19. September 1896. «gelte 8,
Wiesbasener Tagvlatt <Abe«d-AuSgabe). Derlag: «anggaffe S7
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ffntlt, ih Der letztgenannte Sänger, ein Schüler des Gesangprosessors Grün anftallen m Frankfurt, der bekanntlich unsere frühere Primadonna Baumgartner . ” ? I .u. 1 SlffiH.l imS »in.r erbten
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Me heutige Abend -Aus sabr umfaßt 8 Kett»«.
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» Königlich, Schauspiele. Die gestrige Aufführung der Oper „Die Hugenotten" von Meyerbeer bot durch mehrere RolliBNenbcsctzungcn und durch das Gastspiel des rumänischen Tenoristen HerrnA.Lemisiano als Raoul ein erhöhtes Interesse.
W affer-Ua chrichten.
/X Mains. 19. September. Fahrpegel: Vormittags 2m 78 cm gegen 2 m 85 cm am gestrigen Vormittag.
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bereits Schritte gethan zur Auslieferung der inJRotterbom hafteten Anarchisten Wallace und Haines. Die hollaMWe Regierung erhielt zahllose anarchistische Zuschriften, m denen o#8 Rache für die Verhaftungen mit anarchistischen Attentaten
No. 440. 4». Jahrgang
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eine neue Pinge von 15 Meter Tiefe. Ein Fachmann erklärte, die Senkungen im Brnchterrai» könnten 2 bis 3 Jahre fortdaueni.
Alt-Auffee, 19. September. Reichskanzler Fürst Hohenlohe
miber.
>. Mnndt, ürt a. M. Garfield Sieg der Seschlüffe * Gotha ■ Berlin, itrleibung Preufeen , Schrift-
:rath Dr ion Ihrer zur Tafel
ringelnden. — Herr Pfarrer Hart zu Homburg v. d. H., Inhaber der zweiten lutherischen Pfarrei daselbst, ist gestorben.. Mit der einstweiligen Versetzung des erledigten Pfarrdienstes ist Herr [ PfllrramtSkandidat PaulAuler von hier, bisher Vikar ,n Freiendiez, beauftragt wordeu. An deffen Stelle daselbst tritt Herr Pfarramts- kandidat Albert Maurer von hier.
— Königliche Schauspiele. Morgen wird Frau Maria Jelinek, die soeben mit grofeem Erfolg an der Konigl. Oper tn Berlin gastirte, die Partie der Elsa in „Loheugrin finge». Fräulein Mackrott, welche von ihrer ernsteren Erkrankung völlig wieder hergestellt ist, nimmt ihre Thätigkeit an der König!. Bühne in der nächsten Woche wieder auf. Das Gastspiel von Fräulein Lily Le jo ist endflültig auf Sonntag, den 27., und Dienstag, den 29. d. M., festgesetzt.
— Resrdruz-Ktzeatrr. Ans dem Bureau des Theaters wird uns geschrieben: Am Sormtag Nachmittag, 31/? Ufer, finbet Gräfin Fritzi" von Blumenthal zu halben Kassenpreisen statt; Abends, 7 Uhr, wird „Die Erste" von Lindau schon znm dritten Mal gegeben. Da die Darstellung in den Wiederholungen stets steigenden Beifall feervorrief, so dürste dieses Stiminnngsbfid noch länger out dem Repertoire bleiben. — Am Montag Abend wird die lustige Operette »Die kleine» Lämmer" zum ersten Male wiederholt werde».
— Dao Seckrrsche Musik-KouservatoriumLir Klavier-, Violin- und Gesang-Unterricht, verbunden mit dem «seininar zur Vorbereitung und Ausbildung für das mnfikalische Unterrichtsfach, beginnt am Donnerstag, den 1. Oktober, mit dem neuen Wintersemester das 24. UnterrichtSjafer. Der Zweck dieier musikalischen Bildungsanstalt, welche sich seit ihrer Gründung im Jahre 1873 stets des besonderen Vertrauens des Publikums erfreute und zahlreiche Schüler und Schülerinnen hier ausgebildet hat, ist insbesondere, durch einen gründlichen Musikunterricht, welcher den Iktrsorderungen der Kunst und der Bildung entspricht, gediegene Hausmusik zu fördern, sowie mich Künstler und Künstlerinnen für die musikalisch-pädagogische und klavier-virtuose Laufbahn vor-
zubereiten und zu bilden.
