iksba-ener äagblatt
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Attzeigen-Annahme
1897
Mittwoch, den 10» Marx
Uo. H6.
BczirkSFcittsprechcr R». 52.
Bezirfö-Ferusprechcr No. 52.
|~ Abens!-Massgabe
Deutscher Reichstag
Berlin, 9. März.
Bä
über diese Maßregeln selbst machte die Note keine Mit- theilung. Es will uns sehr zweifelhaft erscheinen, ob über Art und Form dieser Maßregeln bereits eine Einigkeit unter den Machten erzielt worden ist; ja, es kann sogar als fraglich hingestellt werden, ob sie überhaupt erzielt werden wird.
Es erscheint somit bereits jetzt als sicher, daß ein sofortiges Einleiten von Zwangsmaßregeln Seitens der sechs Mächte nicht erfolgen wird. Daß man aber hierbei auf die Mitwirkung Frankreichs und wohl auch Englands, vielleicht aber auch Italiens verzichten werde, ist auch nicht anzunehmen. Endlich ist aber auch, anscheinend offiziös, mit- getheilt worden, daß, wenn sich nicht alle sechs Großmächte über die gegen Griechenland zu ergreifenden Zwangsmaßregeln einigen würden, Deutschland sich von der aktiven Bctheiligung an den kretischen Angelegenheiten einigermaßen zurückziehen würde. Ein solches Verhalten, das wir von unserem Standpunkt aus mit außerordentlicher Genngthuung begrüßen würden und das ein Wiedereinlenken in die Bahnen der früheren Orientpolitik bedeuten würde, hätte offenbar zur Folge, daß ein sofortiges Vorgehen der Mächte, die dann eigentlich nur noch ans Rußland und Oesterreich- Ungarn beständen, nicht stattstnden würde, und daß mithin die Verhandlungen über die kretische Frage und über das Vorgehen gegen Griechenland von Neuem beginnen würden.
Den Ausgang dieser weiteren Verhandlungen wird man zunächst abwarten müssen. Wie die Dinge liegen, ist kaum anzunehmen, daß die Entscheidung der Mächte auf das Verhalten Griechenlands von heute zu morgen fallen wird. Wie sie aber auch ausfällt, ob wirklich Ernst mit den Drohungen gegen Griechenland gemacht wird, oder ob neue Vergleichsverhandlungen eingcleitct werden, ob alle Mächte an dem Vorgehen sich betheiligen, oder ob einige aus dem Konzert ausscheidcn: schon heute darf die feste Hoffnung ausgesprochen werden, daß bei dem entschiedeneren Willen aller Mächte, den Frieden aufrecht zu erhalten, durch den weiteren Fortgang der kretischen Angelegenheiten der europäische Frieden schwerlich beeinträchtigt werden wird.
für die Abend-AuSgade bis 11 Uhr Vormittags, für die Morgen-Ausgabe bis 8 Uhr Nachmittags. — Für die Aufnahme später eingereichter Anzeigen zur nächsterscheinenden Ausgabe wird keine Gewähr übernommen, jedoch nach Möglichkeit Sorge getragen.
(Nachdruck verboten.)
Cirkuskinder.
Von Heinrich Lee.
«5. Jahrgang.
Erscheint in zwei Ausgaben. — BczugS PrciS: 50 Pfennig monatlich für beide Ausgaben zusammen. — Der Bezug kann jederzeit begonnen werden.
— mit seinen Eleven, drei Junge» im Alter von zwölf, sieben und drei Jahren.
Heber den Sand ist eine Eocosmatte gebreitet.
Herumsteht anderes kleines Eirkusvolk — Jungen, wer weiß woher, denen die Lust zum Artistenthnme aus den Gesichtern sieht. Niemand verjagt sie.
„Ernesto," ruft Signor Eugenio, nachdem Louis, der Siebenjährige, seine Aufgabe eben erledigt hat.
Der Zwölfjährige tritt heran.
