Viesbckkm (Matt
49. CYX < ft MM
Verlag: Langgasse 27.
16,000 Abonnenten
U-. 356.
Mittwoch, brn 2. August.
Fernsprecher 9it>. 52.
1899
Fernsprecher W». 52^
Abend«Ausflahe
schon deshalb erhoben worden, damit der Uebelstand ver- H^u licgcnden Schiffe, darunter auch das dänische Panzerschiff HS,,I w-rd-. dai »°ch schulpffichügc !>Ind» mS G-stnz»ii ! »iS»
Diese Erhöhung des Strafmündigkeitsalters ist aber nicht nur eine Forderung der Kriminalpolitiker, sondern aus leicht begreiflichen Gründen auch Derjenigen, welchen die Erziehung unserer Heranwachsenden Jugend anvertraut ist. Diese Forderung ist von den Philologen seit langer Zeit
m . S-f- «nd Personal-Nachrichten. Der Kaiser ist an Bord der „Hohenzollern" gestern Mittag 12 Uhr im Kieler Hafen eingetroffen. Das in See befindliche Geschwader und säinuitliche
Sie, meine Herren, haben natürlich — mild, wie Sie sind, und immer bestrebt, selbst dem thatsächlich Bösen noch eine gute Seite abzugewinnen — gleich zwei Entschuldigungen oder doch Erklärungen zur Hand, und Sie schütteln über« dies wieder einmal über den brummigen, nörgelnden Meergreis die Redaktionshäupter.
Ich kenne aber beide Erklärungen bezw. Entschuldigungen im Voraus und will sie daher auch gleich widerlegen:
Erstens werden Sie mir entgegenhalten: Frankreich ist nun einmal das Land der sogenannten feineren Küche, dir Ursprungsstätte der Kochkunst. Es ist ganz natürlich, daß daher deren Kunstbegriffe sich französisch am besten wicder- geben lassen.
Zweitens werden Sie mir sagen: „Verehrter Meergreis, Ihr Wiesbaden ist nun einmal ein internationales Bad, und die vielen Ausländer, die mit Ihnen.speisen, würden eine deutsche Speisekarte schwer oder gar nicht verstehen."
Ich gebe darauf feierlich zu Protokoll:
Erstens ist unsere heutige Kochkunst international; die englische und auch die deutsche, ja auch die italienische Küche haben zu ihrer Ausbildung und Entwickelung recht wacker beigetragen.
Zweitens sind thatsächlich alle Küchenausdrücke zwanglos auf deutsch wiederzugeben, wie unter Anderem die Speisekarten am Hofe unseres Kaisers beweisen, die seit dessen Regierungsantritt stets ganz deutsch abgefaßt sind. Wobei ich einschalteu möchte, daß es mir ganz gleichgültig wäre, ob es z. B. „Sauce"' oder „Salse" oder „Tunke" auf einer deutschen Speisekarte heißen soll, was ja wohl den Gelehrten viel Kopfzerbrechen verursacht hat; denn auch das Wort „Sauce" hat meines Erachtens in unserer Sprache bereits Bürgerrecht erlangt.
Drittens ist Wiesbaden zwar in gewissem Sinne ein internationaler Kurort. Aber die an Zahl weit, weit überwiegenden Gäste sind Deutsche; Franzosen, Belgier und
Die Zrvaugseeziehlirlg.
