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Verlag: Langgasse 27.

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N-. 2S7

Donnerstag, den 29. Juni.

1899

Fernsprecher Rn. 52.

Fernsprecher Äe. 52.

Morgen-Ausgabe

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Aus Stadt und Zand.

Wiesbaden, 29. Juni.

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VWiesbadener Tagblatt"

£ z« abonnire», findet sich Gelegenheit im Verlag kanggaffe 27, t bei den Ausgabestellen, den Zweig-Expeditionen in den Nachbar- Myrten und sämmtlichen deutschen Reichspostanstalten.

Fenster fitzen, in die Tie

verletzte ihn so, daß man ihn sofort in das Spital nach Mainz verbrachte. In Horressen verunglückte die Frau des Land­manns Joseph Normann dadurch, daß dieselbe von einer Leiter in der Scheune fiel und schwere Verletzungen davontrug. An die erste Lehrerstelle in Schonborn ist mit 1. August Lehrer Th. Blum von Rettershain (Kreis St.-Goarshausen) versetzt. Gerichtsdiener Philipp Horz in Weilburg tritt nach 44-jähriger Dienstzeit mit dein 1. Juli er. in den Ruhestand. Am 19. und 20. August feiert die Präparanden - Anstalt zu Herborn ihr 25-jähriges Bestehen. In Frankfurt a. M. erlosch am Montag Abend 10V« Uhr im Hauptbahnhof plötzlich die gesammte elektrische Be­leuchtung. Der Bahnhof war fast eine Viertelstunde lang in voll­ständiges Dunkel gehüllt. Durch Kurzschluß war das Kabel zer- brannt. Um 7.11 Uhr war der Schaden beseitigt.

«7. Jahrgang.

Erscheint in zwei Ausgaben. Lezngs-Preis: durch den Verlag 60 Pfg. monatlich, durch die Post 1 Mk. OO Pfg. vierteljährlich für beide Ausgaben zusammen.

Attreigen-PreiSr

Die einspaltige Petitzeile für locale Anzeigen

15 Pfg., für auswärtige Anzeigen 25 Pfg.

Reklamen die Petitzeile für Wiesbaden 50 Pfg., für Auswärts 75 Pfg.

* Eine wahre Stadtplage find zur Zeit die ambulanten Eis­verkäufer mit ihrem leidigen Gebimmel. Ist einer glücklich fort, dann kommt nach kurzer Zeit sicher ein anderer, und so ad infinitum bis zum Abend. Wenn sie cs noch dabei ließen, ihr jeweiliges Erscheinen durch ein Zeichen mit ihrer Schelle anzuzcigen und sie, wenn sie sähen, daß sich kein Geschäft entwickelt, wetterführen. So aber pflanzen sie sich vor den Häusern auf und schellen unaufhörlich in allen möglichen Taktformen. Zum Ucberfluß fangen sie dann sie die Langweile plagt, noch an, alle möglichen und unmöglichen Mclodiccn unter Schellcnbegleitung zu pfeifen. Als vor Jahren der erste ambulante Eisverkäufer, ein bescheidener Manu gesetzten Alters, hier erschien, hatte man keine Ursache, sich über dessen Thätigkeit zu beschweren. Zur Zeit aber wird das Geschäft durch ciuc Anzahl junger, theils sehr junger Leute be­trieben, denen cs theilweife auf ein bischen mehr musikalische (?) Leistung nicht ankommt. Es ist gar nicht angenehm, wenn man sein Mittagsschläfchen machen will und es kommt alle Augenblick so ein Sckellenrasieler und macht Skandal. Man bittet daher dringend die zuständige Behörde, den erwähnten Eisverkauf etwas zu regeln, daß er dem Publikum nicht so lästig fällt.

das, wieChambers Biographical Dictionary*.Monarchen und Buschklepper, Dichter und Rechisgelehric einschließi." Aber dieses neue Werk soll das Licht der Welt nicht vor . . . hundert Jahren erblicken,da um Twains eigene Worte anzuführen ein Buch, das erst nach hundert Jahren veröffentlicht werden soll, dem Schreiber eine Freiheit gewährt, die er auf keine andere Weise er­langen könnte."

