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Wiksbckkner TagM

Verlag: Langgaffe 27.

Anzelgen-PreiSr

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10,500 Abonnenten

Mergen-Amgabe

aus betten man

öurzano, ca. 47 Jahre a 20. August 1874, Luigi M

anazza, geboren am

halten, in deren Gemarkung er liegt, geschenkt, und in der jüngsten

artleben', eine

Rationen, ist nun»

lenTannuS- ain-TaunuS*

Obst, das man abschüttelt, .... dirbt in jedem Fall sehr bald.

* Verschiedene Mittheilnngen. Im Basler Museum hat man die Böcklinschen Fresken so gründlichabgewaschen', daß stellenweise die weiße Wand zum Vorschein gekommen ist.

Sie that es schon oft, sie thut es auch heute Und legt das Scepter aus ihrer Hand Und wandelt, Erbarmen heischend, durch's weite. So zärtlich geliebte deutsche Land.

Des Schicksals Stürme hernieder brausten

Iüv öas 4. gmarfaC 1899 auf dar Wiesbadener Tagblatt" zu abonniren, findet sich Gelegenheit im Verlag Langgasse 27, bei den Ausgabestellen, den Ztveig-Lxpeditioiten in den Nachbar­orten und sämmtlichen deutschen Reichspostaustalten.

-r- Niedernhausen, 29. September. Dem hiesig! Klub" wurden auf der Generalversammlung desM,______________,

Klub', welche am vorigen Sonntag unter sehr zahlreicher Be­theiligung in Eppstein stattfand. 100 Mk. zur Renovirung deS sog.PionierthurmS" bei Ooerjosbach übenviesen. Der ge­nannte Thurm wurde bekanntlich vor einiges Jahren von Piönieren ans Kastel erbaut und hat deshalb auch feinen Namen bekommen. Bon der Militärbehörde wurde dattn der Thurm der Gemeinde Ehl-

^treino - Nachrichten.

Kurze sachliche Berichte werden bercitwilliast unter vieler Ueberlchrift ausgenommen.

* Der Männer-GesangvereinUnion" unternimmt morgen Sonntag, den 1. Oktober, einen Familien-Aitsflug nach Kloppen­heim in das GasthausZur Rose", Mitglied Goßmann, woselbst er bei Gesang, Vorträgen und Tanz einige recht vergnügte Stunden mit seinen Mitgliedern und Angehörigen verleben wird. Abmarsch um 2'1» Uhr vom Kaiser Friedrich-Platz.

* Die GesellschaftLohengrin" hält Sonntag, den 1. Oktober, von Nachmittags 4 Uhr an, eine humoristische Unterhaltung mit Tanz im SaalZum Burggrafen" (Waldstraße) ab.

« Jahrgang.

Erscheint in zwei Ausgaben. Bezugs-Preis: durch den Verlag 50 Pfg. monatlich, durch die Post 1 Mk. oo Pfg. vierteljährlich für beide Ausgaben zusammen.

Wohnt heute Verwüstung und Elend nur.

Der Bayern Land ist das Opfer worden Entfesselter Elemente Wuth, Nun dringt die Klage vom Süd' zum Norden Ans Ohr aller Brüder von deutschem Blut.

Wenn nun in des Vaterlands fernsten Gauen Zur Hülfe bereit sich der Deutsche regt. Hochherzigen Männern und edlen Frauen Der eine Wunsch nur das Herz bewegt:

Zu helfen dem heimgesuchten Genossen Von gleichem Stamm und gleicher Art, Zu trocknen die Thränen, welche geflossen. Zu bauen fein Heim, das zerstört ihm ward.

Dann hat auch die Kunst in erhab'nem Streben Zum Werk des Erbarmens das Ihre gethan. Dann sicherlich ist sie im irdischen Leben Viel mehr als ein trügerisch nutzloser Wahn.

Dann muß ein Jeglicher wobl erkennen

In ihr die wahrhafte Königin, Die nicht verschmähte, sich stolz zu nennen: Werkthätiger Liebe Dienerin.

Turnlehrer-Prüfung. Für die im Jahre 1900 in Berlin abzuhaltende Turnlehrer-Prüfung ist Termin auf Donnerstag, den 22. Februar k. I., und die folgenden Tage anberaumt worden. Meldungen der in einem Lehramt stehenden Bewerber sind bei der vorgesetzten Dienstbehörde spätestens bis zum 1. Januar 1900, Meldungen anderer Bewerber bei derjenigen Königlichen Regierung, in deren Bezirk der Betreffende wohnt, ebenfalls bis zum 1. Januar k. I. anzubringen.