Er ist ein großer Junge und sieht älter als seine Jahre aus. Darin gleicht er schon den Ansgelernten. Er trügt ein weißes Hemd ohne Rock und Weste, schlechte, alte graue Hose und an beit Füßen graue Leinwandschuhe. Erst vor drei Monaten hat er angefangen, also sehr spät. Es hat sich vorher Niemand um ihn bekümmert.
„Vier Flickflack, Salto", sagt Signor Eugenio.
„Flickflack", das heißt: Der Sprung vom Handstand, rückwärts oder vorwärts, wieder auf den Handstand. „Salto", das heißt: Der Sprung vom Stand, rückwärts ober vorwärts, bnrch Drehung bcs Körpers in der Luft um feine Achse wieder auf den Stand.
Ernesto stellt sich in Position, die Füße mit den Hacken etwas auseinander, die Arme vorwärts gestreckt in Schulterhöhe.
„Halt!" ruft Signor Eugenio, bevor Ernesto springt.
„Walther!"
An der Logenwand steht neben Louis der kleinste der Jungen, der Dreijährige, ein schönes, ernsthaft aussehendes Kind mit sammetnen, braunen Kinderwangen, braunen, großen Augen und braunem, dichtem Lockenkopf. Ein heliotropfarbener, weiter Anzug umschließt die winzige Gestalt.
Walther springt wie ein Hündchen hervor.
Die Budgetkommission dcS Reichstags setzte heute die Berathuug des Marineetals fort. Staatssekretär HolImanu theilte auf eine Anfrage Liebers mit, die Seitens der Marine gemachte Ausstellung gebe im Ordinarinm 69'/» Millionen bis 1901. — Abg. v. Kardorff hält es für nothwendig, daß die Flotte der russischen Ostseeflotte etwas überlegen sei. — A bg. v. L e i p z i g e r erklärt, die Konservativen müßten sich die Entscheidung in jedem einzelnen Falle Vorbehalten. — Abg. Bachem ist erfreut, daß auch die Konservativen nicht die Forderungen der Negierung sans phrase bewilligen wollen. — Abg. JazdzewSki erklärt, die Polen werden die einzelnen Forderungen durchaus sachlich prüfen. — Abg. Galier (dtsch. VolkSp.) ist überzeugt, daß unsere Macht ans dem Landheer beruhe. Wir dürfen nur eine defensive Flotte haben. — Abg. Vo Ilmar (Soz.) warnt vor der Weltpolitik. — Abg. SBcrner (Aulis.) erklärt, seine Partei werde sich in erster Linie von nationalen Gesichtspunkten leiten lasten. — Abg. Ham wacher tritt für die Flotte ein. — Abg. Pachnicke (freif. Ver.) hält den Standpunkt derjenigen, die gar nichts bewilligen, für unhaltbar. Seine Partei werde die Pflicht der Sparsamkeit mit der Rücksicht auf die Landesvertheidigung verbinden. — Staatssekretär v. Posadowsky betrachtet sich vollkommen als Organ des Reichskanzlers. Die abgegebenen Erläuterungen geben lediglich die Auffassung des Staatssekretärs der Marine wieder. Die vom Reichskanzler abgegebenen bestimmt formulirten Er
klärungen enthöben ihn vo» besonderen Erklärungen. Die Wünsche der einzelnen Restorts könnten nur unter Berücksichtigung der vorhandenen Geldmittel Verwirklichung finden. Staatssekretär v Hollman» erkärt Richter gegenüber, die Schulschiffe dürsten nicht für den politischen Dienst eingerechnet werden. Es sei ihm nicht eingefallen, eine Flotte wie die französische zu sorderu. Das Vertrauen Richters habe er niemals besessen. Hoffentlich habe er das Vertrauen der Reichstagsmehrheit. Wenn er das Vertrauen des Reichskanzlers nicht hätte, so mürbe er nicht mehr an diesem Platze stehen. Die Erweiterung der Wersten werde durchweg eiutreten müssen. — Die Budgetkommission beendete nach längeren Anssühruiigeit der Abgg. Lieber, Richter, Ham wacher und V ollm a r die Generaldebatte des Marine-Etats. — Morgen soll in die Spezialberathnng des Extra-OrdinarinmS eingetreten werden. — Von den Reden erregte diejenige des Abg. Engen Richter besondere Aufmerksamkeit. Er sagte u. 81.: Staatssekretär Hollman» hat allerdings gestern eine größere Abhängigkeit vom Adwiralstab bekundet als heute. Der unglückliche Dualismus des Obeikommandos