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Wiesbadener Tagbratt (Abend-Ausgabe). Verlag: Lauggafse 27.

17. Januar 1899. Seite 3.

Letzte Nachrichten.

; hastet. —

Gemälde. Ebenso^bcweist uns Richard

No. 28. 47. Jahrgang.

Die Abend-Ausgab- errthäli 1 Kettaar

mid„Aerztliches Hausbuch" No. 1.

kleinere Schleppdampfer.

tt**:.»»*•*' *t“v w*MU5j»iJ von Antwerpen und Rotterdam rljetnnuftocirts und umgekehrt ift bereits cuifqenoininen worden.

Wakar. l7. Januar. Nhcinpegel: 2 m 86 ow Vor- ' mittag- gegen 2 m 32 cm am gestrigen Vormittag.

* ®rb,16. Januar. Zu den Nachrichten von, Verkauf der ^?b-r Saline ist zu bemerken, daß die Käuferin die Aktien­gesellschaft für Hoch- und Tiefbau in Frankfurt a. M. ist.

. , Januar. Die derüsche Fortschrittspartei und die

deutscye Vol.spartei beschlossen gestern, in der heutigen Sitzung der Abgeordnetenhauses die Obstrukiion wieder aufznnehmcn, um da­durch die erste Lesung des NckrutenacsetzeS für 1899 zu verhindern M^ÄföniÄuesÄ^ntnb?£f^ di- deutsche Vereinigung und die chnstlich-soziale Partei werden sich zufolge Erklärungen, die wre Obmänner in der gemeinsamen Konferenz der Obmänner der Linken abgaben, an der Obstruktion nicht betheiligen.

e. Januar. Der Kassirer der Kisgterreuer

mit ä?ei Begleitern auf der Fahrt nach dem Kohlenwerke befand, wurde von Räubern überfallen und ihm 10,000 Gulden, welche zur Lohnzahlung bestimmt waren geraubt. '

Sdtimnrht. Coursbericht der Frankfurter Börse vom 17. Januar, Mittags 12'/- Uhr. Credit-Aktien 225.90, Disconto-Commandit 198.60, Staatsbabn 154.50, Lombarden ^OO-Gotthardbahn-Attien 151.50, Centralbahn 156.40, Nordostbahn 110.90, Umonbahn 83.30, Laurahüttc-Aktim —— Gelsen­kirchener Bernw.-Akticn Bochumer 235.50, Harpener 180.50, &})roc. Mexikaner —, 6-s.noc. Mexikaner --.—, Italiener 93.30, ®re§britr 33ant —Darinstädter Bank —, Berliner Handels-Gesellschaft 168.50, Deutsche Bank 207.80, 4-proc. Spanier 48.60,3-proe. Portngicscn 23.70. Tendenz: still.

Wien, 17. Januar. Oesterr. Credit-Aktien 360.—, Staatsb.- Mtien 362.60, Lonibarden 63.20, Marknotcn 58.90.

hlnzusetzen und mit großer -Sicherheit den Ausdruck und die Achnlichkeit zu fixeren, sodaß man auch hier das Bestreben sicht, durch Ein- fachhcit viel zu erreichen. Ein Genrebild E. Schwabes: Kunst ohne Gunst" zeigt uns einen armen Komponisten in der Mansarde über der nicht anerkannt werdenden Arbeit, die eine Hand in der seines an ihn gelehnten bekümmerten jungen Weibes — wohl eine "chl aus dem Leben gegriffene, in jede Zeit vaffende Episode. Schipa des zweites Bild gehört mehr der Landschaft an. Er läßt uns in seinem .Raubfischer" einen Knaben am Forellenbach, wohl

I Kafsationshofe verhört werden kann, da Esterhazy in der kurzen Zeit nicht erscheinen kann. ■ w

