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Wiksbckener Tsgblstt

Verlag: Langgasse 27.

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1896

MMmoch. den 20. Mal

Ko. 234

Bezirks-Fernsprecher No. 52.

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Afbend ■Ausgabe

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unseren Kolonieen gezogen werden können.

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pensionirten Hendrick Witbooi, dem ehemaligen Busenfreunde von Cecil Rhodes, etwas auf die Finger paßt.

Wir hoffen, daß es gelingen wird, den Aufstand in Bälde glücklich zu bewältigen. Doch gesetzt, dieser glückliche Fall tritt ein, so wird es doch geraume Zeit dauern, bis die ohnehin schwache Entwickelung in unserer südwest-afrika­nischen Kolonie wieder ein schnelleres Tempo annehmen wird. Es fehlt eben in unseren Kolonieen am Nöthigsten, an dem, was noch nothwendiger ist, als Geld und Truppen, an Ansiedlern. Das sieht man auch auf Seiten der Regierung ein, die erst kürzlich im Reichstag betonte, vor Allem sei die Besiedelung der Schutzgebiete mit Deutschen erforderlich, um die wirthschaftliche Entwickelung heben zu können. Um eine derartige Besiedelung herbeizuführen, sind drei Dinge erforderlich: 1. die Sicherheit der Ansiedler vor den Angriffen räuberischer Horden, 2. mäßige und coulante Bedingungen Seitens der Siedelungs-Gesellschaften, 3. aber und vor Allem ein zweckentsprechendes und sinngemäßes Verhalten der Kolonialbehörden.

Deren bisheriges Verhalten ist nur zu geeignet gewesen, tüchtige Europäer von der Auswanderung in die Kolonieen abzuschrecken. Was ein Leist, Wehlau und Peters den „Wilden" gegenüber geleistet, ist genugsam erörtert worden. Aber jene recht übel angebrachte „Schneidigkeil" ist auch den Europäern gegenüber nicht ausgeblieben. Ist doch in unseren Kolonieen ein kaufmännischer Gehülfe einer längeren, mit Härte vollstreckten Freiheitsstrafe unterworfen worden, weil er sich gegen einen Beamten einer Rede­wendung bedient hat, die ein deutschen Gericht wahrscheinlich höchstens mit einer geringfügigen Geldstrafe belegt hätte. Und ein anderer ist zur Polizeiwache geführt worden, weil er den Gouverneur nicht gegrüßt hatte. Solche Vorgänge schrecken tüchtige Europäer davon ab, sich in die Kolonieen zu begeben. Wer dorthin gehen will, bedarf eines gewissen Wagemuthes, ja einer Vorliebe für Abenteuer. Wer sich einer solchen Naturanlage erfreut, der pflegt zugleich ein ge­wisses Selbständigkeits- und Freiheitsgefühl zu besitzen. Wer das civilisirte Europa verläßt, der thut dies nicht, um in Afrika den heimischen Landrath und Gendarm wieder­zufinden. Nur wenn unser Kolonialsystem von Grund auf geändert wird, werden Ansiedler in größerer Zahl nach

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(Nachdruck verboten.)

Der preußische Generatstab.

Plauderei von Major H. v. Bernhardt.

Wohl keine Institution der preußischen Armee, keine Eiuzelwaffe und kein Truppentheil, mag seine Geschichte noch so ruhmreich mit derjenigen des Königshauses und Landes verknüpft sein, erfreut sich einer so allgemeinen Sympathie, k einer so allgemeinen und, nehmen wir es vorweg, so be­rechtigten Anerkennung, wie der Generalstab.

Bekannt ist der sehr niedliche Scherz der „Fliegenden Blätter", in welchem ein General bei Gelegenheit eines Manöverrittes seinen Begleiter fragt, ob er wohl die Stärke jener Viehherde auf dem Felde taxiren könne, er selbst schätze sie auf mindestens 150 Stück. „Zu Befehl, Excellenz," lautet die nach einem prüfenden Blick gegebene prompte Antwort, „es sind 158 Stück." „Potztausend, mein lieber 3E., alle Achtung! aber wie wollen Sie das so schnell ermitteln?" „O, ganz einfach. Euer Excellenz, ich zähle die Beine und dividire durch vier!"

