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3. Beilage zum Wiesbadener Tagblall

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44 Jahrgang. 1896.

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Dsutterftag, den 30. Januar

N-. 49. Morgen-Ausgabe

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1871.

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wahrend der Zwischenakte einen Theil des Bühnentreibens zu beobachleu.

Vor der Bühne, etwas seitwärts, stand ein Pianino, in dessen Nähe sich zwei dürftig gekleidete junge Männer auf­hielten, der unordentlichen Frisur nach zu schließen die Kapelle" des Theaterunlernehmens. Eine Anzahl noch ganz leerer Stuhlreihen und ein großer eiserner Ofen, dessen Thür an einer Angel trübselig herabhing, bildeten den weiteren Inhalt des Saales.

Hinter dem Vorhänge erscholl Gelächter, und man sah dort Gestalten im Zwielichte hin- und herhuschen. Von einer im Garten befindlichen Kegelbahn tönte das Geräusch rollender Kugeln und rasselnder Kegel herüber. Sonst war Alles still.

Wollen Sie, bitte, hier in der ersten Reihe Platz nehmen," wies der jüngste der beiden jungen Aiänner mich zurecht.Es wird wohl noch ein Weilchen dauern; so präcis fangen wir hier nicht an, weil das Publikum doch erst in Ruhe zu Abend essen will."

Das war ein Grund, der sich hören ließ, und ich ver­tiefte niich einstweilen in das Studium des Theaterzettels. Man gab drei Einakter, alte, verschollene Sachen, deren Verfasser längst diese Zeitlichkeit und damit alle Ansprüche auf Tantiemen hinter sick gelassen hatten.

Nach einer Weile kam ein kleiner, verwachsener Mensch und verlangte meine. Karte zu sehen, und bald darauf er­schienen auch noch einige Theaterbesucher. Sillen machte die Stufe am Eingang dieselbe Schwierigkeit, die sie mir be­reitet hatte, alle stolperten darüber und machten dann ein verlegen-vergnügtes Gesicht.

Ganz in meiner Nähe ließen sich zwei junge Mädchen nieder, nachdem sie die im Gestechte etwas schadhaften Wiener

(Nachdruck verboten.)

Gin ilttbUMger Krieg.

Von Wilhelm Rötzncr (Belgrad).

Zwischen zwei großen Staaten im Südosteu Europas wird gegenwärtig ein erbitterter Kampf ausgefochten, von dem nur selten etwas in die breite Oeffentlichkeit dringt. Es ist allerdings wahr: aus dem Repctirgcwehr mit der knall- und rauchlosen Patrone ist noch kein Schuß gefallen, es ist noch keine Verlustliste erschienen und noch kein auf diesem Schlachtfeld Gefallener mit militärischen Ehren be­stattet worden trotzdem der Krieg schon Opfer in großer Zahl gefordert hat und noch fordert. Der Kampfplatz liegt nämlich nicht auf militärischem, sondern auf wirthschaftlichem Gebiet, seine Verluste werden nicht durch Todte und Ver- wnndete, sondern durch tvirthschafllich Ruinirte bezeichnet: wir sprechen vom ungarisch-serbischen Schweinekrieg.

Die Schweinezucht in Ungarn gehört zu denSpezialitäten des Landes, und jeder deutsche Landmann, selbst derjenige, der sich nur ein Schweinchen zum Verbrauch in der Familie mästet, spricht mit Wohlbehagen von seinemPachuner", der von Woche zu Woche sich rundlicher gestaltet. Die etwas harte deutsche Sprache hat es fertig gebracht, aus dem Pagonier des Pagonier-Waldes einenPachuner" zu machen, um wenigstens dadurch die Abkunft von seiner ungarischen Stammfamilie anzudeutcn.

Wer zum ersten Mal in einem Schnellzug die Pußteu Ungarns durchführt, wird längs des Bahndannnes ganze tzrerden von schwarzen, langhaarigen Thierchen einher­trotten sehen, die beim Nahen des pustenden Lokomotiven- Ungeheuers in kurzem Galopp Reißaus nehmen. Auf den ersten Blick sehen die Thiere wirklich nicht wie Schweine aus, man kann sie ebenso gut für Hammel halten. Wenn man aber genauer zuschaut, wird man durch das charak­teristische Ringelschwänzlein überzeugt, daß man echte, noch von der Kultur nicht beleckte Exemplare des viel- gerühmten ungarischen Schweines vor sich hat. Beim Passiren jeder Station sehen wir, daß die Vorstadt­häuser an Stelle des Gartens. vonSchweiue- koben" umgeben sind, in denen sich die Thiere sauvergnügt im Urschlamm wälzen. Wegen der Fütterung braucht sich der Züchter und welcher magyarische Bauer wäre kein solcher! Sorgen nicht zu machen. Es wächst ihm ja Alles zum Fenster hinein, und wenn er das anderweit besser verwenden kann, so jagt er die Thiere einfach am Morgen hinaus, am Abend kommen sie wohl, munter und voll gefressen wieder nach Hause. Wenn er ein Nebliges thun will, so schickt er einen Hütejungen mit, aber nothwendig ist das nicht. Die besten und kräftigsten Thiere kommen aus den Niederungen, in welchen noch ausgedehnte Eichen- wakdungen sich ausbrciten, hier wird ihnen die Eichel als beste Nahrung aus erster Hand geboten.