— Todesfall. Herr AmtsgerichtSrath V. Birke nbihl- welcher am 1. Dezember d. I. in den Ruhestand treten wollte, ist gestern.Abend nach längerem Leiden im Alter von 67 Jahren gestorben. Der Verstorbene war am 4. September 1829 zn Winkel geboren. Er wurde am 16. Juni 1852 nassauischer Amtsaccesust zu Langenschwalbach, am 22. September 1864 Amtsassessor daselbst, am 17. September 1866 Amtsrichter in Eltville, am 29. Mai 18/9 nach Limburg versetzt, worauf er alsbald den Charakter als AmtsgerichtSrath erhielt. Seit dem 1. Februar 1884 wirkte Herr Birkenbihl, s. Z. auch durch Verleihung des rothe» Adler-Ordens 4. Klasse ausgezeichnet, an dem hiesigen König!. Amtsgericht. Er War ein vornehmer Charakter und ein scharfsinniger Ltichter, dem die Achtung und das Vertrauen seiner Vorgesetzten nnd Kollegen sowohl, wie des Publikums in hohem Grade zn Theil wurden. Ein Sohn des Verstorbenen ist Amtsrichter in Usingen.
— Zu den Kesoldungoverbeffernngerr der Beamten glaubt die „Berliner StaatSbürger-Ztg." mittheilen zu können, das; entgegen ihrer früheren Zusage eine Aushebung der Koinnmnalstcuer- privilegienderBeamteuiuLerbiuduug mit derBesoldnugsverbesserung nicht erfolgen soll.
— Die Kartoffel-Ernte fällt in der hiesigen Gegend infolge des anhaltenden Regenwetters sehr tinbesriedigend aus und allenthalben hört man Klagen über das Fanlen dieses unentbehrlichen Nahrungsmittels. Nun scheinen anch die Gegenden, aus denen sonst die ergänzenden Zufuhren kamen, von gleichem Missgeschick beim« gesucht zn sein. So liest man in Berliner Müttern, daß die Kartoffel-Ernte in den meisten Theilen der Mark infolge der großen Nässe recht schlecht ausgefallen ist. Die Kartofftln faulen derartig, haß die Hälfte als unbrauchbar ans dem Acker liegen bleiben must. Das find trübe Aussichten für den „zahlreichen Faimlienva.er , deffen Kellervorräthe von größerem Umfang zn fein Pflegen.
— Die Resolution, welche in der am 4. d. M. stattgehabten Handwerker-Versammlung gegen die Verlegung des F o r t feil dungS- Unterrichts in die Arbeitszeit beschlossen wurde, ist am Donnerstag dem Magistrat übergeben worden. Die Zahl der Unterschriften belauft sich bis heute auf 865, solche können aber noch nachträglich in etile bei Herrn Hahn, Kirchgasse 51, osfenliegende Liste geleistet
Genen die Konuertirnng. Dem Vernehmen nach laufen an allen maßgebenden Stellen und besonders auch zu Händen des Kaisers zahlreiche Bittschriften gegen die geplante Konvertirnng der vierprozentigen Staatspapiere ein. Die Petenten, zu denen namentlich auch Pensionaire und Offiziers- und Beamten-Wittweu gehören, führen an, daß nach ihrer Meinung der Staat die Ber- pstichtung habe, den Inhabern seiner Schuldtitel den vollen Genuß der vier Prozent mindestens einige Generationen hindurch zu gewähren. Schön! Und der Steuerzahler, welcher die Zinsen anf- fettnflen muß und nicht glücklicher Besitzer von Staats- oder anderen Werthpapicren ist? Soll der höhere Lasten tragen, als nach dem jetveilPen allgemeinen Geldstand unbedingt ersorderlich? ~a8 kann inan doch füglich auch nicht verlangen.
