Einzelbild herunterladen
 

I Wiesbadener Sagblatt

IW»»»- ttÄÄÄ 14,000 Abonnenten. -S" »»SNST* "U

14

»ffl.

für

F

gönne» werden.

1897

Donnerstag» den 29. April

Uo. 197

Bezirks Fernsprecher Wo. 52.

Bezirks-Fernsprecher Wo. 52.

Morgenausgabe

>

14

15

)-

r

io

12

13

9"

d

5

6

7

8

9

3

4

tb f>e nr

t- i r F

Reihenfolge der zu verkostenden Gewächse: Historische Weine

au? dem ehemaligen Hofkeller des Kaisers Napoleon l.

1728er Würzburger Stein

1783er Markobrunner

Alte Ndeingauer Kabinetts-Weine.

1811er Rüdesheimer Berg OrlSonS

1846er Rüdesheimer Berg Auslese

Rheingauer Auslese-Weine.

1886er Rüdesheimer Berg Bronnen Auslese

1886er Rauenthaler Berg Ballen Auslese

1876er Rauenthaler Berg Gehrn Auslese

1893er Schloß Reichartshausen Auslese

1893er Rauenthaler Berg Gehrn Auslese

Feinste Hvchgewächse.

(schluchzend):Es ist wirklich infam. Nun behauptet diese abscheu­liche Jones, ich hätte mich geschminkt!" Miß MeanneS:Rege Dich nicht weiter auf; wenn sie einen solchen Teint hätte wie Du, würde sie er ebenfalls thnn." (Aus derJugend.")

»- «-

Bismarck".

1864er Rauenthaler Berg feinste Trockenbeerett-AnSlefe: Khsdive-Wein".

(Ehrentrunk bei Eröffnung des Suez-KanaleS. 16. Nov. 1869.) (Bei den Festlichkeiten, welche gelegentlich der Eröffnung des Suez-Kanals zu Ehren der in Kairo versammelten Fürstlichkeiten durch den Khödive Ismail von Egypten qm Fuße der Pyramiden veranstaltet wurden, und welchen

außer anderen Monarchen auch der Kaiser Franz Jos.f von Oesterreich beiwohnte, brachte Se. Kgl. Hoheit brr Kronprinz von Preußen,der nachmalige Kaiser Friedrich III., mit diesem Wilhelmjschm Wein de» Toast aus die Kaiserin Eugen ie von Frankreich aus.)

1868er Rüdesheimer Berg, feinste Trockenbeeren-Auslese: König Wilhelm".

(Ehrentrunk der denkwürdigen Reichslags-Weinprobe Amts 1876.)

1861erKrone des Rbeiugati»", feinste Trockenbeeren-Attslese aus dem mittleren Rheitigau.

Nr. 1 2

? Iüv öre Monate Mai und Zuni auf das Wiesbadener Tagblatt" zu abomtiren, findet sich Gelegenheit im Verlag Langgaffe 27, i bei den Ausgabestellen, den Zweig-Expeditionen in den Nachbar- Meten und fänuntlichen deutschen Reichspostanstalten.

__ 1893er Rauenthaler Berg Wieshell:feinste Auslese"

11 1895er Forster Jesuitengarten, feinste Trockenbeeren-AuSlcse: Königswein".

Verein» - Nachrichten.

Kurze sachliche Berichte werde» bereitwilligit unter vieler Ueberlchriit »ufgeuomme»

* Der Ci-V.WieSba densia" veranstaltet kommenden Sonntag, den 2. Mai er., sein erstes Sommervergnügen in Form eines Ausfluges nach Schierstein (Deutscher Hof", Besitzer V. Thiele). Der Vorstand hat für Abwechselung gesorgt, und den Tanzlustigen steht der geräumige Saal zur Verfügung. Scherzpolollaise, Reigen­tänze, humoristische Vorträge und Soli werden zur Unterhaltung beitrugen. Bei günstiger Witterung ist eine Gondelpartie in er­leuchteten Nachen vorgesehen. Der Ausflug findet auch bei schlechtem Weiter statt; alsdann ersolgt gemeiuschastliche Abfahrt mit Musik 2 Uhr 38 Minuten (Rhciubahn, Sonntagsbillet).

