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— Für die Aufnahme später eingereichter Anzeigen zur
1896.
Bezirks-Fernsprecher Ko. 52.
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BezirkS-Fernsprecher No. 52.
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(Nachdruck verboten.)
Eine Deeeffion an der Straßburger Univerfität
bildet seit einigen Tagen daS Tagesgespräch in der alten Stadt am Rhein. Innerhalb der Studentenschaft herrscht schon seit längerer Zeit ein Zwiespalt, der aus den bekannten politischen Gründen wohl so bald nicht auszugleichen sein wird. Die Stndirenden aus den eingeborenen Kreisen halten sich gesellschaftlich völlig fern von denen aus Alldeutschland, kümmern ^-sich auch nicht um Ehren-, Kncip- und Paukkomment Treffen sich aber die sich so kalt gegenüberstehenden Kommilitonen beider Parteien einmal zufällig in einer Wirthschaft, geht es gewöhnlich nicht lchne Reibereien und Schlägereien ab, und wer dabei die Schuld trägt, ist im betreffenden Einzelfalle selten zweifelsohne festznstellen. So provozine vor einiger Zeit ein junger Mediziner, stad. Dahlem (Altdeutscher), der sich eines ausgesprochenen Rufes als Krakehler und Duellfex erfreute, mit einigen elsässischen Studenten einen Streit in einem Bierlokal, der sich bis auf die Straße fortsetzte, da sie ersterem Satisfaktion verweigerten. Dahlem schoß auf der Straße noch mit dem Revolver um sich, traf zum Glück nicht, wurde aber wegen seines Betragens von der Universitätsbehörde mit einem scharfen Verweise bedacht. Das schien den Elsässern zu wenig Strafe. Die gleiche absprechende Kritik fand bei ihnen da? Unheil des Senats in der sogenannten Feldbergaffaire. (In einem Schwarzwaldbadeort hatten Studenten verschiedener Universitäten nächtlicher Weise einen ungeheuren „Ulk" angestellt, sogar Thüren eingetreten und „Philister" belästigt.) Ein Mitglied der Straßburger Rhenanen (Altdeutscher)g wurde relegirt, die anderen gingen mit Verweisen aus, und das zeitweilig susvrudirte Corps der Rhenanen durfte wieder den Cylinder-
Dir Entscheidung im Orient.
Die Dinge im Orient gehen einer entscheidenden Wendung entgegen. Das alte Spiel in der Türkei, wobei dem Sultan gewohnheitsmäßig ein Ultimatum gestellt wird und er ebenso gewohnheitsmäßig Besserung gelobt und Reformen verspricht, hat endlich die Geduld der Mächte erschöpft. In der That ist in der Türkei nichts von alledem geschehen, was so oft und so heilig versprochen wurde. Die Reformen auf Kreta sind um keinen Schritt weiter gerückt, ja in der jüngsten Zeit hat sich die Lage auf der Insel infolge der türkischen Jntriguen wieder verschlechtert, und die armenische Angelegenheit ist trotz aller Versprechungen ebenfalls noch um keinen Schritt weiter gerückt. Dazu kommt, daß infolge der Kopflosigkeit, die im Mdiz Kiosk herrscht, und der Willkürherrschaft, welche die Folge dieser Kopflosigkeit ist, die jungtürkische Bewegung ganz erheblich an Umfang und Bedeutung gewonnen hat und die bisherige Ordnung der Dinge in der Türkei, wenn man bei dieser Unordnung überhaupt von Ordnung sprechen kann, ernstlich in Frage stellt.
Diese unhaltbare Lage scheint unter den Mächten jetzt endlich der Erkenntniß zum Siege verholfcn zu haben, daß es so, wie es bisher ging, nicht mehr weiter gehen kann. Mit der Rückkehr des russischen Botschafters v. Nelidow «ach Konstantinopel scheint jetzt wirklich der Zeitpunkt gekommen zu fein, wo der seit Langem verkündete Umschwung in der Haltung der Mächte sich in die That umzusetzen beginnt. Es heißt, v. Nelidow sei mit einem auf dem Uebereinkommen der hauptsächlich in Betracht kommenden Mächte beruhenden Plan nach Konstantinopel gekommen, der entweder der Verschleppungspolitik des Sultans, oder aber dem Bestände des türkischen Reiches in seiner gegen»
Ausland.
