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übend-Ausgabe

Wiesbadener Tsgblstt.

41. Jahrgang.

Erscheint in zwei Ausgaben. Bezugspreis: SS Pfennig msnatlich für beide Ausgaben zusammen. Der Bezug kann jederzeit be­gannen werden.

Verlag: Langgasie 27.

Avonnenten.

Nttzrigen-Prelsr

Die einspaltige Petitzeile für locale Rnzeige» "5 Pfg., für auswärtig» Anzeigen 25 Psg. Kcclamen die Petitzeile für Wiesbaden 50 Pfg., für Auswärts 75 Pfg.

K-. 420.

Freitag) den 8. September

1893.

Die ArbeitrrKiimpfe Wischen Franzosen und Italienern.

Wohl mehr als alle bisherigen Strciligkeiten innerhalb der Arbeiterklasse haben die blutigen Vorgänge in Aigues- Mortes den Beweis geliefert, daß die proletarische Ver­brüderung der Arbeiter verschiedener Nationen, von der ans dem internationalen Arbeitcrkongreß in Zürich so viel die Rede war, noch auf Jahrzehnte hinaus wohl ein bloßer Traum bleiben wird. Die Lohnfrage scheint die Kämpfer noch viel mehr erbittert zu haben als die Nationalitäten­frage. Das bedauerliche Ereignis; zeigt, welche Entartung sogar mitten in nuferer vielgepriesenen modernen Kultur zuweileit hervortritt und zu welchen Metzeleien die Massen sich hinreißen lassen würden, wenn sie nicht durch die staat­liche Ordnung und Gewalt gebändigt würden.

Obtooht die Regierungen von Frankreich und Italien bemüht sind, die auf beiden Seiten auflodernden Volks­leidenschaften zu beruhigen und der Angelegenheit jede polnische Tragweite zu nehmen, so fahren die französischen Arbeiter doch fort, auch in Nancy und an anbereit Orten die Entlassung italienischer Arbeiter zu fordern. Es wird den Behörden Frankreichs und den dortigen Freunden der Freiheit nnb des Völkerfriedens schwer werden, aus den Gemüthern der französischen Arbeiter den überall erregten Neid und Egoismus zu tilgen und den obrigkeitlichen An- ordnungeil Gehorsam zu erzwingen. Umso ilothweudiger ist es, auch vom Auslande her allen gebildeten Franzosen in ihren menschenfreundlichen Bestrebungen beiznstehen. Wer human denkt und das "friedliche Rebcneinanderleben der Völker als den allein normalen Zustand der menschlichen Ge­sittung ansteht, kann unmöglich daran Gefallen finden, daß man ganze Völker und Nassen und innerhalb der verschiedenen Staaten wiederum einzelne Volksklassen und Stände und Nationalitäten gegeneinander hetzt. Jede Aussaat des ^Unfriedens und Hasses wird sich schließlich an denen rächen, welche dieses Unkraut ausstreuen. Man sollte jedoch die von der internationalen Arbeiter-Association schon vor mehr als zwei Jahrzehnten ansgegangene Aufforderung:Prole­tarier aller Länder vereinigt Euch!" nicht ohne Weiteres als eine Kriegserklärung an die übrige» St (affen der Gesell­schaft auffassen; denn auch die Unternehmer, Techniker, Ge­lehrten und Kapitalisten verschiedener Länder vereinigen sich und suchen sich über ihre gemeinschaftlichen Interessen zu verständigen. Es scheint einer tieferen internationalen Be- wegnng innerhalb der Arbeitermassen zu bedürfen, um sie davor zu bewahren, gegen sich selbst so unnatürlich zu wüthen, wie dies in Aigues-Mortes geschehen ist. Wenn man auch die Endziele der Sozialdemokratie, soweit sie staatsgefährlich und dem Wohlstände der Menschheit hinder­lich sind, bekämpfen muß, so sollte man doch nicht alle Theile ihres Programms ohne Weiteres verurtheilen, sondern ruhig prüfen, was von ihren Forderuiigen wahr oder falsch ist. Die internationale Verbrüderung der Arbeiter aller Länder mag noch weit entfernt fein; wenn sie aber ernstlich an- gebahnt wird, so werden solche Vorfälle wie in Aigncs- Mortes, die der modernen Kultur doch wahrlich nicht zur Ehre gereichen, gewiß seltener Vorkommen. Ueberall da, wo die Sozialdemokratie organisirt ist und an der Verbesserung des staatlichen und wirthschafllichen Lebens thütigen Antheil nimmt, wie in Deutschland, England, der Schweiz, können wilde Ausbrüche der Leidenschaften von Arbeitern verschiedener Nationalitäten sowie anarchistische Bestrebungen und un­sinnige kommunistische Forderungen von den Führern selbst leichter verhütet und dadurch die Gesammtheit vor schwerem Unheil bewahrt werden. #

