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Verlag: Langgasse 27
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1896
Ssrmtag, den 1. November.
Bezirks-Fernsprecher No. 52.
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Bezirks Fernsprecher Ro. 52.
bei Meppen.
Kruppschen Werke und Geschütz« bei Meppen
Schmücken denn auch von dem Monarchen sehr ungnädig em» psangen. „Sie geben ja 3brcn
dabei zerschellt oder dekormirt worden zu fein.
Das andere 33 Kaliber lange, größte Geschütz der Welt von 42 cm Kaliber fällt durch feine riesigen Dimensionen ganz besonder? aus. Das Gewicht des Geschützrohres allein beträgt hier 122,400 kg.
.^litieu im Geschützbau ge- thibrr willkommen sein, wenn .ui Tieil des großen Schieß- sit L;Snbe für die schweren Geschütze,
erworben, da A; ieistungen nnl Uimmgmifiitr gedehntes T-.
Se^ßsiand i ra 24 km und v,
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Der tf.Jb.
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Anzeigen
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fuii. Schieß- ngv :■ Gesoüren ir, fli! sehr vil= - chen. Ker jchige '.f n-.ßwtttrn bis zu
Aus Kunst «nd Lebe».
* Zur Geschichte ttttfere» Poltwerthzetchen bringt der „Bär" in seiner jüngsten Nummer folgenden interessanten Beitragt „Anfang« der fünfziger Jahre wurden inPreußenPostfreimarkeir und Briefconverts mit dell' ein- aeprägten Kopfbilde des Königs Friedrich Wilhelms IV. in den Verkehr gebracht. Dieselben waren aber nur kurze Zeit in Gebrauch, und als die erste Auflage verausgabt war, wurde das Bild des Königs sortgelasien, und zwar auf spezielle» Wunsch des Monarchen, Als der König gauz zufällig solches Briefcouvert zu Gesicht bekam, erregte e6 bei demselben großes Aergerniß nnd zwar deshalb, weil das Königrbild durch den sogenannten Entwerthnngrstempcl vek- nnziert war. Darüber sehr ungehalten, sagte Friedrich Wilhelm zu feinem KabinettSsekreiär: „daS werde ich dem Schmückert(General» postmeister) schon eintränken". Bei dem nächsten Vortrag wurde
Kruppschen Geschützrohre von den Rohren anderer großen GeschrW gießereien in Frankreich und England, daß sie eine erheblich größer? Anzahl von Schüssen als diese mit absoluter Sicherheit auSzglten, der Gefahr des Zerspringen« nicht oder doch erheblich weniger ausgesetzt sind und daher die größten Schießleistungen in Bezug auf Treffsicherheit und Durchschlagskraft aufweisen.
Ausschlag des Geschosses würde in Ehamoiiix auf der anderen Seile des Berge« erfolgen in einer Entfernung von 20,226 m.
Da« Rohgewicht diese« Geschützes betrügt 31,000 kg, da« Gewicht der Lafette 28,200 kg, also daS Gesamnikgewicht 59,200 kg. Das Gewicht der zu diesem Geschütz gehörigen Granate beträgt 215 kg nnd das der Pulverladung 115 kg. Dar hierbei zur Verwendung gelangende Pulver ist Prismatisches Pulver 6/82 (Kon- struttion 1882) und verleiht dem Geschoß eine Anfangsgeschwindigkeit von 640 m in der Sekunde. Eine NUS diesem Geschütz verfeuerte Stahlpauzergranate durchschlägt nabe bei der Geschützmündung eine schmiedeeiserne Panzerplatte von 74,7 cm, auf 1000 m Entfernung noch eine solche von 66,2 cm und auf 2000 m Entfernung noch eine solche von 58,7 cm Stärke.
