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Anzeigen-PreiSr

Verlag: Langgaffe 27.

14,000 Abonnenten.

Die einspaltige Petitzeile für locale Anzeigen 15 Pfg., für auswärtige Anzeigen 25 Pfg. Reclamen die Petitzeile für Wiesbaden 50 Pfg., für Auswärts 75 Pfg.

45. Jahrgang.

Erscheint in zwei Ausgabe«. Bezugs-Preis: 50 Pfennig monatlich für beide Ausgaben zusammen. Der Bezug kann jederzeit be- gönne» werde«.

<* «»*** für die Abend-Ausgabe bis 11 Uhr Vormittags, für die Morgen-Ausgabe bis 3 Uhr Nachmittags. Für die Aufnahme später eingcreichter Anzeigen zur

nächsterfchemenden Ausgabe wird keine Gewähr übernommen, jedoch nach Möglichkeit Sorge getragen.

1897

Sonntag, den 31. Januar.

Uo. 51

Bezirks-Fernsprecher No. 52.

Bezirks-Fernsprecher No. 52.

Margeii-Ausflabe

3000 und 4000 m erschossene Trefferbilder unseren Leser» im mittleren Theile der Flugbahn anzuführen. Es wurden je 10 Schuß aus diese drei Distanzen abgegeben, die, nach Längen- und Seiten­abweichung in die horizontale Scheibe eingetragen, folgende Resultate ergaben: Ans 2000 m fielen alle Schüsse in ein Rechteck von 73 m Länge und 2,6 m Breite, ans 3000 m in ein solches von 88 m Länge und 6,5 m Breite und auf 4000 m in eilt solches von 91 m Länge und 27,1 m Breite. Die drei Trefferbilder entsprechen unter sich genau diesen Maßen, man kann ans ihnen ersehen, daß die Resultate, zumal sie durch Schnellieuer erzielt wurden, bei 4000 m, noch dazu unter sehr ungünstigen Witterungs­verhältnisfen, sehr gute sind, wenn man sich vergegenwärtigt, um welche Zielgrößen (Truppenmengen) es sich auf diesen Distanzen handelt.

Nach dieser gedrängten, aber doch ziemlich erschöpfenden Dar­stellung Überlassen wir es unseren Lesern, sich ein eigenes Urthcil über die event. Nothwendigkeit des Ueberg-.ngL zur Schnellfeuer- Feldkanone zu bilden.

oben rechts in unserer Zeichnung ausgeführt ist, auf den Beschauer geradezu verblüffend wirken muß. In der Zusammenstellung sind die bestrichenen Räume für die Distanzen von 1000, 2000, 3000, 4000 und 5000 m für das neue französische Geschütz schwarz, für das deutsche durch Schraffirung der Diagramme dargestellt; pe be­zeichnen diejenigen Strecken am Ziel, während welcher das Geschoß sich innerhalb einer Zielhöhe von 1,70 m bewegt. Sie betragen auf 1000 m beim französischen Geschütz 102 m, beim deutschen 43 m; auf 2000 m betragen sie hezw. 29 und 16; auf 3000 m 15 und 9, auf 4000 m 10 und 6 und auf 5000 m 7 und 3 m. Auf allen Distanzen, wie das ja aus ballistischen Gründen bei den Eigen­schaften des französischen Geschützes selbstverständlich, sind sie also bei diesem wesentlich größer als beim deutsche» Geschütz. Das französische wird also unter sonst gleichen Verhältnisse» überall eine dementsprechend größere, meist doppelt so große, Wirkung am Ziel hervorbringen, als das deutsche. Zieht man hierzu die Möglichkeit der höheren Feuergeschwindigkeit (6 Schuß in der Minute gegen 1), so kann man sich ungefähr eine Vorstellung von der Ueberlegenheit des neuen Geschützes machen.

Aber auch die Treffsicherheit ist eine hohe. Wir sind in der Lage, 3 von dem neuen Geschütz auf die Distanzen von 2000,

Die Preuschen-A«sstell««« im Kunstverein bleibt nur noch bis zum nächsten Donnerstag geöffnet. Den besten Beweis dafür, wie sehr die Werke der genialen Malerin gefallen, bildet die Thatsache, daß von der neuen Sammlung bis jetzt schon 12 Bilder verkauft sind.

