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NikMemr THlÄ

Verlag: Langgasse 27.

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Uo. 462.

Fernsprecher No. 52. Dienstag, dkN 4. Oktober.

Fernsprecher N». 52.

1898;

Abend-Ausgabe.

Die Pariser Konferenz.

In Paris ist soeben die Konferenz zusammengetreten, welche den provisorischen Frieden zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten zu einem endgültigen gestalten und die Friedensbcdingungen definitiv festsetzen soll. Die Chancen der Konferenz stehen für Spanien äußerst ungünstig, denn Die Vereinigten Staaten sind in der Lage, den völlig aufs Haupt geschlagenen und zu weiterem Widerstand unfähigen Spaniern die Friedensbedingungen zu diktiren. Die spanischen Bevollmächtigten können wohl auf der Konferenz wacker handeln und feilschen, aber sie können kein Schwert in die Wagschale werfen, wenn diese sich zuungunsten der Spanier neigt. Den Auierikanern ist schamhafte Zurückhaltung niemals zum Vorwurf gemacht worden und sie werden auch jetzt dem Motto huldigen, daß bescheiden nur die Lumpe seien. Die amerikanischen Bevollmächtigten werden auf der Konferenz die Abtretung der Insel Luzon, einer Ladronen- insel und Portorico fordern. Was die Insel Cuba an­langt, so sollen die Amerikaner diesezur Verfügung* ge­stellt haben und sich später selbstherrlich entscheiden, ob für sie die Annexion oder nur ein Protektorat vorzuziehen sei, das freilich im Laufe der Zeit sich voraussichtlich ganz von selbst zur Einverleibung auswachsen würde. Die Mehrzahl der Spanier stellt sich bezüglich der Insel Cuba auf den praktischen Standpunkt. Ihre Kalkulation ist die: Cuba ist für uns so und so verloren; annektiren die Vereinigten Staaten die Insel, so ist vielleicht zu erreichen, daß sie die horrende cubanische Schuld gleichzeitig übernehmen; erhält Cuba die Autonomie, so ist kein Zweifel darüber, daß die cubanische Schuld auf den Spaniern sitzen bleibt. Der Wunsch der Spanier, Cuba inklusive Schulden los zu werden, wird aber an der Schlauheit der Amerikaner scheitern, die ihrerseits zu rechnen verstehen und sich hüten werden, mit schwerem Gclde zu bezahlen, was ihnen später gratis und franko zu­fallen wird.

Die Haupthoffnung der Spanier, wenigstens einige Reste ihrer einstigen kolonialen Herrlichkeit aus dem Schiffbruch des unglücklichen Krieges zu retten, hatte sich an die Philippinen geklammert. Mit dieser Hoffnung ist es schlecht bestellt. Die Amerikaner wollen die Hauptinsel Luzon reklamiren, die mehr als ein Drittel der Gesammtfläcke der Philippinengruppe umfaßt und an wirthschaftlicher und kultureller Bedeutung die übrigen Inseln der Gruppe so er­heblich überragt, daß diese ohne die Insel Luzon, auf der auch die Hauptstadt Manila liegt, einen nicht allzu werthvolleuTorsodar- stellen. In Spanien hofft man darauf, daß gegen die Er­werbung Luzons von Seiten anderer Mächte, in erster Reihe von Rußland, Einspruch erhoben wird. Ob dies wirklich geschehen wird, muß als sehr zweifelhaft erscheinen, denn es ist kaum anznnehmeu, daß irgend eine Macht aus diesem Anlaß ernstliche Zwistigkeiten mit den Vereinigten Staaten provoziren wird. Immerhin wird die Philippinenfrage den Hauptpunkt und den heikelsten Punkt der Verhandlungen auf der Pariser Konferenz bilden.

