WiesbÄkm TagM
Stuzeigen-Prelöt
Verlag: Langgasse 27.
15,000 Al-onnrntrn.
«o. Jahrgang»
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1898
Samstag, den 26 März.
Fernsprecher No. 52.
N». 143
Fernsprecher No. 52.
Morgen-Ausgabe
A«s SW» «n» g«n».
Ai.»baden, 26. Mär,.
— vor 50 Jahre». 26. März. König von Dänemark wandte sich in Proklamationen an die Bevcr^uug Schleswig- Holsteins, der er versprach, im Kamps gegc. die provisorische Regierung beizustehen. Dieser selbst besah! er, vo. der Stellung, die fie sich angemaßt, sofort zurückzutreten. — Die rovisorische Negierung herrschte inzwischcu mit voller Autorität und verfügte unter Anderem die Frcigebnug der Preffe. Es gingen Abgerndte, um Hülfe gegen die dänischen Rüstungen zu erlangen, nach Belin
abfll 3)tr Antrag de» Magistrat» auf Erhöhung der Kostenbetrag» für die Euiichtnna der elektrischen Belenchtung der Au- laae im Nerothal von 11,000 aus 13,500 Mk. werd genehmigt. Wie der Herr Oberbürgermeister mittheilt, werden 18Logen- lamven eingerichtet und zwar so, daß einTheil ansgeschaltet werden kann. Auf dem .Warmen Damm", soweit derselbe al» Durchgang nach dem Kurhaus, sowie der Biersladterstraße dient, ist elektrische Beleuchtung in Aussicht genommen. , ...
Die Uebernahme der Losten für die Einrichtung der e l e ft rif ch e u Beleuchtung de» NathSkellcrS aus die Stadt ohne Erhöhung de» Pachtgeldes wird auf Antrag des FinanzanSschusie» (Berichterstatter: Herr H ol thanS) genehmigt, dergleichen die Veräußerung einer städtischen Gkländestreiseii» an der Lahn st raße von 13,50 qm von Herrn Heinrichien zum Preise von 300Mk. pro Ruthe und die unentgeltliche Rückgabe einer über Bedarf abgetretenen Gelandc- ftreifen» an der verlängerten Lesstngstraße an Herrn Nechtranwalt Dr. Wes en er (Berichterstatter: Herr Hees.)
Dem Vorschläge der Wahlaurschusse» (Berichterstatter: Herr Kuefeli) entsprechend, werden zu Mitgliedern des Stener- auSschusse» zur Veranlagung der Gemeinde-Einkommensteuer für die nächsten drei Jahre gewählt: au» der Stadtverordneteii-Ver- i."""''asua die Herren: Dr. Heyman, v. Eck,' Spitz, und Thon, au» der »W-wt pW Herren: W. Büdingen, Arnould, Adolf Cuntz und August .....vg^fk Hierauf geheime Sitzung, deren £age»= ordnnng nicht bekan.!'^^ wurde.
Sttzung der Stadtverordneten
vom 25. März 1898.
Anwesend sind unter dem Vorsitz de» Herrn Landesbankdirektor» Reusch 33 Mitglieder de» Kollegiums, Seiten» des Magistrats die Herren Oberbürgermcistcr Dr. v. ^beII, Bürgermeister Heß, Beigeordneter Körner, Beigeordneter Mangold, feruer Herr Ober-Sekretär Rosalewski als Protokollführer.
Wegen des CharfreitagS wild die nächste Sitzung am Grnu-
= Sonnenberg, 25. März. In der gestern hier abgehaltener Bü rgerausschußsitzuug, welche die letzte war, in der bte nndj öer bisherigen Nassauischen Gemeiiideordimug Gewählten ihre Funktionen üblen, standen folgende Gegenstände ans der TagtS- ordnuug: 1. Verkauf einiger kleineren Parzellen Gemeinbeiandere, an Private zu Banzweckeu, 2. Vorschlag und Wahl emeS Ver. tretcrs zur GcnossenschastSversammluug der landwitth chasllichen Berufrgenosienjchast und 3.Fe»Ietznitg d-S Gemeindebndget» 1898 99. Der Berkaus wurde genehmigt und al» Vertreter der GeuosseNr schast wurde der Laudwirth Christian Wnstermeyer gewählt. Da» vom Gemeinderalh zur Vorlage, gebrachte Budget stellt ftd) in Entz nähme wie Ausgabe auf über 45,500 Mk. und sand bte der Versammlung. Rach Beeudigung der Sitzung Iprach der Herx Bürgermeister den säiumtlichc» Mitgliedern des Au»ichuffe» für die bisherige treue Mitwirkung feilten besten Dank aus.
