Einzelbild herunterladen
 

Mksbckkner Tsgblstt.

Erscheint in zwei Ausgaben. Bezugs-Preis: Verlag. Lclttgga^e 27. Anzeigt«r-PreiS r

50 Pfennig monatlich für beide Ausgaben --------- ^-»E'nspaltige Pctiizeile für locale Anzeige»

zusammen. - Der Bezug kann jederzeit be- H /Ä cv Pfg.. für °usw-rt>ge Anzeigen 25 Pfg.

gönnen werden. 4VOIUiriltdi« Reclame» die Petitzeile für Wiesbaden 50 Pfg.,

___ ___________________ v für Auswärts 75 Pfg.

Anzeige,.-Amachm- - S°- * «-M. a,

** 154. «. m. D-nnerstog, de» 1. April. 1897.

Abend-Ausgabe

einen großen Fortschritt. Im Gegensatz lange seine Partei obligatorischen F,

Deutscher Reichstag.

in.

des Handwerks Abg. Jacobskötter (kons.) bedauert vor daß der Befähigungsnachweis in der Vorlage nicht enthalten in; o,e Vorlage jedoch deshalb abzulehnen, wie die Jnnungsverbände verlaiigtcii, gehe zu weit, denn in gewissem Sinne enthalte dieselbe ia doch eine» Betahigungsnachweis, indem fortan sich Meister nur nennen dürfe, wer geprüft sei, und indem Lehrlinge nur ausbilden

(Nachdruck verboten.

Der Herr Zpexialarzt.

Humoreske von Henry Seeond,

Frage besteht darin, wieviel jede der beiden Neichshälften zu den gemeinsamen Rcichslasten beitragen soll. Bisher war das Verhältnis ein für Oesterreich sehr ungünstiges. Während Oesterreich 68,6 pCt. der gemciusanien Lasten trug, kamen auf Ungarn nur 31,4 pCt. Die Ocsterreicher verlangen, daß die Reichslastcu in Anbetracht des gesteigerten Wohlstandes der allerdings erheblich kleineren ungarischen Ncichshälftc in Zukunft in gerechterer Weise vertheilt werden sollen. Und zwar haben sie den Vorschlag zur Güte ge­macht, jene Vertheilnng dahin abzuändern, daß auf Oesterreich 56,84, auf Ungarn 43,16 pCt. kommen. Die Ungarn aber, bei, denen in Geldsachen die Gcmüthlichkeit aufhört, halten die Hand am Beutel und wollen von einer Aenderung dcL Beitragsverhältnisscs nur ungern etwas hören. Es ist freilich nicht daran zu zweifeln, daß sie zum Schluß zum Nachgcbcn bereit sein werden. Aber es liegt auf der Hand, daß, wenn Graf Badeni mit den extremen Gruppen der Christlich-Sozialen und Antisemiten, deren oberster Grundsatz die Feindschaft gegen Ungarn ist, palliren will, eine loyale Verständigung zwischen den beiden Ncichs- hälficn kaum zu erreichen sein wird.

Für die Ausglcichsvorlagen kann Badeni bei den Polen, den Großgrundbesitzern und einigen kleineren Gruppen nahezu 160 Stimmen zusammcnbringcn, sodaß ihn, zur Mehrheit gegen 60 Stimmen fehlen würden. Diese Stimmcnaiizahl bieten gerade die Jungtschcchen, während die Denlsch-Liberalen, die Deutsch-Fortschrittler und die liberalen Großgrundbesitzer zusammcngcnommen über 78 Stimmen verfügen. Es mit den Jungtschcchen allein zu halten, mag sich Badeni nicht cnlschließcn, da er hierdurch in eine gefährliche Abhängigkeit von ihnen geriethe. Die Mehrheit aber ans den Liberalen allein zu ergänze«, wagt Badeni nicht, um sich nicht dem Zorn der gesammtcn slavischcn, klerikalen und antisemitischen Elemente anszusetzen. So will er denn das parteipolitische Kunststück versuchen, sich gleichzeitig beide Parieicn dienstbar zu machen, wobei freilich nicht der Tscheche die Zeche bezahlt. Seit Tschechen verspricht Badeni eine ihnen günstige Sprachcnvcrordnnng für Böhmen, und Mähren, und den Deutsch-Liberalen ver­spricht, er nichts, sondern droht ihnen, wenn sic hierauf nicht eingehcn, den Tschechen noch mehr zu gewähren. Die liberalen Deuischcn sind somit vor die Wahl gestellt, ob sie .selbst bei der Vcruichtung des Dcuischthnms in Böhmen und Mähren hülfrciche Hand lcistcu wollen, oder ob sie lieber dem Ansturm der gesammten reaktionären und deutschfeind­lichen Elemente Stand halten wollen. Die Wahl ist schwer und entscheidend für die weilcre Entwickelung des Dculsch- thums in Oesterreich.

