3. Mage juin Wreskaüener Tagblatt.
Ans KnuS und Leben.
* Der„Wieobadrner CI,or-Grfang-Verrin"(Dir. Zerlett) wird mit Oer Aufführung von Schumanns herrlichem Werke „Das Paradies und die Peri" die Reihe der diesjährigen großen Konzert! beschließen und es steht wohl zu hoffen, daß es eine der bedeutendsten und gelungensten Aufführungen der Saison werden wird, lieber die Hauptsolistin des Abends, Fräulein Joh. Nathan, berichtet die „Köln. Ztg." gelegentlich ihres kürzlichen Auftretens in Lachs H-mo!I-Meffe im Gürzenich in günstigster Weise. Wie sie, lassen auch die übrigen Solisten, Frau Zerlett-OlfeniuS, Fräulein Jongnell (Vereinsmitglied), Herr Ad. Müller-Frankfurt und Herr Märzen aus Philadelphia, Namen vom besten Klange, vereint mit dem vortrefflichen Orchester — Mitglieder der König!. Theater- Kapelle — und dem tüchtig geschulte» und für dies Konzert sehr verstärkten Chor, eine vortreffliche Wiedergabe des Werkes erwarten.
* „Der Müller von Znnosouri" soll fein bekanntes Nencoiitre mit dem alten Fritz gehabt haben? Weit gefehlt. ES war der alte Dessauer, der sich das Wort vom Kammergericht anhören mußte. So wenigstens wird es sich im Frankfurter Opernhause zeigen, wo Otto Urbachs Oper „Der Müller von Sanssouci" nächstens aufgeführt wird. Dort wurde nämlich die Erlaubniß versagt, den großen König auf die Bühne zu bringen. In der Verlegenheit wandte man sich an den Fürsten Leopold und erhielt von diesem eine zusagende Antwort.
* Verschiedene Mittheilnngen. Herr Kapellmeister Moritz Grimm, zweiter Sohn unseres Theaterorchester-Mitglieds Herrn Jean Grimm, bat in verfloßener Theatersaison mit großem Erwlg als erster Kapellmeister die Oper des Posener Stadttheaters geleitet, wie wir aus der dortigen Presse entnehmen.
Im Volkstheater zu Frankfurt a.M. wurde vorgestern Abend Verlorene Ehre", Schauspiel in 3 Akten von Bohrmann-Riegen, gegeben. Bei durchweg guter Besetzung fand das Schauspiel eine recht wanne Ausnahme. Bohrmann-Riegen bekämpft in dem Stück
Ua. 181. Morgen-Ausgabe.
Kamstag, den 18. April.
44. Jahrgang. 1896.
zwischen den einzelnen Abtheilungen wieder herzustellen. So wie dies geschehen, soll das Gros unter Zurücklassung von schwachen Besatzungen in den einzelnen Festungen gegen die Hauptmacht der Atchinesen vorgehen.
einen so kräftigen und ausdauerndem Gegner zu bekämpfe» gehabt wie die Atjeher. So oft auch Nachrichten von einer vollständigen Besiegnng und Unterwerfunq derselbe» verbreitet wurden, so oft haben sie sich hinterher als Tänschmig erwiesen. Eine Ursache für die geringen Erfolge der Holländer ist vielleicht in dem Mißoerhältttiß zu suchen, in welchem, wie erwähnt, die Größe und BevölkernugS- ziffer Hollands zu feinem Kolonialbesitz stehen.
Unsere Kartenskizze stellt die Insel Sumatra, von der At,eh den nordwestlichen Theil bildet, übersichtlich bar; in einer kleinen Nebenzeichming unten links ist Holland zum Vergleich in genau demselben Maßstabe wiedergegeben. Die Hauptstadt von At,eh, K o t a - R a d j a , liegt auf dem nördlichsten Punkt der Insel und ist mit seinem Hafenorte Oleleh sowie mit anderen Vororten durch eine Dampftramway verbunden. Kota-Nadja ist befestigt, besitzt ein in 1000 m Breite rings um das Glacis herum freigelegtes Vorterrain, das wiederum durch entferntet gelegene Forts, int Ganzen 21, geschützt ist. Der HafeuortOleleh ist ebenfalls befestigt, in ihm landen alle als Nachschub für die holländische Garnison dienenden Truppen, auch liegen zur Zeit 4 holländische Kriegsschiffe bereits dort vor Anker.
