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Mittwoch, den 5. April
Fernsprecher N». 52.
Ko. 158
Fernsprecher No. 52.
Abend-Ausgabe
Rcichslande zu befolgende Politik feste Grundsätze itdem maßgebend geblieben und ohne Schwanken
seinem Hauptgestirn sehr entfernt, da er den Saturn in einer Entfernung von über 20 Millionen Kilometer umkreist. Seine Umlaufszeit beträgt anderthalb Jahre. Die Grenzen des Saturnsystcms sind durch diese neue Entdeckung außerordentlich erweitert. Und durch ein scharfes Fernrohr bemerkt man verschiedene Streifen, welche genau erkennen lassen, daß dieser Planet eine runde Gestalt hat. Wenn wir die anderen Planeten betrachten, so erscheinen sie uns immer nur als runde Flächen; von ihrer Kugelgestalt werden wir nichts gewahr, so ist es aber nicht beim Saturn. Mittels des großen Fernrohrs beobachten wir alsbald Streifen, die sich auf sein« Oberfläche nach allen Richtungen hin krümmen. Manche Forscher nehmen an, diese Streifen seien sichere Anzeichen von ungeheuren Stürmen, die in der dichten Atmosphäre des Saturn wüthen. Ja nach der Meinung früherer Astronomen deutet der konstante Streifen in der Acquatorialzone auf große Fluthwellen etwaiger Flüssigkeiten. Das sind nur Hypothesen. Die physische Beschaffenheit des Saturn kann von uns Erdbewohnern in keiner Hinsicht bestimmt und genau angegeben werden. Und wir werden wohl niemals das Glück haben, die Saturn-Natur, wie sie wirklich ist, kennen zu lernen; denn der mittlere Abstand dieses Planeten von der Sonne beträgt beinahe 192 Millionen Meilen, eine Entfernung, die zur sicheren Beobachtung durch das auch am weitesten tragende Fernrohr keine Möglichkeit mehr bietet. Gehört doch der Saturn mit Jupiter, Uranus und Neptun zu den sogenannten „sonnenferuen" Planeten. Bei der Ungeheuern Entfernung dieses Weltkörpers von seinem Centralkörper, der Sonne, erscheint deren Fläche dort auch 90 mal kleiner als
1809.
Anzekgen-Preiö r
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auf unseren' Erdplaneten. Seine Entfernungen von der Erde halten sich zwischen 1270 und 1650 Millionen Kilo» meter. In einer Sekunde geht er wenig mehr als 7,5 km und braucht 29 Jahre 166 Tage und 5 Stunden, um die Sonne zu umkreisen. Dagegen schwingt sich dieser Planet in 10 Stunden 15 Minuten um seine Achse; auch er muß demnach an seinen Polen, die, nebenbei gesagt, ähnliche Lichtveränderungen wie die Marspole zeigen, stark abgeplattet sein. Die Schiefe seiner Achse betrag 264/a Grad; daraus läßt sich eine ziemlich große Verschiedenheit der Temperaturverhältnisse in den Jahreszeiten des Saturn schließen. Der Aequatorial-Durchmesser dieses Sternes beträgt 16,073 Meilen; übertrifft also den unserer Erde 9,35 mal. An Rauminhalt ist der Saturn 823 mal größer als der Erdplanet. Unter allen Planeten unseres Sonnensystems hat er die geringste Dichtigkeit, etwa die des Bimstcins.
Wie schon angegeben, schwebt der Saturn, etwas westlich geneigt, in einem Ring. Cassini erkannte den Ring als doppelt. Seit 1850 aber hat man einen lichtschwachen dritten und dem Hauptplancten nächsten entdeckt, der - sich nach der Annahme mancher Forscher noch in einem flüssigen — vielleicht auch gasigen — Zustande befinden soll. Der äußere Ring ist mehrfach getheilt. Es umschließt den eigenartigen Wellkörper ein ganzes System konzentrischer ringförmiger Gebilde. In diesen räthselhaften Ringen sind seit der Entdeckung des Saturn — vor 200 Jahren — interessante Veränderungen wahrgenommen worden.
