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Wiesbilöemr TagblÄ

1899

Freitag, den 6. Januar

Fernsprecher 31 e. 52.

Po. 10.

Fernsprecher No. 52.

Abend-Ausgabe

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sie setzt sich aber nicht in That um. Statt charakteristischer Typen werden beiderseits grobe Uebertreibungen gewählt.

Der Bayer ist strotzend von Gemüthlichkeit und holder Einfalt und der Berliner platzt vor Ueberlegenheit und Schnoddrigkeit. Und dabei noch allzu deutlich die Vorliebe für das Letztere betont. Man kann sich denken, wie angenehm das in München gewirkt haben muß.

Es handelt sich nun darum, eine Mischung zwischen Norden und Süden herbcizuführen, und dazu muß der Bajuware, der Brauer Matthias Gollinger, mit einer Tochter Nest belastet werden, in die sich prompt ein Berliner Architekt verliebt. Das Berlinische erweist sich stärker als das Bayrische und die Münchner siedeln nach Berlin über und treten hier in die Phase des Gollingerbräus. Vom Alten das Vier, vom Schwiegersohn der Bau, von Resi die Liebe. Ort der Handlung: die Friedrichstraße.

Das wird aber kein für die Friedensbewegung günstiger Boden, die neue Familie verträgt sich miserabel. Die Münchner Biederkeit läuft übel an den Ecken Berliner Witzes an, der wackere Matthias spielt so unentwegt die Rolle des reinen Thoren, daß es dem Schwiegersohn schwül wird und er den Alten in die heimischen Gefilde zurück entsendet. Der geht aber nicht allein, Rest geht mit, und der entpaarte Baumeister sieht sich in einsamer Größe.

Daß diese Einsamkeit nicht eine Trennung für immer, sondern ein- wohlthätige Prüflings- und Läuterungszeit ist und sich Berlin und München schließlich doch zu einer Personalunion noch mal zusammenfinden, ist, bei der Mensch­lichkeit und dem starken Beglückungsbcdürfniß Oskar Bütmen- thals selbstverständlich. Sein Kompagnon, der als Jurist das Scheiden eher gewöhnt ist, hat in diesem Fall nicht den Spielverderber gemacht.

Madrid lebende philippinische Schrifisteller de los ReyeS erklärt, daß Admiral Dewcys den Tagalen, als die Lage der Amerikaner nach der Schlacht bei Cavite ohne die Hülfe der Aufständischen unhaltbar gewesen wäre, für ihre Unter­stützung die Unabhängigkeit versprochen habe.

In den Vereinigten Staaten will man von diesen Er- klämngen und Versprechungen jetzt freilich nichts wissen, aber die Filipinos haben ein besseres Gedächtniß. Schon die Herrschaft der Spanier über die Philippinen war sehr fragwürdiger Natur. Ihre Herrschaft erstreckte sich thatsäch- lich nur auf die Küsten, während das Innere der Insel für die Spanier eine Art unentdecktes Land bildete. Die Filipinos zeigen jetzt begreiflicher Weise wenig Lust, die spanische Herrschaft, gegen die sie Jahre lang angekämpft haben, widerspruchslos mit der amerikanischen zu vertauschen. Sie scheinen fest entschlossen zu sein, sich gegen die Ameri­kaner mit Waffengewalt zu wehren, und ihre Einigkeit er­scheint als ebenso stark, wie ihre unbedingte Anhänglichkeit an ihren Führer und Diktator Aguinaldo, der zur Zeit „unbekannten Aufenthalts" und offenbar damit beschäftigt ist, den bewaffneten Widerstand gegen die Amerikaner zu organisiren. Trotzdem die Amerikaner eine statt­liche Truppenanzahl in Manila versammelt haben, sehen sie sich doch bereits genöthigt, erhebliche Ver­stärkungen dorthin zu beordern, und sollte es wirklich zum Kampfe kommen, so würden diese Verstärkungen noch lange nicht genügen und eine ganze Armee nöthig sein, um mit den waffengeübten und muthigen Tagalen fertig zu werden. In den Vereinigten Staaten ist der Krieg gegen die um ihre Freiheit kämpfende Bevölkerung wenig populär, aber es gießt für die Amerikaner jetzt kein Zurückweichen mehr. Die einsichtigeren Leute in den Vereinigten Staaten meinen, der Beginn der Wellpolitik sei schon recht ungemüth- lich, und Niemand wisse, wie das Ende sein werde.

