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Verlag: Langgasse 27.

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1897

Donnerstag, den 18. Marz.

Bezirks-Fernsprecher No. 52.

N». 129

Bezirks-Fernsprecher No. 52.

BSorgesi »Ausgabe

Kleine Chronik

vollständig in Stücke

in Hast, wurde aber wieder entlassen, weil cs !. Inzwischen soll er sich mit de» Höchster»

(Nachdruck verboten.)

(3. Fortsetzung.)

Regemenpflichtrn zu weihen.

(Schluß W

haben. Die Höchster sind ebenfalls in Hast. Auch in einer kleinen hiesigen Buchdruckerci wurden Nachforschungen angcstellt, da» annimmt, daß Weber dort die nöthigc» Buchdruckarbeiten für die Scheine angcferligt hat.

* Frankfurt, 16. März. Der Steindruckereibcsitzer Valentin Weber, gebürtig aus Brückenau, ist am Freitag unter dem Verdacht der Ausertigung von Fünfmarkscheinen verhaftet worden. Die Untersuchung gegen ihn und zwei Einwohner von Höchst, die zuerst in die Sache verwickelt waren, schwebt schon lange. Weber war bereits einmal in " " 1

am Beweise mangelle. -----.... ...... ..

überworfen haben, und diese brachten ihn zur Anzeige. Er selber soll mit derEchtheit" seiner falschen Scheine bei Bekannten geprahlt

Die Strafkammer in Aacheu vernrtheiltc den Schntzmann Völpel wegen Mißhandlung zn 2 Monaten Gefängniß.

In der Werkzeug-Maschinenfabrik Schieß in Düsseldorf ge­rietst ein 17 Jahre alter Bohrer in die Transmissioit und wurde vollständig in Stücke gerissen.

Infolge Thee-Gcn usses erkrankte in H euier bei Menden eine ganze Familie von sechs Personen; fünf von ihnen

Stiefel nicht befleckte, ließ er sich eine große weiße, vom Oberkörper bis zu den Füßen reichende Schürze umbinden. Vom Schlafzimmer aus begab sich der Kaiser, nachdem er in Eile den Thee zu sich genommen, sofort ins Arbeits­kabinett, wo bereits die großen Mappen des Auswärtigen Amts seiner harrten. Eine Pause trat erst beim Frühstück ein, zu welchem er ein Gläschen alten Tokayer-Extrakts genoß, den ihm zu seinem Geburtstage stets die Kaiserin von Oesterreich schenkte; hin und wieder machte er sich ein Merkmal an der Flasche, wieviel er getrunken:damit er sehen könne, wenn ihm einer bei seinen Wein ginge!" Auch frisches Obst und Süßigkeiten liebte der Kaiser, sie mußten stets in seinem Bibliothekzimmer stehen, wo auch ferner nie eine Sandtorte fehlte, von der er sich gern ein Scheibchen, selbst wenn der Kuchen noch so alt geworden, abschnitt; einstmals hatte man bemerkt, daß die Torte noch andere Liebhaber gefunden, und ein Kammerdiener fing einen der Attentäter eine wohlgenährte Maus, die der Kaiser seiner Gemahlin alsseinen neuesten Stubengenossen" zeigen ließ.

Das Mittagsmahl nahm der Kaiser ganz allein ein; ein Diener brachte die Schüsseln, und der Herrscher füllte sich selbst auf; wünschte er einen neuen Gang, so klingelte er; den zu den Speisen gereichten Bordeauxwein verdünnte er stets durch Selterwasser. Nach Tisch suchte ihn zumeist die Kaiserin auf und beide blieben plaudernd zusammen, entweder sitzend oder Arm in Arm, jeder von ihnen auf einen Stock gestützt, durch das Gemach wandelnd. Ein Mittagsschläfchen" kannte der Kaiser nicht; da ihn aber nach Tisch die Müdigkeit überfiel, setzt« er sich auf die Seitenlehne seines Arbeitssessels und verhütete dadurch ein Einschlafen; auch Abends wandte er häufig dies Mittel an, um in rührender Aufopferung die letzte Kraft seinrn

Aus dem Alltagsleben Kaiser Wilhelms I.