Köln, 17. Januar. Dem Vernehmen eines Lokalblattes zu­folge soll bereits eines jener Kinder, die von einem Unmenschen mittelst Lanzettestiche schwer verwundet wurden, an den erlittenen Verletzungen gestorben sein. Gestern Morgen wurde wiederum ein junges Mädchen auf dem Schulwege angefallen und gestochen.^ Der Bevölkerung bemächtigt sich eine begreifliche Er­regung. Die Kinder der höheren Schulen werden in Wagen' oder von Dienstmädchen, die Kinder der weniger bemittelten Eltern durch lctzkere zur Schul- gebracht. (Die gemeldete Ergreisimg des Mörders scheint sich danach nicht zu bestätigen.)

.. Köln, 17. Januar. Im gesummten Ober- und Mittelrhein- Äet ftc^ nasser zu erwarten. Main, Neckar und Laim melden ein Steigen in^dcn letzten 24 Stiindcn um 1'/, Meter, der t^etn ein solches um 2'/i Meter seit Samstag. Die Kölner Bcael- hohe betrug gestern Abend gegen 6 Uhr 5 Meter. Bei Ruhwri waren bereits die unteren Geleise des Nordhafcns überflutet.

Magdeburg, 1<. Januar. Infolge der Verurtheilung des sozialdemokratischen Redakteurs Müller wegen Majestätsbeleidignng zu 4 Jahren Gefängniß stellte sich gestern der sozialdemokratische Reichstags-Abgeordnete für Calbe, Schriftsteller Albert Schmidt, dem Ersten Staatsamoalt und bekannte sich als den eigentlich Schuldigen in dieser Prozeßsache. Schmidt erklärte, er habe cs mit seiner Ehre und seinem Charakter nicht vereinbaren können, daß für seine Handlung ein Parteigenosse unschuldig leide. (.Franks. Ztg.")

W <m _: * * 3?: .■3?nltnr- „ 2lii Stelle des in Konkurs gerathenen

Mainzer Schleppschifffahrts-Vereins hat sich eine neue Gesell chaft aus,zwei Mamzcr Firmen (Adolph Thomae und Jos. Stenz) sowie enter Duisburger (A. van Mccteren) unter der Firma e-rcl= «eley$$art gebildet. Das neue Unter­nehmen besitzt 16 eigene, flachgebende, eiserne und gedeckte Schlepp- kahne mit einer Gesammtladcfähigkeit von über 300,000 Ccntnern und verfugt über drei große und einige kl ' Der Verkehr für Massen- und Stückgüter

werden sollten bemerkten die Leute einen silrchibaren Gestank und als man nach der Ursache orfchte, da fand man die in Verwesung übergangenen Schweine. Kaum glaublich, - aber wahr! 9 Kö>>äger-ieu fanden in der verflossenen Nacht ui verschiedenen WirthSyauseru statt. In der <i,iarfmr.H;r inirlte dabei das Messer wieder'eine Nolle, i&WtSu&S S dem Cementcubeiter Ernst Hartung einen

gefalulichen Stich in den vorderen Hals versetzte. Es wurde davon - .Hortung einen starken Blutverlust

«t l? s.ba5- stootlfche Krankenhaus gebraucht, wo er F- MellUlch i)Oniiunfj?Io§ borniebcrlicnt. SDicje 2??cficriiffcire hot ftcb

um 1 Uyr Nachts abgespielt. Der Messerheld wurde alsbald in Haft genommen. — ptt dem anderen Fall wurde einem Nachtschwärmer

M "<,^^"ÄM dcrati der Kopf zugerichtet, daß er sich noch in eer Nacht ^im städtischen Krankenhaus verbinden lassen mußte.

, (U. Käiupsrnde Amaxoueu. Heute Morgen qeriethen auf

M «.n Marktplatze zwei verfeindete Frauen aneinanöcr und zerzausten sich unter dem Halloh des Publikums derart, daß sie schließlich ein M' Schutzmann auseinander bringen mußte.

