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WiksbckkM Sagblatt

Verlag: Langgasse 27.

Abouneuten

Mo. 523

Dienstag, den 8. November.

1898

Fernsprecher Wo. 52.

Fernsprecher Wo. 52.

Abend-Ausgabe

Selbstverwaltung und Regierung.

Der Regierungs-Präsident zu Erfurt, v. Brauchitsch, hat bei seiner Verabschiedung vom Negierungs-Kollegium eine Ansprache gehalten, die viel bemerkt morden ist. Er legte darin seine Anschauungen über die Selbstverwaltung und die Aufgaben der Beamtenschaft und der Polizei gegen­über der Bevölkerung dar. Es ist vermuihet worden, in dieser Rede seien auch die Gründe angebeutet, die ihn zum Scheiden veranlaßt hätten. In der That liegt diese Vcr- muthung nahe, denn die Wirklichkeit stimmt schlecht mit den Idealen des Herrn v. Brauchitsch.

Er betonte zunächst, daß die Selbstverwaltung soweit wie möglich unangetastet bleiben müsse. Die Selbst­verwaltung hat aber unter den Konservativen viele heim­liche und offene Gegner. Allen Reformen in dieser Hinsicht widersetzen sie sich nach Möglichkeit. Man braucht nur an den giftigen Haß zu erinnern, mit dem sie den Minister Herrfurth wegen seiner Reform-Vorlagen verfolgten. Aus ihren Reihen kommen aber die Verwaltungsbeamten, und so werden der Selbstverwaltung alle möglichen Steine in den Weg gelegt. Nach Herrfurths Entlassung sind die wichtigsten Bestimmungen der neuen Gemeindeordnung im Osten einfach nicht ausgeführt worden. Die überlebten Gutsbezirke sollten beseitigt und ein gesundes Gemeindeleben entwickelt werden; Alles ist ins Stocken gerathen. Auf dem Schnl- gebiet geht die Regierung systematisch darauf aus, die Selbst­verwaltung der Gemeinden und Schul-Soeietäten zu be­seitigen und Alles in die Hände der Büreaukratie zu bringen. Das Bestätigungsrecht der Regierung gegenüber Selbstverwaitungsbeamtrn, wie Bürgermeistern, wird häufig in kleinlicher Weise nach Partei-Rücksichten gehandhabt. Das Vorschlagsrecht der Selbstverwaltungskörper wird nicht selten verkümmert; man braucht bloß an verschiedene Fälle zu dsiiken, in denen gewählten Bürgermeistern die Bestätigung versagt wurde.

Herr v. Brauchitsch erklärte sich weiter als Gegner der Vielregiererei. Hierüber ist schon oft geklagt worden, mit dem Erfolg, daß es nicht bester, sondern schlimmer wurde. Die freie Bewegung der Staatsbürger wird immer mehr eingeengt, und in Alles und Jedes mischt sich die Regierung und die Büreaukratie. lieber tausend Dinge, die sie nichts angehen, verlangt sie Auskunft, Statistik und dergleichen, und das Ende sind immer neue Verfügungen, in denen sich kein Mensch mehr auskennt, auch die aus­führenden Beamten nicht. Ein ungeheueres Schreib­werk belastet die Beamtenschaft und vor Allem die unteren Selbstverwaltungs-Beamten, die am wenigsten mit dem Schreibwerk umzugehen verstehen, die Orts- und Gemeinde­vorsteher und Dorfbürgermeister. Schließlich müssen die Selbstverwaltuiigsstellen in immer größerem Umfang zunft- mäßigen Beamten übertragen werden, weil die Arbeit für andere nicht mehr zu bewältigen ist.

er das Jesuiten-Gymnasium. Da er aber die Mittel

Eindruck. Als öffentlicher Redner trat Blum auf, als den Führern der Linken von der Menge öffentliche Huldigungen dargcbracht wurden. Er strebte zugleich, das politische Leben auch mehr auf die unteren Volksschichten auszudehnen und diese dazu besser herauzubildeu, wozu eine leicht faßliche Lektüre das Ihrige beitragen sollte. 1847 gab er seine Kassirerstclle am Theater auf und begründete eine Buch­handlung, in der die von ihm selbst geschriebenen Werke Ein Weihnachtsbaum", Lebensbeschreibungen freisinniger Deutschen enthaltend, und einStaatslexikon für das Deutsche Volk" erschienen. Mit Gleichgesinnten gründete er den sogenanntenRekrutirungsvercin".

