Einzelbild herunterladen
 

Tsimo

uff tsching

’inyafat

A'anchuan

\7schurw t&itn

'Tau bin

Tansania.

'chiuntschia^

IGdingv»

Wanfffi)

\Za/ihmi\

GicZungh

’uzli a

Japetscheu

QÄford. M'aizz

QKanfftschiatff.

Tcbiab»* V*

'wiUcha bu.

ni tschong

{jchtnsari '.nzawKff

Genatoa^^ dn$a

Tien techuen <^cAa“&dWa

\ Wei tooha toi

I TaznfiVax/^> inhojupm^

Grenze des

WiksWmr Sagblatt

1899

Mittwoch, den 25 Januar.

Fernsprecher No. 52.

Uo. 41

Fernsprecher No. 52.

Morgen"Ausgabe

Kiautschou

>rbcn

Linien-vn

D

im fiuj der S

Olaii)

Z irgetuan

Siautuan ' Kan tau

(Nachdruck verboten.)

Die amtliche Karte des Gouvernements von Kiautschou.

Seitens des Reichs-Marine-Amtes ist soeben eine Karte des Gouvernenients von Kiautschou herausgegeben worden, die wir beistehend in verkleinertem Maßstabe reproduciren. Die auf Grund der neuesten Aufnahmen und Vermessungen angefertigte Karte grebt

steht an ihrer Nord, feite durch eint, den größten Theil des Jahres trockene

Landfiäche mit dem Fesüande in Ber- vindung. Im Süden in der Bucht von Kiautschou liegt die Insel tznangtau, süd­westlich davon zwei kleinere Inseln. An der Außenseite im Südenin der.Arcona- See liegen einige

kleine Inselchen und noch »eiter südlich, etwa 12 b-a vorn Ufer

wende und um Ihre gütige Mitwirkung in einer Angelegenheit bitte, die für das hiesige Kirchspiel recht sehr von Bedeutung rst A Im August d. I. werden es 200 Jahre, daß das Waldenserdots Charlottenberg, Kirchspiels Dörnberg, gegründet worden ist. W damalige Fürstin Elisabethe Charlotte von Schaumburg ncchm nicht nur in die verschiedenen Orte des damaligen FürstenthumS Schaums bürg arme vertriebene Waldenser auf, sondem sie gab auch Grund und Boden 2C. für ein ganz neues Dorf her, in das nur Waldens« Aufnahme fanden; das ist das Dorf Charlottenberg. Nun werde« cs bald 200 Jahre, daß diese Gründung geschehen ist, und da wart es der Wunsch des Pfarrers von Charlottenberg, wie, auch der Wunsch der Bewohner des Ortes, das Andenken an die Fürst« dadurch zu ehren, daß cine Charlottenstistung in das Leben gerufen

Personen- und Güter-BahnhofeS verzeichnet ist. Die Bahn fuhrt in einem westlichen Bogen von Tsintau, wendet sich nach Norden und wird dann am Ostufer der Bucht von Kiautschou,n nördlicher Richtung nach dem Inneren weiter geführt werden Tsintau steht durch eine Telegraphenlinie, die in unserer Karte ebenfalls verzeichnet ist, mit Kiautschou, sowie mit dem chinestschcn Telegraphennetze ut Verbindung. „,

Der alte Hafen mit einer Landungsbrücke befindet sich gcgei^ wärtig bei Tsintau, ein neuer geräumiger Hafen, für Kriegs- und Handelsschiffe brauchbar, soll nordwestlich von Tsintau an der inneren Seite der die Kiautschou-Bucht im Osten abschließenden Halbinsel angelegt werden. Die Anlage dieses Hafens fit von der Natur durch die Tiefenverhältnisse in äußerst günstiger Weise vor- qezeichnet; die in der Bucht von Kiautschou in unserer Zeichnung sichtbare Strichlinie bezeichnet die 10 w-Tiefenlinie, aus deren Verlauf man ersehen kann, ein wie großer Theil der an und mr sich überaus geräumigen Bucht (man vergleiche den Maßstab oben rechts in der Karte) für die größten Kriegs- und Handelsschiffe schon jetzt ohne Weiteres befahrbar ist.

besonders auch vor» Sr. D. dem Fürste» von Waldeck, altz für die Begründ'.uiK unserem Zweck 6c5

4». Jahrgang»

Erscheint in zwei Ausgaben. — Bezugs-Preis: durch den Verlag SO Pfg. monatlich, durch die Post 1 Mk. ®O Pfg. vierteljährlich für beide Ausgaben zusammen.

das erst genaue und zuverlässige Karten- dild der neuen deutschen Kolonie in Ost-Afien.

Das eigentliche Pachtgebiet (bergt die Zeichenerklärung unten links) ist in unserer Karte durch eine gekreuzte Schraf- firung von außen um, grenzt. Das ganze, außerhalb dieser Schraffirung liegende Gebiet umfaßt jene gleichsam neutrale Zone, die sich in einer Breite von 50 km oon den äußersten Punkten des deutschen

Pachtgebietes im Vogen um dasselbe herum erstreckt, und innerhalb deren seitens der chinesi­schen Regierung ohne die Zustimmung der Deutschen keinerlei Maßnahmen irgend welcher Art, tn8« besondere keine Besttz- »eränderungen, zuge­lassen werden dürfen.

