7. Seilage jum Mesbaklener Tagblalt.
44 Jahrgang. 1896.
Sonntag, den 5 April.
Ito. 161. Morgen-Ausgalre.
Osterfest.
kommener. Eine Zeit des kampflosen Glückes wird den Menschen niemals zu Thei! werden.
Wer als das Ziel, welches er erstrebt, den Himmel ans Erden, das gleiche ewige Glück und den ewigen ungestörten Frieden ansieht, der ist in Gefahr, sich selbst zu verlieren und der Verzweiflung an der Menschheit anheimzufallen. Mensch sein, heißt Kämpfer sein. Und wer in den schweren Kämpfen der Gegenwarl, die wir mildern und mindern, aber nicht hindern können, kleinlich verzagen will, dem soll das Fest ins Gedächtniß rufen, daß endlich einmal doch das Gute über das Böse, das Licht über die Finsterniß
„Ihr sollt Euch oll des Heiles freuen, Das über Euch ergossen mord!
Es ist ein inniges Eriicuen Im Bild des Frühlings offenbart. Was dürr ioar, grünt im Wehn der Lüfte, Jung wird das Alte fern und nah. Der Odem Gottes svrengt die Grüfte — Wacht auf! Der Oltertag ist da."
fy Mrgen des Osterfestes erscheint die «Schste Ausgabe des „Wiesbadener Tagblatt" erst am Dienstag Nachmittag.
den Sieg erringen muß. Daß dem Wahren und Rechten, dem Edlen und Heilsamen, wenn es auch vorübergehend in den Irrungen und Wirrungen einer kampfbcwegten Gegenwart zu unterliegen scheint, endlich doch eine herrliche Auferstehung zu Thcil wird, dessen gemahne uns allezeit das
Oster«.
Ostern, Ostern, Frühlingswehen l Ostern, Ostern, Auserstehen Aus der tiefen Grabesnacht.
Blumen sollen fröhlich blühen, Herzen sollen heimlich glühen, Denn der Heiland ist erwacht!
Das Osterfest ist von unseren heidnischen Vorfahren als Fest des Frühlings begangen worden, sie feierten in ihm die Auferstehung der Natur aus dem langen, bangen Winterschlafe. Jene Bedeutung des Festes ist der religiösen gewichen; heute wird das Osterfest als' die Erinnerungsfeier an den Versöhnungstod und die Auferstehung Christi von allen Christen gefeiert. Aber mag auch die Erinnerung an das Ostara-Fest der alten Deutschen dem heutigen Geschlecht lang entschwunden sein, in jedem menschlichen Wesen lebt und webt doch der Aufcrstehnngs- zedanke. Der natürliche Zusammenhang des Osterfestes mit dem wunderbaren Uebergang der Natur aus stürmischer, ungastlicher Winterkälte zur freundlichen und wohlthuenden Wärme des Sommers macht sich doch Jedem, wenn auch unbewußt, bemerkbar. Und keines Menschen Brust vermag sich dem harmonischen Eindruck zu entziehen, den das Zusammenklingen der Hellen Osterglocken mit dem Frühling kündenden Lockruf der heißen, glühenden Sonne bietet.
Der Mißmuth und die Verzagtheit weichen, und Hoffnung und neuer Lebcnsmuth stellen sich wieder ein; die ermattete Energie wird stärker, starker der Drang zur Thätigkcit und freudiger und lebendiger unsere Arbeit und unser Schaffen. Denn wie uns das Osterfest die Auferstehung und Verjüngung der Natur predigt, wie rings um uns die schlummernden Gefilde aus trübem Winterschlafc erwachen und die frostige Decke sprengen, unter die sie des Winters rauhe Gemalt zwang, so feiert auch des Menschen Seele ein Fest der Erneuerung und Auferstehung, der Tröstung und der Hoffnung, die in seine Seele - gegossen wird, da der Winter des Mißvergnügens »er Kraft und Wonne spendenden Sommerszeit weicht.