douuerstag abgehalten. . „
Der Herr Vorsitzende giebt Kenutmß von folgenden Eingangeu. Der Volksbildungs-Verein" bedankt sich für die ihm gemachte Zuwendung und ladet die Versamiulnug zu seiner am 8 Avril ui den „Drei Königen" statlsindenden Generalversamiulnug
Sludirenden sernhalten. Sitzt man mit ihm bei der Mahlzeit, so verhält man sich schweigsam; bei jedem Worte, das man an ihn richtet, hat man vorher sorgsam erwogen, ob es vollkommen verdachlssrei sei, einen Nervösen zu erregen. Man beobachtet in der Stille seinen förperlichen und geistigen Instand, ohne e« ihn merken zu lassen. Man hat die Furcht wie bei einem stark geheiztcn Maschinenkesse! — noch ein bischen mehr Hitze und-» könnte eine Explosion geben. Und so schwingt der unheimliche Dämon brr Furcht in jedem Raum und zu lebet Stunde feine düsteren Fittiche. Die lange Dauer lähmt Aller Kräfte; die« stete Niederbalten jeder eigenen Regung, die» Verzichten und Zurücklreten der Persönlichkeit tvird immer schwieriger, je länger c» dauert. Und welche» große Zeitmaß davon! Monate fordert da» schriftliche Examen und Monate der Vorbereitung für das mündliche folgen. Endlich ist der große Tag der Enlscheidung dal Todtenstille herrscht im Hanse. Es ist eine Stimuiinia wie vor der Schlacht. Nun steht er gegürtet und gerüstet, im Frack, mit Weißer Kravatte, die Giacöhandschuhe in der Linken, den Cylmder in der Rechten, im Gesicht feierlicher Ernst. Bon den Segenswünschen aller Angehörigen geleitet, rollt er in einer Droschke dem Hause entgegen, in welchem die Herren der ExauiinationSkommissiou, freundliche» Lächeln auf dem Gesicht, aber llnc>biltlichkeit im Herzen, gleich den Todtenrichtern de» Hades, scineuWeg bestimmen werden, znmElysium oder zumTartaru». Während der arme Kandidat dort alle die Annehmlichkeiten genießt, die das Fegeseuer zu bieten vermag, harrt die Famstie tn stiller Schicksalsergebung deS Kommenden. Man zählt die Stunden, Die schon vorüber sind, uud die, welche voraussichtlich noch hingebcn werden. Man weiß, daß das Examen ziimeist zwilchen 3 und 4 Uhr Nachmittags sein Ende erreicht. Kurz vor dieser Zeit macht sich einer der Angehörigen auf den Weg zu dem Ort der Pein Eine Stunde wohl patrouillirt er die Straße auf und ab, die Augen oftmals den Fenstern de» bedeutungsvollen Hause» zuaewendet, als ob er von diesen ein Zeichen de» Sch.cklal» erwarte. Aber da regt sich nicht». Man beschleicht da« Hau»; der Portier, ein „kundiger Thebaner", äußert du Ansicht, daß es gewiß bald, sehr bald zu Ende sein müsse. Und siehe da, wie richtigen Wind er hatte! ES schallen Schritte aus der Treppe. Fünf schwarzbefrackte Herren kommen herab; ihre Gelichter, zwar etwas bleich, glänzen - uud er - der Gesuchte ist darunter! DaS genügt! Aberda komuien noch drei Andere, ernster anSsehend; sie heften mitleidsvolle Blicke aus Einen in ihrer Mitte, sie trösten an diesem herum —e» ist der Eine, der zum Tartarus verurtheilt wurde. Wie mit einem Schlage erscheint nun da» Bild der vorhin geschilderten Familie verwandelt. Der Mp, der vier, fünf Monate aus ihr lastete ist gewichen; keine Gedrücktheit mehr; keine ewige Mahnung nm Ruhe. Heute" bars man springe» und toben, „hier ist man Mensch, hier darf man'S sein!"