Verschönerung» - Verein. Die Vergrößerung der Wirthschaftslokaliläteit am Wartthurm ist nun definitiv beschlossen worden. Vor allen Dingen soll ein größeres Zimmer zum Aufent­halt im Winter eingerichtet werden. Weiter sollen das Büffets die Küche, sowie die Wohnung des Restaurateurs bedeutend vergrößert werden. Der lange Raum wird zu einem Saal eingerichtet, der erforderlichen Falles vergrößert werden kann. Mit den Bauten soll so zeittg angefangen werden, daß im Beginn des Sommers wenigsten» die Ränme unter Dach sind und die Baiweränderung weniger Störung verursacht.

V«» Zchnerballwersen ist bei dein emgetreteuen gelinden Wetter eine Hauptbeschäftigung der Straßeujugend. Jrn Allgemeinen ist gegen diese« Vergnügen nichts einzuwenden; es hat seine leiden­schaftlichen Liebhaber gefunben, so lange es Buben und Schnee giebt, und das wird wohl auch so bleiben. Leider hat die Jugend der großen Stadt nur zu wenig Raum, um diese Kunst tüchtig zu

Im Gänsemärsche stapft man durch pfadlosen Schnee, oft bi« ans Knie einsinkend. Viele Paffagiere, die nicht müßig lange Stunden hindurch im Waggon sitzen mögen, schließen sich den Beamten an. Endlich, durchfroren bis auf die Haut, mit nassen Füßen, erreicht man das Ziel. Die nächste Station zählt nicht zu den bevorzugten; ein muffiger Wartesaal, schlecht geheizt und mit erbärmlicher Restauration, öffnet sich den Erschöpften. Fünf, sechs Stunden wird's dauern, so lautet der Bescheid, bis die Weiterreise erfolgen kann. Ungeduldig durchmißt der Kaufherr, der ein dringendes Geschäft abzuwickeln hat und in einer Stunde erwartet wird, den spärlichen Raum, und der Vater, der heimwärts zu seinem todk- kranken Kinde strebt, zerdrückt eine Thräne ohnmächtigen Kummers imAuge. Die Erfrischungen werden servirt: saures Bier, barte« Brod, ein abscheulicher Kognak und ungenießbarer Kaffee. Die fünf, sechs Stunden verlängern sich zu zwölf und noch mehr. Entsetzlich l

Und dennoch ist solche Lage fast noch beneidenswerth, wenn man der Schrecken gedenkt, die bei anhaltendem Schneefall den armen Bewohnern des HochgebirgS drohen. Lawinen brausen donnernd zu Thal und begraben unter sich Alles, was Leben hat. Hänschen, die sich hoch oben an stützende Felshänge lehnen und im Sommer einen malerischen Anblick gewähren, sind rettungslos eingeschneit; die mannshohe Schneemauer trennt ganze Familien wochenlang von jedem Verkehr, jeder Verbindung mit der Außen­welt, und giebt sie allen Qualen der Kälte und des Hungers preis...

Aber genug der trostlosen Bilder 1 denn wir haben nicht die Absicht, unseren Lesern durch düstere Betrachtungen die Lust an einer solennen Schlittenfahrt zu verleiden, die ja bekanntlich zu de« herrlichsten Freuden der Schneezeit gehört. Nur bitten wir Sankt Petrus, er möge nicht zu viel des Guten thun und dem gar zu üppig bemessenen Schneetreiben dieser Tage bei Zeiten Einhalt gebieten selbst ans die Gefahr hin, daß so manche schöne Schneefandschgft schnöde zu Waffer wird! D. E

Aus Stadt «ud Land.

Wiesbaden, 31. Januar.