Die Zeichnung rechts zeigt dar 84 cm lange Geschoß, welcher eine72 cm starke schmiedeeiserne Panzerplatte, 100 m von der Mündung
Erlaubniß nur bann zu versagest, wen» der Petent befürchten läßt,, daß « Böllerei, verbotenes Spiel und' Unzucht de« Geschützes entfernt ausgestellt, platt durchschlagen hat, ohne selbst I befördern werde. Ohne Weitere» sei die» aber von einem Geistes» *■-*•'* — *■*-'*» .....- -v-.....- * kranken nicht anzunehme», e» lägen jedenfalls keine Thaisachen vor,
die solche Annahme bei dem Gesuchsteller rechtfertigten.
da» der Laffete 68,000 kg, sodaß also da» Gesamnitgewicht des ganzen Geschütze» 190,400 kg beträgt. An« diesem Riesengeschütz wird eine Granate von 1000 kg Gewicht mittel« einer Ladung von 410 kg Prismatischen Pulver« 6/82 verfeuert. Die Anfangsgeschwindigkeit ist aber hier geringer als bei der vorgenannten 24 cm-ffanone und beträgt nur 604 m in der Sekunde. Eine Stahlpanzergranate dieses Geschütze« durchschlägt nahe bei der Geschützmündung eine schmiedeeiserne Panzerplatte von 107 8 cm; in 1000 rn Entfernung durchschlägt sie eine Panzerplatte von 99,6cm und in 2000 m Entfernung noch eine solche von 91,9 cm.
Der enorme Gasdruck, den die Geschützrohre bei solchen riesigen Pulverladungkn auszuhaltcn Haden, har naturgemäß auch zu besonderen Geschützkouslruktioneu geführt. Während die alten Kanonen massiv aus einem Stück gegossen waren, setzt Krnpp seine Geschützrohre, mit Ausnahme der ganz kleinen Kaliber, ans Kernrohr, Mantel und einzelnen Ringlagen, deren Zahl sich nach der Größe de» Geschützkalibers richtet, zusammen. In unserer Zeichnung ist link« eben der Durchschnitt eine« großen Geschützrohres von 40 cm Kaliber wiedergegeben. Das Kernrohr ist schwarz nnd der den Hinteren Theil desselben umgel-cnde, und zur Aufnahme des bei alle» Hinterladegeschützen nothwendigen Berschlußkeils eingerichtete Mantel weiß gehalten, während die vier einzelnen Ringlagen, die sich ans nebeneinander liegeuoen Ringen zusaiumensetzeu, durch verschiedene Schrassiruug kertnilich gemacht sind.
Die Herstellung eines solche» zusammengesetzten Geschützrohres geschieht, indem über da» gegossene und abgekühlte Kernrohr der Mantel iu heißem Zustande üdergezcgen wird. Beim Erkalten verringert sich naturgemäß der Durchmesser de« Mantels und dieser preßt so das Kernrohr zusammen. Zu gleicher Weise werden die einzelne» Ringet heiß über Kanonenrohr und Mantel gezogen uud üben «un beim Erkalte» einen so starken Druck aui ihre Unterlage an«, daß das Rohr dadurch bedeutend wiederftandsfähiger gegen de« Druck der Puiocrgase wird. Es ist em SefOHberes Vorzug der
erobert, während die anderen die That einem Franctireur der Sfere, Zosef Perret, zuschreiben. Beide Theile geben zu. daH Perrel uud Eurtat mit Lebensgefahr die Fabrik verließen, von wo aus die Franctireur» auf bte deutschen Truppen schossen, um die auf der Straße liegenden fchwerverwundeten oder tobten Deutschen ihre« Feldzeichen» zu berauben. Nach den Angaben der Leute des Dauphins kam Perret dem anderen zuvor, wshr«ch Sie Savoyarden behaupten, der 17-jährige Eurtat habe die Fahne xuerg ergriffen und nachher habe fie ihm Perret aus der Treppe, alt sie in die Fabrik zurückkehrten, au» der i-)and gerffsen. Der ehemalige Kolonialminister Chautemps, ein Savoyarde von «Iehurt. ist um fein Ilrtheil angegangen worden. Er spricht sich in einem aurführlichen Schreiben für Eurtat aus, der damals für seine That von seinen Vorgesetzten belobt wurde und beffeg Name im Jnvalidendome an der Fahne angebracht wurde: Er glaubt zwar nicht an die Fabel, daß ein Framnreur de, Jsöre dem Savoyarden die Fahne entriffe» habe, bie von keinem Augenzeugen der Schlacht vudtilgl teh». A8 dsS HK M W»
Beamten ein gutes Beispiel, den Werth meiner Person herabzusetzenJ“ Schmückert war wie vom Donner ßtrßbri >.M wußte nicht, worin er gefehlt haben lsollte Ais der König seine Verlegenheit bemerkte, sagte er iche'Pnd zu dem Generalpostmeister: „Die Postbeamten vergreifen sich je an meiner Person, und Sie edafftu noch dazu eine Versügung Ihren König zu entweriheu?^ Jetzt begriff der Beamte, um wa» e» sich handelte, und seit der Zett roerber. Freimarken und Couvert« nicht mehr mir dem BildiH de« Königs geschmückt." (Seither wird der Adler oder die Krone beßempelt.)