- Aon dem Umfang» des Nagelmord» legt eine von der Revue Seieuiisiqne in Paris miedergegebene Mittheilnug Zeug- uiß ab die von Fran Edwards Phillips der Jahresversammlung der Selborne-Gesellschast gemacht worden ist. Die genannte Dame wohnte neulich in Loudon einer öffentlichen Versteigerung von Bogrlbälgen und Federn bei und machte einige Angaben Uber Die dort verhandelten Mengen. Da waren zunächst 318 kg Federn vom Seeadler, seiner 85 kg Seieifebern. Sonst wurde die Waare in Ballen verlaust, deren Inhalt sich der Menge nach nicht genau bestimmen liefe, aber so viel war sicher, daß leber Ballen bie Hebet« bleibsel von Hunderten von Vögeln enthielt. Berkansl wurden auf diese Weise 215,051 Ballen Pfauenfedern, 2362 Ballen ParadieS- vogelbälge, 228,289 Ballen indische Papageien, 16,7 Ballen Bronze» tauben, 4952 Ballen Gold- und andere Fasanen, 7163 Balle« Eulen und Sperber, endlich noch 38,198 Ballen her schiede ner Vogel, lind solche Versteigerungen sollen im Jahre des Heil» 1897 nnndesten» vier in London stattgefnndeu haben. Sollte man da nicht wirklich gianben, daß das ganze Vogelgffchlecht der Vernichtung entgegen» gehen iniiffe ?
— Klein» UotiKit. Im ReichShaUen-Theater wird heute eilte Kindervorstellung de« Riesen WtlkmS veranstaltet, zu bei bei 20 Pf. Eintrittsgeld ein Kind frei eiugesührt werden kann.
Dermlschtrs.
» art» Gondeamno der ftndirrnden tgrnitrn ist be- kairuilich von Dr. jur. Anita Augsburg verfallt. Der Verein studirender Franeu in Berlin hat da» Lied zu feinem 2J(£ein3ndan8 erkoren. Der Text lautet also: „Dir, Athena PiomachoS. Hcben vir die Saude, Dir, Athena Promachos, Fließe nns're Spende l Schwester,1 reicht bie Hand zum Bunde, Schwöret all an» einem Munde: Freiheit. Wahrheit, festen Muth! — Hoch, die heilg« WissenschasN Nieder mit den Schranken! Bahn frei übet rechten Straft! Freiheit dem Gedanken! Menschenrechte, Menschenwürde, Vollen Menschldum» ganze Bürde Sei hinfort auch unser,TmlI — Dir, Athena Promacho», Folgen wir zmu Ttreite. Droh iendcr Posauneustoß Halle in die Weile: bein aiiiifi ber
alten Erde Wiederum geborgen werde Sieghast leuchlend junge Krast. - Nehmet der Gerechtigkeit Von dein Ang die Bnibe, Daß sie einer neuen Zeit Neues Recht verkünde. Nur, was ech st, soll obsiegen. Was vermorscht in Trümmer «'^st?er Bin d. beit werde Licht! — Cb pch un» ans aller Welt Thorheit, Feigyeir, Lüge und Gewalt entgegenslellt: Auf, durch Kampf zum Siege. MÄre't der stuklinft hehrste Güter, Sie bt der heil'gen Flamme Sr.A^Ä^ (HeilDir.VorkämPfeii.iPallaS!)
* Mine Aafen-AuosteUnng. Au« Mailand, 22. Marz, wird uns geschrieben: Würde der Rabbi Ben Akiba in diesen Tagen unsere Stad! besucht haben, so hatte er zugebeu muffen, bafefeine Bebaiivtnna es sei Alles schon dagewcieu, doch etwa» leichtsinnig «macht worden sei, beim eineNasen-Anrstellung, ,vie sie hier soeben stattgesuuden, dürste wohl für sich da» Vorrecht in Anspruch nehmen können, ein llnikum zu fein. Die Idee zu diesem „hervorragenden
Pfleger, genehmigt. .. „ , I
Ver »en Oberbürgermeister giebt KeuntNife von einer I Mitlheiliing der Straßenbahn-Verwaltung über die vom „Wies- I babener Tagblatt" bereits veröffentlichten Veränderungen des Taris». Herr Dr. Alberti bemerkt hierzu, daß die GeseU- ichait doch etivas zu sparsam vorgegangen sei, indem veifpiels- weise die 20 Pfennig - Strecke Albrechtstrafee—„Beau-Lite bi8 mm Rondell verlängert worben wäre, jeboch nur für Erwachsene, lür Kinder gelte noch bie Albrechtstrafee al» Grenze Der Herr Oberbürgermeister erwidert daraus, der Magistrat hoffe, durch die j gegenwärtigen Verhandlungen mit der Gesellschaft auch brzuglich Der Tatiffraßen ein andere« Bestimmungsrecht zu erlangen, und dann werde sich eine andere Ordnung eins uh reu lassen.