* Frankreich. Der verhaftete Hanpiiuaim n. D. Guillot soll wegen Spionage vor dar Zuchtpolizeigcricht und wegen Lander- verraths vor das Kriegsgericht gestellt werden. — Die Blatter verzeichnen als Kuriosum, daß der in Pontarlier gewählte Deputate Grenier früher dem muselmanischen Glaube» angehörte und arabische Kleidung trug.
Hut mit der bunten Mütze vertauschen. Auch hier waren die Elsässer der Meinung, das Urtheil sei nur so milde ausgefallen, weil eS sich mit Altdeutschen beschäftigte. Bei diesem aufgehäuftrn Zündstoff kam es jüngst in einer chemischen Vorlesung des Professors Fittig zum Krach. Schon seit Jahren machen sich bei genanntem Herrn, der übrigens als strenger Examinator bekannt und gefürchtet ist, die „Elsässer" das Vergnügen, nicht nur mit den Füßen zu scharren und zu trampeln, sondern auch die Betonung gewisser Worte des Lehrers laut nachzuäffen, was oft genug Anlaß zu Protesten von Seilen der ernsteren Studirenden führte. Sonderbar ist es freilich, daß hiergegen nicht schon von vornherein von Seiten der Behörde cingeschritlen wurde. Nun wiederholte sich der Unfug an dem gedachten Tage in der widerwärtigsten Weise, und ein Altdeutscher, stad. Martin, drehte sich um mit den Worten: „Aber ich bitte Sie!" Sein spektakelnder Hintermann, stad. Francois (Alt-Lothringer) fuhr ihn darauf mit den Worten an: „Was wollen Sie von mir — soll ich Ihnen ins Gesicht schlagen?" Martin ließ im Augenblick die Sache auf sich beruhen, forderte aber nach Schluß der Vorlesung den Francois auf, die Beleidigung zurückzunehmen. Statt deffen antwortete dieser mit einer höhnischen Bemerkung und schloß hieran jene verpönte Einladung, die schon aus „Götz von Berlichiugen" bekannt ist. Martin beschwerte sich nun beim Rektor, und da hierbei auch der gegen Profeffor Fittig gerichtete unqualisizirbarr Schabernack zur Sprache kam, wurde Franxois relegirt. Darob ein furchtbarer Entrüstungssturm unter den einheimischen Studenten und in „elsässischen Kreisen"^ überhaupt. Vor allen Dingen wurde ein Streik in Scene gesetzt (alias geschwänzt). Francois wurde bei seiner Abreise nach Freiburg i. B., wo er sich immatrikulircn ließ, von 21 Kutschen zum Bahnhof geleitet, und dann von 150 elsässischen Studenten
London kommenden Nachrichten, daß Lord Salisbury geneigt sei, gemeinsam mit dem Czaren vorzugehen, wohl rückhaltlos Glauben schenken. Eine Verständigung unter diesen drei Mächten würde thatsächlich schon genügen, um die türkische Frage einer Lösung entgegenzuführen. Es verlaittet aber nun mit Bestimmtheit, daß auch zwischen Rußland und Oesterreich - Ungarn eine Verständigung über die orientalische Frage erzielt worden sei. Diese Meldung erscheint umso glaubwürdiger, als in der österreichisch- ungarischen Politik seit längerer Zeit die Neigung sichtbar war, mit Rußland zusammenzugehen, und für diese Neigung ja auch Gründe genug vorliegen. Endlich soll auch Italien seinen Beitritt zu der europäischen Allianz zugesagt haben, und auch dieser Mittheilung möchten wir Glauben beimessen. Italien hat ein starkes Interesse an der Haltung des Gleichgewichts im Mittelineer; wer aber jetzt nicht mitthut, der hat auch bei der Entscheidung über die türkischen Angelegenheiten kein Recht mitznsprechen. Endlich soll auch an Deutschland eine Anfrage ergangen sein, wie es sich bei einem etwaigen gemeinsamen Vorgehen zu verhalten gedenke; über die Antwort Lst noch nichts bekannt geworden. Spezielle Interessen hat Dentschland in der Türkei nicht zu vertreten und bei einer etwaigen Theilung der Türkei würde Deutschland kaum erhebliche Vortheile einheimsen. Andererseits hat aber Deutschland als europäische Großmacht ein Interesse daran, daß sich die Enischeidnng im Orient nicht ganz ohne sein Zuthun vollzieht. Es ist somit wahrscheinlich, daß eine etwaige Aktion W Orient sich nicht ohne die.Mitwirkung Deutschlands, sei es auch nur eilte diplomatische, vollziehen wird.
