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N-.2.
Donnerstag, den 2. Januar
1896
Bezirks-Ferufprecher Nu. 52.
Bezirks-Ferufprecher No. 52.
Abend■Ausgahe
Das Jahr 1895
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flabt den kaum getilgten Fehlbetrag wieder ans der Bildfläche scheinen ließ. (Forsetzmig folgt.)
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(Nachdruck verboten.)
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ist daher entschlossen, scheidnng der Waffen das; man in Europa billigen werde.
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Staatshaushalts für 1894,95, welcher sogar einen kleinen Üeberschuß zu verzeichnen hatte.
Aufführung zu verbieten. Dem widersetzte sich jedoch der Bürgermeister BnlS, da eine solche Maßregel in Belgien, wo keine Censur^ von „GeisteSmcrkcn" existire, ungesetzlich wäre. Bor einiger Zeit verbot man bei uns Pariser Journale, wie „Echo de Paris" ?c., wegen ihres unsittlichen Inhalts; man scheint diese also nicht als „Geisteswcrke" anznsehcn, dagegen aber Schattenbilder als solche zu betrachten, jedenfalls eine spezifisch belgische Auffassung.
auch nicht. Es währte nicht lange, so hatte er auch noch das große Covent 6uräen-Theater gepachtet und trat nun gleichzeitig als Impresario einer italienischen Oper auf. In der Zeit aber, wo diese hier nicht gastirt, fließt er in dem Opernhause „Prvinenaden-Konzerte" oder — wie in diesem Augenblick — eine Anzahl von Kostüm-Bällen, wo die Gesellschaft ebenso gemischt ist, wie die Kostüme.
Indessen das System bewährte sich in gewisser Hinsicht, so daß der kühne Unternehmer sich nicht nur für ein Univcrsal- Genie, sondern auch als ein solches zu halten im Stande war; und alsbald sahen wir ihn als Inhaber zweier anderer Theater sich entpuppen. Doch drei Bühnen, die alle nur dem Drama gewidmet waren, genügten ihm auf die Dauer
ankommen zu lassen, und hofft, ihre Beweggründe verstehen und
, Ans der Londoner Thenteeroelt.
(Bon unserem eigenen Korrespondenten.)
X X London, den 28. Dezember.
Boxing Day oder der zweite Weihnachtstag, der hier . nicht mehr eigentlich als Festtag angesehen wird, gilt in England von Alters her als ein besonders geeigneter Tag zur Herausbringung von Bühnen-Novitäten. Zumal die hier so beliebten „Pantomimen", unter denen mau heute eigentlich nur noch die dramatiflrtcn und aufs Großartigste insernirten Kindergeschichlen versteht, erleben am Boxing Day regelmäßig die erste Aufführung und werden dann gewöhnlich Monate lang allabendlich — und, so lange die Schulferien dauern, auch wohl Nachmittags noch einmal — heruntergespielt.
Der zweite Weihnachtstag war daher auch dieses Jahr wieder für Sir Augustus Harris ein gar bedeutungsvoller Tag. Bildet dieser kühne Impresario doch in dem ganzen Londoner Theaterlcben einen höchst wichtigen Faktor, zumal, wo es sich um Ausstatlungsstücke handelt; und so brachte er auch dieses Jahr wieder zwei verschiedene Novitäten in zwei verschiedenen Häusern an ein und demselben Abend heraus.
Sir Augustus trat zuerst vor die Oeffentlichkeit als Pächter des großen, altehrwürdigen Drury Bane-Theaters, wo er sich sehr rührig zeigte als Direktor, Regisseur, erster Liebhaber, erster Held — wenn auch nur der Reklame! — und natürlich auch als erster Dramatiker, wenigstens ließ er sich bei den meisten Stücken auf dem Theaterzettel als „Mitverfasser" angeben, wollte man auch wissen, daß diese Mitverfasserschaft eigentlich nur darin bestehe, daß er seine Eigene Rolle tüchtig herausstreiche, im Uebrigen aber nur drusstreiche.
