MSlMtM TsgM
44. Jahrgang.
Verlag: Larrggaffe. 27.
Anzeigen-PreiS r
13,000 Abonnenten
Mittwoch, den 1. April.
Us. 156.
1896
Bezirks Fernsprecher R». 52.
BezirkS-Fernsprecher St». 52.
Abend-Ausgabe.
Anslaud.
„Lokal-Aiizeiger" meldet, daß von gewissen Persönlichkeiten der Hofgesellschaft Schritte angebahnt werden, um in letzter Stunde daZ Erscheinen der Fried mann sch«n Broschüre entweder durch Ankauf der gesanunren Auflage zu vereitel» oder von Friedmann durch eine hohe Geldsumme Verzicht auf volle Namensnennung der bezeichneten Personen zu erzielen. 200,000 Fr cs. sollen zu diesem Zweck vor wenigen Tagen bei einem LondonerBanichausedeponirt worden sein.— Im „Reichs-Anzeiger" werden folgende Gesetze vom 29. bezw. 30. März veröffentlicht: betreffend Feststellung des Reichshaushaltsetais pro 1896/97, betreffend Aufnahme einer Anleihe für Zwecke der Verwaltung des Reichsheeres, der Marine und der Reichseisenbahnen, betreffend Feststellung des Hanshaltsetgts für die Schutzgebiete auf das Etatsjahr 1896/97, betreffend Feststellung des Staats- haushaltSetats für das Jahr vom 1. April 1896,97, betreffend Ergänzung der Einnahmen des Staatshanshaltsetats für daS Lahr vom 1. April 1896/97.
«y. *r .Italia bei Popolo" will toifftu, daß dle
Maiestaten-Begegoimg in Venedig in offizieller ~ '
totrb. Aach der Krjcflsmiuister Nicotti werf
• •>. (Nachdruck verboten.)
Ej Londoner Sri cf.
fc ’&ott unserem eigenen Storreiponbenten.)
Brawing-rooms. — j.oat Race. — Fleisch um? Käie-Patriotc«. Deutscher Wolttthätigkeits-Lcrci,,
einfach, aber genügend, sodaß Alle satt werden. — In der Anstalt wurden seit ihrem Bestehen 608 Zöglinge verpflegt, zur Zeit find in derselben 70 Kinder — 48 Knaben und 22 Mädchen — unter- gebracht. Die Sinber stammen arüßienlheiis aus Frankfurt a. M. und Umgebung, einen kleineren Tbeil stellt Wiesbaden, vorn platten Lande stnd mir sehr wenige Kinder in der Anstalt. Fragen wir nach der Hmtpffache, den E r so lgen, die das Rettungshaus zu verzeichnen hat,so sind dieselben im Hinblick darauf, daß viele verdorbene, mindestens immer sehr verwahrloste Kinder der Anstalt übergeben werden, durchaus befriedigeud. Bei einem Besuche des Rettnngshaistes konnten wir uns von der innerhalb und außerhalb desselben herrschenden Orbnnua und Reinlichkeit überzeugen. Knaben und Mäbcheu sind in je einem besonderen Gebäude untergebracht. Eine wabre Freude gewährte uns bas gesunbe Aussehen und das anständige, sreundliche Benehmen der Kinder. Man bekommt den Eindruck, daß den Kindern, wie man zu sagen pflegt, nichts abgeht, sie sind anständig gekleidet und die tüchtige Arbeit, wie die 'einfache, ober reichliche Kost scheint ihnen vorzüglich zu bekommen. Die Kinder bleiben meistens, d. h. wenn ste sich nicht besondere Vergehen zu Schulden kommen lassen, bis zu ihrer Konfirmation in der Anstalt und bekommen dann von dort au? eine passende Lehrstelle vermittelt. Wer, von den Knaben natürlich, Schneider oder Schuster werden will, dem ist meistens Gelegenheit geboten, seine Lehrzeit in der Anstalt zu absowiren, denn hier '.ft stets, um die Bedürfnisse der vielen Kinder an Kleidern und Dchnhenzu befriediaen.eiu Schneider-und ein Schnhmachenneister thätig. Ruch Mädchen bleiben oft noch nach ihrer Konfirmation in dem Hause, um sichin einem Fartbildungskurfiis im Hauswesen ansznbilbeu. Speziell Verpflegung wirb gar vielen Lehrlingen in der Anstalt zu -ibetl. Der Mangel eines Lehrlingsheims, sowie eines Hauses für bereits konfirmirie Zöglinge, macht sich immer fühlbarer. Es würde uns freuen, wenn diese Bemerkung den Erfolg haben sollte, daß edle Menschenfreunde hier heljend eingreifen würden. — Das Rettungshaus, dessen Zöglinge meistens auf Kosten der be- tressenben Armenverwallungen,die bie Kinder sandten, gegen ein sehr mäßiges Entgelt verpflegt werden, wirb auch heute noch von ben verschiedensten Seiten lebhaft unterstützt. Wie schon Eingangs erwähnt, wurde bie Anstalt von dem »Evangelischen Verein", der noch andere Wohlthätigkeits-Einrichtungen ins Leben rief, bie wir spater noch erwähnen werden, gegründet. Der heutige Vorsitzende dieses Vereins ist Herr ■Seueraliuperiiitenbent D. Ernst. Als Vorsitzender de« Rettungshauses wirkt mit großem eifer Herr WIR Friedrich. An der Anstalt wirken mit Ausdauer und Hingabe als „Hausvater" Herr Lehrer Küster und als „Haus- mutter" dessen Gattin, die durch ein, Fräulein eifrig unterstützt wird, ferner bte Herren Lehrer Huhne, Pfarrvikar Webe. und verschiedene anbere Perfoueu.