Handelsregister. In das Gesellschaftsregister ist bei der hier domizilirten offenen Handelsgesellschaft in FirmaJob. Behr" vermerkt worden, daß die Gesellschaft infolge des Todes des Gesellschafters Harald Bagge aufgelöst ist, das Geschäft aber unter unveränderter Firma von dem früheren Gesellschafter Johann Behr fortgesetzt wird. Demnächst ist in das Firmenregister die FirmaJoh. Behr" zu Wiesbaden und als deren Inhaber der Möbelfabrikant Johann Behr ebenda eingetragen worden.

Die einspaltige Petitzeile für locale Anzeige« 15 Pfg., für auswärtige Anzeigen 25 Pfg. Reklamen die Petitzeile für Wiesbaden 50 Pfg., für Auswärts 75 Pfg.

züchter aus Erfahrung weiß, von den Witterungsverhältnisfen im letzten Frühjahr und Sommer ab. Es erfordert dieser Punkt ein reifliches Erwägen, ja, umschließt ein förmliches Studium. Lager­reise Obstsorten müssen im Oktober größtentheils schon abgenominen ein, doch mit haltbaren Winterbirnen kann man oft unbeschadet n manchen Gegenden den Ausgang dieses Monats ahwarten. In edem Fall suche man aber das Abfallen zu verhüten. Alles Obst, das sich halten soll, muß behutsam gepflückt werden. Zum Schiittel- obst, ob mit Kern oder Stein, taugen höchstens ganz geringe Sorten. 2 t...... ......t Saft pressen oder sie bald verkochen will. Edles

äschüttelt, bekommt Flecke, weiche Stellen und ver-

Steckbrieflich verfolgt werden der Händler August Brühl aus Staffel, geboren am 15. Juli 1839 daselbst, zuletzt hier, wegen Diebstahls, der Lehrling Franz Joseph Stenn er, geboren am 4. Dezember 1883 zu Laubenheim, der eine Gefängniß- ftrafe von 3 Monaten zu verbüßen hat, der Hausbursche Friedrich Heße, geboren am 27. Januar 1881 in Erfurt, zuletzt in Wies­baden, toegen Betrugs und Urkundenfälschung, die Grundarbeiter Guiseppe M o n z o n i, 20 bis 22 Jahre alt, Johann Machern, 17 bis 19 Jahre alt, Felix Combnrzano, 20 bis 22 Jahre alt, Georg Comburzano, ca. 47 Jahre alt, Angelo Cnirati, geboren, am 20. August 1874, Luigi Maunz za, geboren am 14. Mai 1876, wegen gefährlicher Körperverletzung, der Schlosser Christian Scharfenberg, geboren nm 16. Oktober 1874 zu Frauenbreilungen, zuletzt in Griesheim, wegen Betrugs, der Arbeiter Hermatm Tegtbauer, geboren am 1. September 1881 in Coldingen, wegen Hausfriedensbruchs und Uebertretunq der Gesindedienstpflichien, der Taglöhner Heinrich Ochs von Wies­baden, geboren am, 19. Oktober 1857 zu Samberg, wegen Dieb­stahls, die Prostituirte Viktoria Adams, geborene Wämser, ge­boren am 2. Januar 1873 zu Wenigumstadt, zuletzt hier, welche eine Haftstrafe von 5 Tagen zu verbüßen hat, und der Haus­bursche Albert Oeschger, geboren am 23. Oktober 1880 in Säckingen, zuletzt in Wiesbaden, wegen Unterschlagung.

Nachweis zu verlangen. Auch das Schöffengericht hat sein Unkenntniß des Jmpfgesetzes dadurch bewiesen, daß es nur einen Jrnpfarzt, also einen zur Impfung amtlich bestellten Arzt, als zur Ausstellung eines Ausschubzeugnisses be­rechtigt erachtete. Erst Herr Sanitätsrath Dr. Gleitsmatm hat, was das bemängelte Formnlar des Aufschubzeugnisses und wohl auch die übrigen Jrrthümer der beiden Vorverfügungen betrifft, Belehrung ertheilt und Freisprechung bewirkt. Es ist aber sehr bedauerlich, daß das Publikum durch solche Vorkommnisse behelligt wird, da schon das Zntpfgcsetz an sich eine in die persönliche sitt­liche Selbstbestimmung unnatürlich eingreifende Härte ist. Deshalb ist es dringend anznrathen, daß die Eltern genau wissen, was sie dabei zn thun haben und wozu sie berechtigt sind.

Hochachtungsvoll W. A. Seeurins.