Der Aufstand in Atjeh steht unter Leitung des vielfach schon in frühere» Jahren bei Gelegenheit von Utimhen als Führer der Eingeborenen thätig gewesenen Häuptlings Toekoe-Oemar eines äußerst verschlagenen und hinterlistige» Charakters. Derselbe hat bereits mehrfache Angriffe auf die hollätidischcn Stellungen unternommen, ist bisher jedoch stets zurückgeschlagen worden. Trotzdem aber hält er die 21 vorgeschobene» beseitigten Posten um Kota-Radia hemm eiugeichlossen und belagert auch 'den Hafenort Oleleh, den er mit 2000 Eingeborenen au8 der zwischen Kota-Radja und Segli gelegenen Landschaft Pedir umzingelt hat. Der Hafenort Oleleh sowie die eingeschlosseuen Forts sind angeblich mit Munition und Lebensmitteln ausreichend versehen. . .
Den Oberbefehl über die Operationen der Hollander m Atieh, die thatsächlich begonnen haben, führt der dorthin entsendete General Vetter, der Sieger von Lomback, der mit einem Bataillon holländischer Truppen soeben in Oleleh eingetroffen ist. Die Basis der Operationen bilden die beiden durch eine Dampsbahn verbundenen Städte Oleleh und Kota-Radja. Weiter südöstlich vorgeschoben und 2'/-2 Wegstunde» von Kota-Radja entfernt, oberhalb am Flüßchen Atjeh, liegt die Garnison Anakgalung, die von den Atchinesen, welche vor einiger Zeit eine 74 Mau» starke Patrouille dieser Garnison überfallen haben, bedroht wird. Die Besatzung Anakgalnugs besteht aus 1 Kapitän, 3 Lieutenants, 1 Assistenzarzt, 150 Infanteristen und 12 Artilleristen. Die vorgenannten Osfiziere sind in den stattgehabten Gefechten sämmtlich verwundet worden. Der bereits genannte Toekoe Djohau ober Oemar, wie er auch manchmal genannt wird, ein langer, hagerer Mann zwischen 30 und 40 Jahren, bekennt sich äußerlich zum Muhammedismus, in Wirklichkeit kümmert er sich
Deutsches Reich.
* Vorbereitungen zum Mord im Zweikampf. Daß Herr v. Schrader sich vor dem Duell ebenso gründlich ini Pistolenschießen geübt hat wie Herr v. Kotze, wird dem „Berl. Tagebl." von zwei Seiten gemeldet. Ans Karlsbad schreibt man: Herr v. Schrader ist am 13. März hier eingetroffen und hat 14 Tage lang nicht etwa die Kur gebraucht, sondern sich täglich Stunden lang in den Schießständen geübt. Ich sah gestern die Scheibe, in welche Herr v. Schrader hier feinen letzten Schuß — mitten ins Schwarze — abgegeben hat. Er war also mindestens ebenso gut „eingeschossen" wie Herr v. Kotze. — Von anderer Seite wird dem Blatt gemeldet: Freiherr v. Schrader war bekamitlich vor der uiiglückfkligeii Affaire mehrere Tage ans seiner Besitzung Bliestorf anwesend. Hier hat er, wie von znverlässiger Seite berichtet wird, fast die ganze Zeit mit Pistolenschießen zngebracht. Er zielte dabei nach einer Scheibe, auf der sich eine menschliche Figur befand. Zwei Diener loben die Pistolen, während ein anderer die Tempos zählte. Diese Schießübungen bauerten vom Morgen bis zum späten Abenb. Bei Regenwetter wurde aus dem Fenster geschossen, auch kam es häusig bor, daß Herr v. Schrader sich von der Abendtafel erhob und eine Weile geschossen hat. Herr v. Schrader war ein ganz ausgezeichneter Schütze, er hatte unter hundert Schüssen durchschnittlich siebenundneunzig Treffer. Nichtsdestoweniger hatte er ahnungsvolle Besürchtungen; er glaubte, daß er fallen würde, daher hat er auch vor seiner Abreise von