Politische Tages - Rundschau.

Es wirdderWahlbewegung für den prenßi- eschen Landtag diesmal an starkwirkenden und zugkräftigen Wahlparolen einigermaßen fehlen. Wir werden aller Voraussicht nach eine Periode verhältnißmäßiger Ruhe und Stille in den an die preußische Gesetzgebung herantretenden Aufgaben vor uns haben, und das wird Niemand be- daneni, der nicht die parlamentarische Geschäftigkeit für einen Selbstzweck ansieht. Von größeren gesetzgeberischen Arbeiten scheint für die nächste Zeit höchstens ein Schul- dotationsgesetz in Aussicht zu stehen, das sich aber auf alle Fälle unter Ausscheidung der eigentlichen Prinzipien- fragen auf die finanzielle Seite der Sache be- ' schränken wird. Die Wahlbewegung wird denn auch mehr von allgemein politischen Gesichtspunkten und von wirthschafllichen Fragen, die zum größten Theil zur Zu­ständigkeit des Reichs gehören, geleitet werden. Aber der Mangel an bestimmten großen Anliegen der preußischen Ge- : fefcgebung wird sich in einer verhültnißmäßigen Erschöpfung Hund Mattheit der Wahlbewegnng äußern. Es kommt hinzu,

daß uach der ganzen Stinimnng im Volk wohl überall die Ueberzeugung besteht, daß grundstürzende Verschiebungen in der Zusammensetzung des Abgeordnetenhauses nicht zu er­warten sind. Die Parteien werden voranssichtlich ganz oder zum größten Theil ihren Besitzstand wahren, zumal das neue Wahlgesetz diesmal noch nicht in Geltung treten wird. Soweit es sich bis jetzt übersehen läßt, werden auch ganz überwiegend die alten Vertreter wieder aufgestellt. Es werden auch von keiner Seite allgemeine Anweisungen über das Verhalten der Parteien zu einander ausgegeben werden; dazu sind die Verhältnisse nicht angethan, und es liegt kein Bedürfniß vor. Die Parteien werden in vollster Selb­ständigkeit vorgehen; örtlichen Umständen und Bedürfnissen muß es überlassen bleiben, ob da und dort Verständigungen unter nahestehenden Parteien stattfiudeu. Aber wenn man auch einem verhältnißmäßig ruhigen und maßvollen Wahl­kampf wird entgegensehen dürfen, so befreit dies doch keines­wegs die Wähler von der Pflicht, rechtzeitig und thaikräftig jetzt die Wahlvorbereitungen in die Hand zu nehmen, nm am Tage der Entscheidung wohlgerüstet auf dem Posten zu sein. Lässigkeit und Vertrauensseligkeit könnten doch manche unangenehme Ueberraschungen bringen, die bei der auf wenigen Stimmen beruhenden Biachtabgrenznng und Koalitionskraft der Parteien erheblich ins Gewicht fallen würden.

