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Viksbckener Sagblatt

48. Jahrgang.

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N». 330.

Bezirks-Fernsprecher No. 52.

Donnerstag, den 18. Juli.

1895

BezirkS-Fernsprecher No. 52.

Abend-Ausgabe.

Schluß der frauzofischen Kammer.

Unser Pariser «-Korrespondent schreibt aus Paris, 16. Juli: Wenn der 14. Juli, der Tag, an welchem das Nationalfest gefeiert wird, sich selbst bei Denen, die weder an dem immer sich gleichbleibenden Feuerwerk, noch an der von Jahr zu Jahr geringer werdenden Illumination Gefallen finden, noch aber auch ä la belle etoile das Tanzbein zu schwingen wünschen, doch noch immer einiger Popularität eifteut, so liegt der Grund einzig und allein darin, daß dieses Datum den Schluß der Kammersession bringt. Für einige Monate wird nun das Palais Bourbon in Ruhe valiegen, und Alle, die überhaupt den Geschäften des Landes etwas Interesse darbringen, stoßen einen wahren Seufzer der Erleichterung aus. Solange das Parlament sitzt, befindet mau sich in der fortwährenden Befürchtung, unsere Deputirten würden irgend ein Unheil anrichten; immer bewegt, immer in Erregung, rühren sie mit ungeschickten Fingern an Allem und Jedem, und das Publikum ist stets unter dem Eindruck, als ob sie irgend etwas zerbrechen oder Jemand ein Unrecht zufügen müßten. Die Kammer gleicht einem enfant terrible, das man m einem Raum unbehindert umhertollen läßt, in dem sich kostbare Gegenständ« befinden, von dessen Werth es keine Ahnung hat. Und wie man froh ist, wenn man ein solches Kind zur Ruhe gebracht, so athmet man befreit auf, wenn Diejenigen, die das Volk vertreten, in Wahrheit aber seine Meinung so wenig zum Ausdruck bringen, „in den Schooß ihrer Wähler zurückgekehrt find, um da neue Lebenskraft zu schöpfen", wie die merkwürdige Redensart hier lautet.

Man kann übrigens nicht behaupten, daß es gerade diese Kammer sei, welche man mit solcher Genugthuung für einige Zeit scheiden fieht; schon seit lange herrschen in Bezug auf die Deputirten diese Gefühle vor. Rur hofft man jedesmal, wenn eine neue erwählt wird, daß diese, durch die Erfahrung belehrt, endlich einmal ernstlich an die Arbeit gehen werde, um stets wieder zu finden, diese Erwartung sei vergeblich gewesen. Und doch kann nicht gesagt werden, daß die Kammer nicht den guten Willen besitzt, etwas zu leisten, ja es ist der Wunsch, zu viel zu thun, der ihr gewöhnlich oerhängnißvoll wird. Es gehen keine Reformen durch, weil keine vollständig genug erscheint; weil man in ein Gesch gewöhnlich Alles zusammendrängen möchte, wird dieses meist absolut unanwendbar. So ist es mit dem über die Arbeitsunfälle gewesen, so mit der Getränkesteuer, welche zu spät an den Senat gelangten, als daß dieser sie noch in Berathung zu ziehen vermochte, die aber in dieser Form auch nicht verbleiben können und in Wahrheit in der Kammer nur durchginge», weil diese, der langen, ewigen Reden selber herzlich würde, endlich zu einem Schluß kommen wollte. Mit allen anderen Vorlagen und Interpellationen machte man eS, wie der Faule, der die Arbeit auf morgen ver­schiebt; sie find vertagt worden, sodaß für die Herbstsaison schon so unendlich viel vorlicgt, daß garnicht abzusehen ist, warm die Debatte über das Budget beginnen soll, und an ein Fertigstellen desselben vor Schluß des Jahres nicht zu denken sei» dürste.

Als nach den letzten Wahlen am 20. August 1893 die jetzige Kammer zusammentrat, fand man eine Entschuldigung für ihre geringen Leistungen darin, daß so viele Neulinge sich darin befanden, die ihre Lehrzeit erst zu bestehen hätten; die Hälfte ihrer Lebenszeit hat sie nun aber hinter sich, unb noch immer lieferte sie keinen Beweis, daß sie etwas gelernt, ja es scheint fast, daß sie das Wenige, welches sie gekonnt, in der eigen- thümlichen Atmosphäre des Palais Bourbon noch vergessen hat. Sind anfänglich die Meisten wirklich von dem auf­richtigen Wunsch beseelt gewesen, ihre Kräfte nach bestem Vermögen dem Lande zu widmen, so werden sie bald von dem herrschenden Verlangen angesteckt, Effekt zu machen, und drei Viertel der Diskussionen finden nur statt, um der Gallerie zu imponiren.

