MiksbsiM Sagblatt
«r. Jahrgang.
Verlag: Langgasse 27.
16,500 Abonnenten
»eint in zwei Ausgaben. — Bezugs-Preis: den Verlag 50 Pfg. monatlich, durch die Post 1 Mk. 80 Pfg. vierteljährlich für beide Ausgaben zusammen.
«nzeigen-PreiSr
Die einspaltige Petitzeile für locale Anzeigen 15 Pfg., für auswärtige Anzeigen 25 Pfg. — Reklamen die Petitzeile für Wiesbaden 50 Pfg.. für Auswärts 75 Pfg.
AnietSktt-Annalrme fii-5'Ausgabe bis 11 Uhr Vorniittags, für die Morgen-Ausgabe bis 3 Uhr Nachmittags. — Für die Aufnahme später eingercichter AlUttiaen *ur nachsterschciilendkn Ausgabe wird keine Gewähr übernommen, jedoch nach Möglichkeit Sorge getragen. «uHCinaJltr «tuzngen zur
477.Fernsprecher R°. 52. DoNNerstttg» dk« 12. ©Itfobtt. Fernsprecher No. 52. 1899.
Morgen-flusgabe.
Nassauern."
< (Eigener Aufsatz für das „Wiesbadener Tagblatt".)
Es giebt etliche Leute, die da meinen, das Wort „nassauern" bedeute ein übles Wort, und solle dazu dienen, uns Nassauer in den Augen Anderer zu verkleinern. Namentlich die Norddeutschen wendeten es an, wenn sie damit ausdrücken wollten, sich auf Anderer Kosten satt zu essen und zu trinken. Allein diese Vorstellung ist irrig, insofern sie die Nassauer selbst als solche erscheinen läßt, die sich's auf diese Weise angenehm sein ließen. Die Sache verhält sich in der Beziehung ganz anders, — wie, das wollen wir nun näher sehen.
Das Wort „nassauern" ist studentischen Ursprungs, und zwar ist es in Göttingen aufgekommen; es hat also historische Berechtigung. Wie ist es nun dazu gelangt? Nassau hatte früher eine Universität, die berühmte Academia Joannea zu Herborn, die von 1584 bis 1817 dauerte. Im letztgenannten Jahre ließ man sie, bei Gelegenheit der allgemeinen Schulreform, eingehen, bis auf die theologische Fakultät, die heute noch besteht. Die Gründe der Aufhebung auseinander zu setzen, gehört nicht hierher, auch nicht die Erwägung, ob man damals klug oder unklug gehandelt hat. Mit dem Königreich Hannover wurde daun ein Staatsvertrag ab- geschloffen, welcher Göttingen zur nassauischen Landes- >lnü»ersttät erklärte, aus dem Grunde, weil jene Uni- vrrfstät schon vorher vielen Nassauern die alma mater gewesen war. Das Verhällniß dauerte dreißig Jahre, bii 1848 diese privilegirte Stellung Göttingens aufhörte und die nassauischen Studenten jede deutsche Universität besuchen konnten, ohne der Vergünstigungen, die für Göttingen vorgesehen waren, verlustig zu gehen. Diese Vergünstigungen bestanden darin, daß den nassauischen Studenten an genannter Universität Stipendien und Freitische bewilligt wurden, d. h. letztere für solche, die sich ihrer bedienen wollten. Die nassauischen Studenten genossen in Göttingen die Rechte und Vorzüge von Inländern; außerdem wurde ihnen von einem eigens dazu bestellten Professor nassauische Landesstatistik und nassauisches Recht gelesen. Sie bildeten eine eigene Verbindung, die „Nassovia", die allerdings auch andere Studirende aufnahm, und waren recht angesehen.
