VikMkM Sagblatt
cv * cm i für die Lebend-Ausgabe bis 11 Uhr Vormittags, für die Morgen-Ausgabe bis I Uhr Nachmittags.
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1897
Samstag, den 20. November
LezirkS-Feriifprccher No. 62.
N». 542.
BezirkS-Fcrtifprechcr No. 52.
Ausland
Abend=tesgabe.
«5. Jahrgang.
Erscheint in zwei AnSaabcii. - SezngL-PrtiS: durch den Verlag 5e» Pfg. monatlich, durch die Post 1 Mk. 650 Pfg. vierteljährlich für beide Ausgaben zusammen.
Dir Republik Dmti.
Der Kaufmann Lüders, dessen allem Anschein nach durchaus willkürliche und völkerrechtswidrige Behandlung durch die Negierung von Haiti den Konflikt mit der Republik hervorgerufen hat, weilt seit einigen Tagen in Berlin, wo er vom Auswärtigen 8tmt über die Ursachen und den Verlauf des Vorfalls vernommen worden ist. In Kurzem wird auch der ausführliche Bericht des deutschen Geschäftsträgers Grasen Schwerin über den'Streitfall cinlreffcn, sodaß man alsdann über den thatsächlichen Verlauf der Ding- klarer sehen wird, als eS bisher nach den voneinander abweichenden Darstellungen aus den verschiedensten Ouellcu möglich gewesen ist. Aber aus all' den bisher bekannt gewordenen Darstellungen, selbst aus der tion haitischer Seite, geht, ganz abgesehen von der Bcschasfcnheit des Falles Luders au sich, das Eine klar hervor, daß die Regierung der Republik Haiti es an dem nolhigcn Respekt hat fehlen lassen, den sie einer Großmacht, wie das Deutsche Reich es ist, schuldig gewesen wäre. Auch von Seilen der deutschen Regierung wird der Streitfall offenbar sehr ernst aufgcfaßt, d. h. ernst insofern, als cs nolhwcndiq erscheint, den Ucbcrmnth der Regerrcpublik zu dämpfen. Es sind auch Preßstimmen der haitischen Blätter übermittelt worden, aus denen hervorgeht, daß die Haitianer sich in einer fieberhaften Erregung befinden, für die eine entschiedene Abkühlung vom Hhgieinisch- pathologischcn Standpunkt ans als durchaus nothwcndig erscheint. Daß die deutsche Presse das Beispiel der haitischen Kollegin nicht nachahmt und die ganze Angelegenheit zwar mit Entschiedenheit, aber mit kühler Ruhe behandelt, ist natürlich und entspricht den Größen- und Stärkevcrhältnissen der betheiligten Mächte — wenn dieser Ausdruck auf Haiti angewandt werden darf — und dem Prestige, das Deutschland im Rathe der Völker zukommt.
Wie bekannt, hat die Kieler Werft Befehl erhalten, den Kreuzer „Gefion" zum Abgang nach Haiti anSzurüstcn. Die „Gefion" ist unser größter Kreuzer dritter Klasse und zum Dienst im Ausland sehr geeignet, da sie bei guten Seeeigeuschaflen eine große Secgeschwindigkeit aufweist. Als Besatzung führt die vom Korv.-Kpt. Folleuins geführte „Gefion" 302 Mann mit 11 Offizieren, und sie ist int Stande, eine Besatzung von ISO Mann auszuschiffen. DaS Schiff wird voraussichtlich am 10. Dezember seeklar sein und mithin etwa in den Weihnachtstagcn vor Haiti Anker werfen können. Es wird also leider noch mehr als ein Monat vergehen, bis Deutschland im Stande sein wird, der Republik gegenüber mit dem nöthigen und erfolgreichen Nachdruck aufzutrcten. Zur Zeit befinden sich aber auch die Schulfregatten „Gneiscuau", „Charlotte" und „Stein" auf der Fahrt nach Westindicn. Wenn diese Schiffe auch keinerlei kriegerische Bestimmungen haben, so wird man doch an- nchmen können, daß schon ihr bloßes Erscheinen vor Port- au-Prince eine hinreichende Wirkung auf die Regierung
* Nachdem das Schweizervolk die Einführung de»
Zündhölzchenmonopols abgelchnt hat, unterbreitet der Bnndcsratü der Bundesversammlung einen Gesetzentwurf, nach welchem Fabrikation, Einfuhr, Ausfuhr und Verkauf von Zündhölzchen mit gelbem Phosphor verboten werden sollen.