— Telegrammvrr'!:c!>v. Es ist den Reisenden wenig bekannt, dafe Telegramme auch in bequemster Weile dnrch den C i s e n b a h u - tfl selbst, in welchem sich der Neifende befindet, Betordernng er- ken können. Bei den kurzen Haltezeiteu der Schnellzuge i)t diese wichtung von großem Werth. Die Annahme erfolgt nämlich durch die Bahnposten, welche in jedem Zuge mitgehen. Die
Telegramme werden, entweder beklebt mit einer Anzahl Postmarken, deren Werth dem Gebührenbetrag entspricht, einfach in den Briefkasten des Bahnpostwagens geworfen, oder mangels der nothwendigen Briefmarken durch die Thür des Postwagens unter Aushändigung des abgezähUen Baarbetrages abgegeben. Die Bahnposten liefern derartige Telegramme an die nächst folgende ^elegrapbenstation zur Weiterbesördernng ab. Der Reisende hat somit nicht uöthig, in aller Elle während der Haltezeit des Zuges das auf dem Bahnhof feansig entfernter gelegene Telegraphenamt aufziisnchen.
— Leseruistrn-Kesörderniig. Die Militärverwaltung hatte bisher den Gebrauch, die Dispositionsnrlauber mit einer bestimmt festgesetzten Reife-Geldsnmme zu entlassen. Don jetzt ab werden aus den Garnisonen Sonderzüge abgelafsen, mit denen die Reservisten m ihre Heimath oder doch nach de» Mittelpunkten der bctretfendeu Gegenden befördert werden. Die Militärverwaltung spart dadurch beträchtlick)e Beträge.
— Schwindel. „Enädige Fra», Ihr Herr Gemahl hat mir soeben ans der Straße dieses fförbdjen Steinpilze für 75 Pf. ab- gekaust; ich sollte sie hier abgeben und Bezahlung von Jhncii erhalten." — „Aber das ist sehr theuer, 75 Pf. für diese wenigen Pilze, die noch dazu, wie ich sehe, alle von Made» zertresieu find. — „Ja, Ihr Herr Gemahl hat sie gekauft und ich bitte um meine 75 — Die gnädige" Fran bezahlte kopfschüttelnd und wurde
später von dem Herrn Gemahl tüchtig ausgelacht. Sie war eben „hereingefallen". Die Pilze waren gar nicht bestellt gewesen. Also die „jungen gnädigen Frauen" seien gewarilt vor der intelligenten Verkäuferin madiger Pilze.
— Mohrr kommt der Ausdruck „Brandbrief"? Mit dem Namen „Brandbrief" bezeichnete man früher ein von Seiten der weltliche» Obrigkeit oder anch von der Ortsgeistlichkelt ausgestelltes schriftliches Zengniß über einen wirklich erlittenen Brandschaden dos dem Inhaber das Recht gab, sich an die öffentliche Mildthätigkeit z» wende». Wenn es schon nahe lag, dafe der berechtigte Inhaber eines derartigen Brieses sich Jahre lang nur die Bettelei verlegte, so war es doch noch weit bedenklicher, baß mit gefälschten Brandbriefen gewerbsmäßig der größte Unfiig getrieben wurde. Landstreicher und Gauner beuteten durch das Mitfuhren und Vorzeigen gefälschter Brandbriefe das llnglück Anderer auf das Raffinirteste aus nnd suchten ans diese Weise das Land mit Brandschatzungen ganz eigenartiger Natur heim.
— gUbrtfalicn und in schändlichster Weise mißhandelt wurde in einer der letzten Nächte gegen 1 Uhr ein lebiger Mann in der Hellmundstraße, als er im Begriff war, sich nach seiner Wohnung -n begeben. Ein Auge wurde ihm stark beschädigt, auch erlitt er noch andere erheblichere Verletzungen. Die unbekannten Thäter habe» ans dem Verletzte» völlig fremder Ursache gehandelt.
— Immoblllru-Uerstrigeruus. Bei der heutige» zwangsweisen Versteigeruiig des den Eheleuten Jakob Milz hier zlisteheudeu Jinmobiliar-Besitzthnms, bestehend in einem vierstöckigen Wohnhaus mit vierstöckigem Seitenbau mit Vorbau und Hofraum, Schwalbacherstraße 151, laxirt 62,000 Mk., blieb Herr Weinhaudler Wilhelm !8ectel feier mit 46,500 Mk. Einzigbietender.