In Budapest, demHerzen Ungarns", konzentrirt sich nicht nur das geistige und parlamentarische, sondern auch

(Nachdruck verboten.)

Im Sommertheater.

Humoristische Skizze von Wilhelm Frerkiug.

Bitte, nur geradeaus", sagte die Frau, die an der Kasse saß und mir eben gegen mein Markstück eilt Billett für numerirtes Parkett ausgehändigt hatte.

Der Vorranm des Lokales, in welchem das Sommer­theater heute seine erste Vorstellung geben wollte, war nicht sehr vertrauenerweckend. Auf dem Tische lagen drei Päckchen Eintrittskarten, und ein Cigarrenkistchen vertrat die Stelle der Geldkassette. Im Hintergrund führte eine schmale Stiege wenige Stufen aufwärts an die Thür des Theatersaales, der während des Winters von der Bevölkerung der Fabrik­stadt zn Tanzvergnügungen benutzt wurde. Nachdem eine Stufe, die heimtückischer Weise unmittelbar hinter dem Eingänge angelegt war, mich beinahe zu Fall gebracht hatte, befand ich mich in einem nur von wenigen Gas­flammen küvimerlich erhellten Raume. Durch die garten« wärts liegenden Fenster drang der letzte Rest des Tages­lichtes ein, und so entstand eine Dämmerung, die den schlecht gehaltenen Saal noch verräucherter und armseliger erscheinen ließ, als er in Wirklichkeit sein mochte.

Die eine schmale Wand nahm die Bühne ein, welche durch einen auf Bierfässern ruhenden Vorbau etwas ge­räumiger gemacht worden war. Auf dem Vorhang zeigte M sich eine verschwommene Frauengestalt, die einen Kranz in den Händen hielt und auf einem Felsen im Wasser zu sitzen schien. Deutlich konnte man das nicht mehr erkennen. Außerdem hatte ein augenscheinlich langer Gebrauch in der Mitte der Leinwand einen von oben bis unten reichenden E: Riß entstehen lassen, durch welchen es möglich wurde, auch

174te Depesche

vorn

Kriegs-Schauplatz.

Offizielle militärische Nachrichten.

Versailles, den 29. Januar, Nachts.

Die Besetzung von St. Denis und sänuntlichcn Forts von Paris hat am 29. ohne Zwischenfall stattgefnnde«.

v. P odbiclski.

Berlin, den 30. Januar 1871.

Königliches Polizei-Präsidium, von Wurinb.

Stühle mit anderen aus der zweiten Reihe vertauscht hatten. Sie trugen helle Regenmäntel, kühn geformte Hüte mit Federn und Blumen und dufteten stark nach einem un- definirbaren Parfüm. An meiner anderen Seite hatte ein älterer Herr Platz genommen. Als er den Hut abnahm, enthüllte er eine mächtige Glatze, die gut zu dem martia­lischen grauen Schnurrbart paßte. Seine Kleidung zeigte eine etwas heruntergekommene Eleganz, der grellfarbene Schlips harmonirte nicht recht mit dem blaugestreiften Gummikragen und der dicke Stock vervollständigte die Karri- kalur eines Stutzers.

Der Hintergrund des Saales füllte sich mehr und mehr. Es schienen Arbeiter, die hier mit Weib und Kind die Abendstunden zu verbringen gedachten. Die Frauen trugen in Körben und Packeten das zum Abendessen erforderliche Butterbrod, und Bier lieferte der Kellner, der jetzt eine überaus lebhafte Geschäftigkeit entwickelte. Auch die beiden jungen Damen neben mir nahmen jede ein Glas Bier, tranken einen Schluck daraus und stellten den Rest vor­läufig unter ihre Stühle auf den Fußboden.

Nun wurde auf der Bühne geklingelt und dieKapelle" trat in Wirksamkeit. Der Violinist setzte den Bogen an, der Klavierspieler packte eine Handvoll Tasten, und die Musik Begann. Schön war sie nicht, und besonders der junge Mann am Pianino, dem man den breiten Ehering eigentlich garnicht hätte zutrauen sollen, griff unausgesetzt falsche Töne. Meistens merkte er es wohl selbst nicht, zu­weilen aber, wenn es gar zu arg und mißtönig wurde, schüttelte er unzufrieden sein lockenumwalltes Haupt.