Die Vereinigten Staaten sind entschlossen, auf der Konferenz den Spaniern und Denen, die etwa dort zu deren Gunsten plaidiren werden, die Zähne zu zeigen, denn man

ist mit den Erfolgen des Krieges sowieso keineswegs zu­frieden und dazu über mancherlei Folgen des Krieges arg mißgestimmt. Neber die in Aussicht stehenden kolonialen Erwerbungen ist die Mehrheit der Amerikaner wenig begeistert, denn besonders in den Südstaaten sieht man den Zuwachs an farbiger Bevölkerung mit starkem und bänglichem Mißtrauen an. Mit noch ernsterer Sorge aber wird ein großer Theil der Amerikaner durch die Erkenntniß erfüllt, daß der erste Schritt zur Weltpolitik jetzt gemacht ist und daß diesem weitere folgen werden. Damit ist aber das paradiesische Zeitalter der militärischen Unschuld für dasfreie Amerika" auf immer dahin und die Nothwendig- keit starker militärischer Rüstungen tritt mit recht unangenehmer Deutlichkeit vor die Augen der seufzenden amerikanischen Steuerzahler.

Daß man auch in Amerika nach dem Krieg Grund zu mancherlei Klagen hat, ist der einzige allerdings sehr elende Trost, der den Spaniern im Unglück geblieben ist. Das spanische Volk hat in dem unglücklichen Krieg nicht nur militärisch, sondern auch moralisch ganz außerordentlich schlecht abgeschnitten. Es hat den Zusammenbruch seiner vierhundertjährigen Kolonialmacht ertragen, ohne daß sein Stolz und seine nationale Ehre sich ernstlich da­gegen aufbäumte. Lediglich in lauten Anklagen gegen Minister, Generale und Admirale gab sich der Unwille der Spanier kund, obwohl doch ernsthafte Selbsteinkehr das Volk darüber hätte belehren müssen, daß es sich hier um eine seit Jahrzehnten kontrahirte Schuld des gesammten Volkes handelt. Spanien selbst hat bei den Friedeus- verhaudlungen nicht ernsthaft mitzureden. Das Land scheidet nicht nur durch den Verlust seiner Kolonieen aus der Reihe der Großmächte aus, sondern der Gleichmuth, mit dem das spanische Volk diese Degradation hinnimmt, und die moralische Schwäche, die es in und nach dem Kriege gezeigt hat, zeigen, daß Spanien in unaufhaltsamer und hoffnungsloser Decadence begriffen ist.

Deutsches Deich.

* Kerlin, 4. Oktober. Wie dieNat.-Ztg." entgegen ander­weitigen Meldungen zuverläistg erfährt, ist noch keinerlei Beschluß darüber gefatzt, ob die vom Kaiser in seiner OehnhanseuerRede an- gekündigten Aenderungen im Rahme» der Gewerbeordnung oder des Strafgesetzbuchs erfolgen sollen. Er haben darüber noch keine Ver­handlungen stattgesnnden, und es wird an der erforderlichen Unter« läge für dieselben so lange fehlen, als die Antworten der Bundes- Regierungen auf die Umfrage des GrafenPoiadowsky noch ansstehen.

DenBerliner Neuesten Nachrichten" wird aus Prätoria zu der Mittheilung derDaily News" über den dem Gesandten Dr. LeydS in Berlin zu Theil gewordenen kühlen Empfang tele- graphirt, dah dieVolktsten" in einer Besprechung dieser Meldung unter Anderem betont, in Transvaal" bestehe feine Besorgniß, daß der deutsch-englische Vertrag den Interessen der Asrikaner schädlich sei. ES bestehe auch kein Verlangen danach, mit der etiropäischen Politik aneinander zu geralhen.

Der Polizeipräsident hat eine Bekanntmachung veröffentlicht, durch welche er 1000 Mark Belohnung für die Ergreifung der oder des Mörders der Dienstmagd Rosine Kayser aussetzt. BiS jetzt ist es der Polizei nicht gelungen, die Verbrecher dingfest zu machen.

