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1899
Dienstag, den 13. Ium.
No. 270.
Fernsprecher No. 52.
Fernsprecher No. 52.
Abend -Ausgabe.
Die Thronfolge in Coburg-Gotha.
Die Frage, wer nach dem Ableben des Herzogs Alfred den Thron der vereinigten Herzogtümer Coburg-Gotha besteigen wird, ist noch immer in der Schwebe, und auch die Erklärung, welche der Staatsminister Strenge in dem vereinigten Landtag der beiden Herzogthümer auf die an ihn gerichtete Interpellation abgegeben hat, hat die erwünschte und dringend nothwendige Klärung dieser Frage nicht gebracht. Am 6. April dieses Jahres hat der uachst- berechtigte Agnat, der Herzog von Counaught, die Erklärung abgegeben, daß er ans die Thronfolge in Coburg-Gotha für sich und seine Nachkommen reflckiire. Später wurde bann bekannt, daß der Herzog, da sein Ehrgeiz nach anderer Richtung geht, für seine Person aus die Thronfolge verzichtet habe, sie aber dem jetzt 16-jährigen Sohne Vorbehalten wolle. Jetzt aber scheint mit Sicherheit festzustehen, baß auch Herzog von Conuaught jr. auf die Thronfolge zu verzichten geruht und daß nunmehr der 15-jährige Neffe des Herzogs von Counaught, der, nebenbei bemerkt, schwächliche und kränkliche Herzog von Albanien, die außerordentliche Gewogenheit haben wird, sich des vom Onkel und Vetter auSgeschlageuen Thrones anzunehmen.
Es ist leicht verständlich, daß sich jedes guten Deutschen eine unverhohlene Entrüstung darüber bemächtigt, daß ein deutsches Hcrzogthnm, als ob es sich einfach nm einen größeren Grundstückkomplex handele, unter englischen Prinzen gleichsam subhastirt und dem Meistbietenden zugeschlagen wird. Auch die krämerselige und zugleich impertinente Art, mit der von der englischen Presse die Frage behandelt wird, ob der englische Prinz ein besseres „dnsineos" mache, wenn er in England bleibt, oder wenn er das coburg-gothaische „Geschäft" übernimmt, ist wenig geeignet, den Ilnnuith, der sich bei uns allenthalben über diesen „Handel" erhebt, zu dämpfen oder zur Zurückhaltung zu veranlassen. Auch im coburg-gothaischen Landtag ist dieser Unwille mit Entschiedenheit zur Geltung gebracht und vor Allem eine definitive Regelung der Thronfolgefrage verlangt worden. Dies Verlangen wird zunächst unerfüllt bleiben, da der englische Familicnralh, in dessen Händen die Entscheidung über die Thronfolge in einem deutschen Lande liegt, sich entweder noch nicht entschieden hat oder es jedenfalls noch nicht für nöthig hält, seine Entscheidung Denen mitzuthcileu, die doch sozusagen auch an der Sache betheiligt sind!
Der Coburg-Gothaische Landtag hat in der Erkenntniß, daß es sich hier um Vorgänge handelt, die das deutsche Nationalgefühl aufs Schwerste verletzen, die ganz außerordentlich bescheidene Forderung aufgestellt, daß der künftige Thronfolger wenigstens nach Deutschland übersiedele, um sich so über die Sitten, Gebräuche und Denkart Derjenigen
zu informiren, die er zu regieren nicht berufen ist, sondern wird! Dieser Beschluß schwebt jedoch fürs Erste in der Luft, da der englische Familienrath mit der Entscheidung über die Thronfolge in dem deutschen Herzog- thum noch zurückhält. Es handelt sich aber hier um eine Angelegenheit, au der nicht nur die Bevölkerung Coburg-Gothas, sondern an der das gesaininte deutsche Volk in allerstärkstcm Maße interessirt ist. Es widerspricht auf das Schroffste dem nationalen Gefühl, welches das deutsche Volk in schweren Kämpfen errungen und befestigt hat, daß ein deutscher Bundesstaat als ein Familieninventar betrachtet wird, welches je nachdem einem englischen, einem russischen oder bulgarischen Prinzen zufallen kann, „bald so, bald so, wie's trifft"! Es widerspricht dem dentschen Nationalgefühl, daß ein Ausländer infolge eines fürstlichen Hausgesetzes einen deutsckM Thron besteigen kann, daß sich in Deutschland eine fürstliche Hofhaltung ctablirt, in der nicht nur eine fremde Sprache herrscht, sondern auch ein fremder und undeutscher, wenn nicht gar antideutscher Geist.