neben dem Mariueamt drückt staatsrechtlich das Marineamt noch mehr als andere Reichsressorts in der Selbständigkeit herunter, aber es ist ja nicht blos das Oberkommando mit dem Admiralstabe, welche das Mariueamt beeinflussen. Dazu kommt noch das Marinekabinett. Eben lese ich int „Hamiov. Cour.", daß der Admiralstab im vorigen Jahre unter Admiral v. Tirpitz eine Denkschrift auf- gestellt hat, welche nicht 5, sondern nur 3 große Panzerschiffe neu verlangte, aber das Mariuekabiuett ist der Ansicht gewesen, dies sei zu wenig. So sind wir denn zu der Fordernng von 5 Panzerschiffen gekommen. Kein ReichSrcssort ist gegenwärtig solchen starken Einwirkungen von oben herab ausgesetzt und deshalb so abhängig wie das Reichsmarineawt. Nicht einmal beim Kriegs- ministerium ist dies der Fall. Diesen Einwirkungen wird im Marine- awt uachgegeben. ES flieht hier keinen Staatssekretär, der mit einem beftimmten Programm steht und füllt. Herr Hollmann hat imReichstag erklärt, es sei selbstverständlich, daß er sich dem Marinekabinett füge. Darum ist, wie Abg. Lieber gestern hervorhob, ein ewiges Hin und Her in den Erklärungen des Staatssekretärs vom Neichsmariueamt. Persönliches Vertraue» gegenüber de» abgegebenen Erklärungen ist daher unmöglich. Mit Unrecht ist wir vorgeivorfeu worden, daß ich gegen alle Forderungen stiiume. ES hat eine Zeit gegeben, wo wir umgekehrt die Konservativen znm Borwurf wachten, ich ginge in den Bewillignugeu für die Marine zu weit. Aber jetzt wird für die Marine weit mehr gefordert, als der Bedeutung berfelben im Verhältnis; zu anderen NesfortS des Reiches entspricht. Da ist zu relardireu Pflicht. Wenn dies an einem Punkte nicht gelingt, muß an einem anderen Punkte angefetzt werden. Deshalb unsere Bekämpfung der austretenden Foidernngen. Aus den Erklärungen des Schatzsekretärs geht hervor, daß derselbe vorher von dieser Denkschrift keine Kenntniß gehabt hat. Das ist auch charakteristisch für unsere Zustande! Der Reichskanzler hat auch von derselben feine Kenntniß gehabt, aber dann sich beeilt, die neuen Pläne gutzuheißeu in seiner gestrige» Erklärung. Es ist, wie der Schatz- sekretär richtig bemerkte, nunmehr auch das Programm des Reichskanzlers. Das schließt nicht aus, daß dies oder jenes im Einzelnen noch geändert oder hinausgeschoben wird; den» es handelt sich hier jetzt nicht uni eine einzige Abstimmung wie bei dem Quiuquennat für die Dauer von 5 Jahren, sondern es handelt sich uw eine Summe von Abstimmungen, die in einer Reihe von aufeinander folgenden Etatsjahren erst verlaugt werden. Das Verhalten des Abg. Pachnicke kommt fast daraus hinaus, den Kopf in den Saud zu stecke», um sich zu verberge», was vorgebt. Man kann hier nicht einmal sagen: Was nicht in den Akte» ist, ist nicht in der Welt. Es ist ein Programm entrollt und vom Reichskanzler gutgeheißen worden, gut Begründung auch schon der diesjährigen Forderungen. Ohne dieses Programm von füns Panzerschiffen wäre es ganz unverständlich, wie man dazu kommt, schon in diesem Jahre ein neues Panzerschiff in Angriff zu nehmen, nachdem erst im Vorjahre der Neubau eines solchen begonnen hat. Ebenso sind die Forderungen neuer Kreuzer nur zn verstehe» int Rahmen des ge- sammteu Programms. Formell ist es richtig, daß die Abstimmungen in de» folgende» Jahren selbständig sind, aber thatsächlich präjndizirt die vorhergehende den folgenden, auch wenn man noch so sehr Vorbehalte macht dagegen. @S beginnt allerdings jetzt eine Weltpolitik inscenirt zu werden,die allenTraditionen bet Bi ckmarckschen Zeit zuwiderläustl Das hat schon an- gefangen mit der Einmischung in Ostosieu, der Unterstützung Rußlands
Attzeigen-PreiSr
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| Drei Uhr Nachmittags.