Die einspaltige Petitzeile für loea 15 Pfg., für auswärtige Anzeigen Reklamen die Petitzeile für Wierbabi für Auswärts 75 Pfg.
Erscheint in zwei Ausgaben. — Bezugs-Preis, 50 Pfennig monatlich für beide Ausgaben zusammen. — Der Bezug kann jederzeit begonnen werden.
wöchie beinahe sagen — Jedermann, der im Besitze der bürgerlichen Ehrenrechte ist oder wenigstens doch jeder Gentleman und jedes Gentlemans SD traten. Indessen „Gentleman" ist ein sehr unbestimmter Begriff. Steht aber eigentlich Jedem, der sich in einer angesehenen Lebensstellung befindet, das Recht zu, ihrer Majestät feine Aufwartung zu wachen, so thun es thatsüchlich die allerwenigsten — Herren.
Ganz anders aber steht es hier mit den Damen. Für sie sind bk Drawing-roonis. Wohl findet sich auch eine Anzahl hochgestellter Herren auf denselben ein. aber die Damen herrschen doch bei Weitem vor. Der oornehttzlichste Zweck dieser Drawing-roorns ist cs, die Töchter der.oberen' zehntausend Familien des Landes in die Gesellschaft eiu- zuführen. Bis zum achtzehnten Jähre bleiben die jungen Mädchen unter der Obhut der Gouvernante „im Schulzimmer", haben Mittags mit den Eltern „lunch", aber nehmen nicht Theil an der Hauptmahlzeit, dem um sieben oder auch acht Uhr eingenommenen „tijiräer“ müssen früh zu Bett und werden auch tat Ueinigen als Kinder behandelt'. Gin Uebergaitgüstadilim, eine Backfischperiode, flieht es hei ihnen nicht. Zur Jungfrau herangereift, kommen sie M einet» Mal nnb diese neue Epoche ihres Daseins: wird eben durch die Vorstellung bei der Königin eingeleitet. Von diesem Augenblick an find sie in bte große WM eingeführt.
Judeffen find diese Hoffest« in erster Reihe nur für bie höheren Krcüe von BedetNüW, so begehen wir in .dieser i Woche eine Festlichkeit, milche Levees und D ra w$ng - re ess völlig in ben Himergrund drangt und iw Moment selbst' 0r. Jameson vergessen raiachi! — eine Festlichkeit, welche bie ganze Nation mit größtem Eifer begeht. Handelt sich's doch um nichts Geringeres, als um den alljährlich statt- fiudenden Ruderwetlkampf der auserlesenen Jünglinge der Universitäten Oxford und Cambridge, der morgen zum Austrag kommt. Wenn das nur lediglich von der ganzen Studentenschaft als ein bedeutendes
---------------------■■ ■ '.ii ---------- --------------------
Deutsches Keich.
* Sof- un» personal-lachrlchte«. Im.Reichs-Anzeiaer" wird amtlich bte Ernennung des bisbeiigen Professors an der Üni- verfitat Bonn, Di. K of er, zum Dir ck tor ber preußischen Staatsarchive veröffentlicht. — Wie bazselbe Blatt melbct, bat ber Reifer ben zur Disposition stehenden autzerorbenckicheu Gesandten den bisherigen Geheimen Legatioiisrnth Grasen Rantzau, zum Wirkttchen Gebetniraty mit dem Prädikat Excellenz ernannt.