. ~ Silbrnw Kochzrtt feiern die Eheleute PH. Klapper L"bx^au am Mittwoch, den 18. Januar und die Eheleute Isaak Rosenfeld und Fram Eva, geb. Abraham, Hellmundstraße 52, am Samstag, den 21. Januar.

. Kl/'N- Notizen. Morgen findet O p e r e t t e n - A b e n d der Kurkapelle im Kurhaufe statt.

vWirobnden, 17. Januar. Der Allgemeinen Unterstützungs- u. '^i-^^^"lasse (E. H.) m Kaltenholzhausen ist die Bc-

^'U'aung erthcilt worden, daß sie, vorbehaltlich der Höhe des rrrankcngeldcs, den Anforderungen des 875des Krankcnvcrsichernnqs- gesetzeS genügt. a

: , , l Kotilgsieiii, 16. Januar. Mit Beginn des neuen Schul- I iXn höhere Mädchenschule ins

W Lebm treten. Für dieselbe ist bereits eine hiesige Villa gemiethet. R. Karnevals-Gesellschaft der „Burgnarr cn" hat für

* §^Eiwcht-Dimstag die Veranstaltung eines großen karnc- f; ö a l lstis ch en Äuges beschlossen. Auch sind zwei närrische

S'vuu«en mlt Damen vorgesehen. Zum Prinzen Karneval wurde der Gastwirth Herr Procasky erwählt. — Im Jabr 1898 kamen , 52 Geburten 38 Sterbesälle und 21 Trauungen vor. —

? o- .?'s?ust er. wird, der Taunus-Sängerbund, ivelcher ^est abhaltcn ®efon9tierc,ne umfaßt, hier sein diesjähriges Bundcs-

f zu betrachten. Die Gesichter der Frauen und Männer, ihre Bc- l weg'-ng, krote derAusdruck, dies Alles ist sehr charakteristisch s gemalt. 'M,der Abtheilung links vom Bcfchaucr nahen sich an- / beienbe Mädchen, rechts Knaben in ihrer ländlichen SonntagS- - kleidung. Die Figuren find sehr luftig und einfach gemalt und l wirken plastisch und sprechend. Laszlo-Fülop malte die Bild- I ui sie Sr. Durchlaucht des Prinzen von Rattbor, der Prinzessin Ernst von Ratibor und der Baronesse 'Lili von Reischach. Mit j Asusgen lasirenden und ein paar deckenden Farben versteht cs der U Kunfuer, dieRopfc auf grauer Pappe, der-n Ton er geschickt auSnutzt,

Bencate des Kronprinzen über den Kampf von Domokos und die Niederlage der griechischen Truppen, daß Smolenski trotz des Be­fehls des Kronprinzen nicht nach Domokos kam, geschah mit stu- stimmnng des Königs. Thatsächlich theilte Smolenski der Regie­rung telegrapyiich mit, wenn der Kronprinz auf diesem unaus- ftihrbarcn Beicht Manen sollte, würde er den Abschied nehmen. Der König wurde hiervon verständigt und forderte den Kronprinzen auf, den Befehl zuruckzunehmen.

Zstettiug, 16. Januar. Es heißt, Li-Hunq-Tschana sei erkrankt und leide an Gliederschwellungen.

(Reutermcldmig.) Die Kommission, deren Bildung der Präsident vorschlagt, wird sich über dieLebens- weife uni Die Gewohnheiten der Filipinos, sowie über die wirth- und kommerziellen Verhältnisse der Phllippinen unter- nchten, sich aber mcht mit der Regierungsfrage beschäftigen. Es wird angenommen daß die Kommission am l.Februarnach Manila avreisi. Heute ist wiederum em Telegramm des General« Obis cingelaufcli, das dlirchaus beruhigende Nachrichten enthält.

Dcveschknbüreau tzerold.