Wie berichtet worden ist, wird ein Gesetzentwurf vorbereitet, welcher entsprechend einer seit langen Jahren erhobenen Forderung den Beginn des strafmündigcn Alters vom vollendeten 12. auf das vollendete 14. Lebensjahr setzt. Die Bedeutung dieser Reform liegt in der dadurch gebotenen erweiterten Anwendungsmöglichkeil der Zwangserziehung. § 56 des Strafgesetzbuchs macht die Zwangserziehung der strafmündigen Jugendlichen von der Feststellung abhängig, daß sie bei Begehung der strafbaren Handlung die zur Er- kcnntniß ihrer Strafbarkeit erforderliche Einsicht nicht besitzen. Während also bisher Kinder unter 12 Jahren, welche gegen das Strafgesetz verstoßen haben, ohne Weiteres der Zwangserziehung überwiesen werden konnten, istfürdaSAltervon 12bis 14 Jahren die Feststellung der mangelnden Einsicht erforderlich. Das hat sich als ein großer Uebelstand erwiesen, denn thatsächlich kommt es weit weniger auf die mangelnde Erkennt- niß der Strafbarkeit einer Handlung als vielmehr auf die mangelnde Widerstandskraft gegenüber dem Verbrechen an. Durch die geplante Hinausschiebung der Strafmündigkeitsgrenze würde die Möglichkeit gegeben werden, alle Uebel- thäter bis zum Alter von 14 Jahren vor dem Gefängniß zu bewahren, in welchem so jugendliche Personen zweifellos ke,ne Heilung von ihrer unmoralischen Veranlagung finden können, und fie der Zwangserziehung zu überweisen, welche unbestreitbar wesentlich stärkere Aussichten auf eine Besserung bietet. Die Bedeutung, welche der Zwangserziehung mit Recht zugeschricben wird, beruht auf der Anerkennung des Satzes, daß man bestraft, nicht weil gesündigt worden ist, sondern damit nicht gesündigt werde. Wer diesen Satz als richtig anerkennt, der muß auch die Ansicht vertreten, daß für jugendliche Delinquenten, soweit eS nur irgendwie angeht, die Erziehungsanstalt an Stelle des Gefängnisses treten soll. Ist es doch nur zu bekannt, daß die Wirkung der Gefängnißstrafe auf jugendliche Personen häufig genug darin besteht, die Scheu vor dem Gefängniß zu vernichten und die noch unentwickelten Verbrecheranlagen zur vollen Entfaltung zu bringen. Aus dieser Erkenntniß heraus ist der Ersatz des Gefängnisses durch die Erziehungsanstalt und die möglichst weitgehende Anwendung der Zwangserziehung zu einem Hauptpostulat der modernen Strafrechtstheorie geworden. Dieser Forderung würde durch die in Aussicht gestellte Erhöhung der Strafmündigkeitsgrenze entgegen» gekommen werden.
3ch wünschte, verehrte Herren, Sie könnten einmal hier bei Tisch die ernsten, wißbegierigen Gesichter sehen, mit denen die Speisekarte bei Beginn der Tafel betrachtet wird. Gewöhnlich nimmt sie der Herr zuerst in die Hand und überfliegt sie kopfschüttelnd. Darauf reicht er fie, mit einer schönen Gebärde der Zuversicht, seiner besseren Hälfte — Ne muß ja als ehemalige höhere Tochter im Französischen „perfekt" fein. In der That kommt sie denn auch über „Consomme“ oder „Potage“, über „Saamon“, sei bst vielleicht über „Truite“ oder „Maqnereau“ glatt nnb stolz fort; dann aber stutzt sie, wird verlegen, giebt die Karte achselzuckend zurück. Meist ist das Drama damit zu Ende, man bescheidet sich. Hartnäckige Gemüther ziehen den Kellner zu Rathe, der auch nichts weiß oder aufs Geradewohl eine Auskunft giebt; besonders eigensinnige Charaktere lassen sich aber den Oberkellner kommen, und dieser polyglotte Herr, der wohl intimere Beziehungen zum Küchenchef hat, vermag denn auch wirklich zu helfen. Aber er thut's mit einer Miene, auf der deutlich geschrieben steht: „Aber wie kann man nur so thöricht sein und nicht wissen, daß „aloyau" das „Lendenstück" bedeutet und „Kochers de glace aux avelines“ eine anmuthige Umschreibung für „NußeiS" sind!