* Di» einzig» deutsch» Kahn», die im Kriege von 1870 von den Franzosen erbeutet wurde und im Jnvalidendöm in Paris ausbewabrt wird, ist zum Anlaß eine« Streite« zwischen Savoyen und dem Dauphins geworden, denn bie_tinen behaupten^ der Savoyarde Viktor Eurtat habe am
Eine Maxi al-Schießleiftung.
Der Besuch de» deutsch. Kaisers in der Gnhstablfabrik von Krupp in Essen und die Lorsühruug der Schießleistungen der ntäeßen Geschütze ans dem Säsießplatz bei Meppen läßt e« wünschen«- werrh erscheinen, einige Daren welche die Bedeutung der Kruppschen Geschützgießerei näher umschrei n, zu geben.
t Bekanntlich hatte Krupp auf der Weltourstellung in Chicago im Jahre 1893 nicht weniger a’» 18 Geschütze auSgestellr, welche b;e allgemeine Bewnnderung der Fachleute erregten Unter den au»- aestellten Kanonen siguiirten reich ein 33 Kaliber lange« 42 cm Geichüy mit einem Robrgewch! ecu 190,400 kg alS das schwerste, und ein 40 Kaliber langes 24 cv Geschütz als das am weitesten schießende Geschütz der Welt.
i W Um einen Begriff von der SS^ßleistnna de« vorgenannten 24 cm Geschützes zu geben, ist in beifufcenber Zeichnung links unten die Flugbahn des Geschosses bei einer Elevation de« Geschützrohr» von 44° wiedergegeben. Die Schußwette von der Geschützmündniig bis zum ersten Stuf treff en de« Geschoss« auf Dem Booen beträgt S0I26 m. Da« Geschoß erreicht als höchsten Punkt auf seiner Bahn die ansehnliche Scheitelhöhe von &4 m nnd gebraucht bis am ersten Bnftreffen eine Flugzett voir 7SI Sekunden. Um sich hiervon eine rechte Vorstellung machen zu könne!!, denke man sich da» Geschütz in dem 1000 m über dem Meeresspiegel gelegenen Orte Pr6 St. Didier mit di Richtung aus die Spitze des Moni Blanc und der größtmögliche. Erhöhung von 44° ins ., stellt und abgefeuert. Der höchste Punk- der Flugbahn des Äeschoffes, der Scheitelpunkt, liegt in diesem Fa genau über dem Kipfel des 4810 m hohen Wollt Blanc, und z ar noch 2730 m über demselben, iznd somit 7540 m über dem M«reSsvWej. Der
Deutsches R^ch»
* Ium Kall Krüfemitz haben, wie die „Badische Ltmdks- zeitung" berichtet, noch in den letzte» Tagen neue Erhebungen stattgefnnden. Die Voruittersuchnng ist also noch nicht abgeschlossen. In mililärischen Kreisen wird dort behauptet, daß »och den Feststellungen der Boruntersuchuiig den Lieutenant voraussichtlich eny weit strengere Strafe treffen werde, als man im Publikum und ist der Presse amtehme. Interessant ist M Beurtheilung, mit welcher Professor Delbrück seine politische Korrespondenz igt letzten Heft der „Preußischen Jahrbücher" schließt. Er sagt dort u. A.l „Der eigentliche Schwerpunkt, nachher . die Sühne zu finbtn, liegt darin, daß der Offizier unter einem StaudeSgericht sieht und die öffentliche Meinung immer vost dem Mißlraneu erfüllt fein wirb, ob ent solcher Gericht die StaudeSgenoffen auch nicht zu milde beurtheile. Die bevorstehende Reform de? Militär-Sträf- prozesses soll helfen. Wird es möglich sein, wirklich Formen zu finden, die den entgegengesetzten Juteiefsen einigermaßen gerecht werden? — Wie aber soll, so heißt er an anderer Stelle, die rechtz Freudigkeit für die Ausbildung dex vaterländischen Wehrmacht gedeihen, wenn das Volk in der Armee eine Art feindlicher Macht erblickt?"