Freilich alle diese Dinge geschehen „in Form Rechtens" und sie entsprechen den geltenden Bestimmungen. Aber die geltenden Bestimmungen sind nicht immer auch die vernünftigen Bestimmungen, und das formale Recht bedeutet zuweilen das materielle Unrecht. Daß hier eine Lücke in der Rcichsverfassung besteht, geht schon daraus hervor, daß weder in der Reichsverfassung noch in dem Staatsangehörigkeitsgesetz eine Bestiminnng vorgesehen ist, aus der hervorgeht, daß ein durch Erbfolge auf einen deutschen Fürsteiilhron gelangender Ausländer durch die Thatsache der Thronbesteigung zugleich Deutscher wird. Es entspricht aber der Würde des deutschen Reiches, zu verlangen, daß ein deutscher Bundesfürst auf Grund des Staatsrechts Deutscher und zwar ausschließlich Deutscher sei, daß er jede fremde Staatsangehörigkeit aufzugcben hat und daß er mindestens von einem bestimmten Lebensalter ab in Deutschland eine deutsche Erziehung erhalten haben mnß. Die zahlreichen Verwandtschaften deutscher Fürstenhäuser mit fremden Dynastien lassen die Erfüllung dieser Bedingungen, die doch gewiß bescheiden forinulirt sind, als eine auf die Dauer nicht zu leugnende und abzuweisende Nothwendigkeit erscheinen, und die deutsche Volksvertretung sollte Veranlassung nehmen, die Initiative in dieser Frage zu ergreifen, deren Lösung im Rahnien des praktisch Erreichbaren liegt.
Deittscher Reichstag.
O Berlin, 12. Juni.
Das Haus ist überaus schwach besetzt. Auf der Tagesordmmg steht zunächst die dritte Lesung des Gesetzentwurfs, betreffend den Gebührentarif für den Nordostsee-Kanal. Die definitive Annahme erfolgt debattelos nach den Beschlüssen der zweiten Lesung. Es folgt die Weite Lesung des Nachtragsetats. Zur Abfindung der Gebrüder Dcnhardt hat die Kommission die Bewilligung von 150,000 Mk., statt der in der Vorlage anSgeworfenen 100,000 Mk., beantragt. Ein inzwischen eingegangener Antrag Lieber (Ccntr.)
will den betreffenden Etatstttcl so gefaßt wissen, daß die findung als eine einmalige und endgültige bezeichnet und außerdem angegeben wird, daß die Abfindung gewährt wird für die Seitens "des Reichs aus Witn gezogenen Vorthcile. Staatssekretär Thielemann erklärt sich mit dem Antrag der Kommission, sowie mit dem Antrag Lieber einverstanden. Der Titel wird in der Lieberschen Fassung bewilligt. Bei der Nachtrags-Forderung im Etat des Reichsamts des Innern für einen vortragenden Rath, der namentlich mit der Praxis der Gewerbe-Aufsicht vertraut sein soll, verbreitet'sich Abg. Bebel (Soc.) über die Nothwendigkeit nicht nur der Bäckerei-Verordnung, sondern mehr noch einer strengen Kontrolle der Bäckereien in Bezug auf die Durchführung oer Gewerbeordnungs-Vorschriften. — Staatssekretär Posadowsky giebt zu, daß sich in einem Prozeß in Würzburg Dinge ergeben hätten, denen zufolge cs in manchen Bäckereien an dem noth- wendigsteii Erfordcrniß der Hygieine gefehlt zu haben scheine. Er habe Bericht darüber von der bayrischen Regierung erbeten, um zu wiffen, ob noch weitere generelle Verfügungen nöthig seien. Was die Aufhebung der Bäckerei-Verordnuna oder die Modifikation derselben betreffe, so müsse er erklären, daß diese Frage noch in der Schwebe sei. — Abg. Wurm (Soc.) trift lebhaft für Maßnahmen zum Schutze der Bauarbeiter ein. — Staatssekretär Posadowsky erwidert, die Regierung wende dem ihr regstes Interesse zu. Es seien auch einschlägige Vorschläge an die Einzel-Regierungen ergangen, die Antworten ständen aber noch aus. Sobald dieselben cingegangen sein würden, werde sich das Reichsamt des Innern schlüssig machen, damit möglichst schon in der nächsten Session eine Vorlage eingebracht werden könne. Was die Bemerkung des Vorredners anlange, daß kein Kommissar auf dem letzten Bauarbeiter-Kongreß anwesend war, so bemerke er, daß täglich Einladungen zur Beschickung von Kongressen an die Regierung gelangten, sodaß es unmöglich sei, allen Folge zu leisten. Außerdem könne man der Regierung doch nicht zumuthe», Kongresse zu besuchen mit republikanischen Abzeichen. Der „Vor-. wärts" habe