AP nächste» Tage ertönte es an der Thür des Doktors Kliugelmgeling!

Ein länvarzer Groom öffnet den beiden tadellos gekleideten Zeugen die whur. -viefschwarz, von oben bis unten zugeknöpft, mit faltem, strengkm Gepchle, militärischer, würdiger und ernster Haltung treten sie ein, lute zwei Bevollmächtigte, die außer ihrem Schirm und ihrem Hut das Lebett zweier Menschen in ihren Händen halten.

.Herr Doktor Fnmichon^

i dürfe, wer selber das Handwerk gelernt habe. Die Vorlage bedeute . einen großen Fortschritt. Im Gegensatz znm Abgeordneten Hitze ver­lange feine Partei obligatorischen Fortbildungsunterricht. Des ^danert Redner, daß die Zwaitgsiniiiinge» nur fakultative fein sollten, jeach dem Willen der Mehrheit der betreffenden Handwerker, statt obligatorische. Darin ftimme er dem Aba. Hitze bei, daß der staatliche Kommissar bei den Kammern nicht zu viel Befugnisse haben titirde. Die Vorlage sei nur eine Abschlags- }al)Iintg, aber, als solche werthvoll genug, um sie anzuiiehmen e n« md? abzulehnen. In der Kommission würden jedeu- fallS noch Verbesserungen augestrebt werden mäffen. Aba Bas, er man n (nat.-Iib.) begrüßt dankbar, daß das Wahlrecht zu den Kammern auch den freien Gewerbevereiuen gewährt ist An und für sich ,ei eine Organisation des Handwerks jedenfalls zu billtgeii, und er Wunsche nur, daß die Kammerbezirke nicht zu groß gegiiffeu wurden, damit eine mehr intensive Wirksamkeit der Kammern möglich sei. Nedner geht hierauf auf das Juilungswesen naher em, dabei betonend, daß seine Freunde, besonders diejenigen im Sude» wie überhaupt die Handwerker im Süden, an den be­wahrten freien Innungen und Gewerbevereiuen festhielten. Für durchaus nothwendig halte er die Geselleuausschüsse. Diesen Gesichts- puiikt werde die Kommission wohl zu erwägen haben cuck die Gefahr hui, daß es zu sozwlist,scheu Gesellenausschüssen komme. Große Bedenken habe er betreffs der Einschränkung des Rechts der LehrlmgSausbildnng. Die hrolge davon werde fein, daß sich das Gebiet der ingendlichen Mrbeiter erweitere. Seine, Redners Partei sei einverstanden nut einer vernünftigen Organisation des Hand­werks m Kammern, erblicke aber keitteSfallS das Heil für das Handwerk m einer Rückkehr zu mittelalterlichen Zustäiiden. -- Aba. S d,netber (fretf. Vocksp.) führt die Lage des Handwerks auf die gaiize wirthschasl siche Eulwickelimg zurück. Das Handwerk müsse sich mehr als bisher znm Ktmsthandwerk ausbildeii unter Mithälfe des Staates, der doch auch für solche kulturelle Zwecke Geld Haden muffe weuii er so viel Geld für andere Zwecke auswende. Zu sa^!'d.-?^''ei^°'»'°!'vb/s-im>'N!Ngen für die Innungen und odaim die denkbar geringste Aufsicht über diejenigen Innungen lueldje sich auf Grund solcher Norutativbesiimmiingeu bildeten Es werde nichts weiter übrig bleiben, nie ein allgemeines Kataster aller Laiidwerket zur Abgrenzung der einzelneti Handwerke voiieiitander was offenbar ein bedauerlicher Rückschritt wäre und zu den wunder- R?>nui^' t^uu"wen fuhren würde. Ganz so schlecht wie die Berlcpsche ser die fetzige Vorlage nicht, aber sie briiige ziveisellos e>ne starke Verschlechteiuiig der Gewerbeordnung, ©eine Freunde « dober Miifo weniger zu, als die Hatidwerker dadurch

