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Wiesbadener Sanblatt

45. Jahrgang.

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U-. 32. Bezirks-Fernsprecher No. 52.

Mittwoch, den 20. Januar.

Bezirks-Fernsprecher Wo. 52.

1897.

Abend-Ausgabe.

Die KewiMgung von Relchstagsdiiilen.

Mit Erstaunen und mit freudiger Erregung wird allent­halben die Kunde vernommen werden, das; die Bewilligung von Reichstagsdiäten nahe bevorsteht. Aber diese Freude wird nur einen Augenblick dauern, denn bei näherem Hin­sehen wird man alsbald erfahren, daß zwar Reichstags­diäten bewilligt werden sollen, aber nicht für die Rcichstags- abgeordneten, sondern für die Kellner des Reichstags- restaurateurs Schulze.

Die Geschichte wäre komisch, wenn sie nicht traurig wäre. Der Absentismus im Reichstag hat einen derartig er­schreckenden Umfang angenommen, daß selbst jene Fraktion, die sich sonst am vollzähligsten zu versammeln pflegte, aller­dings nicht inter, sondern extra muros, und die nach dem Kneipwirth des Reichstags den NamenFraktion Schulze" erhalten hat, einer unheilbaren Schwindsucht anheimgefallen ist. Der Restaurateur hat erklären müssen, daß er bei der Mangelnden Gesetzgebungsfreudigkeit des Reichstags nicht mehr auf die Kosten kommen und seine Kellner nicht unter­halten könne. Er verlangte einen Zuschuß vom Reichstag, da er andernfalls seine gesetzgeberische Thätigkeit nicht mehr ausüben könne und sein Mandat nicderlegen müsse. Der Reichstag will den drohenden Konflikt dadurch beilegen, daß Herrn Schulze für jede« Kellner 1 Mk. pro Sitzungstag aus dem Dispositionsfonds bewilligt werden sollen.

Hiermit würde ein Anfang mit der Bewilligung von Reichstagsdiäten gemacht werden, aber freilich ein recht schwacher. Denn wer iveitz, wie lange Zeit noch vergehen wird, bis den Vertretern des Volkes der glückliche Stern winken wird, der den Kellnern des Herrn Schulze leuchtet. Was den Rcichstagsabgeordneten für die Kellner recht ist, ist dem Bundesrath nicht billig für die Reichstags- abgeordneten. Die Frage, ob den Mitgliedern gesetzgebender Körper für Reise- und Tageskosten eine Entschädigung ge­währt werden solle, ist für das Deutsche Reich bekanntlich verneint worden. Entgegen einzelstaatlicher Gewohnheit wurde das englische Prinzip der Diätenlosigkeit gelegentlich der Stiftung des Norddeutschen Bundes eingeführt und in der Verfassungsurkunde des Deutschen Reiches beibehalten.

Die Folgen der Diätenlosigkeit machen sich im Reichs­tag vielfach genug geltend. Im Gegensatz zu den erfreulich besetzten Bänken des Abgeordnetenhauses macht die gähncude Leere des Reichstags einen recht ungemüthlichen Eindruck. Aber die Mitglieder des Abgeordnetenhauses erhalten 15 Mk. Tagesgelder, die des Reichstags müssen unentgeltlich ihres Amtes walten. In der That, wer wollte leugnen, daß die Diätenlosigkeit der Hauptgrund der mangelhaften Besetzung des Reichstags ist? Sicherlich sind vielen Volksvertretern, die den Reichstagsverhandlungen nicht immer beiwohnen, mildernde Umstände zuzuerkennen, denn wer nicht zu den oberen Zehntausend gehört, für den ist es nicht leicht, die größere Hälfte des Jahres, unter Vernachlässigung seiner

eigenen Thätigkeit, auf dem theuren Pflaster der Reichs- haupistadt zuzubringe«, ohne daß er hierfür eine Ent­schädigung aus öffentlichen Mitteln erhält. Diese Sparsamkeit gegenüber den Volksvertretern muß auch umso ungerecht­fertigter erscheinen, als ja die im Reichstag sitzenden Be­amten ihr Gehalt fortbeziehen, obwohl sie während der Zeit ihr Amt weder ausznüben noch ihren Stellvertreter zu be­zahlen brauchen.

