iksba-mer Sagblatt
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Verlag: Langgasse 27,
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1898,
Samstag, den 23. April,
U-. 187.
Fernsprecher No. 52.
Fernsprecher No. 62.
Morgen-Ausgabe
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in den
fc Aietenmüble (Berichterstalter: Herr ■ «00 Mk. pro Rutbe, insgekammt 6500 3
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Fluchtlinienplan für die neue Straße am Michelsberg und im Adlergarten, hinter dem Rumpsschen Hause, das im Wege der Enteignung erworben werden soll, zu genehmigen. Der Aur- schutz bemerkt noch, daß durch die erwähnten Bauten ein reizvolle» Sttaßenbild geschaffen werde, da» zur Verschönerung der ganzen Gegend, die eine solche wohl vertragen könne, beitragen werde.
Aus Antrag de» Finanzausschusses (Berichterstatter: Herr SB int er m e t) er) werden die Etat» der Schlachtbaus-Ver» w a ltu n g und des B a ch m e y e r s ch e n F o n d S für da» Rechnungs- jahr 1898/99 unverändert genehmigt. Der erstere ergiebt einen Ueberschuff von 24,000 Mk., die für die Bohrung eines zweiten Brunnens befiimnit sind. Der B a chmayer-Fond S beträgt jetzt 1,033,500 Mk. Die Ziuseinnahme beläuft sich auf 38,831 Mk. 25 Pf., die Nentenzahlung ans 25,600 Mk. Der Ueberichnß von 13,230 Mk. 25 Pf. wird zum Kapital geschlagen.—Hierauf geheime Sitzung wegen eines Grundstücks-Ankaufs.
, ____ ______, . ____________ ____ Mk., wird genehmigt.
Auf Antrag de» Banansschusses (Berichterstatter: Herr Reich' tot in) wird das Baugesuch de» Herrn Architekten Jnliu» Brahm ' Segen Errichtung eines Wohnhauses aus seinem Grundstück au »er Ecke der Garten- und Paulinenstraße unter den vom -,«Mrat festgesetzten besonderen Bedingungen genehmigt. Dieselben phen insbesondere dahin, daß Herr Brahm auf die ganze Länge jEphiee Grundstücks an der Gartenstraße (83 m) nm 2 m zurückrückt.
Margerie. , , ~ ,
Der erste Punkt der Magistratsvorlagen, betreffend die Festsetzung der Normal-Einheitspreise für Straßen baut en pro SMhmingsjahr 1898/99, wird dem Banausschuß überwiesen.
. Zu der Festsetzung der Normal-Einheitspreise für den Bau von i T t r a ß e >i - K a n ä l e n, HauSauschluß-Kanälen und für Reinigung der Sinkkasten und Fettfänge macht Herr Oberbürgermeister v. 3 b eil lolgende Rlittheilung über die Herstellung der Straßen-Kanäle in Entreprise. Die Baudeputation, welche auf Veranlaffnug der Stadt- «rordncteu-Versammlung, die sich bereits schon einmal mit der Frage beschäftigt, der Sache näher getreten ist, hat festgestellt, daß dies seither schon geschehen, und empsiehlt, es bei dem bisherigen Modus zu belassen, nach welchem die Straßen-Kanäle in entrejmes und die Hausanschlutz-aKnäle in eigener Regie der Stadt hergestellt /«erden. Die Angelegenheit wird dem Banausschuß überwiesen. Die A* «Ha vfnn.w Xi. Fluchtlinien
Seh' im Rathe der Nationen Sie in erster Reihe thronen, FriedenSpalmen in der Hand, Und auch in der Tropen Mille Stoch getreu der Väter Sitte, Treu dem theuren Heimathland.
Seht sic dort, mit Gut beladen, Von den heimischen Gestaden Glaubensvoll zur Ferne zieh'» I Fragt Ihr, forschend nach dem Ziele Der geschäftig cil'gen Kiele? Es sind — Deutschlands Kolonien!
Es sind unsrer Aussaat Betten, Sind die thatenschwangern Stätten Für ein neues Heldenthum, Sind die Pfeiler unsrer Größe, KünftgenNeichihumrSchöpsgefäße Unsre Hoffnung, unser Ruhm.
Wäg' dies Zukunslsbild nie schwinden. Herrlich einst Erfüllung finden, Was wir hoffend vorgeschaut! Dann auch haben wir errungen, Wa» begeisternd uns durchdrungen Ist hier nicht umsonst gebaut!
tBrte hen
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Verein» - Nachrichten.
