Abend-Ausgabe
41. Jahrgang.
Verlag: Langgasse 27,
I2,OOO Avonnentrn
Samstag» den 9. September
1893
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Uom Kaiser-Manöver
Politische Tages-Rundschau.
— Das Aufsteigen der Hauptleute und Ritt» leister aus der zweiten in die erste Gehaltsklasse erfolgte isher innerhalb des Truppentheils (Regiments), ein Verehren, das zu großen Ungleichheiten und Ungercchtigkeiteil nlaß gab. Dieses nur finanzielle, aber doch sehr in Beacht kommende Vorrücken war abhängig von reinen Zu- lligkciten, wie sie bei der Zusammensetzung der einzelnen fiziercorps in den einzelnen Regimentern sich leicht er- >en konnten. So wurde es möglich, daß Offiziere, deren itent noch aus dem Jahre 1871 datirt, heute noch ohne
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Die großen Kerbstübungen in Lothringen.
\ Die großen Herbslübungen in Lothringen haben die Alnfmerksamkeit der gesammten militärischen und politischen Welt, besonders außerhalb Deutschlands, erregt, einerseits weil man glaubte, in politischer Hinsicht Ausklärungcir über das Verhältniß der verschiedenen Mächte zu erhalten, welche mehr oder minder an diesen Manöver» betheiligt waren, andererseits weil man in militärischer Beziehung ans den 'Hebungen der Truppe» nahe an der französischen Grenze Schlüsse auf die deutschen Kriegspläne ziehen zu können meinte. In beiden Erwartungen sieht man sich jetzt getäuscht. Denn der deutsche Kaiser Hal in all seinen Ansprachen mit fast zu gewissenhafter Berücksichtigung der vorhandenen Verhältnisse das Nachbarland Frankreich mit keinem Worte cr- ivähnt und mehr als einmal sehr deutlich seinen festen Willen dargethan, den Frieden mit allen Mitteln, die in seiner Gewalt liegen, aufrecht zu erhalten.
= Was aber die militärische Idee der Manöver anbclangt, so ist aus derselben durchaus kein weiterer Schluß zu ziehen. Sie unterscheidet sich von den gewöhnlichen Generalidcen großer Manöver in keiner Weise, ja theilt die Streitmächte richt einmal in eine West- und Ostarmee, sondern in eine Süd- und Nordarmee, so daß anch die Richtung der Manöver der voraussichtlichen Richtung eines etwaigen Kampfes zwischen Deutschland und Frankreich nicht entspricht. In militärischer Beziehung kann daher ans den großen
jede Verschuldung in der ztveiteu Klasse sind, während Offiziere von 1877 schon das Gehalt der ersten Klasse beziehen, ohne daß dies durch besondere Verdienste erklärt würde. Nach den jetzt veröffentlichten neuen Bestimmungen wird nun das Anfrückrn in die höhere GchaltSklasse nicht mehr innerhalb des Truppentheils, sondern innerhalb der Waffengattung und nach Dienstaltcr imb Patent erfolgen, wodurch Ungleichheiten, wie die oben bezeichnetet!, in Zukunft vermieden werden.
— Der Charlottenburger Magistrat hat sich mit dem in der letzten Session vom Herrcnhause bereits angenommenen, voni Abgeordnetcnhause aber noch unerledigt gelassenen, vom Oberbürgermeister von Frankfurt a. M., A dickes, cin- gebrachten Gesetzentwurf über Stadterweiterungen beschäftigt. Zu diesem Gesetzentwurf will die Slaatsregierung Stellung nehmen und hat zu diesem Bchufe die Magistrate der großen und größeren Städte zn einem Gutachten aufgefordert. Der Magistrat von Charlottcnbnrg hat sich entschieden ablehnend ausgesprochen und einstimmig den Beschluß gefaßt, der Regierung diesen Gesetzentwurf nicht zu empfchlcu, und denselben nicht nur als höchst bedenklich, sondern geradezu als schädlich zu bezeichnen, weil durch die darin beabsichtigten schweren Eingriffe in das Privateigenthum die Entwickelung der Städte völlig lahm gelegt werden würde.