* Marr Twain beabsichtigt am Ende dieses Jahres nach Amerika zurückzukehren und sich in Florida nicdcrzulafsen. Sommer wird er sich kurze Zeit in London aufhalten und kurze Zeit nach Schottland gehen. Zur Zeii Buch, das, wie er sagt, eine Portrait-Gallerie der bemerkenS- warihen Menschen ist, denen er seit seiner Kindheit begegnete", und

f1 die Slbcnd-Ausgabe bis 11 Uhr Vormittags, für die Morgen-Ausgabe bis 3 Uhr Nachmittags. Für die Aufnahme später eingereichter Anzeigen zur s c* nächsterscheinenden Ausgabe wird keine Gewähr übernommen, jedoch nach Möglichkeit Sorge getragen.

* Kleine naffani/chr Nachrichten. In Mainz wurde von einer sehr zahlreich besuchten Proicstversammlung gegen die von der Regierung geplante Fahrradsteuer einstimmig eine Resolution angenommen, die sich gegen diese Steuer ausspricht. In Mainz ist aus dem Gefäugniß ein gefährlicher Einbrecher, der zu längerer Gcfängnißstrase vernrthnlt war, entwichen. Es ist der 19-jährige Bäcker Johann Postert aus Lilie (Kanton Luzern). Postert ist von schlanker Statur, hat dunkelgraue Augen, schwarzes Haar und ist 1,71 Meter groß. In Eltville wird die ledige Sophie Rösenbeck von dort, welche vor nicht langer Zeit von Wiesbaden aus spurlos verschwunden war, nachdem dieselbe sich einige Tage im Elternhaus dorlselbst aufachalten, seit dem 13. d. M. wieder vermißt. In Hatters­heim erhängte sich der Bauerngutsbesitzer K., ein in guten Ver­hältnissen lebender Mann, lieber das Motiv zu der bedauerlichen Thai ist nichts bekannt. Dem Fußgendarmen Kloße zu Michel­bach wurde das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen. Auf dem Schützentag des Gaues Hessen und Nassau, welcher in Wetzlar tagte, wurde als Festort des nächsten im Jahre 1901 abzuhaltenden Gau-Schützenfestes Butzbach bestimmt. In Gustavsburg fiel in der Klettschen Fabrik dem 20-jährigcn Schlosser Fritz Kurt aus Wambach ein schweres Eisensti ' verletzte ihn so, daß man ihn sofo

stch eine breite blutige Spur. Offenbar hatte sich Braunschmied, nachdem er sich die tödtliche Verletzung beigebracht, noch kriechend fortbewegt. Da die Thür von innen versperrt war und auch die sämmtlichen Fenster geschloffen waren, ist mit Bestimmtheit an- zunehmcn, daß er nicht durch fremde yand ermordet worden ist, sondern sich selbst die tödtlichen Verletzungen beigcbracht Hal

Ein SicherheitSwachn»ann, der dieser Tage durch eine Straße des dritten Bezirks in Wien patrouillirte, sah im dritten Stock­werke eines Hotels einen Mann im Hemde auf dem offenen

Er schien geistesgestört und war offenbar entschlossen, fe zu springen. Der Sicherheltkwacdmann vev- Hotelpersonal, die Rettungsgesellschaft und die Feuer-

* Zur Beruhigung sei dem Einsender des Artikels in der gestrigen Morgen-Ausgabe über die Sonntagsruhe kurz er­widert, daß die Einsender des Artikels in Nr. 292 mehrere lang­jährige, erfahrene, strebsame und mit den hiesigen Geschästsverhält- nissen sehr gut vertraute Geschäftsinhaber (Kaufleute) mit zum Theil großen Geschäften find. Einer von den mehreren Geschäftsinhabern.

A Dochheim, 27. Juni. Als ein Zeichen des eifrigen Strebens, das in unserem Turnverein herrscht, ist es wohl anzuerkennen, daß sich Mitglieder desselben auf dem Gauturnfest des Gaues Süd-Nassau", das am letzten Sonntag in Lorch a. Rh. stattfand, außer mehreren Einzelpreisen im Wusterriegenturnen den ersten Preis errungen haben. Aus Anlaß dieses glänzenden Erfolges ver­sammelten sich am Sonntag Abend sämmtllchc hiesigen Vereine mit ihren Fahnen an der Schiersteinerstraße, um hier den heünkehrenden Verein zu begrüßen und mit Musik in die Turnhalle zu geleiten. Die Eheleute Fritz Hanika feierten am 24. Juni das Fest ihrer silbernen Hochzeit, bei welcher Gelegenheit ihnen von der Gesangriege des Turnvereins ein Ständchen dargebracht wurde.

