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Seite 6. 1. April 1888.
Wiesbadener Tagblatt (Abeud-Ansgabe). Verlag: Langgasse 37.
46. Jahrgang. No, 134.
M Amtliche Anzeige» M
In -er Straffache
gegen
Die Prostitukle Katharina Stendebach, geboren am 30. September 1875 zu Welsch-Nendorf, zur Zeit hier, wegen Beleidignng rc.,
hat das Königliche Schöffengericht zu Wiesbaden am 1. März 1898 für Recht erkannt:
Die Angeklagte wird wegen öffentlicher Beleidigung 2C. zu einer Gesammtgefäugnißstrafe von l'/a — Ein und einen halben — Monat, sowie in die Kosten des Verfahrens vernriheilt. # # #
Zugleich wird den Beleidigten, Schutzleuten Hnse und Kanfmanu hier, die Befugniß zugesprochen, die Venirtheilnng der Angeklagten wegen Beleidigung 4 Wochen nach Zustellung des rechtskräftigen Urtheils einmal auf Kosten der Angeklagten durch das „Wiesbadc««er Tagblatt" bekannt machen zu lassen. F 248
gez. Tillmauu. gez. Cvttrad.
Die Richtigkeit der Abschrift der Urtheilsformel wird veglanbigt und die Rechtskraft des Urtheils bescheinigt.
Wiesbade«, den 29. Mürz 1898.
Kellner,
Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts III h.
Bekanntttiachuug
üver Abhaltnng der Control-Bersatnmlnngctt,
Zur Theilnahme an den Frnhjahrs-Contlol-Peisammlnngen werden berufen:
a) Sämmtliche Reservisten (mit Einscbliist der Reserven der Jägerklasse A der Jahresklassen 1885 bis 1889).
b) die Mannschaften der Land- und Seewehr 1. Aufgebots mit Ausschluß Derjenigen, welche in der Zeit vom 1. April vis 30. September 1888 in teil activen Dienst getreten sind;
c) sämmtliche geübte und nichtgeiible Ersatz-Reservisten;
d) die znr Disposition der Truppeutbeile Beurlaubten; die zur Disposition der Ersatzbehörden Entlassenen.
Die zeitig Ganzinvalideu, sämmtliche Halbinvaliden und die nm Garnisondienstsähigen, sowie die Mannschaften der Jägerklasse A haben nut ihren Jahresklassen zu erscheinen.
Die Controlpflichtige» vom
, Stadtkreis Wiesbaden
haben zu erscheinen wie folgt:
, _ In Wiesbaden
dem großen Exerzierplatz an der Schierstenterstraße, unmittelbar an der Maner des Kasernements:
l. Sämmtliche Mannschaften der Garde »ud der _______Provinzial-Jnfanterie und zwar:
Jahrgang 1885 u. „ 1886
Dienstag
12. April 1898'Sonn. 9 Uhr.
Jahrgang 1887 u.
„ 1888
Dienstag
12. April 1898'930nu. 11 Uhr.
Jahrgang 1889 u.
„ 1890
Mittwoch
13. April 1898 23oriii. 9 Uhr.
Jahrgang 1891 ».
„ 1892
Mittwoch
13. April 1898 Borut. 11 Uhr.
Jahrgang 1893__
Jahrgang 1894
Donnerstag Donmrftag
14. April 1898,23oiut 9 Uhr. 14/April 1898Borm. 11 Uhr.
Jahrgang 1895
Freitag
15. April 1898jVonii. 9 Uhr.
Jahrgang 1896
„ 1897 «.
„ 1898
Freitag
1
15. April IMBorm. 11 Uhr.
n. Die übrigen gedienten Mannschaften und zwar: Marine, Jäger, Caballerie, Feldartillerie, Fnßartillerie, Pioniere, Eisenbatzntruppeu, Train (eiuschlietzl. Krankenträger), Sanitäts- und Veterinärpersonal nnd sonstige Mannschastei» (Sefottomie - .Handwerker, Arbeits-
_______soldate» re.), wie folgt:
»s. Die Ersatz-Reservisten und zwar:
