Do. 29
Mittmoch, den 18 Januar
Fernsprecher No. 52.
1899
Fernsprecher Wo. 52.
" Jahrgang.
Erscheint in zwei Ausgaben. — Bezugs-Preis: Diircf) den Verlag So Pfg. monatlich, durch die Post 1 Mk. <1O Pfg. vierteljährlich für beide Ausgaben zusammen.
Aus Stadt und Land.
Wiesbaden. 18. Januar.
- V)eschichtv I,a l end er. 18. Januar. 1896: f Charles Zloguet, französischer Mnusterpräsideut (* 5. Oktober 1828). 1896: Bestätigung der Kameruner Hinterlandgcsellschaft. 1894: * Prinz gon«, 'Lohn des Fürsten von Bulgarien. 1890: f Amadeus Hfrrog von Aosta emst König von Spanien (* 30. Mai 1815).
J ^^"°/dMeyerheun zu Berlin, bedeutender Genremaler ' 7- 3anuar_1808 zu Danzig). 1873: fliotb Bulwer, englischer Staatsmann 1872: t Karoline, Fürstin Reust ä. L. 1871: Kaiserproklamatwn in Versailles. 1810: * Theodor Kliefotb »u Lichow bedeutender lutherischer Theolog (f 26. Januar 1895 j“ 17»1: Friedrich, Kurfürst von Brandenburg, krönt
stch rn Königsberg zum König von Preußen. 1701: Stiftung des ^dens d-s schwarzen Adlers durchKöni^Friedrich I. vouPreußen. '"»9- , EharleS de Montesquieu, franzögscher, philosophischer und polütscher Schriftsteller (f 10. Februar 1755). J ’
o. C5rridtte-iJerronnlien. Der Titel „Obersekretär' ist auger den erneu Gerlchtsschrelbern au den Gerichten auch den mit den gleichen Funktionen an den Staatsanwaltschaften beauftragten Beamten verliehen worden. Hier ist dies Herr Sekretär Muschler.
o. Todesfall. Von Schloß Nauden in Schlesien ist die Trauerkundc hierher gelangt, daß daselbst die Mutter unseres Polizeipräsidenten, S. D. des Prinzen von Ratibor, I. D. die vrrwrtrwete föergogm 91melle von Ratibor, geborene Prinzessin von Furftenbera. rm beinahe vollendeten 78. Lebensjahr gestorben
^r Herr Polizeipräsident weilt seit etwa drei Wochen auf Schloß Randen.
Ehr,n,eichen find anläßlich des Kronungs. und Ordensfestes vom letzten Sonntag verlieben worden. Es find dies 474 mehr als im Vorjahre, indem bei derselben Ge- lFknhert 2ti08 Dekonrungen erfolgten. Am häufigsten wurde der Rothe Adlerordcn 4. Klasse verliehen, nämlich 858 Mal (im Vor- ?nhre 720), dann der Kronenorden 4. Klasse 168 Mal (im Vor- Mre 142). Das Allgemeine Ehrenzeichen in Gold erhielten 77 (im Vorjahre 49) und dasjenige in Silber 789 Personen (gegen 625 im Borzayre.
— Innnngswefrn. Heute Abend veranstaltetdieTapezirer- oine General-Versammlung im Saal .Zur StadtFrank- svrt. Wegen der hoben Wichtigkeit der Tagesordnung sei auf die Versammlung auch hier noch besonders aufmerksam gemacht.
— Gründung der „Vereinigung mitteldentscher SanKtt-dnnde . Vertreter des Wormser, Mainzer, Mfttel- rhelnischen, Sber- und Unterlahn - Sängerbundes warm am 27. Dezember v. .j. int Foyer der Stadthalle zu Mainz versammelt, "?ti die Grundlagen einer .Vereinigung mitteldeutscher Sängerbünde zu beraiheii, wobei Folgendes vereinbart wurde. Unter Voraussetzung, daß jeder Bund vollständig selbständig bleibt, keine neuen Geldbeiträge erhoben und kkine Bestimmungen getrosten werden, die den bestehenden Statuten der Einzeloerbande zuwidcrlaufcn, gründen die vertretenen Verbände die .Vereinigung mitteldeutscher Sängerbünde'. Dieselbe bezweckt durch gemeinschaftliche Beschaffiing von Mufikalicu und Benutzung eines gemeinsamen BnndesorganeS nls Lprechsaal die Ausgaben wesentlich zu verringern und die Geschaftsnihrung zu erleichtern; durch Austausch der Bibliotheken und dergl. sich gegenseitig zu unter,tützen und zu fördern. Die geineinsamen Geschäfte fiihrt ein Ausschuß, zu dem jeder Bund feinen 1. Vorsitzenden be,tellt, und ein Mitglied seiner Musikkommission, das von. dieser^ dazu beauftragt wird. Alljährlich findet .mindestens eine Sitzung des geschäftSführendeu Ausschusses statt.