— In Ungarn ist noch immer nicht die Entscheidung getroffen, ob der Monarch die Genehmigung zur Einbringung der kirchcnpolitischen Gesetzentwürfe erthcilen wird. Ein Schreiben des Papstes an den ungarischen Episkopat, das bis jetzt nur dem Inhalte nach bekannt ist, betrifft die gegenwärtige kirchcirpolitischc Situation in Ungarn und bezweckt, diese Geuchmignng zn vereiteln. Es heißt, die Regierung wolle darauf antworten, bisher aber ist ein solcher Schritt nicht geschehen.
— In Frankreich richtet inan sich zum Empfang der russischen „Freunde" in der der grande nation eigenen überschwänglichen Weise. Der Generalrath des Bar hat 10,000 Fr cs. für den Empfang der Russen bewilligt; der Gcncralrath des Basses-Alpes hat auf Antrag des Depu- tirten Deloncle beschlossen, dem Ministerpräsidenten telegraphisch vorzuschlagcn, der 13. Oktober, der Tag des Russenbesuchs, solle als nationaler Feiertag in ganz Frankreich gefeiert werden. Der Minister solle dazn einen Kredit aussctzcn, den die neue Kammer nachträglich ohne Erörterung bewilligen werde. Earnot wird auf der Reise nach Toulon voni russischen Botschafter Mohrcnheim sowie vom Ministerpräsidenten, dcmKricgsminister und demFinanz- ministcr begleitet werden. Oberst Chamoin begiebt sich nach Toulon, um alles auf den Empfang des Präsidenten Bezügliche zn regeln. Während des Aufenthaltes Earuots wird in Toulon ein neues Panzerschiff vom Stapel gelassen werden; es wird nach dem verstorbenen Admiral Jauregui- berry benannt werden. Der Generalrath der Rhone- müudung hat beschlossen, das russische Geschwader zum Besuch von Marseille einzuladeu. In Dijon werden große Festlichkeiten für die Durchfahrt der russischen Marine- Offiziere nach Paris vorbereitet. Der Pariser Festausschuß berieth gestern mit Admiral Gervais, der das französische Geschwader in Kronstadt befehligte, über die in Paris zu veranstaltenden Festlichkeiten. Die Bewegung für die Be- thciligung wird allgemein; zahlreiche Vereine und Privatpersonen melden sich zur Theiluahme. Es geht die Rede von einer Vorstellung von Glinkas Oper „Das Leben für den Zaren".
Uebungen in Lothringen kein Kapital geschlagen werden, wohl aber werden sie, wie der militärische Mitarbeiter der „C. Ztg." sehr richtig ausführt, in mstitärisch-techuischer I Beziehung große Beachtung finden, da sie ntit einer so großen 1 Truppenzahl unternommen sind, wie es nochuie der Fall war, und alle technischen Ersiuduugen der Neuzeit zur Anwendung 'gebracht mürben. Das Facit dieser Manöver wird man in ider deutschen Kricgsverwaltnng im nächsten Jahre ziehen, wo ja so wie so eine ganze Reihe von Neuerungen Platz zu greisen hat.
| So haben an den Manöver» Bataillone von Reserve- Mannschaften Theil genommen, und es haben Bataillone mit zweijährige» Maunschafte» in der Front gestanden, die einen Vergleich mit den Bataillonen, in denen alle drei Jahrgänge vertreten waren, gestatten. Die Trnppciizelte haben hinreichende Verwendung gefunden, um auf ihre 'Lcistnngsfähigkeit uud praktische Brauchbarkeit geprüft werden zu können. Das neue Gepäck der Infanterie, die neuen ^Kochgeschirre aus Aluminium, die Aluminium-Feldmeuagen. für Offiziere, die leichteren Helme mit Alnminiumbeschlag, sdie Verwendung des Fahrrads im Aufklärnngsdienste, kurz, alle die im Laufe des letzten Jahres neu cingcführtcn Erfindungen haben erprobt werden können.