Von Paul Lindenberg.

p-: Auch in seinen letzten Lebensjahren erhob sich der Kaiser l zur gewohnten Stunde; er schlief ganz allein, im Neben­raum befand sich der dicnstlhuende Diener; zwei Wachs­kerzen und eine Ocllampe, deren Schein den in halb sitzender Stellung Ruhenden nicht störte, brannten während der Nacht, «ährend auf dem Tischchen neben dem Bett eine Tasse kalten Thees und eine kleine Repetiruhr standen. Der Schlaf war zumeist fest, nur einzelne Träume waren häufig lebhaft, und Mann wachte der Kaiser auf; ihm träumte mehrfach, daß er sich auf dem Schlachtfeld befand, daß die Truppen zu sehr in das ; feindliche Feuer gingen und er zu ihnen hinspreugte, wobei er bann laut rief:Halt, halt!",Zurück!",Ihr geht ja in ben Tod!",Ihr geht ins Verderben!". Frohe Träume erheiterten ihn noch lange; so erzählte er zum Beispiel, ^ ihm geträumt, der L-Gesandte wäre in einem durchaus Richt hoffähigen Anzug beim Hofball auf ihn zugetretcn und : Hätte dies erst, halb ohnmächtig vor Schreck, bemerkt, als ihn der Monarch darauf aufmerksam gemacht. In seinen i letzten Lebenslagen aber bedrückte ihn, wie im Wachen, so auch im Schlaf, auf das Tiefste die Krankheit seines Sohnes, des Kronprinzen, und herzerschütternd soll es gewesen sein, die Klagen des schwergebeugten kaiserlichen Vaters zu ver­nehmen. Oft, wenn.vr. v. Lauer des Morgens kam, bat er ihn in rührender Weise, ihn nach San Remo reisen zu taffen, und als sich Stabsarzt vr. Thiemann abmeldete, um den erkrankten Thronfolger auszufuchen, da äußerte der Kaiser zu ihm:Bitte, bitte, nehmen Sie mich mit, ich tvill Ihnen unterwegs keinerlei Sorge machen, ich will ein geduldiger Reisegefährte sein."--

Durch einen im Schlafzimmer angebrachten Spiegel

konnte der dienstthueude Kamiuerdiener aus dem Neben- gemach bemerken, ob der Monarch gut und fest schlief; war dies nicht der Fall, so wurde er durch allerhand kleine Mittelchen, durch ein Räuspern, durch ein Rücken mit dem Stuhl und dergleichen geweckt, um eine bessere Lage ein­zunehmen. Auch das eigentliche Wecken im Sommer um sieben und im Winter um einhalb acht Uhr geschah auf ähnliche Weise, indem der Diener die Fensterladen öffnete und, wenn dies Geräusch nicht half, den Waschtisch auf- klappte und mit den Geräthschaflen der Toilette hantirte. Ist wohl schon spät?" fragte bann der Kaiser;ist wohl schon Zeit zum Aufstehen? Wie ist dcun's Wetter?" und die Beantwortung dieser letzten Frage war be­sonders wichtig, wenn eine Parade, eine Truppen- bcsichtigting re. in welchem Fall auch früher geweckt wurde in Aussicht genommen war. War die Witterung schlecht, so war auch die Stimmung des hohen Herrn ge­drückt.Die armen Truppen," meinte er bann, und: Schade um die schönen Sachen!" Lachte aber der Himmel freundlich in das von Epheu und wildem Wcinlaub um­sponnene Fenster des anspruchslosen Schlafgcmachs hinein, so war auch die Stimmung des kaiserlichen Bewohners eine ausgezeichnete, und er trieb durch ein gutgelauntes: Schnell, schnell!" die beim Anziehen behülflichen Diener zur Eile an. Noch bei einer der letzten Paraden auf dem Tempelhofer Felde war es, daß, als der Kaiser in der offenen Kalesche nach der Stadl zurückfuhr, es zu regnen begann.Wollen Majestät nicht den Wagen hochschlagen lassen?" sragte der Adjutant.Nein, meine Truppen werden ja auch naß."

Wie man weiß, kannte der Kaiser trotz seiner neunzig Jahre keinen Schlafrock und keine Schlafschuhe dasge­stiefelt und gespornt" ward bei ihm zur vollsten Wahrheit; damit et sich beim Waschen die Uniformbeinkleider und

sind in Lebensgefahr.

Aus LandShausen (Baden) wird berichtet: Ei» hiesiger Bürger bemühte sich feit Jahren um «ine Jnvalidcnpensio», weil ihm vom letzten Feldzug her eine Gewehrkugel im Obcrfchenkcl stecke. Die Acrztc konnten trotz mehrfacher Untersuchung nichts von einer Kugel entdecken, und so blieben die Gesuche des Mannes er­folglos. Dieser Tage nun wurde er »ach Heidelberg ins Kranken­haus bcschieden, wo bei einer Photographie mittels Röntgenstrahlen die Kugel deutlich sichtbar wurde.

