- Für die Ausnahme später eingereichter Anzeigen zur
Fernsprecher No. 52.
Mittwoch, de» 11. Januar.
Fernsprecher N». 52.
1899.
am
die
reo:
Jahrgang.
t .T1^ u* Zwei Ausgaben. — Bezugs-Preis: g!'1,? J?Ca»?erJ.nfl VIR- monatlich, durch die Post 1 Mk. fco Psg. vierteljährlich für beide Ausgaben zusammc».
Verlag: Langgasse 27.
16,00® At»onnenten
„ Der Gesangverein „Postalia", unter Direktion des fiernt
sSX"»”s w“"SÄ,n" ”eM' D--
^cfißC t C H 0 t G Öj t) ft t (l h Ctt s 2$C t Cttt* Ptnffnrf nächsten Montag, den 16. c„ Abends 9 Uhr, in bet taentÄk Bleich straße 28, einen neuen Unterrichtskursus. (Siehe Inserat.)
Januar. In unserer Stadt fanden im Jahre 1898 81 Geburten gegen 75 rm Vorjahre statt dan-nter h;?re5)4<Lmnnn id,e no"^ 33 weibliche. In demselben Jahre wurden ^>«22 Ehen gegen 23 tm vorhergehenden Jahre geschlossen ^>ie Zahl der Sterbefalle betrugen im Jahre 1898 in unserer Stadt 48 «fiCn 43 ,n 1897, und zwar starben dahier im A ter vm l bis Jahren 5 im Alter von 10 bis 20 Jahren 4 im Atter van ^0 bis 30 wahren 7, im Alter von 30 bis 40 Jahren 1 im Alter üon 40 bsS 50 Jahren auch 1, im Alker von 50bis 60Jahren2 üii Alter
^0 Jahren 6 und im Alter von 80 bis 90 Jahren 3^ersmre" Aus dieser kleinen Statistik steht man, daß die 8ahl der Sterb"- falle in unserer Stadt erne geringe ist. — Die diciiae 99n i r» leitung ist jetzt seit einigen Wochen im Betrieb und funkkiouirt m der gewunschien Wci>e. Auch ist reichliches und gutes £ SÄ ^meind-n der hiesigen Gegend, welche'sich um ?aa Wiesbaden aus zu erbauende Lungenheilstätte b-- worben haben, gehört auch Oberscelbach. - Heute wurde in Nrederleelbach Herr Pfarrer Metz, der bisher in Rod amBera stand, durch Herrn Dekan Cuntz von Idstein, unter Assistenz de?
Sd} bin nun 'mal neugierig, wie viele Leist' Die neuen Lehren ehren. Und ob's welche giebt, die sich keinen Deut An die Vorschrift vom Kehren kehren.
^.Ja, Hausbesitzer, ich fühl' es recht aut. Das Machtwort .Kehrt Euch" stört Euch, Wre Ihr die Sache auch einhalten thut, Mein Rath belehrt Euch: .Wehrt Euchi" Zwar ist die ganze Sache kaum weich Ernes Kehrreims auch nur, eines stachen. Nur,weiß als Preuß' ich, auf .Kehr? Gilt 8 stets, baw „Front" zu machen.
Die Meinungen, die über Rennen man gört, Varnrech hier hcitzt's, sie würden uns nützen, Dort spricht man von Schaden sogar, denn die Pferd' Die kamen so furchtbar rns Schwitzen.
Und Andere wieder, die machen nicht mit, E? war' nun 'mal WieSbad'ner Brauch nidjt;
dsordc- die Dampfbahn gingen Schritt Und die Wiesbadener selbst rennen auch nicht.
Auch hat es hier sehr vielen Leuten - Ihr wißt'S - Ihr thierfteundlich Herz zerrissen.
Aus alledem seht Ihr wohl vorläufig nichts Als em Rennen mit Hindernissen.
— Die V-rtr-Sg- über- Dairdelsrecht, welche auf Ver- Mlaffung der Handelskammer Herr Rechtsanwalt Dr. Fuld aus wird, werden vor einer großen Zuhörerzadl ^00 Besucher, darunter Uber 100 der yn^n^intM.®Q'i^CUtC-^ICS-^?bCnS' .5a6e 11 sich im Lauf von drei “ ^l, ^t eingezeichnet. Obwohl der große Saal der .Loge Plato" noch eine größere Zahl I wmi, wird doch mit Rücksicht auf die Bequemlichkeit' nur Md) eine beschrankte Anzahl von Theilnehmcrkarten ausgegeben. Dieselben können auf dem Bureau der Handelskammer oezoaen »erden. Die L-ubscnptwnsliste wird nicht mehr in Umlauf gesetzt Berben. Wre schon im Anzeigentheil veröffentlicht, finden die Vorfrage am 17. Januar, 31. Januar und 7. Februar, Abends 8 Udr Plato" statt. Die Karten sind am Saaleingang
I , 3?crehi6-K<idirfd:.feit.
