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1899
Samstag» den 16. September.
N-. 434
Fernsprecher No. 52.
Fernsprecher No. 52.
Abend-Ausgabe
(Nachdruck verboten.)
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revolutionären, gegen Militarismus
und Klerikalismns an»
kämpfenden Elemente versammelt. Zur Grundlage der
neuen Aktion sollen nun die
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gewesen wäre. Die Partei leidet nun einmal unheilbar an der Verschiedenheit der Interessen, die sie durch die Betonung des konfessionellen Gedankens nur mühsam zusammen zu halten vermag. Das Wort des Grafen Strachivitz: „Das Centrum wird agrarisch fein, oder cs wird nicht fein", mar gewiß eine starke Neberhebnug, aber daß sie gewagt werden durfte, zeigt, wie groß die Gegensätze sind. Das Centrum ist zweifellos zu einem Theil agrarisch, zu einem anderen Theil aber bestimmt nicht. Städtische, industrielle, .großbürgerliche Interessen in Verbindnng mit der Rücksichtnahme auf die noch nicht der Socialdemokratie verfallenen katholischen Ärbeitcrschichten bilden ein Gegengewicht gegen die agrarische Richtung in der Partei, und aller Pomp der Katholikentage kann nicht verhindern, daß diese tiefgehenden Konflikte bei jeder Gelegenheit hervorbrechen. Darum hat das Ccntrum nicht vermocht, die Kanal-Vorlage durchzubringen, und darum spaltete es sich in der Frage der Zuchthaus-Vorlage. Das Schauspiel, das die Partei im Reichstag gewähren wird, wenn über dies Zuchthausgesetz entschieden werden soll, wird doppelt interessant dadurch sein, daß zwischen die erste und zweite Lesung die vielberufenen Wahlkompromisse zwischen Centrum und Socialdemokratie in Bayern und Baden gefallen sind. Diese Kompromisse haben etwas Zwingendes für Diejenigen, die sie abgeschlossen haben, natürlich aber nicht für jene Centrumsmitglieder, die mit ihnen nicht einverstanden gewesen sind, und hierzu gehört ein ansehnlicher Theil der norddeutschen Mitglieder, wie sich bereits in den Centrumsblättern nördlich des Mains gezeigt hat. Differenzen zwischen den verschiedenen Flügeln des Centrums in Bezug auf die Zuchthausvorlage werden deshalb eine ganz andere Bedeutung haben müssen, als wenn jene Vorgänge in Sud- deutschland unterblieben wären. Von einem Standpunkt ans, auf dem man die Gesundung unserer Parteiverhältnisfe durch das Ausscheiden der konfessionellen Frage wünschen muß, könnte es selbstverständlich nur hoch willkommen sein, wenn sich das Centrum in sich selbst gewissermaßen nulli- sizirte. Aber diese Partei stirbt nur langsam, und so wird es sich bei aller gebotenen Bewerthung der trennenden Momente doch empfehlen, das Centrum nicht schon zu den Todten zu werfen.
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angeblich im Kriegs- r Ministerium in Berlin befindlichen, Esterhazys Schuld be- k weisenden Schriftstücke dienen. Der Ort der Handlung, wo | sich der fünfte Akt der Drcyfus-Tragödie abspielen soll, ist
47. Jahrgang.
Erfcheint in zwei Ausgaben. — Bezugs-PreiS: durch den Verlag 50 Pfg. monatlich, durch die Post 1 Mk. 60 Pfg. vierteljährlich für beide Ausgaben zusammen.
k noch unbestimmt; es mag vielleicht — falls bisher nicht f- Gerechtigkeit gegeben wird — Versailles fein, wo am § 23. November Zolas Prozeß stattfinden soll, und wo auch k Labori seine in Rennes unterdrückte Rede sprechen wird. [ Wie in seinem berühmten: „J’accnse“, so verkündet Zola ■ auch in seinem neuen Kampfruf, die Wahrheit sei im An- zug, er befürchtet nur, daß sie nicht in Gestalt eines Blitz- k fchlags der rächenden Nemesis von jenseits des Rheins f Liederfallen möge.
