Viksbildem TagM
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Verlag: Langgasse 27.
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40. Jahrgang.
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R». 12. Fernsprecher No. 52.
Samstag, den 8. Januar.
Fernsprecher No. 52.
1898,
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Abend ■Amsgafee.
Die chinesische Frage.
Die orientalische Frage ist zwar nicht gelöst, aber durch die Beilegung des griechisch-türkischen Streites auf spatere Zeiten vertagt worden. Doch der wechsclvolle Gang der Politik hat dafür Sorge getragen, daß cs unserem alten Erdtheil nicht an Fragen fehle, die im Gegensatz zn der Botschaft stehen, die soeben erst Frieden auf Erden verkündete. An die Stelle der orientalischen Frage ist, darüber kann kaum noch ein Zweifel bestehen, die chinesische Frage getreten. Deutschland hat sich zweifellos nicht nur ans Anlaß der Ermordung deutscher Missionare, sondern im Anschluß an die früher in Ostasien verfolgte Politik in Kiau-Tschan festgesetzt, und es ist außer Zweifel, daß wir den Platz nicht mehr räumen werden. An unsere Festsetzung in Kian-Tschau hat sich die Besetzung Port Arthurs durch die Russen augeschlossen, angeblich zum Zweck der Neberwinterung der russischen Flotte. Aber wer wird im Ernst bezweifeln wollen, daß der winterlichen Bcsetzungs- stimmung Rußlands auch die Wärme des Sommers keinerlei Abbruch thun wird?
Mit Port Arthur bildet Wei-hai-wci den wichtigsten Zugang zur Hauptstadt Chinas. Wci-hai-wei ist im Besitz der Japaner, denen es als Pfand für die chinesische Kriegs- kostencntschädigung überlassen worden ist. China wird diese schwerlich in absehbarer Zeit zahlen, aber selbst wenn es geschähe, würde Japan keine Neigung haben, Wei-hai-wei aufzugeben, nachdem sich Rußland Port Arthurs bcmächligt hat. Es scheint im Gegentheil, daß Japan durch das Vorgehen Rußlands — die Besetzung Kiau-Tschaus ist für Japan von geringerem Belang — veranlaßt worden ist, auch seine Interessen in China wahrzunehmen, denn es ist bereits gemeldet worden, daß ein großes japanisches Geschwader sich ans dem Wege „zum Kriegsschauplatz" befindet. Daß auch England bei der Anfrollung der chinesischen Frage nicht unbetheiligt bei Seite stehen will, kann nicht Wunder nehmen, und es ist in der That bereits mit der Entfaltung größerer Streitkräfte in China beschäftigt. Man wird endlich auch mit Sicherheit darauf rechnen können, daß Frankreich, welches durch seine tonkincsischen Besitzungen die chinesische Südostgrenze beherrscht, seinerseits auf dem Plan erscheinen wird, denn wo Alles liebt, kann Karl allein nicht hassen.
Betrachtet man diese Vorgänge, so erscheint die Frage gerechtfertigt, ob die Auftheilung Chinas bereits beginnen wird. Wahrscheinlich sind wir von der Auflösung des himmlischen Reiches noch weit entfernt, aber das ist außer Zweifel, daß jetzt der Zeitpunkt da ist, wo die einzelnen Mächte den günstigsten Stützpunkt zn gewinnen suchen, von dem aus sie bei der einstige» Theilung Chinas nach Möglichkeit ihre Interessen wahren können. Daß tS sich hierbei um eine noch wichtigere als die orientalische Frage handelt, liegt auf der Hand, denn China ist sowohl nach Flächeninhalt wie nach Bevölkcrnngszahl das größte Land der Erde, obwohl dieses Riesenland so schwach und hülflos ist, daß es selbst bei der Entivickelung der chinesischen Frage kein Wort mitzusprechen vermag. Das Heer und die Flotte
Chinas sind im jammervollsten Zustande, die Finanzen liegen darnieder, die Verwaltung des Landes ist in den traurigsten Verhältnissen. Auch fehlt cs dem Lande an innerem Zusammenhang, an der Möglichkeit, seine Mittel znsammenzufassen. Das Niesenreich verfügt nur über einige hundert Kilometer Eisenbahnen, die an den Küsten gebaut sind; im Innern ermangelt das Land überhaupt der modernen Verkehrsmittel. Diese mangelnde Entwickelung Chinas zeigt aber zugleich, welche ungeheuere Aufgabe hier noch der Kultur gestellt ist, und von welcher außerordentlichen Bedeutung es für die europäischen Staaten ist, sich ihren Autheil an der Erschließung Chinas, ihren Platz an der Sonne des hinimlichen Reiches zu sichern. Wie weit diese Ausrottung der chinesischen Frage schon gediehen ist, wie weit sie gehen wird, wer wollte das zn beurtheilen unternehmen? Vielleicht, ja voraussichtlich, wissen es heute Diejenigen selbst noch nicht, denen die leitenden Nollen in der Entwickelung der chinesischen Frage zugetheilt sind.