Und der Tröstung und Hoffnung, der Ruhe und des Friedens bedürfen wir Alle. Zwar der Friede nach Außen, so oft ihn gerade auch in jüngster Zeit ein Wetterleuchten am fernen Horizonte zu bedrohen schien, erscheint gesichert wie je zuvor. Aber nicht in gleichem Maße erfreuen wir uns des Friedens im Jnrrrrn. Schwere, erbitterte Kämpfe, hervorgehend aus dem Gegensatz der Interessen, waren uns bc- schieden und stehen uns in ungeschwächtcm Maße - bevor. Das Osterfest schafft uns eine willkommene Ruhepause, eine Zeit des Waffenstillstandes in
liefen Kämpfen.
Aber das wäre nicht das rechte Osterfest, welches wir begangen, wenn es nicht mehr thäte, wenn cs uns nicht über । >ie Zeit des Waffenstillstandes hinaus mit einer versöhnlichen Stimmung erfüllte. Ter wahre Friede im Innern wird | uns nur beschicken sein, wenn wir Alle von dem rechten | Geiste der Versöhnlichkeit erfüllt sind, wenn wir uns dazu durchringen, die vermeintliche eigene Wohlfahrt dem Wohle, [ den Interessen des großen Ganzen, der Allgemeinheit unter- — ^zuordnen.
Wenn wir das thnn, so wird diese Zeit der Unruhe, ches Unfriedens einer ruhigeren und friedlicheren weichen. Freilich jeder Frieden auf Erden ist ein bedingter, kein voll-
Das Kesseltreiben gegen den Mahdismus im Sudan.
Der englisch-egyplifche Feldzug gegen den Sudan, hervor» gegangen aus dem Ledürfuitz einer Grcnzsicherung Egyptens gegen Süden, sowie namentlich aus dem Wunsche Englands, sich damit einen neuen Rechtstitel zum Verbleiben in Egypten zu verschaffen, ist gleichwohl nur ein Theil jener mehr oder weniger umfassenden Aktion, die sich abwehrend rings um das Reich des Mahdi herum gegen die Bedrohung von demselben aus an der centralafrikanischcn Grenze fast aller Kolouialstaaten Afrikas vorbereitet hat. Diese Thatsachc, welche vor Kurzem in einer übersichtlichen Darstellung des „Mouv. Geogr." sestgestellt wurde, ist in weiteren Kreisen kaum bekannt gewesen. Sie verleiht dem englisch-egyptischen Vorgehen eine für die civilisatorische Erschließung Centralafrikas bemerkenswerthe Bedeutung und soll hier an der Hand der nebenstehenden Kartenskizze kurz erläutert werden.
Unsere Zeichnung umfaßt den dem centralen Afrika benachbarten Nordosten Afrikas und speziell das den egyptischen Sudan umfassende Reich des Mahdi, welches sich von den Nordgrenzen des Kongostaates und der bis hierhin bereits ausgidehnten Sphäre des französischen Kolonialbesitzes am Congo bis nach der Südgrenze Egyptens, die bei Wadi Haifa den Nil in gerader Linie schneidet, ausdehnt. Dieser vom MahdiSmus beherrschte Bezirk umfaßt also die oberen Nilgebiete bis zur ehemaligen Aeqnatorialprovinz von Emin Pascha und reicht östlich weiter bis in die englische, zu Britisch-Ostafrika gehörende Interessensphäre, die sich an der westlichen Grenzlinie des italienischen Kolonialgebietes von Abeffyuien nach Norden zu bis über Suakim hinaus an das Rothe Meer erstreckt. Im Westen setzen dem Mahdisteureiche die unbewohnbaren Sandsteppen der Sahara eine Schranke.