Der riesige Jnnenraum des Cirkus liegt im hellgrau ix -viarbten Taglichte.
5 lieber die Logen, auf die rothen Polstcrreihen sind große ^ckleiitwandstücke gebreitet. In den Gängen hantiren mit
*J<en und Schippe die Neinignngsftauen herum. Der Z«Uub fliegt auf.
- Am Vormittage probirt die „Direktion", am Nachmittage W^ibiren die Artisten.
it3n der Manege übt der Stchendreiter auf nngesatteltem | *ferbe, seinem breiten dänischen Braunen, dessen dunkler WWzender Rücken mit zerriebenem weißen Kolophonium be- WWchen ist, einen neuen Tric ein. Seine junge Schwester, Wchfalls im Paradeanzug, der wie ein Babykleid aussieht, 1*6 ihn an der großen Longe und gicbt dem Pferde, die xWßc Peitsche ihm vor den gesenkten Kopf haltend, damit Ig8 Tempo an.
W" Aus dem dunklen Stavgange, zwischen Wagen, Requisiten, Wkumstehendcn und herumlaufenden Leuten tönt dann und E $3!Ui ein sonores langgezogenes „Bravo Boy!" Ein Clown p Mflrt einen erst sechs Monate alten, kleinen, weißen R^idenspitz und bringt dem aufmerksamen, sich mühenden, ■gttiibolkn, wenn auch noch immer furchtsamen Thierchen, BS6em er es noch an der kleinen Leine hält, den Salto bei. ■fe^tn Eingänge, der vom Stallgange in die Manege probirt ein deutscher Artist, auf dem Zettel Eugenio *Nannt — Akrobat, Reiter, Dresseur und Clown zugleich
Die Antwort Griechenlands.
Die Antwort Griechenlands auf die Note der Mächte Mspricht ganz den griechischen Gepflogenheiten. Sie sagt weder ja noch nein, sondern hält sich in einer weisen Mitte, die für eine Politik der Verzögerung den geeignetsten Unter« gründ bietet. In verbindlichen Phrasen bedauert sie den Beschluß der Mächte und ergeht sich in einer Reihe höflicher Wendungen, die aber doch darauf hiuauskommen, daß Griechenland dem Willen der Mächte nicht Folge leistet. Zwar erklärt es sich mit einer beschönigenden Wendung bereit, die Flotte aus den griechischen Gewässern zurückzuziehen. Dagegen erklärt es ebenso höflich wie entschieden, daß es der Aufforderung, die Truppen von der Insel , Mückzuberufen, nicht Folge leisten könne. Alles in Allem bedeutet also die Antwort Griechenlands eine entschiedene Wlehnung des Ultimatums der Großmächte.