Die Stipendien nahmen die nassauischen Studiosen gern; denn „Gibs" kann der Bursch bekanntlich immer gebrauchen. Dagegen drückten sie sich meist um die Freitische, und zwar geschah das aus zwei verschiedenen Gründen. Einmal, weil es nicht zu besonderem Ansehen verhalf, die Freitische zu benutzen, und zum anderen, weil diese mit gri®trer norddeutscher Kost nicht dazu angethan waren, den Geschmack der Nassauer zu beftiedigcn. Aus dem Leben des berühmten nassauischen Staatsmannes Karl v. Jbell wissen wir bestimmt, daß dieser aus besagten Gründen auf einen Freitisch verzichtete, zumal sein Vater bei dem hoch- müthigen Professor Heyne sich noch darum hätte besonders bewerben müssen. Wie dies Verhältniß bereits vor dem Staatsvertrag beider Länder bestand, so ähnlich auch später. Kurz und gut, die Nassauer gaben zu allermeist das Frei- ttsch-Vorrecht auf und überließen den Vortheil anderen Kommilitonen, die, unbemittelter als sie, gerne sich jenes Vortheils bedienten.
‘ S Die Georgia Augusta zu Göttingen war aber von 1817
1837, d. h. bis zu dem Jahre, da der König Ernst August von Hannover die Verfassung aufhob und die liberalen Professoren, die bekannten „Göttinger Sieben", welche gegen den Gewaltakt protestirt hatten, vertrieb, der Sammelpunkt einer Menge norddeutscher Studenten, namentlich aus den preußischen ostelbischen Provinzen. Setzten diese sich nun <ln dir nassauischen Freitische, so nannte man das „nassauern". Nicht also die Nassauer aßen auf Anderer Kosten, sondern Andere aßen auf Kosten oder durch Gnaden der Nassauer; diese waren die Gebenden und jene die Nehmenden. „Nassauern" hieß auf Kosten der N a ssa u e r essen. Das ist längst festgestellt und kann in Göttingen bei alten Leuten als wahr erkundet werden. Die Redensart trug sich unter der Studentenschaft herum, verallgemeinerte sich und wurde auch von der Philisterschaft ausgenommen. Aber niemals wurde sie gegen die Nassauer angewandt. Auch hatte der Ausdruck „nassauern" in Göttingen wenigstens nichts Schimpfliches an sich. Besonderes Ansehen genossen die „Nassauerer" (nicht Nassauer) allerdings nicht; aber auch der reichste Bursch ist wohl nicht so hochmüthig und roh, daß er den ärmeren oder mittellosen Kommilitonen verachtet oder gar beschimpft. Spöttisch mag wohl von „nassauern" geredet worden sein; auch mag zeitweise ein oder eine Schaar momentan an Beutelsleere Leidender mit Galgenhumor gesagt haben: „Wollen wir xute 'mal nassauern?", d. h. auf Kosten Anderer essen. Mrst somit übertrug sich der Ausdruck und verlor seine «Mprüngliche spezielle Bedeutung. Danach ist also, wie Wagt, die Redensart für die Nassauer selbst nicht et« «Wrigend, sondern im Gegentheil ehrend-, i
Aber nun giebt es auch eine Auslegung, die behauptet, der später weit verbreitete Ausdruck oder die Redensart „nassauern" habe mit Nassau und den Nassauern gar nichts zu thun, sondern hinge mit „naß" zusammen. Man denke z. B. an die in Norddeutsckiland und im Rheinlande gebräuchliche Redensart, wenn ein Regenguß droht: „Da kommt ein Nassauer", oder „Nun giebt's einen Nassauer". Unzweifelhaft ist hier das „naß" der AuLgaug zu einer witzigen Gedankenverbindung, welche die Begriffe „naß" und „Nassauer" miteinander verknüpft. Es füllt doch keinem Menschen dabei ein, etwa die Nassauer deswegen als „nasse Leute" zu betrachten, die ständig im Regen säßen oder gar sich stets von innen anfeuchteten. Hunderten, die jenen Ausdruck gebrauchen, fällt es dabei nicht einmal ein, an ihre deutschen Brüder in Nassau zu denken. B!an sagt bei starkem Sonnenbrände: „Das ist ein Brenner", bei starkem Winde: „Das ist ein Bläser, Stürmer oder (ironisch) Säuselet"; so sagt man auch bei starkem Regen: „Das ist ein Nasser". Aus dem „Nasser" ist dann durch ein Wortspiel, wie gesagt, „Nassauer" geworden.