1,1 »/lfA!cbeller', nod) unzusriedener gemacht werden G a w p (.Reichsp.) wendet sich gegen die Anssühriitigen Des Weiteren billigt er ausdrücklich die Bestimmungen über Meistertitel und LebrlmgSausbildniig. Abg. G r i 11 e n b e t a e r TlnJ' ?n3 Handwerk sei als seldstäiidiger wirthschafllicher Sh«1 mlrd,sn-.Le Gesetzgebung überhaupt nicht mehr zu 'AL; ,D" des Handwerks sei vorhanden, aber er sei

oi"! « <..u -1®* mnd) ^ns VorwartSschreiten der großkapitalistischen Betrlebsweise. Nur eine allgemeine Umformung unserer ganzen Produktionsweise konnte helfen. Das werde auch von den vielen ^"^«"^e'iSZozialistffcher Arbeiter eingesehen. Die jetzige Vorlage fei etwas Halbes und könne zu nichts dienen. Glaube man an den ^.egeu des Zwanges, dann solle mau doch gleich die uiibedingten Zwangsinnuiigeii beschließen. An der vorliegenden Novelle würden teilte Freunde natürlich trotz alledem Mitarbeiten. Wenn nun ein» nial b!e Navelle zi, «laude komme, so solle dies wenigstens in einer Ijodjft abgeschwachleu Form gefcheheii. Redner fritifirt hierauf die !?.*i , Thatigkeit der Jimtmgen und erklärt schließlich, feine Freunde ttiinmten gegen die ganze Vorlage, weil damit dem Handwerk doch nicht geholfen werde Er wünsche im klebrigen der Kommission zn ihren Arbeite» viel Vergnügen. (Große Heiterkeit.) Abg.Hilpert (Bauernbuud^er) kann sich gleichfalls von der Vorlage nicht viel versprechen. Den Handwerkern wäre bester geholfen, wenn mau die großen Geschäfte energischer besteueui würde. Morgen 1 Ubr: Fortsetzung und Jnvaliditätsiiovelle. Schluß 5'/< Uhr

.. * * *

gfrlin, 31. März. Die Budgetkouimission des Re ichz- Jln c b^Ä?4trl)6l,u,,fl der Hauptleute 1. Klaffe von 3600 Mk. auf 3900 Mk. an und beftimmte, daß 58 pCt., anstatt

Was nun?

(Von uuserem Wiener s-Korrespondenten.)

Wien, 29. März.

Ein Königreich für eine Negierungsmehrheit! Das ist die Losung des Grafen Badeni, der sich auf eifriger Suche nach einer genügenden Anzahl von Parteien befindet, die mit ihm und miteinander praktische Politik treiben wollen. In der Thronrede, mit der der Kaiser heute den Rcichsrath eröffnet hat, heißt es:Wenn die Lösung so zahlreicher Aufgaben gelingen soll, werden nationale Gegensätze deren Berathung und sachgemäße Entscheidung nicht erschweren oder beirren dürfen." Diese nationalen Gegensätze, die noch niemals so stark hervorgetreten sind, wie gerade in dem jetzigen Reichsrath! Es ist schier unerfindlich, wie es möglich sein soll, in einem Parlament von 425 Mitgliedern/die sich ans 25 Parteien und Gruppen vertheilen, eine Mehrheit hcrzustellen. Auf den ersten Blick scheinen sich freilich mehrere derartige Möglichkeiten zu bieten. Sämmtliche Ver­treter des Dcutschlhums würden an sich eine Mehrzahl bilden, aber sie sind gespalten in Liberale, Konservative und Anti­semiten. Auch die Liberalen allerRichtungen und Schattirungen würden allenfalls eine Mchrheitsbildnng ermöglichen, aber sie sind getrennt durch unüberbrückbare nationale Gegensätze. Wollte endlich Graf Badeni reaktionär und gegen die Deutschen regieren, so könnte er sich allenfalls eine Mehr­heit aus den Klerikalen, Christlich-Sozialen, Polen, den Feudalen und einigen kleineren Gruppen bilden, wenn er hierzu durch Zugeständnisse entweder die Jungtschcchen oder die Antisemiten gewinnt. Aber die Stimmen der Jung- tschechcn wären nur durch erhebliche Zugeständnisse, die das Deutschthum in scharfe Opposition zu der Regierung drängen würden, zn erkaufen. Und noch schwerere und bedenklichere Opfer mürbe die Gewinnung der Antisemiten kosten, mit denen Badeni sich so leicht.nicht entschließen wird zu paktiren. Muß er auch darauf Rücksicht nehmen, daß ein Zusammen­gehen der Negierung mit der Partei Luegers bei den Ungarn böses Blut machen würde, denn diese erheben seit langer Zeit gegen ihn den Vorwurf, daß er mit den Antisemiten, die sich als die geschworenen Feinde Ungarns bewährt haben, liebäugele und der in Oesterreich betriebenenUngarnhetze" nicht entgegentrete, sondern diese vielmehr als Faktor bei den Äusgleichsverhandlungen benutze.