Personal-Nachrichten. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog von Siiremburg hat dem früheren nassauischen Offizier Herrn Oberst Otto Schwab dar Komturkreuz 2. Klasse des Civil- und Militär-Verdienstordens Adolf von Nassau verliehen. Herr Oberst Schwab, eine unter de» älteren Wiesbadenern bekannte und beliebte Persönlichkeit, steht jetzt im 79. Lebensjahre und ist seit Anfang der 70. Jahre dauernd in Sangerhausen ansässig. Der Reserve- Unterlieutenant zur See Hummel im Laudwehrbezirk Wiesbaden ist zum Lieutenant zur See der Reserve der Matrosen-Artillerie be­fördert worden.

ist e«, mit dem Schmutz, der dem Schnee auf der Straße zumeist anhaftet, die Kleider anderer Leute zu bewerfen. E« sollte eine Ehrensache für die Eltern sein, ihren Sprößlingen dieses Treiben in der Stadt zn untersagen, sie sind haftbar für den Schad«, der an Fensterscheiben und Kleidern angerichtet wird, gar nicht z» reden von dem großen Unglück, das so ein harte« Wurfgeschoß an der Gesundheit, besonder« an Auge und Ohr de« Getroffenen, anrichten kann. Die Knaben, die auf diesen Sport aber nicht ver­zichten wollen, fallen hinansgehen vor die Stadt, wo weicher und darum gefahrloser Schnee in Menge zu haben ist und wo sich des­halb eine harmlose Schneeballenschlacht, ohne Belästigung Erwachsener, entwickeln kann. Vor Allem aber sollte in unseren Schulen, wo den Betheiligten noch am nachhaltigsten beizukommen ist, dem Unfug in den Straßen mit Energie gesteuert werden.

aufgeschichtet sind, nehmen sich an« wie mächtige umgekippte Wasch­körbe, in frische Leinwand gewickelt. Die Felder und Tristen, die sich seitwärts dehnen, gleichen den Wellen eines unermüdlich bewegten Schneemeeres; denn jeder Windstoß, der über sie hinfegt, bringt Leben und Bewegung in die tobte Muffe, stülpt hier einen ragenden Schneehügel jählings um und thürrnt bort, wo eben noch Fläche war, einen neuen empor. Ab unb zu taucht nah ober fern ein verschneites Bauerngehöft, eine verlassene Windmühle auf; Krähen flattern mit Heisern Gekrächz über die Aecker hin; mürrische Spatzen hacken schaarenweis auf kahlen Aesten und sträuben piepsend ihr Gefieder, um die feuchten Schneebüschel, die ihnen sa unbequem sind unb burchans kein Enbe nehmen wollen, energisch abziffchütteln.

Sicherlich hat eine solche Schneelandschast in ebenso reichem Maße ihre eigenthümlichcn Reize, wie etwa ein Frühlingsidyll, ein sommerliches Kornfeld ober eine herbstliche Weinlese. So mancher wackre Deutsche, der vom Schicksal in die lydische Wüste ober an die Ufer de« Ganges verschlagen wurde, wird sich wohl oft mit Seufzer» der Wehmuth in die winterliche Schueepracht de« Heimaths- dörfchens zurückgesehnt haben. Aber betrachten wir nun auch die Kehrseite der Medaille!

Denkt Euch, Ihr müßt bei diesem Schneewetter auf Reisen gehen; mit Eilzngsgeschwinbigkeit führt Euch die Eisenbahn dem näher und näher rückenden Orte Eurer Bestimmung zu. Da immer langsamer fährt der Zug, man hört bi« zum letzten Coups deutlich da« verzweifelte Prusten der Maschine und plötzlich hält sie still. Sie vermag de» Schueewall, der sich vor ihr aufgeschichtet hat, nicht zu durchbrechen. Rathlos stehen Heizer, Zugführer und Schaffner um das stöhnende llngethüm. Festgefahren! Mitten auf freiem Felde! Die paar Schneeschippen, die man vorsorglich mit auf den Weg nahm, reichen nicht aus, den Widerstand zu bewältigen. Es bleibt nicht« übrig, als nach der nächsten Station z» pilgern und dort Leute aiiszutreibe», welche die Strecke wieder frei schaufeln.

von etwa 7*/i cm vorzügliche Wirkungsresultate erzielen kann. Beide«, die hohe Schnellladefähigkeit, sechs gezielte Schüsse in d« Minute, und die vermöge kleinen Kalihers und guter Querschnitts- vorzügliche Rasanz der Flugbahn, sind dem neuen fran­zösischen Feldgeschutzmodell in so hohem Grade eigen, wie keinem anderen Feldgeschütz unserer Zeit. Um über die ballistische Ueber­legenheit gegenüber den bisherigen Geschützen, hesonderS denjenigen der deutschen Feldartillerie, ein Urtheil zu gewinnen, muß man die Gestalt der Flugbahnen beider miteinander vergleichen. Dies soll in Folgendem, unter Zuhülfenahme der beistehenben Zeichnung, geschehe».