Ein Grund dafür, daß das französische Parlament so wenig seine Aufgabe erfüllt, ist aber noch in einem anderen Charakterzug des Volkes zu suchen, ja dieser ist vielleicht die Hauptursache dafür, nämlich der Mangel an Disziplin, Auf­lehnen gegen Alles, was einem Zwange gleich sieht, und daher gegen jede Leitung. Wenn eine Versammlung in genau geschiedenen Parteien organisirt ist, der Stimme von Führern gehorcht, sich klar definirte Programme macht, dann sind Ueberraschungen, wie sie das französische Parlament dem Volke fortwährend bereitet, beinahe ausgeschlossen. Hier giebt es aber nichts Dergleichen, ja es existiren nicht einmal Parteien im eigentlichen Sinne, sondern nur Gruppen, die in den meisten Fällen private Interessen vertreten.

Einer derartigen Kammer müßte wenigstens ein festes Ministerium gegenüberstehen, das es ein wenig in der Ge­walt hat, die Debatten zu lenken, die Interpellationen auf die-richtigen Grenzen zu beschränken; ein solches Kabinett hat Frankreich während der letzten 20 Jahre aber nicht besessen, wie auch in Wirklichkeit nie ein« feste Majorität vorhanden ist, auf welche dieses rechnen könnte. So sieht es denn seine Hauptaufgabe gewöhnlich darin, mit Denen, die als zur Opposition gehörend gelten, zu kokettsten, um sich so lange wie möglich zu erhalten, d. h. es sind auch nur seine eigenen Interessen, die in erster Linie in Frage kommen, und es kann unter solchen Umständen nicht wunder nehmen, wenn die Geschäfte des Staates immer hinaus­geschoben und schließlich Hals über Kopf so gut oder viel­mehr so schlecht als möglich erledigt werden.

Der Mord anschlag auf Stambulow.

D.B.H. Berlin, 17. Juli. In einer Unterredung, welche Stambulow mit einem ungarischen StaatSmanne vor nicht langer Zeit gehabt hat, bezeichnete Stambulow den Minister Ratschevic als seinen ärgsten Feind, den er für fähig halte, Mörder gegen ihn zu dingen. — Der „Lokal-Anzeiger" meldet aus Sofia: Der Ministerrath beschloß umfangreiche Maßregeln, um die öffentliche Sicherheit aufrecht zu erhalten, die durch das Attentat auf Stambulow und zahlreiche Drohbriefe, unter Anderem auch gegen Radoslawow, bedroht erscheint. Petrow soll im Ministerrath erklärt haben, wenn die Mörder nicht entdeckt und festgenommen würden, würde er auf eigene Faust den Belagerungszustand proklamiren.

D.B.H. Wien, 17. Juli. Nach Meldungen aus Karlsbad beauftragte Fürst Ferdinand den Grafen Foras, der Frau Stambulow sein tiefstes Beileid auszudrücken. Frau Stambulow ließ ihn indcß nicht vor, sondern wies jede Bezeugung der Thcil- nahme von Seiten des Fürsten Ferdinand zurück.

Wien, 17. Juli. Wie die „Köln. Ztg." hört, haben sämmt- liche fremde Vertreter in Sofia, einschließlich des franzöfischen, der

bulgarischen Regierung ihre Entrüstung über den verruchten Mord» anfall dadurch auSgcdrückt, daß sie nicht zum Empfang beim Minister des Auswärtigen erschienen. Hier besteht keinerlei Verdacht bezüglich etwaiger russischer Mitwirkung, wohl aber wird mit großem Un­willen hervorgehobcn, daß die Verhinderung von StambulowS Ab­reise die Regierung mit einem moralischen Anthcil an der blutigen Thal belaste. Auch wird abfällig bemerkt, daß Fürst Ferdinand stets abwesend sei, wenn ernste Dinge im Lande vorgehe» und schwere Verantwortung übernommen werden muß. Biel besprochen wird ein höchst merkwürdiger Artikel der russtschen „Nowosti" vom 29. Mai. Derselbe bezeichnet als Zweck der Reife des Fürsten, daß inzwischen Stambulow in Sofia ermordet werde» falle, weil man dessen Prozeß wie seine Entlassung aus dem Lande in gleichem Maße fürchte. In jedem Falle würden StambulowS Jndiskreiionen den Fürsten und die Minister bloßstellcn. Darum spreche man in Sofia offen von seiner Ermordung als dem einzige» Auswege. Dieser prophetische Artikel hat damals, so meint man hier in manchen Kreisen, vielleicht die Ermordung verhindert, unb dieselbe ist erst während der jetzigen Reise des Fürsten ins Werk ge­setzt worden.