* Cassel, 27. Juni. Am Samstag und Sonntag hielt der ^Deutsche Faktorenbund" dahier in den Räumen des Palais- Restaurants seine ordentliche Generalversammlung ab. Der Casseler Faktorenverein hatte Vorbereitungen zu einem würdigen Empfang der ans allen Thcilcn Deutschlands zusammengekommenei, Delc- gsrten getroffen. Der Bund, der 1896 in Wirksamkeit trat, hat gegen 800 Mitglieder und ein Vermögen von 12,000 Mk. Im Lauf der Verhandlung wurde der Antrag auf Erweiterung der Unterstützungsnormen angenommen. Es ist damit nach fünfjähriger Carenzzert nunmehr auch für eine Unterstützung der Invaliden, Wittwen und Waisen gesorgt. Die monatlichen Beiträge wurden auf 2 Mk. erhöht. Der Sitz des Bundes wurde in Berlin belassen. Die nächste Generalversammlung findet 1901 in Leipzig statt.

Kleine Chronik-

Ein Mord ist in Bonn an einem achtjähriges Mädchen verübt worden. Das Kind wurde nach der Stadt ge­schickt, um Einkäufe zu machen. Auf dem Weg dahin wurde es mit einem jungen, etwa 20 bis 22 Jahre alten Menschen gesehen. Öeftern Morgen fand man die Leiche des Mädchens in einem

au. Wie derBonner Generalanzeiger" meldet, ist die Polizei dem Mörder, welcher einen Anzug von blauem Stoff trug, ans der Spur.

In Köln drang bei einem ehelichen Zwiste der Mann mit einem B eil aus die Ehefrau ein, worauf diese aus dem Fen st« ihrer im zweiten Stockwerk gelegenen Wohnung auf die Straße hniabsprang. Die Frau wurde sterbend ins Hospital geschafft.

An einem Neubau in Köln stürzte ein Gerüst zusammen. Zwei Maurer wurden in die Tiefe geschleudert und schwer verletzt dem Hospital zugeführt.

Aus Essen a. b. Ruhr, 28. Juni, wird gemeldet: Nach dem gestrigen Zusammenstoß der Aufständischen mit der Gendarmer« wurden nach derRheinisch-Westfälischen Zeitung" 15 Schwer» verletzte in die Krankenhäuser eingeliefert, von denen, wie tum anderer Seite gemeldet wird, einer nach der Einlieferung gestorben fein soll.

Die Leichen der beimSustcupaß am 2.Januar verschüttete« Touristen Dr. Ehlert-Straßburg und Dr. Mönnichs-Münche« wurden beim Sterngletscher aufgefunden. Die WiffenschaH verlor an ihnen zwei hervorragende junge Gelehrten. Dre ver­schiedenen damals ausgesandten Hülfserpeditionen blieben erfolglos. Die Leichen wurden von zwei Schülern, die sich auf einer steife be­finden, entdeckt.

Heber ein heiteres Intermezzo, das sich kürzlich nach Schluß einer Centrums-Versammluna tn Kalteneggolsfeld bet Bamberg ereignet hat, berichtet derRurnb. Anz." rote folgt: Nach Schluß des Vortrags rief ein Bäuerlein dem Redner, Pfarrverweser Martin von Burggrub, voller Begeisterung zu:Sie, Hochwürden, sollten wir in den Landtag wählen", worauf der Herr Psarrverwe er be» scheiden abwehrte mit den Worten:Da müßt ihr einen Gescheidteren wählenI" Rasch entgegnete das Bäuerlein:Da sitzen noch viel Dümmere drin." Ob er damit wohl Unrecht gehabt haM

Aus Wien meldet dieR. Fr. Pr.": Am 24. Juni wurde der Hausbesitzer Lorenz Braunschmied in seinem Zimmer tobt auf­gefunden. Braunschmied, ein 72-jähriaer Greis, hatte sich den Bauch aufgeschlitzt. Er hatte km Magen eine Stichwunde und unterhalb des Nabels quollen die Eingeweide hervor. Einzelne Darmstücke lagen im Zimmer. Neben der Leiche wurde em große-

Nereina-Nachrlchke«.