(Nachdruck verboten.)
Offiziere a. D.
Von Milet.
lieber die Verbesserung der anerkanntermaßen vielfach überaus prekären Lage, in welcher sich zahlreiche pensionirte Offiziere befinden, sind im Laufe der letzten Jahre verschiedene wohlgemeinte Vorschläge gemacht und mit mehr oder minder zutreffender Begründung veröffentlicht worden. Auch in den Verhandlungen der parlamentarischen Körperschaften wurde die Frage schon wiederholt behandelt und, wenn man aus leicht begreiflichen Gründen nicht gern an dieselbe rührt, wennschon man stets mit einer gewissen Scheu und Zurückhaltung in ihre Erörterung eiutritt, so gicbt doch schließlich jede Berathung des Pensionsetats ausreichenden Anlaß, hierauf aufmerksam zu machen. Es läßt sich nicht leugnen, daß die Frage eine überaus weitreichende staatliche und auch gesellschaftliche Bedeutung besitzt, es handelt sich um viele Tausende gebildeter Männer, welche thcilweise noch der vollen Arbeitskraft sich erfreuen und in den Jahren stehen, die man nicht mit Unrecht als die besten des ManneS bezeichnet, es handelt sich um die vielen Tausende ihrer Angehörigen, welche ost genug unter dem Zwiespalt, einen gewissen Schein der Wohlhabenheit nach mißen hin aufrecht erhalten zn müssen, und den kärglichen Einkommensverhältnissen überaus schwer leiden, frühzeitig verbittert werden und schließlich mit sich und der Welt zerfallen. Die Pensionen, welche in Deutschland an Offiziere gezahlt werden, sind mit Nichten niedriger als die Bezüge, welche in anderen Staaten den Mitgliedern der Offiziercorps zustcheu, sie sind thcilweise sogar höher, wie dies auch von militärischer Seite zugegeben worden ist; weder in Frankreich noch in Oesterreich oder Rußland, um nur diese drei große» Militärstaatcn in Betracht zu ziehen, erreicht der Durchschnittssatz der Ofsizierspeusion einen höhere» Betrag wie bei uns; eine Erhöhung der Sätze ist sonach vollständig ausgeschlossen und auch vou den eifrigsten Wortführer» der Interessen der Offiziere a. D. nur ausnahniSweise verlangt worden. Trotzdem kann der Behauptung ein haltbarer Einwand nicht entgegengesetzt werden, daß erst die dem Obersten zukommende
(Nachdruck verboten.)
Die Mode im nerrerr Jahr.
Von Wikina v. G.