* Zur Ergcnizung und Berichtigung des imTagblatt" vom 29. September, Morgen-Ausgabe, erschienenen Artikels über das Städtische ElektrieitätSwerk bemerken wir, daß die zeit­weilige Störung am Montag Abend nur in einem kleinen Theil unseres gefammten Stromnetzes eintrai und daß dieselbe nicht in der elektrischen Centrale an der Mainzerstraße, sondern bei einem Konsumenten in der Stadt entstand. Was das VetriebSpersonal der elektrischen Centrale betrifft, so wollen wir nur kurz erwähnen, daß von den zehn Maschinisten und Heizern sieben Leute feit der Inbetriebsetzung des Werkes im April 1898, drei seit September vorigen Jahres und einer seit 1. Juli dieses Jahres in Stellung sind. Dies beweist wohl zur Genüge, daß von einerUnzufrieden­heit" unserer Angestellten nicht die Rede sein kann, sondern daß das Gegentheil der Fall sein dürfte.

Stabt. ElektrieitätSwerk ElektrieitätS-Mien-Gesellschaft vorm. W. Lahmcyer u. Co.

(!) Kleb eich, 28. September. Nach einem Beschluß der evangelischen Kirchengesangvereine von Wiesbaden, Biebrich, Schierstein, Dotzheim und Sonnenberg sollen in Zukunft ab­wechselnd in den fünf Gemeinden gemeinsame gottesdienstliche Auf­führungen fiattfiuben, an welchen sämmtliche genannten Vereine theilnehmen. Die erste berattige Ausführung findet nächsten Sonntag, den 1. Oktober, Nachmittags 5 Uhr, in der Kirche zu Biebrich statt, und wird sich als zweite eine solche in der Kirche zu Schierstein am 15. Oktober entschließen. Der Termin für die anderen Gemeinden ist noch nicht bestimmt.

Üierstadt, 29. September. Morgen begeht Herr Erl- meier auf der BrauereiFelsenfester" fein 25-jähriges Bentfs- jubiläum. Abends findet, veranstaltet vom Prinzipal und seinen Kollegen, eine solenne Feier zu Ehren des Jubilars statt. Herr Kaufmann Reifenberger und dessen Ehefrau, geb. Meyer, feiern kommenden Sonntag das Fest der silbernen Hochzeit.

-ff- Käfterstein, 28. September. Durch einenGaunerstreich wurde dem Schiffer Chr. Steinheimer dahier ein beträchtlicher Schaden zugefügt. Zwei Herren, angeblich Wiesbadener, mieteten demselben ein Boot zu einer Ruberfahrt ab und Schiffer und Schiffchen waren nicht mehr zu sehen. Das Boot, das recht werthvoll ist, ist gelb, grün und roth angestrichen und trägt neben seinem Rainen Siegfried" auch den Namen des Eigenthümers, Chr. Steinheimer in Schierstein. Alle Nachforschungen nach dem Boote find bis jetzt ohne Erfolg gewesen.

Noch heim, 27. September. Das Schauturnen des hiesigen Turnvereins verlief trotz der ungünstigen Witterung in der schönsten Weise. Die Turner boten ihre ganze Straft auf und brachten mehrere Musterriegen, sowie Stabübungen und Keulen­schwingen in tadelloser Weise zur Aufführung. Nicht wenig zu dem Gelingen trugen auch die Gesangsvorträge der anwesenden Gesang­vereine bei. DaS mit dem Schauturnen verbundene Preisturnen ergab ein recht günstiges Resultat, indem an 7 aktive Turner und 9 Zöglinge Preise vertheilt werden konnten. Es erhielten u. A. von den Turnern den 1. Preis mit 64''s Punkten August Rossel, den 2. Preis Wilhelm Klee und den 3. Preis Fritz Fischer. Unter den Zöglingen wurde der 1. Preis Ludwig Martin zuerkannt. Die Preisvertheilung fand Abends statt und wurde von Herrn Philipp Hescher Dorgcuommeu. An das Schauturnen schloß sich ein Ball an, bei welcher Gelegenheit die Gesangriege des Turnvereins Proben ihres Könnens ablegte und für Unterhaltung sorgte.

Aus Kunst und Leden.

Prolog.

Verfaßt und gesprochen von Otto Kienscherf in der WohlthätigkeikS- Borstellung zum Besten der Ueberschwemmten in Bayern im Residenz- Theater am 29. September 1899.

Hoch über der Zeiten Kommen und Geh'n Thront, unbegreiflich dem irdischen Sinn, Seit Ewigkeit auf leuchtenden Höh'n Das Schicksal, die hehre Gebietettn.

Heil uns, wenn sie in beglückender Milde L' Erhebt die Freuden spendende Hand, Wenn weithin über der Menschen Gefilde Der Segen die schimmernden Schwingen spannt.