seiner Zeit einen durch Indiskretion erlangten Streik- Erlaß veröffentlicht. Die Regierung habe damit aber auch ein Rundschreiben versandt, in dem gebeten wurde, bei jedem Streik auch die Arbeiter zu hören und die Ursache des Streikes genau zu ermitteln. Dieses Rundschreiben habe der „Vorwärts" nicht veröffentlicht. — Abg. Bebel (Soe.) meint, die Regierung solle doch sämmtliche Erlasse dem „Vorwärts" zusenden, derselbe werde sie gerne veröffentlichen. Redner geht alsdann noch auf die Bäckerei- Frage ein. — Bayrischer Ministcrial-Direktor v. Hermann bemerkt bezüglich des Würzburger Prozesses, das darüber eingefordcrte Material habe er noch nicht erhalten, sobald dies geschehen sei, werde er darüber Aufklärung geben. — Abg. Stadthagen (Soe.) erwidert dem Staatssekretär Grafen Posadowsky, er habe bisher nicht gewußt, daß das rothe Tuch auch auf Menschen solche Wirkung ausiibe. (Präsident Graf Ballestrem ruft den Redner für diese Aeußenmg zur Ordnung.) Redner fortfahrend, erklärt, er könne garnicht begreifen, wie die Regierung Anstoß nehmen könne an der rothen Fahne, die doch das Banner der Menschenliebe sei. (Heiterkeit.) Staatssekretär Posadowsky bemerkt, wir wünschen wohl alle den Arbeitern nach Möglichkeit Schutz zu gewähren, aber die Socialdemokraten verquicken mit den berechfigten Arbeiter- Bestrebungen auch noch ganz andere Bestrebungen. Nach dem Bericht des „Vorwärts" wurden auf dem Bauarbeiter-Kongreß Hochs auf die Arbeiterbewegung ausaebracht und das bedeute doch: Hoch die Soeialdcmokratle. Da gehöre ein Staatssekretär nicht hin. — Abg. Bebel (Soe.) behauptet, die rothen Embleme brauchten für die Regierung kein Hinderniß zu sein, Kommissare zu entsenden. — Die Debatte wird geschlossen. Der Titel wird genehmigt. Eine längere Debatte entspinnt sich dann über den Vorschlag der Kom- misston, einen zur Förderung der römisch-germanischen Alterthums- Forschung in Deutschland in den Etat des Reichsamts des Innern eingestellten Betrag von 20,000 Mk. nicht hier, sondern im Etat bc8 Auswärtigen Amts, Titel Archäologisches Institut, zu bewilligen.
(Nachdruck verboten.)
Der Dlockadebruch von Knrhaven.
(Vor fünfzig Jahren — am 14. Juni 1849.)
Von Dr. Ferdinand Grautoff.
Nach dem Gefecht bei Helgoland vom 4. Juni 1849, wo die junge deutsche Flotte im Kampf mit der dänischen Korvette „Valkyrien" die Feuertaufe empfangen hatte, war Kommodore Brommy, nachdem er das Gefecht aus Rücksicht auf die englische Neutralitälsgrenze hatte abbrechen müssen, mit seinen Schiffen in die Elbmündung eingelaufen. In der Nähe von Kuxhaven wurde das Geschwader, bestehend aus den Raddampskorvetten „Barbarossa", „Hamburg" und „Lübeck", im Strom verankert.
Es galt möglichst bald, und zwar unter Vermeidung eines Zusammentreffens mit dem übermächtigen dänischen Blockadegcschwader, die Weser wieder zu erreichen, wo sich die Kriegs- und Kohlenvorräthe der Manne befanden. Einer Begegnung mit dem feindlichen Geschwader mußte man deshalb ans dem Weg gehen, weil eine einzige glatte Sage einer der dänischen Fregatten schon hinreichen konnte, eins der deutschen Schifft, deren ungeschützte Maschinen theilweise über der Wasserlinie lagen, außer Gefecht zu setzen. So wurde z. B. in dem Gefecht bei Eckernförde der dänische Raddampfer „Geysir", ein Schiff, welches jetzt zum Blockadegeschwader vor der Elbemündung gehörte, vollkommen manöverirunfähig dadurch, daß eine deutsche Granate ihm den Radkasten durchschlug und in die Maschine drang. Der „Geysir" konnte sich nut mit Hülfe des ihn fortschleppenden Radavisos „Hccla" in die offene See retten. Es bedurfte also für Kommodore Brommy der äußersten Vorsicht, wenn er nicht in einem aussichtslosen Kampf Schiffe und Mannschaft nutzlos aufopfern wollte. Aus eine Windstille, die die dänischen Fregatten bewegungsunfähig gemacht hätte, konnte mau nicht warten. Ebenso war nicht daran zu denken, unter dem Schutz der Dunkelheit die Elbe zu verlassen, da wegen der feindlichen Blockade alle Seezeichen entfernt und alle Leuchtfeuer gelöscht waren.