,n welcher jeder Bund durch zwei stimmberechtigte Mitglieder vertreten ist (der 1. Vorsitzende oder dessen Stellvertreter und das dazu bestimmte Mitglied der Musikkommission oder dessen Stellvertreter). Die Anwesenheit und Meinungsäußerung weiterer Vorstandsmitglieder ist zulässig, jedoch ohne Stimmberechrigung. Zur Vereinfachung und Vcrbtlligung des schriftlichen Verkehrs benutzt die „V. M. S." als Sprechsaal für die amtlichen Verlautbarungen der Bundesvorstände und Bundesdirigenten, sowie der Einzclvereine, den in Worms ins Leben gt= tretenen .Sängerboten" als gemeinsames Bundesorgan, auf das die Euizelverciile zum Preise von 3 Mk. pro Jahr abouniren. Für
(Nachdruck verboten.)
Der Diedrrrchsstein in Kinritschorr.
. Bekanntlich fand am 14. November 1898 in Tsiutau, der Hafenstadt der neuen deutschen Kolonie von Kiautschou, die feier; 1^2 .0 tttmciljuitg des^ zu Ehren des Vice-Admirals v. Diederichs errichteten Denksteins statt, der zugleich ein Denkmal der Erinnerung an die damals genau vor entern Jahre er- u
folgte Besitzergreifung des Kiautschoit-Gebiets sem ,oll. Wir sind in der Lage, unseren Meiern betstehend eine Abbildung dieses eigcn- artigeii Denksteins zu geben, zu welcher Folgendes zu bemerken ist:
Das auf Anregung des Prinzen Heinrich von dem Pionier- Hauptmann Müller erbaute Denkmal befindet sich am Abhang des im- mtttelbar bei Tsintau gelegenen Truppeibergs, es besteht aus Felsen- die zum größten Theil von der Natur, zum kleineren Theil künstlich dorthin gebracht worden sind. Das Denkmal fiat eine Höhe von 87- und eine Länge von 22 m. Auf der Vorderseite sind drei Tafeln tn. Jyetfen eingehaueu. Die eine zeigt, wie un Bild deutlich erkennbar, die Inschrift: ^"Am 14. November 1897 ergriff an dieser stelle Sldimral von Diederichs Besitz vom Kiantschou-Gebiet."
.. In der Tafel daneben ist dasselbe denkwürdige Ereigniß, wovon die erste redet, in chinesischer Sprache und Schrift eingemeißelt, ^ch den in die dritte Tafel eingehauenen Reichsadler schlingt sich unten im Halbkreis d-e auf unserem Bild nicht zum Ausdruck gebrachte gut gemeinte aber schlecht gereimte Inschrift:
»Der hier für Kaiser warb und Reich riugsher das Land, nach ihm sei dieser Fel,en Diederichsstcin . genannt."
-Vom Denkmal aus genießt man an schönen, von Hellem Sonnenschein begiinstigten Tagen, wre es auch der 14. November vorigen -fahre? einer war, einen entzückenden Blick hinunter in das hügelige, von gewaltigen Regengüssen vielfach zerklüftete und zerrissene Gelände Ueber die Stroh- und Ziegeldächer TsintauS hinweg schwerst das Auge auf die blauen Wasser der Vorbucht, wo zur Zett bereits ein lebhafter Schiffsverkehr herrscht ’
Cwzelmitglieder der Bundesvereine beträgt der Abomiementspreis pro .jagt 1 Mk. 50 Pf. Die befinitibe Festsetzung dieser Beschlüsse srfolgt m der ersten Sitzung des Ausschustes, die am 19. Februar ut-W,c4fmden stattsiuden soll. Die erstmalige Versendung des ^Langerboteu an die betheiligten BundeSvereiue erfolgt am 20. Januar, dann immer am 15. jeden Monats.