* Berlin, 1. April. Zu der vorgestern im Handels- mtnistertum unter dem Vorsitz des Handelsministers Freiherrn v. Berlepsch ststtgefundeucn Konferenz waren bie Vertreter der hauptsächlichsten Jnuuugsverbä n de erschienen, um ihre Anschauungen über die Frage kunb zu geben, wie die JnnungÄerbäude gegenllber der territorialen Organisation der Handwerkerkümmern erhalten werben kömnen. Wie die -Nordd. Allg. Ztg." hört, dürfte ein Gesetzentwurf über die- Organisation der Handwerker bei der nächsten Sitzung dem, Staatsmiuisterium unterbreitet, werdtzr. — In Berliner Gesellschaftskreisen erzählt man sich, wie der
Ereigniß erachtet würde, so ließe sich das am Ende vor- scheit.; aber wie jeder Lord Md ebenso jeder Schusterjunge des Landes sich nicht nur Äfür iüteressirt, sondern auch unbedingt Partei ergryjfeu muß, das ist nach kontinentalen Begriffen nicht so leicht verständlich. Indessen die Leute müssen nicht nur Partei nehmen, sondern dies auch äußerlich an ben Tag legen, indem sie, je nachdem sie Oxford oder Eambridge „sind*, sich mit dunkel- oder hellblauen tjuiLen schmücken und in Form von Halsbinden, Schleifeu, Bändern, an sich selbst, Pferden und Hunden und wo sonst nur möglich, zur SckMU tragen. Am Regattentage selbst ziehen sie dann zu Hunderktausenben an die Themse, wo zwischen Putneh unb Mortlacke, oberhalb Londons, der Wetikampf statlfindel! Aber auch Wochen lang vorher pilgern sie zu Tausende» schon hinaus bie „err-ws“ üben zu sehen, die lange schon den heimischen Gestaden der Isis unb des Sani unb — ihren totubten! —■ Lebewohl gesagt haben, um auf der Themse zu rudern, und auf das Emstlichste ihr „truining“ zu beginnen, das. st reu Körper alles überfiüssigeu nettes entledigt und zugleich die Nerven stählt. Jeden Tag werden natürlich die achtzehn Jünglinge sorgfältig gewogen, und so groß ist das aßgiateine JnterMe des Publikums daran, wie die „Dressur" bei de« jungest Leuten anschlägt, daß stimmliche Leitungen des Landes Tag für. Tag das letzte GetoWt derselben veröffentlichen, wie sie zugleich auch jedsr Tag ihre. Spezialberichrerftatter an den Fluß mit» senden, damit das Publikum möglichst genau über jeden Ruderschlag der jugendlichen Helden rmterrichtei sei und einen zuverlässigen Vorgeschmack dessen erhalte, was es am Kampfesiage zu erwarten hass
Was aber neben biefir Regatta das britische Publikum und vornehmlich die .Hausfrauen dieses Landes augenblicklich m besonderem Grade beschäftigt, das ist die große Fleisch- frage, mit der sich nun auch das Varlament einaebend befaßt hat. Es ist bekannt,
irieller Form stattfinden .de betfelben beiwohnen.
* Aieder-tandr. Dos „Handelsblatt" veröffentlicht -in- Depetche der R-fltektmfl aus Batavia, welche meldet, baß der atschniefitche Hauptklng Totkoe Djohar zusammen mit mehreren anberen Führern unb einer siitberoa mieten Schaar beffertirte und W'die lu-deilandifcheii TruMn angrcifi. Talke Djohar unter» ffUtzte oisber bie NiedcUÄber im Kampf gegen bie A sich inest«, ©nie Depesche ber „Slteuwes van den Dag" meidet, baß bie Ber- btsbiiiifl mtt allen Lorpoften außer zweie» miterbrochen ist. Ein OWzisr wurde getöbtet, ein anberer verwuMt. Zwei Bataillone iittjamerte und eine Gebirgsbatterie werben nach Atschin abgehen.
* Grotzdritanniru. Die „Mormug-Poft" schreibt. England müsse den örangofrn em für allemal frei unb offen erkläre», daß pe ber engliidieii Freundschaft so lange Lebewohl sagen müssen, als Frankreich sich der engiischen PoNtik in Egtzpten widersetze.
* Avista- Die „Times" melden aus Kairo, daß zwei roptiiche Büchofe tür Unter-Egypten in Gegenwart bes Vertreter® be§ Vatikans gewählt worben find. Die Vertretung des Papstes beroeiie, daß der Vatikan bie über bie Kopten seit vier Jahrhunderten verlorene Autorität wiebergewiuue.
Die WohtthatiBeits-Erneichlunsen Wiesbadens.