Ungewiß bleibt es, ob der innerste dunkle Ring erst neuerlich entstanden, gewiß aber ist, daß sich der Zwischenraum zwischen den Ringen und der Saturnkngel im Laufe
Admiralstabs dec ........ .
Frühstiickstafcl beim Kaiserpaar war Graf Görs, „ die „Post" von unterrichteter Stelle erfährt, entbehrt Blätter gehende Nachricht, daß die Kaiserin im Laufe ! Sommers einen französischen Badeort besuchen werde, der S gründung. — Prinz Albrecht von Preußen hat sich m Londoü begeben.
Deutsches Deich.
* Hof- und Personal-Nachrichten. Der Kaiser hat nunmehr die Ordre vollzogen, durchweiche der General-Major z. D. Freiherr v. Buddenbrock an Stelle des Ende vorigen Jahres zurückgetretenen Herrn v. Senden zum Vorstand des Hofstaates Jhrer'Königlichen Hoheit der Prinzessin Luise ernannt worden ist. — Wie der „BerlinerLokal-Anzeiger" berichtet, ist der Kaiser seit Charfreitag von einem leichten Unwohlsein befallen. Ein sogenannter Brenschuß zwang ihn, während der Feiertage das Zimmer zu tcn und zeitweise auch das Bett. Das Bmndcn des Kaisers t sich jetzt so weit gebessert, daß er Vorträge entgegen I nehmen konnte. Die Theilnahme an der Taufe beim württem-
Auslaud.
* Italien. Aus Rom, 4. April, wird gemeldet: Der Pa pst hatte gestern einen längeren Ohnmachtsanfall.
* grmtkrridh Aus den weiteren Enthüllungen deS Pariser „Figaro" ist besonders hcrvorzuheben die Erklärung Poincarös, wonach General Billot an Eidesstatt gesagt habe, er ffi
* Fürst Hohenlohe. Die „Nordd. Allg. Ztg." berichtet über das Geburtstagsdiner, das der Reichskanzler Fürst zv Hohenlohe am ersten Osterfeiertag in Baden-Baden gab. Mr Reichskanzler erwiderte auf die Ansprachen in herzlichen Dankes Worten und fügte hinzu: „Es ist ja wahr, daß ich seit mehr als fünfzig Jahren ein treuer Vorkämpfer btt deutschen Einheit gewesen bin, aber nicht an erster Stelle. Zu gewaltigen Thaten hatte ich keine Gelegenheit, und als ich an die erste Stelle ün Dienst des Kaisers berufen wurde, mar dar Reich vollendet. Mir blieb und bleibt der Beruf, das zu pflegen und zu erhalten, was geschaffen ist. Das ist auch ein schöner Beruf. Er wird mir erleichtert durch die treue Mitarbeit der Vertreter der verbündeten Regierungen." Staatssekretär v. Puttkam« brachte in feiner Rede unter Anderem noch Folgendes: Der Fürst habe für die im Rcichslande zu befolgende Politik feste Grundsätze aufgestellt, die seitdem maßgebend geblieben und ohne Schwanken befolgt worden seien. Allem Sprunghaften in der Verwaltung habe der Fürst ein Ende gemacht; er habe als Wächter des Deutsch- thums gehandelt und zugleich im höchsten Maße die Sympathieen der Landesbewohner erworben.
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(Nachdruck verboten.)
Der Planet Saturn.
Von Paul Lechmann.