Die neue französische 7,5 cm-Schnellfeuerkanone schießt mit 0,95 kg rauchfreien Pulvers ihre 3 Kaliber lange, 6,5 kg schwere Granate mit einer Anfangsgeschwindigkeit von reichlich 600 m, wo­gegen da« deutsche Feldgeschütz nur 442 m Anfangsgeschwindigkeit feiner 8,8 cm Kaliber haltenden, 2H'- Kaliber langen Granate ver­leiht. In diesen Thatsachen liegt die außerordentlich günstige, d. h. rasante Gestaltung der Flugbahn begründet. Wie auf den ersten Blick aus unserer beistehenden, die Flugbahnen auf 5000 m Ent­fernung darstellenden Zeichnung hervorgeht, ist die französische bei Weitem flacher gestaltet als die deutsche. Während letztere ihre höchste Erhebung hinter der Mitte der Flugbahn mit 642 m über der Ziellinie erreicht, steigt da« französische Geschoß nur bis 375 m. ES übertrifft also die Leistungen des bisherigen französischen Feld­geschütze« (8 cm- und 9 crn-Kanone, vergleiche die mit Strich­linie gezeichneten Flugbahnen), welche schon wesentlich bessere waren, al« die des deutschen Feldgeschütze«, noch um ein ganz Bedeutendes.

Mit der Rasanz der Flugbahn wachsen aber bekanntlich alle, die Güte einer Waffe ausmachenden Eigenschaften: Treffsicherheit, bestrichener Raum und Durchschlagskraft. Die bestrichenen Räume bei dem französischen Geschütz sind denn auch so wesentlich größere, als beim denischen, daß ihre Nebeueinauderstellung, wie sie

pflegen, und darum verfällt sie bei der angeborenen Roheit gar leicht auf Abwege, Am meisten hat wohl da« weibliche ®e# schlecht unter dem Unfug zu leiden. ES ist geradezu empörend, mit welcher Frechheit die Straßenjungen «t Frauen unb eit mit Schnee­ballwerfen auf der Straße belästigen. Selbstredend sind die Rangen eben nicht wählerisch mit ihrem Wurfgeschoß. Da bet frisch gefallene weiche Schnee in unsere« Straßen immer gat bald zertreten ist, so treten zusammenge­frorene Schollen an

Dir 4. Rate der Staats- und Gemeindesteuer ist zur Zahlung fällig geworben. Die Steuerpflichtigen, welche ver­anlagt sind in den Straßen mit den Anfangsbuchstaben A und B, sind zur Entrichtung der Steuerbeträge zur Stadtkaffe am 1. Februar aufgeforbert.

Volkshochschule. Von einem Abonnenten in Metz er. halten wir folgende Zuschrift:In Nr. 46 Ihres Blattes befindet sich unter dem StichwortEine Volkshochschule" eine Notiz, die u. A. besagt, daßdieser Gedanke für Deutschland vollständig neu* sei. Dem ist nicht so. Die seit einer Reihe von Jahren bestehende Volkshochschule Straßburg" zählte im abgelaufenen Quartal in der Abitiirienten-A b theilung 26, in der Einjährig-Freiwilligeu-Abtheil img 25 und in den Abendkursen außerdem 151, im Ganzen 202 Schüler. Die Schule findet immer mehr Anerkennung und erregt bereits über die Grenzen Deutschlands hinaus Aufmerksamkeit. Zn Ostern bezieht dieselbe ein neues, schönes Heim, verbunden mit einem internationalen Pensionat. Nähere Auskunft erthellt der Direktor Prof. Bartholdy,

(Nachdruck verboten.)