* Großbritannien. „Daily Chromicla" meldet aus Berlin, infolge des Widerstandes Rußland» hätten die Großmächte auf "die Kandidatur des Obersten Schäffer Verzicht geleistet. — Die Blätter sprechen ihre Befriedigung au» über den Ausgang des Zwischenfalles zwischen Oesterreich- llngarn und der Türkei und bemerken, daß man in diplomatische» Streifen im Verkehr mit der Türkei nur eine einzige Waffe als wirksam erachte und zwar diejenige, welche Oesterreich gebraucht habe, nm sein gutes Recht zu vcrthcidigen.
* Amerika. Der „Post" wird ans Port au Prince geschrieben, daß dort jetzt die deutschen Briefe konfiszirt werden. Die Haitianer fahren fort, die Deutschen in der Presse und öffentlich zu beschimpfen. Viele Deutsche in Port au Prince sehen sich genöthigt, ihre deutschen Fahnen in ihren Häusern verborgen zu hallen. Gegen den deutschen Geschäftsträger werden unerhörte Beleidigungen laut. (Sollten die paar ohnmächtigen Haitianer etwa bestimmt sein, für die in Aussicht stehende deutsche Marine-Vorlage Stimmung zu machen?)
Der Kolonialrath trat gestern Vornüitag in die Berathnng des Etats sür Südwestafrika ein. Landeshauptmann Major Leutwcin äußerte sich hierbei zu verschiedenen in Betracht kommenden Fragen.
Wie der „Post" ans Konstantinopel gemeldet wird, will der bisherige türkische Botschafter in Berlin, Ghalib Bey, gegen eine ganze Reihe deutscher Zeitungen, welche gemeldet haben, er habe eine große Schuldenlasten Berlin hinterlassen,Beleidigungsklage anstrcngcn.
* Zur Mitttär-Slrafproreßreforin. Nach der „National- liberalen Korresp." ist der Frage des kaiserlichen BestatigungSrecht» im Entwurf der Militür-Slrasprozeßordnung folgende Regklung zugcdacbt: Ter oberste Gerichtshof entscheidet in sich vollständig rechtskräftig. Zur Vervollständigung dient die Unterschrift de» Kaisers. Man weist ihr eine ähnliche Bedeutung in dem vorliegenden Fall zu, wie sie sie in der Neichsgesetzgebung hat. Nach der Verfassung ist zu einem Neichsgesetz die Uebereinstimnrung der Mehrheitsbeschlüsse des Bundesratb« und des Reichstags erkorderlich und ausreichend. Die Ausfertignug und Verkündigung steht dein Kaiser zu. Dazu bedarf das Gesetz seiner Unterschrist. Analog der Vedeutung, die der kaiserliche NauicnSzug unter den Rcichsgcjetzcn hat, soll die der kaiserlichen Unterschrist unter den Beschlüssen des obersten Gerichtshofes sein. Rechtlich ist das Urthei! des obersten Gerichtshofes ausreichend. — Es fragt sich aber, ob auch genügend festgestcllt ist, daß diese Vollzugsnnterschrist nicht etwa als ein Vetorecht ausgelcgt werden darf, daß sie also verweigert und das Urtheil damit rechlsnnwirksam gemacht werden könnte.