Bisweilen freilich möchte selbst dem bedeutenden Manne die richtige Auskunft schwer fallen. ES kommt nämlich auch vor, daß der Küchenchef eine zu wallende Phantasie entwickelt und schönklingende Bezeichnungen auf die Speisekarte setzt, die mit den Thatsachen, d. h. seinen Schüsseln nicht recht im Einklang stehen. So gab es neulich „epinard au beurre ceufs“, und es war Spinat mit hartgesottenen Eiern. Nun frage ich: „beurre ceufs“ (ich habe den Ausdruck nie vorher gehört und halte ihn an sich für falsch) müßten eigentlich doch irgenwie etwas mit Butter zu thun gehabt haben — Eier werden aber wohl gewiß auch in Frankreich einfach in Wasser hart gesotten (bien cuits)?!
Muß all der Unsinn fein?
Unsere Speisekarten.*)
Ein unzufriedener Brief unseres Meergreises.
Mksbaden, den 13. Juli 1899.
Wissen Sie, was „la pintade“ auf gut deutsch heißt, verehrte Herren?
Ich bin sehr stolz, denn ich weiß es jetzt. Ich habe uanuich im Lexikon nachgesehen: es heißt „das Perlhuhn".
Wir hatten heute also Perlhühner als Braten, und sie sehr gut. Aber ich gehe jede Wette ein, von den 150 Gasten im Speiscsaal zerbrachen sich 125 die Köpfe darüber, was fie aßen — oder sie aßen, ohne sich die Köpfe zu zerbrechen und ohne zu wissen, was sie aßen. Es kommt im Grunde auf dasselbe hinaus.
Das Stück spielt jeden Mittag, natürlich mit gewissen Seränberanflen. Unser Menu (Sie sehen, ich schreibe ganz ruhig „Menu", nicht „Speisefolge", denn ich gehöre ja nicht zu den Sprachreinigern allerschärfster Art) ist stets ausgezeichnet zusammengestellt, die Küche über jedes Lob erhaben. Aber den gedruckten Wegweiser dazu kann eigent- lrch nur der entziffern, der in Frankreich geboren, erzogen und — Koch gewesen ist.
3ch bin ja in der Sprache unserer liebenswürdigen Nachbarn nicht ganz unbewandert. Ich kann zur Roth nicht nur eine Eomodie von Moliöre, sondern auch eine französische Speisekarte glatt lesen. Ich weiß — staunen Sie! — sogar, daß „canard“ dir Ente heißt; aber daß gestern „cannetons“ junge, kleine Entlein waren, hab' ich doch nur gerathen, und daß „tronjons de cabillaud“ gerade die „Schwanzstücke" des Kabeljau waren, fiel mir erst ein, als ich die Schüffel vor Augen hatte.
) Dieses znigemaße Feuilleton entnehmen wir, mit Erlaubniß i Verfassers, erne» bekannten Schriftstellers, dem „Daheim". Der tfasser weilte vor Kurzem hier in einem unserer ersten Hotels 'Kur und hat chm dre Speisekarte desselben Anlaß zu dieser lchtenswerthen Bettachtung gegeben. Die Red.
*1« Jahrgang.
Erscheint in zwei Ausgabe,1. — vezugS-PreiS: durch den Verlag SO Pf-, monatlich, durch die Post 1 Mk. 60 Pfg. vierteljährlich für beide Ausgaben zusammen.
Slnzeigen-PreiSt
Die einspaltige Petitzeile für locale Anzeigen lo Pfg-, für auswärtige Anzeigen 25 Pfg. — Sieclamen die Petitzeile für Wiesbaden 50 Pfg., für Auswärts 75 Pfg.
I in dem Befinden derKaiserin weitere erfreuliche Fortschritte 1 emgetreten. Die Kaiserin geht in den Stuben und tm Garten ohne Beschwerden umher und unternimmt täglich Spazierfahrten. Die Abreise nach Wilbelmshöhe erfolgt am 3. August, Nachmittags, die Ankunft daselbst am 4. August, Vormittags 8 Uhr. — Die verwlttweteHerzogin Adelhaid zu Schleswig-Holstein- G lncksbura ift tm Alter von 78 Jahren nach längerer Krankheit in Jtzeheo gestorben.