Vermischtes.

* Een kwaje vrouw. Daß Präsident Krüger bei dem Festmahle zu Bloemfontein die Königin Victoria als einekwaje" Frau gekennzeichnet bat, bespricht man in ganz Südafrika lebhaft Die Aeußerttug erfolgte unter den folgenden llutstäuden. Kruger besprach die enger« Vereinigung des Transvaals und des Oranis- FrcistaatcS und batte gerade erklärt, daß bei allen Fragen &e Stellung der Negierung Ihrer Majestät geachtet werden mäjft. Er wollte gerade die Stellung Großbritanniens weiter dgk- legen, als er mit leiser Stimme die Bemerkung an den Vor­sitzenden richtete:Ik zal het ruaal liever laaten blyven. Hare . Majostie is een kwaje vrouw. Auch in England macht die Acuße- rititfl viel von sich reden. Dori beschäftigt man sich, wieDaily NelvS" bemerkt, mit zwei Fragen, nämlich:Was wird sich in Griechenland ereignen?" undWas isteen kwaje vrouw? Allem Anscheine nach giebt es keine schwierigeren Fragen. Die erste llebcrsctzung der kwaje vrouw wareine schwierig zu behandelnde Fran", eine andere Lesart lauteteeine mürrische alte Dame". N:uter brachte darauf eineentschlossene" und derGlobe" einebösartige" Dame; das Wort werde namentlich bei Pferden gebraucht, welche hinten- ausschlageu. Das Wortkwaje ist Buren-Holländisch, sagt wieder ein Anderer und bedeutet eine wilde Frau, natürlich in dem Sinne, tote wild bei den Thieren gebraucht wird. Jedenfalls laßt sich da« Wort nicht genau Übersetzen und eine Schmeichelei scheint es aus keinen Fall zu sein!

* Sieber den Mörder de» amertkanischen Vriist- denleu £inrollt bringt di« schtordisch - amerikanische Zeitung Skandinavien" eine interessant« Mittheilung. Lincoln wurde am 14. April 1865 in feiner Loge im Theater vom Schauspieler John Wilkes Booth ermordet, und diesen sand man acht Tage später in einem Stall, wo er erschossen ivurde. Der erwähnte» Zeitung zufolge hat jetzt einer seiner Mitveischworeuen, der Deutsche Ehr. Ritter, auf seinem Sterbebette in Indiana «tklärl, daß nicht Booth, sondern einer seiner Mithelfer Namen« Fox erschossen worden sei. Daß dieser nut Booth verwechselt werden konnte, beruhe in der auffallenden Aehnlichkeit mit ihm, zudem hätte er dessen Kleider getragen. Booth selbst befand sich zusammen mit Ritter nicht weit entfernt. In dem Stall, too Fox und ein anderer der Verschworenen, Harrold, er­schossen wurden, sollten sie mit diesen eine Zusammenkunft haben, doch erfuhren sie am folgenden Morgen, was geschehen sei, und sie flüchteten über Philadelphia nach Südamerika. Hier haben sich Beide mit zwei deutschen Schwestern Namens Enotb verheirathet. Booth uahin mit einer kleinen Verändermig den Namen seiner Frau an und nannte sich Enos. Wie Ritter behauptet, seien Booth und der berü Hinte südamerikanisch« Schauspieler Enos eine Person.

Aus Stadt und Karrd.

Wiesbaden, 18. März.

~ RrichvhaUen-Thratrr. Vielfach herrscht die irrige Ansicht, dieD ä r e n - N u ui in e r" in den Reichshallen sei mit Gefahr ver­bunden. Die Direktion versichert jedoch, daß jede Besorgniß für da? Publikum ausgeschlossen niid dies vorher auch selbstverständlich von der Kgl. Polizeibehörde geprüft worden ist.

Die Umwandlung der 4-prorentigen Urich»- .mlrihe in 3'/»-procentige betrifft eine Bekauntmachinig des Reichs­kanzlers, welche in denAmtlichen Anzeigen" der gestrige» Abend- AnSgabe desWiesbadener Tagblatt" sich befindet und auf die wir Hierdurch noch befonderS die Aufmerksamkeit der Interessenten hin- ienfeii möchte».

Da» Malzbrod hat bei dem Publikum großen Anklang gefunden und entspricht allen Anforderungen der Hygieine; auch hat Herr Bäckermeister Bossong verstanden, ein Brod zu schaffen, welches nicht allein ein Nährmittel, sondern auch ein Konsumartikel r.i werden verspricht. Bekanntlich find alle Malzpräparate von /Hohem Nährweith und daher für all« Rekonvaleszenten sehr zu empfehlen.