Das deutsche Pacht­gebiet umfaßt die ganze Bucht von Kiautschou bis zur

Hochwassergrenze nebst den in der Bucht und vor derselben liegenden größeren uno Beigeren Inseln. Letztere sind folgende: Die Insel Aintau

Karte durch Punktirung der Flächen bezeichnet sind, dem Ufer vorgelagert sind. Um die Bucht herum liegen zahlreiche Dörfer, deren Bevölkerung hauptsächlich Fischfang treibt. Mit Ausnahme des größeren Hafenplatzes Ta-po-sou, des Vorhafens der «tadt Kiautschou, befinden sich außerhalb des deutschen Pachtgebietes keinerlei irgendwie bedeutendere Hafenplätze an der Bucht.

Im Pachtgebiet von Kiautschou auf der Ostseite der Bucht befindet sich bekanntlich die Hafenstadt Tsintau. Dieselbe ist in unserer Karte unterstrichen. Sie ist Sitz des Gouvernements, einer Truppengarnison, eines Postamtes, und wird Endpunkt der Bahn, welche nach dem 3nrw zu den Kohlengebicten der Halbinsel Shantung fügten soll. Ein ausführlicher Bebauungsplan ist bekanntlich für Tsintau entworfen, in welchem auch dre Lage des

Anzeigen-PreiSt

Die einspaltige Petitzeile für lvcale Anzeige» 15 Pfg., für auswärtige Anzeigen 25 Pfg. — Reklamen die Petitzeile für Wiesbaden 50 Pfg., für Auswärts 75 Pfg.

Bewohner des KircG spiclS sind nämlich Bergleute u. müssen, da das Arbesten in dem Silber - und Bleibergwerke, ba8 schon lehr tief ist, die Gesundheit be< deutend schädigt, in den besten Jahren des Lebens sterben, und geht meist dabei dem Tod ein längeres Siechthum voraus, das oft in schrecklicher Gestalt auftritt. Die Frauen, die infolge der Krankseins ihrer Männer das Feld bestellen und weiter­hin auch nicht selten durch die Sorge für noch unerwachsene

Kinder gar sehr itt Anspruch genommen sind, können den Krarcken nicht die nöthige Zeit widmen, auch will die Kranken­pflege gelernt fein, darum wäre das Zustandekommen deS

Planes, eine Charlotten-Stiftung zu gründen, sehr zn wünschen; denn die Bewohner des Kirch­spiels sind meist Bergleute, die eben gerade leben können, und die übriges kleine Bauern, sodaß also die Mittel für die Krankenpflege, zumal auch eiw« 60 Wittwen mit meist noch unerwachsene» Kindern Vorhände» sind, von den Be­wohnern des Kirch» fpiels nicht selbst allein aufgebracht werden können. ES wird nun auch von anderer Seite wohl/

in das Leben gerufen würde, die denZweck hätte, mit die Mittel zur Anstellung einer Krankenpflegerin für das Kirchspiel Dörn­berg zu gewähren, die dort sehr am Platze wäre. Die meisten

von der Stadt erworben werden muffen.

- Krermde brr Jagd machen wir auf einor Vorirag der Kolonialgesellschaft" aufmerksam, welchen Herr Oberförster Kruge» von Eilenhof bei Kemel nächsten Donnerstag, dm LS.Janusr, tz iitztz,

Tiehawe

OdLäwe a&onjo

M^aidschou

dem Standesherrn von Schaumburg, der sich der gedachien Stiftung sehr interefstri, zu - Y . getragen werden; allein zu solch einer (Stiftung gehört doch feyan viel und da müssen uns denn Gaben von verschiedenen SKen -eh, erwünscht sein." — Die Redaktion des. „Wiesbadener Tagblatt ist gern bereit, weitere Beiträge zu übermitteln.

o. ztrasteu-nrchvrnch Wichel»b»rg-K«alg«lfe. Da« Projekt des genannten Sttaßendurchbruchs ist, weil es sich bcibei um die Durchbrechung der Heidenmaner, eines im staatliches Schutze stehenden Baudenkmals, handelt, dem Kultusministerin» zu Berlin vorgelegt word-n. Die Pläne sind jetzt von dort mit dem Bescheid zurückgekommen, daß gegen diese Jnanspruchnahm« der Heidenmauer unter den obwaltenden Umständen vom Stand» puntte der Denkmalspflege nichts einzuwenden fei. Diese Minister ieL, Prüfung des Projetts war die Ursache, daß man feit Längerem davon nichts gehört hatte. Nachdem nun der dem Unternehmen günstige Bescheid vorliegt, wird die Stadwerwaltung woht das Ihrige thun, um das Sttaßenprojekt, das der Ent, lastung der Langgaffe dienen soll und allgemein als ein dringendes Bedürsniß anerkannt worden ist, auf dem möglichst raschesten Wege seiner Verwirklichung entgegenzuführen. Zunächst ist noch das Fluchtlinienverfahren zu erledigen, der Plan zur Kenntuitz» nähme der Jntereffenten öffentlich auszulegen. Außerdem handelt es fich im Wesentlichen noch um den Erwerb der in die Sttaße fallenden Haust» von Frau Eberhardt an bei Kirchhofsgaffe und Herrn Th. Rumpf cm der Webergasse, die in die neue Straße fallen und entweder htt Wege des freiwilligen Verkaufs ober demjenigen der Enteignung