. o-Mie-bade» verrohrt? Ueber diese Frage gießt d<n-städtische Verwaltungsbericht für 1897,98 Ausschluß. Nach bei oartn enthaltenen Zusamutenstellung über die Ergebnisse der Accise (^.ebensmittAerbrauchSsteuer) wurden in der Zeit vom 1. April 1897 oahin 1898 hier eingeführt, geschlachtet unb verzehrt: 8926 Ochsen, 3751 Kühe, 17,23/ Kalber, 33,891 Schweine, 8264 Hammel und Swaie, . 2 $1 e.r ° e. Außerdem wurden an Fleisch und Wurst 802,138 kg etngeftihrt, wovon jedoch 77,324 kg als ausgeführt in Abzug kommen, sodaß doch noch 724,814 hier verkonsumirt wurden. An Roth- und schwarzwildpret betrug die Einfuhr 45,700 Stück (Ausfuhr: 621) M?^^'°^Ztuck(Aussuhr:290),Truthühner987Stück(Aitsftthr91.j
Stuck (Ausfuhr: 740), Fasanen und Auerhähm Poularden, Schnepfen und Kapaunen 2765 Strick (Ausfuhr: 61), Enten 14,814 (Ausfuhr: 1137)
- Birk- Hasel-, Schnee- und Feldhühner lo6,766 ©tuet (Ausfuhr: 10,330). An Mehl wurden 6,104,113 kg 388,868 kg ansgefichrt, an Brod 1,357,752 kg ein- und . ÄL o..kg auSgefuhrt. An Getränken wurden eingeftihrt
I Wem für Wirtbc und in Flaschen (Ausfuhr: "0'0'3 I) 480,268 I Wem für Private (Ausfuhr: 21,424 l), 21i;696 1 Obstwem (Ausfuhr: 5620 I), Branntwein und Spiritus zu 50 pCt. 436,076 1 (Ausfuhr: 58,922 I), Bier- fl^^^Eingeführt 5,500,318 l, d) in der Stadt gebraut 14,920 200 1, das find zusammen 20,420,518 1 oder 204,205 18 hl D-^Oihr an Bier belief sich auf 7,855,892 I oder 78,558.92 hl. W-'s alle bieseLebensmittcl an Accise erbracht haben, ist bereits initgetherlt worden. ' 1
— und Thierisiiälerei. Den Bewohnen! der
oberen Westendstraße bietet sich auf den Bauplätzen an der Scharn- !mr rJ"a8c bcl . uassen Witterung manch trauriges Bild von Menschen- und Lhierschindereien. Letztere Straße ist noch nicht mit einem festen Boden versehen, wird aber zur Anfuhr des Bau- materrals benutzt. Sie bildet einen Morast, aus welchem Menschen und Thierc die Beine nicht wieder herausbringen, wenn sie es wagen, die gefährliche Stelle zu betreten. Ein besonderes Mißgeschick hatte ein Fuhrmann mit seinem treuen Pferd am Montag Nachmittag, als er mit einer Karre Sand dort anfuhr Das Pferd versinkt bis an die Kniee, das Fuhrwerk bis an die Achsen. Menschliche Hülfe erweist sich zu schwach; es werden zwei Pferde vorgespannt. Durch die Nnfichcrbeit des Bodens oder machen diefelben beim Anziehen einen Seiieusprung und reiften das eingefpannte Pferd fammt der Karre nach der Seite um. Rach langem Bemühen ist das Tbier endlich soweit befreit, daß es sich erheben kann; es hat glücklicher Weife weiter feilten «djaben genommen; auch die Fuhrleute kamen mit Heller Haus davon. Dazu find sic bei der großen Gefahr doppelt zu beglückwünschen, denn es waren brave Leute, die ohne Fluchen und Schreien, und ohne Mißbrauch mit der Peitsche zu treiben ihre Pflicht thateu. Der Beobachter aber fragt sich gewiß nicht mit Unrecht, warum sorgen die Leute nicht selbst dafür, daß diese Schinderei vermieden wird. Jener Neubau ist das Eckhaus an den beiden genannten Straßen Mit wrnig Muhe ließe sich durch verbrauchte Gerüststmigen oder Zimmer- absalle eine hölzerne Fabrbahn Herstellen, welche all die Quälereien ausschließt und für wenig Geld den Bestimmungsort der Baumaterialien mit der gepflasterten Westendstraße verbindet.