Die unzureichende Besetzung ist nicht die einzige schlimme Folge der Diätenlosigkeit. Diese führt vor Allem zu einer durchaus nicht wünschenswerthen Züchtung des Bcrufs- parlamcntarierthums. Sie veranlaßt ferner aus dem schon erwähnten Grunde die Wahl einer unverhältnißmüßig hohen Zahl von Beamten in das Parlament, nnd sie führt endlich dazu, daß bei der Wahl eine ganz besondere Bevorzugung von Personen staltfindet, die in Berlin oder in der Nähe von Berlin domizilirt sind. Die Bewilligung von Diäten würde aber endlich eine weit größere Auswahl von Neichstags- kandidaten gewähren nnd die vielfach verhinderte Berufung von Personen in die Volksvertretung gestalten, die sich vielleicht hierzu besonders qualifiziren. Denn nicht jedem Erdensohnc hat an der Wiege der goldene Schein einer Million geleuchtet., Bei Weitem die größte Zahl der Erdcnwallcr ist auf ihrer Hände oder ihres Geistes Arbeit angewiesen, die sie nicht zu Gunsten der gesetzgeberischen Arbeit aussctzcn können. Kein Anatom aber hat bisher bewiesen, daß die Größe des Gehirns in gleicher Reihe wachse mit der Große des Geldbeutels.

Die Gründe, die man gegen die Bewilligung von Diäten für die ReichslagSabgeordnetcn geltend macht, können einer ernsthaften Prüfung nicht standhalten. Die Diätenlosigkeit soll angeblich ein Gegengewicht gegen das allgemeine gleiche Wahlrecht bilden. Man bildet sich ein, daß die Diäten­bewilligung der Sozialdemokratie zum Nutzen gereichen würde. Die Thatsachen lehren das Gegentheil; sie zeigen, daß die Diätenlosigkeit der Sozialdemokratie nichts geschadet hat. Keine Partei hat gcfüttlcrc Kassen als die Sozial- demokratie; ihr macht die Zahlung von Diäten ans der Parteikasse keine Sorgen. Wohl aber werden die bürger­lichen Parteien durch die Diätenlosigkeit vielfach gehindert, Männer in die Volksvertretung zu wählen, welche eine be­sondere Qualifikation für ein solches Amt hätten. Inner­halb der Sozialdemokratie fördert im Gegentheil die Diäten­losigkeit den engen Zusammenhang und den Parteizwang, da der Abgeordnete in viel größerer Abhängigkeit zu der Partei steht, von der er pekuniär abhängig ist. Der Reichstag hat wiederholt mit großer Mehrheit die Bewilligung von Diäten gefordert, aber ohne Erfolg. Es ist kaum an­zunehmen, daß die Stimmung im Bundesrath zu dieser Frage sich in absehbarer Zeit ändern wird.

Deutscher Reichstag.

0 Berlin, 19. Januar.

Auf der Tagesordming stebt zunächst der Etat de« ReichS- fchatzamts. Hierzu liegt eine vom Abg. Hammacher (nat.-Iib.) be­antragte Resolution vor, welche behuss Ertheilling von Auskünften über ZoUtaris-AngelegenhcitkN die Eiwetzuug von einzelstaalticheu