Nurze sachliche Berichte werden bereitwillig» unter Meter Ueberlchrist aufeencmmen.
40. Jahrgang.
Erscheint in zwei Ausgaben. — Lez«gS.PrtiS: durch den Verlag 50 Pfg. monatlich, durch die Post 1 Mk. oo Pfg. vierteljährlich für beide .i. Ausgaben zusammen.
Die Regelung der Gehalts» und AnstellnngS-Der- hältnijse dreier Beamten des Waffer- und Gaswerks wird dem Finanzausschuß überwiesen.
Mi. Der seilherige Büreau-Assistent bei der Kurverwaltung, Herr Besser, wird aus seinen Antrag etatsmäßig angestellt und in die Gehaltsklasse A4 eingereiht.
M Aus Vorschlag des Wahlausschusses (Referent: Hcrrvr.Pagen« stech er) werden in die Kommission zur Prüfung der WagistratS- »orlage, die Behandlung von Gesuchen um Ueberlassung von Plätzen MWr Ausstellung von Denkmälern betreffend, die Herren Kalk- drenner, Dr. Heymann, Professor Güth, Spitz und v. Eck gewählt.
Die käufliche Erwerbung von Wiesengelände an der Dietenmühle (Berichterstatter: Herr v. Eck) zu dem Preise von
Stimmen an» dem Publikum.
<8üt LerSgevtlichungea unter dieser Ueberschrist übernimm! die RedaMou keinerlei Bctantmortuno.)
* Ein Schlußwort. I. Wenn man dem Federkriege,der feit 2 Monaten in den hiesigen Tagcsblätlern um einen Saalbau an dem von selbst gegebenen Platze der alten Kolonnade anrgefochten wird, auf den Grund geht, so sind die Motive der Kämpfenden, kurz gefaßt, folgende: Die den Saalbau nicht wollen, wünschen auch kein Provisorium für das Kurhaus, und zwar deshalb nicht, weil sie den Neubau fo weit hinter dem jetzigen Hause aufführen wollen, daß in diesem der Kurbetrieb während der Bauzeit fortgehen könne, eine Unmöglichkeit, die, bis zum Ueberdruß nachgewiesen, dennoch ihr Hmtergedanle bleibt, dessen Konsequenzen sie sich aber nicht klar machen, und diese find: Die Verlegung des jetzigen Weihers von der Insel bis weit hinter da» Gitter und die Zerstörung diese» ganzen schönsten Parktbeils. Das sind die Neuerer, die Umstürzler. Diejenigen Wiesbadener ober, die das Bestehende schonen und den Kurverkehr utt», gestört erbauen wollen, wünschen einen Saalbau, natürlich in nächster Nähe des Park», und zwar weit sie ein Provisorium für da» Kurhaus während seine» Umbau» ober Neubau» brauchen,und diese» Provisorium später zu einem Definitivum für öffentliche dringliche Zwecke gestalten wollen, um der Stadt die sonst verlorenen Kosten für einen zeitweilige» Erfatzbau zu ersparen. Alles, wa» dagegen von der Gegenpartei vorgebracht wird, sind Scheingründe, um ihre oben gekennzeichnete Absicht durchzusetzen; denn wa» Andere» find Behauptungen, wie: der Kurbausverkehr werde durch die Besucher de« Saalbauc» gestört (wie beleidigend für unsere gesittete Bevölkerung!), oder der Saal habe hinter der alten Kolonnade keinen Raum (da er doch nur doppelt fo weit als der jetzige hintere Anbau, da» ist um 20 Meter, und lange noch nicht bi» zum dort vorüber» gebenden Promenadenweg vortritt, ihm auch nur 6 Laubbaume zum Opfer fallen), ober der Saal läge nicht im Mittelpunkt de» Verkehrs und müsse in die einstige Verlängerung der Wilhelm» straße (b. h. in nebelgrauer Ferne) zu stehen kommen. Da» sind wohl Wünsche von „Süd-Wiesbaden^; gleichberechtigte Forderungen könnte aber auch nufer Westenb, Nerothal und schließlich jeber Stadttheil erheben, und das hätte eine Viertelung ober Vervierfachung des Saalbaus zur Folge. Woher dazu aber den Lauplatz nehyil», der im DijMvftMt bee VeilM- je ein drzjjgch kos»
Auzeigen-PreiSt
Die einspaltige Petitzeile für letale Anzeige» 15 Pfg., für auswärtige Anzeigen 25 Pfg. — Reklamen die Petitzeile für Wiesbaden 60 Pfg., für Auswärts 75 Pfg.