Aber auch in strategischer und taktischer Beziehung wird man wichtige Lehren aus den großen Herbstübunge» ziehen können. Einmal wegen der Menge der versammelt gewesene» Truppen, dann aber auch wegen ihrer kriegsmäßigen Zu- fammcnsetznug. Besondere Aufmerksamkeit ist den Uebungen der Kavallerie in Verbindung mit dem Armeecorps und den Divisionen erwiesen worden. Die Kavallerie ist bekanntlich bei dem lothringischen Corps sehr stark vertreten, da sie bei dem Ausbruch eines Krieges wichtige Aufgaben zu erfüllen hat. Infolge dessen konnte man bei de» Uebunge» i» Lothringen mehr wie anderswo (Ostpreußen ausgenommen) auf die strategische und taktische Verwendung der Kavallerie Rücksicht nehmen, und man hat dies gethau, indem man der Metzer Kavallerie-Division ganz bestimmte Anfgabcil in strategischer und taktischer Beziehung gestellt hat. Diese befanden hauptsächlich in dem Aufsuchen eines sich rasch zurückziehenden Gegners und der Aufrechterhaltung der Verbindung. Aus der Geschichte des 70er Krieges wissen wir, wie schwierig und wichtig solche Aufgaben der Kavallerie Md; ging doch nach der Schlacht bei Wörth die Verbindung Mit der geschlagenen französische» Armee derart verloren, dieselbe erst kurz vor den Schlachttagcn bei Metz ^tederhergestcllt werde» konnte. Derartige strategische Fehler in den zukünftigen Kriegen zu vermeiden, werden die Herbstübunge» in Lothringen ihr Theil beigetrage» haben.
Der Kaiser ist von seinem Aufcuthatt in Urville höchst befriedigt. Der Lürgerineister Halm und die zum Festessen eingeladenen GcmeindcrathS-Mitgliedcr überreichten dem Kaiser ein schon voriges Jahr geplantes Geschenk, einen Schrein mit Saiumetbekleidilng und Silberbeschlag, enthaltend Spezialitäten des Metzer GewerbesleitzeS, kandirte Früchte. Was die Manöver anbclangt, so darf nicht unerwähnt bleiben, daß dem Publikum, soweit es die militärischen Rücksichten nur irgendtvie gestatteten, in bereitwilligster Weise Gelegenheit gegeben wurde, den Kaiser und seine hohen Gäste zn sehen, sowie das sich bald entspinncnde Gefecht zu beobachten. Stellenweise bemächtigte sich während des Gefechtes einzelner ländlicher Zuschauer ein militärischer Eifer, mitzumacheii. Als eine Anzahl von Geschützen eine veränderte Aufftellung nehmen sollte und die einzelnen Stücke über einen lehmigen Sturzacker weg von de» Kanonieren mit der Hand vorgezogen werden mußten, da griffen verschiedene Laudleulc mit zn und halfen tapfer bei der schweren Arbeit.
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«ach den Bahnhöfen. J»43 Sonderzügen werden das ganze 8. Armee- Corps uud der größte Theil des 16. innerhalb 24 Stunden die Fahrt in die Heimath antreten. Bei den heutige» Manöver» ständen nahezu 60,000 Mann im Feuer.
Krrlin, 8. Sept. Bei den gestrigen Manöver» vor dem Kronprinzen von Italien ist demselben ganz besonders die ausgezeichnete Haltung der rheinischen Landwehr-Brigade aufgefalieu. Er begab sich infolge dessen zu ihr und erkundigte sich eingehend bei Offizieren uud Mannschaften über ihre Organisation, ihre Ausrüstung und viele andere militärische Einzelheiten. Mit einigen Soldaten sprach er auch in freundlichster Weise über ihre persönlichen Verhältnisse und äußerte sich dann sehr erfreut über die frischen und unbefangenen Antworten, die er bekommen hatte.