* Mnrluk. Der „Post" zufolge wird weder die „Gefion" noch die „Kaiserin Augusta", sondern der Kreuzer 1. Klasse „Deutschland" zum Schutze der deutschen Interessen nach Port an Prince gehen. Das'Schiss, das zur Reserve gehört, wird sofort zu diesem Zweck in Dienst gestellt werden. Die Besatzung des Panzers „Sachsen" wird ans den Kreuzer „Deutschland" übertreten. Da jedoch „Sachsen mir 381 Mann Besatzung hat, für Deutschland aber 644 gebraucht werden, so werden noch weitere 255 Mann einzuschiffen sein. Weiter schreibt die „Post", daß die Ausrüstung des Kreuzers „Deutschland" in 10 bis 14 Tagen beendet sein wird. Man werde annehrncn dürfen, daß.Deutschland" in denerstciiTagen desDezemberdenHeimathShafen Kiel verlassen und etwa am 20. vor Port an Prince eiutreffcn wird.
* Rundschau im Reiche. Umfassende Hanssiichungen haben in den letzten Tagen bei „Anarchisten" in Frankfurt am Main, Magdeburg und Görlitz stattgesnnden. Es dürsten diese Haussuchungen im Zusamnienhang mit den letzten Gedächtnißfeiern der Anarchisten zu Ehren ihrer in Chicago Hingerichteten Genossen gestanden haben. Beschlagnahmt mnrden unter Anderem eine ganze Anzahl Exemplare der Auarchisteu-Zeitmig: „Neues Leben".
Verlag: Lauggasse 27.
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von Haiti ansübrn würde. Wir verkennen die Bedenken, die flcßen die Verwendung von Schulschiffen zu solchen Zwecken geltend gemacht werden,. nicht, meinen jedoch, daß in derartig dringlichen Fällen eine Ausnahme als gerechtfertigt angesehen werden fönntc. Wir wissen übrigens auch nicht, ob nicht vielleicht bereits den Schiffen eine derartige Ordre zugegangen ist.
Die Republik Haiti weist - diese kurzen Angaben werden zur Zeit von Interesse sein - einen Flächeninhalt von 28,676 qkm und (nach der letzten kirchlichen Zählung von 1894) eine Bevölkerung von 1,210,625 Seelen ans. Die Bevölkerung besteht zum größten Theil aus Negern, etwa ein Zehntel sind Mulatten; Weiße leben wenig über tausend auf Haiti. Die Umgangssprache ist französisch, die Staatsreligion katholisch. Die Republik wird konstitutionell regiert und beruht auf der Verfassung vom 9 Oclober 1889. Das Haus der Gemeinen besteht aus 95 von allen mindestens 21 Jahre alten Haitianern auf drei Jahre gewählten Abgeordneten, der Senat anL 39 vom Haus der Gemeinen auf 6 Jahre gewählten Mitgliedern. Leide Kammern wählten den Präsidenten, der das Schwabeualter, b. h. 40 Jahre, erreicht haben muß, auf 7 Jahre. Der jetzige Präsident, Tiresias Augustin Simon Sam, ist seit dem vorigen Jahre an der Spitze der Regierung. Das Land weist einen großen Mineralreichthnm (auch Gold, Silber und Platina) auf, doch wird, dank der außerordentlichen Trägheit der Bevölkerung, nichts mehr ansgebeutet. Das Klima ist tropisch; die Hanplprodnkte des Landes sind Kaffee, Kakao, Zucker, Indigo, Banmwollc, Tabak, vor Allem aber werthvolle Hölzer. Die Armer besteht, aus 6828 Mann, die jedoch durch Konskription und Freiwillige ergänzt werden. Die Flotte besteht ans fünf eisernen Schraubeudampfern und einem Stahlkanouenboote. Es handelt sich mithin um keine besonders respektable Macht. Trotzdem ist cs nölhig, ■ daß die ReichSregierung mit aller Energie und Entschiedenheit anstritt, umsomehr, da noch verschiedene andere Streitfragen zwischen der Republik und dort ansässigen Deutschen schweben und die deutschen Handclsintercssen auf Haiti eine der ersten Stellen einnehmen. Ein ernstes und nachdrückliches Auftreten der Republik gegenüber ist dringend geboten, damit sich ähnliche Fälle nicht wiederholen, und damit zugleich den mittel- und südamerikanischen Republiken, die zu einem unbotmäßigen Aeußeren gegen fremde Staatsangehörige besonders leicht geneigt sind, ein warnendes und heilsames Exempel ße» geben wird. __________
Deutsches Reich.