Der Herr Oberbürgermeister theilt sodann nut, daß der Landesausschuß dem Komiunnallandlag in der M u s e n ui »frage eine Vorlage gemacht habe, ohne jedoch bestimmte Anträge zu stellen. Er füat hinzu, dafe die darin vorgeschlagene Theilmig der vammluiigen (die Stadt: Gemäldegallerie and Bibliothek und der Komiiiunal- «rbanb: die Alterthümer und die nalurhistorischen Sammluiigeu) zu undorlheilhast für Wiesbaden sei.
Die Magistratsvorlage wegen Ankauf» von 16 Quadralineter Domänenland an der Weißeiiburgstrafee zum Preße von 850 Mk. pro Ruthe wird auf Antrag de» Finanzausschusses (Berichterstatter: Herr Hee«) genehmigt, ebenso der Antrag be» Magistrats, die Anrechnung der Militärbienstzeit der bciben Gemeiude- °^Arff^ Antrag' des Banaiirschnffe» (Berichterstatter: Herr St a l t • brennet) wird da» Bangesuch be» Herrn Dr. W. Frese...u» wegen Errichtuiig einer Fnttermaner und zweier Pavillons am Dambachthalweg unter besonderenBedingniigen genehmigt, desgleichiN da, Baugcsuch de» Herrn E. Steimel wegen Errichtung eine» Werkstattgebäude« an der Dotzheimerstrafee. .
Der weitere Punkt, betressend den Antrag des Magistrat» auf Zahlung einer Entschädigung von 25,000 Mk. an die Markllirche.l- Gemeinde für da» in den Schulhof fallende Gelände, wenn der von der Kitchengemeinde beabsichtigte Anbali eines Psarrhaule» an die Marktkirche unterbleibt, wird auf Antrag der Kirchengeniemde
Mr das 2. ©xtarfaC 1898 auf das ^Wiesbadener Tagblait" zu abonniren, findet sich Gelegenheit im Verlag Langgasse 27, bei den Ausgabestellen, den Zweig-Expeditionen in den Ikachbar- orteit und sänimtliche» deutschen Reichsxostanstalten.
und Frankfurt o. M. — Aehnliche Bolkrmasfeiiversammliingeii wie < in Offenburg sanden eine Woche später in Heidelberg und in Freiburg statt. In Heidelberg sprachen Mittermaier und Weicker Die Versammlui-g nahm die Offenburger Veschliiffe an und erklärte, dafe das deutsche Volk reis sei für bie Rorbarnenkanische Verfassung. In i Freiburg, wo Struve präsidirte, ging er tnmn tuarisch zu.. Auch ■
hier wurde die Errichtung einer deutschen Republik beschlossen. i
Italien. Auch Rom schloß sich der nationalen Bewegung au. fber Papst wurde veranlaßt, Truppen nach dem Po vorrncken zu lasseii Er wollte jedoch das gut katholische Oesterreich nicht bekämpfen und befahl^ sich, so lange päpfiliches Gebiet,nicht bedroht sei. lediglich defensiv zn verhalten. - Sehr slnnmsch gnig e» ui bei kleinen Herzogthüinern Modena und Parma ru. Die Negentkn nlufeleu vor der Volksbewegung fluchten und stellten sich unter österreichischen Schutz. Die Truppen marschirte» zum Kampf gegen
die Defterreidier in die Lombardei. — Rußland. Em Ukas des Czaren erscheint, in dem die Ansbreituiig der Revolution durch Europa mitgetheilt und verdammt wird. Aiißerdem wird der feste Wille de« Ezaren ausgesprochen, linier dem Beistände Gölte» und mit Hülse de» getreuen Volke» die Bewegung von den Grenzen Rufeland» sernzuhalteu.