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Was weiter?
Unser Pariser vr-Korrespondent schreibt uns:
Die sonderbare Ruhe, die nach furchtbarem Gewitter- - toben plötzlich über Paris angebrochen, dauert fort, doch hat sie etwas Beängstigendes an sich. Man könnte die gegenwärtige Lage mit einem tiefen Gewässer vergleichen, unter dessen ruhiger Oberfläche zwei entgegengesetzte Ströme kreisen. Und noch immer schwankt die Wagschale zwischen Frieden und Krieg. Zum Frieden neigt die weitaus überwiegende Mehrheit; hierher gehört vorerst die große Menge Derjenigen, die sich der Affaire gegenüber von Anfang bis Ende gleichgültig verhielten und nun ungeduldiger als je fordern, daß man sie in Ruhe laste; hierher gehört auch ein Theil jener „Intellektuellen, welche zwischen den Zeilen des Urtheils- spruchs den geheimen Gedanken der Richter gelesen, den quälenden Zweifel verstanden, der ihre Seele bewegt; hierher gehört endlich auch — und dies ist für den Ausgang der Angelegenheit von wichtiger Bedentnng, die Familie des Dreyfus, die den unglücklichen Helden der unseligen Tragödie ehestens dem Ort seiner Leiden entrücken möchte, um ihn die kurze Lebensfrist, die ihm bei seiner untergrabenen Gesundheit noch bescheert ist, in Ruhe, und unter zärtlicher Sorgfalt der ©einigen vollenden zu lasten. Das Mittel, r das zur Erreichung des gemeinsam angestrebten Zieles, der endlichen Ruhe, allen betheiligten Elementen am geeignetsten -- erscheint, ist die Begnadigung des Verurtheilten. Von allen Seiten wird der Regierung diese Maßregel unterschoben, die, einer aus glaubwürdiger Quelle kommenden Nachricht zufolge, beschlossene Thatsache sein soll. Ist Dreyfus _ einmal frei, und wird er sich klüglich allen ihm etwa zu- gedachten sympathischen Kundgebungen entziehen — so folgert man —, bann wird man noch einige Tage vielleicht den hohlen Lärm der um den teeren Käfig in die Luft ; schlagenden Schwerthiebe der Nationalisten vernehmen, worauf bann endgültige Ruhe eintreten wird. Was dem Verlangen nach Frieden in den weiten Kreisen der Bevölkerung noch besonderen Nachdruck verleiht, das ist die Angst, daß das große Fest, durch welches Frankreich sein r Zabrhuudert der Freiheitskämpfe, der ernsten Arbeit und vorwärtsstrebenden Wissenschaft feiern will, nicht kläglich mißlingen möge. Von allen Seiten laufen Nachrichten ein, welche ein Fernbleiben-Wollen des Auslandes von der Weltausstellung infolge des Ausgangs der Affaire verkünden. Ungarische Zeitungen warnen die Aussteller, sich nicht in ein fo unsicheres Land wie Frankreich zu wagen; dem „Berliner Tageblatt" zufolge soll im Berliner Gemembe- rath das Zurücktreten von der Theilnahme an der Ausstellung beantragt werden; aus den Vereinigten Staaten werden tadelnde Kundgebungen gegen das Renner Urtheil gemeldet, am lautesten aber ertönt aus England der Ruf: : „Boykottirt die Ausstellung l Boykottiri Frankreich, boykottirt die französische Waarel Es wäre allerdings übertrieben, wollte man diese Ausbrüche des empörten Moralgefühls allzu ernst nehmen und die Erfüllung aller Drohungen befürchten. Es wurden für die Theilnahme an bet Ausstellung allerseits viel zu große Opfer gebracht, und — wie ein Sprüchwort sagt — man schmollt nicht lange mit seinem Magen. Wenn ad« manche Blätter es versuchen, das - Ausland zu überreden, daß nicht Frankreich Dreyfus i verurtheilt habe, sondern eine einzige Stimme, - und daß man sich wegen einer elenden Menschenstimme, welche nein statt ja gesagt, nicht mit 40 Millionen L Leuten überwerfe, so muß man doch über die Oberflächlichkeit dieses Ausspruchs staunen und Zolas in seinem gestern vcr- » öffentlichten „Fünften Akt" geäußerten Worten beistimmen: t »e§ ist dies ein Geständniß der Niedrigkeit, über welche die ganze Menschheit erröthen wird." .... und „eine Nation, I welche ein solchesZeugniß ihres moralischen und intellektuellen : Zustands der civilisirten Welt bietet, muß in einer furchtbaren Krisis begriffen fein". Zola macht sich auch zum ; Vorkämpfer jener Richtung, welche zur Fortsetzung der - Campagne strebt und welche auch unter ihrer Fahne alle
Deutsches Keich.