Der bedeutendste Wendepunkt im Leben Robert Blums trat jedoch im Jahre 1848 ein. Er warf sich der so ge­waltig hervorbrcchendeu Bewegung voll und ganz in die Sinne. In den Februar- und Märztagen wurde er der Hauptführer der sächsischen Demokratie und gründete den sogen.Deutschen Vereinen" der gemäßigten Partei gegen­über beitVaterlandsverein", der bald über 40,000 Mit­glieder zählte, und ließ dabei dieVaterlandsblätter" er­scheinen. Von der Stadt Zwickau in das Vorparlament entsandt und zu einem der Vizepräsidenten desselben erwählt, beherrschte er durch fein energisches Auftreten, seine impo- nireude Gestalt, besonders aber durch seine kernigen, be­geisterten und begeisternden Reden fast die Versammlung.

Als Mitglied des Füufzigerausschusses und des Frank­furter Parlaments vertrat er die Stadt Leipzig und schwang sich zum anerkannten Führer der Linken empor. Als solcher suchte er die Aufgeregtesteit in Schranken zu halten, wobei er bei diesen mehrfach Anstoß erregte. Als seine Stellung infolge dessen in Frankfurt mehr und mehr unhaltbar wurde und überdies die Nachricht von den Wiener Oktober-Ereig­nissen in Frankfurt eintraf, beantragte Blum mit einigen Anderen eine Glückwunsch- und Ermunte.ungs-Adresse an die Wiener und ließ sich bereitwilüg von der Linken des

zum Weiterstudiren nicht erschwingen konnte

Von Br. A. Rost.

Legt an! Feuer!

Eine Salve krachte durch die kalte, klare Morgenluft und wieder hatte das Jahr 1848 ein Opfer gefordert: Robert Blum, einer der größten, gewaltigsten Redner und Anwälte des Volks, wälzte sich in feinem Blute; ein paar Zuckungen noch ein tiefer Seufzer und feine Seele war entflohen.

Gar wundersam war der Lebenslauf dieses Mannes, und nur aus seiner Vergangenheit heraus ist sein phänome­nales Auftreten und die Gewalt seiner Persönlichkeit zu verstehen. Er war Einer der Wenigen, die selber fühlen konnten das, was sie sprachen, denen es von Herzen ging und die es zu Herzen zu führen wußten. Mehr als ein­mal riß er selbst die Herzen feiner erbittertsten Gegner zu sich herüber, so groß, so unwiderstehlich war die Gewandtheit, die Schlagfertigkeit und das edle Pathos feiner Rede.

Geboren am 10. November 1807 zu Köln, wuchs Blum in äußerst dürftigen Verhältnissen auf. Der Vater, ein Böttcher, konnte kaum das Nöthigste zum Unterhalt der Familie beschaffen, sodaß diese gar häufig dem bittersten - Mangel preisgegeben war. Robert, bereits 10 Jahre alt, hatte noch kaum Schulunterricht genossen, da die Eltern diesen nicht bezahlen konnten. Dagegen wurde er von ihnen wieder­holt zum Betteln angehalten, wogegen sich aber fein Gefühl stets sträubte. Als Meßdieuer an der katholischen Kirche Groß-Martin erhielt er den ersten bescheidenen Verdienst, : womit er die ©einigen unterstützte. Dann besuchte

Deutsches Deich.