Metz, 9. Sept. Die beabsichtigte nochmalige Herkunft des Kaisers mußte unterbleiben, iveil das gestrige Manöver zu spät endete. Der Kaiser verläßt Sonntag 11 Uhr 45 Minuten Urville und trifft unt 5 Uhr in Karlsruhe ein.
Serif», 9. Sept. tTelegr.) Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge versammelte Prinz Ludwig von Bayern nach Schluß des heutigen Manövers die bayrische 5. Division, um sie dem Kaiser vorziiführen. Trotz der vorhcrgegangcnen Anstrengungen waren Parade-Aufstellung und Vorbeimarsch tadellos und erwarben die warme Anerkennung des Kaisers. Die patriotischen Worte, welche Prinz Ludwig kürzlich in der Pfalz gesprochen, fanden in dieser militärischen Ehrenenveisung thatsüchliche Bekräftigung. Der Kronprinz von Italien und die Prinzen Leopold uud Rupprecht von Bayern wohnten der Parade bei.
Deutsches Keich.
* Kok- und Personal-Nachricht«!'. Die Besserung des Kniegelenks ist bei dem Gr oßherzog von Hessen so weit vorgeschritten, daß, derselbe zeitweise, auf den Arm eines Begleiters gestutzt, umhergehen und auch bereits verschiedene Ausflüge zu Wagen in die Umgegend von Wolfsgarten unternehmen konnte. — Bismarcks Erkrankung erregte vom 31. August bis zu»! 5. September schwere Besorgnisse. Der Fürst steht jetzt täglich einige Stunden auf. Der Tag seiner Abreise ist noch nicht bestimmt. Sein Zustand gestaltete bisher eint weitere Reise nicht.
* ^abakSeurr. Die „Post" versichert, an allen bei der Ausarbeitung de» Gesetzentwurfs der Tabaksteuer in Betracht kommenden Stellen bestehe die Absicht, wenn der Plan der Fabrikat- steuer eine feste Gestalt gewinnen sollte, die Kontrollbeslimmungen unter allen Umständen so eininricbten, daß die Frage der stehenden kleinen Existenzen nicht ms Gedränge kommen, sondern diese »ach wie vor frei achmen können.
* Cholrratuiag«. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht einen Gouvernements-Befehl vom 5. September 1893, welcher bestimmt, daß nachdem das Auftrete» der Cholera asiatica in Berlin amtlich sestgestellt worden ist, den nach Berlin abkommandirten Mann-
Erscheint in zwei Ausgaben. — Bezugs-Preis: &• Pfennig monatlich für beide Ausgaben zusammen. — Der Bezug kann jederzeit begonnen werde«.
Metz, 8. Sept. Das heutige Manöver fand bei Kurze! uud Lange statt. Das 8. Corps war durch die 5. bayrische Division verstärkt, während bei dem 16. Corps eine Kavallerie-Division sich »»schloß, welche bisher beim 8. Corps sich befand. General Graf Häscler kommandirtc das 16. Corps, der Kaiser in der Uniform der Leib-Garde-Husaren führte das bei diesem Corps befindliche, aus 12 Regimentern bestehende Kavallerie-Corps. Der Kronprinz von Italien folgte de» Manöver» mit großer Aufmerksamkeit. Das lothringische (16.) Corps wurde von einem übermächtigen Feinde bedrängt, hatte aber in außerordentlich günstiger Stellung das linke Ried-User besetzt; in dieser Stellung liegt das Schloß Urville. Nachdem die Portruppen das 16. Corps 'über die Ried zurückaedrängt hatten, entwickelte sich ans beiden Seiten Artilleriekampf. Das 8. Corps konnte mit seinem rechte» Flügel kein Terrain gewinnen, dagegen gelang es der 5. bayrische» Division, welche den linke» Flügel bildete, den Uebergaiig über die Nied bei Bange zu