— Eigenthümlicher Konflikt. Aus Brüssel, 31. Dezember, wird uns geschrieben: Zwischen dem Bürgermeister Buls und der Regierung ist ein Konflikt entstanden, dem folgende, etwas gewürzte Sachlage zu Grunde liegt, der jedoch auch gleichzeitig zeigt, daß cs nicht immer von Gutem ist, wenn Alles mit dem Worte „Freiheit" gedeckt wird, wo es sich, wie im vorliegenden Falle, einfach um Zügellosigkeit handelt. Mit Bezug auf die Streifzüge, die König Leopold bei seiner jüngsten Anwesenheit in Paris machte, wird im hiesigen Alcazareine „Revue" gegeben, in der Schattenbilder gezeigt werden, die den Monarchen darstellen, wie er einen Besuch bei einer jungen Dame abstattet, die zu ihrem Beruf die Porführun, gelehrter Kaninchen im Cafeconcert gewählt hat. Ein eitere» Bild führt uns in das Schlafgemach, ein drittes in das Toilettenzimmer re. Natürlich erregte diese Vorstellung große Entrüstung in der Hofgesellschaft, von der indeß, wahrscheinlich des ab- chreckenden Beispiels halber, fast Alle in den „Alcazar" gingen, und sie veranlaßte den Gouverneur von Brabant, die
sodann auch in die City-Korporation, und hier hat i schon so weit gebracht, daß er der City bereits als Sl gedient und seine Beförderung zum Lord-Mayor von r nur noch eine Frage der Zeit ist. «ich
kehren, wie sie dies in Kalifornien und Australien gcihan. Derartig „zeitweilig" im Transvaal sich aufhaltenden Personen ist es aber unmöglich, eine volle Gleichberechtigung- zuztigestchen, da sie bei ihren politischen Handlungen' von anderen Gesichtspunkten geleitet werden, als allein denen, welche dem Lande zum Vortheil gereichen. Die Negierung eS eventuell selbst auf die Ent-
DieJasek Sizilien bildet nach wie vor einen Herd des Elendes einerseits, der politischen Wühlerei andererseits. Ei» im October geplanter Ausstand wurde durch die Verhaftung der Führer noch rechtzeitig vereitelt. Die Regierung setzt ihre Bemühungen zur Beruhigung der Insel und zur Beseitigung des Nothstandes unverdroflen fort.
Unter größter Begeisterung beging das italienische Volk, seinen König an der Spitze, in der mit dein 15. September beginnenden 1 Woche die 25-jährige Wiederkehr der Vereinigung Roms und des ! Kirchenstaates mit dem Königreich Italien. Garibaldi und den anderen Helden des Befreiungskampses wurden Denkmäler gefetzt und unter glänzenden Festlichkeiten enthüllt.
Zur energischen Führung des abessynischen Krieges bewilligte das Parlament Mitte Dezember 20 Millionen Lire, welche AÜS-
Verlag: Lauggasie 27.