. — D" Hasen in Feld uild Wald werden den gestrigen Abend Mit Freude und Luftlvrüngen begrüßt haben, beim die Ueber- lebenbcn derer von Lampe gegen jevl einer frohen und sorgenlosen Jeit entgegen. Die Jagd au' Hajen wurde nämlich gestern ge
Nirzeigerr-PreiK r
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Verlag: Langgaffe 27.
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schlossen. Es war ihnen noch an verschiedenen Plätzen ein feuriges Lebewohl zugedacht, aber Jupiter Pluvius warf sich diesmal als mächtiger Retter für die bedrohten Feldbewohner auf, und gar manches Häslein hat es bloß der schlechten Witterung, namentlich am gestrigen Tage, zu verdanken, wenn es seinen Balg in Sicherheit bringen konnte.
— Gin großer Keleidigungsprotetz kommt am 1. Febr. vor der hiesigen «trafkammer zur Verhandlung. Es dreht sich um die Beleidigungsklage des Herrn Stadtpfarrers Sie ring zu Höchst gegen 34 Personen von dort. Die Zahl der Zeugen beträgt 27. Es soll sich jedoch nur um die Verbreiter eines verleumderischen Gerüchtes handeln. Der eigentliche Schuldige, der das Gerede aufbrachte, soll noch nicht ermittelt fein.
— Stetier. Die Steuerpflichtigen, welche veranlagt sind in den Straßen mit dem Anfangsbuchstaben B, werden hierdurch zur Entrichtung derselben am 18. und 19. Januar aufgefordert.
d. Dir milde Witterung zeitigt, wie immer, so auch jetzt wieder allerlei Wetter-Raritäten, wie aus der Erde gewühlte Maikäfer, in geschützten Winkeln den Puppen etwas zu frühzeitig entschlüpfte Schnietterlinge und so weiter. Diese Sachen werden natürlich von ihren Entdeckern stets ordentlich bewundert und — den Zeitungs-Redaktionen zugeschleppt, damitdurch sie auch die Welt von dem Dasein der Seltenheiten Kenutniß erlange. So sei es denn. Im Verlaufe des gestrigen Nachmittags wurden uns nicht weniger als ein halbes Dutzend in Zündhölzerkastchen eingeschachtelter Maikäfer, drei Wcgfüchse und zwei Kohlweißlinge angebracht Trotz alledem — vorläufig stehen wir noch mitten im Winter drin, wenn auch in einem recht zweifelhaften.
Kleine Notizen. Arn 26. Dezember starb zu Paris der belgische Schriftsteller George Rodenbach (44 Jahre alt). Er hat, feine Gedichte der symbolischen Schule verfaßt, It. A. „Bruges la Morte“, ferner „Les Vierges“, ein Büchlein, welches bei Chamei otet Renourd, Par s, Rue dos St Peres, erschienen ist. Die hochmodernen Bilder, welche dem Büchlein beigegebcn sind, entstammen der Kunftlerhand des Pariser Malers Hern» James Pitcairn - Knoivles, zur Zeit °hier, . _.. _ , „ „ dessen Bilder ein originelles Talent bekunden.
| Für Interessenten der Schreibweise Rodenbachs und der Kolorier- I Manier James P.-Knowle« fei bemerkt, daß 2 Bücher derselben in der Buchhandlung von Jnrany u. Hensel Nachfolger zur Einficht- nahme aufliegen. — Für die Gemeinde Beuerbach im UntertaunuS- krme ist wegen Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche die
| Geiu irkungssperre angeordnet worden.
N erein S-Pachrichten.
(garje achi che BetWi werd« bereüwmigst unter dieser Uederschrist ausgenommen.)