Koriin, 17. Januar. Im Reichstag hat die freisinnige Vereinigung zu dem Jesuiteuailtrag des Eentrums den in der letzten Session mit großer Mehrheit angenommenen Antrag Rickert wegen Aufhebung des § 2 des Jesuitengesetzes (Jntcrnirung - und Ausweisung) cingcbrachi.

ohne Erlaubnis angelnd, sehen. Die Landschaft trägt den sommer- lichcn Ehaiakter und versetzt uns in den von einem Waldbächlein durchfloyenen Wald, auf ein lichteres, sonniges Fleckchen voller sommcrlicyer Poesie, welche Schwabe mit seiner Kunst wohl zu bannen und auf den Beschauer wirken zu lassen vermochte — ^n Banners Kunstsalon" finden wir eine Kollektion Oel- gemaldc und Skizzen des Maler? Rud. Helwag-Karlsruhe Wie es so häufig zu traben ist, so auch hier: Seine Studien vor der Natur sind bedcntcnd bester als seine Gemälde, welche vielfach zu feite, zu wenig luftige und infolge dessen klebrige Töne zeigen, was

Abbruch thnt. Von den größeren Werken

? rln st't »Abend an der Nonnannischen Küste' das beste, in ^e^1? Ewalde das Wasser mehr feine Eigenart zeigt, während fs &eJ b-n menten anderen Arbeiten zu materiell wirkt. Eine gut festgehattene Stumnung zeigt der Künstler in „Abend", und sein x^burm ist eingehend beobachtet. Das beste seiner kleineren Arbeiteti iit unserer Meinung nach „Morgennebcl in Venedig", da das Motiv den Maler zwang, luftiger als sonst zu malen und vorsichtiger m der Wiedergabe der Lokaltöne zu sein. Helwaas Studien zeigen, wie getagt, die Frische der Naturunmittcsbarkeit, und so wüsten wir sie reinen Atelicr-Arbciten voranstellen. Paul Türoff zeigt uns in feinem Gemälde „Unwetter" einige Anklänge an die Manier alter Meister der Landschaft, sowohl in der Komposition Bewegung und Färbung der Wolken, Bäume -c., als auch im Gesamintton. Sem wohl anzuerkenncndes Werk macht daher aber Nicht den unmittelbaren Eindruck, den das Gemälde Kampmanus — eines schon früher hier besprochenen Impressionisten - bei dem De,-Hauer hervorruft. Es ist das beste Bild des begabten Künstlers welches wir bisher sahen, und entschieden das beste der bei Banaer ausgestellten Gemälde. Kalt ragen die Stämme entlaubter Bäume gegen die roth-glühende Abendlutt. Luftig und räumlich tief wirkt das Gegenständliche durch die feine Beobachtung und Wiedergabe der verichlciertcn, Verschwimmenden Kontur und der Konttaste von wa rmen und kalten Tönen. Die Einfachheit der Mache ist staunenswerth und zeigt, daß man die größte Naturwahrheit auch ohne Atclier- kunnstucke und technische Caprioleu erreichen kann, indem man sich Zwingt, die Natur naiv zu betrachten und wicderzuqcben Das wollen und erstreben die Impressionisten. Ein zweites Bild ■ ßEiPmanns: „Nach warmem Tage" — misgethautcr Schnee die । Avendrcthe piegelnb — zeigt dieselben guten Qualitäten wie da? oben bclprochene. Mmiuel Wk el and t s „Caprcsische Landschaft" ist ein fein gezeichnetes, ebenso getöntes farbenfreudiges Bild süd- < kicher Stimmung und Färbung, und zeigt, wie ein Gemälde — , trotz dieser H-ardemulle naturwahr wirken kann, was wir bei HanS I Dahls .Brautfahrt auf dem Sognefjord" nicht behaupten können, i