__Kleine Aotiirn. Auf die heute Abend, 8 Uhr, im Saale zum Deutschen Hos", Goldgasse 2a, stattfindende Hauptversammlung Dee „Wiesbadener Unterstützungs-Bund" (Statuten« beratfeuug) sei hierdurch nochmals ansnierksam gemacht.
* Langenschwalbach, 18. September. Die gestrige wiederholte Versteigeriuig des „Pauliuenberg" verlief, dem „Aarbote zufol-K, wiederum resiiltatlos, da Bieter nicht erschienen waren. — Gestern ist die letzte Kurliste für diese Saison erschiene». Dieselbe schließt mit einem Bestand von 5228 Kurgästen ad.
* Frankfurt, 18. September. Ei» am Freitag voriger Woche beim Zollhof aus dem Main gezogener Ertrnn teile r ist als ent Man» aus Arnoldshaiit im Taunus erkannt worden. Er wohiite hier bei einem Ehepaar im Hainerhof. Der Ehemann war feit einiger Zeit eifersüchtig auf den Miether und übte schon mehrfach das Faustrecht gegen ihn ans. Vor ungeiähr vier Wochen äußerte er, daß er den Buhlen noch ins Wasser stürzen werde. Infolge dieser Aeußerung hat die Fran jetzt ihren Mann bei der Staatsanwaltschaft angezeigt, die untersuchen wird, ob wirklich ei» Verbrechen vorliegt.
* Mainz, 18. September. Die Strafkainmer des Landgerichts verurtfeeitte den Landwirt!) Jak. Jochs von Gan-Bischofsheim wegen fahrlässiger Tödtniig zn drei Monate» Gefänguiß. Jochs hatte s. Z. de» Tod des Taglöhuers Seibert dadurch verursacht, daß er bei einem Militärtransport mit der Peitsche ans ein Militärpferd cinhieb; dieses sprang znr Seile und drückte den Taglöhner Seibert derart gegen einen Baum, daß Seibert nach einer Viertelstunde verstarb. _______
Es war ein trüber, regnerischer Tag, als Wilhelmine wieder heimfuhr. Auf den Stationen zogen sich große Wasserlachen neben den Perrons hin, die Bahnbcamten Wen in feuchtglänzcnden Lackmänteln herum, die Passagiere Meßen mit den tropfenden Regenschirmen aneinander.
Alles war so verstimmend, so traurig —so traurig, wie die Ergebnisse einer gewissen Enquete ...
Zu Hause angelangt, setzte sich Wilhelmine an ihr Tischchen, nahm einen frischen Briefbogen zur Hand und schrieb:
„Lieber Herr Bornstedt!
Die drei Tage sind nm, die ich als Bedenkzeit erbeten, und ich sende Ihnen die Antwort: Ja, ich nehme Ihren Antrag an und will Ihre Frau werden. In einem Monat kann die Hochzeit sein.'
Seien Sie zärtlich gegrüßt von Ihrer
Wilhelmine W."
ist mit Gemahlin hier eingetroffen.
Kopenhagen, 19.September. Der Kaiser von Rußland empfing gestern den Baron de Caze de la Bove in Audienz, welcher int Namen von 8000 Franzosen, unter denen sich auch Präsident Favre befindet, Ge scheu ke überreichte. Dieselben waren ursprünglich für die Vermählmigsfeier des Kaisers bestimmt, später tonten sie gelegentlich des Kröuuugsfestes überreicht werde». Die Ehrengabe besteht aus einem Tafelgeräth aus Sövres-PorzeUau, darunter sind 22 Teller, welche in Handmalerei die Wappen der französische» Provinzen zeigens ferner aus 2 Albums mit 70 von hervorragende» französischen Künstler» ausgeführteu Aq»arelle».
Varis, 19. September. Die englische Regierung hat euren Antrag auf Arislieserung Thnans noch nicht gestellt. Wie verlautet, werde sich der Antrag nicht bloß auf den Mord im Phöiiixpark, der nach den Bestimmungen des französischen Gesetzes verjährt ist, sondern auch auf neue Thatsachen stützen.