Worin diese Aktion bestehen wird, darüber kann kein Zweifel herrschen. Offenbar wird dem Sultan das Ultimatum gestellt werden, einen von Rußland ausgearbeiteteu Reformplan anzunehmeii, dessen Durchführung Rußland als orientalische Vormacht überwachen soll. Geht dex Sultan hierauf nicht ein, ober sollten irgend welche Ausflüchte versucht werden, so dürfte alsbald die bewaffnete Intervention erfolgen, d. h. die russische, englische und französische Flotte würde in die Dardanellen einlaufen. Sollte dem Sultan auch dieser ernsten Lage gegenüber nicht die Erkenntniß reif werden, daß es sich wenigstens für seine europäische Herrschaft um Sein ober Nichtsein handelt, bann würde sich allerdings, was zu vermeiden freilich immer noch möglich erscheint, die orientalische. Frage in ihrer ganzen Bedeutung, anfrolleu.
Der Oberkirchenrath hat, wie mehrere Blatter berichten, die Strafversetzung des Pastors Koetzschke tu Sangerhausen, der bekanntlich verschiedene Angriffe gegen Freiherr» ».Stumm «enchtet hatte und deswegen aueb gerichtlich belangt worden war, aufrecht erhalten und Herrn Koetzschke auch die Koste» beider ^»stanzen des Disziplinarverfahren« auferlegt. ...
Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt offiziös: Die .Mittheiluiigen für die BertrauenSliiänner der nationalllberalen Partei haben nach der „Ralional-Ztg." in einer Erörterung über das Scheitern der Justiznovelle hervorgehobeii, daß die Möglichkeit einer Verständigung zwischen Regierung und Reichstag in dem Augenblick unerreichbar erschien, als der Staatssekretär des Reichsiustizanits sich lediglich a» die Vertrauensmänner der Centrunisparter aeivendet hatte, um den Preis eines etwaigen Kompromisses zu erfahre». Diese thatsächliche Angabe ist umichtig. Der Staatssekretär des Neichsjustizamt« ist an irgend eine Partei mit Anfragen oder Koinpromib-Versuchen nicht herangetreten. Nachdem die verbündeten Regierungen ihre Stellung zu dem Beschluß des Reichstags im Lause der Verhaiidlnngen bestimmt imd unzweideutig kundgegebei, hatten, lag für ihre Vertreter kein Grund vor, nm unter Preisgabe eiiizelner als unerläßlich bezeichneter Forderungen mit Kompromib-Verhaudlnngen vorzngeheii.
Die „Kreuzzig." veröffentlicht eine Erklärung des Generalbevollmächtigten des Grasen Ernst von Äppe-Biesterfeld, worin gegenüber den in verschiedenen Blättern enthaltenen Mittheilungen über ein angebliches Biesterselder Preßcomitä festgestellt wird, daß Graf Ernst weder in irgend welcher Beziehung zu einem Preßcomitv stehe, nock) überhaupt von der Existenz eines solche» die geringste Wissenschaft habe.