Doch wehe den Sterblichen, wenn verzehrend Serab die Flamme des Zornes fällt

nd wenn vergebens bas Unheil beschwörend Der Schrei der Noth durch die Lüfte gellt.-

Wie wäre so ttostlos des Daseins Härte, Wenn nicht einer höheren Weisheit Macht, Su heilen die Wunden vom Schicksalsschwerte, >aS Mitleid herab auf die Erde gebracht.

DaS Mitleid! Auch jüngst ertönte sein Rufen

So flehend heiß gleich einem Gebet Hinauf selbst, wo auf güldenen Stufen Die Kunst in sonniger Hoheit steht.

Und sie, die Herrscherin sonder Gleichen, Empfand ihn als heiliges Pflichtgebot Und stieg hernieder, die Hand zu reichen Zur Linderung menschlicher Schicksalsnoth.

Stimmen nno dem Publikum.

(Für Veröffentlichungen unter dieser Ueberschrift übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.)

* Geehrte Schriftleitung! Gestatten Sie mir einige Worte betreffs Ihrer Verössentlichung über den ProzeßWegen Ueber- tretuug des Jmpfgesetzes". Als Verfaffer des 1887 er­schienenen und in zweiter Auflage durch denImpfzwang-Verein" in Dresden herausgegebenenLeitfaden für Jmpfqegner" finde ich gleich im Anfang des geschilderten Herganges der Anklage entweder eine Ungenauigkeit in den Zeitangaben, oder wenn diese richtig sind, also das Kind 1897 geboren ist und im Frühjahr 1898 schon die polizeiliche Aufforderung zum Nachweis der Impfung erfolgte, so ist letztere Zumuthung nicht auf Grund des Jmpfgesetzes erfolgt. § 1 des Jmpfgesetzes lautet: Der Impfung mit Schutzpocken sollen unterzogen werden: a) jedes Kind vor dem Ablaufe des auf sein Geburtsjahr folgenden Kalender­jahres" re. Demnach hatte die Polizei, wenn das Kind 1897 geboren ist, erst Anfang 1899 die Befugniß, einen Jmpf-

Die Darmstädter Ortsoerbände der Pensionsanstalt Deutscher Journalisten und Schriftsteller, sowie der Genossenschaft deutscher Bühnenangehörigeu veranstalten am 4. November zum Besten der beiden Peusionskassen ein großes Wohlt Hörigkeit s- f e ft. An der Spitze des Couiitös stehen die Herren Hofschauspicler G. H. Hacker und Redakteur R. Ramspeck. Die Darmstädter haben vor zwei Jahren bereits ein großes, sehr ertragreiches Fest für den gedachten Zweck arrangirt. Hoffentlich haben sie diesmal den gleichen Erfolg.

Nach einem Vortrag des Professors Dr. Kehrbach-Berlin über die Veröffentlichungen der Gesellschaft für deutsche Erziehnngs- und Schulgeschichte faßte die Versammlung der Philologen und Schulmänner in Bremen eine Resolution, in welcher die hohe Bedeutung der im großen Stile betriebenen und von Professor Dr. Kehrbach gegründeten und geleiteten wiffeiischaftlichen Unter­nehmungen der Gesellschaft anerkannt und der Reichsregierung und dem Reichstag der Dank ausgesprochen wurde für ihre thatkräftige Forderung der Bestrebungen der Gesellschaft.

Der siebente Jahrgang derKollektion H Auswahl der hervorragendsten Romane aller mehr mit immer sich erhöhendem Beifall der Lesewelt abgeschlossen und der achte Jahrgang hat soeben zu erscheinen begonnen. Die fortschreitende Beliebtheit derKollektion Hartleben" spricht dafür, daß das romanlesende Publikum in dieser Sammlung feinen Ge­ichmack getroffen und sich durch die gebotene Lektüre befriedigt fühlt.

Wien soll ein neues Volks-Theater am Stubenring erhalten. Ein Parterresitz wird dann nur 40 Kreuzer kosten. 200,000 Gulden wurden zu den Baukosten, die auf 900,000 Gulden veranschlagt werden, bereits gestiftet.

Aus Stadt und KanÄ.

Wiesbaden, 30. September.

Geschichtsltalendrr. 30. September. 1870: Kämpfe bei Villejnif, Chevilly und Thiais gegen die Pariser Ausfallarmee. 1811: * Augusta, deutsche Kaiserin, Gemahlin Kaiser Wilhelms I., zu Weimar. 1745: Sieg Friedrich des Großen bei Soor. 1681: Straßburg fällt durch Verrath Egon von Fürsteilbergs an Frankreich.