Athen, 19. September. Die französische» Kriegsschiffe „Düvastatiou", „Amira! Courbet" und „Wattiguie" sind in Mytilene angekominen. — Es soll noch ein werteres Regiment Artillerie an die nmeedoiiische Grenze geschickt werde». — teilte Ausrührerbaude ist von türkischen Truppe» in der Nahe des Klosters Limiutza (?) in Maeedouieu eingeschlossen worden. Drei andere Banden sind ihr zu Hülfe geeilt.
Uokohama, 19. September. (Reuter - Meldung) Graf Matsukata ist zum Premier- mwFmanzminister, Vikomte-rakafhima zur» Kriegsmiuister nnd Graf Oknina zum Minister des Aenßerer ernannt worden.
Depeschenbüreaii Herold.
Krrttn, 19. September. Entgegen anderweitigen Mitfheilungen erfährt die „Staatsb.-Ztg.", daß der bisherige Direktor der deutsch- ostafrikauischen Plantagen - Gesellschaft, Dr.. Sch r öder.Stoor abgebauft habe, aber die Leitung der Geschalte auf Wunsch des Anfsichtsraths bi« zur Generalversammlung int Marz oder April nächsten Jahres weiter führt. — Der „Vorwärts" schreibt an der Spitze seiner heutigen Nummer: Die Differenzen, die anläßlich der Veröffentlichung der Artikel über die Gewerkschafts-Vorschlage des Genoffen Ouarck,im „Vorwärts' zwischen Genossen Liebknecht und der Mehrzahl feiner Kollegen hl der Redaktion entstanden waren, sind Gegenstand einer längeren Verhandlung gewesen, an der außer den Mitgliedern der Nedaktto» die gesammte Parteileitung theilgeuommen hat. Eine gegenseitige gründliche Aussprache führte zu dem Ergebuiß, daß eine Reche von Mißverständnissen und unrichtigen Voraussetzungen aufgeklärt und damit der Boden für ein ferneres gemeinsames Zusammenwirken gefunden wurde. Insbesondere wurde auch die yrage der Verantwortung für die Fälle der Abwesenheit des Genossen Liebknecht von Berlin in einer alle Theile befriedigenden Wetse geregelt. Im Lauf der Erörterungen dieser Differenzen sand auch ein Meinungsaustausch über die Quarekschen Vorschläge statt und stand hierbei die große Mehrzahl in der Sache aus dem von der Redaktton des „Vorwärts" vertretene» Standpunkt. — Wie der „Vorwärts ans Gotha meldet, habe» bei den dortige» Wahlutänner-Wahlen auch int 4. Stadtbezirk die Sozialdemokraten gesiegt. — Der in ter nationale Frauen-Kongreß bgiiint morgen Vormittag feierselbst seine Berathuugeit. — Der erste deutsche Samaritertag ist gestern Abend hier gufammengetrete». lieber 150 Delegirte ans allen Theilen Deutschlands sind erschienen. Reichs-, Staats- nnd Stadtb-tzörde» haben zahlreiche Vertreter entsandt. — Die Greuel thate» und der Nothstand in Armenien bildete» das Thema einer zweite» Versammluitg, die gestern Abend abgehalten wurde und in der gleichen Weise wie die iteuliche verlief.
Krüffe!» 19. September. Nachdem der 2hü fielet „Soir" die formelle Anklage ParminterS gegen die Cougo-Ofsiziere veröffentlicht hat, ftefeen die Greuel int Congostaat int Vordergrund. „Courrier de Bruxelles", „XX. Siöcle", „Patrioie" und die größere» Ptoviiizblätter fordern eine gründliche gerichtliche Untersuchung.
Kopenhagen, 19. September. Der hier verhaftete deutsche Anarchist Machner wurde aus Dänemark aus gewiesen.
London, 19. September. Nach der Durchsicht der Papiere, welche bei Bell vorgefunden wurden, hat mau es für nöthig erachtet, diePolizeiwacheu vor allen öffentlichenGebaudeir Londons zu verstärken. Aus verschiedene derselben waren Dhiiamitanschläge vorbereit, um das Publikum in Schrecken zu versetzen.