I <Rlit* ®‘rid,te rc".bm b"cii!°L>gft unter Meier Urberktrift auf8enotnmen.) I Die Eroffnungssttznna des Karnevalvereins „WicSbadensia" I ?nt Sonntag in dem hübsch dekorirtcn Festsaal des „Hotel Hahn" ! cC^n2 wit einer keniigen Begrüßungsrede des Vorsitzenden Herrn Heidecker. Der närrische Reichskanzler S. Franz stellte das Gesammt- Ministerium vor, und der f. 9 Protokoller her nrnfcen
^ldlch»ndt, feierte in karnevalistischer iEVahrheit und Elina.eit zwischen Frankfurt lind Nochernander zogen die Ministerien der Vnidervereine Sachsenhausen Frankfurt a. M. und Biebrich ein Der ^cnhauser Präsident Herr Forkel zog einen humoristischen Ver- gleich zwischen aahrendeni Apfelwein und dem Wiesbadencr Der Präsident des ^Frankfurter Karn-valv-rein Httr Scheer feierte die „Wresbadensia". Der Bicbricher Präsident Herr Friedrich hatte ein Denkmal-Ernehtunqspwjckt zu seiner Ansprache gewählt, der^Diciistmann Nr. 111 erMte von einem RuudaMa m hiesiger Stadt mit einem Berliner, Herr Opernsänger Plate platz kdie^Ratbsmiti-l' und Struppes vom Äaurstius-
viatz (bie Rathsmitglieder Franz und Seliamann) lieferten das äm'cbffils TXrr’fcw bh'5” Tcl,8r Das WieSbadensia- < reche fiis_ letzter aller Redner erzielte trotz seines schweren Stank.
großen Lacherfolg. Die Chorlieder, verfaßt von den Narren „1sa$ enbö-u|tn' ^u.bolz - Frankfurt a. M., Friedrich- Biebrich, Heidecker, Franz und Egenolf jun. waren burdnvm nut Humor gewürzt. Die Nachsitzung fand im Cafö Central start. . . * Uuf Ersuchen konstatiren wir, daß Herr Karl Brüning den in der Ulsterhaltung des „Krieger-Vereins Wilhelm II. flo.-r s milwirkeiiden Damen und Herren in uneigemiiitziaster r« geftnelte Stuck einstudirt hat, sowie der Dame, we chechas Gedicht sprach, diese von ihm verfaßte Dichtung.
Ar „Kaufmännische Verein" veranstaltet morgen Abend in seinem Vercinslokal „Deutscher Hof" eine nrnfie mihTe«iVk tt C^C Herren sitzung, zn welcher bereits zahlreiche Vorträge n.ub "wder eingelaufcn sind. Fremde können durch Mitglieder des werden. Am Fastnacht-Dienstag, den 14. Februar ^all statt. famintI,t6nl Sälen des Civilkasinos großer Faschmgs-
„ . — Dir ANgemein- ifoHttlinilr, Helenenstraße2, hält künftig Sprechstunden für Nervenkranke ab, und zwar Mittwochs und Samstags von 1 bis 2 Uhr durch Herrn Vr. Gierlich, Spezialarzt für Nervenleiden. y
।... ~ .«nbrschäftiate und nach Lebnioinhalt vrr- ltiugeiidk Tochter grbildrter Htändr hat der von Professor 5: Dr-,.äul™c-r ,til. Berlin-Zehlendorf begründete und geleitete Evangelische -i-iakonievcrein in der Weise gesorgt, daß er sie in !ür" ß!e'^n^ns/^.»"naren" unezitgeltlich und ohne lebe Verpflichtung tn ber allgemeinen Krankenpflege ausbilder. In ^slch-u- Ninfange dies gelungen ist zeigt wohl am besten bi? 70^5$?' .L£lü 9cr Verein m der Lage war, allein zu Neujahr ?0 Schulerinneil anfzunehmen, beuv. anSgebildete Damen, die ^n der .trankenpflege unter seinem Schutz arbeiten wollen, anznstellen. rt?r;rfri#flin,nnsC |nt k ’n städtischen Krankenhäusern ein-
Zk/MEt, m denen den Drakonieschülerinucn Unterricht, Wohnung Der voll'/'Ktnri,!«''k ber Wasche re unentgeltlich gewährt wird' Der volle Kursii» dauert em Jahr; dock) ist der Austritt hA-Xn “?* oti-nc Entschädigung aestattet. Solche Seminare befinden sich m Danzig, Elberfeld, Erfurt, ^Maqdcbura- wäbrend tri- §*rr" ■ unb ^"tz, also nur in Norddeutschlau^, wa.-rend die «ochulerinnen aus ganz Deutschland, sowie aus d-r denLstseeproviilzen und vereinzelt aus Holland 3» diesen «eminaren können jetzt jährlich ! »ber loO Schülerinnen m der aUgcmcincn Krankeilpstcge Aus- 1
I ,K, <„ Ktimmr» ans dem VnbliKnm.