* grrlhi, 8. November. Gras Hoensbroech ist von der Leitung derTögl. Nundfch." znrückgetreten, nachdem er in einer längeren, nicht in allen Thrilcn verständlichen Erllärmig n. A. be­hauptet, daß die HeirathSgesuch-Affaire s. Z. zur Aufdeckung einer Jntrigue gegen ihn von ihm eingelcitel sei. Er beschwört, daß er die Familie seiner Frau dies geht auch au» einem angeführten Schriftstück hervor nicht durch den vom Gericht zurückgewieseucn Heirathsagenten kennen gelernt habe. Graf Hocnrbroech ist un- zmeifelhast ein ausgezeichneter Publizist, dieTägl. Rundschau" ver­liert in ihm aber zum Mindesten eine interessante Persönlichkeit. HocnSbroech scheidet, wie er ermächtigt ist zu erklären, mit dem vollen

mußte er zum Handwerk greifen und wählte zunächst das eines Goldschmieds. Nicht lange darauf wurde er Lehrling bei einem Gärtner. Nach beendeter Lehrzeit ging Blum auf die Wanderschaft, kehrte bann wieber nach Köln zurück, wo er in einer Lateruenfabrik Arbeit fand. Der Besitzer berfelben beschäftigte ihn, als guten Rechner, halb auf dem Comptoir, bann ließ er ihn reifen. 1829 bis 1830 hielt Blum sich in Berlin auf und benutzte diese Zeit redlich, um sich geistig mehr auszubildeu. Durch die Militärpflicht eine Zeit lang in seiner bisherigen Thätigkeit unterbrochen, befand er sich denn bald wieder so mittellos, daß er gc- nöthigt war, nach Köln zurückzukehren und hier die be­scheidene Stellung eines Theaterdieuers bei dem Direktor Ningelhardt auzunehmen.

Im Jahre 1831 folgte er der Truppe nach Leipzig, wo

(Nachdruck verboten.)

Gin Märtyrer seines Ideals.

Zum 50. Jahrestage der Erschießung Robert Blums zu Wien am Morgen des 9. November 1848.

Htttotarttfür die Abend-Ausgabe Eis 11 Uhr Vormittags, für die Morgen-Ausgabe bis 3 Uhr Nachmittags. Für die Aufnahme später eingereichter Anzeigen zur nächsterscheinenden Ausgabe wird keine Gewähr übernommen, jedoch nach Möglichkeit Sorge getragen.

Anreigen-PreiSr

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«o. Jahrgang.

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* Der Allgemeine preußische Ktädtetag, dessen Vorstand am Souuabciid im Berliner Nachhause eine vorbereitende Sitzung abhallen wird, trat infolge einer Anregung de» früheren Ober- büriieriiieisters Zelle zitm ersten Male am 28. September 1896 in Berlin zusammen. ES wurde die Einberufung eine» allgemeinen Städtctage» behufs Berathung der folgenden Tagesordnung be­schlossen: 1) Gesetzentwurf, betreffend die Rechtsverhältnisse der Geineindkbeamteii; 2) die Fleischversorgnng der Städte; 3) Schutz des Kleingewerbe» gegen die Waareuhänser. Der Termin de» Zusammentritts des Städtetags wird voraussichtlich von der Ver« öffentlichuiig de» Gesetzeiltwurf» über die Gemeindebeamten in seiner enbgiuigen Fassung abhängen.

* Lcichostnanirn. Die Isteinnahme an» den Zöllen und Verdrauchrsteuerii im ersten Halbjahr 1898 zeigt ein unter allen Gesichtspunkten überaus erfreuliche» Bild. Sie beläuft sich mit 364,3 Millionen Mark auf 29,5 Millionen Mark höher al» im ersten Halbjahr 1897/98, ist mithin um mehr als 8 pCt. gestiegen. Diese Vermehrung Übersteigt de» Durchschnitt der Jahre seit Eintritt der Wendung zum Günstigen in den Rcichsfiiiauzen nicht unerheblich und bleibt selbst hinter der ganz ausnahmsweise hohen Steigerung von 1895/96 auf 1896/97 nur sehr wenig zurück. Sie ist auch absolut und relativ höher als der Mehransatz in dem Reichshaushaltsetat mit 48 Millionen oder etwas mehr al» 7 pCt. Beträgt die Jst- einnahnie in dem zweiten Halbjahr auch nur ebensoviel wie in dem letzten Winterhalbjahr, so wäre auf eine Isteinnahme de» ganzen Jahres von 761 Millionen Mark, mithin mit einem Ueberschuß von rund CO Millionen über da» Etatssoll von 701 Millionen zu