* KerUn, 20. November. Wie die „Nat.-Ztg." meldet, sind die Po st re form-Vorschläge des Herrn v. Podbielski der ab- lchließenden Formuliriiug nahe gerückt. Was die Verbilligung des OrtrbriefverkebrS betrifft, fo ist nicht blos die Einfnhrnng des S Pf.-SatzeS für Berlin beabsichtigt, sondern es ist eine Austbeilmig deS Reichs in OrlSbezirke beabsichtigt, innerhalb deren allgemein das Briefporto 5 Pf. betragen soll. Hierbei kommen namentlich die dicht bei einander gelegenen Städte, wie Barmen-Elberfeld, Hamburg- Altona 2C. in Betracht, sodann namentlich die größeren Städte mit ihren Vororten.
A»reig«n-PreiSr
Die einspaltige Petitzeile für locale Anzeige»
15 Pfg., für auswärtige Anzeigen 25 Psg. — Ncclamen die Petitzeile für Wiesbaden 50 Pfg., für Auswärts 75 Pfg.
— Für die Aufnahme später eingereichter Anzeigen zur
(Nachdruck verboten.)
Sombre.
Amerikanische PreiSuovelle von Joy» M. Ellicot.
Lange, goldene Sonnenstrahlen lagen über den herrlichen Ebenen Andalusiens, leuchteten herab auf die wogenden Felder, die saftigen Wiesen, tauchten die Wege, die sich gleich weißen mächtigen Schlangen dahiuzogen, in blendendes Licht, brachen sich glitzernd und gleißend in den fließenden Wässern des Guadalquivir und fielen weit, weit dort in der Ferne, auf den Giraldathurm, der die schöne Kathedrale von Sevilla beherrscht.
Dort, hingelehnt an die Ufer des Fluffes, lag eine herrliche Weide, von weißen, aus rohem Gestein gcthürmtcn Mauern umfriedet, und eine Herde graste friedlich darauf. Dort, durch das Gatter trat jetzt die Gestalt eines Mädchens. Ein entzückendes Kind; siebzehn vielleicht, mit gluthvollen Augen, sonnengebräunter Haut und tiefschwarzem Haar, schlank gewachsen und biegsam, eine Andalusierin, wie wir sie träumen.
Ihr Blick schweift über die Herde. „Sombre," ruft sie plötzlich, so zärtlich, als rufe sie den Geliebten. „Sombre," und in den Ton der Liebe mischt sich auch der des Schmerzes. Und Sombre, der seinen Namen gehört, stolz erhebt er sein Haupt, schlägt mit dem Schweif seine Lenden und trottet dann auf sie zn, auf sAnita. er, der herrliche, prächtige Stier.
„Sombre! Sombre!' ruft sie wieder, und sie legt ihre Arme uut den mächtigen Nacken des Stieres, „Sombre, mein armer Sombre, weißt Du, was sie thun wollen? Tödicu wollen sie Dich. Auf die Plaza sollst Du zum Stierkampf. O Sombre, Sombre, mein Vater will e§, der grausame Mann, Dich, so einen guten, schönen, herrlichen Stier. Die graufamen Picadores wollen dich martern, die wilden Capeadores Dich reizen, und er, der herzlose Matador,
er soll Dich tobten, damit das Volk, damit die Männer, die Weiber, die Kinder sich an Deinen Todeszuckungen erfreuen."
Und sie umklammert den Hals des herrlichen Thieres und weint und weint; der Stier aber leckt ihr die Hände, die Arme, als wolle er sie trösten.