* Die GesellschaftG e thl ich kei t" veranstalt kommenden Sonntag einen Ausflug nach Biebrich (Saal zur Stadt Wiesbaden).

Bei jeder einzelnen der edlen Sorten verkündete ein Trompeten» stoß von der auf der Gallerie postirten Militärkapelle herab die Erklärung, die Herr Dr. Wilhelms nach der historischen und önologischen Richtung in liebenswürdigster Form gab. Es war tote das Kollegium eines Professors der wissenschaftlichen und angewandten Weiiiknnde mit Experimenten, die sämmtlich das braucht nicht erst gesagt zu werden glänzend gelangen. Diese Probe der edelsten deutschen Weine war für deren Theilnehmer, wie Herr Dr. Frcmcke bei dem nach der 9. Sorte folgenden Diner treffend ausführte, ein Erlebniß; er dankte Warnens der Mitglieder der Presse Herrn Dr. Wilhelms, der ja auch ein Obermeister der Presse" sei, auf das Herzlichste für die glänzende Gastfreundschaft und die so eigenartige Veranstaltung. Dreimal wurde das Hoch ausgebracht, worauf Herr Dr.Wilhelms seinen Dank den Anwesenden und namentlich den Vertretern der Preffe in begeisterter Weise aussprach.

Nun regnete es förmlich Reden, ernste, humoristische, in Versen, in Prosa. Hinreißend, in formvollendeter Weise sprach über die hohe Bedeutung dieser Ausstellung für das Kulturleben, über die Verdienste Hamburg» und des ComitsS der Reichstags-Abgeordnete Fro b me. Zum Schluß sprach dann nochmals in seiner humorvollen, herzlichen Art Herr Dr. Albert Wilhelms, dessen prachtvoller jovialer Kopf zu seinen Weinen so herrlich paßt. Dr. Wilhelms kann sich den Ruhm zuschreibeu, die gesummte Presse, sonst in so viele ge­sonderte politische und soziale Lager geschieden, an einer Tafel froh geeint zu haben.

Alles in Allem, es war ein herrliches Convivium, das sich bis in den späten Nachmittag hineinzog etwas anstrengend zwar, aber doch wunderbar, und manchem Theilnehmer mag es den Beweis geliefert haben, daß das vielbesungene flüssige Gold vom deutschen Rhein der ihm so erwiesenen Hohen Ehrungen wirklich vollauf roümfl ist, und daß er Recht hat, der alte Wahrspruch froher Zecher de» Mittelalters:

Eet vinum Rhenen«

Decus et gloria mensael

Verehrer und eifriger Sammler der seltensten rheinischen Hoch­gewächse, und erst im Laufe der Zeiten, als der HauSkeller dieses Privatmannes eine über alles Maß hiiiausgehende Ausdebnuiig gewann, entwickelte sich die Nolhwendigkeit, den Verkauf gewerbsmäßig zu regeln. So entstand die Firma von Weltruf. Dr. jur. Albert Wilhelms begrüßte seine Gäste in längerer Rede auf da» Liebenswürdigste. Er sei hierhergekommen, um nach den Traditionen seines Hauses für die edlen rheinischen und pfälzischen Weine zu wirken, gerade hier in Hamburg, wo man den französischen Rothweinen so sehr geneigt fei. Was aber in London und Paris durch feine Güte dttrchgedrungen und die höchste An­erkennung errungen habe, werde sich auch die deutsche Handels­metropole zu erobern wissen; und nun hielt Herr Dr. Wilhelms einen interessanten und lehrreichen, mit Humor gewürzten Vortrag über das meisterhaft zusammengcstellte Programm, das dieser eigen­artigen Weinprobe zu Grunde gelegt war. Dieses Programm ist so intereffant, daß wir es hier wiedergeben wollen.

Kleine Chronik.