Jahrgang 1885
„ 1886
„ 1887
Dienstag
12. April 1898-Nachm. 3 Uhr.
t» 18$68
Jahrgang 1889
„ 1890
„ 1891
Mittwoch
13. April 1828Nachm. 3 Uhr.
Jahrgang 1892
„ 1893
Donnerstag
14. April 1898Nachm. 3 Uhr.
Jahrgang 1894
„ 1895
„ 1896
Freitag
15. April IllW^achm. 3 Uhr.
„ 1897
„ 1898
Aus dem oberen Sofe der Infanterie-Kaserne, Schwalbacherstraße:
Jahrgang 1885
„ 1886
„ 1887
Samstag
16. April 1898^0 rm. 9 Uhr.
Jahrgang 1888
Samstag
16. April 1898 Sonn. 11 Uhr.
Jahrgang 1889
Montag
18. April 1898:Vorm. 9 Uhr.
Jahrgang 1890
„ 1891
Montag
18. Apc-i 1898 Vorm. 11 Uhr.
Die Controlpflichligen des Steifes
Wiesbaden-Land
haben zu erscheinen wie folgt:
Jahrgang 1892
„ 1893
Dienstag
19. April 1898;$orm. 9 Uhr.
Jahrgang 1894
.. 1 ftO-l
1
„ 1896
Dieitstag
19. April 1898 Norm. 11 Uhr.
„ 1897
1
In Wiesbade» im oberen .Hofe der Infanterie-Kaserne, Schwalbacherstraße 18.
Am Freitag, den 1. April 1898, Vormittags S Uhr: Die sämsutiche« Mannschaften aus Anriugeii, Bierstadt und Breckenheim.
Am Freitag, de» l. April 189!?, Vormittags 11 Nhr:
Die sämmtliche» 3)uuuiidmiten aus Dotzbeim.
Am Freitag, de» 1. April 1893, Nachmittags 3 Nhr: Die stimmtlichen Monnsthastcu aus Erbenheim, Frauenstein und GcorKtzboin.
Am Samstag, den 2. April 1898, Vormittags 8 Nhr: Die sämmllieheii Mannschaften ans Hetzloch, Jgstadr, Kloppcn- heim, Medenbach, Naurod, tzkordenstadt.
Am Samstag, sei: 2. April 1898, Vormittags 11 Uhr: Die sämmtlicheu Alatnischafteu ans Rambach, Sonnenberg und Wildsachfen.
I« Biebrich a. Rh.
aus dem Kaserneuhof der Uuietofsizierschnle.
Am Samstag, de» 2. Slpril 1898, Nachmittags 4 Uhr: Die Mannschaften bet Land- und Seewehr 1. Aufgebots, sowie der Reserve der Jahrcsklasscn 1885 bis eiiischl. 1890 aus Biebrich a. Rh.
Am Montag, den 4. April 1898, Vormittags 9 Uhr: Die Monlischofteu der Reserve der Jahresklnssen 1891 bis eiiischl. 1897, die zur Disposition der Trnppeulheile Beurlaubten und die zur Disposition dec Ersatzbehörden Entlassenen aus Biebrich n Rh.
Am Montag, de» 4. April 1898, Vormittags 11 Uhr:
Die sämmtlicheu Mannschaften dec Ecsatzteserve aus Biebrich n. Rh.
Atu Moutag, de» 4. April 1898, Nachmittags 2 Uhr:
Die sämmtlicheu Mannschafteii aus Schietstei».
I« .Hochheim a. M.
auf dem Schiofehsf bei der Katholischen Kirche.
Am Dienstag, den 5. April 1898, Vormittags 10 Uhr: Die sämmtlicheu Manuschafteu aus Delkenheiiu, Diedenbergen und Eddersheim.
Am Dienstag, den 5. April 1898, Nachmittags 3 Uhr:
Die sämmtliche» Mannschaften aus Flörsheim.
Am Mittwoch, den G. April 1898, Vormittags 10 Uhr: Tie sänuntlichen Maunschastcu aus Massenheim, Walia», Weilbach und Wicker.
Am Mittwoch, de» 6. April 1898, Nachmittags 2 Uhr:
Die sämmtlicheu Manuschafteu au? Hochheim a. M.
Nus dem Deckel jeden Militär- und Ersatzreservepasses ist die Jahresklasse des Inhabers angegeben.
Zugleich wird zur Keuntuitz gebracht:
1. daß besondere Beorderung durch schriftlichen Befehl nicht erfolgt, sondern diese öffentliche Auffordernug der Beorderung gleich zu eradjten ist;
2 daß jeder Eontrolpflichtige bestraft wird, welcher nicht erscheint.