„ tEigener Aufsatz für bas „Wiesbadener Tagblatt".) Von Avals Hah«,
', . * Ser Lcichskanfter füift Hohenlohe, welcher gestern fern 1t. LebenSiahr vollendete, empfing aus diesem Anlaß zahlreiche Ovationen. Der Kaiser übersandte dem Reichskanzler seine in Bronze nuSgefllhrte Büste ans einem Sockel von grau-melirtem Marmor. Unter den vielen Glücknrnnschbepeschen befand sich eine solche von dem Prutzregenten von Bayern, dem Großherzog von Baben, den, Fürsten v. BiSmarck, sowie von ber Stadt Strafe» bürg i. Elsaß. Seitens ber Berliner Hof- und Gesellschaftskreise wurden zahlreiche Karten Beim Reichskanzler abgegeben. Nachdem am Vonuittag bie Kapelle bes zweiten Garbe-Dragouer-Regiments um ein Stänbkheu zu bringen erschienen war. erfreute gegen Mittag das Tromm ter-Esrps des Garbe-Kürassier-Reginient» den Gefeierten mit mehreren Munkvorträgen. Am Abend vereinigte eine Fawilien- tafel den Aefchskanzler mit feinen nächsten Perwondten. Heute gedenkt gtch der Fürst nnd die.Fürstin Hohenlohe nach Baben-Baben zu begeben.
* Mescu „Kethiilfr ?ur MajeLäts-Keieidtgung« ist, wie du Breslauer sozialdemokratische „Volksmacht" meldet, gegen .Streit Redakteur Gerhardt das UntersllchuugZ-Lerfahren eingeleitet worbeu. Es handelt sich um die konfiszirte März-Nummer in ber NW zwei MajestZtS-Beleidigüngen befinden sollen^Ebeuso sollen die Kolporteure, welche bie betreffende Nummer ausKtragen, aur Ler- antwortnng gezogen werden.
Evangelischer Rettungshaus. RettungSbäuser sind M ein nothwendigeS Hebel! Wie viele verwahrloste Kinder giebt es, die, Wären keine R^tungshäuser vorhanden, unfehlbar ihrem physischen und moralischen Verderben entregragingen. Die Gründung des W- ' btesigen RettungSimuse« war deshalb eine Thal, bereit segensreiche Früchte nicht ausdleiben konnten und auch thatsächlich nicht au»- L- . blieben. Das Verdunst, das Iiettungshaus gegründet zu haben, tommt dem „Evangelischen Verein" zu. Die hervorragendste L.— Stelle bei der Gründung und Einrichtung des Hauses nimmt
Koufistorialrath, damals Stibtpiarrcr Eibach in Wies- M8W.ei baden ein, ber zuerst bett Gedanken der Gründung faßte, G.. Sammlungen organtsirte, das Hauswesen ordnete unb daraus noch viele Jahre, bis zu feinem am 7. November 1868 erfolgten fesr Tobe, uit Interesse bet Anstalt wirkte. — Es wat am
■PfE 10. November 1853, also am Tage ber 370. Wiederkehr bes
MM," MbnrtStage« Luthers, als ber „Evangelische Verein" bie feierliche Einweihuitg bes Rettnngshauses vollzog. Rührend war es, mit fr--- welcher Begeisterung bte Bevölkerung für das Zustandekommen des Ml Projekts, ein Nettiingshaus zu errichten, gewirkt hatte. Nicht nur aus Wiesbaden, fonbent aus ganz Hessen-Nassau waren unzählige fc,.. größere unb kleinere. Geldspeuben, ferner Möbel. Haustzaltungs- gegenstände, KleibungSstiicke, Bücher. Schreibutensilien rc. ein- MM-' cegatigen, da mit ber Anstalt seit ihrem Bestehen auch Landwirth-
E.; tchaftsbetrieb verbunden war, schenkte mon sogar Sämereien n.dergl.