Die Reisen des Kaisers nach Hubertusstsck werden künftig eine wesentliche Erleichterung erfahren durch die noch in diesem Jahre erfolgende Herstellnng einer Eisenbahn-Verbindung zwischen der Haltestelle Britz an der Berlin-Stettiner Bahn ufio dem tickeruiärkiicheu Städtchen Joachimsthnl, die einen Thcil der geplanten Linie Briy-Tempüu-Nkusttklitz bildet; vom Bahnhof Joachimsthal wird das Jagdschloß Hnbertusstock zu Wagen in wenigen Minuten erreichbar fein.

lieber ein n o ch nicht da gewesenes Gesuch hat!, der Gemeinderath in W eimar zu befinden ES verlangten näiul.vd die Sozialdemokraten zu ihrer Maifeier eine städtische Beihülfe von 100 Mk., weil die Maifeier ein nationales Fest sei. Der Ge- meinderath hat dieses Ansinnen einstimmig abgelehnt.

In Altenburg wurde am ersten Osterfeiertag ein 13-jähriger Tertian er, der schon seit einigen Tagen vermißt worden war, auf der Bodenkammer in einem Kleiderschrauk erhängt auf« gefunden. In einem Briefe hatte der Junge angegeben, daß ihm nichts weiter übrig bleibe, als sich das Leben zu nehmen, da er bei feinerSB rau t" (einem 11-jährigen Schulmädchen) keine Hoffnung habe.

Wie die Blätter berichten, ist der wegen Sittlichkeits­deliktes verfolgte Domvikar Meyer nicht verhaftet norden. D m Ort der Thal fehle der Charakter der Oeffcntlichkeit, weshalb auch die Untersuchung eingestellt werden soll.

In Aschaffenburg erschoß sich am Friedhof der 76-jährige Bezirkegerichlrsekretär a. D. (Sibert mittelst eines mit Wasser geladenen Terzerols. Die Ursache ist ein unheilbares Nieren­leiden.

Eine erste Rad to uristische A u»steklung wird vom 15. bis 25. Juli in München slattfinden, wozu der Magistrat einen Theil der städtischen Schrannenhalle zur Verfügung gestellt hat.

DerFranks. Ztg." wird au» Nürnberg uuterm 24. April gemeldet: Ein bei einem Zimtgießer wohnender Schreinergefelle hat mit dem Bruder des Logisgebers, einem Borstenzurichter bei den Vereinigten Pinselfabriken, verkehrt und mit ihm zusammen gegessen. Plötzlich erkrankte der Schreinergesclle und starb zwei Stunden nach feiner Einlieferung in das Krankenhaus, nach amtlichem SckliouS- befunb an Milzbr andv ergif tung. Der Borstenzurichter selbst ist noch nicht erkrankt. Vielleicht ist die Infektion durch nach Haufe genommenes Material für Heimarbeit geschehen.

AIS Beweisbayrischer Gemüthlichkeit" findet sich in SiglsVaterland" folgende Erklärung:Die in derAmberg. Volksztg." Nr. 100, sowie derLandsh. Ztg." und dem Neumarkter Oberpfälz. Volksbl." Nr. 81 gemachte Mittheilung, ich hätte am Biertisch die Aeußeruug gebraucht:O wenn i nur mit dera Banda nix ang'sangt hält'!" bezüglich des Bauernbundes, erkläre ich als erfundene Lüge. Karl Schäfer."

In Affolterbach (Baden) prozesfirt ein Bauer, der die Wirthschafl seinem Sohne übergeben hat, mit diesem, wer von Beiden das vordere Kochloch des Kochheerde« benutzen darf.

Der Wirth Alphons Rentz in Münster bei Straßburg erschoß seine Frau mittels eines Revolvers. Die Kugel durchbohrte baS Herz der Frau nud führte ihren sofortigen Tod herbei. Der Thiiter stellte sich freiwillig der Polizei. Als Motiv des Gattenmordes wird der Verdacht des Rentz angegeben, seine Ehefrau nehme es mit der ehelichen Treue nicht genau.