* Der Hnchftnde tobtet! Der Bezirks-Ausschuß zu Breslau hat enf- fchledeu, daß auch einen. Geisteskranke» die Schank-Konzession ertheilt toerbqi muffe. Denn nach dem Gesetz sei ia bte Ä
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Fie im Ichre"1877
Jahrgang
Erscheint in zwei Ausgabe«. — Bezugs-Preis!^ 60 Pfennig monatlich für beide Ausgabe»^ zusammen. -- Der Bezug kann jederzeit bc=\£- gönnen werden. V ® k ,
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। fü- die Abend - Anögabe b?^8»^MVormittagS, für die Morgen - Ausgabe bis 3 Uhr Nachmittags. — Mr die Aufnahme später eingereichter Anzeigen M
ItatJlHC ..^chsterscheinenden Ausgabe wird keilt» Gewähr übernommen, jedoch nach Möglichkeit Sorge getragen.
tz«u gro->n besichtigst nommen y« v'.rd !
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eine» anderen drehbaren röger lagerte, die ihrerseits auf ,-- ncr- achüge-i offenen Lowri« hten Durch diese Konstruktion w r sowohl eine gleichmäßige Verth ilung der Last al» auch die zum Durchfahren der Kurven erfordernd)» Beweglichkeit de» langen Ge ihrle« erreicht.
Der Besitz eigener Schieß- stäude girbt der Kruppschen Firma die Möglichkeit, rluabhängi l von fremden Schiebversucheri ihre Konstruktionen selbst auf Kren Werth prüfen und verbesieni zu können. Daß die Firma n (■_ eschützbau thatsächlich unerreicht dasteht, W weltkuudig.
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___zahls-schen, be= deutenden Sa - ' »r^ive we!M das-ws! mit den vkrs-ta -.us n ' ^eschnnar!-' im Beisein von tzgrbv ■ dig«i fa. aller Nalioner aurge-ah - «Orden find, eine internationale S&et u i gewannen.
Unsere Skizze / die
Geschützständ. mit einechi über 6i hin»egUbr< ..den Lausig ahn, der seitlichen Bewffgung schl^Per Lasten dient. Unter deut mittleren^ ^beil des Laiff- krahnk setzen wif dos ^i Kaliber lange 42 cm Geschütz, welche« lauf der Weltausstellung in EhicagKo durch feine raorwen GrößenverhältHisse allgemeine/ Aufseher erregt-.
Zu beiden Seilen 5 ser Rltseukanone stehen leichter- Geschü er «elagernugr-
artiBerieJ»«- ta.t ,<chr >m tzmter-
grunde.e^Smcffsg. gl "etzud,davor rme Panzerdeaung. Zahlreii Höschienengekife
dienen zumtzer. ufchaffei^ -trGesch X M ""T*- »'n besonder« zu diesei. Zwei rM'ebauten Lifeybahnwagen, deren Konstruktion sehr verschieden ist, ,e uSffh der Schwere und Länge de» mit ihm zu tranSporiireiideii Äeschi S. Besondere Schwierigketten machte aus der Ausstellung in CH cago der .dorngen Bahnverwaltung anfänglich- der Transport, des grvßkt?. Kruppschen Geschützes von 12 em Kaliber;'Die PeiT' sivania- hadu baute' in ihren eigen« u Werk hätten in Altoona dam al» den ,beu link« In unserer Zei„ -nngab- zebildete» TrarMortw-:.-. Der
selbe besteht 6. M hinL inanber rrstelltrn Wuoeu *^n je Achsen, er besitzt also. Lgelümm. i Nader, -velche iu 4 je ' trädr.-' ’ Dreh- xsteven angec "-■V wc . Das »ewicht de» Irt.c^ßag- betrug <9,450kg, baeiemge c, 42 cm Geschützrohre« 122,580- ,fr fodav auf lebe Achse ue» b abeuen Wagen« ein Druck voi rund 18,600 kg Gewicht kam Das Rohr lag mit seinen Schil zapfen iu einem langen Träger, er sich mit den Enden beweglich 1 uf je
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