Der Ausdruck „naß", auch „nöß", hat im Norddeutschen aber noch eine andere Bedeutung, nämlich die von nichts, „nischt", wie der Berliner sagt. Die Einen meinen „naß" oder nöß hänge zusammen mit dem englischen nothing. Andere erklären, daß etwas „for naß" thun, d. h. für nichts thun, von der Gepflogenheit knauseriger Leute käme, die einen Arbeitsmann für einen kleinen Dienst, statt ihm klingenden Lohn zu geben, mit einem Schnaps oder einem Glase Bier regalirten. (Die Bedeutung des „naß" würde dann allerdings eine recht gewöhnliche, niedrige sein.) Ein solcher Knauser, der von einem Arbeiter eine Leistung „for naß" oder für nichts verlangte, wurde dann ein „Nasser" genannt. Der Ausdruck ist wohl in den Kreisen der Bummler, Eckensteher, Arbeitsscheuen, vielleicht aber auch in denjenigen der Arbeitswilligen entstanden, die sich hernach um ihre Groschen geprellt sahen. Als „Nasser" wird in der Berliner Studentenwelt auch Derjenige gern bezeichnet, der nicht etwa zuviel Bier oder Sekt, sondern zu wenig trinkt, der nicht gern „anfahren" läßt, im Gegentheil lieber bei Andern mittriukt. Da haben wir die ähnliche Bedeutung, wie sie im Ausdrucke „nassauern" liegt. Und aus dem „Nasser" kann leicht durch ein Wortspiel (wie oben) „Nassauer" geworden fein. Es wird aber kaum einem trink- lustigen Bruder Studio oder einer sektbedürftigen Berliner ©rifette einfallen, wenn es heißt: „Det is ’n Nassauer", d- h. ein Knauser, der nicht mit „Stoff" herausrückt, damit einen Nassauer zwischen Rhein, Main, Westerwald und Wetterau zu bezeichnen.
Also jedenfalls: das spöttische „nassauern" und „Nassauer" trifft uns nicht; ebenso stimmt es nicht, daß die Nassauer in Norddeutschland in besonderem Verrüfe stehen sollen. Eine so gänzliche Unbekanntschaft mit unserem Ländchen dürfen wkr den Ostelbiern wohl nicht zutrauen; dort giebt es doch Volksschulen, in denen Geographie getrieben wird. Was würden denn die Ostelbier sagen, wenn wir sans kaxoo das Wort, daß „die Schweineställe besser als die Arbeiterwohnungen seien", von einem Ort auf ganz Westpreußen, Pommern, Posen u. s.w. übertragen wollten! Bekanntlich hinkt jeder Vergleich; aber der genannte will mir drastisch und daher treffend erscheinen. Nichts giebt den Norddeutschen Grund, die Nassauer verächtlich zu behandeln.
Es heißt — man sucht nach Gründen, um die vermeintliche Unpopularität der Nassauer in Norddeutschland zu erklären, wie nach einer Stecknadel — die nassauischen Soldaten sollen sich anno 1806 und 1807 als Nheinbundstruppen in Preußen besonders brutal aufgeführt haben. Die nassauische Brigade bildete damals die Garnison von Berlin und nahm später an der Belagerung von Kolberg Theil. Eine Thatsache, und zwar eine traurige, ist es ja, daß die Rheinbundstruppen in Norddeutschland sich nicht öblich benommen haben, ebensowenig wie seinerzeit im siebeu- ährigen Kriege die Preußen in Sachsen und Süddeutschland ; Deutsche haben gegen Deutsche leider zu oft häßlich gehandelt. Aber daß die Abneigung König Friedrich Wilhelms III. und seines Sohnes, Kaiser Wilhelms I. deshalb gerade auf den Nassauern hängen geblieben fein sollte, auf den 3000 Mann unter 200,000, vermag ich nicht zu glauben. Den Nassauern alle Unthaten in die Schuhe zu schieben, sodaß ein Theil unseres deutschen Vaterlandes heute noch mit Erbitterung und Abneigung auf sie blicken sollte, ist jedenfalls bis zum Aeußersten übertrieben.