Die Geheimhaltung der kommissarischen Berathuugen über die Wein- und Tabaksteuer-Projekte hat zur. Folge, daß einzelne nnkontrollirbare Mittheilnngen in den Blättern auftauchen, die zunächst darauf hiuauslaufen, daß über die Form der Tabaksteuer innerhalb der Konferenz starke Meinungsverschiedeuheiteii beständen, sodaß, wie an- gebeutet wird, die eigentlichen Schwierigkeiten erst in einem späteren Stadium, also wohl im Bundesrath, gelöst werden müßten. Es läßt sich nicht sagen, was daran wahr ist; aber man darf doch nicht vergessen, daß sich über die Grnnd- züge dieser Stcuerprojekle die Fiuanzminister in Frankfurt bereits geeinigt haben, sodaß die Meinungsverschiedenheiten und Schwierigkeiten, mit denen ihre Kommissarien kämpfen, sich nur auf die technische Durchführung beziehen können.

DieBert. Polit. Nachr." wenden sich gegen die­jenigen Blätter, die glauben, das Thema von der Auf­hebung des Jnvaliditäts- und Altersversiche­rungsgesetzes wieder aufnehmen zu sollen.

ES ist schon möglich, daß dem Reichstag im nächsten Winter eine Vorlage zugeht, die sich mit dein Gesetze vom 22. Juni 1889 besaßt, die Pläne auf Aufhebung des letzteren aber sollen endlich als unmöglich aufgegeben werden. Richtig ist ja, daß infolge der bei der Jnvaliditäts- und Allersversichcrnng gewählten Methode der Ausbringung der Mittel der KapitalweUh der in jedem Jahre ent­stehenden Renten durch die Beiträge völlig gedeckt wird. Es luäre also für die jetzt vorhandenen Rentenempsänger die ausreichende materielle Gewähr des Fortbezuges der Renten gegeben. Jedoch hieße cs das ganze Wesen der Jnvaliditäts- und Altersversicherung verkennen, wenn man meinen sollte, daß sich die in diese Ver­sicherung einbezogenen BevölkerungSkreise beruhigen würden, wenn mir die Ansprüche der jetzigen Rentenempsänger befriedigt werden. Das Verständniß für das, was man diesen Bevölkernugskreisen mit der Jnvaliditäts- und Altersversicherung geboten bat, ist doch schon tiefer eingedrnngen, und gerade daraus erklärt sich der Um­schwung in bet Stellungnahme der Sozialdemokratie zu dieser Ver- sicherrnig. Dagegen würde auch der neu aufgetauchte Plan nichts ausrichten, daß mau eine freiwillige Versicherung gegen Invalidität und Alter fortbestehen lassen konnte. Als ob mit dieser freiwilligen Versicherung nicht schon bctriibenbc Erfahrungen genug gemacht worden wären! Wie stand, es denn bis zum Beginn der achtziger Jahre mit der Krankenversicherung? Die freien Hülfs- faffeu' waren doch schon früher vorhanden und sunktionirten, was wir gern anerkennen wollen, ganz gut. Sie nahmen aber nur Mitglieder auf, welche jung und gesund waren, wie sie es heute noch thrui. Tie kränklichen und alten Arbeiter tonnten zusehen, wo sie Schutz gegen die Folgen von Erkrankungen fanden. Das ist ja eben der sozialpolitische Kern der staatlichen Arbeiterversicherung, daß diese allen Arbeitern die Wohlthaten der Versicherung zu Gute kommcii läßt, und nicht bloß einzelnen. Und diese Wohlkhat ist durch die Jnvaliditäts- rind Altersoersicheriuig auch auf andere als Arbeiterkreise erstreckt. Sie nunmehr auch nur Theilen der jetzt Versicherleii z>i versagen, dürfte sich als unmöglich Herausstellen. Etivas Anderes ist es, wenn mau auf die Aendernng bet für Aus­führung der Jnvaliditäts- und Altersversicherung getroffenen Maß­nahmen hindrängt. Hier werde» natürlich ebenso mit der Zeit Verbesserungen vorgenommen iuerben müssen, wie sie bereits bei der Krankenversicherung getroffen sind und bei der Unfallversicherung bevorstehen.