Eine Erweiterung der Rechte der Reichs-Telegraphen­verwaltung an der Benutzung der öffentlichen Wege bezweckt ein in der Ausarbeitung begriffener Gesetzentwurf des ReichSpostamtS. Wie es in denBerl. Polit. Rachr." heißt, er­fordert der Uebergaug zum reinen Doppelleitiingsiystem für Fern« sprechleitnngen eine weitgehende Umwandlung des oberirdischen in ein unterirdisches Leitungsnetz, und diese Maßregel könne nur dnrch-

gesubrt werden, wenn der Telegraphenverwaltung dir Benutzung der Straßeiikörper zu diesem Zweck gesichert ist. Der Offiziös«» verspricht, daß durch den Gesetzentwurfberechtigte Einwendunge« der Städte oder sonstiger Kommunalverbände gegen die Jnanfpruch« nähme ihrer Straßen für den Fernsprechverkehr die gebührend« Berücksichtigung finden, sowie daß ihnen volle Entschädigung für d« ihnen etwa aus dieser Inanspruchnahme erwachsenden finanzielle» Nachtheile gewährt werde".

* Ei» Erlaß dr» fierrn von der 8«dtr. Als vor acht Tagen die bedauerlichen Unruhen in Liegnitz vor dem dortige« Schwurgericht zur Aburiheilnng kamen, erwähnte der amtirende Staatsanwalt eines Ministerial-Erlaffes, der den Sicherheitsbeamte« bei etwa vorkommenden Unruhensofort und zwar beim erste« Steinwurf die Anwendung der Schußwaffe zur Pflicht macht". Nach demVorwärts" lautet das Aktenstück:Vertraulich. Der Minister des Innern. II 8952 I Ang. Berlin, den 22. Juni 1898. Aus den Berichten über die kürzlich in dortiger Stadt statt» gehabten Straßeiiauflänfe ist zu ersehen, daß die Polizeibeamten, nachdem sie unter den gegebenen Voraussetzungen zum Ein­schreiten mit bewaffneter Hand genöthigt waren, von der Waffe nicht sofort wirksamen Gebrauch gemacht haben. Wesentlich hierauf ist es zurückzusühren, daß es nicht gelungen ist, die Tumulte gleich in ihrem Entstehen zu unterdrücken, daß e» vielmehr zu weiteren AiiSschreitniiaen gekommen ist, welche bei energischem Ein­greifen zu rechter Zeit hätten vermieden werden können. Der­artige bedauerliche Vorgänge sind geeignet, die Autorität des Staates und seiner Behörden zu gefährden. Unter keinen Umständen darf in solchen Fällen ein Zweifel darüber gelassen werden, daß die Polizeibehörden in der Lage uniPgctoitli sind, zum Schutze der öffentlichen Ruhe, Ordnung und Sicherheit von den gesetzlichen Machtmitteln mit voller Entschiedenheit Gebrauch zu machen. Ich nehme daher Anlaß, in Erinnerung zu bringen, daß die Polizeibeamten sobald sie nach Maßgabe der bestehende» allgemeinen Bestimmungen (§ 28 der Dienstinstruktion für die @en* darmerie vom 30. Dezember 1820 G.-S. 1821 S. 10 § 18 der Verordnung vom 23. äliai 1867 G.-S. S. 777 Allerhöchste Otbu Dom 4. Februar 1854 Minift.-Bl. f. d. i. Verw. S.69) und ihrer besonderen Dienstinstruktionen genöthigt find, gegenüber einer auf öffentlichen Wegen, Straßen ober Plätzen versammelten Menschen­menge mit bewaffneter Hand einzuschreiten, von der Waffe sofort wirksamen Gebrauch zu machen haben, nachdem die herkömmliche dreimalige Aufforderung, sich zu entfernen, keinen Erfolg gehabt hat (Dgl. § 116 des Strafgesetzbuches). Was tnsbefoubere den Gebrauch der Schußwaffe bei solchen Gelegenheiten betrifft, so hat anläßlich von im Jahre 1890 vorgekommenen Straßen- Tumulten der § 10 des seinerzeit Ihnen ^gegangenen Ordre- niid JnstruktionsbucheS für die Laudgendarmerie Dom 10. August 1886 hinter Zeile 1 der Seite 14 folgenden Zusatz erhallen: Muß von der Schußwaffe Gebrauch gemacht werden, so hat dieses auch in vollem Maße einzutreten, und sind vor Allem die sogenannten Schreckschüsse über die Köpfe der Volksmenge hinweg zu unterlassen." Diese Anordnung, welche, wie ich auuehme, durch Gendarmerie- Brigade zu Ihrer Keunluiß gebracht fein wird, Hai auch für die Polizeibeamten zur Richtschnur zu bienen. In gleicher Weise haben, wie die Gendarmen, so auch die Polizeibeamten, falls sie bei Straßentumulten und Volksansammlungen mit bewaffneter Hand einzuschreiten genöthigt sind, bei der Anwendung bet Hiebwaffe nicht mit flacher, fonbern mit scharfex Klinge einznhauen. Im llebrigeit behält es bei der mit bet» Einverstänbiiiffe meines Herrn AmtSvorgängerS von dem Chef der Laudgendarmerie getroffenen Bestimmung, wonach, wenn eine größere Anzahl von Gendarmen zu geschloffenen Abtheilungen unter einem Vorgesetzten als Führer vereinigt werden, für den Waffengebrauch derselben neben dem § 28 der allgemeinen Dieiistinstruktion vom 30. Dezember 1820 und dem § 18 der Allerhöchsten Verordnung vom 23. Mai 1867 die auf dem Gesetze vom 20. März 1837 beruhende Instruktion über den Waffengebrauch des Militärs Dom 4. Juli 1863 Nr. II 2, 4 und 5 zur Richtschnur zu dienen hat, sein Bewenden. Indem ich noch bemerke, daß die Jnstriiklion Dom 4. Juli 1863 im Buchhandel, und zwar bei der Königlichen Hosbuchhandliing von E. S. Mittler u. Sohn, Berlin, käuflich zu haben ist, ersuche ich Sie, hiernach die nadjgeorbueten Polizeibehörden, soweit erforderlich, in geeigneter Weise verständigen zu lassen, gez. von der Recke. An den Herrn Regierungspräsideute» zu Erfurt." Dieser Erlaß ist kaum dazu angethan, den Staatsbürgern Freude zu machen, zumal nicht in einer Zeit, wo man so häufig von der Begnadigung von