Aus Stadt und Land.

Wiesbaben, 25. Januar.

— Königliche Schauspiele. Kammersänger Müller wirb nach längerer Krankheit an Kaisers Geburtstag zum ersten Male wieder auftreten und zwar als Kühleborn in Lortzmgs „Undine .

— Steinvetmesen. Wir erinnern unsere Leser daran, daß die Frist zur «tempelung der MiethSverzeichniffe mit demdl.d.M. abläuft. Werden solche nach dieser Frist zur Versteuerung vorgelegt, so wird das Prozeßverfahren wegen GesetzcSüberttetung eingelötet.

- Kitte vom Westerwald. Zu einer in unferm Blatte bereits vor Sturmem einmal angeregten Angelegenheit, betreffend Anstellung einer Krankenpflegerin in dem armen Kirch;picl Dornberg (es wurden schon einige Beiträge gezeichnet), wird uns neuerdings geschrieben: »Gestatten Sie, daß ich mich mit einigen Zeilen an Sie

» t für die Abend-Ausgabe bis 11 Uhr Vormittags, für die Margen-Ausgabe bi-3 ^r Nachmittag«. - Für die Aufnahme später eingereichter Anzeigen zur

»AUUUljUlk iiächsterscheinenden Ausgabe wird keine Gewähr übernommen, ;edoch nach Möglichkeit Sorge getragen. _______ _

Verlag: Langgasse 27.

16,000 Abonnenten

w— Telegraph UW Watten C?S?->y „

entfernt, die (auf der _____ Karte nicht mehr enthaltene) Insel Tolosan. Im Osten hegen vor der Hasenmündlina die Inseln Round-Jsland, einige Felsen, die Inseln Taikungtau, Siankungtau, Tschalientau (eine kleine Insel ganz im Osten, nicht mehr auf unterer Karte), sowie mehrere Inseln dicht vor der Küste. Außerdem umfaßt das Pachtgebiet die Landzungen hn Süden de» Eingangs zur Bucht und die große Landzunge im Osten. Die Landgrenze der letzteren geht östlich vom Loschan-Hafen in nördlicher Richtung über das Lauschan-Gebirge und wendet sich nördlich de« Paischa So (Weißen Sandflusses) nach Westen, bis stc den mittleren Lauf dieses Flusses erreicht, dem sie bis zn seiner Einmündung im nördlichen Theile der Kiautschou-Bucht folgt.

Dies Pachtgebiet ist in feinem nördlichen Theile und speziell an seiner Ostgrenze durch unwegsames Gebirge geschlossen, sodaß über die Landgrenze nur an drei Stellen Verbindungen mit dem Inneren nach der neutralen Zone hin vorhanden, die zum Theil für Truppen schwer pasfirbar sind, da fie über schwierige Pässe führen; allerdings sind fie für Tragthiere brauchbar. Die Rord- Sbc8 Pachtgebietes ist, wie schon gesagt, zum Theil durch den a Ho-Fluß gebildet, der jedoch vom militärischen Stand- i aus als ein ernstes BewegungShinderniß nicht anzusehen ist. Das aus dem Gebirge heraustretende Waffer desselben verläuft thatfächlich in der ttockenen Jahreszeft im Sande, in welchem es versickert, um die Mündung des Flusses in der Bucht unterirdisch zu erreichen. In der Regenzeit, vom Jul, bis September, erreicht hier das Flußbett bei der Ebenheit des Bodens eine erhebliche Breite und infolge des gewaltigen Druckes bei plötzlich aus dem Gebirge herausstnrzenden Waffermassm eine ansehnliche Strom- oefchwiudigkeit. Doch ist er überall sehr seicht unb selbst für fahrende Artillerie ohne Bedenken zu überwinden.

Die Grenze des kleineren Pachtgebietes an der südlichen Leite der Bucht liegt auf dem niedrigsten Theil und gleichzeitig der Wursl der die Kiautschou-Bucht auf dieser Seite abschlietzeuden Landzunge. Das Terrain erhebt sich hier nirgends mehr als 5 m über die Hochwassergrenze und wird von einem alten, aus bei Aicona-See kommenden Kanal durchzogen. „

Die Hochwassergrenze der Bucht markirt sich nicht überall Mars, namentlich nicht dort, wo breite Watten, die in unserer