Wiesbadener Sagblatt
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1898,
Dienstag, de« 18. Ian«ar
Fernsprecher No. 52.
N». 28
Fernsprecher No. 52.
Abend ■Ausgabe
.in übertragt sich immer mehr auch aus oie Hier sucht die Behörde einen Sozial«
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verletzt 67
Deutscher Reichstag.
O Strliit, 17. Januar.
wechsel mit dem Großherzog von Weimar über Kiau-lschau ausgesprochen habe, wird von den „Hamb.Nachr." sur Erfindung erklärt. Schade, es wär' so schön gewesen. Dagegen bezweifelt das Blatt nicht, daß Bismarck für die Unternehmung sympatifch gestimmt ist.
* Di, Zahl der EisrnbahnunfäUe auf dm deutschen Eisenbahnen ift, laut der offiziellen Nachweisung, auch im November wieder eine recht erhebliche gewesen. Es waren insgesammt 262 Unfälle »u verzeichnen, darunter 31 Entgleisungen, 25 Zusammenstöße und 206 sonstige Unfälle. Die Belnebsläuge betrug 40,002 Kilometer, an Zugkilometern wurden geleistet 29,987,749, sodaß je rin Unfall auf 153 Kilometer Betriebrläuge oder auf 114,457 Zugkilometer entfällt. Die Zahl der zu Schaden Gekommeiien war eine sehr große: 269 Personen, wovon 89 gelobtet und 180 verletzt wurden.
Bei den Unfällen wurden: getödtct
«erkln, 17. Januar. In der Budgetkommifsion des Reichstags erfolgte heute die Berathuug der Etat« für das Neichs- -ostamt und der Telegraphenverwaltung. Bei dieser Gelegenheit -amen die Reformen zur Sprache, die von dem neuen Chef geplant find. Auf Anregung de« Dr. Hammacher entwickelte Staatssekretär v. Vodbielski feine Anschauungen über Hmaus-
daß für die Förderung des höhte Mittel gewählt werden, kälter der Geistlichen müßten .... .-
Mittel und Wege gefunden werden. Da» Ausbleiben der
Medizinalresorm fei mit der Ueberlastuug des KnltuSMiiiisterS zu erklären. Die Klagen über die staatliche Polizei feien
großentheilS berechtigt. Abhülfe sei zu schaffe» durch Aufwendung großer Mittel und zweckeulsprecheuder Auswahl der Beamten. Redner ist davon überzeugt, daß sich bei der Staatsregierung letzt eine größere Geschlossenheit und Entschlossenheit vortheilhaft geltend inache und spricht seine Zustimung zu dem Inhalte des juiigst vom „Vorwärts" veröffentlichten Aktenstückes ans. Freudig begrüßte er die Bildung des wirthschafilicheu Ausschussis. — Abg.
tr om deck (Ceiilr.) bedauert gleichfalls die Mißgriffe auf ~ ■ ■ —• -------j von Kunst
Vor Eintritt in die Tagesordnung erklärt Abg. ßimpnrg, daß die vom Abg. Stadthagen in der letzten Sitzung des Reichstags erwähnten Fälle aus seiner (Hiiiipurgs) amtlichen Wirksamkeit theils unrichtig, iheilS uiivovstäudig wiedergegeben worden seien. Der Abg. Stadthagen solle fich doch mit einer Beschwerde an Redners Vorgesetzte wenden oder dieselbe an anderer öffentlicher Stelle wiederholen. — Abg. Stadthagen bleibt dabei, daß er die Falle richtig vorgetrageu habe. - Tagesordnung: zweite Lesung des Etats, Etat des Reichstags. Zu dem Titel der einmaligen Ausgaben für weitere innere Ausschmückung des Reichstagsgebäudes beantragt die Kommission eine Resolution, wonach über die Ausschmückung fortan eine aus sieben Mitgliedern des Reichstags und drei Mitgliedern des Bundesraths ziifammengefetzte Kommiffioii zu entscheiden bat. - Hierzii liegt noch ein Antrag Lerizmairir (sreis. Volkrp.) vor, unter die einmaligen Ausgaben im örbütciriinii den Betrag von 100,000 Mk. zur