Folgende merkwürdige Nachricht findet sich imEco delle Marche":Am 31. März gegen 11 Uhr Abends zündete ein Blitz­strahl während eines Unwetters einen Strohhausen au, der voll­ständig vernichtet wurde. Der Schade beträgt 250 Lire. Urheber des Blitze» war der Ewige Vater.

(Edelster Haardtwein, |. Z. von der Rheinpfalz für die Hochzeits­feier des Königs Ludwig II. von Bahern bestimmt.)

1859er Markobrunner feinste Trockenbeeren-Auslese

Vermischte*.

* V"N einem merliwnrdigen Molke erzählt in dem letzten Heft der Sitziiugsberichte der russifchen geographischen Gesellschaft der Forschungsreiseude Kozlow, der Theilnehmer an der rühmlichst bekannten Expedition Roborowsky in Jnner-Asieu. Bei einem der letzten Züge durchdrangen die Reisenden die Kobbewüste, die früher bereits von PrschewalSkij einmal besucht wurde; sie liegt in dem dsnngarischen Tieflande zwischen dem östlichen Thian Schau und dem Altaigebirge. Hier wurde noch das Kameel, das Pferd und der Esel (Kulan) in wildem Zustande augetroffeu, von Menschen begegnete mau nur wenigen kirgisischen Schäfern. Diese erzählten von wilden Menschen, die in der Wüste leben sollen. Rach der Beschreibung der Kirgisen, welche sie lebend gesehen zu haben behaupteten, besitzen diese Menschen einen ganz mit kurzen Haaren von der Farbe der Wolle eines jungen Rameels bedeckten Körper, schwarzes Haar, da? auf die Schultern niederfällt, und dunkle Augen. Sie leben von Pflanzenwurzeln, die an den Wasser­läufen im Saude wachsen, und gehen stets paarweise umher; ihr Blick ist finfter und streng, bei einer Verfolgung stoßen sie ein lautes Johlen aus, das mit einem pfeifenden Ton vermischt ist. Sie laufen sehr schnell, indem sie die Füße weit auseinandersetze». Sie können einen scharfen Blick nicht vertragen, und sie haben die Fähigkeit, nach eigenem Willen ihr Kopfhaar sich sträuben zn machen. Als die Kirgisen einmal einen dieser Menschen gefangen hatten und bann wieder frei ließen, fand sich sofort der Kamerad desselben ein, der mit ihm etu Paar bildete und sich während dessen in der Nähe ver­borgen hatte. Die Kirgisen behaupteten, daß es im Winter nicht schwer sei, einen dieser Menschen zu fangen, im Sommer dagegen seien sie nirgends aitfznfinden. Die russischen Forscher haben keinen derselben zu Gesicht bekommen.

* Kntnoriftlscheo. E i n ed l es Weib.Na, Frau Nach­barin, was trippeln Sie denn mitten in der Nacht hier im Schnee herum?"Ich zeig' nur meinem Mann bett Weg an, bamit er, wenn er vom Wirthshaus heimgeht, nach Hause findet!"--

Kaseriienhofbliithe. Unteroffizier:Kerls, die Kniebeugen müßt Ihr mit solcher Eleganz machen, daß sie die schönsten Er- innerungeit Eures Lebens bleiben!"--Schadenfroh.Hast

Dii's schon g'hört, Sepp, der Eichelbatier heirathet jetzt auch!" So dös is g'scheit l I' hab' ihn so nie leid'» kömia!" (Fl. Bl.") --Eine verzwickte Geschichte. Herr Spitzer:Na, Tommy, Du hast ein neues Brüderchen bekommen?" Tommy (verlegen):Jaa aber eins davon ist ein Mädchen."--Er­

wünschter Ausschluß. Er (zum Backfisch):Was thnn Sie, wenn ich Sie jetzt küsse?" Sie:Ich ruf' nach Mama!" Er: Na, und was geschieht da?" Sie:Nichts, Mama ist nicht zu Hause . . "--Eben deshalb. Junger Ehemann:Ich habe