Aber, so schön Menschlichkeit und Beglückungsbcdürfniß auch sind, in künstlerischen Dingen genügen sie nicht, man glaubt einfach nicht an die Ueberbrückung der Gegensätze, die die ersten Akte so scharf kontrastirend ausgestellt hatten und die der letzte Akt so spielend leicht vereinigt.

Das Publikum, daS seinem Liebling gegenüber sonst so willfährig war und sein Gasthans „Zum weißen Rößl" stürmte, blieb diesem Gollingerbräu gegenüber ziemlich kühl.

Unter den anderen gepappten und geleimten Sächelchen des Weihnachtsbaums war auch ein buntlackirter Soldaten­scherz für artige militärfromme Kinder: „Die Barbaren" von Heinrich Stobitzer, ein Pariser Einzugsmarsch-Jdyll in vier Akten, im Feindesland und im Winter und bei Nnscha Butze.

Weihnachtsstimmung in einem Chateau mit Prussiens- einquartirung, preußischen Ulanen und reizenden Komtessen, die natürlich nicht umhin können, sich in zwei der „Barbaren" zu verlieben.

Es ist herzerhebend, wie Hof- und Friedenspolitik im Butze-Theater solch schönes Stück gezeitigt haben, in dem Alles wie nach dem Wunschzettel geht. Nur einen Schreck giebt's, ein Schuß fällt; aber dies unliebsame Ereigniß er­scheint immerhin nöthig, um daS kriegerische Milieu ge­bührend vernehmbar anzudeuten; außerdem aber trifft — die beruhigende Kunde bleibt nicht aus — besagter Schuß nur ein Pferd, und außerdem — wie ist der Gedanke labend — trifft er es nicht einmal in edele Theile.

Herzig war auch das Festbijou des Schauspielhauses: „Die Lustspielfirma" von der Firma Oskar Walter und Leo Stein. Da diesen bürgerlich sonst ganz un­bescholtenen Leuten gar nichts einfiel, brachten ^sie diesen aumuthigen Seelenzustand auf die Bühne. Sie zeigen

Das Jahr 1898. Amerika

«7. Jahrgang.

Erscheint in zwei Ausgaben. — Bezugs-Preiö: durch den Verlag so Pfg. monatlich, durch die Post 1 Mk. 6Ö Pfg. vierteljährlich für beide Ausgaben zusammen.

(Nachdruck verboten.)

Berliner Theaterbrief.

(Eigener Aufsatz für das „Wiesbadener Tagblatt.")

Der fröhliche, selige Weihnachtsmonat ist auf den Berliner Bühnen ohne sonderliche Erregungen und tteber- raschungen vorübergegangen. Jetzt, da er ins große Nichts klanglos herabsank und die festliche Nachsicht der frostig- klaren Jannarstimmung Platz gemacht hat, fängt man an, die Gaben kühler und kritischer zu betrachten und zu finden, daß der liebe Theaterweihnachtsmann recht mäßig bescheerte.

Manche Enttäuschung gab's.

Sonst kam die bewährte Atrappe, auf der der Name einer accreditirten Firma stand — sie hieß Blumenthal und Kadelburg —. Die Atrappe kam diesmal auch, aber die Firma war nicht mehr dieselbe. Der eine Assocw hieß jetzt Max Bernstein und der scheint in die beliebte Nasch- tvaare eine neue Mischung gebracht zu haben, von der die Koster behaupteten, sie gefalle ihnen nicht.