„O Sombre, o Sombre!"
Plötzlich richtet Anita sich auf. „Nein, Sombre, ich werde Dich retten. Tödten wird man Dich nicht. Ich lasse es nicht zu. Geh', geh'!" und sie umfaßt den mächtigen Kopf des Thieres und drückt einen Kuß auf seine breite dreieckige Stirn. Dann geht sie.
Ihr Weg führt sie durch einen anderen Weidegruud. Er ist leer, doch gerade da sie in der Mitte desselben an- gclangt ist, wird eine Herde durch das Gatterthor eingetrieben. Anita fürchtet sich nicht, sie ist an die Thiere gewöhnt, doch plötzlich schrickt sie zusammen. Die Herde geräth in Verwirrung. Ein mächtiger Bulle bricht sich durch all' die Kühe und Ochsen dort Bahn. Er stutzt. Er sieht dort das Mädchen. Wild wirft er den Schweif. Aus seinen Augen, aus seinen Nüstern kommt cs wie Feuer. Ein Zittern geht durch den Leib, dann senkt er den Kopf, und wie rasend stürmt das Thier auf Anita zu, die nicht flicht, sondern todlenbleich, starr und regungslos dasteht, denn sie weiß, daß ihr Fliehen nichts hilft, daß nichts sic retten kann, nichts als ein Wunder.
Und das Wunder geschieht. Auf rasendem, schäumendem Pferde stürmt ein Reiter dem wüthenden Stier hinterdrein. Nun ist er dicht dran, jetzt schon voraus. Blitzschnell wendet der Mann. Ein gleißender Stahl blitzt in der Lust. Lang streckt sich der Reiter vor und stößt dem Stier den Stahl in den Nacken. Ein Fall, ein Knäuel von Pferd und Stier und stürzendem Mann. Anita schreit auf, es wiehert das Pferd, und der Stier, er brüllt fein Todesgebrüll. Im Sande wälzt sich der Knäuel. Jetzt löst er sich auf. Staub- überdeckt, vom Blut des Stieres besudelt, die Kleider zer_-
risseu, das Haar wirr im Gesicht, so richtet Orlando sich auf. „Orlando!" so ruft Anita.
Und er: „Gott sei Dank, ich kam noch zurecht. Ist Dir nichts geschehen?"
„Nichts, nichts, und Dir mein Geliebter?"
„Nichts weiter, als daß „El Sol" jetzt tobt ist. Don Alouzo wird außer sich sein, denn morgen sollte die Corrida mit El Sol auf der Plaza dort stattsinden."
„Mit El Sol? und mit Sombre wohl auch?"
„Auch mit Sombre, da steht's." Und er reichte ihr einen Zettel, blnlroth, das Programm der Corrida.
Plaza do Toros de Sevilla.
Morgen, den 17. Mai, zur Feier des Geburtstags des Königs werden sechs Stiere getödtet.
Die beiden herrlichen Stiere
El Sol und Sombre gegen die Matadore
Lariato cl Americano
und
Amador von Sevilla.
„O, das ist schrecklich!" sagt das Mädchen und schauert zusammen. „Aber Lariato? ... das bist ja Du, o, ,Dll wirst Sombre verschonen, nicht wahr?"
„Sombre ist der Stier AmadorS."
„Nein, nein, Du wirst mit Sombre kämpfen, Amador würde ihn tödten."
„Das würde auch ich thun, würde ich gegen ihn kämpfen."
Sprachlos sah Anita den jungen Stierkämpfer an. Plötzlich aber legte sie ihre Hand auf feine Schulter.
„Orlando, liebst Du mich so, um mir ein großes Opfer zu bringen?"
„Mein Leben geb' ich für Dich, Du weißt es."
„Nun denn, dann versprichst Du mir eins. Du wirst Amador bewegen, daß er von EI Sombre zurücktritt. Du käippsst gegen ihn, und Du — wirst ihn nicht tödten."