Werd' Erfüllung unferm Strebe»!
Unj're Kolonien — sie leben! hoch! hoch! hoch!
Ziele, wie sie dem Verfasser vorschwebnt rind zu so warm empfundenen Worten inspirirtcn, find gewiß des Schweißes der Edlen wcrlh und geeignet, der koloiiialeu Sache neue Anhänger zu gewinnen.
— Nlilitäril'che». Die Ausbesserung des Dieiisteiiikommene der Militärkapellmeister in Form von Löhuungsznschnssen nach vollendeter 15-jähriger Militärbieristzeit ist mit dem 1. April in Kraft getreten. Diese Zuschüsse betragen, nach der .Köln. Ztg.", vom 16. bis 20. Dieustjahr einschließlich monatlich 15 Mk. und steigen alsdann von drei zu drei Jahren, um vom 36. Dieustjahr bi» zum Ausscheiden den Betrag von monatlich 75 Mk. zu erreichen. — Eine weitere Fürsorge ist für Feldwebel und sür Unteroffiziere mit Familie erfolgt, woran die Kapellmeister ebenfalls Theil haben. Sie erhalten vom 1. April ab, wenn ihnen keine Wohnung in Dienstgedäuden überwiesen werden kann, sodaß sie auf Selbfteinniiethung angewiesen sind, im Standort einen Serviszuschuß im Betrag de» Servises der fünften Klasse ohne Nachweis der von ihnen wirklich gezahlten Miethe.
— Lnfbrschlag. Die Prüfungen über die Befähigung zum Betrieb de» Husbeschlaggewerbe» werden im zweiten Quartal 1898: am 4. Mai zu Frankfurt a. M., am 14. Mai zu Diez, am 10. Juni zu Dillenburg und am 25. Juni zu Wiesbaden abgehalten werden. Die Meldungen sind für die Prüfung in Frankfurt a. M. an den Departement»- und Kreisthierarzt Prvfeffor Dr. Leonhard daselbst, für die Prüfung in Diez an den Kreisthierarzt Rübfamen daselbst, für die Prüfung in Dillenburg an den komm. Kreisthierarzt-Gestül»- inspektor Lang daselbst und für die Prüfung in Wiesbaden an den Kgl. Kreisthierarzt Dr. Kampmann hier zu richten.
— Lehrschmiede. Der Beginn des nächsten Kursus zur Aurbildung von Lehrschmiedemeistern an der Lehrschmicde zu Charlottenvurg ist auf Montag, den 4. Juli b. I., festgesetzt. Anmeldungen sind zu richten an den Direktor des Instituts, Ober- Roßarzt a. D. Brand zu Charlottenburg, Spreestraße 42.
— Selegrarnrnverkehr. Am l.Mai wird dieTelegraphen- Zweigstelle in Bad Kreuznach für die Dauer der dierjährigen Badezeit wieder eröffnet werden. Die für B a d K r e u z ii a ch bestimmten Telegramme sind daher während dieser Zeit nicht mehr nach Kreuznach, sondern nach Bad Kreuznach zu richten.
— Pit Kreiskaffe ist wegen des Jahresschlusses vom 28. bi» einschließlich 30. Avril l, IS. für dgS PWjkM MjMn. _ .
Aus Stadt uns Land.
Wiesbaden, 23. April.
— Kirchliches. Da auf Allerhöchsten Befehl Sr. Maj. des Kaisers und Königs am vergangenen Sonntag ein Militärgottekdienst ftattsand, fällt derselbe morgen früh aus. Der nächste wirb am Sonntag Cantate, den 8. Mai, abgehalten werden.
— Frau Zaronin u. Rahden, die sich nach Beendigung ihres Engagements im WaIhalla-T Heater noch einige Wochen hier zum Kurgebrauch aufznhalten gedachte, ist angesicht» ihre» sensationellen Erfolges von der Direktion für ein zweites Gastspiel gewonnen worden, das Montag, den 25. b. M„ beginnt unb nur sechs Tage dauert. Samstag, den 30. April, findet da» unwiderruflich letzte Auftreten statt. Allen, die in der ersten Hälfte dieses Monats verhindert waren, die schneidige Reiterin zu sehen, bietet sich also nun doch noch Gelegenheit, das Versäumte nachzuholen. Die Sportsfrennde seien besonders darauf aufmerksam gemacht, daß die Baronin während dieser sechs Tage ein andere», hier noch nicht vorgesührtes Schulpferd reiten wird, den russischen Schimmel Monte-Christo, ein Pferd, dessen Größe und unruhige Natur das Schulreiten aus den engdearenzten Bübnen zu einer hervorragend schwierigen Leistung gestalten. Die zahlreichen hiesigen Kenner werden sich dieses in erhöhtem Maße fesselnde Schauspiel nicht entgehen lassen.