Man mußte also auf eine günstige Gelegenheit warten. Aber schon zeigte sich ein drohendes Gewitter am Horizont. Wenige Tage nach dem Gefecht bei Helgoland ließ Lord Palmerston, der englische Premierminister, in der „Times" erklären: Es hätten sich Schiffe mit schwarz-roth-goldener Flagge bei Helgoland gezeigt, ließen sic sich noch einmal sehen, so würde er sie durch englische Kriegsschiffe als Piraten aufbringen lassen." Die schwarz-roth-goldene Flagge war zwar versehentlich der englischen Regierung von der deutschen Centralgewalt nicht uotificirt, ein bedauerliches Versehen, was aber keineswegs den englischen Staatsmann zu einem so brutalen und u-werschämten Vorgehen berechtigte. Es bleibt ein diplomatischer Akt, der in der politischen Geschichte einzig dasteht.
Für Kommodore Brommy war dieser Vorfall eine Mahnung, den Rückzug nach der Wesermündung möglichst zu beschleunigen. Dralißen vor der Elbemündung kreuzte inzwischen der dänische Admiral Steen Bille mit seinen Fregatten „Thetis" und „Bellona" und hielt scharfen Ausguck nach den deutschen Schiffen, und täglich kam der Raddampfer „Geysir" herein, um von Fischern und Spionen Nachrichten über Brommys Geschwader einzuziehen. Darauf baute Brommy feinen Plan auf.
Geflissentlich ließ er verlauten, so erzählt Admiral N. Werner, damals ßeutuaitt auf der „Barbarossa", daß die Schiffe auf der Elbe zu bleiben gedächten, und traf Vorbereitungen zu einem großen Ball, der auf den 14. Juni festgesetzt wurde, und zu dem Einladungen in Kuxhaven und Umgegend ergingen. Die Sache sprach sich schnell herum und natürlich erfuhr auch Admiral Steen Bille durch seine Spione davon. Am 13. Abends schon legte die festlich geschmückte Korvette „Lübeck" au der Landungsbrücke an, um mit den Festgästen am anderen Morgen eine längere Luftfahrt stromaufwärts zu unternehmen. Wie grausam aber war am anderen Morgen die Enttäuschung, als alle drei Schiffe spurlos verschwunden waren. Nur die Mittheilungen des Amtmanns von Kuxhaven, des Einzigen, den Brommy ins Vertrauen gezogen hatte, vermochten die allgemeine
Entrüstung zu besänftigen. — Der Zweck aber war erreicht. Ueber den Verbleib der deutschen Schiffe beruhigt, hatte der dänische Admiral am 14. mit seinen Schiffen die hohe See ausgesucht, umso mehr, als frischer Nordwind und unsichtiges Wetter eine allzu enge Blockade gefährlich und unbequem machten. Doch hatten sich die Dänen nicht so weit entfernt, als Brommy gehofft hatte. Das zeigte sich, als das deutsche Geschwader am 14. mit Tagesgrauen die Elbemündung verließ.
Auf halbem Weg nach der Weser, als sich die Luft auf» klärte, kamen die beiden feindlichen Fregatten mit dem „Geysir" in Sicht. Sie begannen bei dem frischen Wind sofort Jagd auf die Deutschen zu machen. Eine Zeitlang drohten die schnellsegelnden Dänen den Deutschen auf« znlansen. Diese aber, flacher gehend, wurden von ^ihren vortrefflichen Lotsen ganz nahe an den gefährlichen Sandbänken und Untiefen hingesteuert, wohin die Dänen ihnen nicht folgen konnten. Nur der „Geysir" eröffnete aus seinen Geschützen ein Feuer auf die Deutschen, bei der großen Entfernung aber ohne Erfolg.
So erreichte das Geschwader ungefährdet die Weser- mündung. Es war das letzte Mal, daß sich bie, Schiffe der deutschen Marine auf offener See zeigten. Sie Hai keine Lorbeeren zu verzeichnen gehabt. Der Grund dafür lag aber in den jammervollen Zuständen in unserem Vater- lande. Zwar oegetirte die Flotte noch zwei Jahre weiter, aber die Entwickelung der Dinge in Frankfurt schloß jede Garantie für ihr Fortbestehen aus. So wußte man sich schließlich nicht anders zu helfen, als daß man die Schiffe im Jahre 1851 durch den oldenburgischen Hannibal Fischer versteigern ließ. Während die übrigen Schiffe zu wahren Schleuderpreisen an fremde Dampfergesellschafien verkauft wurden, übernahm Preußen die „Gefion", die Kriegsbeute von Eckernförde, und die Korvette „Barbarossa". Beide Schiffe, das eine als Kreuzer, nachher als Schulschiff, das andere als Wachtschiff, haben noch lange Zeit in der preußische« Marine gedient, die den Grund legte zu der kaiserliche« Marine des neuen Reiches.