* Tas vom „Koii ditor-Gehülfenverein“ am Sonntag in der „Loge Mato" abgehaltene 9. Stiftungsfest mit Verloosung und Ball nahm einen sehr gelungenen Verlauf. In den dichtbesetzten Räumen bot sich den Gästen eine reiche Abwechslung von komischen Vorträgen, Zithervorträgen (ausgeführt vom Wiesbadener Zithcrverein) und Tanz dar. Die Veranstaltung wurde durch eine Anfprache des 1. Vorsitzenden, Herrn Eckert, eröffnet. Prächtig waren die Verloosungsftsche arrangirt, zu denen Prinzipale üird Gehnlfen das Höchste geleistet hatten, was in der Konditorei an Schaustücken verferttgt werben kann. Die Preisrichter hatten hier ein schweres Amt zu erfüllen. Der erste Preis wurde dem Ehrenmitglied des Vereins Herrn Wilhelm Mayer znerkannt. Der Ball! wahrte bis zum Morgen.
o„ * Die erste große „Merwelsitzung" fand am Sonntag Abeird m den prächtig beforirten und elektrisch beleuchteten Sälen des Turnvereins, Hellmunpstraße 25, statt. Der Andrang zu derselben war so lebhaft, dag theilweise die Eiiigangsthüren geschlossen werden mußten und längst vor Beginn der Sitzung der große Saal bis aus den letzten Platz gefüllt war. PüuMich8Uhrll Mm. zogdaS Merwelkomito unter Führung des närrischen Präsidenten Kar! Joy ein. Derselbe hielt eine von Witz und Humor gewürzte Siebe, womit er donnernden Applaus erntete. Nachdem bestieg der Protokollführer Fritz Mentz die Butt, um das pudelnärrische Protokoll zu verlesen' welches die LachmuSkeln des närrischen Publikums in steter Bewegung hielt. Zum guten Gelingen des Abends trugen unter Änderen zwei ausgelernte Schusterbuben vortrefflich bei. Hier- auj folgten nacheinander ein alter Universitäts-Professor; der be- rrihmre Zola; verschiedene von London zugereiste Fechterinnen; der Neinste Gigerl und Humorist der Welt, eine Anzahl Jokey vom Pariser Renn.lub, das Merwel-Virreche, der Wiesbadener Gassenkehrer ec. Große Freude herrschte, als der Präsident verkündete, daß das Mitglied Franz Bossong, Wäschbitt-Direktor, eingetroffen ft'- Derselbe wurde unter den Klängen des Narrhalla-Marsch-S in die Butt geleitet, wo er dann mit vielem Humor eine Rede und verschiedene Vorträge hielt, welche donnernden Applaus fanden. Auch die urgelungenen Lieder trugen viel zum guten Gelingen des Abends bei, und den Dichtern, sowie allen Vortragenden wurde ehrende Anerkennung zu Theil. Der ganze Verlaus der Sitzung ist ein großartiger zu neunen, woraus der Turn-Verein stolz sein kann. Ium Schlntz soll nicht unerwähnt bleiben, daß das von Mitgliedern der Rosenkapelle eingelegte Trompetenfricasse allgemeinen Beifall wnd. - Die zweite und letzte Sitzung findet Sonntag, den 29. Januar, mit Tanz statt und soll noch großartiger werden als die erste, worauf wir letzt schon Freunde eines qesnnden Humors aufmerklam machen. Gut Heil!
™ * ®ie -Lo^al-Skerbe-Versicherungskasse" hatte ihre Mitglieder auf sonntag, den 15. d.M., zur ersten stattftenmäßigen Generalvenammlung ,r- den Deutschen Hof" einqeladen. Ungefähr liatrenbieserEinladung Folge gegeben. Aus oem ;mbre»bendit des Schriftsuhrers ergab sich, daß die Kasse sich in erhT“td,cr "Etter entwickelt hat. Der Mitglieder- stand betnig am Anfänge des Jahres 2297, Zugang 180, Ab- gaug diirch Tod 19, burdi Ausschluß 16, aufgenommen unb n.d)t cingetreten o, zusammen 40, bleibt ein Mikglieder- [ der Jahresrechnung des Kassenführers ist zu
entnehmen, daß die Einnahmen 58,219.36 Mk. behagen Dsiftiben fegen sich zusammen: Baarer Kassendestand aW P897 18531 Mk.
GEBIET.