Berliner Theaterbrief.

(Eigener Aufsatz für darWiesbadener Tagblatt".)

Französische Farben wehten im Sedanmonat auf dem Berliner Theoterschlachtfeld. Das eine Mal auf ritterlich stolzem Panier, das andere Mal auf grellbunten Wimpeln. Das Panier trug der Chevalier sans peur et sans reproche Cyrano v. Bergerac, der Ritter, Dichter, Abenteurer, mit dem Schwert so verwegen wie mit der Zunge, der glänzende elegante Geist, der Zeitgenosse Moliöres, der in den Straßen von Paris raufte und mit seinen Gascognern Frankreichs Feinde^ in schreckensvolle Flucht trieb, der in den Pausen der schlacht Descartes las und, wenn sein Degen rastete, Verse schrieb: Satyren, Komödieen, aus denen Größere als er, vor Allem Moliöre, ungenirt entlehnten, Reisen nach demMond, die viel später erst Verne anregten; Gulliverreisen, die Swift Gedanken gaben. Die funkelnde Persönlichkeit, der die Natur in höhnischer Laune als groteske Dornenkrönung seiner blendenden Eigenschaft eine monströse Nase gab, die aus dem Helden einen burlesken Nasenkönig machte.

Die Zeit war über diesen Cyrano hinweggeschritten. Seinen Namen meldete kein Lied, kein Heldenbuch. Seine Werke verstaubten in den entlegensten Winkeln der Bibliotheken. Da feierte er, nach fast dreihundert Jahren, eine ruhmreiche Auferstehung.