Die Atrappe der neuen Firma trug den Namen „Matthias Gollinger" und sie stellte ein Lust­spiel vor.

Das Papiermache war nicht so gut gelungen als sonst. Es steht einem alten Possenreißer schlecht an, wenn er plötzlich sich bemüht, ein ernsthaftes Gesicht zu machen.

Dies zweite Gesicht taucht in dem Lustspiel ganz plötzlich unangenehm auf.

Süddentschland und Norddeutschland sollen in charakte­ristischen Typen kontrastirt werden, das Lustspiel soll Kultur- Hintergrund bekommen, lustigen Scherz mit ernstem H'.nter- grund. Diese Absicht wird deutlich zu erkennen gegeben,

Verlag: Langgasse 27.

16,000 Abonnenten

war der Schauplatz dcs toi , des Jahres, der kriegerischen einigten Staaten und Spani

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es zwischen den Republiken Costarica und Nicaragua, wo sich der frühere Präsident Zelaya gegen den regierenden Präsidenten Iglesias anfgelehnt hatte, zum Kriege. Erst am 22. Juli wurde Friede geschlossen, der zu Gunsten Iglesias' ausfiel. Inzwischen war am 28. April zu Managua zwischen den Republiken Nicaragua, Honduras und San Salvador ein Bündntß zu Stande ge­kommen, durch das eine große mittelamerikanische Republik be­gründet wurde. Jedoch war dieser Staateubund nicht von langer Dauer. In San Salvador, wo die Unzufriedenheit mit den der Republik auferlegten Lasten besonders groß war, erhob sich an­fangs November General Regalado gegen den vom Präsidenten Gmterrez befürworteten Anschluß an den Staatenbund. Er blieb siegreich und trat als Präsident an die Spitze San Salvadors, worauf in den ersten Dezembertagen der Bund für gesprengt er# klärt wurde. Nicaragua hatte am 27. September in Don Manuel Cabrera einen neuen Präsidenten erhalten. Am 23. Oktober ertheilte der Kongreß zivei Amerikanern die Erlaubniß zum Weiter­bau des Nicaraguakanals, wogegen jedoch die Vereinigten Staaten von Nordamerika Einspruch erhoben. In Guatemala wurde am 8. Februar dec Präsident Barrios auf Anssiften seiner Feinde ermordet. Der Vizepräsident Cabrera übernahm die Regierung, die ihm jedoch General Morales mit den Waffen in der Hand streitig machte. In dem sich entspinnenden Bürgerkriege fielen erst General Monachos, ein Vorkämpfer Morales', dann am 19. August nach einer verlorenen Schlacht dieser selbst. Auch der Präsident der Negerrepublik auf der Insel San Domingo, Ulysses Heureux, hatte im Juli und Dezember gegen feine Person gerichtete Auf­stände zu bekämpfen.(Schluß folgt.)

ächtiqsten und einschneidendsten Ereignisses ... ___,________, ijen Auseinandersetzung zwischen den Ver­

einigten Staaten und Spanien, das nunmehr gänzlich aus Amerika verdrängt ist. Auch im Süden des Erdtheils sah es im Sommer und Herbst eine Zeit lang kriegerisch aus, als sich Chile und Argentinien über ihre Grenzen in Patagomen nicht einigen konnten. Beide Staaten rüsteten mit Macht, aber schließlich behielt die gesunde Vernunft die Oberhand, und sie einigten sich dahin, den Grenzstreit friedlich zu schlichten. In Argentinien wurde am 19. Juli General Roca zum Präsidenten gewählt: er trat am 14. Oktober dieses Amt an. Ein sehr unruhiges Jahr hatte Uruguay. Dort löste am 10. Februar der Vicepräsident Cuestas das Parlament auf und übernahm die Allemregierung. Gegen ihn lehnte sich im Juni der frühere Präsident Herrera vergeblich auf. Die Ende November vollzogenen Neuwahlen fielen zu Gunsten Cuestas' aus. In Brasilien wurde am 1. März der einflußreiche und kluge Politiker Campos Salles zum Präsidenten gewählt. Nachdem et im Sommer eine größere Informationsreise nach Europa unter- nomnien, trat er am 15. November die Präsidentschaft an, auf die man in Brasilien allgemein große Hoffnungen setzte. Das Gleiche war der Fall in Venezuela, wo der am 1. März erfolgte Amts- antritt des neuen Präsidenten, Generals Andrade, den günstigsten Eindruck machte. Sein Vorgänger, General. Creszo, fiel am 16. April als Sieger im Kampf mit Aufständischen im Süden der Republik. In Bolivia tobte am Jahresschlüsse eine Revolution.