Wenn doch erst der richtige Winter kämet Der Pelz kann bei dieser Witterung nur mehr als Schmuck und Besatz, denn als Wärmespender in Betracht kommen. Ein Gang durch die Magazine der Kürschner und Pelzhändler zeigt uns die entzückendsten Nen- heitcn. Wer die kostbaren Stücke erwerben will, muß ans grobe Preise gefaßt sein, es kommt aber auch nichts den ausgestellten reichen Zobelpelerinen gleich, die, zum Theil tu richtiger Capesorni oder auch im Nucken anschließend, mit schuebbcnsörmigem Devaut von •djitni Hermelin mit langen Enden, zum Theil mit festem galtet von Stoss, Leder oder einer absiechenden Pelzart ausr Eleganteste und Neichste anSgeflatiet sind. Sie variiren in der Länge von 70 bis 120 cm und haben annähernd 3 m Weite. Wenn man nicht gerade aus die obciigenannten oder ähnliche thenrc Pelze wie Schwarzsnch?, Blaufuchs, Chinchilla, Sealskin refleklirt, findet man sehr schöne Garnituren zn ermäßigten Preisen in Biber, Edelmarder, Persianer, Astrachan; für junge Mädchen auch in Waschbar, Opossum, Scheit-lasse, Murmel und langhaarigen Scidenhasen.
Die Mehrzahl der jungen Damen bevorzugt einfache kleine Kragen, die aus dem Zacket getragen werden, darunter ist die rusmche Faoon (etwas breiter llmlegckragen) sehr beliebt. Von fescherem Aussehen sind die Formen col militairc (runder Stehkragen) und facon sport (höherer nach vorn zugespitzter Stehkragen).
Die Pelerinen zeigen immer noch viclsältige Schwanzchen- aarnitnrcn, Schleifen- und Spitzenausputz und am Halsjchluß uaturalisirle Köpfchen. - Pelzboas erfreuen sich großer Beliebtheit, haben aber gleich den FedeiboaS höchstens 2*/i m Länge. — Man trägt alle diese PedflonsektionS mit passendem Muff; junge Damen auch mit einem Barett von derselben Pclzart. Die Form dieser Kopfbedeckungen ist sehr maiinigfallig, bald flach, vorn sehr niedrig, mit Schleifen- lind Fed-rnauSputz oder toque ähnlich, an Waguer- mütien erinnernd, neuerdings de» Herrenmutzen ähnlich wie die zierliche Form „Rautendelein" oder die große Bibermutze „Sultan , die beide ganz herrenmäßig ohne Ausputz bleiben. Etwa» gesucht erscheint die Garnitur des Pclzbaretts mit nickende» Hahnenfeder»,
hochstehenden Neihern oder wallenden Straußfedern. Eine feste Schleife, ein abstechender Pelzrand paffen besser ziim Charakicr des Baretts das nirgend» dem Stiirm einen besonders fchwache» Angrifss- piinkt bieten darf, da es bestimmt ist, in Wind -und Wetter getragen zu lüctbcn.
Große Pelzmäntel, die zu Schlittenfahrten oder als Abeud- inänlel, wenn im Niickcn anschließend, auch als Piomeiiadlmäntel getragen werden, haben lange Paletotform mit Pelerine oder Rad- facon mit kurzer Pelerine. Sie sind aus guten, danerhasten Wollstoffen gefertigt und entweder mit Stnrmkragen oder mit russischen Umlegekragen ansgestattet. Zn Fuller verwendet man Hauister-, Genölten-, Fehwammen- oder Fehrücken-, auch Opoffum- oder Fuchspels. Kragen und Pelzverbrümung wählt man von besseren Pelzarten, wie Skunks, Nerz, Luchs, Biber, Marder, P-rsianeS, echtem Sealskin, Zobel oder Blaufuchs. _
Gesellschaft»- und Ballniuhäuge werden aus Hellen Lewenstoffen in Verbindung mit Pelz- oder Federdefätzeu hergestellt und bestehen oft ans einem wunderlichen, aber stet« reizvolleli Gemisch deSwider- sprechendstlii Materials. Der duftige Schwcuipclz der früheren Jahre ist durch andere, nicht weniger elegante Besähe fast ganz verdrängt. Weiße tzahnensederu, Marabu», zartgefärbte Chiuchilln- streiseii, weißer Angorapelz sind die diesjährigen Gaben der Mode; auch ganze Sorties an« Cafuarsedern bittet sie uns dar, die an Zartheit alle» bisher Dagewefene übertreffen.