Dir doch telegraphirt. Du solltest Deine Mutter nicht mitbriugen!" Junge Fran:Das ist's ja gerade. Mama hat Dein Telegramm gelesen und nun will sie wissen, was das bebeuteu soll." Dialog. Er:Sie lieben Chopin." Sie (eriölhend):Wein, ich liebe Hrn. Vassilieff."--Auch ein Trost. Miß Pusfse

Eine Kheinganer Mein-Probe.

r tinmbutg, 27. April. Die große internationale Gartenbau-Ausstellung, die für unsere Stadt einen neuen EsRnbm erwerben wird, ist schon gestern der Presse Hamburgs r geöffnet gewesen. Man hatte die Journalisten, Schriftsteller und Künstler, wie auch sonstige hervorragende Persönlichkeiten unserer Stadt zu einem Wnnbgnng durch die nunmehr fertige Ausstellung 7 Maden. Wohl an 300 Personen nahmen daran Theil. Wlan war 8- Madezu erstaunt über die märchenhafte Schönheit des Gebotenen; M «se Ausstellung dürfte in Wahrheit nicht ihres Gleichen haben!

Nachdem der Nnndgang fein Ende erreicht hatte, begaben sich M« Helden der Feder, unter dem Eindruck, eine fast unübersehbare M Mlle größter Sehenswürdigkeiten kennen gelernt zu haben, in die Majestätische Festhalle, wo sie an zwei langen, schön gedeckten Tafeln UMatz nahmen.

EL Der unerwarteten und deshalb doppelt erfreulichen Entladung BiB» Ehren der Presse Hamburgs Rheingauer Weinprobe', wie es

-m dem Programm hieß, war man willig gefolgt; beim noch immer wahr, den Oscar Blumenthal für das Hattenheimer K8*raibenbu4 beim Besuch des Journalistentages 1876 gedichtet hat: Wenn ich des Weins Geburt ermesse.

Fällt mir ein feltner Wandel ein: ES kam zuerst der Wein zur Preffe, Es kam die Presse jetzt zum Wein--

Doch was ein großer Vorzug ist, Dem Küfer spart es viel Beschwerden: Es braucht bet echte Journalist

Zum Trinken nicht gepreßt zu werben!"

L Hier in der Festhalle spielte sich mut in den Stunden von 3 bis AUhr ein so eigenartiger Vorgang ab, wie er sicherlich, außer bei Wyonderen Gelegenheiten in den berühmten Weinorten am Rhein, »h! noch nirgends im Deutschen Reiche sich ereignet hat. Die E^tberübmten A. Wilhelrnjschen Kellereien, Schloß Reichorls- Mausen bei Hattenheim im Rheingau, hatten hierzu eingelaben, die gebotene Ueberraschung war geradezu großartig, denn DWanz abgesehen von den Tischweinen während des vortrefflichen KyittagsmableS, das inmitten der Probe eine Art Pause zum UZusruheu von den Prüfungsmüheu bildete) nicht weniger als Mnfzehn der auserlesensten Rheingau-Sorten wurden kredenzt, HE zwar Weine in den höheren Preislagen bis zu 76 Mk. BR Flasche, so versicherte uns im Gespräch ein Kenner. Etwas leisten kann sich auch nur ein Haus, das eine so exceptio- UWi Stellung entnimmt wie dasjenige des Herrn Dr. jar Albert ilheluij; war doch der Gründer des Hauses, der Kgl. UMkuß. Odergerichtsanwalt a. D. August Wilhelmj, ein begeisterter

Aus Stadt und Land.

Wiesbaden, 29. April.