3ii der bekannten, von Professor Bind ing in Leipzig herausgegebenen Sammlung deutscher S taats- grundgesetze in diplomatisch genauem Abdrucke (Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann) ist soeben Heft IV, ent­haltend:DieVerfassungsnrkunde für den preußi­schen Staat nebst ihren Abänderungen" erschienen. Von besonderem Interesse ist die Zusammenstellung der ver­schiedenen Wandlungen, die das Wahlrecht durchgemacht; auch das neueste Wahlgesetz vom 29. Juni 1893 ist bereits berücksichtigt. Im Ganzen sind im Lauf der Jahre 18 Ver­fassungsänderungen Dorgenommen worden. Die praktische Sammlung kleiner Hefte, die sich ihrem Abschlüsse nähert, kann Allen bestens empfohlen werden, die sich gründlicher mit Politik beschäftigen.

Die Verlobung des russischen Thron­folgers mit der Prinzessin Sibylle von Hessen soll nach dem Ablauf der Hoftrauer in Fredensborg verkündigt werden. (Die Prinzessin Sibylle ist eine Tochter des am 14. Oktober 1884 verstorbenen Landgrafen Friedrich von Hessen und der in Frankfurt lebenden Landgräfin Anna, geb. Prinzessin von Preußen. Die Prinzessin Sibylle ist am 3. Jnni 1877 zu Schloß Panker in Holstein geboren. Der älteste Bruder derselben, Prinz Alexander, residirt in Philippsruhe bei Hanau.)

Dom Kaiser-Manöver.

Knvzel, 7. Sept. Bei dem heutigen Manöver führte der Kaiser bas 16. Ariueeeorps, bas durch die aus der Pfalz über Falkeuberg auriickeude 5. bahriiche Division verstärkt war. Das Corps war nm 9 Uhr zur Stelle. Der Kaiser hatte beu Höheuzug zwischen Waibelskircheu uub Memersbroun besetzen und zur Ver- theibiguug eiurichteu lassen. Das 8. Corps versuchte nach einem Artilleriegesecht von Norden her auf beu rechten Flügel der Auf­stellung des 16. Corps zu drücken. Um 10 Uhr befahl der Kaiser einen Osfeusivstoß seines rechten Flügels, den die 34. Division bildete. Inzwischen waren die Bayern heraugeruckt und umfaßten beu linken Flügel des Gegners. Zwischen der 34. und der bayrischen Division ging die Kavallerie-Division vor, attaefirte den linken Flügel des 8. Corps durch einen schneidigen Vorstoß, bei welchem das 14. Husaren-Regiineut, das 7. Dragouer-Negnuent und die hessischen Dragoner bis in die Batterieeu der Corps-Artillerie des 8. Corps tarnen. Dieser Vorstoß konnte aber nach den großen Erfolgen des 8. Corps auf feinem rechten Flügel den Rückzug des 16. Corps nicht aufhalten. Um 11 Uhr wurden die Bewegungen eingestellt. Das Wetter war trübe und windig; auch fiel etwas Regen.