. Pa»'» 17. Januar. Wie verlautet wird das Kriegs- MlNistermm von dem Parlament wichtige Kredite zur Erbauuna Wetter« nnterleeifcher Boote fordern. - Auch „Courier de Soir" verzeichntt das Gerücht, daß Esterhazy trotz freien Geleites nicht nach Pans kommen wolle, und ein anderes Gerücht, wonach der Justizminister Lebrest aus Eesundhcilsrückfichten demissioniren wolle. - „Gaulois" meldet, daß vor einigen Tagen ein Mitglied ber Regierung von einer hervorragenden politischen Persönlichkeit interviewt wurde über die Frage, wie er über eine Allianz ^>'^.^?'^"kreich und Deutschland denke. Der Minister ”u haben, die Politik der schlechten Gesinnung zwischen Deutichland und Frankreich ,et nunmehr endlich vorüber Üeberall wo Sicherheit vorhanden fei, werde er mit Deutschland Hand in pvud gehen. Er werde dies mit lauter Stimme Jedem faaen der es Horen wolle. Was indcß eine Allianz betreffe, so sei 'dies eine andere Sache. Eine Allianz fordere Bedingungen - Der Anwalt Esterhazys hat gestern erst den Brief des Staats- erhalten, worin derselbe mittheilt, daß Esterhazy, ohne belästigt zu werden, vom Kassationshofe verhört werden könne. Der Anwalt theilte dies sofort tclegraphisch nach Holland mit, Esterhazy war aber bereits nach London abgereist, um persönliche Geschäfte abzuwickcln. Es ist unmöglich, daß Esterhazy heute vor dem

VolksWii-thschirftttches.

„^Fe'nchipreife, mitgetheilt von der Preisnotirungsstelle ber ^ndwirthfchastskanmier,für den Regierungsbezirk Wiesbaben am Frucytmarkt zu ocrankfurt a. M. Montag, ben 16. Januar Nachmtttags 12Uhr Per WO Kilograimn gute marktfähige le nach Qualität, loco -Frankfurt a. M.: Weizen hiesiger

bis El Mk 45 1LW-' Roggen hiesiger, 15 Mk. 35 Pf'

VlS 15 Mk. 45 Pf., »Gerste, Ried- und Pfalzer- 17 Mk 50 suf

-75 df., Gerste, Wettcrauer-, 17 Btt. — Pf bis 17 Mk' 50 Pf Hafer, hiesiger,14 Mk. 50 Pf. bis 15 Mk. - Pf > Raps — hiesiger, — Mk. Pf. bis - Mk. - Pf v '

veranlworllick für^en politischen »nd fcuill^on. Theil: W. Schvitt von, iBrtibl- für den übrigen Thcil und die Anzeiger.: E. Rötherdt; Bcid? in Wiesbaden Druck und OierUa der L Schelle über- lchen Hoi-Buchdruckere> in Wiesbaden.

Continental-Telegraphen-Compagnie

■ Nra», 16. Januar. Als der tschechische Student Linhartheuk.- 1 ans bcT wurde er von dem ihm begegnende::

' deutichen Studenten Biberle um Feuer gebeten. Linhart lehnte dies ab, indem er Biberle bedeutete, er solle tschechisch sprechen. Ein - Begleiter Linharts Namens Schmidt bat den deutschen Studenten Mit Rücksicht darauf, daß Linhart stark betrunken sei, sich mit diesem Ml weiter einzulassen. Biberle entfernte sich hierauf. Gleich 1 darauf kam em lunger Mensch, ber bisher noch nicht ermittelt ist,

' Asnynrt nach gelaufen und ersuchte ihn um Schutz gegen Biberle. Linhart eilte diesem nach, versetzte ihm einen Schlag und hieb sodann auf Biberle, der zu Boden gestürzt war, Wetter ein. Um E sich seines Gegners zu erwehren, zog Biberle den Revolver und f - feuerte zweimal. Der erste Schuß traf den zur Vermittelung herbei- r ?/"lten Begleiter Lmharts in die Hand, ber zweite Linhart in den | Unterleib. (Durch Röntgenstrahlen wurde sestgechcllt, daß das Projektil faule gedrungen fei. D.R.) Linharts Verletzungen sind

ir t t 'blÜenl8en®t&erIeSnuileicht.BiberleundSchmidttourbeit ver- >)ndcr heutigen Sitzung des Stadtverordneten-Kollegiums | das Ersuchen be5@onut6§ für das Hußdenkmal,das Denkural