Bebördcn wünscht und zweitens verlangt, daß unter Ab­änderung des § 12 des Vereins-ZollgefetzeS von 1869 die Ent­scheidung über Beschwerden wegen nnrichtiger Anwendung b<6 Zolltarifs durch verwaltnugsgerichtliche Behörden, in denen Sach­verständige sitzen, oder durch Schiedsgerichte zu erfolgen habe. Abg. Lenzina n n (frcif. Volks».) verlangt im Gegensatz zum Abg. Hammacher ReichSbehörden und nicht einzelstaatliche. Artikel 36 der Verfassung weise die Zollverwaltung allerdings den Ginzel- staaien zu; aber dann ändere man nöthigensallS die Bersaffuna. Ein Bedürsuiß dazu liege jedenfalls vor. Außer einer AuSknusK- behördc sei auch eine Behörde für die Rechtsviechung nöthi«. Für beide Arten von Behörden sei reichlich Thätigkeit vorhanden. Sehr zweckmäßige Vorschläge machte namentlich eine Petition der Wiesbadener Handelskammer, und zwar dahin, Schiedsgerichte schon bei den unteren Zollbehörden einzuführen. Redner beantragt demgeinäß eine Resolution, welche von der Hammacherschen insofern abweicht, als sie eine Reichs-Ausknnstsbehörde und einen ReichS- Zollgcrichtshof fordert. Abg. Hammacher (nat.-lib.) bittet um Annahme seiner Resolution. Materiell sei das ganze Hau« darin einig, daß der jetzige Zustand nicht fortdaueru könne. Sein Antrag stehe hinsichtlich Punkt 1 durchaus auf dem Boden der Verfassung, ebenso in Bezug aus Punkt 2. Abg. Freiherr v. S tuurm (Reich«».) erklärt, seine Freunde seien bereit, für den ersten Tbril de« Antrags Hainmacher zu stimmen, gegen den zweiten Theil jedoch hätte» sie Bedenken; hier sehIedieEinheitlichkelt.er bitte also mir um Annahme des ersten Theils des Antrags Hammacher. Abg. Hehl zu Herr»«heim ist der Ansicht, daß man wohl für den Antrag Lenzmann stimmen könne, wenn kein Widerspruch vom BunderralhStisch erfolge, andernfalls könne man sich aus ben Antrag Hammacher zurückziehen. Schatzsekretär v. P o s a d o w s kh führt ans, die ganze Frage sei sehr komplizirter Natur ans verfasinngsrechtlichen Gründen. Differenzen würden niemals ansbleiben. Was Punktl desAntragsHammacher anlange, so ließe es sich vielleicht so machen, daß die LaiideSdirektioueii zu Auskünften rnuächtigt würden, und daß alsdann Zollnachforderungen nicht mehr staltfiudeu dürsten, ans die Gefahr hin, daß die Behörde hinterher eiusieht, sich getäufcht zu haben. Insofern wäre der Punkt 1 des Antrags Hammacher ernster Erwägungen werth. Durch den zweiten Theil diese« Antrags würde aber offenbar der Bundesrath aiiSgeschaltet und da« wäre eine Aenderuiig der Reichsversaffung. Jedenfalls werde der Gegenstand noch vom Bundesrath eingehender Erwägungen unterzogen werden. Abg. B e ckh (freis. Volks».) empfiehlt den Antrag Lenzmann. In­zwischen hat Herr Abg. Lenzmann (freis. Volke».) feine Resolution in ihrem ersten Theil dahin modifizirt, daß die AuS- kunste der zu errichtenden RkichS-AnSkuiiftsbehörde die Folge haben sollen, daß Nachforderungen auf eine Wacrre, derenthalben eine Auskunft ertheilt worden ist, nicht mehr zulässig sein sollen. - Abg. Ulrich (Soz.) hält es für nöthig, in der Resolution auch auf die Ausfuhr Rücksicht zu nehmen. Es muffe unbedingt auf ein iiiteruationales Schiedsgericht über Zoll­differenzen und darauf hingewirkt werden, daß kein Staat bei der Rttbrizirnng von Waaren Aendernngen vornehmen dürfe, zu denen nicht die Vertragsstaaten ihr Eiiiverständniß erklärt hätten. Abg. Frese (freis. Ver.) plaidirt für den Antrag Lenzmann. Abg. Fischbeck (freis. Volk«».) wünscht Annahme de« Antrag« Hammacher. Nunmehr ist noch ein Antrag Ulrich (Soz.) ein­gegangen im Sinne der obigen AnSsührungen dieses Redner». Abg. S t a u d y (kous.) kann nur den ersten Theil des Antrags Hainmacher aiiiiehmen. Abg. Lieder (Ceutr.) erklärt, seine Freunde seien gegen den Antrag Lenzmann. In seinen beiden Tbeilen dez. de« Antrag« Hammacher meinten sie, er hatte wohl auch in seinem zweiten Theil nicht so zurückgewiefen werden brauchen, wie das der Herr Schatzsekretär und Herr v. Stumm gethan hätten. Redner geht aus die Art ein, wie im preußischen Abgeordnetenhaufe die Finanzpolitik des Reichrtags zur Sprache gebracht worden fd. Er könne unmöglich anerkennen die Zuständigkeit der Herren >m Abgeordnetenhaufe, zu Gericht zu sitzeii über die Politik des Reichstag« oder der einzelnen Parteien des Reichstag«, Der Reichstag habe weder im preußischen, noch in einem anderen Landtag Recht zu nehmen. Redner antwortet nun auf die Ausführungen der Herren v. Zedlitz,