Gegen da» schlechte Gltischänken. Einen Lichtblick «n dieser trübe» Zeit gewährt die Mittheiluug derMünchener Allgem. Ztg.", wonach die bayrische Regierung über dasschlechte Minschäukrii der Gastwirthe" sich Sorge macht. Wir lesen da: .Das schlechte Einschänketi der Gastwirthe, über das die berechtigte» Klagen des Publikum« nicht verstummen wollen und das, wie ver- Kchiedcne Klagen vor Gericht bewiesen haben, sehr häufig aus direkten Aeichl der Wirthe selbst erfolgt, ist auch in der gestrigen Sitzung des Magistrats wiederum von mehreren Rednern ans das Schämte verurlheilt worden. Reichsrath Beckh stellte den Erlaß einer ortspolizeilichen Vorschrift in Aussicht, durch die dieser Aus­beutung des Publikums Halt geboten wird. Neuerdings hat letztere such die Aufmerksamkeit der Kgl. StaatSregierung auf sich gelenkt, wild es soll für diesen Zweck ernstlich erwogen werde», wie diesem immer mehr zunehmenden Unfug durch eine Abänderung des Polizei- Strafgesetzbuchs wirksam begegnet werden könne."

Kür Kahlköpfe! Ein«frohe Botschaft" wird derVoss. Ztg." aus Paris übermittelt: der Bacillus der Kahlköpfigkeit ist entdeckt! Daß der Haarschwund im Gefolge einer eigeuthümlichen Erkrankung der Kopshaut, des Schmer- oder TalgflnsfeS (Seborrhöe), . austritt, weiß die Heilkunde schon lange. Dem Pariser Sonder- Mrzt für Hautkrankheiten Dr. Sabourand aber war es vor- »ehalteii, den Nachweis zu führen, daß die übermäßige "Talgabsonderung und da« Ausfallen der Haare durch ein Kleinlebewesen verursacht sind. Er schabte de» Hauttalg mit einem Gläschen ab, löste das Fett mit Aether auf, behandelte den Rückstand mit den gewöhnlichen Färbemitteln und erkannte, daß er sich säst ausschließlich aus einem S-förmig geschlängelte» feinen Bacillus zufamnieusetzte. Diesen 8-Bacillns sand Dr. Sabourand - jedoch nicht bloß im Talg der Kopfhaut, fonberu auch in dem des k Gesichts, namentlich der Stirne und Nase. Er konnte ihn nach einigen Versuchen züchten und feilte Wiikmig auf Thiere beobachten. Kaninchen und Katzen ertoiefett sich als empfind­lich für be» Krankheit« - Erreger, der rasch au ihrem Fell ^ausgedehnte Kahlheit verursachte, selbst wenn er nur in geringer Menge unter ihre Haut eingespritzt wurde. Die Beobachtung der Lebensweise de« S-Bacillus ergab, daß er in die Haarbälgc einbringt, .jebod) immer in bereit vorderem Drittel bleibt und sich niemals in tie Tiefe schiebt. Er vermehrt sich rofch.nud jede Kolonie von 1620 um» Webt sich mit einer Art horniger Kapsel. Diese häufen sich an, bis sieden F Haarbala füllen und verstopfe», das Haar erdrücken und die Wände der Drüse reizen. Wahrscheinlich sondern sie auch ein Toxin, einen Bacillen-Giflstoff ob, bet bis an ben Grund der Haar- und Talg- Ibrüfc sickert und ihre Erkratikung verursacht. Die verstäikte Fcit- «nsscheidnug ist die Antwort der Talgdrüsen auf bett Reiz. Die

Die einspaltige Petitzeile für locale Anzeigen 15 Pfg., für auswärtige Anzeigen 25 Pfg. Reelamen die Petitzeile für Wiesbaden 50 Pfg., für Auswärts 75 Pfg.