(Kurze sachliche Berichte werden bereilwuli,sl unter dieser Neberschrift ausgenommen.»

* Der am verflossenen Sonntag von dem ntugegriinbeten DilettantenvereinUrania" veranstaltete Familien-Ausflug nach Biebrich verlief auf das Schönste. Kurz nach 4 Uhr wär der Saal bis auf den letzten Platz besetzt. Es wechselten Soli, Duette und humoristische Vorträge in schönster Reihenfolge mit Tanz ab. Ferner wurde das Lustspiel:Ein Stündchen bet Dr. Falb" mit großem Lacherfolg aufgeführt.

* Die GesellschaftGemüthlichkeit" veranstaltet zur Feier ihres Gründungstages kommenden Sonntag einen Ausflug nach BiebrichZur neuen Turnhalle". Daselbst von 4 Uhr an theatralische Unterhaltung und Tanz. Seitens des Vorstandes wird, wie immer, das Genußreichste den Gästen geboten werden.

Stimmen an» dem pnblilinm.

(Für Veröffentlichungen unter dieser Urberschrist überniuuut die iieduliiou [einerlei

Beraiutoorluug.)

* Verschieden« Mittheiluugen. An die Stelle des Prof. Pe ttenkofer in München, der wegen seines hohen Alters sein Amt als Präsident der bayrischen Akademie der Wissenschaft« niedergelegt hat, wurde Prof. Dr. v. Zittel gewählt.

Von Walther Witting, dem hierorts bestens bekannten Dresdener Künstler, ist derzeit tut hiesigenKunstverein" ein schönes Christusbild ausgestellt, welches gewiß viel Jntereffe finden wird.

Direktor Lauten bürg und Agnes Sorma haben sich ver­eint, um einen Plan zur Ausführung zu bringen, der von Beiden schon lang gehegt wurde und der nun, in aller Stille üorbercitef, geschlossene Form erhalten soll. Es handelt sich um eine Reihe deutscher Vorstellungen in Paris zur Zeit der nächst- jähriacn Weltausstellung. Die Vorbereitungen sind bereits so weit gediehen, daß ein erstes Pariser Theater für das deutsche Gastspiel gesichert ist.

Die Errichtung eines Museums thüringischer Sliter* töümer wurde in Eisenach am 21. d. in aller Form und unter zahlreicher Bcthciligung berufener Männer aus den thüringische« Landen vollzogen. Das Museum findet feine Aufstellung in einem Saal des Gymnasiums, dem ehemaligen^Domiuikanerkläster, und zwar an der geschichtlichen Stätte, wo Sophie von Brabant dem Landgrafen Heinrich Raspe den Fehdehandschuh hinwarf.

Einen silbernen Riesenkranz von mehr als vierhunderf Blättern will mau dem Jniisbrnckcr Dichter Adolf Pichler seinem 80. Geburtstag spenden. Jedes Blatt kostet 5 Gulden und auf jedem steht der Name des Gebers. Heller-Geschmack!

Ein neuer Raffael ist nach derTimes" zur Erwerbu, für die Berliner Gemäldegallerie in Aussicht genommen. S. handelt sich um ein kleines Portrait eines Jünglings, da« früh, unter einem anderen Namen ging, aber jetzt als Raffael aus bi. florentinischen Zeit anerkannt wird. Das Bild ist zur Zeit in Agnews Gallene in London ausgestellt.

Bei der Versteigerung der Sammlung Forma« in Londo« erzielten ein Paar Steigbügel 54,000 Mk. Es handelt sich um eine italienische Arbeit aus der letzten Hälfte des 15. oder der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Sie sind aus Elfen, theils mit Silberplatten belegt, theils vergoldet und getrieben: die beiden äußeren Seiten haben einen sehr schönen Rand in durchsichtigem Email Zellensch.ilclz auf Gold. Die Bagel find 61/: Zoll hoch und 6 Zoll breit.