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In dem schon erwähnten Berichte des PariserFigaro" über die Kaifertage in Metz kommt der Verfasser, Herr Emil Beer, zu folgender Beantwortung der Frage, ob die Verdeutschung Lothringens Fortschritte mache:Es ist unleugbar, daß durch die Gewohnheiten die Wünsche und die Instinkte überwuchert worden, und daß unter dem Gewicht der täglichen Nothwendigkeiten des Lebens (beim seit 23 Jahren mußte man leben) viele Schmerzen eingefchlummert sind. Man hat mit dem Protestiren begonnen; heute ist man weiser: manhofft" nur noch; es ist zu befürchten, daß man in zehn Jahren so weit sein wird, sich höchstens noch der Zeit zu erinnern, wo mau hoffte." Voiu Empfange in Kürzel meint Herr BernNach der Feierlichkeit hörte ich weder einen Witz »och ein haßerfülltes Wort, überall herrschte Heiterkeit, und es ward mir vor Augen geführt, daß die anwesenden Männer schon deutsche Soldaten waren, daß die kleinen Buben mit den Neichssähnchen und die Mädchen mit den Blumensträußen ihre Kinder sind, daß sie selbst nur noch Sinbereiinnernngen an ihre alte Heimath haben, die für sie schon in weiter Ferne liegen, durch die Eindrücke von 23 Jahren und durch deutsche Gewohnheiten verwischt sind." Dem Berichterstatter des PariserMatin" erklärtenalte Metzer", sie seien organisirt, die Verschmelzung mit Deutschland werde sich in längstens 20 Jahren vollziehen.Dank der Geistlichkeit bewahrt der'Kreis Metz den Gebrauch der französischen Sprache etwas länger, aber überall erscheinen schon die in den deutschen Seminaren ausgebildeten Priester, uub bald wird die Geistlichkeit ebenfalls qermaitifirt sein."

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Ztratzbnrg, 6. Sept. Die Vorbereitungen zum Empfang des Kaisers sind in vollem Gauge. Am Bahnhof zu Neudorf wird ein großes Zelt errichtet, vor dem der Kaiser nach feiner An­kunft von Metz zu Pferde steigt, um sich auf das Paradeseld zu begeben. Am Tage der Kaiserparade (9. September) werden Souder- züge nach Straßburg aus anderen Städten des Neichslandes ab- gefertigt, bei denen das einfache Billet zur Rückfahrt berechtigt. Sämmtliche elfässischen Kriegervereine sollen an der Parade tljeil» nehmen; ein bevorzugter Platz ist ihnen eingeräumt worden. Der Großherzog von Baden gedenkt bereits am Freitag Abend hier eiu- zutresien und wird alsdann eine Serenade von zwanzig Vereine« des Elsaß-Lothringischen Sängerbundes entgegennehmen.

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Melz, 7. Sept. Die Ausnahme in Metz hat dem Kaiser so wohl gefallen, daß er, derFranks. Ztg." zufolge, gegen das ur­sprüngliche Programm morgen noch einmal nach Metz kommt, wo Abends eine Tafel bet Fürstlichkeiten im Gebäude des Bezirks- Präsidiums ftatlfinbet

Die der Stabt Metz vom Kaiser geschenkte golbeue Bürger- meiste rkette ist nach einem Entwürfe von Professor Seber in Straßburg in der WerkstäUe von PH. Heiden in München gefertigt. Die golhische Kette zeigt vorn als Hauptstück einen reichen Baldachin mit der Kruse: kröne und dem Reichsadler. An einer Art von Tabernakel ist hier eine Gemme mit dem Bildnis; Kaiser Wilhelms II. angebracht. An diesem Theil hängt an verschiedenen Kettchen ein originelles Kleinod, darstellend die nie besiegte Jungfrau von Metz mit Schwert und Stadtmappen in reichem Lorbeergerank. Tas Figürchen ist bunt emaillirt. Ein Spruchband trägt die In­schrift:Sie ist in guten Händen." Die rückwärtige Schließe der Sette ist durch das Wappen von Lothringen gebildet. Die Kette ist reich mit Diamanten und einaillirten Blumen besetzt.

Metz, 8. Sept. (Telegr.) Der Prinz von Neapel folgte auch heute dem Manöver mit dem größten Interesse und verweilte speziell bei der bayrischen Division. Von dem Kaiser wird der Prinz bei jeder Gelegenheit ausgezeichnet. Er bewohnt im Bezirks- Präsidium die für den Kaiser hergerichteten Ziinuker. Auf dem Ge­bäude weht auf speziellen Wunsch des Kaisers die Kaiser-Standarte. Für Freitag ist der Prinz von Neapel vont Kaiser nach dein Manöver nach Urville zum Frühstück eiugelabeit. Den Armen her italienischen Kolonie spendete der Kronprinz eine größere Summe; torklbe empfängt täglich hochstehende Personen in Audienz.