Kerlin, 15. September.
-r. Die Lippesche Thronfolgefragr ist durch den Dresdener Schiedsspruch vom 22. Juni 1897 aus der Reihe der politischen Tagesfragen ausgeschieden. Das Recht des Grafen Ernst zur Lippe-Biesterfeld auf Regentschaft und Thronfolge steht nach dem Schiedsspruch fest, freilich nur für seine Person und nicht für seine Söhne. Nach dem Tod des jetzigen Regenten würde also der leidige Zwist wieder aufleben, aber es ist hoffentlich noch lange bis dahin, und man hat jedenfalls für jetzt feine Veranlassung, bett Kern bes Streitfalls abermals unter bie Lupe zu nehmen. Dies sollten sich auch bie Gegner der Ansprüche des Grafen Ernst gesagt sein lassen, jedoch sie wollen sich nicht beruhigen. Im jüngsten Heft der „Deutschen Juristenzeitung" samnielt Professor Labanb mit vergnügtem Eifer alle möglichen und, man möchte beinahe sagen, auch alle unmöglichen Zeugnisse, mit denen bewiesen werden soll, daß der Dresdener Schiedsspruch auf einer falschen Voraussetzung beruht. Denn er wurde gefällt auf Grund der Annahme, daß bie Stammmutter ber Biesterfelder Grafen, die vielgenannte Modeste v. Unruh, dem alten adligen Geschlecht v. Unruh angehöre. Dies nun soll nicht zutreffen. Wir möchten den Lesern nicht zumnthen, den seltsamen Schnüffeleien nachzugehen, mit denen tiefsinnige Gelehrte herausgebracht haben, daß es da im Hause Unruh vor beinahe 200 Jahren ein bischen sehr unruhig zugegangen ist, daß es da Romane gegeben hat mit Leuten wie einHufschmieb, ein „Junggeselle", eineHebamme als Mitspielern zweiten, und dritten Grades. Sogar ein regelrechter Mord findet sich vor, Todesstrafe, Fluch, Begnadigung und was sonst zu derartigen spannenden Geschichten gehört. Ergebniß: Die ehrenwerthe Modeste v. Unruh hat keine reine Ahnentafel aufzuweisen. Schrecklich! Aber es ist nun mal so. Wenigstens behauptet dies Herr Kekulo v. Stradonitz in seiner Schrift „Ueber die Eltern des Karl Philipp v. Unruh"; und Herr Kekulo v. Stradonitz ist eine Zier der Juristenzunft trotz der beträchtlichen Abfuhr, die ihm Professor v. Seydel in München hat angedeihen lassen müssen. Auch ein uns nicht näher vorgestellter Dr. Vincenz Pinsker, im Verein mit Professor Schön in Jena, haut mächtig auf bas Dresdener Schiedsgericht los. Ein wahres Glück, daß alle diese starken Männer von Laband bis Schön die Sache lassen muffen, wie sic ist. Modeste v. Unruh wird sich in ihrem Schlaf jedenfalls nicht stören lassen.