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Die Londoner Oberbürgermeisterei ist bekanntlicbstens verschieden von denjenigen des Kontinents. Sie isPsund ein Ehrenamt mit einem Jahrgehalt von zehntoütigkeit Sterling. Freilich auch mit Ausgaben für udestens und vornehmlich für Festlichkeiten, die sich Ehre ist das Doppelte jener Summe belaufen. 8lb*n tüchtiger auch so groß — und der Einfluß dazu —cnt Mansion Geschäftsmann — und nur solche finW immerhin house zu gebrauchen — aus seinem sichen in der indirekt auch einen pekuniären Vorth/
Lage ist. * 1 Mayoralty eiu-
Was für eine Reklame wird
Jtalieu. Heftige Parteikämpse durchwühlten zum JakrcS- ' anfang das Land. Nach der am 17. Dezember 1894 erfolgten Vcr-
' v tagung der Kammer setzten die vereinigten Gegner Crispis unter
Führung der Parteihöupter di Rudini, Brin und Cavallotli, deren Parteigruppen sich noch die Sozialisten zugesellten, den Kampf gegen den leitenden Staatsmann mit maßloser Heftigkeit fort Indeß - ließ sich Crispi von dem so erfolgreich beschrittenen Weg der Resorm- gesetzgebung durch nichts abbringen: er berief vielmehr, nachdem die Kammer inzwischen aufgelöst worden, das italienische Volk zur Abgabe seines Urtheils darüber, ob es sich für eine ziel- bewußte, die Gesundung derStaatSfinanzen bezweckende Regierung, oder aber für eine Aufrechterhaltung der chronischen Mißwirtdschaft und für eine Fortsetzung der politischen Skandale entscheiden wolle. Bei den am 26. Mai gethätigteu Kammerwahlen erzielte der Ministerpräsident eine unerwartet große Mehrheit, welche den Bestand des Kabinetts Crispi und die Fortsetzung der Finanz- und VerwaltnngSresorm auf absehbare Zeit gewährleistete. Es half der Opposition nichts, daß Cavallottl am 22. Juli mit einer von Schmähungen und ehrenrührige» Verleumdungen strotzenden Schmähschrift gegen Crispi vor die Oeffentlichkeit trat; CavallottiS Antrag auf Einleitung einer Untersuchung wurde mit großer Mehrheit abgclehnt und das zum ersten Mal seit J-Hren ohne Fehlbetrag abschließende Budget am 6. August mit großer Mehrheit angenommen. Einen Beweis für die fortschreitende
1 Besserung der Finanzen des Staates bildete der Abschluß des 1004 OX .. tt-1«.... 11_ i____tt___r
Deutsches Deich.
* Kof- und Personal-Nachricht»». Der Kaiser und die Kaiserin trafen gestern Vormittag von Potsdam in Berlin ein und begaben sich zum Gottesdienst in die Schloßkapelle. Hierauf sand im Weißen Saale die Gratulationscour statt. Erschienen waren: die Prinzen und Prinzessinnen des königlichen Hauses, die anwesenden Fürstlichkeiten, verschiedene Hofchargcu, die General- aLjntanten, Generale und Admirale, der Reichskanzler, die Buudcs- raths-Bevollmächtmten, die Ritter des Schwarze» Ädlerordcns, die Generalität und Llaatkminifter, sowie Die Präsidien des Rcichs- und Landtags. Rach der Cour empfing der Kaiser die Botschafter, welche sodann von der Kaiserin empfangen wurden. Nach der Frühstückstafel machte der Kaiser eine Ausfahrt, wobei er der Kaiserin Friedrich, den hier beglaubigten Botschaftern, dem Reichskanzler, dem General-Oberfleit v. Los und den Kommandeuren des Gardc- und III. Armeecorps Besuche abstattete. — Die „Allgem. Ztg." meldet aus Bcriin: Die Meldung des „Hamb. Korrespondenten", daß der Gouverneur von Deutsch-Ostafrika, Major v. Wißmann, sich mit der Absicht trage, den Gouverueurposten uiedcrzulegen, thcilS ans Gesundheitsrücksichten, th-ils wegen Differenzen mit den Offizieren der Schutztruppe, können wir ans gute Quelle als uuzutreffeitd bezeichnen.
* Kerltkt, 2. Januar. Wie die Morgenblätter melden, wird Ha mm er st ein voraussichtlich nicht vor der Strafkammer, sondern vor dem Schwurgericht abgeurtheilt werden. Unter den Urkunden, bereit Fälschung ihm zur Last gelegt wird, besuchet sich auch eine Bescheinigung, welche die Unterschrift eines Mitgliedes des Kreuzzeituugs-Comitvs trägt. Ha mm erste in soll nicht nur diese Unterschrift, sondern auch die B-gl ubißttng des Amtsvorstehers gefälscht und biefe mit einem gefälschten Siegel versehen haben. — Die vier Lebensretter der Prinzessin Friedrich Leopold erhielten je 2000 Mk.