In unserem Planetensystem giebt es einen Stern, der In mancher Hinsicht sich scharf von den anderen Planeten Unterscheidet, indem er bei seiner näheren Betrachtung Eigen- thümlichkeiten und Beschaffenheiten ganz besonderer Art zeigt. Wundersam berührt wird unser staunendes Auge, wenn wir i am Himmel diesen Weltkörper zum ersten Mal in Augenschein nehmen. Seine abnorme Erscheinung schließt unserm Geiste neue Ahnungen von den im All waltenden geheimniß- vollen Gesetzen auf, und bei so ungewohntem Anblick ist es uns, als spräche aus den ewigen Räumen des Weltganzen ■ ein Geist zu uns: „Seht Ihr, daß Ihr noch lange nicht Alles erforscht habt, was da oben webt und lebt!" — Und - was ist so Seltsames an diesem Planeten, der, wie unsere Erde, rin Kind der Sonne ist, zu unterscheiden? Was hat er so Abnormes, das wir an den anderen Planeten «icht wahrnehmen? Nun, lieber Freund, schärfe Deinen Blick und Du wirst erstens um diesen im bläulichen Licht schimmernden Weltkörper einen freischwebenden Ning von auffallender Form gewahr werden. Dieser Ring ist so sonderbar gestaltet, daß wir im ganzen Planetensystem kein Gebilde seiner Art zum zweiten Mal wieder auffinden. P, Ferner begleiten den Saturn oder umkreisen ihn vielmehr neun Monde in gehörigem Abstand voneinander. Der neunte Mond des Saturn ist erst im August 1898 von dem bekannten Astronomen Pickering auf der Harvard-Sternwarte ta Massachusetts in Amerika entdeckt worden. Er ist von
43. Jahrgang.
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bergischen Gesandten mußte jedoch noch abgesagt werden, -r- Der „Reichs-Anzeiger" veröffentlicht die Ernennung des Finanz- Direktors beim Gouvernement für Deutsch-Ostafrika, v. BennlgseN, zum Gouverneur von Dcutsch-Neu-Guinca. — Die tlebersiedelung des Kaiserpaares nach dem Neuen Palais zu Potsdam, welch« mehrfachen baulichen Veränderungen unterworfen worden, soll am 23. April erfolgen. — Der Kaiser empfing am ersten und zwettest Osterfeicrtag-Nachmittag den Unterstaatsfekretär Frhrn. v. Richthofen und den Staatssekretär v. Bülow zum Vortrag.
Dcr Vizepräsident des preußischen StaatSministeriumS, Finanz- minister Dr. Miquel, hatte am zweiten Osterfeiertag dech Geheimen Oberjustizrath Dr. Blancq, dem Mitarbeiter aln Bürgerlichen Gesetzbuch, in Göttingen einen Besuch abgestattü und mit diesem über die Aussühmngsgesetze zum Bürgerlichen Gesetzbuch, welche theils dem Landtag schon zugegangm sind, theils noch zugehen sollen, Rücksprache. Der Minister ist von dieser Reise wieder in Berlin eingetroffen. — Der Kaiser hörte gestern die Vorträge des Chefs des Militär- Kabinetts, v. Hahnke, des General-Inspekteurs des Ingenieur- und Pionier-Corps, Freiberrn von der Goltz, und des Chefs des Admiralstabs der Marine, Contrc-Admiral Bendemann. Zux Frühstückstafcl beim Kaiscrpaar war Graf Görtz geladen. — Wie die „Post" von unterrichteter Stelle erfährt, entbehrt die durch oft
* Rundschau im Reiche. Fürst Herbert Bismarck veröffentlicht in den „Hamb. Nachr." folgende Danksagung: Friedrichsruh, den 1. April 1899. Die erste Wiederkehr deS heutigen Datums seit dem Tode meines Vaters ist von allen Deutschgesinnten als ein Trauertag empfunden und gehalten worden. Es find mir auf telegraphischem und schristlichent Wege, sowie in Gestalt blühender und weihevoller Kränze so umfangreiche Beweise von herzlicher und entschlossener Anhänglichkeit an ihn und sein großes Wirken zugegangen, dH ich zu meinem Kummer außer Stande bin, Allen, die an seinem Geburtstag ihre Treue über daS Grab hinaus erneut zum Ausdruck gebracht haben, unmittelbar zu danken. Ich sehe mich daher genöthigt, die Vermittelung der Presse in Anspruch zu nehmen, um meine herzliche Danksagung zur Kennt- niß Derer zu bringen, die ihre Empfindungen heute theilnahmooll an den Tag gelegt haben." — In einer in Alto na abgehaltenett öffentlichen Versammlung der Schneider theilte der Vorsitzende mit, daß wenig Aussicht vorhanden fei, in Altona und Ottensen den Lohnkampf der Schneider zu einem für die Gefcllen günftigen Abschluß zu führen. In Hamburg wurde zwischen dey streikenden Schneidergesellen und den Meistern der größeren Schneidergeschäfte eine Einigung erzielt.