Diese Äusgleichsverhandlungen werden den springenden Punkt der Verhandlungen des Rcichsraths bilden/ Eine ständige Negierungsmehrheit zusammenzubringen, ist unter den obwaltenden Verhältnissen für den Grafen Badeni doch em aussichtsloses Beginnen. Er wird sich deshalb nach dem System des Grafen Taaffe, das man zutreffend als Fortwursteln" bezeichnet hat, mit dem Versuch begnügen muffen, eine Mehrheit von Fall zu Fall zu bilden. Die wichtigste Ausgabe aber, die dem Rcichsrath gestellt ist und die auch in der Thronrede ausdrücklich als die wichtigste ltnd dringlichste bezeichnet wird, ist die Lösung der Frage des Ausgleichs zwischen Oesterreich und Ungarn. Diese

Tausendmal, das lasse ich mir gefallen," bemerkte wieder der erste Freund der augenscheinlich weniger kriegerisch gesinnt war aber leider stirbt man nur einmal."

Der junge Achill- mußte die uiiiimNößlichc Richtigkeit dieser Ttzatsache anerkennen. Wenn man mir einmal sterben muß fo ist da« Sterben immer unangenehm. Doch es war zu spät und daruin kriegerische Haltung bei, wobei er sich mir durch die verächtlich hingeworfenen Worte eine Hiiiterthär offen hält: Wenn i*l rL- ll,<bt einwilligk, sich zn eiitschuldigen, gehörig zu ent- lajiilDuicn. u

»®jb(jent<idjt! riefen die beiden Zeugen mit verständuißinnigcm Augenblinzeln.Rechne auf uns, wir bringen die Geschichte iu Ord- Slllee'in^rbniino>et "^kialische Freund;spätestens morgen ist

. /-3a, morgen früh," stimmte der erste Freund beidoch wo *ft die Karte des Herrn? Sehen wir die Karte!"

Achille reichte den Zeugen eine Visitenkarte, und der Freund nahm, um bester sehen zu können, das Pinccnez ab; bann las er mit lauter und vernehmlicher Stimme:

Doktor Fitniichon

von der Fakultät zu Philadelphia.

Spezialarzt in allen Genres.

Alltäglich Sprechstunden 413 nie des Nonvellcs Handnettes, von 1012 Uhr.

Em Arzt! Sehr gut! Um ihn sicher zu treffen, werde» wir ihn in। (einer Sprechstunde aufsuchen."

vsrloiie mich ganz auf Euch, thut Euer Bestes!" rief AchiA. der sich seit einiger Zeit beruhigt zu haben schien.

. Fluchten die drei Helden kräftige Händedrucke aus und Händ!"zeKacheii.^" ° Siufltr, daß sie sich fast gegenseitig die

I.

Mein Herr, Sie sind ein---

-Mein Herr, Sie sind ebenfalls ein---"

Summ!"

Summ!"

Zwei Ohrfeigen fielen, zwei tüchtige Ohrfeigen, von der Sorte, oatz man glaubt, die Engel im Himmel pfeifen zu hören.

Die beiden Kämpfer hielten sich die Wange mit der einen Hand gefitkusirten mit der andern und brüllten dazu wie beseffeu: '

.Wem Herr, ich sage Ihnen, das soll Ihnen nicht so hiugehen!" Das hoffe ich, mein Herr!" Hier ist meine Karte, mein Herr!" «Hier ist die meine, mein Herr!"

.Meine Zeuge» werde» morgen früh bei Ihnen sein, mein Herr!

^Jch werde sie schon heute Abend erwarten, mein Herr!"

