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5. Beilage jum
Tagtllatt.
Ko. 43 Morgerr-Aussaire.
Dienstag, den 28. Januar.
44. Jahrgang. 1896.
1870,
1871,
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171te Depesche vom Kriegs-Schauplatz.
Offizielle militärische Nachrichten.
Versailles, den 27. Januar.
General Kettler meldet, daß er am 23. einen Vorstoß der Richtung auf Dijo» gemacht und 5 Offiziere,
150 Mann gefangen genommen habe. Der Fahnenträger des zweiten Bataillons Regiments Nr. 61 ist dabei im Waldgcfechte in der Nacht erschaffen worden. Die Fahne wird vermißt. In der Gegend zwischen Chatillon und Montereau haben sich feindliche Abthcilungen gezeigt. — Vor Paris schweigt gemäß Verabredung seit 12 Uhr in der Nacht vom 26. zum 27. vorläufig beiderseits das Gcschiitzfeuer.
v. PodbielSki.
Berlin, den 28. Januar 1871.
KSttiglicheS Polizei-Präfidium.
von Wurmt,.
Englische Verlegenheiten.
Unser Londoner ^-Korrespondent schreibt uns unterm 25. d. M.:
Großbritanniens äußere Politik hat gegenwärtig eine wahre Feuerprobe zu bestehen. Kaum sind einmal Ausfichten auf die friedliche Lösung eines oder der anderen zahlreichen Streitpunkte vorhanden, da tauchen auch schon wieder neue Schwierigkeiten auf. So gab man sich noch bis vor wenigen Tagen aus anscheinend triftigen Gründen der Hoffnung hin, daß es der hiesigen Diplomatie gelingen würde, ein Einverständniß mit Präsident Krüger zu Stande zu bringen, ohne eine fernere Erkaltung der Beziehungen zu Derltschland herbeizuführen oder den statns quo anto in Bezug auf das Verhältniß zwischen England u»d der südafrikanischen Republik zu verändern. Nun heißt es auf einmal wieder, daß der Transoaal-Sorgenbecher offenbar noch nicht einmal zur Hälfte geleert sei und, trotz aller gegenseitigen Versicherungen, eine Entfremdung zwischen Kaffer Wilhelm und seinen englischen Freunden stattgefunden habe. Letztere Entdeckung hat das Regattencomits in Cowes gemacht, da ihm aus Berlin die offizielle Meldung zu Theil wurde. Seine Majestät werde sich nicht an den diesjährigen Wettfahrten betheiligen und natürlich daher auch nicht die Dacht benutzen, die für die kaiserliche Familie in Bereitschaft gesetzt werden sollte. Daß man sich darüber nun wundert oder zu wundern vorgiebt, erscheint wirklich spaßhaft. Gerade als ob der Kaiser einem Lande einen frermdschaftlichen Besuch abstatien könnte, dessen Presse sich soeben in den gemeinsten und kindischsten Aus- laffungen über ihn und sein Volk erging und dessen leitende Staatsmänner in schamlosester Weise, um ihre eigenen Zwecke zu fördern, den englischen Pöbel gegen Alles, was deutsch ist, aushetzten! — Die Haltung der Vereinigten Staaten England gegenüber ist nun allerdings etwas versöhnlicher geworden, doch wohl zum Theil, weil man von Lord Salisbury ein gewisses Nachgcbcu in der Venezuela-Frage erwarten zu dürfen glaubt. Klein beigeben würde indeß wenig mit den bombastischen Reden üdereinstimmen, welche die leitenden Minister Balfour, Chamberlain und Lansdown dieser Tage über die englische Kriegsbereitschaft und die Unüberwindlichkeit Großbritanniens hielten. Die Vorgänge in Washington und Caracas flößten
Dienstag, den 4.: .Falstaff".— Schauspielhaus. Dienstag, den 28. Januar: „Gräfin Fritzi". Mittwoch, den 29.: „Die JonrnaUstcil". Donnerstag, den 30.: „Die Fonrchambault". Freitag, den 31.: „Fanst", I. Theil. Samstag, den 1. Februar: „Maria Stuart". Sonntag, den 2., Nachmittags 3‘/a Uhr: „Glück im Winkel". Abends 7 Uhr, zum ersten Male: „Der Herrgottschnitzer". Montag, den'3.: „Liebelei". „Versucherin".