L. Vom Ceutrum.
Mit ungetvöhnlicher Ueberchiftimmung wird in den Parteien (das Centrum natürlich ausgenommen) über bie so plötzlich erwachte sonberbare Reiselust des Herrn Lieber ge- urtheilt, die diesen „Führer" feiner Partei gerade jetzt bis nach — Kiciutschou führen soll. Die Auffassung ist allgemein die, daß Herr Lieber mit diesem zeitweiligen Verschwinden von der politischen Bühne die Verlegenheiten maskiren möchte, in die er sowohl im Reichstag wie int Abgeordnetenhause gerathen ist. Er hatte sich anheischig gemacht, zwar nicht mit ausdrücklichen Worten, doch aber deutlich erkennbar, bie Schwierigkeiten zu überwinden, die aus ber Verkoppelung der Kanal-Vorlage mit ber Genteinbe- wahlreform erwachsen waren, uttb die Welt weiß, wie kläglich er bannt gescheitert ist. Im Reichstag halte Herr Lieber mit am heftigsten gegen die Zuchthaus- Borlage gesprochen, und jetzt kommen das Mißtrauen ber Socialdemokraten unb die Hoffnungen ber Konservativen barin überein, baß auch im Centrum bie Neigung gestiegen ist, diese Vorlage nicht vollständig zu verwerfen, sondern durch irgend ein „Kompromiß" die maßgebende Stelle zu versöhnen, zugleich aber dem Centrum die verloren gegangene Festigkeit seiner politische» Gesammtstellung zurückzugewinneu. Nebenbei mag es Herrn Lieber auch nicht behagen, in Sachen der Militärforberungen, bie bekanntermaßen nur vertagt und nicht aufgegeben worben sinb, erneut ein nn- baukbares Vermittleramt ausüben zu sollen. Alle biese Dinge sind nun selbstverständlich nicht darum von Interesse, weil der pathetische Herr Lieber mit ihnen in Verbindung steht, sondern sie haben ihre Wichtigkeit, weil sie auf die eigenthümlichen Zustände im Centrum selbst Helles Licht werfen. Der Abg. Lieber ist nicht das Centrum, und das Centrum ist nicht der Abgeordnete Lieber. Fühlt sich dieser Mann zur Führerrolle doch nicht berufen (es würde freilich mehr Einsicht dazu gehören, als wir ihm gt;trauen), so brauchte die Centrumspartci als solche und im Besonderen die Centrumsfraktion dadurch nicht weiter berührt zn werden, wenn es nicht eben so läge, daß die Rathlosigkeit jenes Herrn in Wahrheit der zutreffendste Ausdruck für die Verworrenheit der Lage in der Partei selber ist. Nicht Herrn Liebers Schuld ist es, daß cs so steht, sondern auch eine stärkere Intelligenz hätte hier wohl nichts auszurichten vermocht. Eher sogar kann man Herrn Lieber das Zeugniß ausstellen, daß er immerhin im Stande gewesen ist, die Stellung des Centrums länger zu sichern, als es im natürlichen Verlauf ber Dinge sonst wohl möglich
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* ßof- und personal Nachrichten. In dänischen Hofkreisen verlautet, König Georg von Griechenland werde an den schwedischen Jagden theilnehmen und dort mit Kaiser Wilhelm zusammentreffen. — In Posen hat sich ein förmliches grage- und Antwortspiel darüber etablirt, wer der Nachfolger des berpräsidenten v. Wilamowitz-Möllendorff werden dürste. Unter den Kandidaten, die von der geschäftigen Fama genannt werden, sind der frühere Kultusininister Dr. Bosse und der Landeshauptmann v. Dziembowski.