weiteren Ausschmückung ciuzustellen. — Bei den dauernden Ausgaben Titel „Bibliothek" äußert Abg. Lieber (Ceulr.) den Wunsch, daß ans den 30000 Mk. für die Vergrößerung der Bibliothek nicht auch die Druckkosteu des Katalogs bestritten werden, fouderii daß die Deckung dieser Kosten anderweitig erfolge. Nach kurzer Debatte wird der Titel „Bibliothek bewilligt. — Aus Antrag des Abg. M üller-Sagan (frerf. Volksp.) wird sodann beschlossen, den Aiitrag Leuzniann und die Resolution der Kommifsion erst beim Etat des ReichS- ralheS des Innern zu verhandeln. Der Etat des Reichstags ist damit erledigt. Es folgt der Etat des RcichSamteS des Jiinerii. — Bei Titel Staatssekretär begründet Abg. Hitze (Sentr.) eine von ihm beantragte Resolution, den Reichskanzler zu ersuchen, bis zur nächsten Session dem Reichstag eine Zusammenstellung der ans Grund des § 105e der Gewerbeordnung für Betriebe mit Wind I obachte. Dankbar erkeniit und unregelmäßigeu Wasserkräften getroffenen Verfügungen und I folge des FiuaiizuiinisterS Entscheidungen vorzulegen. Redner giebt hierauf einen Ucberblick über “ •r- ' °
die Sonntagsruhe in den verschiedenen Gewerbszweigen und halt des wcstcreu einen gemeinsamen Unterbau für die gelammte soziale Versicherung für wünschenkwerth. Für sich selbst und feine Freunde erkläre er ausdrücklich, daß diese von dem neuesten Rundschreibeu des Staatssekretärs des Innern bezüglich des KoalitionSrechteS der Arbeiter nicht das Geringste gewußt hätten. Redner wünscht schließllch eine Zusammenstellung über die verschiedene Handhabung des § 10ao. — Staatssekretär PosadowSky kündigt au, daß eine Ergäuziuig der Nachweisungen über die auf Grund der Gewerbeordnung erlassenen Verordnungen dem Hause zngehen werde. Mit dem Bliudesrath werde er noch speziell wegen einer Nachweisung über die Verordnungen gemäß § 105c in Verbindung treten. In der nächsten Session würde jedenfalls eine neue Novelle vorgelegt werden. — Abg. W u r m b (Soz.) wendet sich lebhaft gegen den ner.csten Nunderlaß de» Grasen PosadowSky, welcher ein Zeichen fei, daß die schlotternde A'igst bet Unternehmer (Lachen rechts!) vom Grafen PosadowSky aeiheilt werde. Der Erlaß sei ei» unerhörter Streich gegen die Arbeiter, legen schwarze Listen der Unternehmer Ihr» der Staatssekretär nicht». Der Arbeiter ober solle nicht einmal mehr dem streik- brechenden Kameraden sagen dürfen: Höre aus, halte zu uns! Es fei ia bekannt, daß mit zweierlei Maß gemeffen werde, aber das hätte er doch nicht geglaubt, daß schon nach nenn Jahren Alles m Fetze» gerissen werde, was damals versprochen wurde. Bei den Muster- Werkstätten ans ben kaiserlichen Wersten bestehe eine Arbeitsordnung, wonach außer Ehrlosen auch Sozialdemokraten nicht ausgeiiommen werden dürfen. Bei ben ReichrtagSwahlen werde der Wahlspruchder Arbeiter fein: „Weg mit diesen Ministern, weg mit dieser Regierung! — Staatssekretär PosadowSky entgegnet, er werde auch mit diesem Manifest in der Hand in ben Wahlkampf ziehen. (Gelachter link».) Ueber ben Erwerb be» Rmiderlasses Sellens des „Vorwärts werbe er «um Schluß sprechen. (Zurus links lächerlich.) Viceprasibent Schmidt ruft dieserhalb ben unbekannten Zurufer zur Ordnung. Staatssekretär Pofadowsky sortfahreud: Die Arbeiter, welche arbeiten wollten, mußten geschützt werben gegen ben Terrorismus der Streikenben, und um die« zu können, wurden die zur Verfügung