zu thun, wieder einmal einzufehen haben, daß in dieser Weit Macht nur zu oft Recht bedeutet." So verletzend eine derartige klare Sprache auch für deutsche Eigenliebe sein mag, so ist sie doch den journalistischen Pflastern vorzuziehen, die andere Blätter jetzt für dieselbe schmieren. Wenn Deutschland, wie es scheint, von John Bull über den Löffel barbirt wurde, ist es das einzig Richtige, das ein- zugestehen und unverzüglich Vorkehrungen gegen ferneren Verrath zu treffen. Einem heute hier veröffentlichten Reuterschen Telegramm aus Washington gemäß sollen Großbritannien und die Vereinigten Staaten „geneigt" sein, Deutschlands Vorschlag zur Einsetzung eines Ausschusses zu genehmigen, dessen Zweck es wäre, die jüngsten Vorgänge zwischen den Beauftragten der drei Mächte in Samoa zu untersuchen und ein neues Abkommen vorzuschlagen. Dadurch wird aber höchstens das gute Aussehen gewahrt werden, das ist Alles. — Mataafa wurde auf Grund des Berliner Vertrags durchaus rechtsgültig zum König erwählt, und Deutschland, das Ursache zur Abneigung gegen diesen Mann hat, erhob keinerlei Widerspruch. Dieser letztere Umstand soll den Iankees verdächtig vorgekommen sein, wahrscheinlich, weil es ihnen zur lieben Gewohnheit geworden, überall im pacifischen Meere üble deutsche Absichten zu wittern, und die Folge davon war schließlich das Bombardement der unglücklichen Samoaner durch die anglo-amerikanische Flotte. Die Samoaner müssen übrigens eine seltsame Vorstellung von dem Berliner' Vertrage bekommen, da ihnen dessen Innehaltung wie seine Uebertretung Kanonenkugeln einbringt.
* * *
Berlin, 4. April. Der „Post" zufolge ist vom Londoner Kabinett noch keine definittve Zustimmung^zu dem von Deutschland gemachten Vorschläge, zur Regelung der Samoanischen Streitfrage eine Kommission einzusetzen, «»gegangen. Die Regierung der Vereinigten Staaten hat unverzügltch angenommen.
Die angesichts der Bereitwilligkeit, mit der die amerikanische Regierung den deutschen Vorschlag aeceptirt hat, besonders auffällige Haltung Englands findet in der Presse ihren Kommentar und giebt zu mancherlei Warnungen nach London den Anlaß. So schreiben die Berliner „Neuesten Nachrichten": „DiesesZaudern sowie Englands ganzes Verhalten während der jüngsten Phase der Samoa-Frage ist das politisch bedeutsamste Moment, welches im Zusammenhänge mit den samoanischen Vorgängen in Erscheinung getreten ist. Wichtiger als Samoa an sich ift, realpolitisch betrachtet, die samoanische Angelegenheit als Prüfstein für die Möglichkeit, mit England politische Geschäfte zu machen. Wenn Großbritannien nicht einmal in einer Frage, die sich auf dem Untergründe eines von England mitunterzeichneten Abkommens bewegt, eine Stellung zu nehmen sich verpflichtet fühlt, welche mit seinem Werben um bte deutsche Freundschaft in lieber« einfiimmung zu bringen wäre, so liegt die Frage nahe, ob es in den politischen Kombinationen als zuverlässiger Freund überhaupt in Rechnung gezogen werden kann, welcher Lösung das örtliche samoanische Problem auch entgegengefiihrt werden mag. Seine eigentliche Bedeutung wird danach zu bemessen fein, in welchem ©inne die Antwort auf die obige Frage ausfallen wird."