Mir fällt dabei ein Beispiel ein, auch aus der Zeit von 1806 und 1807, ein Vorkommniß, bei dem auch König Friedrich Wilhelm III. und sein kaiserlicher Sohn eine Rolle spielen. Der Leser hat wahrscheinlich schon einmal Wildenbruchs „Mennonit" (nicht Menonit, wie der Dichter selbst schreibt) gesehen und darin die Mennoniten als selbstsüchtige, vaterlandslose Gesellen kennen gelernt, die nach der Schlacht bei Jena sich um Wohl und Wehe des Preußenstaates nicht kümmerten, sogar mit den Franzosen paktirten. Und das gerade Gegentheil ist der Fall, historisch erwiesen. Als die Königsfamilie, aller Mittel entblößt, nach Königsberg floh und die Weichselgegend passirte, da war es ein Mennonit.
— auch der Name ist erhalten: Abraham Nickel, — der 51,000 Thaler, die er in seiner Gemeinde gesammelt hatte, aus freien Stücken, dem Könige brachte, damit er nicht mit Weib und Kindern Noth leide. Der König hat das Geld genommen und es später wieder znrückgezahlt; er hat auch zeitlebens die Memioniten vom Kriegsdienste (da sie den Krieg als Mord betrachten) befreit; er hat es seinen Söhnen eingeprägt, gleich ihm zu verfahren, und, dankbar wie ihr Vater, haben König Friedrich Wilhelm IV. und Kaiser Wilhelm I. ihr Wort gleich jenem gehalten.
Wie durch die dichterische Freiheit Wildenbruchs eine brave Religionsgemeinschaft unverdient verdächtigt wurde, so ist vielleicht durch vage Legendenbildung irgendwo einmal über die Nassauer schlechtes Licht verbreitet worden. Daß aber die Nassauer in ganz Norddeutschland auch jetzt und fortdauernd in schlechtem Lichte stehen sollen, wiederholt gesagt, glauben wir Nassauer nicht. Und sollte es da und dort dennoch der Fall sein, nun, dann werden wir uns über menschlichen Unverstand trösten. Dr. C. Spielmann.
Aus Stadt und Kan».
Wiesbaden, 12. Oktober.
— VeschichtsKalender. 12. Oktober. 1893: f Arnold v. Kameke zu Hohenfeld in Pommern, früh. Kriegsminister. 1892: t Lothar Bucher zu Glion, deutscher Diplomat (* 25. Oktober 1817 zu Neustettin). 1870: Gefecht bei Epinal. 1859: f Robert Stephenfon, berühmter Baumeister, Verbesserer der Lokomotive (* 16. Dezember 1803 zu Wilmington). 1518: Luther verweigert zu Augsburg den einfachen Widerruf. 1492: Christoph Kolumbus entdeckt die Bahama-Jnseln. 1435: Agnes Bernauer, die Gemahlin Herzogs Albrecht von Bayern, in der Donau erttänkt. 1424: t Ziska v. Trocnow, Feldherr der Hussiten.
— Walhalla Feier. Zur Feier des zweijährigen Bestehender Walhalla veranstalten dieBesttzer und Letter des Etablissements am Samstag, den 14. Oktober, ein großes Fest, das nicht nur zum ersten Mal die Mitarbeiter bei der Errichtung und Einrichtung des Gebäudes und die näheren Geschäftsfreunde, fonbem auch die ständigen Gäste und Freunde des ft ungemein beliebten und angesehenen Unternehmens in groß« Zahl (mit ihren Damen) zu einem fröhlichen Abend ver- emigeu wird. Um eine Feier in großem Stil zu ermöglichen- läßt die Direktion des Walhalla-Theaters die Abendvorstellung an» fallen, sodaß tote bei den verschiedenen großen Festlichkeiten des verflossenen Winters auch diesmal die gesammten Theaterräumlichketten zur Verfügung der Theilnehmer stehen. Das Hans erhält festlichen Schmuck. An verlockenden Genüssen verschiedenster Art fehlt es nicht. Das Festessen wird die längst anerkannte kulinarische Letstungsfähigkeit des Etablissements in besonders Hellem Licht zeigen. Die Weine, sowohl die der ersten hiesigen Firmen wie auch die bewährten und neuerdings durch glückliche Neuerwerbungen vorzüglich ergänzten eigenen Marken der Walhallakellerei, versprechen auch den verwöhntesten Kenner vollauf zufriedenzustellen. Für Unterhaltung während der Tafel und des darauffolgenden Balles ist selbstverständlich bestens Sorge getragen worden. Hiesige und fremde Künstler, auch das ausgezeichnete Männergesangs - Quartett der Herren Alter, Gerhardt, Müller und Schuh hat seine schätzenswerthe Mitwirkung zugesagt. Das verstärkte Walhalla - Theater - Orchester wird konzertrren und zum Ball aufspielen. Auch Tischlieder mit besonderer Beziehung auf das Fest find bereits angemeldet worden. Die Theilnehmerliste (Preis des Couerts 3 Mk. 50 Pf.) liegt bi» Freitag Abend im Büreau des Walhalla-Theaters zum Einzeichnen offen.
