschanimNrichr. Bei derReichstagSersatzwahl im 5. wiirttembergischen Wahlkreis wurden bisher gezählt für Geh (nat.-Iib.) 8704, Brinzinger (Volksp.) 8018, Schlegel (Soc.) 10,937 Stimmen. Dreizehn Orte fehlen noch. Der Kaiser hat genehmigt, daß die neue Stadtanlage im Kiautschou-Gebiete fortan den Namen Tsingtau führe. In Bochum wählten die Stadt­verordneten den seitherigen zweiten Bürgermeister Graff zum ersten Bürgermeister. Bei der Landtagswahl in Franken- Ha u s e n wurde Winter (Soc.) mit 100 Stimmen Mehrheit gewählt.