Flirdner-Feler. Am 21. Januar nächsten Jahres sind tOO Jahre verflossen, daß Dr. theol. Fliedner zu Eppstein geboren wurde. Fliedner ist der Vater des Diakonissenwesens und hat es verdient, daß an seinem 100-jährigen Geburtstage feiner ehrend gedacht wird. Im Konsistorialbezirk Wiesbaden, dem der wett- oerühmte Mann entstammt, soll der Tag besonders festlich be­gangen werden. Herr Generalfuperintendent D. Maurer hat die Sache in die Hand genommen.

o. Die Tranerfeier für die StistSdame Fräulein Pauline v. Scherff fand gestern in deren Wohnung, Adelheidstraße 1, statt. Zu derselben hatten sich mit den Angehörigen der Per- ftorbenen Se. Kgl. Hoheit Prinz Bernhard v. Sachsen-Weimar, I. Durchlaucht Frau Prinzessin v. Schaumburg-Lippe, Se. Durch­laucht Prinz Nicolas v. Naffan, Freifrau v. Knoop nebst den Übrigen Damen vom Vorstand desVaterländischen Franen- Verem", dem die Verstorbene angehörte, Herr Oberbürgermeister Dr. v. Jbell, Se. Excellenz Herr Viceadmiral Werner u. A. vor dem mit den kostbarsten Blumenspenden über und übet bedeckten Sarge eingefunden. Herr Dekan Bickel t hielt die Leichenrede. Frau Baronin v. Knoop, eine langjährige Freundin der Verstorbenen, hatte zur Vespannung des Leichen- P wagens zwei ihrer russischen Rapphengste und zur Führung des Wagens ihren altbewährten Kutscher Herrn Brack zur Verfügung gestellt.

E Eine Kanernregrl prophezeit für Oktober eine ange­nehmere Witterung, als sie uns der September brachte. Dieselbe lautet: Ist der September wann und heiter, so kann man auf einen sehr regnerischen und stürmischen Oktober rechnen, während ein nasser und kalter September auf einen schönen und milden Oktober, wenigstens in den ersten Wochen, schließen läßt. Hoffentlich tritt diese für Obst- und Kartoffel-Ernte so nöthige Witterung ein.

U In der Fortbildungsschule für Mädchen (Volks- t sidungs-Verein) haben bereits die verschiedenen Kurie wieder be­gonnen. Bis Ende nächster Woche ist jedoch noch Eltern, Vor- - imindern und Lehrherren Gelegenheit geboten, die in ihrer Obhut befindlichen Mädchen zu deren weiteren Ausbildung daran Theil nehmen zu lassen. Wir machen Jnteresseiiten auf die betreffende Anzeige int heutigen Morgenblatt aufmerksam. Besonders weisen wir darauf hin, daß der Unterricht im Englischen, der die Be­fähigung der Schülerinnen zur Bedienung englisch redender Geschäfts­kunden bezweckt, keinerlei Vorkenntnisse erfordert. In coulanter Weise erläßt der Volksbildungs-Verein auf Ansuchen Minder­bemittelten das Schulgeld. Möchten noch recht viele junge Mädchen zu ihrem eigenen Besten von der segensreichen Einrichtung dieser Kurse Gebrauch machen.

U uc. Das Abnehmen des Obstes wird, so weit es die edleren Sorten angeht, gern etwas hinauSgeschoben. Hier gilt es M jedoch, den rechten Zeitpunkt abzupassen. Während die Sommer­birnen, Aepfel und alles frühe Stein- und Beerenobst vollkommen reif sein müssen, ehe sie Dom Baum und Strauch genommen werden, muß man beim Obst, das auf dein Lager Nachreifen soll, sehr genau aufmerken, um den richtigen Zeitpunkt abziipaflen. Zu W^früh abgenommenes Winterobst, namentlich Aepfel und 33tmen, [ welken leicht und bleiben hart; zu spät abgenommenes schmeckt I:.. Mehlig, saftlos und verdirbt auf dem Lager besonders schnell. Der I j Zeitpunkt der Abnahme hängt auch, wie jeder Gartenbesitzer und Obst- I

für die Abend-Ausgabe bis 11 Uhr Vormittags, für die Morgen-Ausgab« bis 3 Uhr Nachmittags, nächsterscheinenden Ausgabe wird fehlt Gewähr übernommen, jedoch nach Möglichkeit Sorge getragen.

Für die Aufnahme später eingereichter Anzeigen zur

N-. 457,

Fernsprecher N». 52. Samstag) ben 30. September.

Fernsprecher No. 52.

1899.