Das ist, wie gesagt, ganz niedlich und die Antwort ' würde einem jungen Husaren zur Ehre gereichen, der stets eine kecke Erwiderung zur Hand hat, ehe er um eine Ant-

intcressant sein, einmal Einiges über den preußischen General­stab zu erfahren.

Fragen wir zunächst nach der allgemeinen Bedeutung des letzteren, nach den Ursachen, welche ihn entstehen ließen, so finden wir die Antwort in dem diesen Gegenstand be­handelnden, trefflichen Buch des Generals Bronsart v. Schellen­dorff. Die Führung eines größeren Truppenverbands ergiebt so vielerlei und so durchaus verschiedenartige Aufgaben, daß deren Lösung durch einen Mann unmöglich ist, zum Mindesten, ohne daß dieser die umfassende Uebersicht über feine Streitkräfte verliert. Denken wir nur einmal an eine gar nicht komplizirte Kriegs-Tagesaufgabe einer Division, also eines nicht einmal allzu großen Truppenkörpers. Der letztere will gesammelt und geführt werden, es kommt zu einem Gefecht, der Leitung im Gefecht gehen die dazu er­forderlichen Erwägungen und Befehle voraus. Schon während des Gefechts ist für die Verwundeten, für Munitionsersatz rc. zu sorgen, nach dem siegreichen Gefecht kommt die Sorge für Unterkunft, Verpflegung und Sicherung der ermüdeten Truppe, für die Gefangenen, das Aufräumen des Schlachtfeldes rc. — bereits diese wenigen Punkte dürften zu zeigen genügen, daß der Truppenführer Gehülfen braucht, diese für die Heeresbewegungen, andere für den sonstigen Dienst der Truppe, für das Verpflegungs- und Kassenwesen, für die Gerichtsbarkeit, das Medizinalwesen, die Seelsorge rc. — alle diese Gehülfen des Führers nennt man feinen „Stab"; zu letzterem gehören also die Adju­tanten, Auditeure, Aerzte, Zahlmeister rc. und an erster Stelle die mit den eigentlichen Heeresbewegungen betrauten Offiziere. Diesen liegt die Bearbeitung der Operationen ob, dazu muß ihnen das weitvexzweigte Nachrichtenwesen unter­stellt sein, sie haben die Redaktion der Befehle zu über­nehmen, und diesen Theil des Stabes eines höheren

Deutscher Reichstag.

O Berlin, 19. Mai.

Der Ncichstag bericth heute zunächst in erster und zweiter Lesung den Nachtragsetat für das südwestasrikanische Schutzgebiet. Der Direktor der Kolonialabtheilung Kayser erinnert an die neuen Kämpfe in Deutsch-Siidwestafrika, bei denen die deutschen Truppen die größte Tapferkeit bewiesen hätten. Jetzt sei cs zu einem Auf­stande der Hereros gekommen, und von dort sei die Nachricht au- gelangt, daß es dringend geboten sei, mindestens 400 Mann dorthin zu senden. Der Aufstand sei wohl nicht zum Mindesten durch die Nachrichten aus anderen afrikanischen Gebieten, vielleicht sogar durch diejenige über europäische Niederlagen aus Abessinien hervor- gerufen worden. Die zwei Millionen Mark, welche vom Reichs­tag verlangt würden, seien das Mindeste, was benöthigt würde. Es müsse unter allen Umständen aus Herstellung eines dauernden Friedens hingewirkt werden. Der Zufluß deulschen Kapitals in Südwestafrika habe sich stark erhöht, die Aufrechterhaltung unseres dortigen Besitzes liege aber nicht nur im kolonialen, sondern im allgemeinen politischen Interesse Deutschlands. — Abg. Richter

— das sind hohe Anforderungen, denen nicht ein Jeder gewachsen ist.

