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auch nicht besonders zahlreiche, so doch höchst frohlaunige t Anhängern und Anhängerinnen des Prinzen Karneval . Die Wogen des HumorS und der Faschingslust ' t hoch und Kenner versichern, daß bi "

— Der erste Kurhaus-Maslienball hatte am Samstag eine, wenn r ~,JL1 ------" '' - c - • -•

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- Erscheint in zwei Ausgaben. — Bezugs-Preis: durch den Verlag 50 Pfg. monatlich, durch die Post 1 Mk. CO Pfg. vierteljährlich für beide Ausgaben zusammen.

Verlag: Langgasse 27.

ZG,OOO Abonnenten

versammelt. Die Wogen des Humors und der Faschingslust gingen schon recht hoch und Kenner versichern, daß dieser Anfang der Fastnachtssaison für deren Verlauf die beste Aussicht eröffne. Es ist ja von jeher so gewesen, daß das große Publilum dem „Ersten" gegenüber eine mehr abwartende Stellung einnahm. Das war auch jetzt wieder der Fall, dennoch aber kann gesagt werden, daß die Besucher des KurhauS- Maskenballes am Samstag durchaus auf ihre Kosten gekommen sind und den folgenden zweifellos mit erhöhtem Interesse entgegen­setzen werden. Der in Kürze schon stattfindende „Zweite" wird davon sicherlich den Beweis liefern.

Stimmen ans dein Publikum.

(Für Leriffcuilichungcn unter dieser Ueberschrm übernimmt die Siedatiion keinertet Veramwottung.)

* Schreiber dieser Zeilen war stets im Glauben, daß vor dem Gesetz Alle gleich seien und Ausnahmen würden nicht gemacht. Al- Hausbesitzer erhielt ich die Auflage, meinen Hausverputz zu erneuern, und die Sache war motivirt mit § 55: „Jeder Eigenthümer eines Gebäudes muß dasselbe in bausicherem Zustande erhalten, bei drohender Gefahr muß er sofort die nöthigen Sicherheitsmaßregeln treffen" rc. Was nun für eine Gefahr hier vorlag, kann ich nicht verstehen, trotzdem ich Bauhandwerker bin, denn cs war an manchen Stellen der Verputz zwar gerissen, aber diese Stücke hätten gewiß keinen Schaden anrichten können, wenn sie hemnlergefallcn wären. Schön ausgesehen hat es ja nicht und Zweck der Aunordenmg war ja auch jedenfalls der, daß ich neu verputzen lassen soll. Aber letzt kommt die Hauptsache, die mich zu obiger Einleitung ver­anlaßt. Bettachte sich Jeder, und wenn er noch so wenig Gefühl für Schönheit hat, einmal die Grundstücke Goldgasse 10 und Michelsberg 15 neben der Synagoge. Beide Objekte gehören der Stadtgemcinde Wiesbaden. Ob nun die Stadt vor dem Gesetz als Hausbesitzer anders als Private behandelt wird, weiß ich nicht, bis jetzt dachte ich. Alles sei gleich. Doch dürste die Stadtgemeinde mit solchem Beispiel hier nicht vorangehen, und gerade ihre Häuser müßten den anderen als Muster dienen.

■fr Kiedrich. 9. Januar. Heute Früh fanden Bahnbeamte in der Nähe der Station Kurve einen Mann, der von einem Zug in

rrnzeigcn-PreiSr

Die einspaltige Petitzeile für locale Anzeige« 15 Pfg., für auswärtige Anzeigen 25 Pfg. — Reklamen die Petitzcile für Wiesbaden 50 Pfg., für Auswärts 75 Pfg.

Ans Stadt «nd §and.

Wiesbaden, 10. Januar.

— Gelchichtskalender. 10. Januar. 1897: f PetridiS zu Athen, Minister für Kultus und Unterricht. 1894: f Karl Werner zu Leipzig, hervorr. Aquarellmaler, der Lehrer Passinis, (* 4. Oktober 1808 zu Weimar). 1893: Vermählung Ferdinands, Thronfolger von Rumänien, mit Marie, Prinzeß von Groß­britannien, zu Sigmaringen. 1890: t Johann v. Döllinger zu München, kathol. Theoloa und Historiker (* 28. Februar 1799 zu Bamberg). 1878: Einnahme vonAntioari durch dieMoutcuegriuer. 1817: ♦ Gustav Körber zu Hirschberg, schief. Botaniker (f28. Juli 1885 zu Breslau). 1797: Ucbergn.be Kehls an Erzherzog Karl Ludwig Johann von Oesterreich. 1797: * Annette Freim v. Droste- Hülshoss zu Hülshoff, Westfalen, bekannte Dichterin (ff 24. Mai 1848 zu Meersburg am Bodensee). 1778: f Karl v. Linnö, berühmter Naturforscher (* 23. Mai 1707). 1429: Stiftung des spanischen Ordens vom goldenen Vließ durch Herzog Wilhelm III. von Burgund. 1276: f Papst Gregor X. zu Arezzo.