Aufstände und Wirren bildeten auch int Jahre 1898 die Signatur der mittelamerikanischen Freistaaten. Anfangs März kam

Das dicke Ende.

Bei der Erörterung des spanisch-amerikanischen Friedens- abschlusses hoben wir hervor, daß die Amerikaner ihren Sieg über die Spanier zwar sehr leicht erkauft hätten, daß die durch diesen leichten Sieg entrirte Weltpolitik den Ameri­kanern aber bald genug ihre Kehrseite zeigen würde. Diese Annahme hat sich noch schneller bewahrheitet, als man voraussetzen konnte, denn die Amerikaner sind bereits noth- gedrungen zu der unangenehmen Erkcnntniß gelangt, daß es nicht damit gethan war, die ncuerworbenen Kolonieen den Spaniern abzunehmen, sondern daß es ein weit schwierigeres Werk sein wird, diese Kolonieen nicht nur in den formellen, sondern auch in den thatsächlichen Besitz der Bereinigten Staaten zu bringen.

Bezüglich Cubas und Portoricos liegen die Dinge immerhin weniger schwierig. Den Cubanern ist wenigstens der Schein der Unabhängigkeit vergönnt worden, wenn sich auch die Klügeren unter den Cubanern darüber klar sind, daß dieser Schein trügt. Auf Cuba sind früher gegen das spanische Willkürregiment mit vollem Recht die schwersten Klagen erhoben worden; aber die Cubaner sind schon jetzt zu der Erkcnntniß gelangt, daß die „Amerikaner-Befreier" es nicht viel besser treiben. Trotzdem die Amerikaner sich an­geblich mit dem Protektorat über Cuba begnügen, haben sie „vorläufig" ein scharfesRegimentaufCuba eingeführt, unterdem die Einheimischen schwer seufzen. Das Regiment der „freien und gerechten Republikaner" ist aber nicht nur ein strenges, sondern auch ein willkürliches und ungerechtes, und die an­geblich befreiten und unabhängigen Cubaner haben in der kurzen Zeit ihrer intimen Bekanntschaft mit den Amerikanern bereits recht unangenehme Erfahrungen über die amerikanische Vetternwirthschaft sammeln können. Die gleichen Klagen wie in Cnba ertönen auf Portorico, aber die Bewohner beider Länder sind durch die jahrelangen Kämpfe und Unruhen zu sehr mitgenommen, als daß sie an einen ernstlichen Widerstand gegen die amerikanische Herrschaft denken könnten.