' Geschichtskalender. 29. Juni. 1875: si Kaiser Ferdinand F" von Oesterreich zu Prag. 1866: Kapitulation bei Langensalza. | Treffen bei Mischin. 1864: Eroberung von Asien. 1848: Erz- Seriog Johann wird Reichsverweser. 1831: f Heinrich Friedrich Mjkarl Freiherr von und zum Stein zu Kappenberg, ber. deutscher g Staatsmann (* zu Nassau a. d. Lahn). 1798: * Giacomo Graf x Leopard! zu Recaimti, einer der größten neueren Dichter Italiens. . 1679: Frieden von St. Germain. Der Große Kurfürst wird ge- r Mmgen, Vorpommern wieder herausziigcben. 1534: Frieden zu Sadan. Ulrich von Württemberg erhält fein Land zurück. 1519: F Schlacht auf der Soltauer Haide. Niederlage Heinrichs des Jüngeren Myon Braunschweig-Wolfenbüttel.

. Ethische Kultur. In der am Samstag abgehaltencn M Generalversammlung der hiesigen Abthcilung derDeutschen Gesell- k schäft für ethische Kultur" bot der Vorsitzende einen kurzen Rückblick k auf die breivierteljährige Vergangenheit derselben. Die Vorträge t der Herren Dr. Pfungst-Frankfurt a. M., Dr. Penzig-Charlotten- | bürg, Privatdocent Dr. Förster-Zürich, Professor Dr. Staudinger- Worms, sowie eine größere Zahl von Referaten über einschlägige M. Schriften Seitens der Abtheilungsmitglieder gaben diesen mannig- t fache Anregung und gewannen der ethischen Bewegung, die sich f. heute Über die ganze civilifirte Welt erstreckt, auch an unserem Ort tz- neue Freunde. Den Hauptgegenstand der Tagesordnung bildete M-die Frage nach einem für die Adiheilung geeigneten praktischen p Thätigkettsgebiet. Die meisten derjenigen Aufgaben, welche sich - andere Abtheilungen dieser Gesellschaft gestellt und in mnster- - gültiger Weise gelost haben, daß sogar staatliche Behörden, wie B. in New-Jork, sie zu den ihrigen machten, sind vom hiesigen r Vvlksbildungs-Vercin in erfolgreicher Weise durchgesührt. Doch | glaubt man der an anderen Orten bereits realifirten Idee eines e Moralunterrichts näher treten zu sollen. Es wurden einige Mit- k glicder mit der Vorbereitung desselben betraut. Die Neuwahl ß- dcs Vorstandes ergab: Stierem Baron v. Korff (Vorsitz), Frau | Wcddigen, Fräulein Freitag (Schriftamt), Weddigen (Kassenamt), t Die Genannten sind zu jeder mündlichen und schriftlichen Auskunft 1 gern bereit. Die dieswöchentliche Sitzung der Abtheiluna findet MDonnerstag, Abends 8/i Uhr, im Gartensälchen des Restaurant '.Poihs, Langgasfe 11, statt. Gäste, auch Damen, find willkommen.

Korn Feuerwehrtag in Kochst a. M. Am Samstag L und Sonntag ~fanb in Höchst a. M. der 15. Feuerwehrtag des I Verbands im Regierungsbezirk Wiesbaden statt. Mit dem Ver- ri'baudstage war eine reich beschickte Ausstellung von allerlei Lösch- ' geräthschaften verbilnden. Der vom Vorstand des 19. Bezirks k gestellte Antrag wurde in folgender Faflung angenommen:Der ° Tentralvorstano wolle bei den zuständigen Behörden dahin wirken, - daß die unterm 17. Mai 1898 erlasseneFeuerlösch - Polizei- - Verordnung" in allen Gemeinden eiugefuhrt und gehand- = habt werbe. Nach den Aiisführungen mehrerer Redner

pscheint in diesem Punkt von einer Anzahl Bürgermeister x m kleineren Orten nicht korrekt verfahren zu werden."