Die fortgesetzt nach dem Falle Chartums und dem Verlust des Sudans für Egypten von dem Gebiete des Mahbisiuns ausgehenden Beunruhigungen der Kolouial- gebiete Afrikas haben in letzteren nach und nach eine Reihe von Vorkehrungen zur Abwehr hervorgerufen, die gegenwärtig saft das Bild einer planmäßigen Veranlagung zum Vorgehen gegen den Mahdismus darbieten. Ueberall sind in den Grenzgebieten feste Positionen geschaffen und mit Truppen belegt, die bereit sind, feindliche Angriffe abzuwehren und offensiv zu verfolgen. Znm Theil ist dieses dem Umstande mit zu verdanken, daß mnti in jenen Gebieten den im dunkelsten Afrika in voller Blüthe stehenden Sklavenjagden zu Leibe zu gehen genöthigt war. Hieraus ergab sich bann die gegenwärtige, einem Vorgehen gegen den Mahdi günstige Situation, und die Schilderungen des ans der Gefangenschaft des Chalifen entflohenen Slatin Pascha mögen mit dazu beigetragen haben, den Zeitpunkt für ein offensives Vorgehen gegen den Sudan für geeignet zu halten. Jedenfalls handelt England in diesem Sinne, indem es eine Expedition von Wadi Haifa in südlicher Richtung gegen Dongola entsendet, mit dem ausgesprochenen Ziele, von dem nach dem Falle ChartumS verloren gegangenen egyptischen Sudan zunächst das Gebiet von Dongola wieder zu erobern.
In unserem Karteubilde ist durch Skizziruug der hauptsächlich in Betracht kommende Truppenkörper des Vorgehens Englands angedeutet. Oestlich davon befindet sich das italienische Kolonialgebiet, in weichem die derzeitige Gegenüberstellilug der abessynischen Trnppenkörper, sowie bei Kassala die Stellung der Derwische unter Osman Digma verzeichnet ist. In Silben sind die an der Nordgrenze des CongostaateS, am Lause des Uelle errichteten Positionen, bereu östlichste bei Dougn eilte Besatzung von mindestens IOOO Mann aufweist, verzeichnet, und westlich bezw. schon nördlich von dem linken Flügel der congo« staatlichen Positionen sind auf französischem Gebiete die am Grenzfluß gegen den Congostaat vorgeschobenen französischen Positionen eingezeichnet. — So wird also das Reich des Mahdi in nahezu konzentrischer Weise von den Vorposten der in civilisatorischem Dienste stehenden Kolonialmächte umfaßt und es bietet sich hier die Möglichkeit eines ZusammeuwirkettS bar, wie noch nicht zuvor. Ueber die Stellung der Mahdisten selbst verlauten nur sehr ungewisse Nachrichten, sofern die Bewegungen derselben sich nicht den Greitzen nähern. Allgemeiner Annahme nach ist die Hauptmacht in einem Lager bei Omdarmau am Zusammenfluß des Nil, gegenüber von Chartum; Heerestheile sollen sich nach Norden gegen Dongala, Nordwesten gegen Suafin und Kafsalla, sowie im äußersten Südwesten im Gebiet von Bahr-el-Gasal bewegen. Ein größeres Lager befindet sich außerdem nördlich von der ehemaligen Aequatorialproviuz Emin Paschas, am Nil bei Bor, während die Mahdisten die Aeguatorial» Provinz selbst infolge einer siegreichen Erhebung der eingeborenen Dinka geräumt haben.
Angesichts der hier kurz skizzirten und bildlich in nuferem bet«
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ca. dreißig Jerusalemer Christen niedrigsten Standes; sie chten taktmäßig in die Hände und scherzten mit den Zuschauern, e an den Vorsprüngen der Pfeiler emporgeklettert waren, um
(Nachdruck verboten.)
\ Das heilige Osterfeuer der Griechen in Jerusalem.
Von Professor Dr. H. W. Vogel.