- aus dem Alkstadter Ring aufzustellen, unter dem Beifall ber bicht- “e.ieörtn ©attmeen mit 45 gegen 39 Stimmen angenommen. Zahl­reiche katholische Vereine hatten gegen die Errichtung protestirt.

Varis, 17. Januar. Die Sammlung des „Matin" für ein r neues Unterseeboot ergab schon am ersten Tage 36,000 Francs.

Cadkr, 16. Januar. Der Dampfer „Conde Venadito" ist Mit der Asche von Christoph Kolumbns hier eingetroffen.

' 16- Samtar. In einer Rede, die RalliS in Tripolis

| hielt, erklärte er im Widerspruche zu dem jüngst veröffentlichten

da es — tote so viele der fich immer gleichbleibenden Bilder des Malers — an Druck erinnert. Ebenso gut wie die „Capresische Landschaft sind Wielandts andere zwei Gemälde „Venedig" und „Kalypso" gesehen und totebergegeben. L. G.

Dir Zlckiesbadrnrr Hnnlksät» (Deiters u. Cie.) schreiben uns: Der Berkaus ber „Wiesbadener Kunstssle" erfreut sich an­dauernder Steigerung. Von letzten Verkäufen sind bemerkenswcrth: PaulBarthel: ,^m Zwielicht", Aquarell, 1500Mk. „Wiederholung desselben", 1000 Mk. A. Henke: „Sommer", 12(0 Mk. Antonia Fabrös: „Les Viveura“, 5000 Mk. Edm. Blume: „Opfer des Strttes" 5000 Mk. (angekauft von ber Gallerte ber Stadt Metz). Stotloff: „Ans Leben und Tod", 260 Mk. Fritz v. Wille: .qKE", 250 Mk. Hkinr. Deiters: .Herbstabend im Bentheimer Wald , 2000 Mk. Professor Munthe ch: „Thauwetter", 1100 Mk. Max Volkhart: „Portrait", 3500 Mk. Heinr. Deiters: „Herbst", 1000 Mk. u. A. m. — Neu ausgestellt sind: D. Mose- Venedig: „u.ryptichon ,„BegrabeneHoffnung". Karl Hartmaun-Muitchen: "m"^nvcgSll Enrique Serra: „Pontius". N. v. A sind in: Mn Waldesrand" und „Motiv aus Boppard". Kricheldorf- Mnnchen: „Sttllleben". Professor Ferd. Brütt: „Die heilige Nacht. H. Liese gang: „Motiv aus Germersheim". An Skulp­turen: Pfretschmer: „Grab-Monument". Franz Nosss: „Portrait-Büste von Gustav Freytag".

* Urrschirdenr Alitthrilungrn. In ber letzten Woche würbe auf der Solhcbyschcn Bücherauktion in Loudon ein Exemplar der ersten Folio-Ausgabe ber Shakespearcschen Werke von 1623, obgleich nicht gut erhalten, für 31 Lst. verkauft. Ein Exemplar der zweiten Folio-Ausgabe, gleichfalls nicht gut er­halten, brachte 22 Lst. 10 s unb bie erste Ausgabe von Lord Tennysons „Gedichte, meistens lyrische, (1830)" brächte 10 Lst.

Friedrich Haase erhielt beim Ordensfest den RotlM Adler- ordcn. Nach dem Diner im Rittersaal wurde der Künstler von Kaiser unb Kaiserin in eine längere Unterhaltung gezogen.

„ In Dessau ist ber bekannte volkswirthschaftliche Schriftsteller vr. Rudolf Meyer gestorben.