* Warim-Maschmengemehr. In der Bewaffnung giebt es noch weniger als in anderen Dingen einen Stillstand; das beweisen die von den Jägerbataillonen zum ersten Mal ins Manöver initgesührten Maxim-Maschinengewehre. Die Bezeichnung scheint nicht ganz günstig gewählt, denn sie deutet halb und halb auf eine Handfeuerwaffe hin, von der das Maschinengewehr weit entfernt ist. Der Gewehrlauf, der dem des Jnfanteriegewehrs entspricht, liegt in einem Laufmantel, der dem Gewehr das äußere Ansehen eines Geschützes giebt. Dieser Eindruck wird noch dadurch erhöht, daß der ganze Mechanismus auf einer mit Pferden bespannten Lafette befestigt ist. Zu beiden Seiten des Gewehrs und bie Munitionskasten mit den Patronen. Der Schütze, der durch ein an der Waffe angebrachtes Panzerschild mit Bisirschlitz gedeckt ist, tritt zwischen die Gabeldeichsel und handhabt von hier aus die Waffe. Diese kann auch auf einem Handpferd untergebracht werden, dessen eine Seite das Schießgeftell (eine Art Dreifuß), dessen rechte das auseinander genommene Gewehr aufnimmt, während der Mnnitionskasten auf dem Rücken des Pferdes auf einem besonderen Tragfeffel befestigt wird. Für den Gebirgskrieg wichtig erscheint die Möglichkeit, daß das Maximgewchr auch von einem einzelnen Mann auf dem Rücken getragen werden kann. Das von den Jäger-Bataillonen mitgeführte Maxim-Maschinengewehr wird von Artilleristen gefahren und von Jägern bedient. Die Feuergeschwindigkeit der Waffe ist wahrhaft unheimlich: Zehn Schuß in der Sekunde — sechzig Schuß in einer einzigen Minute werden dadurch erreicht, daß das Oeffnen und Schließen des Gewehr- verschlusses, das Herausziehen und Zuführen der an einem Gurt aufgereihten Patronen durch das Gewehr besorgt wird.
♦ Rückgang des Kleinbetriebs im Kraumewerbr. Im norddeutschen Brausteuergebiet waren vom 1. April 1897 bis 31. März 1898 6818 gewerbliche Brauereien in Betrieb, davon waren 3861 obergährige und 2957 untergärige. Verblaut wurden
* Gewerbliche Fortbild,ingsschnlen. Der Minister für Handel und Gewerbe hat unterm 31. v. M. an die Regierungspräsidenten einen längeren Erlaß, betreffend die Einführung der ortsstatutarischen Schulpflicht bei den gewerblichen FortbildmigS- fchulen, gerichtet. Es heißt darin zum Schluß: Zweifellos sind die meisten jungen Leute, die mit 14 Jahren Sie Volksschule verlassen, weder nach ihren Kenntnissen, noch nach ihrer Charakterbildung reif für das Leben. Bei der vorhandenen unb immer noch zunehmenden Lockerung des Verhältnisses zwischen Arbeitgebern und Arbeitiiehmern besteht die Gefahr, daß sie nach ihrer Entlassung aus der Volksschule jeder erziehenden unb unterrichtenden Einwirkung entbehren. Hier erwächst für die Fortbildungsschule die Pflicht, die entstandene Lücke auszufülle», auf Geist und Charakter der Jugend günstig einziiwirken und sie gegenüber den in mannigfacher Form auf sie einbringenben Verlockungen widerstandsfähig zn macheil. Dieter Aufgabe kann sie aber nur dann genügen, wenn ihr nicht nur die Lehrlinge einzelner besser gestellter Gewerbszweige ober einzelner einsichtiger Arbeitgeber, sondern wenn ihr bie ganze breite Masse des gewerblichen Nachwuchses zugeführt wird."