— Kolonial-Nereitivfeff. Nach den drei offiziellen Trink- fprüchen gab Herr Hofrath West berg, wie schon kurz erwähnt, den angeregten Gedaukeu und Gefühlen noch in folgendem Toast schwungvollen Ausdruck:
Unsere Kolonieen.
Sihung der Stadtverordnete»
vom 22. April 1898.
Anwesend sind unter dem Vorsitz de» Herrn Landesbankdirektors Reusch 40 Mitglieder des Kollegium», Seiten» de» Magistrats die Herren Oberbürgermeister Dr. b. 3bell, Bürgermeister Heß, Beigeordneter Körner, Beigeordneter Mangold, sowie die HerrenStadträthe Brück und Kalle, ferner Herr Ober- Sekretär Ros alewski al» Protokollführer.
- Der Herr Vorsitzende flieht zunächst Kenntniß von einer Einladung de» Vorstände» der Elektricitäts-Gesellschaft Lahmeyer ti.Co. zur Besichtigung des E 1 e k t r i c it ä t » w e r k S an der Mainzerstraße auf morgen, Samstag, Nachmittag» 5 Uhr, und ton einer Eingabe von Anwohnern der L a n g g a s f e, die darum bitten, anläßlich de» Neubaues an der Ecke der Lang- und Kirchhofegasse die so nothwenbige Erbreiterung der Langgasse an dieser Stelle herbeiführen zu wollen. Der Heu Oberbürgermeister bemerkt dazu, daß dem Magistrat dieselbe Petition zugegangen sei. Letzterer fei der Ansicht, daß her gedachte Zweck Acht anders als im Wege der Unterhandlung mit dem Erbauer de» fraglichen Hauses, Herrn Architekt I a c o b h, zu erreichen sei.
gerade an dieser Stelle erst vor ein paar Jahren die Flucht- sinie festgelegt worden wäre, so könnte nicht verhindert werden, daß Kinach gebaut werde. Der Magistrat sei bereit, mit Herrn Jacoby Belaube auszutauschen, berart, daß derselbe in der Laiiggasse etwas «rückrücke und dafür von der Stadt in der Kirchhofsgasse einen Streifen Straßenfläche erholte,um dort mit seinem Neubau etwas vor- rnckni zu können. Der Herr Oberbürgermeister betont zum Schluß, ■ daß der Magistrat bereit sei, soweit wie es gehe, auf die Wünsche der Antragsteller einzngehen.
Eine von dem »Wiesbadener Heilstätte-Verein" vor- gelegte Beitrag»liste wird in der Versammlung in Zirkulation gesetzt. ’i Die Magistratsvorlage, betreffend Festsetzung von Fluchtlinien für die verlängerte Parkst raße, ist bereits • Mn dem Bauausschuß einer Vorprüfung unterzogen worden, fefierr Lang berichtet hierüber. Der Fluchtlinienplan bezieht L-pd) auf da» Gelände von der Dietenmühle bis zur Ge- kAarkungSareuze. Die Linie wird um die Dietenmühle herum and am äußersten Ende in die Sonnenbergerstrabe geführt. Der Erg vor der Dietenmühle soll erbreüert werden. Der Banausschuß hat sich für 12 m breite Vorgärten entschieden, während der Magistrat Wmtragt, die Vorgartenbreite nur auf der Bergseite auf 12, auf 3er Thalsrite dagegen auf 8 m festzusetzen. E» entspinnt sich hierüber, sowie über den Antrag Kalkbrenner, beiberfeit» 8 m an» zmiehmeii, eine längere Diskussion. Schließlich wird der WagistratS- autrag mit Stimmenmehrheit angenommen.