Bliestorf Alles geordnet und feine Persiignugen getroffen. — Interessant ist,daß Herr Ceremouieumeister v.Kotze sich seines Duells mit Herr» v. Schrader wegen nicht vor dem Militärgericht, sondern vor der Strafkammer zu verantworten haben wird. Sein Petter, der Rittmeister a. D. Dietrich v. Kotze, ist bekanntlich des von ihm ausgefochtenen Zweikampfes mit Herrn v. Schrader wegen seinerzeit ebenfalls von der Strafkammer zu drei Monaten Festungshaft vernriheilt worden, welche Strafe er übrigens noch nicht verbüßt hat. Dagegen ist das Verfahren wegen der Autorschaft der anonymen Briefe, das mit der Verhaftung des Herrn v. Kotze durch General v. Hahnke seinen Anfang nahm, inilitärgerichtlicher Natur gewesen. — Die Umwandlung des Spruchs des Ehrengerichts der Lüneburger Ulanen, durch welchen Herrn v. Schrader das Recht zum Tragen der Uniform aberkannt wurde, in eine Verwarnung, ist, wie wir bereits mitgetheilt haben, auf das Eingreifen des Kaisers zurückzuführe». Wie wir hören, hat der Monarch in diesem Fall von seinem Begnadigungsrecht Gebrauch gemacht.
* Der Deutsche Reichs- und Ktaals- Anzetger" bringt im uichtamtlichen Theil folgen be Mittheilnng: „Einige Zeitungen haben die Mittheilnng gebracht, es fei zunächst beabsichtigt gewesen, für beu verstorbenen Ceremouien- meifter Freiherrn v. Schrader eine Trauerfeier in der königlichen Hof- und Garnison- k i r ch e in Potsdam zu veranstalten; hiervon habe inbeffeu nachträglich Abstand genommen werden müssen, weil Se. Majestät der Kaiser die Genehinigung hierzu versagt habe. Diese Mit- theilung ist nicht zutreffend. Die Gcnehmiguilg zu der in der Garnisonkirche beabsichtigten Trauerseier ist nicht Seitens Sr. Majestät des Kaisers, sonder» Seitens des Sommanbanten von Potsdam selbständig nach Lage der bestehenden Bestimmungen versagt worden.
* Zu dem „8 Uhr-Schluß" der Lüde» schreibt nian: Angesichts der tiefgehenden Erregung, die die Beschlüsse der Kommission für Arbeiterstatistik fast überall in Geschäftskreisen
hervorgerufen haben, bürfte es interessant sein, bie Ergebnisse kennen zu lernen, bie biircb die Erhebungen zweier Fachzeitungen zu Tage gefördert wurden. Der in Hannover erscheinende „Mamtsakturist' (Fachzeitung für bie Detailliften in Manufaktnrwaaren und Konfektion) erhielt 3235 Stimmzettel. 809 Einfender (gleich 25,1 pCt.) erklärten sich für, 2426 Einfen der (gleich 74,99 pCt.) gegen den 8 Uhr-Schluß. An die ebenfalls in Hannover erscheinende Fachzeitung für die Detailliften in Material- und Kolouialwaaren, den „Materialist", gelangten 2963 Stimmzettel. Davon waren 179 (gleich 6,04 pCt.) für und 2784 (gleich 83,96 pCt.) gegen den 8 Uhr-Schluß. Beide ©nqneten hatten also das Resultat, daß der weitaus größte Theil der Laden- infjaber gegen die geplante „Schonzeit" ist.
nicht um dessen Lehren. Er stand zeitweilig in holländischen Diensten und bekämpste die Atchinesen; sodann desertirte er zusammen mit mehreren anderen Führern und einer gut bewaffneten Schaar und greift jetzt die niederländischen Truppen an. Da er die Art der holländischen KriegSsührung ganz genau kennt, so dürste seine Bezwingung eine ungewöhnlich schwierige Ausgabe bilden. DaS erste größere Gefecht wird gegenwärtig aüfeitig erwartet, weil General Vetter inzwischen auf dem Kriegsschauplatz eingetroffen ist.