* A,ro drr Vergangenheit des Herrn v. Tausch erE ein Mitarbeiter des „Fiänk. Kurier": Er wurde am 8. Nov. 1874 auf Ansuchen al« Premier-Lieutenant entlassen. Das dicke Ende kommt erst 1875 nach. Hier besagt das „Militar.-V.-Blatt unterm 19. August: „Der vormalige Premier-Lieutenant und BataillonS-Adjiitant v. Tausch wurde vorbehaltlich der gesetzlichen Wehrpflicht euilassen." Dar bedeutet, daß er bei Ausbruch eines Feldzuges während seiner Reserve- und Landwehrpflicht als gemeiner Soldat in die Truppe einzureihen ist. und bedeutet weiter natürlich auch den Verlust de« Titels und UnisormtragenS, was übrigens ja schon mit der Entlassung auf Nachsnchen verbunden war. In ganz Ulm und Nen-Ulm war er bekannt, daß ». Tausch als Bataivonr-Adjutaut ihm zngängige Gelder, wahrscheinlich auS Menagefoiids und Kautiue-Ersparnisse» der Mannschaft, unterschlagen habe. Bei der Entdeckung sei er in die Schweiz geflüchtet und habe von dort aus schlennigst sein EntlassungSgesuch eingereicht. Sei es nun, daß ein Ehrengericht oder eine Untersuchung dennoch statlfaud, es erfolgte schließlich unterm 19. August 1875 die oben angeführte Verschärfung der gerichtliche», nicht freiwilligen Entlaffung.
* Vniidschau im Reiche. Referendar Ewers in Düsseldorf wurde wegen Herausforderung der Spiritisten v. Ehrhardt, v. Beckeralh, v. Kamptz und Rhein von der Strafkanimer zu zwer Monaten, Referendar Werninghaus, der Kartellträger des Ewers, zu zwei Wochen FestiingShast verurtheilt. — Die Ziehung dritter Klaffe der Willibrordi-Lotterie wurde beanstandet; laut der „Köln. Volksztg." ist ein Hauptgewinn zu viel im Rade gewesen. — Die DiSziplinarverhandluug gegen den Kriminalkommissar Grams in Aachen ergab, daß der Vorfall un Restaurant Wiertz aufgebauscht worden und insbesondere die Aenßerntig: „Ich bin Brüsewitz der Zweitel", nicht gefallen war. Es wurde deshalb nur auf einfache Versetzung im Amte erkannt. — Oskar Panizzas in Zürich erschienene Schrift „Abschied von München ist, wie die „Allg. Ztg." mittheilt, in München polizeilich beschlagnahmt worden. ______
* Hof- «nd Personal-Nachrichten. Prinz und Prinzessin Adolf zu Schaumbnrg-Lippe trafen gestern Nachmittag zum Besuch des Kaiserpaares im Neuen Palais ein. — Der bayrische Kriegsminister Freiherr v. A s ch weilt, wie ein Berliner Blatt berichtet, zur Zeit in Berlin. Man bringt seine Anwesenheit mit der Frage der Reform des Militär-StrasprozeffeS in Zusammenhang.
* Krrlin, 23. Dezember. Von Römern» sind dieser Tage der Kanzler des Gouvernements, Negiernngsrath vr. Seitz, und der Regiernugsrath vr. Plehn mit Urlaub hier eingetroffen. Beide Beamten wissen, wie die „Seil. Reuest. Nachr." berichten, nicht« von Unruheii, die nach englischen Berichten dort vorgekomineu fein sollen. Auch hätte.der Gouverneur v. Pnttkamer die Absicht, eine Expedition nach dem Innern zu machen, ein sichere« Anzeichen dafür, daß in
Anzeigen-PreiSr
Die einspaltige Petitzeile für locale Anzeige,» 15 Pfg., für auswärtige Anzeigen 25 Ä - Reclaüieu die Petitzeile für Wiesbaden 50 Pfg-, für Auswärts 75 Pfg.
eine Beschwerbe-Abresse an ben Rektor ins Werk gesetzt, in ber mit Bezug auf bie „zu rnilbenUrtheile" in ber Dahlern- und Felbberg-Affaire gegen bie Relegation Frangois' Verwahrung eingelegt wurde. Die Deputation von brei Stubeuten, bie die „Resolution" überreichte, wurde nach einigenTagen zum Rektor berufen, ber ihr klar machte, baß sie sich burch ihr Thun schwer vergangen hätte, unb stellte Diszipliuar- untersuchung in Aussicht, falls sie ihre Adresse nicht zurück- nähme.