E Der Antrag des 4. Bezirks: zu beschließen, daß bei der Nassauischen Brandversicherungs-Anstalt ein Antrag eingebracht werde, durch - welchen die Unterstützung für einen verunglückten oder arbeits- gunfähigen Feuerwehrmann von 600 auf 1000 Mark Höchstbetrag S erhöht werde, wurde zurückgezogen, nachdem der Decernent für die L Unterstützuiigskaffe, Herr Landesrath Dr. Propping, nachgewiesen t hatte, daß tn unserem Bezirke in dieser Beziehung mehr geleistet werde, als in anderen Provinzen, und daß in besonderen Ver- k hältnissen auch höhere Unterstützungen als 600 Mk. gewährt f werden können, daß aber eine generelle Erhöhung m der gewünschten Weise sich nur bann ermöglichen taffe, wenn die ß einzelnen Wehren auch selbst Beiträge zur Unterstützungskasse zahlen Mürben. Der Verbanbsausschuß zog feinen Antrag, der dahin geht mit dem Verband im Regierungsbezirk Cassel zu einemVer- , taub der Provinz Hessen-Nassau" zusammenzutreten, zurück, da -- man in Cassel eine solche Verschmelzung nicht wünscht, lieber den kAntrag, daß der Verbandsausschuß auf Grund des § 2 der Ver- E bcmbssatzungeu die seitherigeBezirks"-Eintheilung in eineKreiS"- - Einthcilung umwandle, entspann sich eine längere Debatte, deren E Resultat war, daß die bereits vor zwei Jahren in Grenzhausen gewählte k Kommission die nöthiaen Vorarbeiten zu dieser Neueintheilung machen grunb dem Centralvorstaild ihre Vorschläge unterbreiten solle. Dieser Emöge dann seinerseits die einzelnen Wehren durch Rundschreiben in kKenntniß setzen. Der vom Centralvorstaild gestellte Antrag, daß i die Nassauische Brandverstcherungsanstalt gebeten werde, der Ver- ßbandskasse einen jährlichen Zuschuß von 1000 Mk. zu bewilligen, k wird zurückgezogen, nachdem Herr Landesdirektor Sartorius [empfohlen, es der dem seitherigen Modus zu beiaffen, umsomehr, Mals dadurch dem LandeSdirektorium nicht die Hände gebunden seien, knnb cs je nach Bedarf auch höhere Zuwendungen machen könne. Der [weitere Antrag des Centralvorstands, daß die Beiträge zur VerbandS- f kaffe von 12 Pf. pro Mann und Jahr auf 24 Pf., also für den Monat auf i. 2 Pf. erhöht werden, wurde lebhaft bekämpft und schließlich abgelehnt. kHerr Branddirektor Scheurer-Wiesbaben gab einen Ueberblick über Lbie Entwickelung unb Thätigkeit innerhalb des Verbands. Seit kdern letzten Verbandstag in Ems ist der Verband fast um 1U [«röjjer geworden; er zählt nunmehr in 19 Bezirken 157 einzelne ^Wehren mit ungefähr 9600 Mann. Den Kassenbericht erstattete [ber Kassirer, Herr W. Groschwitz-WieSbaden. Die Einnahmen be- S liefen sich auf 8921 Dkl., die Ausgaben betrugen 8658 Mk. Herr : Thaler-Wiesbaden erstattete Bericht über die UnterstützungSkasse.

26 Unterstützungen wurde« gewährt. Für den nächsten VervaubS- [pag 1901 wurde Weilburg mit großer Majorität gewählt.

KrstKmrchftl. Das Haus ©teingaffe 26 ist für die W Summe mm 87,000 Mk. in den Besitz des Herrn SchlossermeifterS 1 ttofa Srsn tchergcgangkn.

ftänbigte das Hotelpersonal, die Rettuugsgesellschaft unb bte Feuer­wehr, doch ehe irgend eine Maßregel zur Rettung unternommen werden konnte, hatte sich der Mann herabgestürzt. Er erlitt etne Zertrümmerung des Schädels, Rippenbrüche und innere Verletzungen unb starb vor Ankunft ber Aerzte ber Rettungsgesellschaft. Der Selbstmörder ist ein achtzigjähriger Privatier. Er war seit längerer Zeit leidend; dies soll derart auf den GemüthSzustanb des Greifes etngeroirft haben, daß er irrfinnig wurde.

Das nächste große Schachturnier findet im Jahre 1900 anläßlich ber WeltavsKÄung In Paris statt.