Dieser Ausgang der diplomatischen Aktion kann kaum Mrraschen. Daß die Verwegenheit der Griechen und ihre - Äst, dem vereinten Europa den Trotz des Widerstandes Mgegenzusetzen, im Laufe der Zeit gewachsen war, konnte nicht Wunder nehmen, denn man sah eben in Griechenland, das gceinke Europa in Wahrheit garnicht geeint war, die mühsam errungene Uebercinstimmnng jeden Augen- in Frage gestellt wurde, und daß cs erheblicher wiederholter Zugeständnisse von Seiten der Verfechter schärferen Tonart bedurfte, um einen einigermaßen ionischen Einklang des europäischen Konzerts zu wahren, ch mußte sich die griechische Regierung sagen, daß sie, pchdem die Dinge sich erst einmal so weit entwickelt hatten, einem unbedingten Nachgeben gegen die Forderungen Mächte leicht ihren Sturz durch eine Revolution gc- rtigen konnte. Aber auch König Georg mochte M sagen, es sich hier für ihn um eine ernste, schicksalsschwere Frage, eicht um das Sein oder Nichtsein seiner Dynastie handelte. Es kann nicht bestritteit werden, daß die Mächte in der chten Zeit von ihrer scharfen Tonart erheblich znrück- rntgen waren und der griechischen Regierung eine einigeren gangbare Brücke zum Rückzug gebaut hatten. Die Griechenland gerichtete Note hatte für ein Ultimatum erhin eine verhältnißmäßig höfliche Form, und sie schnitt di» Griechen nicht einmal die Hoffnung auf eine spätere ikvverbung Kretas ab, da sic ausdrücklich erklärte, Kreta Birne „unter den gegenwärtigen Umständen" nicht von Griechenland anneftirt werden. Aber in Griechenland hat Mt unklugerweise die Taube auf dem Dache dem Spatzen der Hand vorgezogen. Denn wie auch die Dinge sich ickeln mögen, daß, nachdem Griechenland einmal den berungen der Mächte Widerstand entgegengesetzt hat, Ldirses in absehbarer Zeit irgend eine Hoffnung auf den Erwerb Kretas haben sollte, ist wohl als ausgeschlossen zu ditrachten.
WM Wa§ aber wird und soll jetzt geschehen, nachdem Gricchen- die Note der Mächte abgelehut Hal? Das an Griechen- gerichtete Ultimatum hatte zwar erklärt, daß die Mächte den äußersten Zwaugsmaßregeln entschlossen seien, aber
„Warum machst Du nichts?" fragt Signor Eugenio.
Walther sicht seinen Lehrmeister, ohne sich zu rühren, furchtsam an. Ein Stammeln will sich von feinem Munde ringen.
Eine knallende Ohrfeige fällt von Signor Eugenios Hand auf Walthers linke Wange. Walther zuckt nicht.
„Warum machst Du nichts?" wiederholt Signor Eugenio.
Er stellt die Frage noch dreiinal. Noch dreimal schlägt er Walther ins Gesicht.
Walther zuckt und rührt sich nicht. Nur feine Augen scheinen feuchter zu schiumiern.
Nach dem vierten Schlage stammelt er endlich etwas hervor.
Er spricht so leise, daß Signor Eugenio ihn nicht versteht.
„Was?" schreit er Walther an.
„Ein Pferd komuit," sagt Walther.
Hinten im Stallgang steht, von einem Stallknecht an der Trense gehalten, ein Schimmel. Er soll jetzt mit dem Dänen wechseln.
Walther hat eine Scheu, unter die Pferde zu kommen.
„Das Pferd thut Dir nichts", sagt Signor Eugenio.
Stallknechte ziehen die Pistole auf, der Däne verläßt die Bahn und der Stehendreiter steigt jetzt auf den Schimmel.
„Anstand!" schreit Signor Eugenio seinen jüngsten Eleven an.
Walther tritt wieder an die Logenwand, stellt sich auf feine Hände und lehnt die Hüfte fammt den Unterschenkeln an die Wand. In dieser Stellung bleibt er. Er übt Anstand.
Ernesto macht sich wieder bereit.
„Ader mit Bouillon," sagt anfmunternd und diesmal humoristisch Signor Eugenio. „Die Knie durchgedrückt, aus dem Kreuz, nicht aus den Händen. Die Hände so l und Force!"