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auch "sirr Interesse sisiÄckrpbcmer k t^gegen'über^em Vorredner, I * Z«,» zvagrnmanael in Preußen. Da» Herrenhaus hatte daß nicht uurdie Grundrente, sondern auch die Dienstreute zurück- I m der vorigen Session die Regierung durcheineiiAutragersicht, gegangen ist und führt die Unklarheiten im Etat, die neuerdiug« in I dem Wageiimangel bet tao13eifenbat:eit ab«iit)eIfen. Xie eteriing einer Übermaß gen Steigerung des Extra-Ordinariums zum Aus- I antwortet daraus in der dem Wir^Rauna de«
druck konimeii darauf zurück, daß weniger als nothwendig eine I sicht ihrer Entschließungeir: „3ur mogli4Rtn öetrKDtgung oes Drckui'a einmaliger Ausgaben durch laufende Mittel statt durch An- | Wagenbedarfs auch in Seiten bedeutender .VerlehiSsteiger»ngen sind Ki^n"erfolgt? Die Finanzlage sei allerdings günstig. Der Finanz- die Einrichtungen der Verwaltung. we'tn au^elnidet und d e Minister habe Sorge, seine Ueberschüsse unlerznbringen. Diese Sorge I Leistniigeu des Betriebs '5^°^ worden. Aucy hat trn EtatSiahte würde weniger groß sein, wenn er sich nicht feiner Zeit gegen eine I 1897/98 eine etf)ebli4e„uber das bt8beitge ß b % renne
Ouotistruug der Einkommensteuer gesträubt hätte. Die Auswerfung I 3^eubefdjnffunp üon. J8enicbamttteIn„ und zwar bi» an bte eines Fonds von 3 Millionen für Schulbauten wurde auch nicht I der Leistungsfähigkeit der heimischen ^udustne, dattM'nden. I nothwendig sein, wenn die Steuerreform mit einer Regelung der I gleicher Weise tmrb an^ f ur bo» Etats,ahr 189., 99 auf Schullasten, namentlich in den östlichen - Provinzen, verbunden .'dem außerordentlichen Mehrbedcus entsprechende, umfang- -
leiiuna de» Marimalaewichts der einfachen Briese und theilte mit, , worden wäre. Die jetzige Finanzwiri^chaft wirkte vielfach demora« Nnk h,m Bundesratb eine dieSbeziialikbeVorlage zugegaugen sei, die I lisirend, wie die Ansprüche der Genosfenschafteu an den Kredit bet benuS tb n® Sog be(<S ffSirte. Was den Telegraphen- Central'genoff-uschaftSkgffe beweisen Auch d e Zuwendungen de» vemnacyn oen sieilyein» »eirv i u .meikelloS einen 'lnschriß. I Staates für die Geistlichen sollten erhöht werden, und da Bczüalich de» Fernsprechwesens bedauerte der Staatssekretär, daß I warnt der Minister vor , ben Gefahren der ©entralifationl bie snr ftäblnna ber Gespräche nothwendige Erfindung noch nicht I Warum sträubt sich die Regierung, den bescheideiren Forderungen » VA. I.i ß fnnn, es ni»t hfrmümnrten einem Theil der Be- I dieses Hauses auf dem Gebiete der Besolbuiig der Unterbcamten völkerilua Zubußen zuznmu/ben die dem anderen zu gute kommen. I uachziikomuien? Die zahlreichen Eisenbahniinsälle geben allerdings
* i w »E '«Härte Vodbielski er strebe I alle Veranlassung, die Betnebsverhaltmsse der Eiseubahnverwaltung Re^Du^Wrmig^deS^DlonöpolS^weifigstttis für geschloffene Brüse näher zu prüfen. Es muß vor Allem sestgestellt werden, ii.welchem
an Eim Bottöge zur Zestungstarffreform werde dem Reichstag in Zusamme.,Haug die o Diel gepriesene Herabsetzn.m der BetnebS-
ber nächsten Session zuaehen. — Bei dem ersten Titel der Ausgaben, I ausgaben mit den UnfaQen stehe. Bei günstiger Finaiizlage solle Gelmlt des Staatssekretärs brachte Abg. Lingens (Ceutr.) wieder I mau vor allen Dingen Resoimeu vornehmen, welche vorübergehend die'Fraoe ber Sonutaasruhe und der Einschränkiiug des Post- I mit Einiiahmeanssällen verbunden sind, namentlich Tarlsreformen. v rkcbr»' an Emvntagen zi. Sprache P dbielski sagt thunlichste Graf Limburg sagt allerdings: Wer berechtigt ist zum Re.sen, der