I S“C L'r°sfk»t,ichu»gen unter ^^»Uebrrichrw übernimmt die Redaktion keinerlei I * Ed fti gestattet, in letzter Stunde noch in der Kurhaus- I andererE'lL-i zu geben, auf deren Aussprache von
I hnhen61 ^anßft aber leider vergebens gewartet
Jabre re^hieb^ Ian§crer 4eit' b-wnders aber" in dem letzten I diese Frage brennend geworden, ist eine eiaenthümiicke
I -Verschiebung und Veränderung des Begriffes Kur betrieb unk bare binmi‘«^faTe^5n^ "ngetreien. Zweifellos ist °dE I v°r* -er,tcF Linie Alles gemeint, was zun: ausdrück- I il£^n|r. Gebrauch, zur Annehmlichkeit, zur Unterhaltmia mid I der unsere Stadt wegen ihrer Quellen ihrer ne-
I obe^ftur^re'mh1?^“8 ft!imae aufsuchenden Klug äste b '"an ftiiher allgemein sagte) geboten wird
I k91 lc^> 9,e überraschend schnelle Entwickeinng zur Großstadt
kää äs äjsC/e , XSSÄSÄi I bic ^aH?er ffiie8bflbet^rl^I kn>.“n& ^ffanten aller Art vermehrte
I Bayl der Wiesdadciier Fremden, aber nicht ui dem gleichen Maße I mnr?en u rS c ^un ist c8 feinem Zweifel unter=
reorfen, daß gerade btt Tetire unb vornehme, babci doch ungezwungene Slrt des KurverkchrS für Wiesbaden (außer der Wirksamkeit inner p teu <nie cZnc Hauptanziehungskraft für die ibestcn nnb fe'.nsten Kreise der deutschen und ausländischen Gesellschaft wurde und daß die Fürsten des In- und Auslandes als Knr^ste gerne hier we-tten nnh öfter toieberfebrten. Ebenso zweifellos ist am ^Kurhause" ^r^^ubrann bc‘ Savificn Veranstaltungen ausartete und anscheinend ^die Räume ^des" Gebäudes I und des Gartens sich als unzureichend erwiesen Daß bei I derartigen Gelegenheiten, tote Feuerwerken «nh ’ I
Nachten im Sommer und Maskenbällen SprudelversammG^t^v I rm Winter und der Anziehungskraft derftlben auf das ^oße Publikum der weiteren Umg.-bung, tm Rheingau, Ma ni e w bet bem »lu«bau ber gesinnten elektrischen Bahnen der 'siudratta sich noch stetig vergrößern wird, ist keine Frage aber fbr berartigeFeitlichkeiten die Räume des Kurhauses für Kura äste und envei tert werden müßten, ist ein Jrrthnm und würde sich d eAuSsuhrung sogar als verhangnißvoll erweisen, da man ievt schon ^terrttageu treuer und seit Jahren wiederkehrenderiziästc begegnet die darüber den Kops schutieltt, daß ber Knrsaal, ber in Ihrem ^ntereife unb zu ihrem Behagen errichtet wurde unb für dellen regelmäßige Benutzung sie burch Zahlung ber Kurtare die erste Berechtigung erlangten ilmenjetzt so häufig durch andere Veranstalt ina-n Fcitejfeu, Versammlungen, Bälle-c.e-uzogenund sie ül diehierdurch '
Anzeigru-PreiSr
Die ei-spaltige Petitzcile für locale Anzeige« 1? Psg-, für auswärtige Anzeigen 25 Psg — ------------ ...- Petitzeile für Wiesbaden 50 Pfa., für Auswärts 75 Psg.