M ■ Unter den Spendern Ware» vieje hohe und attgesedeitePersoiten.darunter
U. der Hc.zsg und seine Gemahlin, die He zogin Pauline, die Prinzessin
j von Clf- burg. die Kaiserin von Rußlaud, der König der
M. . Belg-er u. A. Auä> Herr v. Dungeut zu Dehrn, ber eine nam-
M hafte Luritrne speudete, verbient besonders erwähnt zu werben. Durch
■fr r;::r von Damen Wiesbaden« veranstaltete Lotterie würbe ebenfalls
l ern grosser Geldbetrag aufgebracht. Tie Anstalt konnte also mit
M" jroSer Zuversicht der Zukunft entgegnisehen unb einen raschen Auf-
fr-- schwuna nehmen. Waren hei der Einweihnna ber Anstalt
1 erst 4 Zöglinge vorhanden. so stieg diele Zahl innerhalb
» kurzer Zett auf 3d. — Weber den Zweck und bie Be-
M den tun? der- RettungshauskS herrschen noch vielfach falsche
fr An sichte!' Nicht ein Gesänguiß ioder gar ein Zuchthaus ist bas-
I ftlbe für bie Kinder, sonder» eine einfache Erziehungsanstalt. Der
1? vonpizweck. der nach dem Borbflde des »Rauhen Hauses" inHam-
U lunfi errichteten Anstalt ist, verwahrloste Kinder evangelischen
Glmibens von dem ihnen drohenden leiblichen und geistigen Ber- fr~ derben zu retten. Das Rettungshaus — bekanntlich am Jdsteiner- K"' onnch vom Hof Geisberg, gelegen — sucht diesen Zweck im E-f Wgememen durch eine chrWiche Erziehung nach den Gruudsätzen der evangelischen Kirche zu erreichen. Tie Mittel, welche |g- dazu insbesondere angewendet werden. And namentlich: ein
EL. geortraete« Familieisseben unter einem Hausvater, chnftliche
vL :lr‘' Erbauung, Unterricht in den Eleweiitargeaenftäuben, Be-
Wüfttzuug m:i Landwirthschaft und Handarbeit, Spiel und Er- fr - xvlnng. B« der Nuwendung dieser Mittel wird von dem Grunb-
r. ■’ Atz aus gegangen, daß die anvertrauter Kinder ihren zukünftigen
t Leb-ns^-rhglOnffen 'aNgentesftu tn möglichster Einfachheit zu erziehen
V..... r?6' Tae Vvrnirttage sind der Schn!?, ber Nachmittag ist den
। avrigen arbeiten in Feld, Hau« und Herten gewidmet. (Me schon
fr ™r5 erwähnt, ist mit ber Anstalt auch Landwirtbschastrbelrieb ver-
[, siUudeit Die Oekonomie bes Hauses ist sogar eine bebeutenbe:
fr Land sind im Bau. auch Kühe, beton Milch zu»,
xnrtl nach Wiesbaden verkauft wird, werden gehalten :c.) Nach den UL ' M««z«iiM und zwischen bett arbeiten vlerist. uöch gettiigend Zeit zunt ML' Lausen, Turneti unb Spielen nach Kinderart. Die Mahlzeiten sind
j-, fn»., , 27! März.
r Mit ber Eröffnung des englischen Parlaments — im g£ ch-caruar — beginnt es «rach stets in dem GesellschaDleben
cti enguscheu Netchshaupfttabt sich zq regen. Dieser politische mijit einer der Vorläufer des Ssisonlebeus, das aber erst F Wä, Md FrHsotMter seinen höchsten Glanz ent- EÄ. Klagt man auch genug darüber, öafidak llnterhgtts nicht W meyr in pent Grade tine Versammlung „auserwählter Gent- fc- ‘en:Cil' wie vordem, so enthält es doch immerhin eine groffe Anzahl von Persönlichkeiten, die auch im gesellschaft- ? ” w«ang«Lend sind; und das gilt natürlich in noch
i: Grade von den Mitgliefirnt des Hauses der Lords.
,"!c>cn Herren kommen beim auch vielfach schon deren L . ‘cn die Stadt, und in deren Gefolge in langsamer eiung die flbrigen Zugehörigen der begüterten „Upper s- , » 4 "oIicren zehntausend Fsmilien"), da finden denn :-2L.' ’,öw Eroffttuug des ParlayieM auch Mb die ersten es ^nd Drawnif - ro'<. i-, ucheM bie
- - EssWLen Formen . der, Festlichkeäch,, die Noch an orrsbüen Hofe der Königin Victoria, l- ‘F.’V1 ihrer Majestätsselbst, abgthalten werden, die L " -tcsem Augenblick — und zwar schon seit mehreren
^'seder auf dem KontineÄt weilt.',Bei ti
5- ■ = 'Eik langen Jahren schaff rezelmäfiig vom Prinzen
jj,"! "der an Stelle dessen von einem der a«bereit «rasfli des Königlichen Hauses vertreten gewesen, nnd auch iS-, JS/411 Drswing-roGins nahmen die Prinzessin von Wales «to anderen Parnen der Königlichen Familie sehr häufig ihren h'nn Vln' ®ie_,Levee6 sind avsschlMich für den Empfang von Herren bestimmt. „Hoffähig" fft in England - ich
i