Der Krieg auf Sumatra.
Ms Amsterdam, 16. April, wird uns geschrieben:
Wiederum ist das ganze Land in Erregung und Jedermann spricht fortwährend nur von Atjeh und dem ewigen Kriege auf Sumatra. Man erwartete hier schon seit längerer Zeit, daß die Verhältnisse auf Atjeh sich verschlimmern würden, besonders in militärischen Kreisen hatte man wenig Zutrauen zu dem Vorgehen des Generals Deykerhoff, welches jedoch bis vor ganz Kurzem die vollste Anerkennung der hiesigen Regierung fand. Da indeß der General-Gouverneur van der Wyck sich mißbilligend über Deykerhoffs Politik äußerte, ward General- Lieutenant Vetter, der Sieger von Lomback, nach Indien gesandt, um den Kriegsoperationen eine andere Wendung zu geben. Kurze Zeit nachdem letzterer dort an- gekommen, jedoch bevor er thatkräftig eingreifen konnte, schuf der Verrath des Häuptlings Toekoe Oemar, auch Joekoe Djohan genannt, eine veränderte Lage, doch da Vetter jetzt selbst wieder in Atjeh angelangt ist, dürften die Verhältnisse eine Wendung zum Besseren nehmen. Man wird es im Ausland kaum verstehen, warum dieser Feldzug nun schon ein Vierteljahrhundert dauert und trotz aller Opfer an Blut und Gut die eingeborenen Stämme noch nicht unterjocht werden konnten. Die Schuld liegt aber hauptsächlich an der hiesigen Regierung. Schon zur Zeit des bekannten Generals van der Heyden tadelte dieselbe dessen strenges Auftreten, während der Genannte eigentlich als der Mann, der damals Atjeh in unsere Macht brachte, Lob verdient hätte. Er wurde unter einem nichtigen Vorwand zurückgernfen,und danach ist das Gouvernement Atjeh en Onder- hoorigheden, wie es heißt, einer Reihe von Militärs und Civilisten anvertraut worden, unter denen das occupirte Terrain sich immer verminderte und die Ruhe sogar innerhalb des befestigten Gebietes fortwährend bedroht wurde. Das glimmende Feuer ist nun aber znm Ausbruch gekommen und zwar durch den oben erwähnten Verrath des Häuptlings Toekoe Oemar. Dieser war stets eine sehr gefährliche Persönlichkeit, eine Art Freibeuter, dem man nie trauen konnte. Wiederholt bot er der Regierung seine Dienste an, doch immer erwies er sich als ein Verräther, wie z. B. bei der Nisere und Hok Canton-Affaire. Dem eigentlichen Sultan diente er nicht, sondern führte auf eigene Hand Krieg. Deykerhoff, damals Oberst, der als tüchtiger Offizier bekannt war, was er auch auf Borneo bewiesen, wurde in 1893 Gouverneur von Atjeh und nahm Toekoe Oemar, der sich unterwarf, in seine Dienste. Diese Unterwerfung war der Verschärfung der Schiffahrts-Regelung zu danken, wodurch es ihm unmöglich wurde, Pfeffer, die größte Quelle seiner Einnahmen, auszuführen. Deykerhoff handelte dabei gegen den Rath vieler hervorragenden Offiziere, von denen kein einziger an Toekoe Oemars Treue glaubte. Dieser bekam nun ein Gehalt bis zu 100,000 Francs per Jahr, während seine Leute von Holland LVaffen, Kleidung, sogar Nahrung rc.
erhielten. Man benutzte ihn hauptsächlich, um kleinere Aufstände zu unterdrücken, doch war sein Erfolg nicht groß, die holländischen Truppen hatten stets die Hauptarbeit zu übernehmen. Oemar stieß selber fast nie auf Widerstand, was man sich nur dadurch erklären konnte, er stecke mit den Feinden unter einer Decke, und dieses mußte selbstverständlich einen peinlichen Eindruck auf die regulären Truppen machen, die mit ihm kämpften. Vielen war es unerklärlich, wie General Deykerhoff sich so von ihm blenden lassen konnte. Jetzt hat Oemar sein wahres Gesicht gezeigt, indem er mitsammt seinen Leuten und den holländischen Waffen überlief.