Eine wissenschaftliche PreiSansschreibung hat bie Oekonomische Gelellschaft von Mohrungen in Ostpreußen erlassen. Es wird ein Preis von 1000 Mk. für die beste Arbeit über Be- piebungen der Elektricität zu lebenden Organismen atisgeworfen. Die Arbeit muß entweder grundsätzlich neue Erscheinungen auf dem Gebiete der thierrschen oder pflanzlichen Elektrieität erörtern ober w^nt Htzfischen Stanbpunkte aus den Ursprung ber organischen irtenrintot oder ihre Bedentting für das Leben im Allgemeinen oder für gewisse Funktionen behandeln.

Kerlitt, 17. Janiiar. Die letzte hier stattqchabte Konferenz ^Mischer Sachverständiger verschiedener Äundesstaaten be­schäftigte sich auch mit der Frage der Zulassung von Frauen x’^rtjen cStubiuin bezw. der Immatrikulation. §sEse,Frage wurde nach einet Mttthellung der bcutschen Reichs- ,Mr nls noch nicht spruchreif bezeichnet, zumal MehMhl der deutschen Universitäten gegen die Zulassung aussprichr. Im Uebrtgen wurde von allen Seiten betont daß man keinesfalls eine besondere, etwa leichtere Prüfung *ur, Frauen auf Grund von Hospitanteufcheinen für zulässig

Es mußten sich vielmehr Frauen, welche in Deutschland als Aerzte -wirken wollen, ber gleichen Prüfung wie bie übrigen Aerzte unterziehen, ehe ihnen die Approbation ertbcilt werden ,.~)!c®.tourbe allerdings zur Voraussetzung haben, daß die „fmmatrlkiilatwn voranginge, damit sie den Vorlesungen beiwohnen können und chre Zulassung nicht mehr von dem Belieben eines Sen Professors abhinge. Vorläufig bleibt den einzelnen -Regierungen die Stellungnahme zu ber Frage überlassen. — „Oorwarls berichtet heute, daß die vor einigen Tagen im xMV d^utzmacher wegen Meineid oerurtheilte Klara Beckcr im .Vcrbst l897 clii Verhaltiiiß mit einem Studenten der Berliner Un'-ver,ttitt,cher sich zu ben Lehren des Anarchismus bekannte, an- geftlupft habe, um nu Auftrag des Kriminalkommissars Bösel den­selben als Anarchisten zu beobachten.

Stil,fei, 17. Januar. Die belgische Regierung hak bis jetzt noch von keiner Großmacht Verstäilbigunq erhalten, daß die Friedens- «IeJe’Jä' Ezuren einberufen worden ist in Brüssel

ftattfinben soll. Bisher hatten nur einige Blätter 58rüffel als die am günstigsten gelegene Stadt für bie Abhaltung dieser Konferenz

> ungemein ansprechendes Gemälde. Ebenso beweist uns Richard | $?x "Ic > welche Somieuwirkung die Pastore Technik heworzubrinqeu F M Stande ist tn seinem Gemälde „Elchschaufler". Auf einer | Achtung ,m Kieferngestrupp, vom röthlichen Sttahl der Sonne I. ^cfdfterieTi, wechselt der Elch durch den Schnee, seine Spuren

Aurucklassenb. Ein zweites Bild Frieses zeigt in gleich guter | Wiedergabe den sibirischen Tiger, einen Wildesel würgend. Scbr t stimmungsvoll und fein gesehen ist Hans Petersens „Marine", | Segelschiff unter vollen Segeln fahrend und den äurs eines | Dampfers kreuzend. Das Genrebild „Unterwegs" von Karl = f k m a nn- München ist sehr frisch aufgefaßt und toi ebergegeben. | Duftig stehen die Figuren des alten, sich nach dem Wege er- I kündigenden Bauern und der Auskunft ertheilenden Keinen Gänse-