Unser Generalstab, der gefürchtete „general Staff“ von 1870, hat gezeigt, daß er in den ernstesten Lagen den höchsten Ansprüchen gerecht zu werden vermochte; dann hat er in richtiger Würdigung des „rast' ich, so rost' ich" in den letzten beiden Friedensdezennien ernst an sich weiter gearbeitet, lange Jahre noch unter der Leitung seines großen, schweig­samen Meisters — das ist der Grund, weshalb die „Himbeer­farbenen", die breiten „karmoisinvergnügten" Hosenstreifen des Generalstäblers, nicht nur das jZicl des Ehrgeizes so manches strebsamen Offiziers sind, sondern weshalb sie auch in Laienkreisen in ganz besonderem Maße populär und geachtet sind. Der Vater, welcher heute seine Tochter einem vielleicht etwas leichtfüßig erscheinenden Lieutenant ver­weigert, giebt mit Freude seinen Segen, wenn vielleicht bald darauf der Antrag in der neuen, eben erhaltenen Generalstabsuniform wiederholt wird und der von manchen Klassen oft etwas obenhin beurteilte „Lieutenant" gezeigt hat, daß er neben feinen gesellschaftlichen Talenten auch noch andere zu entfalten vermag, daß ihn auch der bisweilen nicht fehl belebende Frontdienst und die mancherlei kamerad­schaftlichen Abhaltungen nicht dauernd von ernster Arbeit abhalten können.

Und doch findet man neben allem Interesse unseres Volkes für militärische Einrichtungen recht oft einen großen Mangel an Sachkenntniß und letzteres nicht zum Mindesten, wenn es sich um die Bedeutung und die Aufgaben des Generalstabs handelt. Auf zehn Fragen wird man neun­mal die Antwort erhalten: „nun ja, die Generalstäbler studiren die Kriegswissenschaften und bereiten den Krieg vor, machen Kriegspläne rc." Näheres weiß selten Jemand, und so dürfte es für die freundlichen Leser nicht allzu un=

Generalstäbler, als welcher uns der Begleiter genannt wird, leicht auf die Idee gekommen wäre, sich auch nur im Scherz mit Hülfe einer immerhin etwas umständlichen Manipulation aus der Affaire ziehen zu wollen.

Denn der Generalstabsoffizier ist vor Allem ein gründ- | kicher Mensch, er kann seine vielseitigen Aufgaben nicht erfüllen ohne ernste, wissenschaftlich geschulte Geistesarbeit and daneben muß er sich noch mehr wie der Frontoffizier körperliche und geistige Frische und Elastizität bewahren

(frei?. Volksp.) betont, daß die Bankiers schon müde würden, für koloniale Zwecke Ausgaben zu machen, und da verlange man jetzt wieder zwei Millionen, während die Befriedigung anderer Be- dürfniffe, fogar Peufiousgesetze, an dem Widerspruch des Finanz- ministerS scheiterten. Die Zuschüsse für Südweflafrika hätten sich immer mehr gesteigert und die Geschichte dieses Gebiets sei eine fortlaufende Reihe von Illusionen. Wir sollten dort nichts mehr hineinstecken, denn unsere nationale Ehre sei dabei nicht verpfändet, und ein

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v. Dziembowski (Rcichrp.) beanstandet, und!

Grafen v. Bismarck (fraktionslos) für gültig ..............

lieh wird der Abgeordnete Schall (fonf.) zum Mitglied der Reiche schulden-Kommissiou gewählt. Damit ist die Tagesordnung erschöpft.— Auf Antrag des Abg. v. Bennigsen (nat.-Iib.) beraumt der Präsident um 37, Uhr eine neue Sitzung auf 4 Uhr an, um die dritte Lesung des Nachtragsetats für Südwestafrika vorzunehmen. Dieser einzige Gegenstand der Tagesordnung wird ohne Debatte erledigt. — Nächste Sitzung Dienstag, 2. Juni, 2 Uhr: Nachtrag zum NeichshaushaltSetat: deutsch-japanischer Handelsvertrag; Depotgesetz.