(Nachdruck verboten.)

Das Zehntelloos.

Geschichte einet Heirath von 81. Neern.

Die Geschichte meiner Heirath?

Hören Sie also sie verfehlt nicht, sehr außergewöhnlich und seltsam zu sein.

Ein blasses Mädchen mit wirrem Haar und abgetragenem Rock verkaufte mir das Zehntel eines Lotterielooses zu später Nachtzeit an der Thür eines Cafes. Ich gab ihr als Kaufpreis eine enorme Summe einen Duro. Mit welch reizendem demüthigem Lächeln belohnte sie meine Freigiebigkeit!

Sie werden Glück haben, junger Herr," versicherte sie mir mit der ausdrucksvollen klaren Aussprache der Madrider- Mädchen aus dem Volk.

Bist Du dessen gewiß?" fragte ich scherzend, wäh­rend ich das Zehntelloos in meine Westentasche steckte, bann knüpfte ich meinen Shawl, der mir als cachez-nez diente, fester, um meine Lunge vor der scharfen Dezemberluft zu schützen.

Gehen Sie, und wie sicher bin ich! Sehen Sie, Herr die Nummer wird herauskommen, es ist Nr. 1420 14 ist nämlich die Zahl meiner Lebensjahre und 20 die Tage, welche ich darüber zähle. Darum kaufte ich das Loos."Nun, Kind" antwortete ich, den Großmülhigett spielend, mit der Ruhe des Spielers, der noch nie, auch nur annähernd, gewonnen hat nicht einmal den Einsatz wenn das Loos herauskommt, soll die Hälfte des Gewinnes Dein sein! Spielen wir es zusammen!" Das ab- gemagerte Gesichtchen der Billetverkäuferin strahlte nnd mit der gläubigsten Miene ergriff sie meine Hand und tief: Herr, nm Ihrer Eltern willen, sagen Sie mir Ihren Namen und Adresse. Ich weiß genau, daß wir binnen vier Tagen gewonnen haben werden."

Ich sagte ihr, meinen Scherz schon halb bereuend, Namen und Wohnung und hatte, nachdem ich 10 Minuten

mit eiligen Schritten von der Porta bei sol nach der Monterastraße gegangen war, das ganze Abenteuer vergessen.

Drei Tage darauf, ich lag noch im Bette, hörte ich die große Gewinnliste ausrufen. Ich beauftragte meinen Diener, sie schnell zu besorgen, und als er sic brachte, fielen meine Augen sofort auf die großgedruckte Ziffer des Hauptgewinns.