— Perfonal-Iiachrichte». Herr Lehrer NieodemuS in Biebrich ist aus Gesundheitsrücksichten um seine Penstonirung ein- sckommen. Derselbe tritt am 1. Februar in den Ruhestand und fiedelt nach Wiesbaden über. — Herr Lehrer Lau th von Hausen bei Usingen tritt mit dem 1. April d. I. in den Schuldienst der Stadt Wiesbaden. — Dem Steuer-Rendanten Schnabelius zu Hochheim ist der Rothe Adler-Orden vierter Klasse verliehen worden.

— Königliche Kchanspiele. In Folge zahlreicher Er­krankungen in dem Künstler-Personal mußte die für Freitag, den 13. d. M., in Aussicht genommene Erst-Auffiihriing von: „Die Geyer-Wally", in der der größte Theil der Mitglieder beschäftigt ist, um einige Tage verschoben werden.

vcrzeichniß, einen illustrieren Industrie- und Handelsanzeiger, endlich einen volkswirthschaftlichen Theil von Über 700 Seiten. In diesem sind ausführliche Angaben über Verfassung waltiiug -bei? deutschen Reichs, über Bankwesen, indirekte steuern, etempelfteuern, Versicherungswesen, die Verkehrsanstalten und ihre Tarife, ausführliche ftatistilche Angaben über Einfuhr und Ausfichr brr europäischen und außereuropäischen Staaten, sowie Auszüge aus den Zolltarifen dieser Länder, endlich das Handels­gesetzbuch und die Märkte abgedruckt. Die Angaben find fast bi» auf die neueste Zeit richtig gestellt (der Druck beuöthigte mehr al» 6 Monate), was bei einem solchen Werke besonders hervorzuheben ist. Für jedes größere Versandtgeschäft dürste dieses Adreßbuch sich als em erwünschter Hülfsarbeiter erweisen. Das Werk wird im Verlag des Adreßbuches für Industrie, Gewerbe und Handel, G. m. b. H. in Berlin, herausgegeben.

befindliche, längst baufällige Römerpartie niederzulegen. Dagegen hat der Sachverständige des Bezirksausschusses, Herr RegierungS- und Baurath Loß hier, eingewendet, daß die Erhaltung der Reste dieser historisch bedeutsamen Baugruppe durch das öffentliche Interesse gefordert werde. Gegen eine solche Maßregel würde jeden­falls auch Seitens der Aufsichtsbehörde Einspruch erhoben werden. — In der Streitsache des Ortsarmenverbands Wies­baden gegen die Gemeinsame Ortskrankenkasse daselbst wegen Erstattung von Unterstützungskosten von 94 Mark für Verpflegung des erkrankten städtischen Arbeiters K. wird beschlossen. Beweis darüber zu erheben, ob K., wie der Kläger behauptet, in der Zeit vom 26. Juni bis 7. Juli erwerbsunfähig ge­wesen ist. — Ein hier wohnhafter Graf hat s. Z. in Bad Schmalbach ein Essen gegeben, woran sich ein Tanzvergnügen seiner Gäste anschloß. Wegen des letzteren wurde t er betreffende Hotelbesitzer mit 4 Mk. 50 Pf. zur Lustbarkeitssteuer herangezogen. Dagegen hat nun der Veranstalter des Festes, dem die Steuer auf die Rechnung gesetzt worden ist, Klage erhoben, die jedoch zurückgewiesen wird, weil nicht der Graf, sondern der Hotelier zu derselben berechtigt gewesen wäre. — Auf Antrag der Kgl. Polizeidirektion dahier wird dem Herrn Martin Dauer hier der Gewerbebetrieb als Vermittler für Immobilien- Verträge untersagt.

o. Todesfälle. Am Samstag ist Herr SauitätSrath vr. Rudolf Wolf, langjähriger Badearzt in Schlangenbad, dahier, wo er die Wintermonate verlebte, im 66. Lebensjahre gestorben — Gestern starb der Kaiserlich Russische Hofrath Alexander v. Wolff, der seit etwa zwei Jahren hier lebte, im Alter von 77 Jahren.