Ber icksichtwi.ua zu 'W uiit RMcht aus die Beamten; eine all- reist billig genug“, aber wo fang die Berechtigung zürn Reisen
gemeine Einstellung des PacketverkehrS au Sonntagen sei Wirth- I au? Buch die AuSdehirung der Staffeltarife sollte sich die Regierung fdinftlich unb technisch linauskührbar. Tie Berathilnge» werden I angelegen fern taffe», ^u^ezug aus die Vorbeugung von lieber»
Mittwoch fortgesetzt. Die Einnahmen wurden »ach ben Ansätzen ber I schwemmungeu legt ^e Regieruiig ^"'6 Energie an ben Tag,
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........... 1111 I längst dnrchgefetzt haben. Aus anderen Gebieten, wenn e8 sich um llrfltlttMtSf Sflllbtrtrt. I die Einführuug des Auerberechts handelt,, nach der kein Mensch
I oerlanflt hoi, ist die Regierung dagegen um io schneller bei der Hand.
O Berlin, 17. Januar. j Das Ausbleiben ber Mebizinalresorm sei auch früher durch die
A l> a e o r d u e t e u lr a rrs I Finanzlage entschuldigt woiden; jetzt ist die Finanzlage günstig,
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Andenken durch Erheben von ben Watzen geehi t wird - ^n der I Mistes ist. Der P>ozeß Tausch hat aber gerade ge- ersteii Lesung des Etats erholt zunächst das Wort Abg. I | luje reformbedürftig die geltende Disciplinargesetzgebuirg ist. vr. Sattler (uat.-Iib ). Er beguiut mit einem Hinblick.au d e > Dispositionsfonds zur Unterstützung des DeutschthniuS in große „atioirale Aufgabe, vor diei da» Reich. durch d e^u Ostprovinzen charakterisirt sich als ein neuer ReptilienfoudS. Vorlage gestellt ist. Dadurch sei die Wolke deri ltuzusneh , I gjrtutt £ljäutert ben Standpunkt seiner Partei zur Polenfrage. die sich über dem deutschen Volke ausgebreitet ^"Oe, wenigst I @g 1)ctl|111)c ejn großes Zeichen von Schwäche, wenn ein Staat wie theilweise zerstreut worden, ebenso auch durch blt ?al11* Preußen die preußischen Bürger ungerecht behandle, noch dazu mit LL i; äsäism
laßt er das Lob augedeihen, daß sie Narer u b ?“l*f'** 8'r ® ' | Verbinduugsve.bot für politische Vereine ist immer noch in Straft, worben sei. Dann erörtert er eme Reihe von Eu rclfragen, unter obluo(jl f8 fcc(t) Augenblick übertreten wird, tote ueuerbtng»
Saubhabnug der IaallEil Pol.ze'. Un der Ha d d S Veisammlung ber Stommer*ienrätl)e zn Gunsten ber Flolten- Falles Koppen unb ähnlicher crafle »nft er die Fiage auf, ob die l t bewiesen hat. Die Wahlreform bleibt aus und ebenso die Polizei noch mit dem richtigen Geiste und vor allen. Dmgen "t der I ”°ti^enbifle N-mstuheilnng der Wahlkreise, unb damit wachst die ei.forderlichen Achtung vor der per oiilid)cu Fuiiu des O..zc eu I @ cil”r konservativen Mehrheit im nächsteu Abgeordnetenhaus
erfüllt sei. Er vermißt eme Ansbe sie ruug ber Gehalt et bei Unter I un^ @cfnt)rj fca& luir jU Zuständeii toie im Königreich Sachsen
| beamten uub ber ©tittlidicn uub btboncri kbl,aft bc.5 VI 8- | . ........ mönen fid) Dreieniaen nicifcn, bic c8 ntiGtht. (öcifott bleiben ber Pledizinalresorm und eines ejProbrIat;oiISUefefeeS. a '
Gemeldet sind noch 20 Abgeordnete gegen, 8 für ben Etat. - Der links.) Morgen, u»-, 6- ützung.