11 die Anwesenden die beiden Streithähne auseinander Mracht haben, trennen sich die Gentleme» und begebe» sich »ach

. II-

n1,t,llLe;LtIe"1.en Iuuggesellenwohunng der Rue Caumartiii ^.^tlln^.tn später den jungen Herrn Achille Lousignac r?n»rh,nCriimt'en skiner Freunde, die, wie man sagt, eine den Umstanden angemessene Miene anfgesteckt haben; er sieht noch immer sehr zornig aus, der Herr Achille, und geht aufgeregt mit langen schritten in feinem Zimmer auf und ab.

"""d Freunde,es ist nicht möglich, die Sache guUich beizulegen?" Achille springt wie ein Tiger auf und brüllt: Die Sache gütlich beizulegen? - was fällt Dir denn ein? nach einer Ohrfeige?

..Ja, ich weiß," unterbricht der zweite Freund,das muß aller­dings mit dem Tode bestraft werden!"

Seid ruhig," brüllte Achille, von Neuem aufspringend, er soll fein Leben verlieren, ober ich will das meine Verlieren! Eher will ich tausendmal an verdorbenem Magen sterben, ehe ich eine solche Beleidigung hiiiunterschluckc."

O Kerlln, 31. März.

Das Hans ist zu Veginn der Sitzung ungemein schwach besucht. Fortietznug der erstell Lesung der Gcwerbenovclle, Orgauisaliou i~, P ft nniinlnirFA IV t. * ... i. , ,« » . .

. n "?n8 ift b-er, meine Herren," versetzte der Schwarze,aber es kostci für einen leben von Ihnen 10 Francs."

.Wie, 10 Francs .. . wir kommen ja nicht zur Konsultation, wir kommeu, um ..."

. Die beiden Zeugen versuchen die Thür aufznstoßen, dock diese wird von einer sicherheitskette festgehalten und läßt sich nicht öffnen.

Nun beginnen sie zu parlamentiren.

Doch der schwarze Afrikaner, der nur feine Ordre kennt, ant­wortet auf alle Arguuiente unveränderlich.

.Zeh» Francs pro Kopf, meine Herren, einen Louis für beide " Da die Freunde Achilles nicht fortgehen und ihre delikate Mission nicht unerfüllt lasten wollen, fo mästen sie sich schon ent« frt;liegen, dem schwarz-» Cerberus die 20 Francs einzuhäiibigeu, um das Allerheiligste dcs Arztes betreten zu können.

Der kleine ebenholzfarbene Diener giebt ihnen nun respektvoll eine Nummer und fuhrt sie m einen großen elegant mdblirten Salon

Dort warten ein halbes Dutzend, ebenso schwarz gekleideter, ebenso korrekter, ebenso zugeknöpfter Herren mit mehr ober weniger großer Ungeduld, bis die Reihe an sie kommt.

. .»Sied', steh'!" murmelt einer der Bevollmächtigten des Herrn Aaplles Lousignac feinem Freunde ins Ohr,lauter Kranke im Gehrock. Feme Praxis. Dieser Fumichon scheint ein sehr tüchtiger Arzt zu fein.

Doch das Zischeln der beiden Freunde ist bemerkt worden, und Bmiger'Slicfe1 C Neueingetretenen ein halbes Dutzend ,Teufel!" sagen sich die beiden Freunde,das Haus macht aber reinen besonder« vergnügte» Eindruck, da« Schweigen und die Un­beweglichkeit ist hier Vorschrift . . . Man möchte schwöre» die Patienten des Dr. Fumichon wohnte» schon im Voraus ihrem eigenen Segrabuiß bei. Srrrl* y

U»d beide fetzen sich und verhalten sich mäuschenstill.

IV.

Dann kein Geräusch mehr, kein Hauch, nichts.

zu Zeit hebt sich eine Tapisserie, eine mit dem Sbr'jbiimmer des Arztes tu Verbindung stehende Thür öffnet sich, und irgend eine Nuimner wird ausgernfeu. Dann sieht Jeder fein wart$en an und zwei Herren treten in bas Allerheiligste. Dann Sßnmm/rn1 m S?11?e.8lIIe3 fi'll- Daraus Aufruf der folgenden Niiinmeiu und Verschwinden zweier neuer Patienten.

Stmt, seltsam, die Patienten des Dr. Fumichon kommen und