— finvbitit». Das Thema de» heute, Sauistag, Abends 8 llhr. im weifeen Saale de» Kurhauses stattsindenden zweiten und letzten E x P e r i in e n t a l - V o r t r a g » . des Herrn Di"k °r» Schultz-Hencke ans Berlin tvricht für fid) felbft. Dasstlbe lautet: „Die Anweudnng der Photographie in Kunst und Wissenschaft", in der Aeghptiologie (Ausnahme eine» Paphrnr), in der Gerichtsbarkeit (Snibeckung von Fäljchniigett, Nachweis eines Mordes i» verschiedenen Fällen). Ferner berührt das Thema die Photogrammetrie, die Meteorologie (leuchtende Wolkeii, Blitz), die ». «yiu »> i 0-7 mix,« r | Medizin (Magnesium-Blitzassnahmen kraiike» Augen, lioinbittationk-
:in. Der „Turn-Verein ladet zu seinem am 27. Maiz c. m I pix Moineiitphotographie (sich bewegende Menschen
feiner Turnhalle, Hellmunbstraße 25, statlsindenden Sdjmituruen I ^nje« ^'fliegende Vögel, fliegendes Geschoß), die Vallon- ein. Eine Eingabe, betreffend bie Renbau en nebeii der Mark - ° ograplie, die Physik (Lon und elektrische Schwingui-geu am
ki rche, „Mehrere Burger" unterschrieben, wird, da sie anonym ist, I bie Spektral-Aiialyfe (Bestimmung der Bewegiiiig der
unbeachtet gelaffeu. .. ne ini Visionsiadius) und endlich die Astronomie (Entdeckung
Von den neuen Magistratsvr rlagen werben diejenige, I fc(8 ^Q;1Ule[)ei?r Photographie des Andromedanebels). Auch diese» betreffend die Erhöhung der Preise >ur Gratff elleu aus dein vorderen | in feiner AuSarbeiluug sowohl für Damen wie für Herren
Thcile be» neuen Friedhofes von 1000 Mk. ans, 1200 Mk , dem I btrtd)nft „nt> können wir de» ganz aus dem Boden unserer modernen 5inanzauSschnß zur Vorprüfung Überwiesen, und bieiunge, betreffenb I künsticrischen LebeuS stehenben Vortrag nicht Warin geling empsehleii. rnennnug de» HerrnLehrerS Muller zuClarenthal run.Ari.ieu- | Magistrat ()flt tic P^üerliesernng für die Bürcaus
der städtischen Vrrwalinug für das nächste Rechnuiigrjahr dm Submitteiiten LoniS Hutter für Schreibpapier und Philipp Sulzer für Aktendeckel und Briefumschläge übertragen. — Die erledigte Hausmeisterstelle bei der Kurverwaltung wurde dem Oberkanteollenr Enders übertragen. — Sie durch Austritt de» Stadtarzie» Dr. Eunz am 1. April 1. I. freiwerdende Stadtarzt- stelle wurde dem Dr. med. Stricker, bisher in Biebrich, überragen. — Ein von der Direktion bet Süddeutschen Enenbahu-GeseUschaH au den Magistrat gerichtetes Schreiben vom 15.d.Rl. wegen Erbauung einer neuen Strafeenbahiilinie von bet oberen Rheinnrage über ben Kaiser Friedrich-Ring nach bem Sedanplatz, sowie einer von dieser Linie ausgehenden elektriichen Bahn nach Schlerstein wurde an die brst.heude Straßenbahn-Rouiniifsion zur natiercn Prüsiuig und Besprechung in einer demnächst mit der Direktion statt- siübenden Konserenz verwiesen.