Vertrauen aller Herren de» Verlags und der Redaktion. Ob der Graf feine öffentliche Thätigkeit gänzlich einstellt, dürste fraglich fein. Wenn er sich absolut frei fühlen kann von den Beschuldigungen der gegnerischen Presse, muß er auch den moralischen Muth finden, die Sache, der er sich widmete, trotz Allem weiter zu dienen.

* Dir Aufgaben brr nächsten Tagung dr» Reichstag» laffen sich jetzt, wie dieB. P. N." melden, einigermaßen übersehen. Die Arbeiten für den ReichrhauShalt für 1899 sind im BundeSrath soweit gefördert, daß die Einbringung dieser Vorlage an den Reichs­tag gleich nach seinem Zusammentritt wird erfolgen können. An» dem Neichsamt de» Innern werden der JnvalidenversicherunaS-Gesetz­entwurf, der bekanntlich schon vom BundeSrathe in Berathung genommen ist, der Entwurf ginn Schutze der Arbeitswilligen, eine Gewerbeordnungs-Novelle und da» Fleischschau-Gesetz kommen. Ob die Vorarbeiten an dem NeichS-VerstcherungSgesetzentwurs sich so werden beschleunigeii lassen, daß er noch in der nächsten Tagung dem Reichstag wird vorgelegt werden können, ist zweifelhaft. Dagegen darf als sicher angesehen werden, daß da» ReichS- justizamt, wenn auch nicht gleich zu Beginn der Tagung, doch im Anfang des nächsten Jahre» den Hypothekenbank- Gesetzentwurf, sowie die Revision de» Urheberrechts vorlegen wird. Es ist auch wahrscheinlich, daß nochmals ein Gesetz­entwurf über die Entschädigung unschuldig Bernrtheilter eingebracht werden wird. Ans dem Ressort des Auswärtigen Amtes darf eine Wiederholung de» Entwurf» wegen der llebernabme Nen-GuineaS auf die RcichSverwaltung erwartet werden. Endlich ist eine Militär­vorlage über Regelung bet Frage der Dienstzeit, sowie einzelne Orgaiiisationsäuderungen zu erwarten.

* Urform dro prrnsiischkn Enteignungsrrchts. In der Budgetkommifsioii des Abgeordnetenhauses sind wiederholt Be­schwerden über die Erschwerungen gemeinnütziger Unteruehmungeit der Provinzen, Kreise und Gemeinden infolge der materiellen Be­stimmungen des geltenden Enteignungsrechts erhoben worden. Die Beschwerden gründen sich auf die Erfahrung, daß vielfach zu Lasten des Gemeinwesens Entschädigungen zu zahlen sind, welche den dem Enteigneten erwachsenen Schaden weit überwiegen und zu einer Bereicherung desselben auf Kosten der Steuerzahler führen. Diese Beschwerden haben Anregung zu der Erwägung gegeben, ob die Reform de» Enteignungsrechts, welche zunächst sich nur auf da» Verfahren erstrecken sollte, trotz der großen in der Sache liegenden Schwierigkeiten nicht auch auf die materiellen Theile des Ent- eignungsgefetze» von 1874 auszudehnen fein möchte. Diese Er­wägungen dürsten zu einem positiven Ergebniß geführt haben.