k- Die Neuwahl eines Mitgliedes de» Aurschusse» für die 58er» aulagnng jur Gemeinde-Einkommensteuer fällt einem i Vorschlag des Wahlausschusses entsprechend ans Herrn Rentner
* Der „Kaufmän nische Verein Wiesbaden" hielt am Mittwoch Abmd in seinem Vereinslokal zum Krokodil" seine Generalversammlung ab. Der Vorsitzende, Herr Buchhändler unb Buchdruckereibesitzer Franz Boffong, erstattete aurführlich den Jahresbericht unb ging bc9 Näheren auf die gesammte Thätigkeit beS Vereins in Vit Jahren ein. Die Zahl der Mitglieder hat sich aiißerordentlich vermehrt, sodaß dieselbe ca. 330 beträgt. Abgebalten wurden eine ganze Reibe öffentlicher Vorträge unb Diskussionsabende; ebenso hat sich der Verein an allen Berbandstagen in hervorragendster Weise beteiligt. Die Stellenvermittlungsanstalt hat sich sehr gehoben und der Besuch der Kaufmännischen Fortbildiingrschule war ein recht guter. Alle Focksragen, einerlei ob sie den Interessen der Prinzipale ober der Gehülfen bienten, wurden mit gleicher Sorgfalt behandelt, sodaß der Verein da» abgelausene Geschäftsjahr mit vollem Recht als eines der rührigsten bezeichnen kann. Die Herren Hahn, Hering unb Strasburger erstatteten Spezialbericht über bie einzelnen Kassen, worauf zur Neuwahl des Vorstandes geschritten wurde. Herr Bossoug erklärte, daß er durch die Erweiterung seine» Geschäft» unmöglich so viel Zeit wie vorher den VereinSangelegenheiten widmen könne, und er schlage deshalb Herrn Kaufmann Karl Groll al» 1. Vorsitzenden vor, weicher denn auch gewählt wurde. Die weiteren Vorstandswahlen ergaben die Herren Geyer, Pfleger, Hahn, Strasburger, Beck, Heß, Hedlert, Tnboulet, R. Lubrich und Kramb. In da» Kuratorium der Fortbildungsschule wurden gewählt die Herren Hering, Groll und Weise. Die Ausstellung de» Etat» ward wegen vorgerückter Zeit auf eine zweite Versammlung verschoben. Der 2. Vorsitzende, Herr Geyer, gedachte in warmen Worten der langjährigen Thätigkeit des Herrn Boffong unb brachte ein begeisterte» Hoch auf ihn aus. Der Vorsitzende schloß hierauf die Sitzung nach 12 Uhr.
* Die Tour, bie der „Wiesbadener Rhein- unb Taunus-Klub" am nächsten Sonntag, den 24. April, an»führt, ist wie folgt geplant: Abmarsch 6'A Uhr Morgms vom Kaiser Friedrich-Denkmal über Sonnenberg unb Rambach znm Kellerrkopf, der zwischen 8'lt und 83/» Uhr erreicht wird. Oben findet eine halbstündige Rast statt; die Bestandtheile de» Frühstücks muß Jeder, fowohl Trank als Speise, selbst mitbringen. Nach 9 Uhr wird auf herrlichen Waldwegen zur Platte weitermarschirt; dieselbe wird — auf dem Rucken des Trompeter» hin — in 1'/- Stunden erreicht. Hier ist wieder eine Rast von 1 Stunde vorgesehen, woraus zur Mittagrstation Wehen marschirt wird, wo um */d Uhr bei Posthalter Maier, der von früher her in Klubkreisen in gutem Ansehen steht, z„ Mittag gespeist wird. Um 3 ober */i4 Uhr wirb von Wehen aufgedrochen unb zunächst der Altenstein bestiegen werben, dessen prächtige Waldaussicht allbekannt ist; der Abstieg erfolgt durch das Kesseldachtbai nach dem Walbbäuschen, wo ein Rcudezvou» mit den Familien der Mitglieder vorgesehen ist. Da» WaldbäuSchen wird tun '/-5 oder 5 Uhr erreicht werde»; der Rückmarsch zur Stadt erfolgt nach Belieben. — Die Marschzeit ist 6 bi» 60, Stunden, die Wege sind gut gangbar, die ganze Tour ist äußerst lohnend und abwechslungsreich; dazu der Wald im ersten Grün. Gäste sind willkommen, wollen sich aber beim Abmarsch dem Führer, Herrn Hch.Frennd, vor stellen.
für bie Slbenb-Ausgabe bis 11 Uhr Vormittags, für bie Morgen-Ausgabe bis 3 Uhr Nachmittags. — Für die Aufnahme später eingereichter Anzeigen zur nächsterscheinenden Ausgabe wird keine GewSftr übernommen, jedoch nach Möglichkeit Sorge getragen.