— Urner Titel. Der Justizminister hat verfügt, daß die ersten Gerichtsschreiber bei den Oberlandesgerichten, den Land­gerichten uno den mit mehr als 4 Richtern besetzten Amtsgerichten, sowie die ersten Settetäre bei den Oberstaatsanwaltschaften und Staatsanwaltschaften fortan den Amtstitel Obersekretär führen. Der Justizminister behält sich vor, in besondere,, Fällen auch ersten Gerichtsschreibern bei kleineren Amtsgerichten die Berechtigung zur Führung des Amtsfitels als Obersekretär zu verleihen.

x Dir Hausmirthr giebt in letzter Zeit vielfach den Unter­haltungsstoff ab, und zwar nicht nut unter den Hanseigenthümern, sondern auch unter den Mieihern. Dar bis jetzt kaum merkliche Steigen des Geldwetthes, sowie die noch in den Ansängen der Unterhandlung stehenden Neuregelungen der Straßenreinigung haben es einer großen Anzahl unserer Hausbesitzer an- gethan. Zu den energischsten unter ihnen gehört ein Eigen- thürner in der Hellmundstraße, der im eingeschriebenen Brief flugS 60 Mk. Mierhe für jede Wohnung mehr forderte. Dem Ver­nehmen nach haben nun sammtliche Miekher gekündigt, und wenn infolge dessen nur die Hälfte der Wohnungen ein Vierteljahr leer K, dann kommt der Mann doch auf feine Kosten. Andere Haus­

er lassen ihre Miether auf Umwegen, so durch die „Basengasse", wissen, daß sie demnächst auch aufschlagen werden. Die Höhe der Mehrforderung soll sich dann wahrscheinlich nach dem mehr oder minder „langen Gesicht" richten, daS der Benachrichtigte in der nächsten Zeit macht. Eine Veranlassung zu dieser Beunruhigung ist bei be­sonnenerer Betrachtung der Sachlage kaum festznstellen. Ebenso wenig, als sich unsere Hausbesitzer bei dem Sturz desGoldwerthes in den letzten 15 Jahren veranlaßt sahen, mit bet Miethe herunter­zugehen, werden sie jetzt bei dem unbedeutenden Anziehen des­selben zum Gegentheil greifen. Und was die Dielerörterte Sttaßenreiniaung betrifft, so wird die städtische Verwaltung schon einen Modus finden, bet den Hauseigenthüniern nicht zu tbeuer zu stehen kommt. Eine Vermehrung der „Streichquartette" ist schon deshalb nicht kostspielig, weil sich dieselben zum großen Theil aus Leuten zusammensetzen können, die zu schwererer Arbeit unbrauchbar find und doch über kurz oder lang der Armenverwaltung anheim fallen. Es liegt außetbem nicht zuletzt im Interesse bet Hausbesitzer selbst, daß die Steigerung der Hausmiethen gesunden Schritt hält mit der wirthschaftuchen Entwicklung. Schon wieder­holt ist der Versuch gemacht worden, Wiesbaden in Bezug auf seine Theuerungsverhältniffe in die Servisklasse I A zu versetzen. Einer allgemeinen MiethSerhöhung folgt dieser Schütt auf dem Fuß. Die Folge davon ist die sofortige bedeutende Er­höhung des Wohnungsgelbes der Beamten, denen sich die städtischen Angestellten in nächster Zeit anschließen würden. Was das für den Steuerzahler sagen will, braucht hier nicht ausgeführt zu werden. Der Zuzug von wohlhabenden Fremden würde zweifellos Einbuße erleiden, wenn unsere Stadt noch mehr in den Ruf käme, em „heißes Pflaster" zu haben. Es soll anerkannt werden, daß das Häuserbauen durch höhere Löhne, Vertheuening des Materials und Steigerung der Bodenpreise weniger einträglich mehr ist, als es vor einem bis zwei Jahrzehnten war, allein, daß so viele Bau­unternehmer auch jetzt noch in kurzer Zeit wohlhabend werden, daß so mancher zu diesem Gewerbe greift, der etwas ganz anderes gelernt und bisher getrieben hat und doch gute Geschäfte beim Häuserbauen macht, beweist doch wohl am beiten, daß die Miethen bisher hoch genug waren. Die wenigen Hausbesitzer, die zu tbeuer gekauft haben und deshalb jetzt ihre Rechnung nicht finde», die da ehrlich eingestehen müssen: „Ich wollte gern auch ein Haus haben, doch nun hat das Haus mich", die kommen wenig in Betracht. Hoffentlich folgt der künstlich heraufbeschworenen Krisis die Be­ruhigung bald nach; das „Leben und leben lassen" möge auch hier der Grundsatz fein, nach dem man sich auf beiden Seiten zu richten hat.