We ballistische Ueberlegenheit des neuen französischen Feldgeschützes.

Die Einführung des Schnellladesystems in die Feldartillerie wird ebenso sicher das bisherige System der Feldgeschütze ver­drängen, wie es dem Hinterladesystem gegenüber den Vorderladern und dem Magazingewehr bezw. Mehrlader gegenüber dem Einzel­lader gelungen ist. Dies liegt namentlich beim Geschütz auf der Hand, beim es ist kein ansschlaggebenber Grnnb vorhanben, bie zeit- unb kraftraubende Arbeit der Bedienungsmannschaften, welche das Weitervorbriugen und Richten des Geschützes nach jedem einzelnen Schuß erfordert, fernerhin beizubehalte», wenn man sie vermeiden kann. Der Gefahr der Munitionsverfchwenbung infolge des schnelleren Schießens kann bei der Artillerie in leichterem Grade durch gute Feuerdisziplin unb Feuerleitung vor- gebeugt werden, wie bei der Infanterie. Dazu kommt, daß, eingeleitet durch die Wirkungen des rauch- iofen Pulvers, der beim Gewehrsystem mit großem Erfolge vollzogene Uebergang zum kleineren Kaliber mit seinen besseren ballistischen Eigen­schaften auch für Feld- artillerie zeitgemäß ist unb sich mit Sicher­heit vollziehen muß. Freilich kann hierbei unter eine gewisse Grenze, die durch die Forbernug einer ge­nügen!) großen Wir­kung des einzelnen Schliffes am Ziel vollzogen wird, nicht heruntergegangen werden. Alle prak­tischen Erprobungen in fast alle» Staaten Haden gezeigt, daß man mit dem Kaliber

(Nachdruck verboten.)

Schnee.

Wie das flimmert und funkelt unb glänzt weit unb breit in keitscher, bjenbenber Weiße .. .

Schnee! Ueberall Schnee! Er fällt unaufhaltfam, lautlos, nnt unheimlicher Regelmäßigkeit, stundenlang, tagelang.

Die feinen febrigen Flocken schmiegen sich weich unb mollig dem Steinpflaster de« FahrbammS und der Bürgersteige an unb bedecken sie mit einem dichten jungfräulichen Teppich; sie legen sich tngtr unb enger um bie schmalen Schornsteine ber Häuser, bis die Oeffnung fast völlig verstopft ist und der Rauch ssch nur mühsam in spärlichen Fetzen hindurchwinden kann; sie verwischen bie Greuz- linien der Dächer, sodaß man nicht weiß, wo das Dach aufhört und der Himmel anfängt; sie fuhren auf Pelzmützen, aufgespaunten Regenschirmen und uubeschützten menschlichen Nasenspitzen wunderliche Tanze auf. Glücklich an ihrem Ziel, unten am harten Erdboden, angelangt, lassen sie nicht nach, obwohl scheinbar im Zustand der Ruhe, ihren neckischen Schabernack zu treiben. Sie heften sich zäh und fest, zu dicke» Kliinipchen geballt, an die Stiefelsohlen eilfertiger Fußgänger und bringen ne zum Stolpern; sie fiemnten sich beherzt den schweren Wagenrädern entgegen und zwingen sie durch zärtliche Umklammerung, langfamer dahin zu rollen, weil die Reibung ver- minbert ist; sie scheuern die Hufeisen der Pferde blitzblank, daß die keuchenden Thiere unbeholfen dahertaumeln wie plebejische Empor­kömmlinge auf den glatten Parkettflächeii eines höfischen Taiiz- iaals ...

Und kommt nur erst weiter hinaus vor die Stadt, wo bie letzten Häuser sich mählich verlieren unb in langen Reihen, läng« der Chaussee, die Pappelbäume einsame Wacht halten! Wie riesenhafte Stearinkerzen stehen ste da in ihrer schneeigen Hülle, und Stein­haufen, die in gleichmäßigenAbstäuden von einander zu ihrenFüßen

seine Stelle, unbe« ist wirklich ein Wunde», daß nicht mehr Un­glück dabei entsteht. Ebenso rücksichtslos :e auf der Straße

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