Die Drei gaben darauf folgende Erklärung ab: „Wir Unterfertigte haben bei der Unterzeichnung der Adresse in Sachen Francois keine zutreffende Kenntniß ber darin erwähnten Straffälle Dahlem- und Felbberg-Ausschreituugen unb ihrer disziplinären Behandlung besessen. Wir erkennen an, baß diese Adresse in einer unrichtigen Auffaffung der auf diese beiden früheren Fälle bezüglichen Thatsachen sowie darauf beruht, baß ber von stad. Frcmxois gebrauchte Ans- brück in unseren Kreisen nicht als so schwere Be- leibigung aufgesaßt wirb wie anberwärts. (Angesichts des oben citirten Wortlautes mache man sich gütigst selbst ein Bild von dem in gewissen Kreisen herrschenden Umgangston! Die Red.) Wir ziehen daher unsere Unterschrift zurück und werben uns bemühen, die richtige Auffassung unter de» Mitunterzeichnern ber Abresse zu verbreiten."
Der Rektor erklärte in Uebereinstimmung mit bem aka- demischen Senat, baß er unter biesen Verhältnissen trotz ber Schwere des in der Adresse liegenden Disziplinarvergehens die Angelegenheit als erledigt ansehen werbe. _ Damit kam er aber bei ben 150 elsässischen Secessionisten schön an. Am Donnerstag (17.) beschlossen sie wieber eine Resolution, in der koustatirt wirb, daß die drei Deputirten bei Zurücknahme ber Abresse ohne Auftrag hanbelten. Die in derselben enthaltene „Verwahrung" wird in allen Tbeilen aufrecht erhalten und
44. Jahrgang.
Erscheint in zwei Ausgaben. — Bezugs PreiS: 60 Pfennig monatlich für beide Ausgaben zusammeu. — Der Bezug kann jedcrzec" begonnen werden.
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getr. ] feigen, | »reis« lat 11. I 15773 I
■ ’ Bärtigen Form ein Ende machen werde.
Wie erinnerlich, ist schon während der Reise des Czaren fc wiederholt von beut Plan bie Siebe gewesen, eine Verständigung der Mächte Europas über die türkische Frage herbeizuführen. Es scheint, baß ber damals verfolgte Plan Erfolg gehabt hat unb in nicht zu ferner Zeit sich derAus- sthrnng nähern wirb. Schon bamals lag es auf ber Hand, und es ist heute zur Gewißheit geworden, baß bie Anregung zu dem gemeinsamen Vorgehen der Mächte von Rußland ausgeht. Es konnte für Rußland nicht schwer sein, seinen | Bundesgenossen, Frankreich, ber gewohnt ist, durch dick und dünn mitzugehen, zu bem gemeinsamen Vorgehen zu überreden ; umso mehr, da Rußland es in der Hand hatte, feinem Zweibunbkollcgen geheime Versprechungen behufs Unterstützung bei ber einstigen Aufwickelung ber egyptischen Frage zu machen. Am schwierigsten schien eine Verständigung mit England, das in der türkischen Frage bisher seinen eigenen Weg wandelte. Aber England hat seinen früheren Standpunkt ganz unverkennbar verlassen; es hegt heute keinerlei Neigungen mehr, für den Bestand des doch unhaltbar dem Untergang geweihten ottomauischeu gleiches seine Il(iry „ent oiuirni zu uiamcn, Knochen zu Markte zu tragen. Man kann daher den von • den Küstengebieten die größte Ruhe herrsche.
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