Eng üerroanbt mit der Vielregiererei ist, so schreibt die Köln. Volksztg." nach einigen Klagen über bie Haltung ber Büreaukratie gegenüber dem kirchlichen Leben ber Katholiken und den Ordensgesellschaften, die von Herrn v. Brauchitsch vernrtheiltc polizeiliche Chicane. Die polizeilich- büreaukratische Chicane wendet sich auch gern gegen bie bei der Regierung unbeliebten Parteien ober Bevölkerungskrcise. Die Behandlung der Sozialdemokraten sei häufig reine Chicane. Das Vorgehen von Landräthen und auf deren Anregung von Ortsvorstehern in Puttkamerun gegen den Bauernverein Norbost, was war es anberg als Chicane? Die Bekämpfung der Polen, bie Versuche, ihre Versammlungs- und Vereinsfreihcit zu beschränken, man kann sie oft nicht anders nennen, als Chicane. Aus diesem Wege kann man, wie Herrr v. Brauchitsch mit Recht betonte, kein Entgegen­kommen der Bevölkerung finden.

Endlich bemerkte der scheibende Regierungspräsibent, es fei wünschenswerth, daß jeder einzelne Beamte seine Arbeit nicht bloß nach dem Buchstaben, sondern mit vollem Interesse verrichte; der Verstand allein thue es nicht, das Volk wolle das Herz fühlen im Dienstgange der Ver- waltnng. Ohne Zweifel entsprechen zahlreiche Beamte, mir wollen annehmen die meisten, die mit dem Volk in unmittel­bare Berührung kommen, dieser Anforderung, bie besonders für die Landräthe von Vedentung ist. Richtig ist aber auch, daß das in neuer Zeit immer schwerer und seltener wird infolge der viel beklagten Erscheinung, daß die jüngern Verwaltungsbeamten die untern Posten nur als Durchgang für höhere betrachten. Wenn ein Landrath in seinen Kreis nur kommt mit dem Gedanken, wie lange es wohl dauern möge, bis er an die Regierung komme, so kann er mit seinem Kreise nicht verwachsen; er gewinnt nicht die nölhige Fühlung mit ber Bevölkerung, diese nicht das nölhige Vertrauensverhältniß zu ihm, und so ist cs natürlich, daß die Geschäfte mehr buchstabenmäßig und mit dem Verstände als mit dem Herzen erledigt werden. Den Schaden hat die Bevölkerung.

Wie alle Klagen, so werden auch Die Worte des Herrn v. Brauchitsch an den Dingen schwerlich etwas ändern. Man verfügt, daß in den amtlichen Schriftstücken die Curialien und Floskeln, wieergebenft",beehren wir uns" undEw. Hochwohlgeboren" eingeschränkt werden, und glaubt damit der Vielregiererei und Vielschreiberei zu Leibe gegangen zu sein. Den Geist des Büreankratismus treibt man damit allein nicht ans!

er nun einen anderen Wirkungskreis finden sollte. Der Direktor ernannte ihn zum Sekretär, Kassircr und Bibliothekar bei seiner Truppe. In dieser Stellung fand er Muße und Gelegenheit nichl nur zu ber so heiß be­gehrten geistigen Fortbilbnng, foubern auch zu litterarischer Thätigkeit. Er verfaßte Gedichte zu der damals von Saphir in Berlin rebigirtenSchnellpost" und nahm au ber 1830 beginnenben politischen Bewegung in Deutschland und im Sachsenland mit Theil. 1836 erschien ein Drama von ihm, betitelt:Die Befreiung von Kandia," außerdem rebigirte er mit Herlossohn dasTheater - Lexikon" das außerordentlichen Beifall fand. 1840 erhielt er die Stelle eines Kassirers am Leipziger Stabtthcater, in welcher Stellung er bis zum Jahr 1847 verblieb. Hier setzte er seine schriftstellerische Thätigkeit fort. Er lieferte unter Anbcrem Beiträge zumKomet" und zurZeitung für die elegante Welt". Auch mehrere Novellen schrieb er. Mit gleichem Eifer legte er sich aber auch auf die Politik.

Die in der 2. Kammer mehr und mehr hervortretenden so I liberalen Kundgebungen übten auf ihn einen mächtigen