44. Jahrgang.

Erscheint in zwei Ausgaben. — Bezugs-Preis: 50 Pfennig monatlich für beide Ausgaben zusammen. — Der Bezug kann jederzeit be­gonnen werden.

Drenßischer Landtag.

O Berlin, 19. Mai.

Abgeordnetenhaus.

Das Abgeordnetenhaus nahm heute den Bericht der Budget- Kommission über den Antrag der Adgg. Kruse und Martens (nat.-lib.) auf Vorlegung eines Gesetzentwurfs über die Medizinalreform ent­gegen. Der Berichterstatter Graf Douglas (freikons.) theilt mir, daß die Budget-Kommission beantragt, den Antrag ahzulehven und die Staatsregiernng zu ersuchen, dem Landtag möglichst bald einen Gesetzentwurf vorzulegen, der eine den jetzigen Ansprüchen der Ge­sundheitspflege entsprechende Reorganisation der Medizinalbehörden in allen Instanzen hcrbeiführt. — Abg. v. Wal do w (kons.) führt aus, daß seine Fraktion für den Antrag stimmen werde und den Schwerpunkt auf die Gesammlorgauisatiou der Medizinal­behörden lege, welche im Zusammenhang mit den Verwaltungs­behörden bleiben müßten; eine Schablonisiruug dürfe aber nicht flattfindeu, da die Verhältnisse auf dem platten Lande anders seien, als iu den großen Städten. — Abg. Kruse (nat.-lib.) theilt mit, daß seine Fraktion ebenfalls für den Antrag der Budget-Kommission stimmen werde, und zieht seinen Antrag zurück. — Kultusminister Bosse erklärt, daß der Antrag der Budget-Kommission den Arbeiten begegne, mit deueu das Miuisterinm sich bereits befaßt habe. Der fertiggestellte Entwurf sei iudeß bei den beiden anderen betheiligten Ressorts auf Schwierigkeiten gestoßen, und es sei eine Sachverständigen - Kommission auf den 8. Juli be­rufen, um eine Revision des Entwurfs vorzunehmeu. Die neue Organisation soll nicht bloß mit den Verwaltungsbehörden, sondern auch mit den Selbstverwaltuugskörpern in organische Ver­bindung gebracht werden. —Nachdem noch die Abgg. LangerhauS (freis. Volksp.) und Im Walle (Centr.) sich für den KommissionS- antrag ausgesprochen, wird derselbe angenommen. — Die Be- rathnng des Antrags der Abg. Arendt (freikons.) und Genossen,

Südwest-Afrika.

Die zu Beginn des Jahres erschienene amtliche Denk­schrift über unsere Schutzgebiete in Südwest-Afrika enthielt als Leitsatz die Erklärung, daß in Südwest-Afrika zur Zeit Friede herrsche, und daß dieser erfreuliche, in Südwest-Afrika freilich ungewohnte Zustand voraussichtlich einige Zeit an­halten werde. Jene Voraussetzung ist nicht eingetroffen. In unseren südwest-afrikanischen Kolonieen herrschen zur Zeit Zustände, die lebhaft an die Zeiten Hendrick Witbois er­innern, und die Tragweite des dort ausgebrochenen Auf­standes läßt sich vorläufig noch garnicht ermessen.