Samoa» eine Kehre.
Unser Londoner n - Korrespondent schreibt unterm 3. April:
Die Sprache, welche die maßgebenderen englischen Zeitungen über die Haltung Deutschlands in der Samoa- Angelegenheit bisher führten, kann nur als eine gemäßigte bezeichnet werden, wiewohl sie sich dabei auf einen ziemlich einseitigen Standpunkt stellen. Es würde doch aber auch kaum angehen, jetzt schon wieder in den alten höhnischen oder Schimpfstil zu verfallen, wo die Druckerschwärze noch nicht einmal ordentlich trocken geworden ist, mit Hülfe deren man das anglo-deutsche Bündniß, oder was es sonst sein mag, feierte, sowie seit Menschengedenken zum ersten Mal die Stammverwandtschaft mit den geschmähten Deutschen anerkannte. Letzteres geschah übrigens aus Anlaß des kaiserlichen Telegramms an Kippling, sowie des Besuchs des Mr. Rhodes in Berlin. Das eine ist jedoch in Allem, was die englische Presse über die Samoa-Angelegenheit zu sagen hat, unverkennbar, nämlich, daß sie aus der ganzen Geschichte nicht klug zu werden vermag. Dieser Umstand allein würde sie natürlich nicht verhindern, ganz entschieden Stellung in der Sache zu nehmen. Im Gegenthcil, er würde sogar anregend wirken, denn feststehende, nackte TlMachen bilden kein brauchbares Material für die plastische Erfindungsgabe, das heißt, sie eignen sich nicht für das journalistische Topfschlagen, das der modernen Zeitungslitteratur angeblich einen so pikanten Reiz verleiht. Außer Denjenigen, die den Konsuln in Samoa Verhaltungsmaßregeln und den dortigen Kriegsschiffen Bombardirungsaufträge geben, weiß kein Mensch etwas Genaues über das, was zwischen den in Frage kommenden drei Mächten vorgeht. Wenn man jedoch nach KB" dem Augenschein urtheilen darf, so wird Deutschland von England und den Vereinigten Staaten in der denkbar über- / milchigsten und geringschätzigsten Weise behandelt. Es ist das der Eindruck, den die Vorgänge auch hier in weiteren Kreisen gemacht zu haben scheinen, und bemerkte eine Londoner - Zeitung hierzu soeben unter Anderem Folgendes: Das I offenbare Einverständniß, mit dem Großbritannien und die Bereinigten Staaten seit dem spanisch-amerikanischen Krieg, namentlich aber in der Samoa-Angelegenheit handeln, sollte | sich Deutschland als eine Lehre dienen lassen. Was die deutschen halb- und ganzoffiziellen Zeitungen auch immer Vorbringen mögen, um wenigstens daheim den Glauben zu verbreiten, das deutsche Ansehen wäre unversehrt, dem Auslande können sie nichts weiß machen. Die Ehatsachen, die klar vor uns liegen, sind kurz zusammengefaßt die, daß die englischen und amerikanischen Beamten in Samoa, die von jeher daran gewöhnt waren, fc.. ihre deutschen Kollegen über die Schultern anzusehen, sich mit diesen entzweiten, und daß die Regierungen der E ersteren, ohne sich im Geringsten um den Berliner Vertrag, noch um Deutschland zu kümmern, ihre Kriegsschiffe ermächtigten, den Dingen auf Samoa mit Waffengewalt diejenige Wendung zu geben, die den anglo- U-' amerikanischen Wünschen entspricht. Deutschland scheint sich nun darauf zu verlegen, hier in London und in Washington Vorstellungen zu machen, und dürfte, unfähig etwas Anderes