Das Publikum schien nicht verwöhnt. Trotz des schauder­haften Spiels wurde applaudirt, und die Musiker qutttirtt« mit linkischen Verbeugungen den Erfolg.

daß dem Züchter für seine Mühe und Arbeit nichts übrig bleibt.

Die geographische Lage des Landes bedingt es, daß sich fein Export in allererster Linie nach Ungarn wenden muß. Weder nach Bulgarien, noch nach Rumänien sind lohnende Geschäftsabschlüsse zu erzielen, beim, so sagen die Serben: Schweine haben sie dort auch und fein Geld haben wir selber." So bleibt denn nur noch der Weg nach Oesterreich- Ungarn offen.

Die statistischen Anfzeichnungen lassen keinen Zweifel an der Richtigkeit dieser Annahme. Im Jahre 1891 betrug der Gesainmtwerth der Ausfuhr aus Serbien 52,480,000 Dinar (Franc 80 Pfennig), davon nahm Oesterreich-Ungarn für 45,154,000 Dinar, auf sümmtliche übrigen Staaten entfielen nur etwas mehr wie 7 Millionen. Und von den Oesterreich- Ungarn zukoinmenden 45 Millionen stehen die Serben» Schweine mit etwa vier Fünftel des Betrages an der Kreide.

Da kann man sich denn auch den Schreck denken, der dem serbischen Züchter in die Glieder fährt, wenn er hört, Ungarn hat die Klappe zngemacht, auf der Grenzstation Semlin werden sämmtliche Schweinetransporte ans Serbien unbesehen zurückgewiesen! Da ist mit einem Schlage seine monatelange Arbeit umsonst gewesen, er sieht sich in seiner Existenz bedroht, sein Vermögen steht auf dem Spiele, denn es ist in seiner Schmeineheerde aufgespeichert. Soll er sie in Quarantäne legen, soll er sie zurücktransportiren lassen? Eins ist so mißlich wie das Andere. In der Quarantäne können seine gesunden Thiere erst recht angesteckt werden, wenn die Schweine aber wieder nach Hanse kommen, finden sie keinen Platz mehr, sie haben schon Nachfolger erhalten. Helfen kann nur ein Mittel, die Aufhebung der Grenzsperre, und die müssen die Minister in Belgrad bewirken, das ist ihre Pflicht und Schuldigkeit.

Mag nun Jlic Popovic zur Fortschrittspartei gehöre^ mag er sich zur radikalen oder liberalen Partei zählen, das gilt ihm in diesem kritischen Moment gleich, er steckt das Messer hinten in die Pumphosen, den Revolver in den Gürtel und fährt nach Belgrad, hier muß Rath geschafft werden. Da sieht eL denn bald wie in einem Kriegslager aus in der serbischen Hauptstadt. Jeder Tag bringt neue Deputationen in den malerischen Trachten der Provinz, welche die Ministerien Audienz heischend umlagern. Die Minister eilen von den Palais nach dem Konak, vom Konak nach den Palais, sie beruhigen, beschwichtigen, der Staats­draht nach Budapest ist Tag und Nacht in Anspruch ge­nommen. Endlich ist das große diplomatische Werk ge­lungen: die serbischen Schweine werden für seuchensrei erklärt, der Grenzschlagbaum existirt nicht mehr für sie. Es war da in Steinbruch ein Jrrthum vorgekommen, das verdächtige Beest war gar nicht serbischer Herkunft gewesen, sondern hatte Zeit seines Lebens nur ungarische Eicheln gefressen.

Natürlich, die alten Vexationen. Der reine Neid, weil das Serben-Schwein dem National-Ungar-Schwein noch über" ist", brummen die Serben ärgerlich, und der nächst von Belgrad nach Semlin abgehende Lokaldampfer repräsen- tirt in drei bis vier Dutzend serbischer Schweinehändler ein Ansfilhrkapital von etwa 38 Millionen Dinar. Däs ist eineschwere" Fracht.

Und am Abend gehl's lustig her in Belgrad. Nach Abwicklung ihrer Geschäfte auf dem Hauptzollamt in Zimony (Semlin) sind diese serbischen Kapitalisten wieder zurück- gekehrt, sie lassen jetzt etwas drausgehen. Die Provinzler aus Selevac, Alekstnac, Paracin, Loznica rc. laben sich an Pflanmeiischnaps und an kratzigem serbischen Wein. Dazu giebi's die üblichen Nationalgerichte: Maisbrod, am Spieß gebratenes Rindfleisch, Schafkäse, eine Salzgurke nicht zu vergessen. Bei dem Fidcln der Zigeuner, die ihnen bte schwermüthigen Nationallicder der längst verschollenen serbischen Helden Vorsingen, verschwindet ihnen bald der Aerger, den sie zu überstehen halten.