— Ucifruerkrstr mit England. Wie die Königliche Eisenbahn-Direktion Frankfurt a. M. der Handelskammer Wies­baden mittheilt, scheitert jeder Versuch, weitere Frachtermäßigungen für Kinder bei Reisen nach England einzuführen, an dem Wider­stand der englischen Eisenbahn-Verwaltungen. Im Verkehr mit London werden wohl zwei Kinder vom vollendeten vierten bis zum vollendeten zehnten Lebensjahre auf eine Fahrkarte der betreffenden Wagenklasse befördert, dagegen ist eine durchgehende Beförderung eines Kindes im Alter unter zehn Jahren und von zwei Kindern unter vier Jahren zu ermäßigten Fahrpreisen trotz wiederholter Anregung deutscherseits von den englischen Eisenbahn-Verwaltungen bisher stets abgelcbnt worden. Auch ein nochmaliger Antrag würde, wie mit Sicherheit anznnehmen ist, keinen besseren Erfolg haben. Die Beförderung muß denigemäß, wenn auf Preisermäßigung gerechnet wird, von Bahn zu Bahn dezw. nach den Bestimmungen der einschlägigen VerbandStarife erfolgen.

— Roichs-Adretzbuch. Soeben ist die erste Auflage des Deutschen Reichs-Adreßbuchs für Industrie, Gewerbe und Handel erschienen. Das Adreßbuch umfaßt auf 5000 Seiten in zwei Bänden ein nach Staaten geordnetes Adressenverzeichniß von mehr als IV» Millionen Adressen der Industriellen, Gewerbetreibenden, Kaufleute, ferner der Aerzte, Rechtsanwälte rc. aus etwa 35,000 Orten des deutschen Reiches, ferner Spezial-Landkarten; ein Brancheverzcichniß mit scchssprachigem Register, ein Schutzmarken-

— Pfrrdrrrnnrn Wiesbaden. Am Samstag, den

7. d. M., hat eine längere Schlußkonferenz des Herrn Kurdirektors v. Ebmeyer mit dem Generalsekretär des Umon-Klubs, Herrn v. Anerswald, und dem Architekten Krone aus Berlin bezüglich der Wiesbadener Rennfrage ftattgefunben. Die Vorarbeiten sind nun soweit beendet, daß der Herr Kurdirektor demnächst um die An­beraumung einer besonderen Magistratssitzung bitten und über F den gegenwärtigen Stand, sowie über die Aussichten des ganzen Unternehmens eingehend referiren wird. Das zur Sprache kommende Material ist mit großer Sachkenntniß und Gründlichkeit bearbeitet worden, sodaß cs vermuthlich gelingen wird, auch den Kreis Derer, welche dem Unternehmen zur Zeit noch abhold sind, von der Nützlichkeit desselben zu überzeugen. Den zielbewußten Bestrebungen des Herrn Kurdirektors vollen Erfolg wünschend, wollen wir hoffen, daß auch an entscheidender Stelle die Sebcutung der beregten Rennangelegenheit für das Gesammt- Jnteresse der Stadt Wiesbaden anerkannt und die gleiche Würdigung finden werde, welche sie erfreulicher Weise in unserer Bürgerschaft bereits erfährt. Die für die Chancen des Unternehmens so bedeutungsvolle Vorfrage, nämlich die Herrichtung eines den Anforderungen der modernen Technik entsprechenden Rennplatzes, scheint in glücklichster Weise gelöst worden zu sein; es ist gelungen, trotz des schwierigen Geländes, im „Nabeugrunde" die Anlage einer Rennbahn im Projekt fertigzustellen, welche in sport- licheii Kreisen Aufsehen erregen und ihrer landschaftlichen Schön­heit wegen der Anziehungspunkt eines großen Besuch- vublikums werden wird. Auch das staatliche Interesse soll der in Rede stehenden Angelegenheit gesichert fein, in Berlin schenkt man der Fortentwicklung der Wiesbadener Rennfrage die wohlwollendste Beachtung, die fertig gestellten Pläne haben auch dort vollen Bei- t fall gesunden und eine Subvention in beträchtlicher Hohe zu den späteren Rennpreisen ist in sichere Aussicht gestellt worden. Es wäre wirUich zu beklagen, wenn durch allzu vorsichtige Erwägungen die bereits gewonnenen Äortheile wieder aufgegeben, oder die un besten Fluß befindlichen fördernden Kräfte vielleicht für unabsehbare

| Zeiten wieder lahm gelegt würden.