bildung fiiideil. Theilweise nehmen die Schülerinnen in di-ftm ^d-lllich. zu ihrer Ausbildung und Erziehung an den Kur,en Thetl unb in ber Thai ist für erwachsene Samen fattm em besseres und jedenfalls kein billigeres Pensionsjahr denkbar als dieses, ite Mehrzahl findet an der Arbeit solche Freudigkeit 9'X;Is -5ln bleiben unb unter dem Schutz ' des "Sä18 nC1far0C!r* scheint, daß damit ber Vorgang Eng-
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überfüttten und engen Lesezimmer gebräunt würden, vor Allem aber v^^E?,^"tgasten io nothige und erwünschte Ruhe geraubt würde hierin I nun dte vielen verschiedenen Wanderversammlungen ttbeui Sommer hier tagen, sicher eine sehr gute Empfehlung unstre Stadt, und ihre Teilnehmer amÜstrm »ft WfiÄF®
K? Ä".b5Ä,S" 4X J1.Ä nnil ,;rcr' ble nur snt die Gegenwart und nächste Zukunft wirken f'nem neuen, modernen und großen Kurhaus Em argsies
Oebaude für von großen Menscheiimeitgen besuchte Festlichkeiten dl-, der Lage der Sache nach doch nur von Zett -u stett oM^nbCn' a6cr. fcin Kurhaus zum Besten de/ Bade- ßä|tc zu nennen, benn es toirft fnbl und w«'ii die lebende Staffage darin ehlt, m X fi und der behaaltche Verkehr des Alltags mit Konversation e nem Spielchen rc. ist doch der Zweck eines leben Kurhauses und' WieS- laden wurde leicht den Mangel eines solchen büßen muffen und bpion HfUM-n^abcr «nr ^?rthc>l davon haben. Wie ist nun dieseii verschiedenen Ansprüchen unb Gegensätzen die beide
i 'V* S3uidrittßaern gütigen, denii bie Stabt würde
I Nicht gern die Summen, bie die großen Festlick- I c^^n etitbringen, aus ber Kur/asse schwinden sehen? Glücf- i? iie .^dsung ber Widersptüa')e einfach und sicher Die Stadt erbaut, nicht als Provisorium, sondern definitiv schön' elegant und groß einen Saalbau hinter der alten Kolonnade nach' den mehr^alisgearbelteten und erweiterten Plänen, die ausgesteZ waren, ^eboch muß bie Verwaltung des fertigen Saolbaties ein 7t M'W’A ber Ku?haus-Verwaftung so v/ä bornm Dieselbe als eine gelten kann, schon
barilin, damit alle Veranstaltungen tn den neuen Räumen bea beS Namens und die Werthschätzung in den Augen e>e$ dfck'liknms erhalten, die dieselben im jetzigeii Kurfaal haben ZuK'ch w'.rde d,e Möglichkeit geschaffen, Mus?kfeste und grüße« mustkalische Veranstalttingen, zn denen am Mittelrhein ebenso bedeutende Kräfte vorhanden sind wie am Niederrhein auch biet N. lebest, die -raufende in jedein Jahr dorthin Hetzen. Die übrigen Bortheile eines großen Saalbaues sind 8 ia V°".ost erörtert mir nicht die, daß unsere Stadt bei würdiger ^N^ruiig dessewen eine neue Sehenswürdigkeit L la Gürzenich Ä? d-e Stadt unb Steuerzahler mit vielen Millionen zu belasten. Auch konnte der unvergleichlich schöne alte Kon^rt- toerbetL111” e,ßcntMen Bestimmung wieder ganz zurückgegebe»
* Die Stimme wegen der Fahrpreise auf den ©traben» «Ä S
ÄOSSBWJSMÄÄi £■ "fcffÄÄÄÄ ä Äää Scrtrng gar keine Erwähnung gefmiden hat. Soll etwa beabsichtiat sein, durch bie Hauptstraßen Wiesbadens abermals ein Wagen! 'natmal rollen zu lassen, das den Anforderungen so weisia enb spricht, die man in diesem Großbade an eine Straßenbahn lullen unterliegt keinem Zweifel: ber jetzige Waaent Eisenbahn-Gesellschaft", soweit er inSoefonbcre bie
Wilhelmstraße, für die Nichts elegant genug fein dürste durchläuft halt audj nichtder sanftesten Kritik Stand 1 Durch die Hauptstraßen b« Stadt müssen Wagen laufen, die an «Ä »Sffiß rtiu^n t?‘c außen, anderswo nicht ihres Gleichen Für diese Straßenstrecken gehören sich Wagen, bie Helle
K-arbeil SNgen große Spiegelglasfeiister mit sauberen, Hellen Vor! hangen aufweisen, mit Leber- ober Lebertuchpolstern versehen sind re • so muß mindestens ein Abtheil eines Wagens a sg statt s n tt7ll^b»°ka'inweniger großen Ansprüchen genügen; solche Ä S ,,^I,aßenbcchneu nnd hier nothweichig unb tm klebrige,i gar
nichts UiigewohnlicheS, denn die Bonn-Godesberg-Dampfbahn beftht !kb7?^.8K'Eass°nsYstem. Ueber die Ausstattung undAstmL Äs e^.^bkr Wagen mußten strenge Bestimmungen getroffen werden. AeNe^unn blefcn .au* Bestimmungen über angemessene
gehen müssen, versteht sich von selbst.