* Der Kultusminister nie Dichter. Im Wirthschaftsbnch für deutsche Bcamtcnfranen findet sich ein Nenjahrsgedicht, dar den Kultusminister Dr. Bosse zum Verfasser hat. Das Gedicht lalltet:
„Die Stunde kommt, vielleicht schon bald. Ob jugendlich Du bist, ob alt. Wo mehr noch wird vorüber sein Als dieses flücht'ge Jahr allein, Wo Dir im Tod das Auge bricht, Dein Mund den letzten Seufzer spricht. Wo einmal noch, eh' Du ziehst fort. Durch Deine Seele tönt das Wort: Vorüber, vorüber! Und dann auch giebt, was Du gelebt, Was Du gethan, war Du erstrebt. Was Du geglaubt, was Dn gewollt. Was Du gekämpft, was Dn gesollt. Dir iinabweislich das Geleit Hinüber in die Ewigkeit.
Ö denke d'ran bei jedem Schritt:
Was Du hier lebst, es gehet mit — Hinüber, hinüber!" Dichtende Kultusminister sind übrigens nichts Neues in Preußen, und Herr Bosse folgt damit nut den Spuren seines frommen Vorgängers v. Wühler. Der aber fang aus einer viel flotteren Stim- miliig fein lustiges Lied: „Grad' aus dem Wirthshaus, da komm' ich heraus!" und: „Im Keller möcht Ihr mich begraben!" Freilich sang er es noch als Student.
* Noch eine Erlnnrrung an Mar Lebnudy. In welch unverschämter Weise der „Petit Sucricr" von der schwarzen BanH der Presse, der Abenteurer uild Spekulanten ausgcbcntet wurde, beweist nachstehender Vorfall, der sich vor nicht gar langer Zeit zu- trug. Eines Tages erhielt Max Lebaudh ein Schreiben eines seiner „Freunde" mit der Mitlheiluug, ein Abgeordneter zeige sich ganz besonders feindselig ihm gegciiüber. Das Beste wäre wohl, meinte dhc wohlwollende Freund, mau würde den feindlichen ®efehaebef yi einem annehmbaren Preise kaufen. Max Lebaiidy fand dieses Vorgehen ganz natürlich und erkundigte sich nach dem Preise, der, bescheiden geling, auf 10,000 Francs festgesetzt worden war. Lebaudh sandte die 10,000 Francs und erhielt wenige Tage daraus ein sehr höfliches, ja geradezu freundschaftliches Dankschreiben des „gekauften" Abgeordneten, der ihn seiner größten Sympathieen versicherte. Etwas spät erfuhr aber der junge Lebemann, daß der Depiitirbe, den er sich für 500 Louisdor gekauft zu haben meinte, schon seit zweiJahren gestorben war! — Auch in den wenig ehrbaren Kreisen der Sportsmen, die auf den Renufeldern unter den glücklichen Gewinnern ihre Opfer anssuchen, hatte Max Lebaudh eine sehr ansgebreiiete Kiindschaft. So oft der „Petit Sucricr" sich W einem Wrttreniien zeigte, umringten ihn einige jener Banditen, bst ihr lichtscheues Gewerbe hinter dem Titel eines „Sportredakteurs^ völlig unbekannter Käseblätter verbergen, und wandten sich an ih'u mit den Worten: „Max, setze doch fünf Louisdor für mich auf das gewinnende Pferd." Max Lebandy wußte, was das zu bedeuten hatte: er mußte dem „Sportsjournalisten" den Betrag einhäiidigev, den ein Einsatz von 100 Francs beim Totalisator eingebracht hätte. Wenn er es gewagt hatte, der Bitte dieser Freunde zu widerstehen, so hätte er dessen sicher sein dürfen, daß man in den Sportberichten die unangenehmsten Dinge über den Rennstall und die Pferde des junge» Millionärs erzählen und erfinden würde. Der Nnter- fuchuiigSrichter Meyer, dem der verhaftete de Cesti die werthvollsten Angaben über die Änsbcuter Max Lebandys machte, gedenkt einige der Unverschämtesten der Gilde für einige Zeit unschädlich zu machen. Die wahren Journalisten werden ihm für diese Befreiung von den Freibeutern der Presse, die keine bekannten Existetizmittel haben, nur dankbar sein.