Ich glaubte zu träumen doch es war reelle Wirk­lichkeit hier stand wahrhaftig: 1420, mein Zehntelloos! Das Alter meiner Verkäuferin, unser gemeinsamer Glncks- treffer! Diese Glücksnnmmer reprüsentirte viele Tanseud Durosl Ein Taumel erfaßte mich, ich sprang aus dem Bette, meine Beine zitterten und kalter Schweiß bedeckte meine Schläfe. Beurlheile mich gerecht, lieber Leser, ich bereute nicht etwa mein der Billetverkäuferin gegebenes Versprechen. Das Mädchen hatte mir Glück gebracht, es war mein Glückssterit. Es war eine rein geschäftliche Ver­einbarung, in der ich nur den geschäftlichen Sozius vor­stellte. Es war also nur gerecht, den Gewinn mit ihm zu tbeilen. Doch nun mußte ich doch das Glücksloos suchen! Ich erinnerte wich, es in die äußere Westentasche gesteckt zu haben.

Doch wo war die Weste? Ah, dort am Kleiderrahmen! Sehen wir einmal nach. Ich suche hier und dort, in allen Taschen .... nichts nicht das Geringste .... nicht eine Spur von meinem Zehntel I Ich rufe in größter Hast meinen Diener und frage, ob er die Weste zum Fenster hinaus ausgeschüttelt habe! Ja, er glaubte es gethan zu haben, doch habe er nichts ans den Taschen herausfallen sehen absolut nichts. Ich sehe ihn scharf an, fein Gesicht überzeugt mich von der Wahrheit und Ehrlichkeit seiner Aussage. In den fünf Jahren, die er in meinen Diensten steht, habe ich ihn noch nie auf einer Unwahrheit oder bei Betrug ertappt, weder im Großen, noch im Kleinen.

Ich erröthe bei dem Gedanken, daß ich mich zu Drohungen, Schimpfworten und Roheiten hinreißen ließ.

Ganz verzweifelt zündete ich ein Licht an und durchsuchte alle Winkel, respektive die Schränke und Schieblaben, durchstöberte ben Papierkorb, untersuchte ben Müllkasten .. . Alles vergeblich! Nichts unb immer nichts! Meine Hände glühten wie im Fieber, meine Zunge klebte am Gaumen und im Herzen kochte die Wuih.

Abends, als ich, auf meinem Ruhebett ausgestreckt, rauchte, um meine grausame Enttäuschung zu verschmerzen, höre ich plötzlich heftiges Läuten und einen eifrigen Wortwechsel an bet Thür, sowie Fragen unb Protest eines Einlaßbegehrenben. Gleich darauf stürzte meine Billetverkäuferin herein und fällt mir mit Frendenthränen um den Hals.

Herr, junger Herr! Sehen Sie, wir haben das große Loos!"

Ich Unglücklicher! Ich glaubte, das Schlimmste über­standen zu haben, und nun kam erst die grausame Ent­hüllung. Ich mußte ihr stotternd wie ein Verbrecher er­klären, daß ich das Billet verloren, daß ich es überall ver­geblich gesucht hatte, und daß das arme Mädchen nichts mehr zu hoffen habe. In seinen Augen glaubte ich den Zweifel des beleidigendsten Mißtrauens aufleuchten zu sehen. Doch das junge Mädchen erhob seine zwar feuchten Augen, aber es sah mich mit heiterem Ausdruck an, schüttelte die Achseln und sagte:Um der heiligen Junsrau willen, Herr! Wir sind eben nicht zu Millionären geboren!" Wie konnte ich das Vertrauen dieses uneigennützigen Geschöpfes belohnen? Wie es entschädigen für das, was ich ihm entzogen hatte ja, was ich ihm schuldig war?

Meine Gewissensbisse und die Ueberzeugung meiner schweren Verantwortlichkeit lasteten so schwer auf mir, daß ich ben Entschluß faßte, mich bes Mädchens anzunehmen. Ich gab es in eine Erziehungsanstalt, ließ es ausbilden und blieb fein Beschützer unb schließlich heirathete ich es. Das Bemerkenswertheste an der Geschichte ist:daß ich alücklich wurde!"