* Kerli», 2. August. Die Kanalkominission des Abgeordnetenhauses trat gestern Vormittag 10 Uhr behufs Feststellung des Berichts zu einer Sitzung zusammen. Es waren tm Ganzen nur 7 Mitglieder erschienen. An dem Bericht wurden nur wenige unbedeutende Aenderungen redaktioneller Natur borgenommen.
Das Präsidium des Deutschen Flotten-Vereins hat beschlossen em „Jahrbuch" herauszugeben, dessen Jahrgang 1900 tm Dezember dieses Jahres erscheinen wird.
* Dach her Nüdrttehp des Kaiser». Nachdem der Kaiser von semer Nordlandsreise zurückgekehrt ist, kann in verschiedenen wichtigen Fragen, die sich bei der Entfernung zwischen Berlin und bskt uordiichcn Gewässern nur schwer machten erledigen lassen, die Entscheidung jetzt erwartet werden, sv betreffend die Wiederbesetzung des Oberprasidiums von Brandenburg und Berlin. Au dem Frage- nnd Antwort-Spiel, zu dem diese Angelegenheit geführt hat, be«
V!e,n. !ütt 111,8 natürlich nicht. Phantasten rechnen mit der Möglichkeit, daß nunuiehr auch die Bestätigung des Herrn Kirschner erfolgen werde. Es ist dazu weiter nichts zu sagen, als daß man an Wilnder immer erst glauben soll, wenn sie geschehen sind.
* Die Kärsenstener hat im ersten Viertel des laufenden Haushaltsjahres einen Ertrag von 10,1 Mill. Mk. abgeworfen und damit immer noch ein Mehr von 0,7 Millionen gegen das Vorjahr aufzuweisen gehabt, das bekanntlich gegenüber dem Haushalts- anMag gut abgeschnitten hat. Für 1899 ist dieselbe Hoffnung bet der Borsensteuer um so mehr berechtigt, als der Haushalt nahezu 1/- Millionen Mark weniger in Ansatz bringt. Es sind für die
Jahreseinnahme 28,8 Millionen Mark in Aussicht genommen. Die Einnahme für das erste Jahresviertel würde also bereits mehr als einem Drittel des erwarteten Ertrags entsprechen. Es kann schon auf Grund der bisherigen Erträge als wahrscheinlich angesehen werden, daß die Bärsensteuer für 1899 den Haushaltsansatz nbcrschreiten und somit auf die Gestaltung der Reichsfinanzen auch diesnial günstig einwirkeu wird.
* Der 40. Deutsche Genossenschaft»!^ des Allgemeinen Verbands der auf Selbsthiilse beruhenden deutschen Erwerbs- und Wirthschaftsgeuossenschaften ist am Dienstag in Berlin im großen Saale der Philharmonie eröffnet worden. Der Eröffnung vorher ging am Montag Abend eine Vorversammlung unter dem Vorsitz des Direktors Plonz-Lichtenberg. Direktor Siebert-Berlin begrüßte die Delegirten. Es wurden hierauf durch Zuruf Verbandsdirektor Pröbst-Müuchen zum ersten, Verbandsdirektor Kliuckert-Breslau zum zweiten lind Verbandsdirektor Plonz-Lichtenberg bet Berlin jum dritten Vorsitzenden, Rechtsanwalt Tichauer, vr. Wernicke und Dr. Stuben (Berlin) zu Schnftsiihrern gewählt. Nach Feststellung der Tagesordnung würbe die Versammlung geschlossen. Die erste Hauptversammlung wurde am Dienstag Vormittag um 9'/- Uhr m Gegenwart von Vertretern der Reichs-, Staats- und städtischen Behörden und kaufmännischen Korporationen eröffnet. .Die Zahl der Delegirten aus allen Theilen des Reichs, ferner aus Oesterreich, Frankreich, Italien und England, beträgt mehr als tausend. Als Vorsitzender eröffnete Verbaiwsdirektor Probst-München den Genosseuschaststag mit einem Rückblick aus die Entwicklung be» Allgemeinen Verbands und die Verdienste des Begründers der Genossenschaften, Schulze-Delitzsch, und seiner ersten Mitarbeiter. Im Jahr 1849 habe Schulze-Delitzsch, befeeit von der innigste« Liebe zum Volk, diirchdruiigen von der Erkenntniß des schweren Drucks, welcher aus dem deutschen Handwerker lastete, das erste Samenkorn ausgestreut für das deutsche Genossenschaftswesen. Dasselbe sei auf der stolzen Grundlage der Selbsthulfe und Selbstverwaltung aufgebaut; gestützt auf den Grundsatz: „Alle für Einen "