nun auch bett Brasilianern neuen Muth ein. Man hatte hier fast vergessen, daß bk Regierung in Rio be Janeiro bie Ansprüche, welche Englanb schon seit langer Zeit auf bk kleine und wüste Insel Trinidad erhebt, als eine Vergetvaltigung Brasiliens betrachtet. Der englischen Diplomatie gelaitg es bisher noch immer, die Brasilianer, die für ihren Handel und für ihre Staats- bedürfniffe auf englisches Kapital angewiesen sind, hin- zuhalteu. Nun begmiit ihnen aber der Kamm zu schwellen, und sie scheinen entschlossen zu sein, die bewußte Angelegenheit mit aller Energie zu betreiben, umso mehr, als die brasilianischen Staatsmänner Veranlassung habeit, dem jüngsten Beispiele ihrer famosen englischen Kollegen zu folgen und bie öffentliche Meinung daheim von Dingen abzulenken, die ihnen unbequem zu werden beginnen. Zu all den englischen Verlegenheiten gesellt sich nun noch bie weitere Verwicklung ber orientalischen Angelegenheiten. Der Brief, ben bie Königin Victoria an ben Sultan richtete unb ber bazu bestimmt war, ben Einfluß Englands bet der Pforte zu verstärken, hatte nämlich offenbar ein ganz entgegengesetztes Resultat. Abdul Hamid faßte den Inhalt des Schreibens so auf, als ob sich Englanb eine Art Oberaufsicht über bie Türkei anmaße, und soll darüber so aufgebracht sein, baß er erstens Izzet Bey beauftragte, jenen Brief entsprechend zu beantworten und ferner Rußland ein Schutz- und Trutz- bünbniß anzubieten, von beut ja bie neuesten Melbungen, als von einer vollendeten Thatsache sprechen. (Die Nachricht wurde übrigens schon dementirt. D. R.) Was Lord Salisbury s. Z. ber Welt über das europäische Konzert in Bezug auf bie orientalische Frage erzählte, war also, wie jetzt selbst seine blindesten Bewunderer werden zugeben müssen, entweder Humbug ober bie Blüthe vollständiger Unkenntniß der politischen Lage. England und Rußland sind in ber Türkei wie anderwärts eifrige Rivalen, und was ersteres im Augeitblick fürchtet, ist der nächste Zug des Czaren auf dem politischen Schachbrett. Fast scheint es nun, als wollte der letztere die Gelegenheit, welche sich ihm gegenwärtig bietet, dazu ausnutzen, um das Protektorat über bie Staaten des „kranken Mannes" anzutreten, denn das erwähnte Bündniß würde ja nichts Anderes bedeuten. Bestätigt sich all Das, so hätten wir bie orientalische Frage wieder einmal in ber denkbar akutesten Form vor uns, und sie müßte zu ernsten Verwicklungen führen, wenn die englische Regierung nicht etwa, ber übergroßen Zahl ber internationalen Differenzen wegen, nothgedrungen barauf verzichtet, sich Rußland, wie sie bas bereits in Ostasien that, auch int Osten Europas in ben Weg zu stellen. Wahrscheinlich ist letzteres freilich nicht. Im Augenblick erregt nun auch noch ber Gesundheitszustanb ber Königin einige Besorgniß, da ber plötzliche Tob ihres Schwiegersohns, bes Prinzen Heinrich von Battenberg, für bett sie ganz besonbers eingenommen war, sie schwer erschütterte. Nicht ohne guten Grund nimmt man ja an, baß bie Rücksicht auf die greife Königin die friedfertige Haltung gewisser Staaten unter provozirenden Umständen veranlaßte, unb so wäre ein Thronwechsel in Englanb in einem Augenblick, wie dem gegenwärtigen, entschieden ein Ereigniß von mehr als gewöhnlicher Tragweite.