Von dem von der griechischen Kirche in Jerusalem in Scene zesetzten religiösen Feuerzauber hatte ich schon mehrfach gelesen, ohne mich für das Wunder sonderlich begeistern zu können. Dennoch ■ oerabsäumle ich die günstige Gelegenheit, dasselbe zu sehen nicht, ‘ il« ich das Glück hatte, die letztenOstertage in Seritfalem zu weilen. Große Massen von Pilgern aus römisch- und griechisch-katholischen : Ländern, namentlich aus Rußland, ferner armenische, syrische und koptische Christen hatten sich zmn Osterfest eingcfmiben und füllten die Grabeskirche schon vor Gründonnerstag. Mouche quartierten ftd) Tag und Nacht in der Kirche ein, um sich von vornherein einen guten Platz für das Erscheinen bes Feuers zu sichern. Die zahlreichen umherlagernden Gruppen in allen möglichen abenblänbischen und ntorgenlänbifdien Trachten, ihr lautes Betragen machte einen sehr unkirchlichen Eindruck. In eine weihevolle Stimmung gerät!) man nicht; wenn auch nebenher in einer der zahlreichen Kapellen Messen gelesen werden, Prozessionen durchziehen und Weihrauchduft
die Lust erfüllt. ..
* Zum Ostersonnabend steigerte sich das Gedränge. Um 2 Uhr nUte bas heilige Feuer erscheinen. Dank dem anwesenden Herrn j •»ofprebiger Rogge aus PoiSbam erhielt ich einen Platz auf der qV sten Empore der GrabeSrotunde. In den logenartigen Räumen - ','ischen je zwei Pfeilern drängte sich eine Menge empfohlener Zu- 4 auer, darunter auch Mönche verschiedener Religionen. Inder r A» eiten Logenreihe saßen orientalische Frauen. Der Anblick von - iin war seltsam genug. In der Mitte der Rotunde stand die fei 's entliehe Grabkapelle, ein selbständiger gedeckter Bau, nicht hoher •! unser Standpunkt. Ringsum drängten und stießen sich gewiß » ’l-ijenbe von Pilgern. Inmitten des Menschenknäuels hatten zwei 7 ' liiere türkischer Solb'atcu, Gewehr bei Fuß, eine ringförmige / • se gebildet, welche der koinmenden Prozession dienen sollte.
* Von Andacht war keine Rede. Namentlich johlte eine Rotte
einen schmalen, etwas unsicher scheinenden Standpunkt zu gewinnen. Eine Art Parterrelogenreihe zeigte zahlreiche russische Mönche. Gedachte Rotte Jerusalemer Christen vertrieb sich in sonderbarer Weise die Zeit mit ihren auf den Pfeilervorsprüugeu stehenden Genossen. Diese sprangen herab, wurden von den hochaehaltenen Händen der llntenftelienben aufgefaugen; sie wälzten sich über die Köpfe der untern hin und her, überfälligen sich, während die andern einen sehr unbeilig klingenden monotonen Gesang anstimmten und in die Hände klatschten. Unter diesem Gejohle erklomm der Schwebende den Pfeiler wieder. Dieses laute Spies wiederholte sich unaufhörlich. Manchmal sprangen auch zwei auf die Hände der llntensteheudeii. Ruhiger betrug sich die dichtgedrängte Menge ringsum. Aber sie wogte und schob sich hin und her, naiueutlich au der Wand der Grabkapelle, wo bas heilige Feuer später burd) eine ovale Oeffuuug herauskam.
Dieser große Moment sollte um zwei Uhr eintreten; eS wurde jedoch darüber drei Uhr. Jnzwisdien wurde die Menge immer unruhiger. Es kam zu einigen Verhaftungen von Seiten der türkischen Soldaten. Ein Umgang schwarzer armenischer Mönche trug nichts zur Beruhigung bei. Zuweilen versuchten die türkischen Soldaten, welche sich fe&r maßvoll betrugen, den um die Feueröffnuug gedrängten Haufen zu theilen; doch nicht mit Glück. Au lauten Aus- • "rufen fehlte es dabei nicht. Tas Toben und Drangen steigerte sich. Man merkte der Menge die Ungeduld an. Endlich erschien die griechische Prozession. Voran eine Reihe von elf Bannern, getragen von Laien, dann eine Anzahl schwarz gekleideter Mönche, endlich bet Patriarch in weißem Gewände und goldener Mitra ans dem Haupte, den Kreuzesstab in der Hand, unter einem Baldachin gehend; neben ihm ein bctoaffiieter Kawaß, bann Priester niederen Ranges in bunten Kaftanen und topffönuigen Hüten. In der Menge machten sich Gegensätze zwischen den gried)iid;cn und armenischen Christen geltend, die beide Antheil an der Grabkapelle haben. Dreimal umzog die Prozession die Kapelle.