Israelitischer Unteraiihnngs-Nerein. In den im s .Wiesbadener Tagblatt" vom Dienstag Abend in dem Aufsatz unseres M Mitarbeiters Adolf Hahn überDie Wohlthätig ke itS- Wiesbadens" unterVII." enthaltenen, auf obigen Verein Bezug habenden Mitlheiluugen hat sich k ein Jrrthum eingeschlichen. Es heißt dort am Schluß:Den M Sorsitz desIsraelitischen Unterstützungs - Vereins" führt seit E toi Wegzug des Herrn Rabbiners Süskind Herr Rabbiner Eft. Silberstein." Letzterer Herr hat jedoch den Vorsitz des MMnaniileu Vereins nur bis zu dessen Neuorganisation irn Jahre 1892 E Msiihrt. Von da an wurde der Verein von einem au« Mitgliedern f: Air beiden hiesige» israelitischen Gemeinden bestehenden Vorstand ver- k aaltet, der sich heute aus folgenden Herren zitsammeusetzt: Moritz K Heimerdinger,Vorsitzender,Wilhelmstraße32,Moritz Elsberg, M Lasst rer, Kirchgasse 4, II, Mayer Baum, Ellenbogeiigasse 11, Seligm. feSlumentljal, Kirchgasse 32, Saly Hamburger, Langgasse 11, M Simon Heß, Wilhelmstraße 12, M. D. S tr a u ß, Tannusstraße 37, MLlbraham Marxheimer, Schlichterpraße 20, Eduard Wolf, MPeroihal 10, Benedict Straus, Schriftführer, Emserstraße 6.

Ein frecher Diebstahl ist am Sonntag Nachmittag in Meinem Hause der Bleichstraße verübt worden. Ein dortiger Ein- MLohner N. hat die Kaffe eines hiesigen Vereins in Verwahrung. M Als am Sonntag Nachmittag Herr N. mit feiner Familie ans- gegangen war, wurde die Wohnung mit dem Klosetschlüffel, welcher zssällig zu der Wohnungsthür paßt, geöffnet und der Dieb Bfcbraug ungehindert in das Zimmer ein, in welchem die Geldkassette :... aufbewahrt wurde. Zum öeffnen der letzteren gebrauchte der Dieb eine Feile, die er sich aus einem in der Wohnung befindlichen Nagel­kB -faften hervoraesucht hatte. Gegen 50 Mk. sind von dein Einbrecher jes der Kassette entwendet, dagegen 10 in einem Portemonnaie ß «isbewahrte Mark znrückgelaffen worden. Anch im Zimmer heruni- W liegende Schmucksachen der Tochter deS Herrn R. hat der Dieb Maiierkwürdiger Weise unberührt liegen lassen, woraus bervorgeht, daß ß er es speziell auf die Vereinskasse abgesehen hatte. Ueberhaupt sprechen g-- äk Anzeichen dafür, daß der Thäier ein mit dm Verhältnissen sehr 8 betrauter Mensch gewesen ist. Wahrscheinlich ist der Diebstahl W Wischen 4 und 5 Uhr Nachmittags begangen worden, nm welche Zeit I eine im Hanse wohnende Frau in der N.schm Wohnung Schritte MWhört hat, die sie aber natürlich in der Meinung, sie rührten von p twern Mitglied der N.schm Fainilie her, nicht weiter beachtet hat.

Kleine Uoliren. In dem Strafkammerbericht vom L 21. d. M. über die Verhandlung gegen den Stellenvermittler Herrn UMüllcr von Biebrich wegen Beleidigung eines Polizeisergcantm da- MMbst ist zu der Bemerkung, in der Wohnung des M. fei ein Sack |- satt Fleisch gesunden worden, nachzntragen, daß sich dieser Sack in | einem offenen Raum im Hof befand und das gegen M. eingeleitete, F Hüter eingestellte Verfahren wegen Hehlerei sich nicht auch gegen den der E Beleidigung mitangeklagten Kellner Fritz Müller von Biebrich richtete.

cg cj für die Abend-Ausgabe bis 11 Uhr Vormittags, für die Morgen-Ausgabe bis 3 Uhr Nachmittags. Für die Aufnahme später eingeieichter Anzeigen zur

- Anzeigen -Annayme itächsterscheinmdm Ausgabe wird teilte Gewähr 'übernommen, jedoch nach Möglichkeit Sorge getragen.