Aus Stadt und Knud.
Ans Kunst und Leben.
* SrnnkfitrttrSladttheater.(Wochen-Spielentwurf.) Opernhaus. Dienstag, den 28.Januar: „Irrlicht". „Bajazzo". Mittwoch, den 29.: Zweites und letztes Gastspiel des Herrn Kammersänger Vogl: „Tannhäuser". Donnerstag, den 30.: „Norma". Freitag, den 31.: Geschloffen. Samstag, den 1. Februar: „Carmen". Sonntag, den 2., Nachmittags 3'/- Uhr: „Obersteiger". Abends 7 Uhr: „Czar und Zimmermann". Montag, den 3.: Geschlossen.
Wiesbaden, 28. Januar.
— $nr Erinnerung. Vor 100 Jahren, am 28. Januar 1796, ist der bekannte Theologe und Kanzelredner F. W. Krunk- niacher geboren. Zuerst Prediger im Wnpperthal, dann Pfarrer in Bremen, später in Berlin und endlich Hof-und Gariiisonprcdiger in Potsdam, gehörte er zu den energischsten Vertretern des Protestantismus, zeichnete sich aber auch durch feine Uuduldfamkest aus. Er war eine Zeit lang von bedeutendem Einfluß auf das kirchliche und öffentliche Leben.
Die menschliche Hand»
der Hand, welche für sie fast undurchlässig sind, und dies find nur die Knochen, auf der photographischen Platte silhouettenhaft
mtt RSnIgenschen X-Stkahlen photographirt.
Keine neuere Entdeckung auf photographischem Gebiete hat lvohl, abgeseheit von den wiffenschaftlichen Fachkreisen, auch nur annähernd so viel Aufsehen in de» breitesten Schichten des Publikums erregt, wie diejenige über die „Röntgenschen Strahlen". Die Entstehung dieser anscheinend noch in den ersten Anfängen ihrer Entwicklung besindlichen Entdeckung, sowie der bisher erforschte Vorgang bei Hervorrufung eines Bildes vermittels der neuen Strahlen, welche infolge ihre» Durchdringens durch für das menschliche Ange absolut undurchsichtige
Körper so enormes Aufsehen erregt haben, können wir infolge der zahlreichen Zeitungsberichte über die Erfindung selbst, sowie über die inzwischen in vielen wissenschaftlichen Vereinen ___ gehaltenen Vorträge über die Sache als bekannt voraussetzen. Von t großem Interesse wird c8 jedoch für unsere Leser fein, eine Darstellung jene» höchst eigenthümliche» Handbilder zu erhalten, wie man es beirn Photographiren vermittels der Röntgenschen X-Strahlen erhält, weshalb wir beistehende, in Anlehuiing an eine solche Photographie entworfene Zeichnnug unseren Lesern bieten.
Hervorgeruseil werden Bilder der Röntgenschen Art vermittel» : der von einem elektrischen Strome durchdrungenen fast luftleeren Geißlerschen Röhren, in denen von dem negativen Pol eine die Glaswand der Röhre zu Hellem Aufleuchten bringende, auf ihren: Wege jedoch unsichtbare Strahlung den zu phoiographirendcii Gegenstand trifft. Letzterer, ein Metallftück, cm menschlicher Körper- thetl oder bergt, zeichnet sich dann auf einer photographischen Platte in seinen Umrissen als Silhouette ab, insoweit er von de» Strahlen licht durchdrungen wird.