Jtröbel der sozichEkratnchei, Schlcstvig- Holfleinischeu „Volkszeitung" in Kiel von der Strafkammer von der Anklage der Majestätsbeleidiw''' 0,6 cr •» einem „Vaterlandslosigkeit" überschriebenen Artikx. twngen haben soll, frei- gesprochen. Der Staatsanwalt b-, fm.. ckahr Gefängniß beantragt. — Der Redakteur der 1,1 Dortmund.
Block, ist wegen Majcstätsbeleidip^ verhaftet worden.
* Rundschau im Nctch.L''.„Arv Ammer in Breslat, verurthcilte den Redakteur Ist, „ „rBeleibtgnng des Berliner Landgenchtrdirektor„,s" ^E>Vetter, dte in einer Besprechung des Prozesses «'st^ N/vtirdc zu einem Monat Gefängniß. - Die .Schl^,„,7 den Gesammtverlust bei dem Grubenunglück imä. 6 ‘intakt bei Waldenburg auf 31 Tobte und 13 Vern/ '
Die Schweiz. Bon dem Gedanken beseelt, das schweizerische Heerwesen auf eine den modernen Verhältitiffen entsprechende Stufe zu bringen und dasselbe so zu gestalten, daß die Schweiz im Falle der Nothwendigkeit selbst gilt Beschiitzung ihrer Neutralität im Stande wäre, brachte die Bundesregierung die Vereinigung der Kantonalaufgebotc zu einem Buudesheere in Anregung, welches der Tentralgewalt unterstehen sollte. Nach einer heftigen Agitation gelangte dieser Antrag der Bundesregierung am 3. November tut Volksabstimmung. Die Heeresreform wurde mit erheblicher Mehrheit abgelehnt; der Kantönligeist trug den Sieg davon. — Ende Juni hatte die Republik die Genugthnung, daß die seiner Zeit abgebrochenen Handelsvertrags - Verhandlungen von Frankreich wieder aufgcnommeu wurden. Letzteres, durch Schaden klug geworden, kam den Wünschen der Schweiz in weitgehender Weise entgegen, und so kam ein neuer Handelsvertrag zu Staude, den die französische Kammer am 9. Juli annahm und der den fast zwei Jahre dauernden Zollkrieg mit Frankreich zum Abschlüsse brachte. — Dem von Deutschland gegebenen Beispiel folgend, schritt auch die Schweiz zu einer sozialen Reformgesetzgebung, deren Anfänge die am 12. September zur Annahme gelangten Unfall- und Kranken-
r j Versicherungs-Gesetze bildeten. — Zwischen der Schweiz und Italien ' gelangte am 26. November ein Vertrag zum Abschlüsse, durch welchen I der Bau eines 18'/- km langen Tunnels durch den Simplou beschlossene Sache wurde.
4». Jahrgang.
Erscheint in zwei Ausgaben. — Bezugs-Preis: 50 Pfennig monatlich für beide Ausgaben zusammen. — Der Bezug kann jederzeit begonnen werden.
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Die einspaltige Petitzeile für locale Anzeigei» 15 Psg., für auswärtige Anzeigen 25 Pfg. — Reklamen die Petitzeile für Wiesbaden 50 Pfg., für Auswärts 75 Psg.