D.B.H. Karlsbad, 17. Juli. In der Umgebung de« Fürsten Ferdinand weist man mit Entrüstung den Verdacht zurück, daß die Beseitigung StambulowS dem Fürsten und seiner Regierung wegen der angebähnten besseren Beziehungen zu Rußland erwünscht sei. Stambulow sei lediglich das Opfer einer privaten Rache, was die gerichtliche Untersuchung auch ergeben werde.

Karlsbad, 17. Juli. Ein Mitarbeiter der „Franks. Ztg." hatte hier eine Unterredung mit dem Fürsten Ferdinand von Bulgarien. Er fand den Fürsten in sehr ernster Stimmung. Der Fürst brachte sofort das Gespräch auf Stambulow und auf die Aeußerungen einiger Preßorgane. Er sprach sein lebhaftes Bc dauern über das Attentat aus und erinnerte an die Gesühlc des Dankes und der Anerkennung in Bezug auf Stambulow, die er bei einer früheren Gelegenheit nach dem Sturze seines Premierministers zum Ausdruck gebracht hatte. Den Verdacht einer Mitwissenschaft oder gar einer Anstiftung des Attentates weist der Fürst mit Ent­rüstung für fich und seine Regierung zurück, ebenso, daß fie die Be­seitigung StambulowS wünschen könnte. Ganz abgesehen von der Verwerflichkeit einer solchen That, werde man fie doch nicht für so unklug halten, daß fie selbst ohne allen Grund di« Schwierigkeiten ihrer Lage vermehren sollte. Wahr sei, daß die Regierung seit der Entlassung StambulowS unausgesetzt ein Attentat auf denselben befürchtet habe. Stambulow habe während feiner Regierung durch seine harten Maßregeln gegen Einzelne und gegen Korporationen, durch finanzielle Erpressungen und durch Handlungen seines Privatlebens fich den unauslöschlichen Haß einer großen Zahl von Personen zugezoge» und dieselben förmlich heraus» gefordert. Die Regierung habe in Kenntnitz dieser Dinge Stambulow dringend zu einem Aufenthalt im Auslande gerathen, Stambulow lehnte jedoch lauge beharrlich ab, das Land zu verlaffen. Von Anfang an habe die Regierung Stambulow unausgesetzt bewache» taffen, weil sie sich der Verantwortlichkeit für die Sicherheit seiner Perfon bewußt war. Häufig habe fie ihn warnen lasten, ohne bewaffnete Begleitung auszugehen und gewiffe Orte aufzusucheu. Erst durch die ad hoc gewählte Enquete-Kommission, welche au« der ueugcwählten Sobranje hervorgegangen ist und die au» den tüchtigsten, angesehensten und unabhängigsten Piitgliedern besteht, sei das bekannte Memoire an die Regierung gelangt, welche« die nunmehr von Stambulow gewünschte Reise in das Ausland unter» sagt wissen wollte, »m volle Klarheit über die gegen Stambulow» Handlungen cirtulirenben Gerüchte zu schaffen und diese Gerüchte auf ihr wahre» Maß zurückzuführen. Die Minister hätten dieses Memoire dem Fürsten vorgelegt, der nur ungern dem Anträge derselben zugestimmt habe, daß Stambulow bis zum Austrage der Sache im Lande zu bleiben habe. Die Bewachung zum Schutze StambulowS wurde seitdem unausgesetzt sortgesührt. Auf die Frage, von wem da« Attentat ausgegangen fein könnte, erklärte der Fürst, daß zwar zahlreiche Verhaftungen vorgenommen feien, daß aber bis jetzt eine sichere Spur der Mörder nicht entdeckt fei. Er wie« aber darauf hin, daß da» Attentat ungefähr am Jahrestage der 1892 erfolgten Hinrichtung der fünf am Morde Beltschews Betheiligten stattgefunden bade. Der Fürst sagte, er habe damals telegraphisch anempfohlen, diese Hinrichtung auf«

(Nachdruck verboten.)

Der „böse Slick".

«o» Profestor «art Knortz (Evausville).

Da man von dem Glauben an den sogenannten bösen Mick in Deutschland so selten hört, daß man meinen möchte, er s« dort mit der letzten Hexe ausgestorben, muß es nicht wenig überraschen, durch zahlreiche amerikanische Lokal­zeitungen auf die Thatsache hingewiesen zu werden, daß sich derselbe besonders bei den Dcutsch-Pennsylvaniern ziemlich fest eingebürgert hat und allem Anschein nach im Zunehmen begriffen ist.