I Abgeordnete Freiherr v. Zedlitz (freif.) glaubt, daß auch "berden I --------- '
I vorliegenden Etat hinaus, obwohl er bereits lehr gnnsttg abschlteß, | Cfuirrflfö $?ddl.
auf einen Ueberlchuß gerechnet werden dürfe. Die Nothwendigket 1
I von Besserungen im Eisenbahnwesen erkennt er an, doch wider prtchl I * ßof. „ut, yelfonnl-ltnd)i id)tftt. Der „Reichrnnzeiaer" I er der Einsetzung einer besonderen Elsenbahitkomiirtlfion. Mit dem I o-Eeutlicht die Erueunung des UnterstaatSsekretärS Raf siga
Vorredner theilt er da» Bedauern, daß die Geholter der tliiter- I Ullter ytlam.ng seines bisherigen Range» znur Präsideuteii de» beamten noch nicht haben erhöht werden können, und die Freude, I £)bctl(UlMgni(|;t8 Kolmar und des Direktor» Dr. Petri zum ‘ ' S Fortbildung» - Schulwesens er- I i,„,„staatssekretär int Ministerium von Elsab-Lothrlugen. - Die
:. Für die Erhöhung der Ge- gJort>t>n.tvd)e Allgemeine Zeitung" schreibt ossiziöS: I» der ettst- fchon hn vorliegenden ©tot | P„g, toar Bot Kurzem die Meldung anfgetaticht, daß em
Besuch de» Kaisers in Cowes für den kommenden Sommer mit der englischen Königssainilie verabredet worden sei. Diese Nachricht beruht ihrem gauzen Inhalte nach auf freier Erfindung.
* Berlin, 18. Januar. Die Audienz, welche die Präsi- bien der beiden Häuser be8 LanbtagS beim Kaiser hatten, währte nur wenige Minuten. Der Kaiser begrüßte die Herren in freundschaftlichster Weise unb beglückwünschte besonder» Herrn v. Kröcher al» neu gewählten Präsidenten, indem er die frühere vortreffliche Geschäftsführung des langjährigen Prafidenten
p°l?eilich°m Gebiett'und bedangt I ^urch^die" «ÜMlKK
^ehttibeti^Mitte^rücksichtSlo/mi^^'eudet^erden." Von^ I Fütimge^ü^dst i'rtJniHef•• I F))roA^f^eP^^tUgetma4tetoe^be^e^n^l^ebr^g\ll'tourbennboliUfäV^ra^
Angst könne keine Rede sein. In dem Artikel werde das Koaltt.ons- fOub8 ber laubwirthschastlichen Verwaltung bedürfe wohl e'uer Er wra», tei«r gema-v weroe
recht durchaus aufrecht erhalten. Zur Kennlniß des „Vorwärts" fei Höhung. De» Minister des Jttnern bittet Rediier die amt .che nidjt erörtert uni. b^e ynren atsoaio «rao oj. • $|
der Artikel nur gekommen dadurch, daß ein Beamter ehrlos genug I Veröffentlichungen künftig den «ele eusten Blattern M«"e"ben I «trt eie )uie
geroefen, ben Weg bet Treue unb Ehre zu verlassen und zum Ver- I mib nicht Oppofitiousblätter auszufchließen. Verkehrte Spar^mke t I Nachr cht ans Wem.ar daß Fn st Bis uarck sich m «aem »epe^en
räther mi seiner vorgesetzten Behörde zu werden. Die Presse habe I herrsche bei der Vermehrung des Nichterpersoira S, beim Wagen- I wechsel mit dM Grobherzog von Wemiar über Kiair-t chau ans
aber wissen müssen, daß da» vertrauliche Schriftstück auf unehrliche I mangel, sowie bei den BefoldungSfätzen der Eisenbahn. - Abg. ' hfl» .n,rb b». kmmb.Nackr. lnr Erstnduna erliark.