fl,,1 % ^tet8 ?n bösere Zustande befindlich müssen die Anzüge bie nur von gut ansseheiiden Leuten mit guten Manieren getragen bürsten. Ferner ist eine Beheizung aller Wagen vorzusehen doch du. ften keine Cefen Verwendung finden. Es sollte mich freuen wenn diese Anregungen auf fruchtbaren Boden fielen O '
* Verehrliche Redaktion! Zu Anfang der Saison gäben sich die Direktionen ber Resibenz- und Walhalla-Theater aL mögliche Mühe, Abonnementsbücher-Karten an den Manu «u bringen. Das ist selbstverständlich, weil sie sich damä eine sichcre Eimiahme tm Voraus geben lassen, was für diese Unternehmer kmeu großen Werth hat. Was meinen Sie aber buu ba^ bteielbcn Dire.tionen, nachdem sie bas Geld für die Aboiine- beit bif ”nntnnt babcn, jetzt bei jeder möglichen Gelegen- fie unt m l.rflel,b «»em Vorwand ausschlicßt, weil
sl?„ub<n'„ ohne beren Setttd) momentan bessere Geschäfte machen jK können? Nach meiner Meinung handeln bie betreffenden Direkttonen nicht ganz fair unb werden sie cs sich selbst zu ver- datuen haben, wenn das Publikum zukunstig auf die schönen Abonnements-Einladungen nicht mehr eingeht. Einer für Viele.
Morgen» Aus jofoe,
Aus Stadt uud §aud.
Ä . Wiesbaden, 11. Januar.
•inirnnm f ' Pndchesbahn, die Großbazare, die Straßen- «Nlgung und die Rennftage unterzog, wie im Anschluß an das Äeferat über bte erste Dprudelfitzuug mitgetheilt sei, Sprudler stosenthal folgenden witzigen Betrachtungen: V
3n« Ländchen, wo Milch und Honig fließt
Da Planten wir neulich ein Bähnchen,
Der Plan wurde allerseits stürmisch begrüßt. Jetzt hort man vom Bähnchen kein Tönchen' Daß Wiesbaden durch diese Bahn profilir'. Das fuchste gewaltig die Mainzer, Ja, ging’8 nach den Mainzern, bann wären wir Die Nullen unb sie nur bie Einser.
2ßenn man auch in Wiesbaden kämpft unb sich'
So grenzt bas ans Wunberbare, Denn Großbazare aiebt'S hier nicht, Woyl giebt’8 em Gros Bazare. _.®iii ®egenüanb beS Neids, unsere Qual, Em Riese, dem Alles muß weichen, Ist ferner das scheußliche Großkapital, Der Mammon ber armen Reichen.
In jedein Kreis und in jeder Stadt
Da flucht man ber Macht des Geldes
Man kann wtrstich froh fein, wenn man feinS hat. Das heißt, wer es hat, dem gefällt es.
Und doch seinen Beutel liebt Zeder fast.
Da mag man den Weltall durchwandern;
Das Großkapital, das man haßt.
Das ist das Geld der Ander'n.
60 roirb benn für die reicheren Leist',
Die Existenz immer schwerer;
werden die Hausherrn sogar nächster Zeit Im Nebenamt Straßenkehrer.
Den Straßenkehrern von Amt und Pflicht Muß dadurch ihr Geschäft vergällt sein. Sie wollen partout mit dem Hausherrn nicht — Nus eine Stufe gestellt sein.
Ans Straßen mit Pflaster da kehren die Herrn, Denn da liegt von nun an Privat-Dreck.
den Übrigen Straßen in Nah und Fern Bleibt amtlicher Magistrat-Dreck.
bera°i3^r^^f4^n »$Cn ^.Ltr M f«n Hans Nöiner- hier verkauft $ “ ' ün 6crnt Bäckermeister Joh. Schwarz
Amcmc.,-A.nmh.n° 8LKW8WL
Ro. 17. - --------------- 1