* Majrstaksbrleidignnge». Das Landgcri» «i Leipzig vernrtheilte den vormaligen Redakteur der „Leipzig- Volkszeitung" Simon Katzenstein, wegen Majestätsbeleidllung zu brci Monaten Gefängniß. E» handelt sich um e;c Kritik der Ver- urtheilnng Liebknechts. — Der 55Jahre alte D^r Wilhelm Bühner in Straßburg wurde wegen Majeftafbelei digu ng zu ctncr Gesäugnißstrate von vier Monaten ve-"vetlt. Bühner hatte die betreffende Aeußerung in angetrunken^ Zustande gethan. — Der Chefredakteur Ströbel der soziaf^vkratitchen Schleswia- in Kiel um, der Strafkammer tsbekibiaA D_,e er IN einem „Vater-
mal für Sir ^^^TKNekla^ist ja das ganz vornehui^ .Ostungen. Er, der sich's
vorn Geitera^^ ‘ 1 S£lt bescheinigen ließ, daß auf bfcte^‘ werdetKochst naturwahre Schlachten ib/. "s,.^dcn; der sich von dem Herrn Pfarrer Lane stä L» S -N(id) die Dmmen von Du ögfLr .' infüferti in denselben stets di"
Tugen' ~ und der beide Schriftstücke ™ allen Zeitungen annorcirte
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C/roßartige AnSstattua "L* d-r Ehre. Ke KvLek -^Lnd7s AM 5^ ~ Man hätte denken sollen, alles Das hätte die Zeit des/tigcs Drurv scenisehe Effekte! — °Ein
Herrn Impresario wohl vollauf in Anspruch genommenuinvnce.und daraus ■ So Irtutcie eine anbere
Nicht doch. Er strebte nun auch nach höheren Ehren. Ztoie ein riefitiaes Tv,,,*. ' ta nun auch wohl ersehen nächst ließ er sich in den Londoner Grafschaftsrath wähl General^ "tron'^d.^ '"tr“1?- ^niIe' Drama" — trotz des schätzen ist. 8 DC5 ^"d.gers - als „Kunstwerk« zu Weis/zu Weg/ ginget',??n den Rittttfllnd""'?^"'"'^" und — um das Maß her ° :? tn worden, «IM» ifl .S, b„ S Ä1!,1*.- 8* ton grofo, 3wreS „to L V116
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Sheriffs aber an sum Baronet, die beiden
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Politische Tages-R«ndschau.
— Zur Revolution in Transvaal. Aus Johannesburg, 31. Dezember, wird telegraphisch gemeldet: Obgleich die besseren Kreise fest entschlossen sind, ihre Ansprüche auf Tl/'lnahme an der politischen Macht ohne Gewaltthaten zur Geltung zu bringen, ist die Lage doch eine ungemein ernste, denn es haben sich hier Abenteurer in Unmasse angesammelt, die, in ihren Hoffnungen getäuscht, das Geld auf der Straße zu finden, und sonst vollständig mittellos, ein sehr gefährliches Element bilden, das selbst jetzt nur schwer im Zaume zu halten ist, bei dem ersten Konflikt der Parteien indeß losbrechen würde. Deshalb hat auch Präsident Krüger die umfassendsten Vorsichtsmaßregeln getroffen, die aber ihrerseits wiederum die herrschende Aufregung verschärfen. Nach feiner Ansicht kann er, so sehr er es selbst bedauert, die Forderungen der Fremden nicht erfüllen, denn sie würden sofort die Majorität erhalten und dann mit dem Transvaalstaate thuu, was sie wollen, d. h. ihn der britischen Herrschaft unterwerfen. Seine Pflicht ist cs jedoch, das Land den rechtmäßigen Eigenthümern, den Boercu, zu erhalten. Aber auch wenn dieses nicht fein leitender Gesichtspunkt sein müßte, liegt es im Interesse des Transvaal selbst, wenn die Goldgräber nicht allmächtig würden. So lange die Minen erträglich sind, würden dieselben im Staate verbleiben, sowie indeß deren Ergiebigkeit u.achläßt oder gar aufhört, was doch in absehbarer Zeit der Fall fein wird, werden sie ihm den Rücken