Weise erworben lind im gewöhnlichen Leben heiße e», der Hehler I @l(1f Limbnrg-Stirum (kons.) erklärt, daß mau auf un-
ift so schlimm wie der Stehler. Wenn es traurig fei, daß ein solcher I sichere Einnahmen keine dauernden Ausgaben aufbaufn dürfe. Er
Verrath habe Vorkommen können, bann sei e» noch trauriger, daß I bedauert, daß nicht im vorigen Jahre der AnSgleichfoiids geschaffen
fich eine Prefle fand, die davon Gebrauch machte. (Gelächter links. Bebel I sei. Die billige Abgabe von Kali ans Ausland ist nicht zu blUigeii.
ruft: Selbstverständlich, es ist ja Krieg.) Staatssekretär PosadowSky I Bei dieser Gelegenheit spreche ich die Bitte aus, daß, wenn in inneren
richtet nunmehr an die ganze austäudige Presse den Appell, daß I neuen ostasiatischen Gebietserwerbnugen die Bergwerks- und die
sie wieder vorkomiueuden Falles mit solchen Schriitstücken so I Eisenbahnverwaltniig in Thätigkeit treten, sie die Verwalttliig
umgehe, wie e» anftänbigen und wohlerzogenen Menschen zieme. I fdbftänbig führen und nicht etwa Syndikaten uberlaffen. Eine
(Gelächter links.) — Abg. Hyppeden (Antis.) bemerkt, die I Verbilligung der Eisenbahn -Perfoiieiitarife kann wegen der
Arbeiterorganisationen müßten anerkannt unb das Verbindungs- I damit tierbunbenen Einnahme-Ausfälle nicht gebilligt werden,
verbot aufgehoben werden. Nothwendig fei auch der weitere Ans- I energisch wirb ober auf die Beseitigung des Wagenmangels
bau von EiniguiigSänitern. — Abg. Freiherr v. S t u m m (ReichSv.) I hinzuwirkeu fein. Wen» man nun aber eine Ent-
wendet sich vornehmlich gegen die Ausführungen des Abg. Wurmb I Wickelung des Eisenbahngüterverkehrs aufiretien muß, so hat Die l Reisende.........
unb drückt dabei den Wunsch au», daß es den Arbeitern gelingen I Erfahrung gelehrt, mit der Kaualenlwickelung vorsichtig zu KJ». I Bahubeamte lind Bohiiarbeiter tm Dienst . . .
möge, sich von ihren hetzerischen Blutsaugern zu bewahren, die fich I Die Erhöhung des laubwirthschastlichen DispoiitiouSsonds genügt I Post-, Steuer-, Telegraphen-, Polizei-Beamte 2C.
von ihren sauer erworbenen Groschen mästeten. — Abg. Singer I ,sicht sür den vorhandenen Niedergang. Bei der Eiillchadigung sur I jm Dienst ." .» • • •
(Soz.) giebt zunächst dem Wunsche Ausdruck, daß Herr v. Stumm I Ueberfchtoemmungrschäden muß sorgfältig und, langsam verfahren I s„mde Perfonen, einschließlich der nicht im Dienst
der Sozialdemokratie noch recht lange erhalten bleibe. Denn er fei ihr I werden, damit nur wirklich Geschädigte entschädigt werden. Der I befindlichen Beamten und Arbeiter, aber au»=
von größtem Nutzen. Er kommt sodann auf den Erlaß zu spreche», I Niedergang der Pachtverträge spiegelt deutlich ,die 3ioth der Land- I schließlich ber Selbstmörder . .
wobei er an alle anständigen Minister appellirt, daß sie nicht Erlaffe I wirthschcist, und doch ist eine blühende, kaufkräftige Landtoilthschast versenden, die da» Licht der Oeffentlichkeit zn scheuen haben. Er Übt - • ------- —
ves Weiteren scharfe Kritik an dem Rundschreiben unb bezeichnet dasselbe al» tückisch lind hinterlistig, welche Ausdrücke vom Präsidenten v. Buol gerügt werden. — Nachdem noch Staatssekretär PosadowSky erklärt hat, daß er überall dort einschreiten werde, wo ei» ehrenwerthcs Verhalten der Arbeiter des Schutzes bedürfe, Wirt die Weiterberathnug auf morgen, 2 Uhr. vertagt. Schluß 6 Uhr.