- flönigt. gniiMMbiblUtUth. Infolge bet Bekanntmachung Vom 17. d. M., Bestand und Beuntznug bet Landerb.bl.olhek betreffend, sind mehrere Anfragen bezüglich darin nicht berührter Punkte au ben Unterzeichneten gerichtet worben, aus die FolgenbeS ergänzenb zu beineikcn ist: 1. ES ist natürlich auch Dameti gestaltet die Bibliothek in allen ihren Einrichtungen zn bc- nntzen, wie das auch thatsächlich schon seit längerer Zeit geschieht. 2. Um ein Vnch ins Hau« zu entleihen, trage inan entweder bem AuSleihebeamten petiönlich seine Wünsche vor. Die I so bestellten Bücher werdeii meist, soweit sie vktsügbar sind, so.ort herdeigeschafft. (AuSgeliehene können vorgemerlt werden, schriftliche Benachrichliguttg erfolgt, sobald sie wieder frei sind.) Oder: Man kann die Bücher auch voraiiSbestellen, und zwar brieflich oder durch Einwersen von Bestellscheinen ui den Zettelkasten am Eingang de» Museum», Wilhelmftr.20. — Was bis 9 Uhr WorgeuS voraurbesteUt ist, wird an demselben Tage von 10 Uhr ob au»- gegebe:.. Bestellscheine sind in geringen Mengen ... der Bibliothek unentgeltlich zn haben. Sie werden dort, sowie nt ben Buchhand- I l,ingen von Feller und GeckS, Ehr. Ltmbarth, H. Heuß, Jurauy I und Hensel auch in Päckchen (zu 25 Stück) für 10 abgegeben. I — Wünscheuswerth wäre es, wenn von der Vorausbestellung eil. I häufigerer Gebrauch gemacht würbe als bisher, um bie ost stark in I Anspruch genommeiie AuSleihestelle etwas zu entlasten. Aber Be- I binflimn ist sie nicht. Doch können Bücher nach 4 llhr Nachmittag» I vorläufig nur in eiligeren Fällen sofort herbeigeschafft werden. 1 z Die nach Ausgabe de» Werks von ber Serlcnltiing abfleftempelicn I Bestellscheine bienen zugleich als Empfangsscheine, sodaß also be- I sondere Empfangsscheine mir bann geschrieben zn werben brauchen, I wenn ein Bestellschein aus bem üblidjm Formular nicht abgegeben I worben ist. 4. lieber weitere Einzelheiten giebt die BeuntzungS- I Orbnnttg, bie am Eingang zur Bibliothek und in den Lesezimmern I ausgehäugt ist, Ausknnst. Auch wird der Pedell im AuSlechezimniei I sie ans Wunsch iiuru«gelllich verabfolgen, soweit die Vorrathe reichen. I Wiesbaden, bei. 25. März 1898. Dr. Franke, Ober-Bibliothekar.
— Uastaulkchrv guufiuerein. Reu ausgestellte Bilder^: | Don C. A n kc rui a nn in Berlin ein Bild: „Melone und Träubel. . I Von Luise Wagner in München ein Bild: „Pfau". Von Frl. I ©. Herwig in Homberg ein Bild: „Laubschast".
— Man vev croßtu ©vnmenuoth. Das „Verl. Tagebl." 1 niebt ein getreues Bildchen davon, in wie hohem Grade die Fantilte I von ben Eramet, eine? ihrer Angehörigen in Mitleidenschaft gezogen I wird. Es handelt sich dabei, heißt es dort, auch um ihr Wohl uud 1 a«cht Ost eemm in materieller Hinsicht — hat die Karriere doch I schon ein gut Stück Geld gekostet. Aber dieser Punkt wird stark in | den Hintergrund gedrängt durch die Sorge und die Gesundheit I dessen, ber teilt heißen Tage entgegensieht, wo er tn bei. feurigen I c-ffen freiwillig hineingehen wird. Er gönnt sich kaum einen Spazter- 1 oong — am Tage gewiß nicht, beim welche Arbeitszeit wurde bannt verloren gehen! Besser atu späten Abend, damit bie Gedanken sich von bem einen Punkt ablenfen, um den sie unaufljöilid) kreisen, damit sie sich nicht in seine Rachtrnhe eiuschleichen. Und doch ist sein Schlaf unruhig, und Frau Sorge weckt frühzeitig. In dieser schweren Zeit bat jede» Familienglied Gelegenheit, die Schule der Rücksicht gründlich bnrchzumachen. Einen Jeden dünkt e» Pflicht, mit den eigenen Ansprüchen zurückznhalten. Da giebt es keine Fröhlichkeit, kein Vergnügen; im Hause tritt die Aschermittwochs-Stimmung in Permanenz. Kein Geräusch bars bie Ruhe ftören bie Parole ist: mit halblauter Stimme sprechen, bei. Tritt dämpfen, bie Thür«, behutsam znmachen; jebe Aufregung von dem