Haardrüse bringt immer dünnere, immer schwächlichere und färb« ftoffärmere Haare hervor, die bald nicht mehr ben Propf von Bacsilen- kapselu durchdringen können, im Haarbalg bleiben und verkümmern. Zuletzt stirbt die Drüfe ob, und das VerwüstungSwerk de« Bacillus ist beendet. Der günstigste Nährboden des Schmarotzers ist die behaarte Kopfhaut. Doch dringt er, toi« gesagt, auch in die Talgdrüsen außerhalb diese« Gedietes ein mtd bringt die Mitesser, sowie das eigenthiimlich spiegelnde fettige Aussehen der Stirnhaut hervor, das mau häufig al« Begleiterscheinung der Kahlheit antrifft. Dr. Sabourand, der derGesellschast für HautkrankheitSlehre" von seiner Entdeckung Mittheiluug machte und seine Präparate, sowie die kohl gemachten Versuchsthiere zeigte, knüpfte an feilten Vor­trag den Atirdrtick der Hoffnung, daß nttumehr die Verhütung der Kahlköpfigkeit leicht und sicher gelingen werde. Er glaubt näm­lich auch ei» Mittel gesunden zn haben, das den S-Bacilln« tobtet, wenn man ihn durch vorherige Auflösung der ihn einhüllendeu Talg- und Hornschichten der Einwirkung des Heilstoffs zugänglich gemacht hat, doch will er über sein Antiseptikum noch nichts tagen, ehe er weitere Versuche damit augestellt hat. Hoffen wir das Beste!

Verbrauch von Ziinb hölzern. Ziffermäßig läßt die Höhe dieses Verbrauchs ja nicht sich nachweisen; man kann aber einen Schluß auf sie aus dem Umfang der jährlichen Erzenguttg von Zündhölzern ziehen. Der Werth derselben beträgt allein in Europa etwa 200 Millionen Mark; er vertheilt sich auf die Erzeugung von rund 50,000 Fabriken, unter denen natürlich kehr viele kleine sich befinden. Die größte und bekannteste derartige Fabrik ist die in Joenkoeping (Schweden), die Ausgougsstätte der bekannten schwedischen Streichhölzer, deren Schweden in den letzten 25 Jahren mehr als eine Milliarde Schachteln ausgesührt hat.

Keporin. Man liest jetzt viel in Zeitiings-Anzeigen von Leporin"-Hnten, -Mützen rc., und Mancher wird sich fragen: Was ist Leporin? Man versteht barnnter ein vom Reichs-Patentamt gemäß Gesetz vom 12. Mai 1896 geschützte« Erzeugnis; au8 Haseu- haoren daher der Name! welche aus einer sogenannten Rotationsglocke geblasen werden, und denen durch ein besondere«, ziemlich verwickeltes Verfahren Weichheit und seidenartiger Glanz verliehen wird. Ein Zusatz vo» Wolle, Baumwolle rc. ist dabei ausgeschlossen. m

Kesthwechsel. Fran Friedr. Wilh. Käsebier Wlttwe hier und Miieigeuthümer haben 22 ar 87,25 qm Weinberg im Neroberg für 28,000 Mk. an Herrn Rentner Emil Roo« hier oalmifL

Kleine Notizen. Die neulich unter Biebrich erwähnte Firma Geschwister Meyer ist nicht identifch mit der Firma Geschwister Meyer zu Wiesbaden, was wir auf Wunsch hier­durch bestätigen. _________

VSonnenberg, 17.März. Die Eente»narse ier wird auch hier eine entsprechend« jein. Beim Festgottesbieust am Sonntag, an dem iuSbesondereauch bieMitglieber beSKriegervereinSsich betheiligenwollen, werden derKirchengesangverein" und der GesangvereinConcordia" passende Lieder Vorträgen. Bei der Feier am Montag werden die sämint- lichcn Schüler mit ^genannten Kaiserbretzeln beschenkt werden. Außerdem find für diesen Abend von verschiedenen Vereine» festliche Veranstaltungen projektirt. Der Herr Landwirthschafts- inspektor Keifer au« Königstein, der seit den, Weg­gänge des Herrn Wanderlehrers Müller vom Hof GeiSberg für den südlichen Theil des Regierungsbezirks dessen frühere Funktionen übernommen hat, wird am nächsten Samstag Abend hier einen zeitgemäßen londwirthschaftlichen Vortrag halten. Der Bürger- auSschuß beschloß in seiner Sitzung bei Feststellung de« Gemeinde­budgets pro 1897 98 wie bisher 80 Proceut der Einkommensteuer und 120 Procent der Realsteuern als Gemeindesteuer zu erheben.

45- Jahrgang.

Erscheint in zwei Ansgabeu. Bezugs-Preis: 60 Pfennig monatlich für beide Ausgaben zusammen. Der Bezug kann jederzeit be­gonnen werden.

.a.1.1 ^mi.fiiiu für die Abend-Ausgabe bis 11 Uhr Vormittags, für die Morgen-Ausgabe bis 3 Uhr Nachmittags. Für die Ausnahme später emgereichter Anzeigen zur

-(ÄllllulJIll» nächsterscheinenden Ausgabe wird keine Gewähr übernommen, jedoch nach Mögllchkeit Sorge getragen.