Dom, 19. September. In hiesigen politischen Kreisen verlautet, daß dem Sultan, indessen persönlicher Haltung alle Machte ein ernstes Hinderniß für die Herstelluttg eines befriedigenden Nechtsznstaudes in der Türkei erblicke», ein Ultimatum überreicht werde» soll mit der Aufforderung, die Vorschläge der Botschafter unverweilt attzuuefeuten, da sonst die Großmächte die entsprecheudeti Maßnahmen ans eigener Machtvollkommenheit durch führen würden.
Athen, 19. September. Die in Maeedoitten eingeschloffene Baude des Benrera hat sich d u rchg eschlag e u. Dagegen hat sich eine andere Lande Aufständischer von den Türken belagern lasse». Es eilte von alle» Seiten Ersatz für die Aufständischen feerbet.
Konstantlnopet, 19. September. Bei der Aufhebung der Bombeu-Werkstatt sind anch zwei Häupter des armenischen Revolntions-llutereomitöS, sowie einige andere Mitglieder dieses Comitös festgeuomme» worden. Dieselben haben ihre Schuld bereits eingestandeu. Die Anzahl der Vorgefundenen Bombeit ist beträchtlich.
@e Ibmarltt.
Cour-bericht der Frankfurter Bö r!e vom 19.September, Mittags 12Vi Ufer. — Credit-Actien 312’/«, Disc.-Comniandst- Anthetle 209.30, StaaiSbahn-Aetien 310'/«, Lombarde» 89'/«, Gottbardbahn-Aetieu 164.40, Ceutralbahn 136.70, Nordostbahn 136 80 Unioubah» 87.10, Latirahütte-Actie» 161.50, Gelsenkirchener Bergwerks-Akt. 176.50, Bochumer 165- Harpen« 168.70, 3-proe. Mexikaner 25.30, 6-proe. Mexikaner 92.—, Italiener Jtal. Mittelmeer - Jta. Mendtonanx
— — Dresdener Batik 159.—, Darmstadter Bank —, Bert. Handels-Gesellschaft —, Banque Ottomane —.—. Tendenz: (efer feilt ig September. Oesterreichische Credit - Actien 369.37, Staatsbahn-Actien 365.70, Lombarden 102.—, Mark-Noten 58.75.
gedro ht wird.
Wie», 19. September. Wie die „Neue Freie Preffe" aus Brüx inelbet, ist der Verkehr für Persouenzüge nach Komoian er- öffnet worden. Gestern Nachmittag bildete sich zwischen ben (äJewuen ---- — ' "-Amann erklärte, die
i" sind selb«, tungen er von torben. auern* Wirth« indische aterfer» itg mit :r Afe-
feeiratfeete, ist im Besitz recht schauer Mittel und enter echten Tenorstimme von sympathffchem Timbre Er ist kein Neuling mehr auf der Bühne und bewegt sich auf derselben mit reifer Sicherheit. Sein Spiel ließ von der feier geforderten starken Leidenschaft kaum etwas vermissen. Wenn auch ton und Wieder einmal (». A. in zu starker Betonung der leichten Stlben) feer Ausländer zu erkennen war, so ist seine Aussprache dennoch leckt deutlich; auch die Intonation war meist zu loben. Alles tu Astern war die Leistung als Raoul aber noch etwas ungleich : der ________ Beginn, im ersten Akt, war recht günstig jur den Gast, w Me Romanze tarn zu wirkungsvoller und geschmackvoller 96 'PS‘ Wiedergabe. Der .Hauptprüfstein der Rolle, der vierte Att, versagte rfeensalls nicht; wenn auch das erste hohe b ces der berufemten Qes-dur-Gantileiie durch das angewandte Falfett als em gewisses
r." aus öfee der ibe Zu- ng bet st durch worden, ndischen :n Zu- ■ werden den. — i Tagen rderung hafte zu ürchtung fier, der ! war, um be- Palast- jofpital. zen des achtnng. gab der nftänben S durch
Rechte Zweifel »d statt- im Falle. !ii werde! fiirkischeu leftimiHte General in äße*
>en Dar-
KcPs Nachrichten.