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das geschäftliche Leben des Königreichs. Natürlich mono- polisirte Pest auch bald dcn Schweinchandel des Landes. DieBorstenvieh-Maststall- und Handelsgesellschaft" ließ in Steinbruck) dieSchweinepaläste" errichten Riefenanlagen, wie sie in Europa nicht zum zweiten Mal zu finden sind. Die Inwohner dieser Paläste führen in grunzender Be­haglichkeit ein herrliches Leben, und thatsächlich rannt der Deutsche in Pest seinem Freunde, dessen Lage sich schnell gebessert hat und der sich einen gewissen Luxus leisten kann, freudig zu:Mensch, Du lebst ja jetzt wie das Schwein in Steinbruch!" Darüber ist Niemand beleidigt, obgleich diese Redensart für unsere Ohren nicht sehr höflich klingt. Aber zutreffend ist sie jedenfalls.

Steinbruch beherbergt im Durchschnitt täglich ca. 30,000 vierfüßige Pfleglinge, von denen jeder einzelne vor seiner Aufnahme eine strenge ärztliche Kontrolle zu passiren hat. Die Reinlichkeit in der Anstalt ist eine geradezu musterhafte; von deu SteinbrucherSchweinen wird keinerleiSchweinerei" geduldet, und vergißt wirklich einmal ein schlecht veranlagtes Thier einen der Paragraphen der SteinbrncherReinlichkeits­ordnung, so alaruiirt cs sofort eine Schaar von Bediensteten, die mit Besen, Schippen, Wassereimern, Wischtüchern rc. herbeieilen. DaZ Schwein hat sich inzwischen wieder in eine kühle Ecke gelagert und grunzt verachtungsvoll auf diese dienstbaren Geister herab. Es weiß ja, hier kann es sich Alles erlauben, Niemand hat das Recht, es auch nur anzntippen".

Ein böser Gast taucht hin und wieder in der Anstalt auf: die Schweinepest! Es sind alle nur erdenklichen Vor­kehrungen getroffen, um die Seuche fern zu halten, trotzdem aber haben sich Einzelfälle nicht veruieiden lassen. Eine Weiterverbreitung unter dem Bestände ist allerdings stets wirksam bekämpft worden, immerhin aber ist cs schon un­angenehm genug, wenn in einem zur Einlieferung be­stimmten Transport einige Thiere für verseucht befunden werden. Das dringt sofort an die Oeffentlichkeit, und der Telegraph meldet es nach allen Windrosen:Unter einem nach Steinbrnch bestimmten Transport Schweine wurden pestkranke Thiere entdeckt. Die üblichen Maßnahmen ... rc.

Die Wirkung solcher Nachricht bleibt nicht ans. Ge­wöhnlich am nächsten Tage trifft ein amtliches Telegramm aus Wien, am folgenden aus verschiedenen deutschen Städten ein, wonach die Grenzen für den Import von Schweinen aus Steinbruch geschlossen sind. Da ist natürlich die Anf- regitng groß in ganz Ungarn, und sie legt sich erst wieder, wenn infolge der beruhigenden Versicherungen ans Stein­bruch Oesterreich und Deutschland ihre Grenzen wieder öffnen.

Ist in das erste Alarmtelegramm nur ein Wort mehr eingeschoben und lautete es:Unter einem nach Steinbruch bestimmten Transport serbischer Schweine wurde rc." so ist das die Kriegserklärung an Serbien, und der österreichisch- serbische Schweinekrieg entbrennt wieder mit aller Heftigkeit und erfüllt die Serben mit Furcht und Schrecken.

Das schwach bevölkerte Serbien ist ein Staat, dessen gewerbliche Industrie noch in den Kinderschuhen steckt, die über einige Bierbrauereien, eine Cigarettenfabrik und einige Teppichwebereien kaum hinausgekommen ist. Die nicht in den wenigen Großstädten (Belgrad, Risch, Kragnjevac) wohnende Bevölkerung ist durchaus auf die Erträgnisse der Laudwirthschaft und der Viehzucht angewiesen. Aber auch der Ackerbau wird rationell kaum betrieben, Mais, Wein, Hanf, Tabak werden angebaut, aber die Erträge der Ernten sind nur mittelinäßig. Mit der Viehzucht steht es besser: Pferde, Rinder, Schafe, Ziegen gedeihen gut, ihre Zucht ist einträglich. Unter den Hausthieren aber nimmt das Borsten­vieh die wichtigste Stelle ein, seine Zucht gehört zu den ansehnlichsten Erwerbszweigen des Landes. Aber auch dieser ist nur dann lohnend, wenn das Exportgeschäft keinerlei Störung zu erdulden hat. Der Bedarf im eigenen Lande ist naturgemäß ein durchaus minimaler, finden aber wirklich einmal Verkäufe statt, so sind die Preise so niedrig,