Edmond Rostant hat ihn zürn Helden einerheroisch- romantischen Komödie" gemacht, die in Frankreich einen beispiellosen Erfolg gehabt hat. Ludwig Fulda hat sie mit leichter graziöser Hand, die Formgewgndtheit des Originals

sicher erreichend, ins Deutsche übertragen*). So ging der Cyrano über die Bühne desDeutschenTheaters" vor einer litterarischen Corona, wie sie sich so vollzählig selten zusammenfindet. Er hat hier stark intereffirt, ober den Erfolg, den er in Paris hatte, konnte er hier nicht erreichen. Dazu ist seine ganze Art zu ausgesprochen französisch. Er ist ein unübertreffliches Beispiel gallischer Art. Seine Handlung: die Liebe Cyranos zu seiner schönen Cousine Roxane, seine stumme Entsagung im Gefühl der lächerlichen Häßlichkeit, sein Edelrnulh, der, da er die Geliebte nicht selbst gewinnen kann, den Rivalen unterstützt, den schönen geistesarrnen Christian, und ihm mit seinem Witz und seinem Dichterfeuer Hilst, wenn jenem beim Briefschreiben die Ein­fälle fehlen; sein Lebensausgang in Elend und Einsamkeit, bis der Tod das Geheimniß von seinen Lippen löst, ist nicht mit jenem wehmüthig lächelnden Humor, dem Humor mit der lachenden Throne im Wappen, gedichtet, den ein Deutscher an diesen tragikomischen Helden gewandt hätte. Humor ist nicht französisch.

Rostand hat seinen Cyrano und seine Welt anders angesehen. Ihn reizte die Kulturstimmung des siebzehnten Jahrhunderts. Seinen eleganten, sehr beweglichen, akklimatisirungsfähigen Geist lockte die Aufgabe, den Stil der Ritterlichkeit, das Fechten mit Sonnetten und Floretten; das chevalereske Minnewerben in der Hochgespannten Rede der precieuses ridicnles zu treffen; das Jongliren der Gedanken und das Federballspiel difficiler Reime.

Rostand ist im Wesentlichen Formalist und Geschmacks- mensch. Er löst seine Aufgabe mehr mit dem Verstand,

*) Stuttgart. A Cotta Nachfolger.

als mit dem Gefühl. Mit diesen Eigenschaften gewann er die Franzosen, die für alle Art technisch künstlerischer Arbeit, metrischer Kunststücke, für die hohe Schule der Verskunst von je etwas übrig hatten. Die Deutschen ließen sich spröder erobern.

Von diesem Werk vornehmer Qualität ist ein weiter Schritt zu dem anderen fremden Gast. Dem Gast mit den grellen Wimpeln, der Mademoiselle Zaza von Pierre Verton und Charles Simon. Diese Zaza, die nicht aus der Welt stammt, in der man sich langweilt, ist eine stark geschminkte Tochter des Moulin Bonge oder der Folios Bergdres. Und hier Hai sich die muntere Dame in ein Hau§ eingeschmuggelt, das bisher das heilige Feuer keuscher Familiensittlichkeit zur Freude töchtergesegneter Familien pflegte, das Berliner Theater.

Zaza aber zieht mehr, als der keuscheste Familiensinn. Sie beherrscht das Repertoire und ist die Stütze der Gesellschaft. Ob wohl für FrauDirektor Nuscha Butze imNeuen Theaters das augenblicklich nomen et omen auf seinen Brettern Hofgunst" spielt und so auf der Bühne schalkhaft an« deutet, was es für den Zuschauerraum begehrt, auch noch einmal die Zaza-Periode kommt, wenn gute Gesinnung und Familiengrundsätzlichkeit nicht mehr langen?

Was soll man von Zaza berichten? Schminke, Puder, Pariser Chansons, An- und Ausziehen, Jupons und Dessous, Küssen, Beißen, Kratzen, Spucken, dazu eine Fülle fälschet Gefühle, Kamelien-Dame und Frou-Frou, Mürger plai Bissau ins Kolportagemäßige übersetzt, zuletzt eine Equipage, die Equipage, der Sehnsuchtswunsch der ehrgeizigen klkM» Kokotte, Zazqs Avvtürslr,