o. ütadtvevo rdnetensitmug. In dem Bericht über die letzte Stadtverordnetensitzung ist es, wie sich nachträglich herausstellte, übersehen worden, bezüglich des Antrags des Herrn Professors i Güth, welcher die Mitwirkung der Stadtverordnetenversammlung bei der Zusanunensetzung der städtischen Schuldeputation bezweckt, den Beschluß hinzuzufügen. Derselbe geht dahin, daß der Antrag der Kommission, die Angelegenheit gegenwärtig nicht zu ver­folgen, mit 17 gegen 15 Stimmen angenommen wurde.

o. Bezirksausschuß. Sitzung vom 9. Januar unter dem Vorsitze des Herrn Verwaltunasgenchtsdirektors Geh. Regiernngs- caths v. Reichenau. Der Hofbesitzer Herr Peter Brauch zu S Oder» hat gegen die Gemeinde Ransel eine Entschädigungs- erung wegen Wildschadens geltend gemacht, damit aber bei Dem Kreisansschuß nur zum Theil Erfolg gehabt. Seine | gegen da» diesbezügliche Urtheil an den Bezirksausschuß er­hobene Berufung wird zurückgewiesen. — Em in der Ver- I waltungSstteitsache des Herrn Amtsrichters a. D. Grafen f ». Bis mark zu Schi er stein gegen den Gemeinderath daselbst l wegen Veranlagung zur Gemeindesteuer ergangenes Urtheil des Kreisausschusses wird auf des Klägers Berufung hin dahin ab- ■l jeänbert. daß die Gemeinde nur berechtigt ist, den Kläger mit dem t :inem Einkommen von 6000 bis 6500 Pik. entsprechenden Steuersatz El )on 160 Mk. zu veranlagen. — Die Einsprache des Herrn Apothekers '■ Karl Weinreben zu Frankfurt a. M. gegen einen Flucht- r sinienplan für die Wedclgasse, der sich als ein TheU des großen Sttaßendurchbruchs vom Hauptbahnhof durch Alt-Frankfurt bis k xum Ostbahnhof darstellt, wird zurückgewiesen. Der Kläger £ hat vorgeschlagen, die Verbreiterung der genannten Straße r Luf der anderen Seite vorzunehmen und zu dem Zweck die daselbst

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o. Unfall. Der 21 Jahre alte Max Wohlfahrt vonLanqen- schwalbach ist gestern wegen einer Schußwunde in der linken Hand in das städtische Krankenhaus dahier aufgenommen worden. Wieder war es der unvorsichtige Umgang mit einem Revolver, der diese Verwundung herbeigeführt hat. Der junge Mann wollte die Schieß- Waffe reinigen, ohne vorher sich zu überzeugen, ob dieselbe noch geladen sei oder nicht. Sie war noch scharf geladen, ein Schutz ging los und traf ihn in die linke Hand. Die Kugel blieb stecken und konnte bisher noch nicht wieder entfernt werden.

— Krsibivechsrl. Die Villa mit Garten Abeggstraße 3 ging durch Kauf aus dem Besitz des Herrn Karl Frank in denjenigen der Frau Klara Günther Wwe. ans Dresden über. Der Kauf­preis beträgt 94,000 Mk. Das Geschäft wurde ticrmittclt und ab­geschlossen durch die Immobilien-Agentur von I. Ehr. Glücklich dahier.