General van der Heyden, der vor wenigen Tagen von einem Amsterdamer Redakteur interviewt wurde, meinte, daß die Lage auf Atjeh nicht so gefährlich sei, wie man zuerst gedacht, doch müßte mit der nöthigen Energie aufgetreten werden. Toekoe Oemar habe er immer als eine sehr gefährliche Persönlichkeit gekannt, und könne er nicht begreifen, wie man je anders über ihn denken konnte.
Jetzt hat sich, wie bekannt, General Vetter mit dem 9. Bataillon nach Atjeh begeben, ebenso Oberst Stemfoort von Padany aus. Weiter weiß man nichts Bestimmtes, denn die kurzen telegraphischen Meldungen widersprechen sich öfters. Jedenfalls aber hat General Deykerhoff seinen Abschied bekommen, denn verlangt kann er ihn am Vorabend eines Treffens nicht haben, und es steht im Weiteren fest, daß Vetter dabei auf Grund von Instruktionen gehandelt, die er aus Holland von der Königin-Regentin und dem Kolonialminister empfangen. Die Lage ist nun folgende: Toekoe Oemars Leute besetzten mehrere feste Punkte, die, da er nun zum Feinde übergelaufen, die Verbindungslinien der regulären Truppen bedrohen und also unter allen Umständen wieder genommen werden müssen. Bei der Bestürmung einer dieser Plätze fiel General Vetter vom Pferde und brach sich das Schlüsselbein, wodurch die kriegerischen Operationen etwas verzögert werden, aber bedeutend kann diese Verzögerung nicht sein, und man hofft sehr bald die Verbindungsstraßen
DieHolländer ftehenwiebentmoor dem Beginn eines kolonialen FelbzugS in einem Gebiet, wo feit 187? in fast ununterbrochener Reihenfolge ein Krieg gegen bie Eingeborenen ftattgefunben hat, in Atjeh (früher vielfach Ais-hin genannt), dem bie Norbwestfpitze bet holläiibifchen Koloiiialinfel Sumatra einnehmenben eingeborenen« Reiche. Vor 23 Jahren war baS hier in Rebe stehenbe Gebiet im großen Publikum so gut wie unbekannt, obgleich dieses Reich bis zu feinem Zusammenstoß mit Hollanb sich bnrch einen in großem Stil betriebenen See- und Menschenraub im indischen Archipel allen Völker» dort furchtbar machte.
Das Reich Atjeh erftrcckt sich von der Nordwestspltze der Insel Sumatra die Südknste östl ch entlang bis BaroS, und au derNord- küste östlich entlang bis znm Flusse Tamiaiig Sein Flächeninhalt beträgt 8—900 Quabratmcilcn, mit angeblich 800,000 bis 2 Millionen Eiiiwohiiern. Die Niederlande selbst haben dagegen nnr600 Qnadrat- meilcn mit 4'/- Millionen Einwohnern; nebenbei bemerkt, beträgt der gefammte holländische Kolonialbesitz gegen 33,000 Quabratmeileu mit 22 Millionen Einwohner». .
Atjeh entfaltete in früheren Zeiten eine für damalige Verhältnisse imposante Macht, denn sein Sultan gebot über eine nach Hunderten von Kanonen zählende Artillerie und über eine Flotte von mehreren Hundert Segeln. De» Höhepunkt feiner Macht erklomm Atjeh im Anfang des 17. Jahrhunderts. Die Holländer haben in ihren zahlreichen Kriegen im indischen Archipel niemals
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