Ganz anders aber liegen die Dinge auf den Philippinen. Die Hoffnung der Spanier, daß Rußland oder Japan gegen die Erwerbung der Philivpinen durch die Vereinigten Staaten Einspruch erheben würden, hat sich als eitel er- piesen, aber ein dritter Faktor ist in den Vordergrund ge­treten, an den vorher Niemand gedacht hatte. Die Be­wohner der Philippinen, die Filipinos, sind dieser dritte Faktor, sie wollen nicht so, wie die Amerikaner wohl wollen. Dieser naive Tagalenstamm stellt sich auf den Standpunkt, daß der gute Onkel Sam, nachdem er sein Befreiungswerk durchaeführt, nun wieder abziehcn und die Philippinen sich selbst übcrlaffen solle. Die Filipinos meinen, daß sie die Amerikaner durchaus nicht nöthig haben. Sie haben eine Nationalversammlung ein« berufen und zeigen sich entschlossen, aus den 122 Philippinen­inseln eine unabhängige Republik zu machen. Sie berufen sich darauf, daß der Präsident Mac Kinlcy beim Beginn des Krieges feierlich verkündet hat, die Vereinigten Staaten beabsichtigten keinerlei Landerwerbungen, sondern zögen nur aus Humanitätsgründen in den Krieg. Auch hat der in

Deutsches Deich.

* Hof- und Personat-Uachrichten. Der Hofbericht meldet von gestern: Im Auftrag des Präsidenten Faure begab sich heute der hiesige französische Botschafter, Marquis de Noailles, nach Potsdam, um sich nach deut Befinden des Kaisers zu er­kundigen. In Potsdam wurde der Botschafter von der Kaiserin im Stndischloß empfangen. Die Reconvalescenz des Kaisers nimmt einen regelrechten und guten Fortgang. Gestern empfing der Kaiser den Kommandeur des 4. Garde-Regiments zu Fuß, Oberst- lieutenaut v. Plettenberg. — Die Neberstedelung des kaiserlichen Hoflagers von Potsdam nach Berlin findet endgültig am 19. d. M. statt. — Der Gouverneur von Deutsch-Ostafrika gedenkt noch einige Zeit in Berlin zu bleiben. Auch der stellvertretende Gouverneur, d. Lindeqnist, welcher bereits die Reise hierher angetreten hat, wird int Februar hier eintreffen.

* Koriin, 6. Januar. Im Reichsamt des Innern ist gestern Vormittag 10 Uhr die Konferenz zur Berathung der m e d i z i n i s ch e n Prüfungs-Ordnung eröffnet worden.

Von verschiedenen Seiten war die Darstellung verbreitet worden, als ob die von der Kolonial-Abtheiluna des Auswärtigen Amtes gefaßte Idee der Tschadsee-Expedition wieder auf= gegeben worden sei. Im Gegensatz hierzu erfährt die „Post", daß tni Auswärtigen Amt in Verbindung mit dem Comite der deutschen Kolonial-Gejellschaft die Vorarbeiten für diese Expedition eifrig ge­fördert werden. Von dem eingeschlagenen Tempo sei mit Sicherheit darauf zu rechnen, daß die Tschadsee-Expedition im Sommer 1899 sich in Bewegung setzen wird.

* vom unbestätigten Oberbürgermeister. Es erregt das höchste Befremden, daß die Bestätigung des Bürgermeisters Kirschner als Oberbürgermeister von Berlin immer noch nicht er­folgt. Bisher ist offiziös diese Verzögerung mit dem üblichen Geschäftsgänge entschuldigt worden; die Minister seien im Sommer auf Erholung gewesen und erst nach ihrer Rückkehr habe die Be­stätigung des Oberbürgermeisters ihren ordnungsmäßigen Gang nehmen können. Run verfangen derartige Entschuldigungen aber nicht mehr. Die Geschäfte sind langst im richtigen Geleise, und die Bestätignngsfrage hätte längst erledigt sein müssen, wenn nicht ganz ungewöhnliche Hemmnisse vorlägen. Wir meinen, schreibt man der „Frankfurter Zeitung" aus Berlin, so gut wie man Ernennungen von Oberpräsidenten kurzer Hand vollziehen kann, so gut könnte endlich auch die Bestätigung des Oberbürgermeisters von Berlin erfolgt fein — wenn man ihn eben bestätigen will. Aber dieser Wille scheint recht zweifelhaft zu fein. Berliner Blätter melden jetzt, daß eine ganz bestimmte Ur;ache für die Ver-

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