— Kleine Notizei«. Gesten, Nachmitag verübten zwei junge Leute in der Nerostraße dadurch Unfug, daß sie lärmend und singend durch die Straße zogen. Ein Schutzmann stellte die Ruhe wieder her. — Gestern Nachmittag wurde ein junges Mädchen m der Nähe des Koch-Denkmals besinnungslos auf einer Bank sitzend angetroffen. Die Kranke wurde auf Veranlassung der Polizei mittels Droschke in ihre Wohnung gebracht. — Am 6. d. M., Abends 6‘/a Uhr, entstand in einem Hanse an der Schwalbacher- straße ein kleiner Zimmerbrand, welcher sofort durch die Be­wohner des Hanfes gelöscht wurde. Der Schaden ist nicht bedeutend. — Aus das Inserat der Rollerschen Stenographen» Gesellschaft ans Seite 17 sei hier noch besonders hingewiesen, da soeben ein neuer Kursus begonnen hat. — Die westliche Fahr­bahn des Kaiser Friedrich-Rings von der Wallufer- bis zur Schicrsteinersttaße wird zwecks Herstellung einer Wasser- und Gas­leitung auf die Dauer der Arbeit für den Fuhrverkehr polizeilich gesperrt, ebenso die G o l d g a s se von der Mühlgasse bis zur OSraben» sttaße behufs Reparatur einer Wasserleitung.

Nevrino Nach«ilitten.

(kurze lachliche Berichte werde» bercüwLM unlet dicler Ueberlchris: aufotaommen.’

* Das am 7. d. M. stattgehabte Weihnachtsfest der „Stieger, und Militär-Kameradschaft Kaiser Wilhelm II. er freute sich eines recht zahlreichen Besuchs Seitens der Mitgliede' wie auch cütgelabcner Gäste; unter den letzteren befanden sich Hei Oberstleutnant v. Setten, sowie mehrere Vertreter anderer hiesig, Kriegervereine. Der erste Vorsitzende der Kaineradschaft, Rittmeist, der Landw.-Cav. Heintzmaim, begrüßte die Erschienenen mit her liehen Worten, wies auf die Bedeutung des Festes hin und schic mit einem Hoch auf Se. Mas. den Kaiser, in welches die Anwesenden begeistert einstimmten. Das Festprogramm entwickelte sich hierauf in rascher, präziser Weise; den Prolog trug Fräulein PothS mit zu Herzen gehendenWorten vor. DasThcaterstück „Der erste Weihnachts­baum", dramatisches Märchen, dessen Aufführung der Verfasser, Herr Karl Schultes, in liebenswürdiger Weise gestattet und m welchem Frau Volk, Fräulein Weber, die Herren Kaufmann und Kempenich als handelnde Personen besonders hervorttaten, war gründlich ein» ftubirt und „klappte", ebenso wie die Gesänge, vorzüglich. Ein Beweis, daß Alles in guten Händen lag und die Mitwirkenden mit Interesse und Eifer die gestellte Aufgabe zu losen suchten. Der Tanz hielt die Mehrzahl der Anwesenden vis früh Morgens zu­sammen. — Die nächste Monatsversammlnng findet am 12. d. M. tm Vereinslokal statt.

* Die Weihnachtsfeier des „Wiesbadener Rhein- und Taunus-Klub" am 8. d. M. war so zahlreich besucht, daß die schönen GesellschaftSräume der „Loge Plato" die Menge der Er­schienenen kaum zu fassen vermochte. Die Feier wurde durch eine Ansprache des Vorsitzenden, Herrn L. Schwenck, eröffnet, worauf ein prächtiger „Nikolas" jede Dame mit einer flcinen Spende er­freute. Die Abend-Unterhaltung bot durchweg gute Leistungen, namentlich die Sänger (die Herren Süße und Gerhart, sowie Herr Opernsänger Buchwald) waren vorzüglich. Gleiches Lob verdienen die Klaviervorträae einiger Damen des Klubs, sowie des Herrn Groschwitz, und die humoristischen Vorträge und Couplets der Herren Bender, Rapp und Laupns. Die darauf folgende Tombola brachte manche hübsche und weniger hübsche Ueberraschiing, und der Danz, dem SUtcr, Mittelalter uno Jugend oblagen, wurde so eifrig kultivirt, daß der dafür refermrte Nebensaal sich als viel zu klein erwies.

Auxerge«-Annahme

für die Abend-Ausgabe bis 11 Uhr Vormittags, für die Morgen-Ausgabe bis 3 Uhr Nachmittags, nächsterscheinenden Ausgabe wird kein« Gewähr übernommen, jedoch nach Möglichkeit Sorge getragen.

— Für die Aufnahme später eingereichter Aiizeigen zur

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Fernsprecher N». 52. Diettstag, dkN 10. IaNUav.

Fernsprecher N». 52. 1899.