Wer durch Krankheit ober durch sonstige besonders dringliche Verhältnisse am Erscheinen verhindert ist. hat ein von dec Ortsbehörde beglaubigtes Gesuch dem Haupt- uieldeamt hier baldigst einziireicheu.
Die Unterschrift des Arztes iiuiß gleichfalls beglaubigt sein.
Die Euischeidiing trifft das Bezirkscoinmaüdo.
Wer fortbleibt, ohne daß ihm die Genehmigung seines Geinchs angegangen ist, macht sich strafbar;
3. daß Manuschafteu bestraft werben, wenn sie zu einer andere» als der befohlenen Eontrolversamnilniig erscheine»:
4. daß es verboten ist, Schirme und Stöcke auf den Control- Vlatz niitznbringen:
5. daß jeder Mann feine Militärpapiere (Paß und Führmigs- atteft) bei sich haben raufe;
6. daß bei ben Kenten der Landwehr-Infanterie die Füße gemesseil werden, also sauber sein müsse«. *
Wiesbaden, den 10. März 1898.
gez. vou Kropff,
Oberftlieutenant und Kommairdeur.
Bekanntmachung.
Zur Warnmig des Publikums vor Uebertretungeu werden nachstehend die ben Schutz bes Waldes vou Bränden bezweckenden Strafbestiininnngen hiermit zur öffentlicheii fienntnife gebracht.
§ 368 No. 6 des Strafgesetzbuches:
a) Mit Geldstrafe bis zu 60 Mk. ober Hast bis zu 14 Tagen wirb bestraft, wer an gefährlichen Stellen in Wäldern ober Haiden ober in gefährlicher Nähe von Gedäuben ober feuerfangenben Sachen Feuer anziindet.
b) § 44 des Feld- n. Forst-Polizei-Gesetzes vom 1. April 1880:
Mit Geldstrafe bis zu 50 Mk. ober Haft bis zu 14 Tagen wird bestraft, wer
1. mit unoerwahrtem Feuer ober Licht den Wald betritt obef sich demselben in gefahrbringender Weise nähert,
2. im Wald brennende oder glimmende Gegenstäube fallen läßt, forlwirft ober unvorfichtigt handhabt,
3. abgesehen von den Fällen des § 368 No. 6 des Strafgesetzbuchs im Walde ober in gefährlicher Nähe desselben im Freien ohne Erlaubniß des Ortsvorstehers, in dessen Bezirk der Wald liegt, in Königlichen Forsten ohne Erlaubniß des zuständigen Forstbeamten Feuer anzündet, oder das gestatteter Mafeen augeznndete Feuer gehörig zu beaufsichtigen ober auszulöschen unterläßt,
4. abgesehen von beit Fällen des 8 360 No. 10 des Strafgesetzbuchs bei Waldbräuden, von der Polizeibehörde, dem Ortsvorsteher oder deren Stellvertreter ober dem Forstbesitzer ober Forstbeamten zur Hülfe ausgesordert, keine Folge leistet, obgleich er der Aufforberung ohne erhebliche eigene Nachtheilc genügen konnte.
c) Regierungs-Polizei-Verordnung vom 4. März 1889:
Mit Geldbuße bis zu 10 Mark, im Uuvermögeusfalle mit verhältnifemüfeiger Haft wird bestraft, wer in der Zeit vom 15. März bis 1. Juni in einem Walde außerhalb der Fahrwege Cigarren oder aus einer Pfeife ohne verschlossenen Deckel raucht.
Wiesbaden, im Mai 1896. *
Der Magistrat.
Marge» Samstag, von Vormittags 7 Uhr ab, wird das bei der Untersuchung miuderwerthig befundene Fleisch einer Kny zu 40 Pf. und eines Schweines zn 50 Pf. das Psnnd unter amtlicher Aussicht der unterzeichneten Stelle auf der Freibank verkauft. An Wiederverkäufer (Fleischhändler, Metzger, SBurftbereiter und Wirthe) darf das Fleisch nicht abgegeben werden.
Städtische Schlachthaus-Verwaltung.
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la Champignons. S. Wahl. 2-Pfd.-D. Mk. 1.30.
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Mk. —.60.
In Preiselbeeren 2-Pfd.-D. Mk. 1.— I-Pfd.-D. Mk.
la Mcincclaisden, 2-Pfd.-D. Mk. 1.—, I-Pfd.-D. Mk.
1.25.
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-.65.
-.50.
-.70.
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I-Pfd.-D. —.70. ‘/a-Pfd.-D. Mk. 40.
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