forciren. Das 16. Corps mnßte infolgedessen seinen rechten Flügel znrückzuchen. Msttleiweile war ans Metz die 59. Brigade angelangt. Nunmehr ging der Kaiser mit dem ganzen Kavallerie-Corps auf dem rechten Flüge! des 16. Corps vor und attackirte in schwierigstem Terrain glänzend die den linken Flügel des Gegners bildende dayriscl)e Divffion. Rach der vollkommen gelungenen Attacke wurde das Gefecht eingestellt. Die Leistungen der Truppen waren trotz der großen Anstrengungen und nach drei LiwakS in der letzten Nacht bei Regen ganz ausgezeichnet. Besonders war die Haltung der Landwehr-Brigade bei dem 8. Corps sehr gut. Nach der Kritik desilirte die bayrische Division vor dem Kaiser. Alsdann rückten die Truppen ab, theils nach Metz, theils
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Das Programm sür die Reise unseres Kaisers nach Oesterreich und Ungarn ist jetzt definitiv sestgestellt. Danach reift der Kaiser von Stuttgart am 16. d. M. (Sonnabend), Abends 9 Uhr 40 Minuten, ab über Ulm, Augsburg, München, Linz, St. Pölten, Wiener-Nenstadt, Oedeubnrg, Steinamanger mid trifft in Giins am 17. (Sonntag), Nachmittags 4 Uhr, ein. Er wird hier durch den Kaiser von Oesterreich-Ungarn, die Herren Erzherzoge, den königlich ungarischen Ministerpräsidenten und die Spitzen der Lokalbehörden empfangen. Außerdem melden sich am Bahnhofe in Giins der General der Kavallerie Ludwig Prinz zu Wilidischgrätz, Kommandant des 11. Corps und kommaudirender General in Lemberg, sowie der Oberst Freiherr v. Königsbrnun, Kommandenr des Infanterie-Regiments Wilhelm L, deutscher Kaiser nnd König v. Preußen, Nr. 34. Der weiterhin zum Ehrendienst befohlene Oberst Freiherr v. Steininger, Flügeladjntant und Militär- bevollmächtigter in Berlin, reift schon von Stuttgart ab im Gefolge des deutschen Kaisers. Abends 6 Uhr 30 Minuten findet in Güiis Diner statt. Am folgenden Tage, 18. September, nehmen die Majestäten (zu denen auch der kurz vor unserem Kaiser in Giins eüitreffenbe König von Sachsen gehört) an de» größeren Manöver» Theil. Solche stehen anch sür den 19, 20. und 21. September aus der Tagesordnung. Nach Schluß des Manövers kehrt das große Gefolge nach Berlin zurück, ab Güns 22., Früh 6 Uhr 45 Minuten, Ankunft in Berlin 10 Uhr 45 Minuten Bormittags. Am 21., Nachmittags 5 Uhr 15 Minuten, erfolgt die Abreise der Majestäten mit Sonderzug nach Mohaes, wo die Ankunft um 2 Uhr Früh erwartet wird. Unser Kaiser wird dahin nur vom Generalarzt Dr. Leuthold uud dem Flügeladjutanten Oberstlieutenant v. Scholl begleitet. Nach Ankunft in MohacS fährt der Kaiser zur Verankeningsstelle des Dampfschiffes „Orient", auf dem er Wohnung nimmt, und demnächst zurPürsche. Am 23. lautet das Programm: Jagdfejour in Bellye, für den 24. September ebenso, doch fährt der Kaiser, da Sonntag ist, auch zum Gottesdienst nach Jsabelleuseld, Abends 9 Uhr reift der Kaiser von Oesterreich von MohacS ab nach Wien, die Abreise unseres Kaisers erfolgt gerade 24 Stunden später. Am 26., Früh 8 Uhr 10 Minuten, trifft Allerhöchstderselbe in Hetzendorf ein, von wo aus nach Schönbrnun gefahren wird. Nachmittags 6 Uhr findet die Abreise von Wien-Nordbahnhos statt, der Ankunft i» Berlin wird am 27. Früh entgegengesehen.