Ob die Verbreitung dieses Aberglaubens auf die in Penusylvanien ansässigen Italiener zurückzuführen ist, kann nicht mit Bestimmtheit behauptet werden, da dieselben im Allgemeinen mit den Vertretern anderer Nationalitäten wenig Umgang haben und sich auch nicht darnach sehnen. Sicher aber ist es, daß mehrere Deutsch-Pennsylvanierinnen im Geruch stehen, mit dem bösen Blick behaftet zu sein, und baß fie mittels desselben Hausthieren und Menschen den Appetit vertreiben können, um, sie dadurch einem sicheren Tode entgegenzuführen, und daß sie ferner das Wachsthum aller Nutzpfianzen zu verhindern vermögen. Man sagt, diese Frauen seien „hoodoed“, d. h. bezaubert, und nur ein Hoodo-Doktor besitze die nöthigen Geheimmittel, das unheilbringende Auge von dem ihm anklebenden Zauber zu befreien.

Daß die Italiener in Amerika ihren angestammten Glauben an den bösen Blick beibehalten haben, ist allgemein bekannt, und wie der in Philadelphia erscheinende „Record" kürzlich erzählte, so lassen sie sich durch denselben noch immer i»S Bockshorn jagen, was rin schlauer Irländer der genannten Stadt, der den Bau einer Straße übernommen

und dazu eine Anzahl Italiener angestellt hatte, wohl aus- zubeuten verstand. Als nämlich dieselben zur Erzielung höherer Löhne die Arbeit niederlegten, rief er einen nach dem andern in sein Büreau, und währenddem er dort mit ihnen verhandelte, mußte sein Buchhalter, der ein künstliches Auge besaß, jeden einzelnen starr anblicken, worauf sich dann jeder ohne Ausnahme wieder in die alten Bedingungen fügte, nur um so schnell wie möglich aus der Nähe des gefährlichen Gettatore zu kommen.

Nach dem italienischen Volksglauben ist der Gettatore, der übrigens nicht nur durch den bösen Blick, sondern auch durch eine leise Berührung, durch ein Wort ober einen heimlich geäußerten Wunsch Unheil um sich verbreiten kann, eine magere Person von stark ausgeprägten Gesichtszügen und großen, hervorstehenben Augen. Selbst ein mit biesen Eigen­schaften nur mäßig begabter Mann kann leicht baburch in ben Ruf eines Gettatore kommen, baß Jemand, in dessen Nähe er sich zufällig anfgehalien hat, plötzlich krank wird, ohne baß man einen natürlichen Grund dafür angeben konnte. Derjenige, auf dem einmal der Verdacht ruht, den bösen Blick zu besitzen, wird cs unmöglich finden, denselben zu entkräften. Er ist auf immer in die gesellschaftliche Acht erklärt; Niemand wagt sich in seine Nähe, und noch seltener wagt es Jemand, ihn zu Gast zu laden.

Hermann Kletke hat dem Gettatore folgendes Gedicht gewidmet:

Geh' am ©arten nicht vorüber, Störe nicht mein stilles Glück; Ander» Weges kehre lieber, O D» Man» mit bösem Blick!

Sieh' die Rose, wie sie schauert Vor des Auge« gift'gem Glanz! Relf und Lilie, wie sie trauert. Wie zum Tode welkt mein Kranz!

Warum weilst Du so begehrlich, Wo ein stiller Friede blüht? Warum schaut so unaufhörlich Dieses Auge haßdurchglüht?

Und er sprach mit leisem Beben:

Ander» Wege« will ich zieh'». Ach, ich muß da« süße Lebe», Was ich liebe, muß ich flieh'» l Immer zog es, immer wieder Mich zu Deinem Frieden hin. Und de» Blick nicht schluj, ich nieder — Ich vergaß, daß ich es bin!

Schwellend, ach, das Herz voll Siebe, Und im Äug' de» grimmen Tod, Folg' ich, nab’ dem strenge» Triebe Böser Mächte, bitt'rer Noth!

Doch ich will im Abeudgrauen Mil verhülltem Angesicht Nu» das eifl’ne Elend schauen. Und Dein Glück, ich stör' es nicht!

Die Bearbeitung der Korallen zu Schmucksachen, die als Amulette gegen den bösen Blick diene», bildet besonders in Neapel einen bedenkenden Industriezweig. Diese Schutzmittel, welch« gewöhnlich die Gestalt einer Hand haben, werden den Kindern in die Wiege gelegt oder ihnen an einem Schnürchen um den Hals gehängt. Herren tragen sie gewöhnlich an der Uhrkette und fassen sie schnell mit der Hand an, sobald sie einem vermeintlichen Gettatore begegnen. Selbst Crispi soll diesem Gebrauche huldigen.

In der Campagna findet man an den Thüren der Ställe häufig Widder- oder Ochfenhörner, welche die Hausthiere gegen den bösen Blick schützen sollen.

Die alten Römer sahen ftüher im Symbol der Frucht» barkeit und Naturkraft das wirksamste Mittel gegen den bösen Blick, worüber Jahn in den Berichten der Königs. Sächsischen Gesellschast der Wissenschaften vom Jahre 1855