, sich nach dem Wege er- ..... — „— ertheilenden Keinen Gänse-

[ inmitten des gelben Stoppelfeldes. Gitt gezeichnet und [ plastisch, wie ans dem Bild heraustretenb, ist der Arm des | Mädchens gemalt. Eine Schilderung des „Herbstens" zeigt uns | Hans D ei te rs: Gut bewegte Figuren, mit deren Gewändem ber f Herbstwind spielt — Winzer und Winzerinnen bei ber Lese bc- l lchastigt — heben sich aus dem graublauen kälteren Ton dunkel | Wen bie im Mittelgrund befindlichen, im herbstlichen Laub- l sA.muck prangenden bewaldeten Hügel ab, - Alles in sehr wahren > Danen totebergegeben. Die „Bauern-Madonna" von Alexander c Goltz ist eine, tote schon der Titel anbeutet, in die moderne 'Seit t getragene Madonna mit Christuskind. Das dreitheiliqc Gemälde I ^tgt.uns in der Mitte unter einem Obstbaum in Heimathlicher i Landschaft die Madonna, als eine Vision der anbetenben Bauern

Mrtzmavlit ?« fvnnhfürt a. W. vom 16. Januar Zum Verkaufe standen: 401 Ochsen, 32 Bullen, 737 Kühe Rinder und £ttere 307 Kälber, 343 Hümmel, 1291 Schweine. Bezahlt wurde für 1«) Pfunh: Ochfen: a) vollflcischige, ausgemästeke höchsten Schlachtwerthes chis zu 6 Jahren (Schlachtgewicht) 67—69 Mk. glicht ausgemästete und ältere ausgemästete - c). mäßig genährte junge, gut genährte ältere 54 bis °J.™- Ä.L?'"6-ll-uabrte jeden Alters - Mk. Bullen: a) voll- stelschige höchsten e-chlachüverthes 56-57 Mk., b) mäßig genährte jüngere unb gut genährte ältere 51—53 Mk., c) gering genährte —»^Lf'-r^U)^--‘nIb Marsen (Stiere und Rinder): a) vollsleischige ßV 0«Ä»te l«t-ere unb Rinder) höchsten Schlachtwerthes

° ^^aollstcijchigk ansgeinästcte Kühe höchsten Schlacht- werthes bis zu 7 Zähren 57—59 Dlk., e) ältere ausgemästete Kühe ..lungere Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) 46—48! Mk„ üy mäßig genährte Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) 36—38 Mk., e) gering genähttc Kühe und Färsen (Sttere unb Amber) 32 - 36 Mk. Bezahlt wurde für 1 Pfund: „ ._ । Kalber: a) feinste Dcast- (Vollm. Mast) und beste Sanakälber

^Uk^i^/^ern wieder in Amsterdam (Schlachtgewicht) 72—75 Pf., (Lebendgewicht) 43—45 Pf., b) mittlere eingetroffeu unb hat tm „Palasthotcl Wohmmg genommen. I Mast- unb gute Saugkälber (Schlachtgewicht) 70—72 Pf (Lebend- . - ....... dk-,.°) geringe Saugkälber (Schlachtaewicht) 60 bis

I'L. °s"-re gering genährte Kalber sF^scrs (Schlachtgewicht) — Pf. Schafe: a) Mastlammer unb jüngere Masthammel ("Schlackst- Skwicht) 58-60 Pf., b) ältere Masihäu.mel (Schlachtgewicht 50 bis “JL c) mäßig genährte Hümmel unb Schafe sMürzfchafes ^-chlachtgctoicht) 40—42 Pf. Schweine: a) vollflcischige ber feineren Raffen und deren Kreuzungen im Alter bis zu IV« ^nbren

M Pst, (Lebendgewicht) 46-47 |jf., b) fleischige 58—59 Pst, e) gering entwickelte, sowie Sauen und Eber (Schlachtgewicht) —Pst