Eil' mein Blick ans dunkler Enge, AuS der Gegenwart Gedränge Fort — nicht zur Vergangenheit: I» der Zukunft lichte Weiten, Durch des Erdballs ferne Breiten Und voraus der trägen Zeit!
lieber mir de» NeichsSlandarle Sehe ich von hoher Warte Nieder auf mein deutsche» Land, Seh' es wachsen und erstarken Unb weit über seine Marken Ring« am Erdkreis ausgespannt.
Sehe in den fernsten Zonen Seine Söhne glücklich wohnen. Ein frohmütbtges Geschlecht, Da» in neue Weltgebiete — Schaffensfeuer im Geblüthe — Seiner Herrschaft Banner trägt.
Seh' sie auf des Ocean« Wogen Mitthig treiben, fongezogen Und beseelt vom Wagemuth, Daß sie, kein entnervter Erbe, In der Völker Wettbewerbe Sichern sich Besitz unb Gut.
— postverkehr. Im Thorweg zu den Schalterräumen bet Hauptpostamts in der Rheinstraße ist man eben damit beschäftigt einen Kiosk zur Abgabe von Postwerthzeichen (Briefmarken, Postkarten, Karteiibriefen, Postanweisungsformularen 20.) zu errichten. Der Verkauf wird durch eine Dame vermittelt werden.
-o- Brand. Böse Buben, die dem Hauptbubenvergnügen, dem Cigarettcnranchen, huldigten, steckten gestern Nachmittag den Speicher des „Hotel Vogel" in der Nheinstraße in Brand. Tie Flamme ergriff unb verzehrte theilweise ein altes Ruhebett sowie verschiedene Gartenmöbel, die dort während bc» Winters ein beschauliche» Salem gefristet hatten, unb schlug schließlich, nachdem sie sich noch einiger Dachsparren bemächtigt, auch durch da» Dach, sodaß e» den Anschein erweckte, al» sei hier Großseuer auSgebrochen und man neben der städtischen Feuerwehr, die alsbald zur Stelle war und bie Flamme erstickte, auch noch bie freiwillige Feuerwehr ai rmirte. Die letzteren brauchten jedoch nicht aiiszurückeu. Der Schade» ist verhältnißmäßig unbebeiiteub.
— Kleine zioHzen. Ain Montag Abend findet tm „Schnxilbacher Hof" eine öffentliche Schneider-Versammlung statt. Herr Dr. Ouarck-Fraukfiirt wird über den Niedergang de» Handwerks und bie Schäden der Hauriudustrie sprechen.
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■ für die verlängerte Parkstraße, sowie für die Straßen in den 1 , r. Distrikten „Kalteberg" und „Weiherweg", werden dem Bauaiirschuß '4939 iberwiesem
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jJM betreffende Gelände unentgeltlich an die Stadt abtritt und °>e Einfriedigung auf feine eigenen Kosten versetzt. Dafür werden L Herrn Brahm bte Straßeubaukosten erlassen. Den ßanalbeitrag Wiegen muß er bezahlen.
lieber den Durchbruch und die Ausgestaltung der Heiden« £_Äfiuer bei Herstellung de» Straßenzng» Michelsberg-Saalgaffe be- x-Achtet Herr SBillett Namen» des Bauausschusses. Die Kgl. Regierung L: Und der Konservator des „Alterthiims - Vereins" sind damit ein» Erstanden, daß der Durchbruch in der Weise gestaltet wird, wie in Skizze de» Stadlbaumeisters vorgeschlagen. Danach wird in der Verlängerung der Kirchhofsgasse bi» an bie projektirte Straße eine ■ Bieitrespe angelegt, die an ihrer Einmündung in bie Straße einen yorbogen erhält. An Stelle des Durchbruchs der Heideumauer ~ 5«b zur Andeutung der organischen Verbindung ein thorartiger «»erbau errichtet, dessen Charakter sich an die römischen Bauverhältnisse s uufchließen wird. Die Kosten dieser Bauten find zu 20,300 Mk.
«ranschlagt. Von dem Plane, bie Heidenmauer auf eine weitere j-'-mä: frei zu legen, soll der hohen Kosten wegen ab» WKHen werden. Dagegen wird vorgeschlagen, an der Ecke der stierst raße unb Kirchhofsgasse einen kleinen freien Platz an» ftg«flen. Der Ausschuß beantragt unb die Versammlung be« WMiteßt, diese» Projekt, sowie Heine Veränderungen an dem
uürbe' Barne i Bechs lügst.