5 o n 11n e nt n l • $ e l c ei r n V 6 < n • <$ o n* l? a ftnl e.
grrltn, 19. September. Die Morgenblätter melden: Am 1. Januar 1897 erfolgt die Erneuerung der internationalen Erd- mefiuiiaeübereintunft, wobei au Stelle der deutschen Einzelstaaten das Reich als Kontrahent eintritt. — Das „Seil. Tagebl." meldet aus Königsberg i. Pr.: Die Firma Stantien u. Becker beabsichtigt in Palmnicken eine Berusteinöl-Testilliranlage zn errichte». — Die Morgenblätter melden ans Brüssel: Die belgische Reg'.ernng hat
VovfifhtiGCS Vermeiden der Höhe auf^ufaffen war, so kam cs bei der Wieberlwtnna dann doch in dem aewnnschien Glanze, im richtigen Stegifter, zu Gehör. Dagegen trat der Sauger tm britten Akt mehr, als gut war, in den Schatten, sodaß dadurch das glänzende energische Männer-Lextett mcht zn. der Wünschenswertheu Wirkung kam. Dem Reterenten will es scheine», c.l8 wenn durch die Natur des Organs des «angers m ihm deis Zeug zu einem Ihr ischen Tenor steckte - und an solchen ist ia ein re»t großer Mangel. Sollte der Grund der Abneigunfl gegen die Wahl des IhrisÄe» Faches nicht zum Th«l in der größeren Schwierigkeit bes'elbe» zu suchen fein? Besonders der 7 vierte Art brachte dem Gaste reichen Beifall. Eine recht erfreuliche Erscheinung war unser neues iiniges Mitglied Fr! Korb als Valentine. Die metallreiche, große Stimme quoll in wahrhaft erquicklicher Frische und Gesundheit. Wenn die Sängerin es nicht an fernerem Fleiß fehle» läßt (denn die Wafiagen und Fioriiuren konnten oft klarer sein) und durch das stuviel im Tremolo nichtdas Fundament ihrer stimme total erfcfeüttert, to kaun'chr noch eine schöne Zukunft b-schieden sein. Sie hielt den Stürmen des vierten Aktes ams Tapferste Stand und bot auch in der Darstellung recht Befriedigendes. Auch ihr wurde lebhafter Beifall zn <rfe.ii Die Rolle der Königin war (schon zum zweiten Wal) in Händen der Frau Appelt-Pennarini. Wieder konnte man sich an dem zwar nur zarten aber sympathischen Organ und ander künstlerisch«: Behandlmig desselben erfreuen. Vortrefflich war auch wieder Fr! Clever als Utbain; auch die Herren Müller (Revers) Schwegler (Mareel), R u f f e n i (St. Bris) 20. trugen, wie bisher, zum guten Gelingen des Werkes bei. —m
* K-nigliche Kchanspieie. (Wochen-Svielentwnrf.) Sonntag den 20. September: „Loheugrin". Anfang 6'/, Uhr. Montag,'den 21.: „Heimath". Magda: Fräulein Lange. Anfang 7 Uhr Dienstag, den 22.: „Zar und Zimmermann". Anfang 7 Ufer' Mittwoch, den 23.: „Preziosa". Anfang 7 Uhr. Donnerstag, ben 24.: „Renaissance". Anfang 7 Ufer. Freitag, den 25., neu einftubirt* Mda". Anfang 7 Ufer. Samstag, den 26.: „Theodora". Anfang 7 "ilfer. Sonntag, den 27.: „Der Bajazzo". Fräulein Lily Lejo als Gast. „Die Pupvenfee". Anfang 7 Uhr. Montag, den 28.: „Cavalleria rusticana“. Neu einstudirt: „Hanuele". Anfang 7 Uhr.
* Naffauischer Knnstverein. Neu ausgestellte Bilder: Don K Alexander in Berlin eine Landschaft: „Dorfpartie" (Motiv aus Mecklenburg). Von Engen Kampf in Düsseldorf ein Aquarell und zwei Oelbilder: „Flandrische Landschaft", „Gegen Abend" (Flandrische Landschaft) mib „Herbststimmnng".
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