— Keieuchtnng der Fahrräder. Die Rechtsschutz-Kommission des deutschen Radfahrer-Bundes macht in den Fachblättern eine Mittheilung über die schon wiederholt behandelte Frage wegen der Beleuchtung der Fahrräder bei Dunkelheit. In mehreren Zeitungen war darauf hingewiesen, daß es nach einer Entscheidung des Reichsgerichts nicht strafbar fei, wenn ein Radfahrer bei Dunkelheit ohne Laterne fahre, aber von zwei mit brennender Laterne versehenen Radfahrern in die Mitte genommen würde. Nach einer jetzt erfolgten Auskunft des Reichsgerichts giebt es jedoch eine solche Entscheidung nicht. Auch das Kammergericht hat keine derartige Entscheidung getroffen. Uebrigens wurde kürzlich wieder ein Radfahrer vom Kammergericht unter Aufhebung des frei- sprechenden UrtheilS der Strafkammer des Landgerichts Altona $u einer Geldstrafe von 1 Mark verurtheilt, weil er sein
Rad bet Dunkelheit unbeleuchtet geführt hatte. In der Begründung heißt es sonderbarer Weise: „Wie die Revision
mit Recht hervorhebt, kann bei Dunkelheit auch ein Fahrrad,
welches geführt wird und unbeleuchtet ist, für den Fußgänger- und Wagenverkehr Gefahr bringen." Die Laterne soll dem Publikum Schutz gewahren, damit es bei dem schnellen und lautlosen Fahren des Rades das Herrannahen desselben bemerken kann. Bei dem Fußgänger, her fein Rad schiebt, ist sie aber doch wohl kaum nöthig. Es müßten bann auch, genau genommen, Kinderwagen des Abends mit einer Laterne versehen fein. Hoffentlich macht die zu erwartende neue Polizeiverordnung über das Radfahren in Preußen der Verwirrung auf diesem Gebiet ein Ende.
@ Hellfarbige Briefumschläge sind ein berechtigter Wunsch der Post, der ebenso im Interesse des Publikums liegt. Die vielbeschäftigten Postbeamten müssen schnell und viel arbeiten. Bei ihrer schematischen Arbeit spielt das leichte Erkennen der Schrift eine wesentliche Rolle zur Deutlichkeit und somit zur Sicherheit. Bei der nun zunehmenden Arbeitszeit bei künstlichem Licht ist dieser Wunsch nur umso mehr der Berücksichtigung werth. Auf dem toeidjen geringwertigeren Briefumschlagpavier ist ferner das vermehrte (Sinfaugen der Tinte der Deutlichkett ungünstiger, als auf dem glatten Schreibpapier dies der Fall ist. Und doch hat die Adresse als das Wichttgste die größte Klarheit nöthig.
— Urber den GiftnbahnnufaU in Oberlahnstein am Sonntag erhalten wir folgende amtliche Mittheilung vom Vorstand der Könrgl. Eisenbahn-Betriebsinspektton 2 dahier: „Am Sonntag, den 8. d. MtS., fuhr auf Station Oberlahnstein eine leerfahrende Lokomotive einem Sonderpersonenzug in die Flanke, bei welcher Gelegenheit vier Personen geringe Verletzungen erlitten haben. Der Materialschaden ist unbedeutend.
o. Kesttzwechsel. Herr Friedrich Wilhelm o. Hnnteln au» Amsterdam hat von Herrn Philipp Rath die BillmbefitzuM