Tic Balltvilelten, welche diese reizvollen eortie» verhüllen, strahlen in einer Farbenfülle, einer Pracht der Stosse und einer bezaiibernden Auuiuth de» Arraugemeuts, die für jede Gestalt, jede» Alter, jede Haarsarbe etwas Geschmackvolles und Passendes darbstte». Der Schnitt der Röcke für junge Damen läßt durch festes Llnfchmiegen nm Taille und Hüsten die Schlankheit der Figur auf da» Bortheilhastefte hervortreten, der Befatz gleicht die allzugroße Schlichtheit diese« Rockarraugemeut» aufs Glücklichste aus. Auffallend reich werden Gazerufcheu, Gazepliffss, Falbel», Schleife» und Blumenarrangements dabei velwendct. Im Allgeineinen zeigen die Rockgarnituren mehr Neigung zu geraden oder wellen- sörinigkn vertikalen Arrangements, denn zur Bereicherung des unteren Rockabfchlufses. Vollständig unbesetzt bleiben nur die ganz plissirten dusligen Röcke; um so reicher wird daun dar Leibchen ausgestaltet. Jede Balltaille ist in ihrer phautaflevollen Zusammen-
Pcnsion zn standesgemäßem lkiiterhalt einer Familie ausreicht. Wie sott da Abhülfe geschaffen werden? Das nächstliegende Mittel wäre eine Verlangsaincrnng der Penfionlrnng bczw. eine Erhöhung des durchschnittlichen Alters, in welchem die Pensionirung eiutritt; allein, da dein Parlament ein unmittelbarer Einfluß hierauf leider nicht zusteht, sondern nur ein mittelbarer, insofern als cs die für den Pensiousfonds nothwcndigcn Summen zn bewilligen hat, so läßt sich von diesem Vorschlag nicht viel erwarten, auch darf nicht uuvergesseu bleiben, daß eine Vcrlaugsamerung der Pensionirung nicht auf Koste» der Schlagfertigkeit und Tüchtigkeit derArinee und ihres Führercorps erstrebt werden darf. Nur insoweit sollte eine Acndcrnng der Anschauungen herbcigcführt werden, welche über die Nothwcndigkcit der Nuhestaudsversctzuitg gelten, als nicht schon um deswillen allein die Pensionirung erbeten werden dürfte, weil ein Offizier von einem andern im Avancement übergangen wurde. Man hat ernstlich vorgeschlagen, daß die höheren Verwaltungsstelle», und zwar in der Staatsverwaltung nicht minder wie in der Kommunalvcrwaltung, ausschließlich mit Offizieren a. D. besetzt werde» sollen, es wäre dies eine llebertragniig des Systems, das bereits bei der Besetzung der Snbalternbeamtcn-Stellen in Uebnng ist, auf die höhere» Poste». Allein diesem Vorschlag stehen die allergrößten Bedenken entgegen, sodaß es als vollständig ansgeschlossen zu erachte» ist, daß jemals der Staat ihm näher treten werde. Es soll von dem litt® recht, welches hierdurch den Kandidaten des Civildienstes zugefügt würde, die sich viele Jahre hindurch in eifriger Arbeit auf den Staatsdienst vorbereitet haben, noch ganz abgesehen werden, der Vorschlag ist nnaunehmbar, weil den Offizieren a.D. die juristischen und staatswissenschastlichen Kenntnisse fehlen, ohne welche weder in der staatlichen, noch in der kommnnalcn Verwaltung heute die bienftlidjen Geschäfte besorgt werden können. Unmöglich ist cs aber in de» für die A»sbildu»g des Offiziers dienenden Anstalten, diese Wissensgebiete zum Gegenstand des Unterrichts z» machen. Der Vorschlag ist aber auch mit Rücksicht dcmmf nummchmbar,-daß die Besetzung der in Betracht kommenden Stellen mit Militärpersonen zn einer Einbürgerung des militärischen Vcfehls- tons in der bürgerlichen Verwaltung führe» würde, waS z» zahlreichen Mißhelligkciten und Uuauuchmlich- kcite» Anlaß geben dürfte. Wie sehr dieser Moment gewürdigt