Da fast alle Körper für die Röntgenschen Strahlen durchlässig sind, so unterscheiden sich die mittels derselben aufgenommenen Photographieen wesentlich von den gewöhnlichen. Es erscheint nicht : die Oberfläche der Körper photographirt, sondern alle in ihrem f Innern befindlichen dichteren ober sonst für die Röntgenschen ; Strahlen weniger durchlässigen Theile. So sieht man von dem im : vollkommen verschlossenen Etui photographirten Gewichtssätze deutlich r jedes im Etui eingeschloffene Messinggewicht, eine Hand zeichnet sich ° unter den neuen Strahlen als Kuochenskelett ab, wobei die Fleisch- f theile nur angedeutet find. Das Ueberrafchende dabei ist, daß die hölzerne Kassette, welche die photographische Platte enthält, i nicht geöffnet werden braucht; man legt vielmehr, wie Professor Röntgen gethan, die Hand einfach auf den Holzdeckel der Kassette, und nun durchdringen die neuen Strahlen Hand und Holzdeckel unb zeichnen diejenigen Theile
I ab. Eine Skizze eines solchen, in nebelhaft verschwommener Skelett-1 form sich darstellenden Handbildes bietet unsere Zeichnung. Ein I Ring, der sich um einen der Finger befindet, wird, weil da» Gold I
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wesentlich undurchlässiger für die neuen Strahlen ist als die Knochen, in besonders dunklem Ton martirt, sodaß er, da die Fleischtheile des Fingers fast ganz fehlen, um den Fingerknochen frei zu schweben cheint. Um das Gesauinitbild der Hand, das in unserer Zeichnung bis auf •/« der natürlichen Größe verkleinert ist, etwas deutlicher hervortreten zu lassen, sind die äußeren Coutoureii der Hand mit einer zusammenhängeiiden Linie gezogen.
Wie weit sich die durch diese Art von Photographie nenentdeckte Methode, das Innere des menschlichen Körpers erkennbar zu machen, noch vervollkommnen lassen wird, können wir heute nicht einmal ahnen, vielleicht eröffnet sich hier ein weites Gebiet für die innere Behandlung, die Chirurgie (Aufsuchung von Kugeln im Körper, Erkennung von Kuochenzersplitterungen) :c. Die neuesten nach Röntgens Verfahren im physikalischen Kabinett des Elberfelder Gymnasiums hergestellten Platten zeigen ja schon, daß sich Versuchs-Anordnuiigeii finden lassen, bei welchen auch dickere Körperiheile als die menschliche Hand in photographisch wirksamer Weise durchstrahlt werden. Die Knochen der Mittelhand fauimt ihren Gelenkverbindungen an Hand und Unterarm erscheinen mit überraschender Schärfe. Weiter sind die Knochen des Unterarms fauimt den Gelenken an der Handwurzel deutlich dargestellt. Auch hat der Experimentator es in der Hand, ob er Gewebstheile ober Knochen barstellen will.
Jedenfalls bleibt kein Zweifel mehr, daß sich durch das neue Verfahren die weiteste Perspektive in wissenschaftlicher Hinsicht eröffnet und daß dasselbe sehr bald auch der ärztlichen Praxis dienstbar werden dürfte, wie denn schott an verschiedenen Orten glückliche Versuche gemacht wurden.
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Professor Röntgen, ber Entdecker der X-Strahlen, die ferner, ihm zu Ehren, Wohl Röntgeiifche Strahlen genannt werden, ist in Lennep (Rheinprovinz) am 27. März 1845 geboren und steht jetzt im 51. Lebensjahre. Rach Absolvirnng des GyinuafiumS und Vollendung feiner Universitätsstudien erwarb er sich am 12. Juni 1869 au der Universität Zürich das Doktordiplom. Am 22. Dezember 1870 wurde er Assistent des Professors Kundt am physikalischen Institut ber Universität Würzburg unb ging mit ihm im Mai 1872 als Assistent nach Straßburg. Dort habilitirteer fich im Märzl874 als Privatdozeut und folgte am 7. April 1875 einem Ruf an die Akademie in Hohenheim als ordentlicher Professor. Am 17. April 1876 wurde er als außerordentlicher Professor an die Uinverfität Straßburg und am 10. April 1879 als ordentlicher Professor unb Direktor des physikalischen Instituts nach Gießen berufen. Enblich am 31. August 1888 folgte er einem Rus als ordentlicher Professor und Direktor des physikalischen Instituts der Universität Würzburg. Noch im Februar v. I. lehnte er einen an ihn ergangenen Ruf nach Freiburg ab. Vor Kurzem wurde Röntgen, wie aemeldet, vom