In der erwähnten Denkschrift war die Stärke der Schutz­truppe auf 540 angegeben, für welche die Kosten 687,000 Mk. betrugen. Es sollte damals der Versuch gemacht werden, die^ostcn dadurch zu vermindern, daß das deutsche Personal der Truppe vermindert und für die abgehenden Leute Schwarze eingestellt würden. Davon kann natürlich nun­mehr garnicht die Rede sein. Major Leutwein hat vielmehr, um seine Truppe unverzüglich zu verstärken, die Mann­schaften, deren Kapitulation am 1. April ablief, vorläufig einbehalicn. Es scheint aber zweifellos zu fein, daß auch die so verstärkte Truppe des anscheinend weit um sich greifenden Aufstandes nicht Herr werden wird und daß noch ganz erhebliche Verstärkungen nothwendig werden dürften. Major Leutwein hat in seinem Bericht vom 1. April erklärt, daß, im Fall der Aufstand sich zu einem allgemeinen Herero-Kriege entwickeln sollte, eine „be­deutende" Vermehrung der Schutztruppe erforderlich sein würde. Der Begriff „bedeutend" ist ein sehr unbestimmter, aber man hat ihn in diesem Fall dahin definirt, daß er eine Verstärkung der Truppe bis auf 2000 Mann bedeute. Das käme einer Vermehrung des Reichszuschusses für Südwest- Afrika, der bereits im letzten Jahre um 637,000 Mk. erhöht worden ist, um etwa zwei Millionen gleich.

Wie schmerzlich man auch diese Thatsache empfinden wird, es ist ganz außerhalb aller Debatten, daß die Ver­stärkungen, welche zur Erhaltung unseres Schutzgebietes dringend erforderlich sind, bewilligt werden müssen. Der erste Schritt auf dem Gebiete des Kolonisirens ist be­stimmend für die folgenden Schritte. Es ist selbst­verständlich, daß das Reich den Vorstößen jener un- civilisirten Völkerschaften gegenüber keinen Schritt zurück- weichen kann und darf. Es scheint aber, daß wir in dem vorliegenden Fall doppelte Ursache haben, den Ruhe­störern in Südwest-Afrika scharf auf die Finger zu passen. In seinem Bericht führt Major Leutwein aus, man könne leicht auf den Gedanken kommen, daß die Bewegung in unseren Kolonieen mit den Unruhen in Südafrika im Zu­sammenhang stehe, doch habe er keine sicheren Anhaltspunkte dafür. Der Gedanke erscheint uns in der That garnicht als so fernliegend, daß die englische Kap-Regierung und vor Allem der saubere Herr Cecil Rhodes durch solche Jntriguen ihr Müthchen an Deutschland zu kühlen suchen. Es wird gut sein, wenn Major Leutwein die Vorgänge jenseits der Grenze scharf im Auge behält und auch dem

Kulturinteresse sei auch nicht vorhanden. — Abg. Graf Arnim (Reichsp.) meint, wenn es nach dem Abg. Richter ginge, so müßten wir, wie einst Haunibal Fischer die deutsche Flotte, jetzt Südwest­afrika unter den Hammer bringen. Dagegen würde sich

aber sicher das deutsche Nationalgefühl aufbäumen. Wir hätten allen Anlaß, zu hoffen, daß mit Hülfe der

neuen Truppen sehr bald die Ordnung wiederhergestellt würde. Redner richtet schließlich an die verbündete» Regierungen eine An­frage wegen Verurtheilung zweier Deutsche» in Hongkong erst zu Zuchthaus, daun freilich nur zu einer Geldbuße, und wünscht zu wissen, ob die Umwandlung der Strafe etwa nur ein Gnadeuakt gewesen sei. — Staatsministcr Freiherr v. Marschall erklärt, daß bisher nur ein kurzes Telegramm aus Hongkong vorliege; er bitte, den Bericht des dortigen Konsuls abzuwarten. — Die Abg. Hasse (nat.-lib.), Förster (Reformp.), Prinz v. Arenberg (Ceutr.) und Graf Limburg-Stirum (kons.) sprechen sich für die Bewilligung der geforderten Summe aus. Damit schließt die erste Lesung, worauf die Vorlage sofort auch in zweiter Lesung genehmigt wird. Nunmehr wird bet Abgabeutarif für den Kaiser Wilhelm-Kanal in dritter Lesung er­ledigt. ES folgen Wahlprüfmigen, wobei die Wahl des Abgeordneten

' ' " " ~ ‘ ' diejenige des Abgeorimeten

itig erklärt wird. Schließ- : Reichs-