werden will, beweist der Widerstand der süddeutsche» Kommunalverivaltunge» gege» die vo» dem Bnndesrathe beabsichtigte» Vorschriften über die vorzugsweise Besetzung der unteren Stellen der Komuiunal- vcrwaltuug mit Inhabern des Civilversorgungsscheins. Es dürfte somit nur übrig bleiben, daß der Staat die Offiziere a. D. bei ihrem Bemühen um Verschaffen eines Nebenerwerbs nach Möglichkeit unterstützt, soweit bic3, statthaft ist, ohne unmittelbar in die Konkurrenz einzugrcifen, znm Theil ist dies bisher schon geschehen, sodaß auch in dieser Hinsicht von Seiten des Staates nicht viel mehr wird gclhan werden können. Leider stehen die europäischen und speziell die deutschen Staudcsvornrtheile einer Nutzbarmachung der Erwerbskraft der pensionirten Offiziere hindernd im Wege und so lange sich in dieser Beziehung keine Aendernng vollzieht, wird die prekäre Lage so vieler Offiziere a. D. int Wesentlichen und Ganzen dieselbe bleiben, wie jetzt, znm
ftkllnna eigtnllid) ein abgeschtosfencS Kunstwerk. Tie leichte Blusen» form ist dabei vorherrschend, doch macht sich eine große Mcnung- saltigkeit de» ArraiigcmciitS geltend. Läng« oder quer drajnrt, Mit ffchu- oder berlheimrtigeni Tüll-Gazestoff oder Spitzenbesatz uiio geradem, schrägem oder seitlichem Schluß, durch Schleifen ober Blumentiiff« bereichert, am Ausschnitt mit Pelz- oder Federstreifen begrenzt, von Spitzen überrieselt, von duftigen Federn überschüttet, glitzernd in der Pracht strahlender Pailletten, erscheint die Balltaillk als das kapriciöseste, aumuthigfle und iudividualisirendste Werk der Modistiii, die mit ihrer Kunst die Persönlichkeit der Trägerin in das hellste Licht stellt. Mit dem Aermel »erfährt sie sehr willkürlich, bald sind es kleine Puffännel, bald ein winziges glatte« Aermelchen, mit jockeyartigen Epanletlen, oft ist die Taille sogar ganz ohne Aermel und wird nur nur der Achsel durch eine Bandschlcife, eine» Pelzstreisen, eine Gazeiüsche znsammeiigehalte».
Blendend sind die Ballftofse, die uns zn Gebot stehen. Klassische glatte Seidengewebe in weiß, creme und farbig, unzählige in sich und in Farben gemusterte ganz- und halbseidue Stoffe, und für große Toiletten die vornehmen, groß gewässerteir MoiroS nnd schweren Damaste, die wir in früheren Berichten schon genügend hervorgehoben haben — wahrlich, die große AnSwahl mag der Käuferin die Wahl schwer machen.
Da« Gegengewicht gegen die Strapazen der Ballsaiso» findet unsere Jugend in erfrischender Bewegung beim Eislauf, der allerdings derzeit wieder durch die abnorme Witterung in die Bruche ging. Das gefällige Kostüm hilft für den Zuschauer den wohl- thnenden Eindruck verstärken. Mit snßfreiem Rock in haselnnß- brauuer Farbe, im pelzbesetzlen Jäckchen, das vorn geschlitzt, eine weiße Tuchbluse hervorlreten läßt, fliegt die jnnge Dame dort über die spiegelnde Fläche, Hand in Hand mit einer schlanken Brünette deren schottisches Kostüm mit abstechendem dunklen Tuchjackchen nut breitem Ledergürtel gar angenehm mit dein der Freundm foulrafttrti Das echte Persianermüffchen bildet mit deut gleichen Besatz de« StnrmkragenS und des Reverse« eine geschmackvolle Garmtur. Seit Müttern drängt sich dabei sicherlich die Betrachtung auf, daß c8 nicht der geringste Vorzug der gegenwärtigen Mode ist, unter ihrem Schutze die junge Dame ebenso sicher zu wisse» vor Erkältung, tote vor Verzärtelung, ohne daß Anmuth und Schönheit eine Einbuße erleiden.