Da plötzlich drängte sich trotz der Abwehr der Soldaten die Menge dichter an die Priester. Der weißgekleidete Patriarch wurde unsanft bald auf die, bald auf jene Seite gestoßen. Andere drängten ihn mit ihren Händen vorwärts. So gelangte er zur Grabesthür, in welche er, wie üblich, von der türkischen Wackle eingeschlossen wurde, um das heilige Feuer vorzubereiten. Das Banner, welches über den Patriarchen getragen wurde, wurde inzwischen zu Boden gerissen, und der Fahnenstock zerbrochen.
Schlimmer als dem Patriarchen erging es den nachfolgenden Priester der eine verlor feine Mitra und wurde durch die türkischen Soldaten mit den Gewehrkolben hinausgedrängt. Der Trompeter der Truppe blies Alarm. Die Soldaten rückten mit den Gewehrkolben gegen die tobende und drängende Menge vor. Einem dritten Priester wurde das Gewand zerrissen. Inzwischen steigerte sich die Wuth der Menge. Der Trompetkr blies wieder und wieder Kampf- figuaie, deren schmetternde Töne sich in unheimlicher Weise mit dem inzwischen erwachten Geläut der Glocken mischte. Die Menge wich nicht. Von Neuem brachte sie den von den Soldaten hinaiis- gebrängten Bischof unter Jubelgeschrei zurück und schleppte ihn, den Angriffen der Soldaten zum Trotz, bis zur Grabkapelle. Es war ein scheußliches Durcheinander, doppelt widrig in diesem heiligsten Raum der ganzen Christenheit.
Noch immer läuteten die Glocken, noch immer tönten die Alarmsignale, noch immer drängte und tobte die Menge. Da auf einmal wurde es hell in der Feueröffnung. Ter Nächststehende steckte ein Bündel Wachsstöcke hinein und zog sie brennend heraus; schleunigst lief er in die anderen Kapellen der Grabeskirche. Andere folgten ihm, kerzenschwingend. Wieder Andere, die bas heilige Fetter erhascht hatten, würben von dichten Haufen umdrängt, die an feinem Feuer ihre Kerzen entzünden wollten. Manchmal ging besten Feuer darüber aus. Die brennenden Kerzen wurden zu den an bett Pfeilern Hängenden nnd in den Logen Sitzenden emporgereicht. Bald war die ganze Grabrotunde und ihre zahlreichen Nebenkapellen ein einziges Fenermeer, in dessen Rauch die durch Oeffnungeii in der Decke dringenden Sonnenstrahlen dicke weiße Balken zeichneten.
Bald drängte die Menge mit den brennenden Kerzen zum Thor hinaus. Auch wir wagten uns hinab und gelangten unter Drängen und Stoßen endlich auf den Vorhof der Kirche. An uns strömten Syrier, Europäer, Landvolk von Palästina mit ihren brennenden Kerzen vorbei, um womöglich weitere Lichter daran zu entzünden. Diese gelten bei den Griechen und Rusten als heilig, selbst wenn sie aiisgelöfcht sind. Auf den Dächern rings um den Vorhof wimmelte es von Männern, Frauen und Kindern tn den buntesten orientalischen Trachten; sie boten ein freundlicheres Bild als die aller Andacht bare Ceremouie mit Schlachtsignalen und Kampf in der Rotunde des heiligen Grades. Wäre der Erlöser, desten Auferstehung man feierte, wirklich auferstanden, er würde ausgerufen haben: Mein Haus ist ein Bethaus. Ihr aber habt es zur Mördergrube gemacht!