A«r-ig-'< 'Annahme L - r°- »"*'*« 'M--
geschickt und nach ber Strafverbüßung der Schule zurück- gegeben werden, wo sie als eine Art Jnfektionsstoff wirken können. Gerade von den Philoiogenkreisen ist aber auch von jeher die Forderung erhoben worden, daß die Zwangserziehung nicht nur auf diejenigen Verwahrlosten beschränkt werden soll, welche eine strafbare Handlung begangen haben, sondern daß sie auf alle sittlich Verwahrlosten, die keiner ausreichenden elterlichen Zucht unterstehen, ausgedehnt werden soll. Diese Forderung wird vom 1. Januar 1900 an in weit stärkerem Maße erfüllt werden, als dies bisher der Fall war, da der § 1666 des bürgerlichen Gesetzbuches die Anwendung der Zwangserziehung auf sittlich verwahrloste Kinder, welche sich noch nicht mit dem Strafgesetz in Konflikt gebracht haben, erheblich ans- dehnt. § 1666 bestimmt, daß das Vormnndschaftsgericht, wenn das geistige ober leibliche Wohl des Kindes dadurch gefährdet wird, daß der Vater das Recht der Sorge für die Person des Kindes mißbraucht, das Kind vernachlässigt ober sich eines ehrlosen oder unsittlichen Verhaltens schuldig macht, die zur Abwendung der Gefahr erforderlichen Maßregeln zu treffen hat und insbesondere anordnen kann, daß das Kind in einer geeigneten Familie oder in einer Erziehungsanstalt oder einer Besserungsanstalt untergebracht wird.
Hand in Hand mit der durch diese Bestimmnng des bürgerlichen Gesetzbuchs und durch die in Aussicht genommene Erhöhung des StrasmündigkeitS-Alters bedingten verstärkten Anwendung der Zwangserziehung soll diese selbst einer seit Langem nothwendig gewordenen Reform unterzogen iverden. Diese Reform wird in den einzelnen Bundesstaaten erfolgen, da das Institut der Z'vangscrziehnng der landesgesetzlichen Regelung überlassen worden ist. Die Reform, die in mehreren Bundesstaaten, so in Preußen, bereits in Vorbereitung ist, wird auf der sinngemäßen Vermischung der Anftalts- und der Familien-Erziehung beruhen. Es soll bei uns derselbe vermittelnde Weg eingeschlagen werden, den auch die englische Gesetzgebung gewählt hat, indem sie streng zwischen bloß Verwahrlosten und verbrecherisch veranlagten Individuen unterscheidet. Für die Ersteren, und zwar besonders für die weiblichen Personen, soll in stärkerem Maße als bisher die Erziehung in geeigneten Familien in Aussicht genommen werden, während die zweite Kategorie Anstalten überwiesen werden soll, in denen mehr als bisher auf eine sachgemäße pädagogische Leitung gehalten werden soll. In England ist durch die Ausdehnung der Zwangserziehung eine erhebliche Verringerung des jugendlichen Verbrecherthums erzielt worden; wir zweifeln nicht darau, daß der gleiche Weg auch bei uns zu dem gleichen Ergebniß führen wird.
Deutsches Keich.
